Beiträge von audiophilo

    Dann kann Irving M. Fried ja in seinem kühlen Grab beruhigt entspannen, wenn eines seiner Top-Seller Lautsprechermodelle unter Umständen richtig verdrahtet wurde.


    In der Tat bin ich bei diesem Lautsprecher, dessen Performance ich mal herausragend und mal hinreißend finde, noch nicht auf die Idee gekommen, Ausschau nach derart rudimentären Fehlern zu halten... ;)

    Habe ein kleines Verständnisproblem:

    Das Thema ist die Spulenform. Dass ich auf die Polung des Hochtöners hingewiesen

    habe, sollte da wohl noch gestattet werden. Schließlich geht es später reihenweise

    um den Hochton-Kondensator. Spule war ja nun reichlich diskutiert.


    Wenn Irving M. Fried die Phasenbedingungen außer acht gelassen hat, entspricht das

    eben der Zeit (1977 und lange weiter), als "traumhafte räumliche Musikwiedergabe"

    (bei vielen englischen Lautsprecher und Verstärkern >Quad z.B.<) damit favorisiert

    wurde, dass alles ab etwa 2 m hinter den Lautsprechern (imaginär) dargestellt wurde.


    "herausragend" und "hinreißend" kenne ich aus der Zeit zur Genüge.

    Egal, ob bei der Aufnahme der Sänger vorn an den Mikros stand. Den hört man dann

    aber auch so, wenn die Phasenbedingungen stimmen.


    Jetzt bin ich noch einmal frech: Spule parallel zum Hochtöner versuchsweise

    abtrennen. Das kann die Phasenbedingung im Übernahmebereich verbessern,

    auch wenn das Hochton-Chassis nach tiefen Frequenzen hin nicht mehr so steil

    abfällt.


    Ich möchte nicht unhöflich sein, erwarte das aber auch von allen Teilnehmern.

    Themen driften schon einmal ab, manchmal lernt man dabei. Ich habe dabei oft

    profitiert. Über Phasenbedingungen habe ich in meinem thread Phono-Röhren-

    Vorverstärker (ja, schon 2-3 Jahre her) einiges geschrieben.

    Freundlichen Gruß !!:)

    sorry, das war mal wieder zu voreilig. Ich kenne ja die Chassis nicht,

    natürlich auch nicht Frequenz-, Impedanz- und Phasengang.

    Unter Umständen ist das schon mit der Polung in Ordnung, bei

    manchen Kombinationen von Chassis kann das so auch vorteilhaft sein.


    Beste Grüße, und pardon für den SchnellschussX/

    Hallo, Henner,


    mich irritiert ein wenig der Schaltplan. Wenn der Hochtöner mit 12 dB

    angekoppelt wird (Kondensator, Spule), sollte er eigentlich gegenüber

    dem Tiefton-Chassis (hier mit 6 dB) verpolt werden.

    Nicht generell, das solltest du aber mal probieren.

    Meine Erfahrungen sind mit (beide) 6 dB positiver, solange das mit

    den Frequenzgängen der Einzelchassis möglich ist. Dann ist die Polung

    bei beiden Chassis gleich.


    Die klangliche Beeinflussung (Spulen in Serie:dünnerer Draht=QT wird

    größer=Bass etwas schwammiger, dickerer Draht= Bass wird präziser)

    kenne ich in dieser Auswirkung. Alles aber nur in kleiner Dosis.

    Freundlichen Gruß:)

    ...auch nicht ganz das Thema...

    ich habe einmal einen Kondensator abgewickelt, um aus der Folie

    (Isolierung) ein Ersatzbändchen für einen TH 400 (Magnetostat/Technics)

    herzustellen, weil es da keinen Ersatz mehr gab.


    Mit aufgeklebtem dünnen Kupferlackdraht (6 Ohm) hat das letztlich funktioniert,

    allerdings mit weniger Schalldruck als das Original. Der Kleber mit seinem

    Gewicht war überwiegend dafür verantwortlich. Mit entsprechender Korrektur

    an der Frequenzweiche der anderen Box war das dann in Ordnung.


    Was Henner gemacht hat, finde ich völlig o.k., wenn das Teil wieder gut

    "verschlossen" wird. Hohe Spannungsfestigkeit ist hier nicht gefragt, und

    wenn der gewünschte Wert erhalten bleibt ...prima.:)

    Ballistol dezent reinsprühen...

    ...finde ich gut, wenn es dafür eine Öffnung gäbe.

