Posts by Catweazle

    Ein, mir sehr interessantes Thema, auch nach acht Jahren. Ich habe einige tangentiale Technics von Low-bis-Hi-Fi getestet und schließe mich wie folgt an:

    Originalsystem LowFi kann gut mithalten.

    Nachbaunadeln ohne speziellen Schliff können das nicht, um nicht zu sagen: gar nicht.

    Alternative Systeme können was, wenn man das Eigengewicht anpasst.

    Wenn diese Voraussetzungen geschaffen sind, klingt auch ein SL<7 schon erstaunlich gut.

    Ein 310 - ich betreibe zwei - lässt mir kaum Entscheidungsspielraum im Vergleich zu PSX800, PSX555 und Pioneer PLL800, die natürlich zwangsläufig mit anderen Tonabnehmern laufen. Von daher ist es natürlich ein ÄpfelBirnenVergleich, aber die Ohren sagen: Tangential mit T4P geht gut!

    Ich habe keine Erfahrungen mit T4P an radialen Tonarmen, da kann ich nix zu sagen.

    Es bleibt der Malus, dass neue T4P-Systeme, die was können zu teuer sind, weil selten. Schade. Ich meine, auch zu erinnern, dass manche Einschübe nur mit der originalen Deckplatte aufgeklebt das richtige Gewicht brachten. Auf SL7 und SL10 mit entsprechendem Tonabnehmer lasse ich also nichts kommen. Selbst ein OM10 klang schon erfreulich und lässt sich vernünftig aufrüsten.

    Grüße

    Frank

    So, erst heute komme ich wieder zum Thorens. Tatsächlich haben alle Versuche nicht gefruchtet. Einzig in einer bestimmten Vertikale verstummt der blöde Motor. Ich wollte es ad acta legen, aber da sich immer noch freundliche Menschen bis hin zum Old Thorens Worker drum bekümmern, will ich noch mal die letzte Ölung versuchen.

    Also lieber Joel:

    "Ja!" heißt wohl, auch eine kurzfristige Abhilfe mit dem falschen Öl ist nicht gegeben.

    "Das Öl ist nicht OK" sollte wohl eine Empfehlung nach sich ziehen und ich habe ü-ber-haupt keine Vorbehalte, ein Joelkit mit anderer Viskosität zu kaufen, wenn es nur das ist.


    Wenn dem so ist, dann doch bitte gleich mit dem Hinweis, welches Lageröl für einen TD 165 special mitzubestellen wäre, den habe ich nämlich jetzt auch am Hals. Läuft noch gut, aber die Achse hat keinen Widerstand, wenn ich sie abziehe und taucht auch nicht typisch wieder ein.


    Sorry, wenn ich die Dinge jetzt hier vermische, aber ich denke, da brauchts keinen neuen Ölfaden für.

    Grüße

    Frank

    Ihr seid ja fürsorglich, Danke! Gestern eine zweite Ölung, dann eine Nachtschicht (mit Riemen und Teller). Keine Veränderung. Nächste Nachtschicht in Planung. (Auch wieder mit Riemen und Teller, oder lieber mal im Freilauf?)

    Bin auch gerne bereit, das richtige Öl zu nehmen, Joel, aber liege ich so falsch, wenn ich sage, dass das "richtige Öl" die dauerhafte Lösung ist, ein 10W40 aber kurzfristig aber auch Abhilfe schaffen und somit das Problem lokalisieren sollte? Und nochmals merke ich an, dass das Geräusch auf 30 cm Abstand bei aufliegendem Teller nicht mehr wahrzunehmen ist. Ein Drama wärs nicht, wenn er so bleibt, wie er ist.

    Grüße

    Frank

    Ach nein, Danke. Ein neuer Motor wäre "des Guten" zuviel. Ich sagte ja bereits, dass das Geräusch auf 20 cm im Spielbetrieb nicht mehr hörbar ist. Eher ein Streben nach Perfektionismus also, als ernsthaft störend.

