Posts by Juergen_B

    Hallo Dirk,

    haben den, wie so vieles, zweimal auf Messen gehört und da hat auf mich erstmal einen sehr guten Eindruck gemacht. Beim ersten mal habe ich ihn länger gehört, aber relativ leise, da der Vorführer eigentlich gerade Pause hatte, da im Nachbarraum vorgeführt wurde. Was aber trotzdem auffiel, wie klar und mühelos die Musik spielte. Viele anderes Wandler klingen da irgendwie gepresst und flach. Auf einer anderen Messe wurde er nur kurz aber dafür lauter angespielt. Auch das ging in die gleiche Richtung, klar, dynamisch und erstmal ohne hörbare Verzerrungen oder Limitierungen. Für ein abschliessendes Urteil reicht das natürlich nicht, aber für einen Wandler mit dem Sabre-Chip war das so bisher mit das beste was ich gehört habe. Ich würde dir daher auf jeden Fall mal nahelegen, dir das Teil mal in Ruhe anzuhören.

    Gute Wandler sind auch scheinbar immer noch eher selten teuer. Der letzte gute Wandler, den ich gehört habe, war dieser : https://digital-audio-systems.com/model-2 aber der ist auch deutlich teurer. Eine Alternative, weil ähnlich teuer, könnte noch der Aqua La Scala sein: https://www.aquahifi.com/la_scala.html .

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Damit meine neue Line Magnetic LM-211 "hochleistungs" Triode (EL34) auch was zum antreiben bekommt, interessiere ich mich gerade für den Line Magnetic Nachbau den 755'er Western Electric Chassis, mal schaut, wie weit ich komme :-)

    Hallo Jürgen,

    auf der HighEnd 2018 hatte Silbatone ja mal einen 755 in einem kleinem und recht einfachen Gehäuse vorgeführt. Evtl. hast du ihn da ja auch gehört: (eigenes Bild)

    Sibatone_755

    Ich weiss aber nicht mehr, ob es ein WE oder ein Altec war.

    Ich fand ihn gar nicht schlecht. Vor allem machte auch in dem grossen Raum noch eine gute Figur und spielte vor allem sehr ausgewogen. Ohne den typischen Hochtonanstieg oder einzelne Resonanzspitzen am oberen Ende. Das er etwas besonders gut machte, kann ich aber auch nicht sagen. Um in einem kleineren Raum mal ohne Weiche oder auch nur einer Entzerrung mit passiven Bauteilen komplett breitbandig zu hören kann das aber eine sehr gute Wahl sein. In dem grossen Raum gefiel mir der 2-Wege-Monitor von WE am besten, weil es doch etwas sonorer und dynamischer war. (Das Horn in Mitte ging aus meiner Sicht gar nicht. Voller Resonanzen).

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Hallo Reiner,

    ich habe über den Winter einen GU50-Verstärker aufgebaut bei dem ich den vorgesehenen Treiber mit 6SN7 gegen eine EF80 in Pentodenschaltung ausgetauscht habe.

    GU50_EF80

    Die Betriebsspannung ist in dem Verstärker nur ca. 330V, was die Auslegung des Treibers etwas schwierig machte. Ich wollte die Schirmgitterspannung ca. 20V unter die Anodenspannung legen und hatte das nach Datenblatt berechnet, aber das lief dann früh in die Verzerrung.

    Ich habe das dann auf folgende Werte geändert:

    Anoden-R: 19K (plus 100K Gitter-R der GU50)

    Schirmgitter-R: 82K und 22yF gegen Masse

    Kathoden-R: 270R nicht mit C überbrückt

    Der Schirmgitter-R ist damit DC-mässig nur ca. 4 mal grösser als der Anoden-R.

    Die Schirmgitterspannung ist mit 192V jetzt etwas höher als die Anodenspannung mit 188V.

    So läuft er aber sehr gut es gefällt mir auch klanglich gut. Die Verzerrung setzt symmetrisch bei ca. 2,7Watt ein. Aber mehr gibt die Betriebsspannung zusammen mit der GU50 nicht her.

    Wenn ich ihn nochmal mit höher B+ und zweitem Netztrafo neu Aufbau, werde ich den Treiber in Pentodenschaltung aber auf jeden Fall beibehalten.