    Ein neuer Kippschalter kann übrigens denselben Fehler nach derselben Zeit bringen.

    Das Dumme dabei ist, dass für kleinste NF-Signale ohne DC-Anteil kein "Fritten" *

    auftritt. Da wären eigentlich Kleinrelais mit Goldauflage auf den Kontakten angesagt,

    bei denen mit der entsprechenden mechanischen Vorspannung Langzeitstabilität

    gewährleistet wäre. Kostet erstens Geld und ist (meist) auch nicht im Sinne der

    Hersteller, die gern mal wieder neue Geräte verkaufen.

    *"Fritten" ist ein Reinigungseffekt, der über einen kleinen (Gleich-)Strom einen

    möglichen Belag auf den Kontakten >wegfegt<:)

    Ballistol ist natürlich hervorragend für zugängliche Kontakte.

    Gesunde Feiertage !

    Hi, Peter,


    am besten die Lautstärke auf recht klein stellen, wenn der Fehler wieder

    auftreten sollte, dann die Schalter der Reihe nach betätigen, bis der Fehler

    ausfällt. Diesen Schalter öfters zwischendurch, möglichst während des

    Betriebes betätigen, weil dann der Kontakt stromdurchflossen wird. Dabei

    entsteht ein leichter Reinigungseffekt, vorausgesetzt dass der Strom nicht

    gerade ein paar Mikro-Ampere beträgt.


    Vorteilhaft ist für dich, falls du den Verstärker zum Hersteller schicken

    möchtest, dass er nicht lange zu suchen braucht. Kostet weniger.

    Beste Grüße und guten Erfolg:thumbup:.

    #20

    Hallo audiophilo

    Versuch mal unter ElektroTanya


    Vielleicht findest du da was (Zitat von A.M.)



    Nett gemeint, den amp gibt es in deren Programm nicht.

    Gruß von Klaus

    Es gibt noch andere unerfreuliche Dinge:

    ich möchte gerade eine "Omnitronic"- Endstufe für einen Bekannten reparieren.

    E - 900 MK 2, rechts Treiber- Leistungstransistoren, Diode usw. defekt.

    Das Teil trägt den Namen einer bayrischen Firma, so weit in Ordnung; nur

    hätte ich gern einen Schaltplan und habe diese Firma angeschrieben.

    Freundlich kam auch schnell eine Antwort:

    unsere Zulieferer aus Fernost liefern uns keine Daten. Heißt ?

    Nirgends steht "made in China" drauf, aber um so ein Teil fachmännisch zu

    reparieren, sollte ein Plan mit Ruhestromdaten usw. zu bekommen sein.

    Technische Daten allein reichen da nicht.


    Etwas spät bemerkt, aber Teile mit o.g. Namen gibt es zu Schleuderpreisen.

    Und ? Im Reparaturfall in die Mülltonne ? "Schöne Welt" ist das.

    Bilder aus Ghana usw. führen uns das vor, dort wird der Schrott abgeladen.X(

    #31 : ich hatte zum Glück nichts von "Klingen" geschrieben,

    nur von meiner persönlichen Enttäuschung über D-Verstärker.

    Als Anmerkung dazu:

    mein Eindruck ist, dass durch die Taktung, egal wie gut danach

    gefiltert wird, verschiedene Details "zugedeckt" werden.

    Unbestritten bestechen diese Verstärker durch eine Dynamik,

    speziell im Tiefbassbereich. Der Eindruck kann aber dadurch

    entstehen, dass eben Feindynamik im Mittel- und Hochtonbereich

    etwas zu wünschen lassen. Wohlgemerkt: mein Eindruck.


    Noch Vorteile, um das nicht unerwähnt zu lassen:

    Der Wirkungsgrad ist höher als bei analogen Endverstärkern, obwohl

    die Angaben 2x300 W an 4 Ohm bei der Netz-Leistungsaufnahme ein

    Quatsch ist. In Japan gibt es eben nicht immer die Angabe "Sinus bei

    1 kHz". Außer Wirkungsgrad ist natürlich positiv der Preis (nicht bei

    diesem Gerät) zu nennen, speziell im Bereich "Transportable" oder

    Bausätze aus China. Das macht D-Verstärker wohl so beliebt.

    Kann ja noch besser werden...:)

    Class D scheint für einige hier die wundersame Erleuchtung zu sein...

    tut mir leid, habe einiges gehört, mit gleicher Technik selbst viele

    Geräte mit-entwickelt, aber für Bereiche (2 kW, 6kW usw.), in denen

    diese Technik einfach angesagt ist.


