Posts by Juergen_B

    Hallo Carsten,

    bei vielen Lautsprechern sind die Treiber aber auch gegeneinander oder gegenüber den Anschlüssen verpolt. Das kann man dann auch wiederum erkennen, wenn man kurz eine 1,5V-Batterie an die Lautsprecherklemmen hält. Mit Plus an Plus. Wenn dann die Bassmembran nach vorne kommt, weiss man zumindest wie diese gepolt ist.

    D.h. dann aber nicht, das so der Lautsprecher richtig gepolt ist. Entscheidend ist das der Hochtöner korrekt gepolt ist und der kann gegen den Bass wiederum verpolt sein. Sehen kann man das am Hochtöner aber nicht mit blossem Auge. Gehörmässig fand ich das immer noch ein leichtesten zu identifizieren, wenn man ein Musikstück mit Holz-Schlaginstrumenten gespielt hat. Es muss dann eben mehr 'Pock' als 'Plopp' machen. Anders kann man das wohl schlecht ausdrücken.

    VG

    Jürgen

    Hallo Uli,

    in den 80ern hatte ich auch mal so ein HD-Modell. Es war etwas grösser und hatte eine weisse Polyprop-Bassmembran (mit all ihren Nachteilen). Ein Freund hatte die etwas kleinere mit einem Pappmembran-Bass. Ja, man konnte einerseits damit ganz gut Musik hören. Wobei der Mitteltöner wohl das beste daran war. Von daher würde ich den auch reparieren. Sie waren wohl auch etwas zu knapp bedämpft, was man aber leicht ändern kann. Aber so richtig ausgewogen war das ganze nicht. Danach hatte ich eine TMR-Standard. Leider auch noch mit Polypropylen-Bass, aber es war ein deutlich besserer Lautsprecher.

    Für kleines Geld kann man mit den HDs aber nichts verkehrt machen. Zum Rumspielen mit Bauteilen und Bedämpfung sind sie alle mal gut.

    VG Jürgen

    Hallo Matej,

    NAT Transmitter wurden auch auf der HighEnd in München vorgeführt. Auch mit Senderöhren, die von der Form und vom Volumen her an einen Wasserspender erinnern.

    Die Verstärker spielten sehr gut. Vor allem diese absolute Lässigkeit und Selbstverständlichkeit mit der solche Teile spielen, wenn sie gut gemacht sind,beeindruckt mich bei der Verwendung grosser Senderöhren immer wieder. Es klingt irgendwie mühelos und spannend gleichzeitig. Wenn dann noch die Musik und die Zuspieler passen kann ich deine Begeisterung gut verstehen.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Es sind aber halt Geräte-Messen und keine Musik-Messen. Ich freue mich auch, wenn ich gute Musik höre, die ich bis dahin nicht kannte. Aber ich möchte auch die vorgeführten Geräte einschätzen können.

    Bei unbekannten Musikaufnahmen, weiss man halt nicht, ob evtl. Dynamikkompression, Verzerrungen oder fehlende räumliche Abbildungen an der Aufnahme oder der Anlage liegt. Und es gibt auch schlechte Studioelektronik die man auf einigen Aufnahmen raushören kann.

    Eine gute Mischung ist mir da am liebsten. Oder wenn unbekanntere Stücke, dann nur wenn sie hervorragend aufgenommen sind, wie häufig bei Thöress in der Vorführung.

    LG Jürgen

    Hallo Volkmar,

    ich will das auch nicht grundsätzlich ausschliessen, das unterschiedliche Fabrikate eines Typs unterschiedlich klingen können. Es muss nur nicht so sein und es kann auf Effekte beruhen, die im Zusammenspiel mit der jeweiligen Schaltung und dem mechanischen Aufbau liegen.

    Nur eine 'warm' klingende Röhre wird Härten, die an anderer Stelle auftreten, nicht kompensieren können. Dafür sind alle Röhren als Bauteil viel zu schnell.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Bitte verrate doch noch, was das für ein ausgezeichneter Verstärker ist, der so vorbildlich auf einen Röhrenwechsel reagiert.

    Und welche Übertrager von Lundahl hast du dir gegönnt?

    Hallo Michael,


    der Verstärker ist, oder besser war mal, ein Raphael TSE-4, den ich als Bausatz gekauft hatte.

    Er hat als Treiber eine ECC83, die aber nur auf ca. 90V läuft. Im Netzteil eine EZ81 und eine 10Hy Drossel. Röhren und die kleinen Bauteile auf einer Platine.