    Ansonsten wie Frank schon schrieb. Erster Anhaltspunkt für die Widerstände kann das Datenblatt sein, aber dann nachmessen und rantasten.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Hallo Sebastian,

    Ein 30cm Basslautsprecher wie bei der "12" ist vielleicht doch etwas üppig auf 17qm?

    Der Treiber ist zwar 30cm gross, aber das ist eigentlich kein Basslautsprecher, sondern ein Tiefmitteltöner, der für Bühnen- oder Studiomonitore gedacht ist. Deswegen macht der auch nicht den typischen Blubber-Dröhnbass, den viele Hifi-Lautsprecher oder Subwoofer haben.

    (Er verwendet mit grosser Sicherheit dieses Modell beim 12er :

    https://www.rcf.it/c/document_…747e0f7e3c2&groupId=20195 )

    Ich höre bei mir im Moment auf 23qm mit einem 38cm-Bass und hatte auch schon einen 46er als Dipol laufen. Das ist gar kein Problem, wenn man eine ordentliche Abstimmung wählt und den Bass auch unten rum abfallen lässt, weil der 'Room-gain' da wieder 5dB draufpackt.

    Wenn du sie eh schon auf dem Schirm hattest würde ich mir den 10er und den 12er unbedingt mal anhören. Ist aus meiner Sicht eine andere Welt als typische Hifi-Lautsprecher.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Hallo Sebastian,

    kenne bis jetzt auch nur die Borg von Messen und fand die auch etwas verhangen. Mit grossen AMTs tue ich mich auch schwer. Viele sind unten rum rau und oben irgendwie matt. Ich habe auch ein Paar AMTs (einzeln) und höre lieber mit Hörnern oder guten Kalotten.

    Odeon oder T&F wären aus meiner Sicht auch eine gute Wahl.

    Wenn du bereit bist um die 10 Mille auszugeben (das kostet ja die Kim) würde ich dir noch die Tobian-12 nahelegen. Ist etwas schlanker im Bass, aber einer der besten Lautsprecher, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Gerade auch in analogen Ketten.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Hallo Daniel,

    das halbe Horn sieht ja schon mal toll aus! Ich bin mal auf deine Eindrücke gespannt, wenn es mal läuft. Es scheint ja keinen Diffraktionsschlitz zu haben und trotzdem recht weit azubstrahlen.

    3D-Drucker steht bei mir spätestens nächstes Jahr eigentlich auch dem Programm. Für 15$ würde ich ihm das CAD-File auch abkaufen und mal ausprobieren.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Ein auch noch übersehener Effekt ist die sog. "Power Compression"

    Den gibt es natürlich auch. Ich höre bei mir jetzt schon lange mit einer EL84 SET mit 1,7 Watt. Da kann man das glaube ich ausschliessen. Deine alte Web-Seite habe ich mir gestern mal angesehen. Vielleicht kannst du von den 1000-2000 Liter Bassgehäusen mit 0,5 qm2 Reflexöffnung noch ein paar Bilder hier einstellen. Das würde ja auch gut zum Thread-Titel passen :) Mich würde aber auch interessieren, wie du solche Gehäuse oder die Schallwände stabilisiert hast. Im Archiv war nur ein Bild von aussen zu sehen.

    Zu dem 'weiteren Grund' habe ich leider nichts gefunden. Da müsstest du mir mal auf die Sprünge helfen.

    Auf die Sache mit den dynamischen Eigenschaften bin ich so vor über 20 Jahren bei einem anderen LSP-Entwickler gestossen, als der mal beiläufig erwähnte, das Bändchen keine Dynamik machen. (Das könnten die Anfänge von Odeon gewesen sein. In Bochum oder in der Nähe hantierten sie da auch mit grossen Multiplex-Hörner). Als ich dann etwas später die ersten Versuche mit einem 1"-Horn (mit DE25 mit Kunststoffmembran) in Verbindung mit der TMR-Standard und im Wechsel mit dem Philips-Bändchen machte, war mir dann klar, was sie meinten. Dieser Effekt ist mir danach aber noch sehr häufig aufgefallen. Bei Tests von kleinen Bändchen in der HobbyHifi sieht man oft, das da bei den Verzerrungen K3 und K5 in gleicher Höhe über den Pegel ansteigen. Das kann ein Hinweis darauf sein, das die Membran sehr schnell in ein Rechteckverhalten übergeht und dann keine Pegelreserve mehr hat. Bei anderen HTs, die auch wenig Dynamik zeigen, ist das aber nicht immer so.