    Beide Seiten sind mit einem 10W40-Derivat gemacht und ich denke immer noch, dass auch ein Öl mit zu geringer Viskosität zumindest kurzfristig den gewünschten Effekt erzielen sollte. Ist das logisch falsch?

    Den von mir sehr verehrten 320 (MKII) habe ich mir jetzt auch noch mal angesehen. Richtig der Teller ist stärker, der Pulley gänzlich anders und mit passendem System, hier ein Goldring Elite, eins der besten noch bezahlbaren Hörerlebnisse, die ich kenne. Plaste hat da nix zu suchen. (So gut wie) nicht vergleichbar mit dem schlichten 280er.

    Ich möchte ihn nicht schmähen, aber ich glaube fast, es ist der billige Pulley. Alle netten Anregungen, Versuche und die Tatsache, dass der Pulley an Tochters 280er glatter ist und geräuschlos arbeitet, haben mich auf folgende Fährte geführt: Pulley mit Isolierband umwickelt, Geräusch wird gleichmäßig, Fazit: Pulley dezent aufpolieren. Ich glaube jetzt tatsächlich, da hat jemand den Pulley aufgerauht, um dem Abrutschen des Riemens entgegenzuwirken. Klingt blöd, mach ich aber einfach mal....am Wochenende. Und, wenn das in die Hose geht, kaufe ich wohl doch einen neuen Pulley mit Motor dran, Stefan.

    Grüße Frank

    Hallo Zusammen,

    leider hats beidseitig nicht gefruchtet. Ich habe ein Leichtlauföl aus meinem Dualbaukasten verwendet und denke nicht, dass eine bestimmte Ölphilosophie im Zusammenhang mit einem kurzfristigen Effekt zielführend wäre.

    Das Geräusch bleibt, ist nicht durchgehend, sondern rhythmisch und lässt fast vermuten, dass die Achse nicht 100%ig im Lot steht. Da es im Betrieb durch Teller, Matte und Platte gedämpft und durch Musik überlagert wird, muss ich den 280er wohl als mittelprächtig exclusiv wieder entlassen.

    Danke für eure Hilfe!

    Frank

    Ich kann bestätigen, dass beide 280er bei falscher Riemenspannung gerne mal abspringen, besonders auf 45. Der Begrenzer hilft witzigerweise bei dem glatteren Pulley, bei dem exclusiven raueren Pulley lässt er sich gerne auf die Achse schieben. Die Stärke des 320er Tellers muss ich mir mal vergleichend ansehn, aber

    Die Ölung der Unterseite hat auch nach 12 Stunden nichts gebracht, heute ist die Oberseite dran. Das Ergebnis sehe ich morgen.

    Grüße

    Frank

    Hallo Frank,

    Danke, manchmal kommt man nicht auf das naheliegendste. Ergebnis: Das Schleifgeräusch ist unabhängig von der "Aufhängung", die hier ja eh rudimentär ist. Auch die Drehung um 90 und 180° bringt ihn nicht zum Schweigen.

    Hallo Benjamin,

    wenns meiner wäre, würde ich jetzt sofort zum Öl greifen,aber so bin ich bange, das zu verschlimmbessern, denn es gibt auch mehrere Aussagen im Netz mit der Botschaft: definitiv kein Öl! Ich bin verunsichert und die beiden fotografierten Versionen eines Motors geben mir zu denken. Ist die zweite Halteplatte dem MDF geschuldet, oder ausgereifter? Hat das was mit dem beschriebenen Problem zu tun?

    Verzagte Grüße

    Frank

    Habe einen lieben Freund angespitzt, seinen Plattenspieler zu reaktivieren und den natürlich prompt zur Durchsicht auf den Tisch bekommen.

    Modell: TD 280 Exclusiv mit Tonabnehmer ELAC 796 HE und weißer Echtholzzarge, alles in fast neuem Zustand.

