Posts by Turbokreisel

    Hallo zusammen,


    ja, das mit dem unfassbar/unglaublich guten Preis-/Leistungsverhältnis kann ich nur bestätigen. Gestern Abend wieder mal Johnny Cash gehört und geglaubt, er stehe vor mir. Die Wharfedale Linton bläht nichts auf, beschönigt nichts, Musik ist einfach nur da. Wer einen "Effektlautsprecher" sucht, liegt hier allerdings falsch. Das können andere besser.


    Wie bereits geschrieben, brennt mir ein Vergleich zum Statthalter des "British Sound" - sprich Harbeth - unter den Nägeln. Hat den vielleicht ein anderer bereits durchgeführt?


    Viele Grüße

    Rudolf

    Werte Linton-Freunde,


    seit gestern Abend dürfen die Lintons die Pole-Position in meinem Hörzimmer einnehmen. Und siehe da, im gleichschenkligen Hördreieck mit ca. 2 m Seitenlänge legen sie nochmals ordentlich an Räumlichkeit zu. Immer wieder frappierend auch wieder ihre Eigenschaft, musikalische Details ohne jegliche Lästigkeit offenzulegen.



    Ich gebe zu, die Lintons haben mir ordentlich Appetit auf das Original - sprich Harbeth - gemacht. Aber ob die wirklich auch viel besser schmecken?


    Viele Grüße

    Rudolf

    Hallo Erwin,


    dein Test würde mich auch interessieren. Ich betreibe zur Zeit eine Whafedale Linton Heritage auf 18 qm und da ist nichts überpowert (deren Gehäusevolumen ist um ca. 10% geringer als das der HL5). Die Linton stehen bei mir allerdings auch 110 cm von der Rückwand entfernt. Ich denke, zumindest die HL5 sollte ebenfalls nicht zu nah an der Rückwand aufgestellt werden.


    Bei den kürzlich stattgefundenen Westdeutschen HiFi-Tagen hatte ich eine 7ES-3 gehört, die zu nah an der Rückwand platziert war. Resultat war ein Gewummere, dass den eigentlich hervorragenden Mitteltonbereich regelrecht zuschmierte. So was passiert, wenn man eine kleine Box mittels der 6dB-Rückwand-Verstärkung "groß" machen möchte. Da habe ich lieber von vornherein ein paar PS mehr und platziere die Lautsprecher weiter weg von der Rückwand.


    Gespannte Grüße

    Rudolf

    Hallo,


    ich habe die Harbeth Compact 7 gestern auf den Westdeutschen HiFi-Tagen hören können. Leider legte der Vorführende viel zu viel Wert darauf zu demonstrieren, dass die Compact 7 trotz ihrer geringen Abmessungen auch Bass "können", und so verschmierte das Gewummere die ansonsten hervorragende Mittenwiedergabe. Insofern hat Harbeth bei mir leider eine Chance verpasst.


    Meine dicke Empfehlung, vor allem, wenn es auch ums Budget geht, lautet daher, die neue Wharfedale Linton Heritage in Betracht zu ziehen. Zu der gibt es einen eigenen Thread hier im Forum.


    Viele Grüße

    Rudolf

    Hallo Esche,


    vielen Dank für die Idee zur geschmackvollen Weiterverwendung der Holzklötzchen. Allerdings werden die Lintons links und rechts eingerahmt von meinen Hauptlautsprechern, den Klein + Hummel O 410, die ihrerseits auf denselben Betonsockeln stehen wie die Abacus-Komponenten (siehe Album in meinem Profil).


    Ich bin im übrigen unschlüssig, was ich mit den Lintons machen werde. Denn natürlich klingen sie nicht besser als die O 410, auch wenn sie für ihren Preis nach meinem Dafürhalten einfach sensationell gut sind. Vielleicht später mal was fürs Wohnzimmer? Dort müssten sie allerdings die Lieblinge meiner Frau, 2x Sonos One + Sub rauskicken. Mal schauen.


    Viele Grüße

    Rudolf

    Wobei man immer bedenken sollte, dass nicht nur eine Anhebung des Freqeunzganges bei einer wandnahen oder Eckenaufstellung stattfindet, sondern auch die Ausschwingzeiten beeinflusst werden.

    Soll heißen, je mehr ich den Raum in einer seiner Resonanzen anrege, umso länger ist auch die Ausschwingzeit im Bassbereich.

    Darüber hinaus sollte man auch solch üble Dinge wie den "Kammfiltereffekt" beachten.

    "Brauchst Du mehr Bass, schieb in die Ecke!"...so einfach ist es dann (leider) auch nicht. ;)

    Neumann gibt hierzu ganz gute Hinweise...

    Genau! Deshalb schrieb ich auch, dass man sich bei wand-/ecknaher Aufstellung u. U. ein Raummodenproblem einhandelt. Aber das hat mit der KH 420 nur am Rande zu tun. "Am Rande" deshalb, weil es sich um ein grundsätzliches Thema handelt und es nur wenige Lautsprecher gibt, die aufgrund ihrer Abstrahlcharakteristik mit einer wandnahen Aufstellung von vornherein besser zurecht kommen (z.B. Kii Three, Geithain K-Modelle, Dutch & Dutch 8c). Manche Lautsprecher wie z.B. das Klipschhorn sind gar so konstruiert, dass sie der Verstärkung durch Raumecken zwingend bedürfen. Die haben dann logischerweise keinen Headroom mehr. Die KH 420 hat zur Bekämpfung von Raummoden einen sehr praxistauglichen Ortsfilter an Bord.