    Die Übertrager sind die Lundahl LL1664/50ma mit Sekundärwicklungen für 8 Ohm fix.

    Mit den Lundahls kann ich den Verstärker auch ohne Gegenkopplung laufen lassen. Mit den originalen 'Dampfradio-Übertragern' war das nicht möglich. Die haben im Hochtonbereich verzerrt.


    Ich hatte den Verstärker auch mal zu jemanden mitgenommen, der auch selber Verstärker baut und sicher war, das seine Varianten der ECC83, die er hatte, in seinen Verstärkern recht verschieden klingen. Obwohl auch er den Eindruck hatte, das der TSE-4 in seiner jetzigen From besser und offener spielte als seine Verstärker, hatten wir auch keinen Unterschied zwischen den verschiedenen ECC83 im TSE-4 gehört.

    Ich vermute, das liegt an den moderaten Betriebsspannungen, der einfachen Schaltung und daran, das die Röhren mechanisch auf der Platine einigermassen gegen akustische Rückkopplung geschützt sind. Wenn ich die Abdeckhaube montiere wird er aber empfindlicher für Rückkopplungen. (Also betreibe ich ihn seit 20 Jahren mit offener Platine).

    Bei vielen Verstärkern werden auch immer noch die Keramikfassungen hart an das Gehäuseblech geschraubt, auch bei sehr teuren Modellen. Da sind dann Rückkopplungen Tür und Tor geöffnet, und ich denke, das da auch ein Teil des unterschiedlichen 'Röhrenklangs' her kommt.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Hallo Gerhard,


    ich glaube da muss ich dich ein wenig enttäuschen. Seit ca. 20 Jahren höre ich mit einem EL84 SE Verstärker in Triodenschaltung und habe mindestens 4 verschiedene EL84 Typen verwendet:

    Noch originale AEG (evtl. von RFT), Sovtek, 6p14p-ev aus russischen Militärbeständen und im Moment PSVane.

    Sie spielen alle ganz hervorragend, aber ich habe nie irgendwelche Unterschiede zwischen ihnen gehört. Den Verstärker habe ich im Laufe der Zeit mit Jensen-Kupfer-Öl Caps, Lundahl-Übertragern, Isoda-Kabeln und einem Wima-FKP1 als Ultrapath-Kondensator aufgewertet. Das war jedesmal deutlich zu hören, genau wie grössere und kleinere Änderungen in den Quellgeräten oder den Lautsprechern. Nur bei den verschiedenen EL84 gab es nie einen Unterschied.


    Wenn Du 'mild' spielende Röhren suchst, weil es irgendwie scharf oder rau klingt, würde ich vermuten das es andere Ursachen hat und das man es an dieser Stelle nicht mildern kann.


    Viele Grüsse

    Jürgen

    Ich war heute auch fast den ganzen Tag in Bonn und fand die Veranstaltung eigentlich recht gut und interessant. Auch in den kleinen Hotelzimmern hätte man aber ab und zu mal lüften können. Das war teilweise dann doch schon etwas unangenehmen.

    Klanglich fand ich die Lautsprecher von Cito-Audio zusammen mit dem Fezz-Röhrenverstärker mit 2xKT88 wieder sehr gelungen. Genauso die neuen Lautsprecher von Dynamikks.

    In der Vorführung von Hifi-Pawlak gefielen mir die wohl noch recht neuen Lautsprecher von Blumenhofer sehr gut. Vermutlich waren das die "Genuin-Bookshelf" 2-Wege Bassreflex mit einem recht grossen Tiefmitteltöner und einem aufgesetztem Hochtonhorn.

    Aktuell wollte ich mir auch einen Kopfhörer zulegen und habe mal in einige reingehört. In Punkto Preis-Leistungs-Verhältnis fand ich das aber doch etwas ernüchternd. Wenn man da schon 4-stellige Summen investieren muss, damit es überhaupt erstmal einigermassen klar und ausgewogen klingt, dann werde ich das Projekt wohl beenden. Dazu das leidige Thema mit der Impedanz. Die einen können keine 30 Ohm und die anderen Zuspieler sind für 300 Ohm zu leise.


    Etwas länger habe ich mir dafür die Lautsprecher von SpaltArt angehört, die aus einem sorgfältig bearbeitetem Fichtenholz-Brett und mehreren angekoppelten Schallwandlern eine Art DSM bilden.