    VG Jürgen

    wenn trotz linearem Frequenzgang solche Effekte zu beobachten sind, zeigt das Wasserfallspektrum (Cumulative Spectral Decay) gravierende Mängel.

    Solche Effekte gibt es natürlich und ich habe auch schon schlimme Treiber gehört. Was ich mit meiner Beschreibung oben meine hat mit Resonanzen im CSD aber nichts zu tun. CSD kann ich bis 40kHz auch selber messen.

    VG Jürgen

    Wenn nicht aus irgendeinem Grund die Polarität der DC-Heizung an den DHTs vorgegeben ist, dann kann man die Polarität an den Röhren auch im linken und rechten Kanal unterschiedlich auslegen und dann 2 oder 3 mal im Jahr die Röhren zwischen Links und Rechts tauschen. Dann hätte man auf jeden Fall auf Dauer eine gleichmässige Belastung der Kathode. Auch wenn das dann nur das Gewissen beruhigt.

    VG Jürgen

    Interessantes Bild was wird das später ?

    Hallo Philipp,

    ganz später evtl. man ein 3- oder 4-Wege System. Als Prototypen baue ich erstmal jeden Treiber in ein eigenes Gehäuse ein. Evtl. kommt dann noch im Mittenbereich ein konisches Horn davor und im Hochton entweder Hörner oder eine Kalotte. Im Bass auch evtl. ein Dipol. Im Moment herrscht leider etwas Holzmangel aus bekannten Gründen. Ansonsten höre ich immer wieder in verschiedene Kombinationen rein. Wenn am Ende dann mal ein oder zwei Kombinationen stehen baue ich die komplett neu auf.

    Zu deiner Mitteltönerkammer: Da würde ich die Rückwand gut bedämpfen, damit da keine Reflexion zurück auf die Membran kommt. Die Stufe in der Seitenwand könnte die Resonanzen zwischen den Seitenwänden etwas verwischen. Auch interessant.

    VG Jürgen

    Hallo Philipp,

    bei einem so grossem Gehäuse von 45 Litern muss man schon etwas bedämpfen. Vor allem wenn es ein rechtwinkliges Gehäuse ist. Ich habe ganz gute Erfahrung mit Gehäusen gemacht, die hinten spitz zulaufen und insgesamt noch leicht unsymmetrisch sind. Boden und Deckel sind aber trotzdem plan. Das ergibt deutlich weniger Resonanzen im Inneren als in einem rechteckigem Gehäuse. Eine leichte Bekämpfung mit Noppenschaum und etwas Wolle ist aber trotzdem noch von Vorteil. Beachten sollte man noch, das keine Dämmwolle in direkter Nähe des LSP-Korbes ist. Besser so 5 - 7 cm Abstand halten.

    Hier mal ein Bild von so einem Gehäuse:

    DSC08287 Kopie.jpg


    Viele Grüsse

    Jürgen

    Meist hat bei „Schreihörnern“ der Bereich unterhalb des Präsenzbereichs nicht die Dynamik und Energie wie die darüber liegenden Frequenzbereiche. Bei Messpegeln (Frequenzgang) sieht ggf. noch alles gut aus, aber bei Musik oftmals nicht.

    Hallo Jonas,

    genau die Erfahrung habe ich auch gemacht und halte das auch für sehr entscheidend bei der Zusammenstellung eines Lautsprechers. Sehr dynamische Hochtonhörner oder auch normale Hochtöner (z.Bsp. Berylliumkalotten) brauchen einen genauso dynamischen 'Unterbau', sonst klingt es im Hochton rau oder vorlaut weil sie scheinbar gerade bei den Transienten den Mittel- oder Tieftönern davonlaufen. Ich kenne aber auch bis heute keine Messwerte zu einzelnen Treiber an denen man das ablesen kann. Da hilft wohl nur Erfahrung oder Ausprobieren.

    VG Jürgen