Posts by rs237

    Hallo,


    den Anodenstrom bezogen auf eine bestimmte Anoden/Gitterspannungssituation halte ich auch für 2. rangig.

    Da Innenwiderstand,Steilheit und Durchgriff (Kehrwert der Verstärkung) sehr eng miteinander verbandelt sind , werden auch Probleme mit dem Verstärkungsfaktor über die Steilheitsmessung erkannt.

    Wenn man sich Datenblätter der speziellen LL_Röhren , wie z.B. C3g,D3a anschaut ist die Steilheit das primäre Kriterium für den EOL und Qualitäts-Zustand.


    gruss

    juergen

    Jede Röhre hat einen im Datenblatt angegebenen Arbeitspunkt. Natürlich muss ich mich daran nicht 100% halten , aber viel Spielraum bleibt mir nicht . Ich würde sonst den linearen Kennlinienbereich verlassen oder Betriebszustände erreichen die der Röhre nicht gut tun.

    Wenn ich die Röhre mit diesen Parametern matche dann kann ich relativ sicher sein das sie auch in leicht abgeänderten Arbeitspunkten ok ist .

    Die Messung nur bei 0V Gitterspannung wie im W19 z.B. ist da zum matchen nutzlos.

    Mit dem W20 und den Neuberger RPM370/375 kann ich jede Spannung an der Röhre einstellen und somit jeden Arbeitspunkt simulieren.


    gruss

    juergen

    Hallo zusammen,


    immer wieder lese ich das ein Paar auf Funke W19 gematchte Röhren zum Verkauf angeboten werden.

    Funke Röhrenprüfgeräte sind zum matchen von Röhren leider völlig ungeeignet. Man kann damit eine Röhre auf Emission, Elektrodenschlüsse , Steuerwirkung und bedingst auch Vakuum prüfen .

    Will ich eine Röhre matchen so müsste ich die Steilheit und den Anodenstrom in einem sinnvollen Arbeitspunkt messen und vergleichen.

    Dies ist auf den Funke Röhrenprüfern bis zum W19 jedoch nicht möglich. Erst das W20 ermöglicht diese Messungen


    gruss

    juergen

    die Angaben 2X450V 225mA bei der 5U4G und z.B. 2X300 Volt 200mA bei der AZ12 sind auf jeden Fall die maximal entnehmbaren Gleichströme bei Zweiwegschaltung über beide Anoden.


    Beachte auch immer den max Ladekondensator .

    beachte nur das Ia fast nie in den Datenblättern zu finden ist , meisst nur Iout bzw max entnehmbarer Gleichstrom.

    In manchen Datenblättern , insbesondre Tabellenbüchern, steht auch anstatt Iout fälchlicherweise Ia.

    Nachtrag ,

    mit der EYY13 gibt es allerdings eine Gleichrichterröhre mit 2 komplett getrennten Systemen. Hier ist dann aber auch im Datenblatt der Strom für Zweiweggleichrichtung und Einweggleichrichtung über ein System angegeben.

    Wenn Du den Typ der Röhre die Du evtl meinst nennst , kann man genaueres sagen.

    ein letztes ..


    Scheibentrioden wurden durchaus auch schon im vorigen Jahrhundert entwickelt. Sie haben auch nix mit Klystrone, Magnetrone, Wanderfeldröhren und Karcinotrone zu tun.

    im 2. Weltkrieg wurden einige Röhren für damalige Zeiten Höchstfrequenzen entwickelt. RD12Ta , LS180 Marmeladenglas usw. Da gab es schon seit 10 Jahren Pentoden . Die von mir genannten Typen sind jedoch alles Trioden.


    gruss

    juergen

    Hallo Andreas,


    mmh seltsamerweise sind die Röhren mit den höchsten Grenzfrequnzen überwiegend Trioden ...


    aber wir kommen vom ursprünglichen Thema ab , deshalb klinke ich mich jetzt hier aus.


    gruss

    juergen

    Hallo Martin,


    Pentoden sind aus einem einzigen Grund Entwickelt worden "geiz ist geil".Nein nein nein , so drastisch möchte ich es nicht ausdrücken.