    Meine Meinung: für HiFi bestenfalls für Stromversorgung, dann aber

    "sauber" geschirmt und gefiltert.


    Die gehörten Endstufen waren immer sehr enttäuschend (für mich).:wacko:

    Optik ist Geschmacksache, hier (Technics) wohl teurer als das Innenleben.


    Beste Grüße.:)

    ...und bei schwarz-weiß-Bildröhren gab es eine definierte

    Heizspannung (höher als im Normalbetrieb) für eine

    festgelegte Zeit, mit der man die Kathode "freischießen"

    konnte. Das hat sogar länger als 4 Wochen gehalten,

    und der bis dahin sehr mäßige Kontrast war wieder o.k.


    Denke, dass sich das bei Trioden, Pentoden usw. anders

    verhält, also keine Ansammlung von "Schmutz" an der Kathode,

    sondern einfach Alterung des Gesamtsystems:(.

    Wie Alex oben sagt: entsorgen, wenn kaum noch Emission da ist.

    Zementwiderstand 1 kOhm 5 W, der macht keinen Elko kaputt, und auch

    bei Anodenspannungen ist bei ausgeschaltetem Gerät die Spannung

    nach 5 Sekunden unter 2 V gefallen.


    Es sollte aber genügend Fachkenntnis da sein, denn wenn man am

    geerdeten Chassis beim Entladen anfasst darf man auf keinen Fall die

    zu entladende Spannung berühren. Die kann schon mal 500 V betragen,

    kurz nachdem das Gerät ausgeschaltet wurde, ist also gefährlich !!


    Dann ist darauf zu achten, dass die Spannung (gegen Masse) auch wirklich

    einbricht. Also parallel zur Betriebsspannung ein Vielfachinstrument im Bereich

    DC 600 V anklemmen.


    Wenn das eine Art Werkzeug sein soll, empfehle ich, am Widerstand einen

    isolierten Draht mit einer Krokodilklemme (für die Masse) und auf der anderen

    Seite einen isolierten Draht mit einer isolierten Prüfspitze anzulöten.

    Letztere wird nach dem Anklemmen der Klemme am Chassis an die zu

    entladende Spannung getippt; so lange, bis die Betriebsspannung unter

    z.B. 2 Volt gesunken ist.


    Zu beachten ist aber noch, dass oft von der hohen Betriebsspannung für

    die Anodenspannung von Vorstufen-Röhren Widerstände von oft >100 kOhm

    geschaltet sind. Über diese, wenn sie nicht entladen werden, kann also rückwärts

    Lade- und Sieb-Elko wieder nachgeladen werden.

    Diese Tipps gelten natürlich nur für Röhrenverstärker, denke in die Richtung

    geht auch die Anfrage. Und es betrifft Elkos mit Werten von max. 100 uF.

    Für größere Kapazitäten gelten natürlich längere Entladezeiten.

    Guten Erfolg bei aller Vorsicht !

    Wie ich die Mantelstromfilter kenne, hatten sie eine Antennenbuchse und auf der

    anderen Seite einen Stecker (60 oder 75 Ohm). Guck doch bitte mal bei Conrad

    oder Reichelt, evtl. Bürklin für die SAT-Anschlüsse (schraubbar wohl ?).


    Noch mal zu dem Thema: vom E-Werk kommt zum Zähler ein geschirmtes Kabel

    ins Haus, ein- oder dreiphasig. Der Schirm ist der Mittelpunktleiter (MP oder Null)

    und wird im Zählerkasten zum Schutzkontakt (oft eben gebrückt).

    Der Mittelpunktleiter ist die "Null-Phase" und liegt (evtl. über die Sicherung oder

    den Netzschalter) im Verstärker an einem Primär-Draht des Netztrafos an.

    Wenn auf seiner Sekundär-Seite (hinter dem Brückengleichrichter) kurzfristig ein

    hoher Strom über + oder Minus gezogen wird, geht die Masse um diesen Betrag

    mit... da die Sieb-Elkos für diese Zeit niederohmig sind.

    Von der Masse haben wir dann diesen Widerstand gegen den Schutzkontakt,

    und der ist nun mal auch der Null vom Netz, der wohl eher stabil bleibt als die

    Masse der Verstärker-Stromversorgung.

    Wenn der Widerstand leistungsmäßig klein dimensioniert ist... hatten wir schon:).

    So komplex ist die Geschichte gar nicht.


