Dann hat der Kollege in der Analog eben vermutlich etwas zusammen fabuliert. Hat der was gemessen und valide Daten gezeigt?
Es gibt keine Evidenz dafür - also ich zumindest kenne keine - die zeigt, das HiFi-Röhrenverstärker gut sind - also wirklich richtig gut im Verstärken. Die sind gut gemacht, gerade noch gut genug für unsere Ohren. Das ist wieder nicht so schwer zu erreichen, gut genug für unsere Ohren zu sein, sonst würde HiFi in Wohnzimmern nicht funktionieren.
Der Rest in Bezug auf Röhrenverstärker ist leider tradierte Überzeugung, so schreibe ich einmal. Kann man gerne glauben, aber ist eben durch nichts bewiesen.
Es soll ja auch Menschen geben, die die Geschichten der Odyssee - das passt doch aktuell - für wahr halten und ich kann die Religion gut umschiffen.
Nicht falsch verstehen, jeder kann nutzen und verstärken und machen was er/ sie möchte, aber ein paar Grundlagen zum Nachweis sollten mittels Messungen schon erbracht werden, wenn es darum geht zu zeigen, dass Signale so unverfälscht wie möglich behandelt wurden, sonst ist es nicht mehr weit zu den Sagen und den Märchen.
Und ich wiederhole mich, Ohren sind keine Meßinstrumente. Augen auch nicht und unsere Finger auch nicht.
Das ist eben so, unsere Sinne sind bestenfalls Schätzeisen und keine besonders guten.
Weder wie laut etwas ist in dB oder Sone können wir erfassen, wie hell oder dunkel es ist in Candelar oder Lux, noch den Druck in den Reifen schätzen in Bar oder Pascal.
Und alt werden wir auch noch, doof, das alles.
Und deshalb haben wir Messgeräte erfunden und Kalibriernormale, um das zu können: um zu messen und um zu vergleichen - objektiv und unbestechlich und genau und das besser, als wir es je können und können werden.
Was wir können, ist uns etwas vorzumachen und das ist nicht nur nicht in Ordnung sondern - so meine ich - wichtig, um nicht nach 5 Minuten nach dem Aufstehen irre zu werden, ob unserer ganzen Fehleinschätzungen und Selbsttäuschungen und Lügen mit denen wir so durch den Tag mäandern.
Nur wissen sollte man das, sonst folgt man den anderen Lügenbaronen eben ganz schnell und merkt nicht, dass die eben genauso wenig realistisch unterwegs sind, wie man selber.
Ein Ohmmeter lügt nicht, sondern ist maximal falsch bedient und und aber je komplexer eine Messapparatur und eine Messung umso Fehleranfälliger ist etwas in Bezug auf Fehlbedienung und Fehlinterpretation.
Die Interpretation wieder ist das Thema mit dem Aufstehen und den 5 Minuten danach.
So, es ist Zeit für das Popcorn, oder?