    Problem: Der Synchronmotor RDM 57 / Pulley macht ein leichtes Schleifgeräusch

    Lösungsversuch: reinigen und zusätzliche Dämpfung zwischen Zarge und Halteplatte hat nix geholfen. Drei alternative Riemen (neu, original neu, original gebraucht) auch nicht.


    Ich habe dann mal den TD 280 (MDF-Zarge) meiner Tochter untersucht. Der läuft geräuschlos, hat den gleichen Bergermotor, aber eine zweite zusätzliche Halteplatte zwischen Pulley und Motor, die auch der Verschraubung dient. Aufgrund vorhandener Schraubenbohrungen scheinen beide Varianten original, aber eine (Fotos 3 und 4) schleift halt. Ist nicht gravierend, aber unbefriedigend.


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    Wenn hier ein Thorensiker Hilfe bieten kann, würde ich mich freuen. Zu ölen gibts am Berger ja nun mal nichts. Sind zwar keine Perlen von Thorens, aber mit dem richtigen Tonabnehmer allemal etwas mehr Aufmerksamkeit wert. Vor allem, wenn man damit jemanden wieder auf den analogen Pfad führen kann.....


    Lieben Dank vorab!

    Frank

    Häresie?


    Ich kann mich so einigen Lobeshymnen dieser Deluxe-CD nicht anschließen. Natürlich mussten diese Interpretationen meines Lieblingsalbums von ihm sofort her, Danke für den Tipp, aber wenn ich N°2 (als erste) so durchhöre, denke ich


    Jazz Version? Who cries sometimes?


    Und, ich schätze John Lee Hooker...hier nicht so, wie in anderen Werken. Das geht ins Bein, aber nicht ins Mark. Nette Session halt. Insgesamt fehlt mir auf der N°2 das urwüchsige - zornige - spontane und emotionale des Originals. Immer noch hörenswert, aber ich hatte mehr Berührung erhofft. Aber, auch wenns guter hörbarer Blues ist, hat das hier mit dem eigentlichen Werk nicht viel zu tun. Carl Perkins hauts wieder etwas raus, aber gleich muss wohl das Original wieder mal dran glauben.


    Aber erstmal die N°3. Montreux versöhnt und hat seinen eigenen Reiz, wie ihn Livekonzerte haben, auch die Interpretationen von Healing Game passen gut. Schönes Konzert. You know, I'm talking bout this weight. Das Mastering ist sehr okay.


    Last not least das Original mit Boni. Hier wird mir klar, dass ich genau diese Reihenfolge brauche, nix drankommen lasse, vielleicht mein Fehler, aber das passt so. Die Boni gefallen mir ausnahmslos gut und ich freue mich, dass ich den Thread gelesen und das Ding gekauft habe, obwohl mich gerade die N°2 enttäuscht. Die Impulse hier sind das lesen aber immer wieder wert, so oder so, Danke.

    Frank

    Tja, wieder was recht neues auf meiner Erkundungsreise auf den Spuren deutscher Urgesteine. Diesmal Kühns Homage an Coleman, die mir aufnahmetechnisch, presstechnisch und inhaltlich bis auf kleine Ressentiments gut gefällt.


    Diese betreffen im wesentlichen die Pressung der Auslaufrillen, die mich beidseitig aus dem Sessel zwingen, denn der Tonarm kommt einfach nicht so weit, dass die Endabschaltung ausgelöst wird. Die Einlaufrille der zweiten Seite ist auch so knapp bemessen, dass die Nadel eine Punktlandung auf dem ersten Ton macht.


    Mein zweiter Vorbehalt betrifft den Bonus Track, ohne den ich auch nach dreimaligem Hören leben könnte, den letzten schließlich betrifft der Zyklus Lonely Woman, der mich sofort so sehr an Song For The Whales (Haden) gemahnt, dass ich ein Schuft wäre, wenn ich böses dabei dächte, aber schön ist es geradedrum natürlich auch.