    Frühere Verstärker-Generationen hatten übrigens zur PLOP-Unterdrückung des

    Lautsprechers eine Schaltung, die den Speaker über ein Relais erst zugeschaltet

    haben, wenn der Verstärker-Ausgang gleichspannungsfrei war.

    Die Hai-Ender mögen aber nicht so gern einen Relaiskontakt vor dem Speaker,

    so wird heute über einen DC-Feedback der Eingang so geregelt, dass der

    Ausgang auf Null Volt DC bleibt ...und ein paar andere pfiffige Schaltungen.


    Hoffe, dass ich das ohne Schaltplan verständlich rübergebracht habe.

    Beste Grüße Klaus

    Wie der Einschalt-PLOP des Lautsprechers einen Stromfluss von der Geräte-Masse zum Schutzkontakt erzeugen kann, kann ich nicht nachvollziehen.

    Für den Fall, das keine weiteren Geräte (wie z. B. Sat-Rec) vorhanden sind., bei denen u. U. ein weiteres Erdungspotential für Ausgleichsströme sorgt, fließt der Strom vom Einschaltplopp entweder zur pos. oder neg. Schiene (und wird nicht abgeleitet zum Schutzkontakt), was sich automatisch ergibt, wenn eine DC-Spannung im Anlaufmoment an der Schwingspule des Lautsprechers anliegt.

    Dass das Massepotential je nach Stromrichtung gegen Schutzkontakt beim PLOP

    hoch- oder heruntergezogen wird, kann man mit einem Speicher-Oszi messen.

    Für Sat-Rec oder TV gibt es Mantelstromfilter, um die Differenz der Erdpotentiale

    vom Verstärker fernzuhalten. Damit wird auch der Brumm unterdrückt. O.g. Filter

    werden in die Antennenleitung eingefügt, es sind einfache HF-Übertrager.

    Gruß Klaus

    kurze Randbemerkung:

    der Einschalt-PLOP des Lautsprechers lässt "einigen" Strom von der

    Geräte-Masse zum Schutzkontakt fließen.


    Diese Plops sind schon oft Fragestellungen in diesem Forum gewesen.

    Bei "hochwertigen" Geräten (nicht immer) gibt es einen Soft-Start, der

    z.B. die Ruheströme der Endstufen langsam hochfährt, so dass es kein

    Ploppen gibt. Damit "überlebt" auch der Masse-Schutzkontakt-Widerstand.


    Zu #3: der Widerstand zwischen Schuko und der Geräte-Masse ist genau

    die Verbindung vom Schutzkontakt zum Lautsprecher.


    Ich hatte das bei meinem Verstärker (Doku im Dez. 2018 hier) anders gelöst:

    da geht der Minus des Lautsprechers in die Mitte einer Serienschaltung zweier

    Elkos, die an + und Null der Betriebsspannung "hängen". Es gibt keinen "Plop",

    weil die Lautsprecher mit der Betriebsspannung hochfahren.

    War doch etwas mehr als eine Randbemerkung... Gruß von Klaus:)

    Mögliche Ursache könnte bei +/- Stromversorgung eine Verschiebung der

    Masse sein. Statt +/-40 V wären da (als Beispiel) +50 V und -30 V, wenn

    eine der Schutzdioden am Lautsprecherausgang eines Endverstärkers

    fehlerhaft geworden ist. Das sind zwar nur 10 V DC-Verschiebung gegen Null,

    aber bei einem Widerstand mit kleiner Belastbarkeit, hier kleiner als 10 W und

    einem Wert von 10 Ohm "köchelt" er schnell dahin.:pinch:

    Dem Lautsprecher tut das natürlich gar nicht gut.

    Freundlichen Gruß,

    ich überlege mal in Ruhe nach weiteren Möglichkeiten.

    die kennlinien der röhre soll linear sein, haha. bin wahrlich nicht für hybrid und ef, kf....starker tobak.


    ecc83 mit 100k, wo sind denn da 10k heraus zu lesen, aus der arbeitskennlinie.

    Ja, pardon, habe mich da vertan mit dem Außenwiderstand der Triode.

    Bin aber trotzdem mehr bei einer Röhrenkennlinie (im linearen Bereich) als

    bei einer Transistorkennlinie im Bereich des Sperrens (oder der Sättigung),

    was häufig zu "sehen" ist.

    Ausgenommen dann FETs, die schon eher in linearen Bereichen betrieben werden.

    Ist auch besser, sich da rauszuhalten als verkappter Röhrenfreak.

    Besser so ? ef, kf ist mir nicht so geläufig. bleeder=Abschlusswiderstand ?