Posts by Juergen_B

    Das Ganze begann ja so viel ich weiss mal mit der Diskussion um magnetische Widerstände.

    Dazu habe ich mal eine Erklärung gelesen, die ich persönlich für recht plausibel halte.

    Bei Metallfilm-Widerständen gibt es zwei Arten von Kontaktierungen: Einmal wird auf die aufgedampfte Metallschicht auf dem Keramikkörper einfach nur eine Metallkappe aufgeschoben. Die verletzt dabei die Metallschicht und es bilden sich zufallsmässig ein paar kleine Kontakstellen, die aber elektrisch nicht stark belastbar sind. Und zum anderen gibt es Metallfilm-Widerstände mit verlöteten Kontakten. Dabei wird eine recht weiche Kappe auf den Keramikkörper geschoben und ringsrum mit der Metallschicht verlötet. Im ersten Fall, wo nur aufgeschoben wird, wird eine magnetische Kappe verwendet, im zweiten Fall, wo gelötet wird, wird eine Kupferkappe verwendet.

    Da man von aussen nach dem Lackieren nicht mehr sehen, wie kontaktiert wurde, kann man das dann daran erkennen, ob der Widerstand magnetische Kappen hat oder nicht. Es geht also im Grunde evtl. nicht ums magnetische, sondern darum, wie gut die interne Kontaktierung ist.

    VG Jürgen

    Ich habe mindestens 500 Wima-Kondensatoren hier. Die meisten sind FKP1, die anderen FKP2, MKP4 und MKP5 und evtl. ein paar ältere anderen Typs. Einige sind von Bürklin und Conrad, die anderen aus mindestens ein Dutzend anderen Quellen. Angesammelt über die letzten 20 Jahre. Bin gerade mal mit einem extrem starken Neodym-Magnet durch die Bestände gegangen und nicht einer davon hat magnetische Anschlüsse.

    Was magnetisch war, waren kleine MKPs von Epcos, Epcos Sicorel Elkos, aber nur einer der beiden Anschlussdrähte und die vergoldeten Drähte der grossen Caddock-Widerstände, aber nicht die vergoldeten Drähte von Riken-Widerständen.

    Es kann ja sein, das Wima mal magnetische Anschlussdrähte verwendet hat, aber ich glaube, so weit verbreitet scheinen die nicht zu sein, sonst müsste ich ein paar davon haben.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    das Problem sekundärer Potentiale bei erdfreier Sekundärwicklung lässt sich mit auf Masse gelegten Schirmen zwischen Primär- und Sekundärwicklung lösen.

    Das wohl schon, aber dann hätte man wohl wieder den Höhenabfall, da dann die Endröhre wieder eine Kapazität gegen Masse sieht, die evtl. noch höher als die zwischen den P- und S-Wicklungen ist.

    (Wenn Sekundärwicklungen in Reihe geschaltet sind, verringert sich die Kapazität ja noch. Die Schirmwicklungen läge alle parallel).

    Rein theoretisch müsste man wohl einen der LSP-Anschlüsse über eine Drossel an Masse legen. Dann wäre es DC-mässig geerdet ohne Höhenabfall. Wäre aber wohl praktisch nicht zu realisieren.

    VG Jürgen

    Wie gesagt, die gezeigte Messung ist vom Minus-Pol Sekundär auf Masse...

    Das ist schon interessant. Auch das hier über 200Vp sekundärseitig auftreten wenn der Ausgang floating ist. Interessant wäre evtl. zu sehen, wie sich das verhält, wenn man bei derselben Messungen den Minus-Pol mit z.Bsp. 10kOhm gegen Masse schaltet. Dann sollte ja eigentlich die Spannung sinken und frequenzabhängig werden. Daraus könnte man dann deren Quellwiderstand bzw. die wirksame Wickelkapazität ableiten.

    Eine Idee wäre dann evtl, den Gasableitern 10kOhm parallel zu schalten. Das sollte den Frequenzgang wenig beeinflussen, aber verhindern, das die Spannung hoch genug wird um die Gasableiter leitend zu machen.

    VG Jürgen

    Hi Jo,

    ja, natürlich. Ich verfolge den Thread ja auch. Ich frage mich halt nur, ob man hier die volle Kapazität zwischen den Wicklungen ansetzen darf, oder evtl. nur die Differenz zwischen den Enden der Wicklungen. Habe gestern Abend noch zufällig über eine Schaltung mit Zwischenübertrager gelesen, bei dem die obere Grenzfrequenz vom Anschluss der Richtung der Wicklungen abhing. Das halt weil die Kapazität an den Anschlüssen unterschiedlich ist. Der Effekt ist derselbe wie von Matthias beschrieben und von Uwe gemessen.

    VG Jürgen

    Würde das dann nicht auch bedeuten, dass man 'eine gewischt' bekäme wenn man im Betrieb den ungeerdeten Ausgang anfasst, oder bricht die Spannung dann gleich zusammen.

    Bei der Koppelkapazität eines Netztrafos ist das wohl so, das die Spannung schnell zusammenbricht.

    An einer Cinchbuchse kann man aussen bei nicht geerdeten Geräten ja oft eine Spannung von über 30V gegen Erde messen. Beim Anfassen bricht die sofort zusammen.