    Dennoch, ausschliesslich wirtschaftliche Gründe führten zur Entwicklng der Pentode/Strahlbündelröhre.

    In einem Werbeblättchen von Tfk zur Einführung der AL4 wurde z.B. der geringe Heizleistungsbedarf , der hohe Wirkungsgrad , der geringe Ansteuerungsbedarf usw. usw. angepriesen.

    Kein Wort vom guten Klang .

    Ganz am Ende des Blättchens steht dann geschrieben das wenn man auf gute Klangeigenschaften Wert legt , lieber die AD1 nehmen soll.

    Ich hoffe Andreas fordert nicht nun wieder :) einen Beleg.

    Es müssen auch nicht unbedingt DHTs sein , Pentoden als Triode geschaltet machen auch eine sehr gute Figur.

    In Europa war ja mit der AD1 Schluss mit Audio Endtrioden , es wurde hier nichts mehr auf diesem Gebiet entwickelt. Modernere Röhren wie z.B. die EL156 oder EL152/3 sind als Triode geschaltet zumindest im Blindtest der AD1 , 2A3 und 300B mindestens ebenbürtig.

    Nicht umsonst findet man im Tfk Datenblatt zur EL 156 immer noch Anwemdungen und Arbeitspunkte für Audio Verstärker in Triodenschalteng.

    Aber ich wiederhole nochmal , das ist nur meine unbedeutende Meinung ...

    Das einige Kleinsignalpentoden , wie z.B EF86 u.Ä. , durchaus Sinn machen will ich gar nicht abstreiten Wenn man durch den Einsatz einer Pentode ein ganze Röhrenstufe einsparen kann , kann das durchaus auch klangliche Vorteile haben .


    gruss

    juergen

    wenn du meinst das die erste SERIE der AC 2 schon 1 Jahr vor der ersten Serie der AD 1 gefertigt wurde heisst das noch lange nicht das sie nicht zusammen entwickelt wurden . Aber ich will mich darüber gar nicht streiten, ist ja unerheblich .

    Ich habe auch nicht geschrieben das sich die Unlinearitäen aufheben ...

    Wenn Du Pentoden als Treiber bevorzugst dann habe ich nichts dagegen, ich bevorzuge nun mal Trioden mit Trafokopplung und das auf Grund einiger Verstärker die ich gebaut habe. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.

    Allerdings muss ich zugeben das ich beim letzten Verstärkerbau (MTA) fremd gegangen bin. Allerdings war da Die Entröhre eine Pentode , nee nicht mal, nur eine Tetrode.


    gruss

    juergen

    Hallo Andreas,


    leider bin ich grad mit meiner Wohnung , Musikzimmer, Röhrenlager etc beim Hochwasser abgesoffen. Ansonsten hätte ich die Behauptung mit der AC2 mit einem Scan aus einem Tfk Röhrenbuch belegen können.

    In diesem Buch wurde auch beschrieben das sich die Unlinearitäten der AC2 und der AD1 sehr gut kompensieren.


    gruss

    juergen

    Hallo,


    Pentoden sind ein audiophiler Irrweg , zwar ein wenig ironisch gemeint aber in jeder Ironie steckt ein wenig Wahrheit .

    Ich bevorzuge eine Trafokopplung. Tfk hat ja speziell für die Ansteuerung der AD1 die AC2 entwickelt.. Die alte Schaltung von Tfk mit der AC2 , Trafokopplung und der AD1 ist , natürlich mit modernen Trafos die heutigen Ansprüchen genügen , klanglich unübertroffen.

    Eine ähnliche Schaltung mit der EC8020 und der 300B funktioniert auch hervorragend. Wenns nicht auf max Leistung ankommt reicht auch die EC8010.

    Ist nur meine persönliche Meinung.


    gruss

    juergen

    Hallo Thorsten,


    ich persönlich bin nicht so sehr begeistert von dieser Schaltung.