    Das Ganze ist deutlich mehr als nur ein Design-Objekt oder eine Spielerei. Sowohl einzelne natürliche Instrumente als auch komplexe Besetzungen kann der Lautsprecher sehr klar und natürlich wiedergeben. Wobei vor allem der Hochtonbereich durch seine Lässigkeit und ungezwungene Art zu gefallen weiss und trotzdem schnell und dynamisch auf jeden Impuls und jeden Wechsel der Klangfarben reagieren kann. Das können viele normale Lautsprecher nicht ansatzweise so gut.


    Zum Schluss war ich noch recht lange bei AOS wo Axel Oberhage seine Lautsprecher mit Hypex-Aktivmodulen vorführte. So wie ich ihn verstanden habe, kann man wohl auch alle vorgestellten Lautsprecher bei ihm als Bausatz erwerben. Da er hier praktisch nur die aus seiner Sicht besten und damit auch sehr teuren Treiber von SkanSpeak und Volt benutzt hat, kann mit den Bausätzen trotzdem noch viel Geld sparen, denn diese Treiber werden sonst nur in Lautsprechern verwendet die schon sehr teuer sind. Mich persönlich hat da erstmal die grosse Mittelton-Kalotte von Volt überzeugt, die vollkommen klar und offen spielte ohne scheinbar einen Eigenklang oder Resonanzen oder Kompressionen zu erzeugen. So rein optisch hatte ich die grosse Kalotte für etwas behäbig und überdämpft eingeschätzt. Sehr gut gefallen hat mir bei einem anderen Lautsprecher auch ein Beryllium-Hochtöner von Bliesma. Ein Hochtöner dieser Firma wurde mal in einer Selbstbauzeitschrift vorgestellt, aber ich hatte bewusst noch nie einen dieser Hochtöner live gehört. Obwohl laut H. Oberhage schon ab ca. 1400Hz eingesetzt spielte er auch bei etwas höherer Lautstärke noch vollkommen ungestresst und mit sehr hoher Auflösung. Das war wohl wirklich einer der besten Kalotten, die ich bisher gehört habe.

    Soweit das Wichtigste aus meiner Sicht.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Hallo zusammen,

    mit urlaubsbedingter Verzögerung noch ein paar Bilder und Eindrücke von mir:


    Insgesamt war das eine sehr interessante und gut organisierte Messe mit aus meiner Sicht schon sehr vielen gut klingenden Anlagen, wie man sie in dieser Anzahl auch auf der High-End nicht immer hört.

    Sehr angenehm fand ich auch, das sich vieles im preislich überschaubarem Rahmen abspielte. Darunter auch einige sehr gut spielende Geräte.


    Dieser neue Lautsprecher von Dynamikks, der optisch an das Modell-19 von Altec Lansing erinnert, konnte vor allem im Bereich Gesang und Hochton überzeugen. Er spielte sehr klar und unangestrengt und Horn und Tiefmitteltöner harmonierten sehr gut zusammen. Echten Tiefbass gab es dafür weniger und man konnte heraushören, das der Bassbereich deutlich durch die Reflexöffnung unterstützt wurde. Wer hauptsächlich Wert auf Gesang und natürliche Instrumente legt könnte mit diesem Lautsprecher gut bedient sein. Auch wenn die 2000,- Euro der Stückpreis sind, wäre das immer noch viel Qualität fürs Geld. Auch der Röhrenverstärker von Thivan Labs machte einen guten Eindruck.


    Von Cube gab es hier ein kleineres Modell, das insgesamt etwas zurückhaltener als die grossen Modelle spielte, dafür waren aber auch keine Hohlraumresonanzen zu hören.


    Einen weiteren Breitband-Lautsprecher gab es von Cito-Audio. Hier ist es dem Entwickler wohl gelungen durch Selektion und kleine Modifikation der Treiber einem stabilen Gehäuse einen Lautsprecher zu bauen, bei dem viele der guten Eigenschaften eines Breitbänders wie Räumlichkeit, Feindynamik und eine sehr natürliche Wiedergabe erhalten blieben, ohne das die Breitbändern häufig zu hörenden Resonanzen im Hochtonbereich oder ein schwacher oder unsauberer Bassbereich auftreten. Zusammen mit der verwendeten Elektronik war das auch eine Anlage die auf hohem Niveau spielte.


    Als ich in diesen Raum kam hatte mich als erstes verwundert, das die Musik von einer Schallplatte kam. So klar und präsent und ohne Limitierungen an den Frequenzenden hört man Analoges dann doch eher selten. Oft sind es natürlich auch die Pressungen, die evtl. bewusst komprimiert oder eingeengt abgemischt wurden. Häufig aber eben auch die Tonabnehmer oder die ganze Mechanik, die durch kleine Resonanzen oder andere Eigenarten eine klare und saubere Wiedergabe verhindern.

