Posts by Juergen_B

    Vertrauenswürdig oder Flaschenhals? Das frage ich mich manchmal bei der Betrachtung einzelner Bauelemente. Hier potentielle Koppelkondensatoren. Spannungsfestigkeit wohl ausreichend, Kapazität eher hoch, 'Audiophil' auf dem Etikett, Made in China...

    Hallo Jo,

    solche 'audiophilen' MKPs habe ich zweimal in China-Geräten durch Jensen-Ölis ersetzt. Einmal im Cayin DA-2 DAC, da waren auch solche roten drin, und einmal in der Cayin 9021D, da waren weisse drin. Im Prinzip waren das MKPs der untersten Kategorie, wie zu der Zeit auch von Mundorf oder Solen vertrieben. Typische Eigenschaft: Komprimierter und verzerrter Hochton plus eine gewisse Rauigkeit und ein irgendwie dünnes Klangbild. Es gibt auf jeden Fall bessere MKPs. MKP4 als DC-Link von Wima hatte ich letzte Woche mal angetestet und fand die ganz gut. Ob das für alle MKP4 gilt weiss ich aber nicht.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Meine (spinnerte) Idee:


    1. Schalter Heizung 211 (via SNT)

    2. Schalter Anodenspannung nebst Heizung Vorröhre (Haupttrafo).

    Hallo Jo,

    ja, das sollte so funktionieren. Ich habe noch eine Cyan 9021D eingemottet (weil klingt im Original wie eingeschlafene Füsse. Wollte irgendwann mal den Treiber umbauen).

    Die haben ein Zeitschaltrelais im HV-Kreis zwischen der Trafowicklung und den HV-Elkos. Ist eine Zweiweggleichrichtung mit Spannungsverdopplung. Wenn das Relais nach 30Sekunden anzieht müssen sich also erstmal alle Elkos laden. Es ist auch eine CLC-Siebung. Da hört man nur das Relais klacken. Im LSP praktisch nichts.

    In der DC-Heizleitung ist ein 0,25Ohm Widerstand. Der verhindert wohl auch einen zu starken Heizstrom beim Einschalten. Beim Ausschalten gab es glaube ich einen leisen Plopp. Aber bestimmt nichts ernstes. Ein Zeitrelais hat gegenüber zwei Netzschaltern natürlich den Vorteil, das man sich nicht vertun kann.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Übrigens die mit AEG gestempelten RFT sind schlechter.

    Mit AEG gestempelte EL34 waren mal in einem Labormuster der Klimo Kent, die ich über einen Hifi-Händler erstehen konnte. Die Röhren haben zumindest lange gehalten und zeigten keine Auffälligkeiten. Klanglich kann ich da wenig zu sagen. So doll war der Kent nicht. Als Ersatz hatte ich dann welche die mit Siemens gestempelt waren und die bekamen sofort rote Backen. Sie sahen innen auch recht filigran aus. (Kent hat auch Autobias). Hatte dann sofort noch welche von 'Ruby' besorgt und die waren OK.

    VG Jürgen

    Hallo Jürgen,

    ja, davon war ich ausgegangen, das sich der Anodenstrom zumindest grösstenteils auf die beiden Heizfadenenden aufteilt. Wenn dem nicht so ist, habe ich wieder etwas dazugelernt. (Habe jetzt eine Minute darüber nachgedacht und es muss so sein, wie du schreibst. Der Heizstrom ist ja viel grösser als der Anodenstrom. Also wird vom Heizstrom quasi nur etwas als Anodenstrom abgezweigt und nur auf einer Seite fliesst deshalb ein höherer Strom in den Heizfaden).

    Danke, Jürgen

    Hast Du auch die 300B-Variante gesehen - auch sehr leckerer Schaltplan.

    Hallo Björn,

    ja, die mit der EL183. Mit 40mA und hoher Steigung auch ein Monster als Treiber.

    http://www.dissident-audio.com/SE_300B/KISS/1.gif

    (Läuft in dieser Schaltung nur mit 15mA)

    Die Schaltung enthält ja auch interessante Details. Die 211 braucht ja auch nur ein paar % mehr Spannung zur Aussteuerung als eine 300B. Aber die Miller-Kapazität ist scheinbar 3 mal so hoch(ca. 160pF). Also sollte man sie wohl auch mit mind. 8-9mA treiben.

    VG Jürgen

    Hallo Jo,

    ich finde den Schaltplan so weit OK, auch wenn ich jetzt nicht der grosse Röhrenguru bin.

    Trotzdem zwei kleine Anmerkungen:


    Das Netzteil mit CLC ist ja im Prinzip ein Tiefpass 3.Ordnung, wie in einer Frequenzweiche.

    Dort macht man den 2. C in der Regel um den Faktor 1,5 - 2 grösser als den ersten C. Wenn er kleiner/gleich dem ersten C ist, kann es zu einer Resonanzüberhöhung mit der Drossel kommen.

    Für B+2 wurde das ja hier gemacht. Mit 47yF - Drossel - 100yF. Oben sind die Cs aber gleich. Ich würde die zweiten Cs verdoppeln.