    Gut man spart den Koppel C (oder interstage) und was nicht da ist kann auch nicht stören. Diesen Vorteil erkaufst Du Dir aber mit einem grossen , spannungsfesten C (Elko ) der den Katodenwiderstand überbrückt. Dieser Kondensator bestimmt das Klangverhalten des Verstärker mehr wie die Röhre oder der AÜ.

    Es dürftr klar sein das man leichter einen Top Koppel C im nF bereich findet .

    Weiterhin reagiert die Schaltung auf Röhrenstreuung und -alterung . Im Eingang ist auch auf jeden Fall ein Eingangs C vorzusehen. Es sei denn Du bist 100% sicher das deine Quelle keinen DC_Offset hat.

    Den schlechten Wirkungsgrad, ca 12,7W Verlustleistung nur am Kathoden R, schreckt ja sicherlich niemanden ab .

    Wenn Du die Schaltung nachbaust beachte das die Heizung für die 2A3 nicht vollständig eingezeichnet wurde.


    gruss

    juergen

    Hallo,


    die Heizspannung muss natürlich die passende Spannung haben , aber sie muss auch zur Kathode einen Bezug haben.

    Ausserdem gibt es eine max Spannung zwischen Kathode und Heizung . Wenn man nun den Bezug nicht anpasst gibt es gerade bei SRPP und ahnlichen Schaltungen gerne Probleme mit der max Ufk.

    Ich halte die Diskussion hier in etwas so wie Glaskugellesen ...

    Wenn der Besitzer des Verstärkers nicht weit von der Eifel wohnt würde ich mich kostenlos des Problems annehmen.


    gruss

    juergen

    Lexor , sorry auch das Gitter sieht man bei der EF86 nicht . Das was man bei der EF86 sieht ist nur eine Abschirmung . Sie wurde bei einigen Typen als massives Blech ausgeführt , bei andren Typen auch mal als Gitter , ähnlich Streckmetall im kleinen. Es ist kein aktives Teil der Pentode sondern diente nur der Abschirmung. Die EF86 war ja als Röhre für kleine Signale , Mikro z.B. entwickelt worden.

    Volker , wenn Du mit den Endstufen schon in die Eifel fährst kannst Du ja auch bei mir vorbeikommen :))

    Hallo Michael,


    auch die Beschaffung der Orginalröhren für die Quad II sehe ich nicht als Problem und EF 86 mit Mesh Anode ? Du meinst sicherlich das Abschirmblech welches das ganze Pentodensystem umschliesst. Das ist aber nicht die Anode, die kann man bei der EF86 gar nicht sehen.


    gruss

    juergen

    @ Lexor, das ist ja das kleinere Übel, sollten die AÜs defekt sein wird es schwierig bis unmöglich Ersatz zu bekommen. Das ist aber zum Glück eher selten. Die Röhren stellen ja kein Problem dar und gerade für die EF86 gibt es guten/besseren Ersatz.


    gruss

    juergen

    Hallo Volker,


    sehr schöne Geräte , Glückwunsch.

    Die Geräte sollten elektrisch und optisch/mechanisch auf Vordermann gebracht werden. Am besten komplett zerlegen und die Gehäuseteile aufarbeiten . Dann wieder zusammenbauen dabei die Elektrik überprüfen und ggf. defekte Teile austauschen. Müssen Bauteile erneuert werden darauf achten das diese auch optisch dem Orginal entsprechen.

    Beim elektrischen Teil könnte ich Dir behilflich sein. Ich wohne allerdings recht weit weg von Dir und bin auch die nächsten 2 Monate mit anderen Dingen beschäftigt.


    gruss

    juergen

    Hallo Knut ,


    falls Du demnächst mal selber rechnen willst. Die Impedanzen verhalten sich quadratisch zum Windungsverhältnis. In Deinem Fall 5000/100 = 50 und daraus die Wurzel = etwa 7 oder 5000/47 = ca 100 daraus die Wurzel = 10.

    Da im Grunde noch der DC Widerstand und andre Faktoren mitspielen stimmt das nicht 100%, reicht aber zur Bestimmung aus.


    gruss

    juergen