    Lautsprecher und Elektronik waren von Viva. Das Laufwerk von TechDas.

    Als Tonabnehmer spielte ein Ikeda 9Gss. Das ist wohl ein limitiertes Modell, das aber noch verfügbar ist:


    Aus meiner Sicht die beste Vorführung gab es bei Trenner&Friedl mit der Phono-Vorstufe Sabine von Rike und einem grösserem Verstärker von Mastersound. Das spielte sehr harmonisch und musikalisch. Auch optisch sind die Lautsprecher schon ein Traum. Das sieht in natura noch besser aus als auf dem Bildern.


    In einem zweiten Raum spielte ein weiterer Lautsprecher von Trenner&Friedl. Hier aber an einem Verstärker von B.audio und einem CD-Spieler von CEC. Auch diese Lautsprecher konnten überzeugen, aber die Elektronik kam aus meiner Sicht nicht an die Kombination Rike und Mastersound heran.


    AcousticPlan kam gleich zweimal als Quellgerät und als Vor- und wohl auch als Vollverstärker zum Einsatz. Klanglich gefallen sie mir immer ausgesprochen gut, vor allem auch was die CD-Wiedergabe betrifft. Die grossen Lautsprecher von Ascendo, wahlweise auch noch mit roter LED-Beleuchtung, konnten bei guten Aufnahmen und einem Hörabstand von ca. 3 Metern gefallen. Wenn die Aufnahmen von sich aus aber schon Härten aufwiesen und man näher dran war, konnte das aber auch recht schrill werden. Ansonsten spielten sie sehr dynamisch und sehr tief und kontrolliert im Bassbereich.

    Die Lautsprecher von Boenicke waren dagegen etwas verhalten und auch nicht immer ganz harmonisch, dafür aber wohl 'Langzeittauglich'.


    Bei Genelec hatte ich mir auch eine Vorführung eines 3-Wege-Lautsprechers mit und ohne Raumkorrektur angehört und auf unseren Wunsch hin hatte der Aussteller die Korrektur auch noch mal abgemildert, was uns erstmal besser gefiel. Bei andern Musikstücken, war das dann wieder nicht so klar, welche Art der Korrektur einer natürlichen Wiedergabe jetzt am nächsten kommt.

    Das mit der Korrektur, vor allem im Bassbereich, mag ja manchmal von Vorteil sein. So ganz kann mich es aber nicht überzeugen. Ähnlich wie auch bei andern Aktiv-Lautsprechern fehlt mir da irgendwie ein Stück Präsenz, Klarheit oder Feindynamik oder wie auch immer. Es klingt oft irgendwie gehemmt oder geregelt. Passive Lautsprecher gepaart mit guter Elektronik können das aus meiner Sicht immer noch besser.


    Viele Grüsse

    Jürgen

    Hallo Ronny,

    die einzigen brauchbaren Membranen, die an die Originale rankommen oder diese ersetzen können, sind wohl die von GPA. Sie bieten sie ja auch auf eBay an:


    https://www.ebay.de/itm/Altec-…ragm-NEW-GPA/333122085394


    Über diesen Weg habe ich von GPA zwei komplette 802-8G bezogen und sie laufen einwandfrei und haben auch eine sehr schöne Auflösung, wie man es auch von sehr gut erhalten Originaltreibern kennt.

    Die 15,-Euro Nachbauten kann man sich trotzdem mal zulegen, alleine um mal den Membranwechsel zu üben.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Hallo Gerhard,

    den Dac, den du als 'Dynavox Dac' gekauft hast, gibt es von vielen Anbietern in leicht unterschiedlichen Versionen. Rein aus Interesse hatte ich so einen mal für 10,- Euro inklusive USB-Netzteil und Toslink-Kabel gekauft. Aktuell liegt der Preis bei ca. 14,- Euro:

    https://www.amazon.de/dp/B07CYYS6CM/ref=sspa_dk_detail_1

    Er enthält einen Receiver-Chip CS8412, der aus dem SPDIF per PLL das Clock-Signal erzeugt.

    Der Wandler ist ein ganz einfacher Dac-Chip, wie er wohl sehr häufig in Auto- oder Küchenradios verwendet wird. Der Dac kann bis minimal 2kOhm belastet werden und hinter dem Chip ist auch tatsächlich nichts mehr, ausser 2 Transistoren, die aber nur für die Mute-Schaltung sind, nicht zur Verstärkung. Ich finde ihn für den Preis auch erstaunlich gut. Aber er hat auch Grenzen in Punkto Dynamik und bei komplexen Signalen kann es leicht rau werden. Ich denke aber auch, das diese Einfachheit manchmal auch Vorteile hat.