    Der Gitterableitwiderstand der 211 wird mit 240k angegeben. Das ist evtl. etwas viel. Das ist zwar auch der Wert, der max. für eine 300B angegeben wird, aber einige halten auch den für zu hoch.

    Der Anodenwiderstand der 2. Stufe beträgt ja nur 15k. Man könnte ihn auf 18k - 20k vergrössern und den Gitterableitwiderstand auf 100k verkleinern. Dann sieht die 6F3 denselben AC-Widerstand. (Kann man natürlich auch genau ausrechnen).

    VG Jürgen

    Hallo Reiner,

    ich würde sagen, vom Ansatz her ja. Aber ohne GK hat man es dann oft mit einer Leerlauf-Verstärkung von Faktor 10.000 bis 1Mio. zu tun. Wie bei einem Op-Amp ohne GK. Ich denke das wird in der Praxis schwer dann noch vernünftige Messungen zu machen. Aber die Richtung stimmt wohl schon.

    Bei Röhrenverstärkern mit vielleicht 3-10dB GK wäre das aber mal ein Ansatz. Aber die produzieren nach meinem Eindruck nicht diese harschen Verzerrungen wie viele Halbleiterverstärker.

    VG Jürgen

    Wenn das Gehör des Menschen derart unterschiedliche Ergebnisse liefert, ist dann ein Hörvergleich mit Röhren (die ja hohe Klirrfaktoren liefern) überhaupt aussagekräftig. Ich stell das mal hier zur Debatte.

    Gruss Reiner

    Hallo Reiner,

    ja, solche Hör-Ergebnisse haben eine grosse Aussagekraft. Und aus meiner Sicht genau die, die mir so vor 25 Jahren selber klar wurde: Diese ganze Klirrfaktor-Messerei und der Bahai darum und angeblich tolle Messwerte mit 0,00x % werden einfach nur total überbewertet und haben in der Praxis keinerlei Bedeutung.

    Die Grenze für die Hörbarkeit von Harmonischen liegt nun mal bei ca. 2-3% für K2 und ca. 1% für K3. Und wenn sie vorhanden sind heisst das ja auch noch lange nicht, das das als 'Verzerrung' empfunden wird, sondern eher im direkten Vergleich als kleine Verschiebung der Klangbalance.


    Das was wohl wirklich als Verzerrung empfunden wird, liegt dann wohl eher im Bereich K10-K40 (Gegenkopplung und Übernahmeverzerrungen lassen Grüssen). Dazu kommt dann noch vor allem bei gegengekoppelten Schaltung mit lahmen Bauteilen und vielen Stufen Probleme im Zeitbereich. Und das verursacht dann wohl die typischen Verzerrungen und Übertreibungen der Transienten wie scharfe und verschmierte S-Laute oder das der Hochtöner die Hälfte der Zeit nur so etwas wie 'TzzTzz' von sich gibt. Genau da merkt man dann auch, das einfache Konzepte mit Röhren oder FETs, wie von Nelson Pass, deutliche Vorteile haben. Auch wenn die Messwerte nicht so doll aussehen.


    Das viele stark gegengekoppelte Verstärker nicht funktionieren merkt man auch schon daran, das sie selbst an Lautsprechern mit einem Wirkungsgrad von ca. 85dB am Hochtöner hörbar rauschen. Mit ihrem von aussen betrachteten Verstärkungsfaktor und den verwendeten Bauteilen gibt es dafür aber nicht den geringsten Grund. Mein kleiner Röhrenverstärker ohne GK rauscht dagegen im direkten Vergleich zu einem älteren Onkyo überhaupt nicht. Es ist aus meiner Sicht der hohe Leerlauf-Verstärkungsfaktor der zusammen mit der hohen GK rauschähnliche (also zufällige, stochastische) Signale nicht genauso gegenkoppeln kann, wie z.Bsp. einen 1kHz Sinuston. Und genausowenig, wie die GK dann mit dem eigenen Rauschen umgehen kann (das sie eigentlich genauso absenken müsste wie die einfachen Oberwellen wie K2 und K3), kann sie dann mit rauschähnlichen Signalen in der Musik umgehen. Und genau da entstehen dann die extremen Verzerrungen der Transienten.


    Und solange es keine präzisen und aussagekräftigen Messungen gibt, die auch solche Verzerrungen berücksichtigen und adäquat bewerten, solange bleibt nur die Alternative sich die Geräte anzuhören und danach zu bewerten und eben auf typische Verzerrungen dieser Art zu achten.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Ich habe hier 20W Welter SE AÜTs.

    2k1,1k5,1k2,1k : 8 bei bis zu 200mA.

    Hallo Dieter,

    die wären doch gut für PSE in der 300B-Klasse. Zum Beispiel mit der GU50. Die gibt es immer noch für ca. 6,- Euro in der Bucht und sollen ganz gut sein. (Habe selber auch welche und auch einen China-Kit dazu. Muss ich aber noch aufbauen.)