    Viele Grüße

    Rudolf

    Hallo jokeramik,

    Hallo Rudolf,


    der Raum wird immer mit den Raummoden angeregt, egal wo Du den Lautsprecher hinstellst.


    Bei Position direkt an einer Wand findet eine Bassanhebung um 3 dB statt. Bei Position in einer Ecke kommt es zu einer Bassanhebung um 9dB. Das ist schon sehr nahe an Faktor 3.

    genau das meinte ich, es gibt also ausreichend "Tiefton-Headroom", wenn einem der Bass nicht ausreicht. Vielen Dank für die Ergänzung durch die konkreten Faktoren.


    Viele Grüße

    Rudolf

    Um den Interessenten an einer KH 420 (gibt es die in diesem Thread überhaupt noch?) ein paar praktische Anhaltspunkte zu geben:


    Ich betreibe meine O 410 in einem 20 m² (50 m³) großen Raum ca. 1 m von der Rückwand entfernt. Mein Hördreieck beträgt 2 m. Bei der Basswiedergabe fehlt mir nichts. Wollte ich mehr, dann würde ich die Lautsprecher weiter in die Ecken rücken (und dann die raumbedingte Modenanregung bekämpfen müssen).


    Fazit: Bei meiner Raumgröße ist eine Subwooferunterstützung der KH 420 akustischer Overkill. Die Basswiedergabe in Räumen ab 25 m² könnte dagegen vom Einsatz eines oder zweier KH 805 bzw. 870 profitieren.


    Viele Grüße

    Rudolf

    Hallo Michael,


    so ein Zufall, mit den Yamaha NS-1000 (die mit dem Mahagonifurnier) meiner Eltern habe ich auch eine zeitlang gehört. Tolle Lautsprecher mit einem überragenden Mittel-/Hochtonbereich, aber leider etwas anämischer Basswiedergabe. Und da ich - je nach Gemütslage - gerne öfter mal die Lautsprecher tausche, waren sie mir einfach zu schwer. Die Neumann KH 420 ist nicht nur besser zu tragen (man kann eine Hand in die BR-Öffnung stecken), sondern klingt sogar noch besser.


    Viele Grüße

    Rudolf

    Werte Diskutanten,


    um noch mal auf das Nebenthema "KH 420 vs. O 410" zurückzukommen: Ich halte es für eine Urban Legend, dass zwischen diesen beiden Lautsprechern spürbare klangliche Unterschiede bestehen. Meine Begeisterung für die Neumänner ist auf einem Forumstreffen entstanden, wo ich mir die KH 420 intensiv anhören konnte. Daraufhin habe ich mir die O 410 blind gekauft und dies keine Sekunde lang bereut. Sie spielt in meiner Kette exakt so, wie ich es von der KH 420 in Erinnerung habe: auf den Punkt und im Vergleich zu mancher High-End-Preziose eher "dunkel abgestimmt". Damit meine ich die Neigung mancher Hersteller, mit forciertem Hochton eine höhere Auflösung vorzutäuschen. Wer in der Lage ist, Unterschiede zwischen einer KH 420 und O 410 ohne direkten A/B-Vergleich wahrzunehmen, hat jedenfalls meine Hochachtung!


    (Dies aber nur als Gegenmeinung zum hier geäußerten Statement, die O 410 klänge schlechter als die KH 420; ansonsten bitte weiter mit der hervorragenden KH 420, die ich in der Tat für einen Best-Buy halte.)


    Viele Grüße

    Rudolf

    Liebe Linton-Freunde,


    die Ständer sind inzwischen eingetroffen. Auf denen darf die Linton neben meiner Klein + Hummel O 410 ohne Abdeckung posieren:



    Es ist schon erstaunlich, wie nah die Lintons tonal an meine O 410 herankommen. Allerdings nicht an deren Auflösung und Räumlichkeit. Dafür sind sie deutlich Wohnzimmer-tauglicher.


    Viele Grüße

    Rudolf

    Vielen Dank für den Link mit den Messungen.


    Das bestätigt meinen gehörmäßigen Eindruck, dass die Linton Heritage sehr neutral abgestimmt ist. Und ja, ich freue mich wie ein Schneider, solange ausgehalten und keine "olle" Spendor BC1 zu Phantasiepreisen gekauft zu haben. Denn bei der Linton stimmt alles: Klang, Aussehen und Preis.


    Ich werde mir nun wohl die Original-Ständer nachbestellen müssen, denn die Betonsockel bleiben nach wie vor meinen Referenzlautsprechern, den K+H O 410 vorbehalten.



    Viele Grüße

    Rudolf

    Werte Linton-Interessierte,


    gestern Abend habe ich länger reinhören können. Die Stärke der Lintons ist eindeutig die stressfreie Wiedergabe von höhenlastig abgemischten Aufnahmen. Das trifft auf die meisten Schallplatten aus meiner Sammlung zu, die ich mir in den 70er und 80er Jahren zugelegt habe. Hintergrund ist eventuell die Tatsache, dass seinerzeit auf ähnlich klingenden Studiomonitoren abgemischt wurde. Das ist jedoch reine Spekulation. Bei aktuellen Aufnahmen fehlt mir jedenfalls ein wenig die Detailauflösung. Ich muss deshalb die Lautstärke schon etwas lauter drehen, was wiederum ohne jede Lästigkeit möglich ist. Dies mag aber auch mit meinem Alter (Baujahr 1959) und dem nachlassenden Hörvermögen zusammen hängen.


    Viele Grüße

    Rudolf