    Gruß

    Frank

    Na, das muss ich jetzt doch differenzieren. "Hot Tracks For Cool Cats" habe ich hier gerne als mögliche Hintergrundmusik für ein schönes Essen mit Freunden vorgestellt. Das klappt weder mit Albert Mangelsdorff, noch mit James Last. Obwohl ich zugeben muss, dass "Morgens um 7" zu Zeiten der Pubertät meiner Tochter zur morgendlichen Hymne bei uns avancierte;)

    Gruß

    Frank

    Da bin ich damals bei Bop und Bebop hängengeblieben. Die unbändige Experimentierfreude vom Mangelsdorff war mir denn doch zuviel des Guten. Schön, denn da gibts heute noch was zu entdecken. Im euphorischen Schwung bestellt wurden: Quintett/Audimax Freiburg 1964, And His Friends 1967 und

    Triplicity mit Arild Andersen und Pierre Favre, die ich besonders hervorheben möchte. Gute Pressung, da wellt sich nix, bodenständige Innenhüllen, gutes Mastering und exzellente Musik und Spielfreude inklusive dieser phänomenalen Überblastechnik. Klare Kaufempfehlung, aber Vorsicht. Das ist keine Hintergrundmusik.

    Gruß

    Frank

    Mitreißendes Konzert des Nonkonformisten Gulda mit hochkarätigen Mitspielern in perfekter Harmonie. Gute Pressung, gute Aufnahme von 1962 neu aufgelegt von Sonorama, Release Producer Ekkehart Fleischhammer, Mastering Roskow Kretschmann.

    Danke, die Herren, gut gemacht!

    Über die Akteure muss man vieles oder gar nichts sagen. Naja, vielleicht noch den Hinweis, dass Friedrich Gulda selbst auch am Baritonsax begeistern kann. Passt in keine oder viele Schubladen, der Mann.

    Gruß

    Frank.

    Du hast alle Hinweise, die ich auch gefunden habe und es bleibt nur festzustellen, dass alle ähnlich sind, aber keiner identisch ist. So sehr ich diese akribische Lucky-Seite schätze, aber es stimmt weder für den RW 777, noch den RW 777 8, noch für die, dem 777 8 baugleichen Modelle Sanyo Q50 und Q60. Die drei letztgenannten verzichten sogar auf einen manuellen Lift. Lass ihn mal mit einem guten System laufen, dann hast du zumindest schon mal den Wert ermittelt. Der Preis ist Verhandlungssache. Der Sanyo dürfte teurer sein, weil Sanyo draufsteht, der Siemens günstiger, weil das Gesamtdesign dieser Serie damals imho zu Unrecht nicht ankam, teils verramscht und auch gerne von Siemensianern mit guten Ohren günstig gekauft wurde. Aus diesem Grund habe ich schon zwei ehemalige Mitarbeiter von Siemens kennengelernt. Ich meine zu erinnern, dass es die Geräte auch im Versandhandel gab. Selbst muss ich zugeben, dass sich alle 7er Plattenspieler nicht so recht ins Bild der Anlage einfügen. Übereinander schrecklich, nebeneinander mit dem RW 777 (1) passabel, alleinstehend sehr schön, besonders der RW 777 8/Q50/Q60. Letzteren nenne ich gerne meinen "Sushiplayer". Jemand wollte ihn mal für 350 Euro kaufen, er wollte aber bleiben.

    Gruß

    Frank

    Doch zwei Tipps, die nicht im SM ersichtlich sind, darf man wohl mitgeben:

    Die obere Verkleidung lässt sich besser lösen, wenn man sie von außen, nach Abnahme des Fensters mit einem feinen Schraubenzieher gegen den Uhrzeigersinn aus der Arrettierung des Stabilisators befreit. Sehr materialschonend das.

    Die Schrauben der oberen Verkleidung haben verschiedene Längen. Gleich gemerkt spart Zeit beim Zusammenbau. Ansonsten kann ich nur zustimmen: Wenn er läuft, lass ihn laufen! Für das, was er kann, braucht er erstaunlich wenig Zuwendung.

    Gruß

    Frank