    VG Jürgen

    Ja, die Veränderung ist schon recht markant. Wahrscheinlich kann man sie zumindest testweise auch mal ab 300Hz betreiben. Mich würde persönlich auch wirklich interessieren, wie sie sich oben rum gegenüber Alu oder Titan verhalten. Vielleicht ergibt sich ja mal irgendwie oder -wo die Gelegenheit.

    VG Jürgen

    Papier-Membranen für 1"JBL Treiber schicken lassen:

    Hallo Dietmar,

    gesehen hatte ich diese Membranen auch schon in der Bucht. Er bietet sie ja auch für grössere Treiber mit 4"-Membran an. Nur um mal reinzuhören war mir das dann aber doch zu teuer.

    Beschreibe doch bitte später auch mal deine Eindrücke wenn du damit mal Musik gehört hast und sich die Membranen auch etwas eingespielt haben. Ich könnte mir vorstellen, das sie ähnlich wie Konustreiber aus Papier/Pappe eine Einspielzeit benötigen.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Dafür reicht ein kleiner Trafo, mit dem man die nötigen etwa (minus) 60-80V nach Gleichrichtung/Glättung erreicht.

    Hallo Björn,

    braucht man dafür wirklich einen Trafo oder kann man das evtl. auch einfach mit einem 'X/Y'-Kondensator gegen die Phase machen? Dahinter dann eine Diode und eine kleine Siebung. Da fliessen ja höchstens ein paar mA. Ich glaube, das wird in Nachtlichtern so gemacht. Bin mir aber gerade nicht sicher, ob das dann nur funktioniert, wenn die Phase im Netzstecker richtig liegt. Die Schaltungsmasse wird ja auf Erde liegen und damit auch auf Null-Potential. Mit dem Kondi gegen Null würde sich dann evtl. keine Spannung aufbauen.

    Andere Möglichkeit wäre noch ein DC-DC-Wandler, der aus den 5V-DC 80V oder 100V macht und dann etwas sieben. Den könnte man direkt unter der 300B-Fassung einbauen.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    @ Jürgen B Wenn du mal in der Nähe von Hannover seien solltest, bist du herzlich eingeladen meinen Kram anzuhören.

    Hallo Stefan,

    vielen Dank für das Angebot. Da werde ich gerne darauf zurückkommen. Nachdem ich die letzten Jahren praktisch nur mit 2 Wegen a la Max1 oder Max2 oder Altec gehört habe, wollte ich ja jetzt mal ein 4 Wege System aufbauen. Dabei werde ich bestimmt bei der Abstimmung an Problemstellen stossen und auch viele neue Eindrücke bekommen. Dann wäre es bestimmt interessant, sich genau darüber auszutauschen und mal ein anderes grosses Mehrwege-System zu hören.

    Du hast dein System ja mechanisch in eine Art Regal integriert und den Bass daneben gestellt.

    Da überlege ich noch, wie ich das mache. Die rechteckigen Hörner, die ich verwenden will, müssen in eine Art Schallwand eingebaut werden. Trotzdem sollen sie natürlich time-alined sein und beim ersten Prototyp sollte das auch noch flexibel sein. Das Bassgehäuse wollte ich auch neu bauen und es soll mindestens einen fast dreieckigen Querschnitt in der Höhe haben. Am besten noch kombiniert mit schrägen Seitenwänden. Das kommt dann entweder flach unter die 3 Hörner oder wie bei dir frei daneben. Das wird natürlich noch etwas dauern. Aber wenn der erste Entwurf steht, können wir uns wohl über die grossen und kleinen Eigenarten besser austauschen und wie du es bei deinem System gemacht hast. Ich glaube dann lohnt es sich wirklich, das ich dafür zu dir komme. (Ich komme aus dem Raum Duisburg)

    VG Jürgen

    ....ufff... schwer vorstellbar.

    Für mich ist das ein eingangsseitig optimiertes konisches Horn.

    Hallo Dietmar,

    ich glaube das war dieser Thread im diyaudio :

    https://www.diyaudio.com/forum…guide-everest-dd5000.html

    Muss man wohl besser versuchen sich selber einen Reim draus zumachen. Dieser Patrick Bateman scheint aber auch ganz gut bewandert zu sein. Hatte jetzt schon mehrere Beiträge von ihm gelesen. Auf jeden Fall interessant. Oder man baut solche Hörner tatsächlich mal selber.

    VG Jürgen

    Was hier 0.4mm Unterschied ausmachen im HT-Bereich, finde ich bemerkenswert.

    Ja, das hätte ich auch nicht vermutet, das das einen so grossen Effekt hat. Es scheint auch ein paar Resonanzen oben rum stärker zu bedämpfen. Ist ja auch schön, wenn man dann passiv nicht mehr so viel oben rum korrigieren muss. 2-3dB sind ja schon nicht wenig. Super, habe ich so noch nicht gesehen. (Ich dachte auch erst, das sei für dich ein hypothetisches Projekt).

    Membranen habe ich bei den 18s-Treibern auch noch nicht getauscht. Ohne Anlass wollte ich das bei denen auch nicht machen.