    Ich frage mich, ob das nicht wirklich nur ein Problem ist, wenn die hohe Wechselspannung quasi als 'Gleichtakt-Störung' an beiden Polen des Trafos auftritt. Dann wirkt die volle Koppelkapazität. Aber die Wechselspannung liegt ja zwischen den Polen und die Kapazität auch. Wenn auch unsymmetrisch.

    Sicher bin ich mir da jetzt aber nicht.

    VG Jürgen

    Abwegig mit Sicherheit nicht. Ich frage mich nur gerade, ob man die Kapazität, die jetzt nur oben eingezeichnet ist, nicht auf beide Wicklungsenden aufteilen müsste. Also evtl. oben 3nF und unten 1,5nF. Das könnte das Ganze etwas relativieren.

    VG Jürgen

    Hast Du eine alternative die Optisch auch schön ist?

    Hallo Thomas,

    nicht nur wegen der Röhrentauglichkeit sondern auch wegen der aus meiner Sicht realistischeren und dynamischeren Wiedergabe tendiere ich recht stark zu Hörnern. Von typischen Hifi-Lautsprechern und deren Treibern habe ich mich fast komplett verabschiedet.

    Auf Messen haben mich in letzter Zeit die Lautsprecher Tobian 12 und 15 beeindruckt. Die liefen dabei auch immer über Röhren. Über die Tobian 15 gibt es hier einen schönen Bericht:

    https://www.fidelity-online.de…i-einem-tobian-liebhaber/

    In den 90ern haben mich die LSP von Acapella sehr geprägt. Da ich in der Nähe von Duisburg wohne war ich da öfters und habe mir einige Modelle länger angehört. (Aber immer nur 'Kleinigkeiten' gekauft). Sie haben ja auch eine Reihe neue Modelle. Evtl. da mal bei Gelegenheit in ein paar grössere Hörner reinhören. Ansonsten können auch die grösseren Modelle von Odeon interessant sein. Sie haben ihre LSP praktisch kontinuierlich verbessert und Anfang dieses Jahr auch wieder.

    Ich bin in normalen Zeiten zwar 3-4 mal im Jahr auf den grossen Hifi-Messen, aber viel mehr fällt mir da wirklich nicht ein.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Meine Sonus Faber Aida würde mit 91db wohl gehen

    Hallo Thomas,

    der Wirkungsgrad bezogen auf eine Spannung von 2,83 Volt stimmt wohl so halbwegs. Aber die Lautsprecher haben scheinbar an zwei Stellen eine Impedanz von nur 2,3 Ohm. Da holen sie halt ihren recht hohen Wirkungsgrad bezogen auf die Spannung her. Das ist für einen Röhrenverstärker aber nicht ideal und wird wahrscheinlich auch nicht gut funktionieren.

    Hier sind die Messungen dazu von der Stereophile:

    https://www.stereophile.com/co…-loudspeaker-measurements

    Viele Grüsse

    Jürgen

    Bist Du bei der Pseudotrioden-Beschaltung der EL84 geblieben?

    Hallo Klaus,

    ja, an der Grundschaltung habe ich nichts geändert. Die war ja durch die Platine vorgegeben und die habe ich seit dem Aufbau auch nicht wieder ausgebaut. Sie hat mir aber schon im Grundzustand irgendwie besser gefallen als eine Klimo Kent, von der ich einen Prototyp bis dahin benutzt hatte. (Das sollte eigentlich mein erster Bausatz werden, main damaliger Hifi-Händler hatte mir dann aber quasi zum Preis der Trafos den Prototyp von Klimo angeboten). Als SE populär wurde, hatte ich mich dann entschieden einen TSE4 aufzubauen.

    Die Übertrager waren eigentlich der grösste Schwachpunkt. Nach dem Austausch konnte man auch die Gegenkopplung weglassen. Plus die anderen neuen Bauteile spielt der richtig gut.

    Viele Grüsse

    Jürgen

    ja und glimmer mit 0,22mfd/500v das ist ne ordentliche kiste

    ja, diese Teile werden leider recht gross. Es gibt aus Russland ja auch kastenförmige Glimmer mit 0,1yF/500V. Die FKP1 sind leider auch nicht kleiner. In meinem EL84-Amp liegen sie lose an Drähten:

    Aber es hat viel gebracht, obwohl ich die K-Elkos schon mit den kleinen gelben Jensen direkt rechts neben den EL84 gebrückt hatte.

    (Ich habe auch schon viele Mods wieder rückgängig gemacht. Natürlich ist nicht jede Änderung von Vorteil. Aber man lernt nur aus Erfahrung)

    VG Jürgen

    Den Kathoden-Elko sowie wohl auch noch den letzen Elko in der B+-Versorgung. Ich sehe den Signalweg nicht einfach wie im Blockdiagramm vom Eingang zum Ausgang, sondern sehe da mehr den Wechselstromkreis in der jeder Stufe. Da liegen diese Elkos dann im Wechselstromkreis und damit im Signalweg. Kann man auch alles anders sehen, diese Sicht hat sich bei mir und evtl. auch anderen aber bewährt. (Basiert auch auf den ETF-Folien vom Lynn Olson http://www.nutshellhifi.com/library/ETF.html )

    VG Jürgen

    Man addiert die Störspannung des Netzteils auf die Kathode

    Ja, kann passieren wenn die Störungen zu gross sind. Phono-Pre wird da auch empfindlicher sein als eine Endstufe. Ich würde es trotzdem mal versuchen. Ein fetter Elko im Signalweg ist auch nicht der Hit. Versuch macht klug.