    Einen einfachen, kleinen und besseren Dac (der keinen 4-stellingen Preis hat) kann ich dir leider nicht empfehlen. Nur das teurere Dacs nicht unbedingt besser sein müssen.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Das wird wohl am Ende eine reine Definitionssache sein, über die man lange Diskutieren kann.

    Gegentakt-A mit Röhre und Transistor könnte man das wohl auch einfach nennen. Und wenn der Transistor-Part nicht direkt vom Treiber angesteuert wird, dann eben über den Spannungsabfall über diesen Part. Persönlich möchte ich dem H. Mania ja auch nichts, aber eben diese Art von 'Testberichten', wo angeblich einer die Welt neu erfunden hat und alle anderen waren ja zu doof dazu, empfinde ich schon als sehr unangenehm und kontraproduktiv.

    Abbildung: Grün vor der Magnetisierung, Schwarz nach der Magnetisierung

    Da sieht man auch sehr schön, wie sich beim schwachen Magnetfeld die Eigenresonanz herausschält.


    Dietmar : Du solltest mal ein Buch über Deine Erfahrungen schreiben. Mit so fundierten Kenntnissen gibt es da glaube ich nichts auf dem Weltmarkt (oder nur in japanisch).


    Viele Grüsse

    Jürgen

    aber hier mal einen kräftigen 300b vom AVM Chefentwickler mit seiner neuen eigenen Marke Westend Audio

    https://www.lowbeats.de/westen…-leo-der-300b-kraftprotz/


    Immerhin schafft dieser fast 20 Watt aus einer 300b Röhre. Dank Koppelkondensator vor dem Ringkern-Ausgangsübertrager

    Nichts für ungut, aber die verlinkte Seite enthält nur inhaltsleeres Marketing-Geblubber. 20 Watt dank Koppelkondensator vor dem AÜ ist Unsinn. Einen AÜ über einen Kondensator zu betreiben ist auch ein uralter Hut. In diesen Fällen betreibt man die Röhre dann mit einer Drossel als Last, die dann aber selber mit dem Ruhestrom belastet wird. Da hat die 'verstaubte Röhrenszene' auf keinen AVM-Chefentwickler gewartet. Wenn man 20 Watt aus einer gewöhnlichen 300B (keine High-Power Variante) haben möchte, dann muss man erstmal eine Lastgerade ins Kennlinien-Diagramm einer 300B definieren, die 20 Watt hergibt. Das ist ohne Betrieb im Gitterstrom nicht möglich. Auch wenn man anstatt einer Drossel hier evtl. eine Konstantstrom-Quelle verwendet ändert sich da nicht viel dran.

    Aber vielleicht liegt die Kernkompetenz hier auch eher im Verchromen ^^

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Gibt's ja auch auf YouTube:



    hört sich auf meinem iMac durchaus etwas dumpf an, aber zu der Zeit waren ja viele Abmischungen so. Das Schlagzeug ist aber irgendwie dröhnig und ohne Impuls am Anfang. Aber interessante Musik.


    Das klingt hier zum Beispiel wesentlich impulsiver und straffer :



    Auch wenn's alles komprimiert ist und nur übern PC-Lautsprecher, ein paar Rückschlüsse auf die Abmischung lässt das schon zu.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Röhren geben ihre Wärme ja zum grössten Teil über die Wärmestrahlung der Anode ab. Von daher wäre es sehr ungünstig, wenn die Abschirmhülsen von innen genauso blank sind wie von aussen. (Ich befürchte das aber mal). Dann wird die Wärmestrahlung zurück reflektiert.

    Eine Massnahme wäre dann, die Hülsen von innen zu Schwärzen, am Besten mit mattschwarzer Farbe. Und von aussen am Besten auch, damit die Hülsen die Wärme selber auch wieder gut abstrahlen können und nicht nur durch die Konvektion gekühlt werden.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Mein grober Ansatz ist, Verstärker und Lautsprecher müssen auf 100dB kommen, ohne das der Verstärker übersteuert. Im Falle der Statement reichen dafür wohl 7 Watt.

    Hört man dann Gesang oder die Grundtöne von Instrumenten mit 85db, was schon recht laut ist, hat man für die Impulse noch ca. 15dB Headroom. Mehr Dynamik ist auf den meisten Aufnahmen nicht vorhanden.

    Viele Grüsse

    Jürgen