Posts by Hanner

    Die Compliances der Originalsysteme sind mir bekannt. Ich verwende ELAC Systeme seit knapp 50 Jahren, beginnend mit einem STS 244-17 ;-)

    Moin, ich klinke mich hier einfach mal ein.


    Weiß jemand, wie es um die Compliance der Nachbauten bestellt ist? Dazu finde ich nirgendwo Daten. Die Angaben zur Kompatibilität mit praktisch allen ESG ab 792 ist ja einigermaßen dubios, da zwar die Generatoren passen, aber die Nachgiebigkeiten von unter 20 bis 40 um/mN reichen. Ich müsste irgendwann mal ein 796H30 (vdH-II) ersetzen.

    Warum Distanzscheiben verwenden, wenn sie nicht nötig sind? Es gibt Ansichten, die sie akustisch negativ bewerten. Im Übrigen verwende ich - wenns sein muss - auch welche, allerdings nicht diese Thorensteile, die finde ich optisch wie mechanisch fürchterlich.

    Für die Höheneinstellung taugt das Teil wie gesagt nur, wenn Tonarm und Matte noch in der Höhe sind, wie Frau Thorens sich das mal gedacht hat. Entscheidend ist, dass das Armrohr parallel zur Plattenoberfläche ist. Dabei ist eine geringe Abweichung auf Grund unterschiedlicher Scheibendicke und eventueller Welligkeit unvermeidlich und unerheblich. Auch hier sind nicht die Zahlen sondern die Ohren maßgeblich ;-)

    Distanzscheiben sind möglichst zu vermeiden. Wenn keine Austausch-Headshells einheitlich nivelliert werden müssen, sollte in erster Linie die Armhöhe reguliert werden. Wenn das nicht geht, die Tellerauflage angepasst werden. Im übrigen ist die nötige Höhe auch einfach mit einer Schieblehre zu bestimmen. Nur für die Höhenbestimmung ist die Thorenslehre mit Preisen um 30 € nun wirklich krass überteuert.


    Edit: ...und zudem nutzlos, wenn die Armhöhe/Tellerauflagenhöhe bereits einmal verändert wurde

    Ich kenne die TP 55 leider nicht aus eigener Erfahrung, auf Thorensinfo sieht die Headshell TP 95 aber sehr ähnlich aus. Die Lehre ist allerdings zwar nützlich, aber bei Verwendung einer Schablone entbehrlich, zumal der Nachkauf sehr teuer ist. Die Lehre stellt das System bei korrekter Anwendung auf Nulldurchgänge bei 2.60 und 4.76 ein. Dafür gibt es im Zubehöhandel zahlreiche Spiegelschablonen oder recht günstig von Ortofon eine Pappschablone. Zur losen Vormontage gilt: Nadelspitze auf Höhe der Shellvorderkante, System in der Shell nicht verkanten, Orientierung wenn möglich parallel ebenfalls zur Shellvorderkante, dann ist man schonmal ziemlich nah dran. Mit genügend Erfahrung braucht man fast keine Lehre mehr. Trotzdem messe ich natürlich immer nochmal per Schablone nach. Die Geometrie ist übrigens nicht in Stein gemeißelt, dazu gibt es durchaus unterschiedliche Ansichten und das Abpielen einer Messplatte kann auch nicht schaden.

    Himmel, natürlich sind 0,2 g egal. Das weißt du so gut wie ich. Selbstverständlich sind die Übergänge fließend und ich wollte dem TO wie gesagt nur eine grobe Orientierung an die Hand geben.

    Es geht um die sogenannte effektive Gesamtmasse des s

    Systems aus Arm, Tonabnehmer und Befestigungsmaterial. Angaben dazu kann eigentlich nur der jeweilige Hersteller geben oder Labormessungen. Wiegen bringt jedenfalls nichts, ums GesamtGEWICHT geht es nämlich nicht.

    Mag sein, müsste man mal rechnen und vor allem hören. Finde das OM 40 mit MR-Schliff aber besser als das M2 blue, und es ist günstiger als das bronce, vom Montagegefrickel mal ganz ab. Ich könnte das, aber einem Newbe würde ich das nicht empfehlen.

    Ich hatte bzw. habe die Vollverstärker A1, A1020 und AX1090 und habe hier Naim-Geräte im Neuwert von gut 100 T€ am laufen. Ich finde selbst die großen Yamahas klanglich schlechter und kann nicht verstehen, wie Geräte dieser Marke trotz ihrer Eigenheiten immer wieder empfohlen werden. ;-)

    Ich hab nochmal die ebay history angeschaut, der XS2 geht z. T. schon für unter 1200 € weg. Wenn man dann also einen 1200€-Amp mit einem 1200€-Standlautsprecher kombiniert, scheint mir das völlig adäquat (während sich mir bei 4000€-Boxen an einem 450€-Einsteiger-Amp die Fußnägel oder besser die Ohrmuscheln aufrollen, aber das ist auch Geschmacksache). Im Übrigen hat Naim/Focal eine ganz ähnliche Kombi als Bundle-Angebot im letzten Herbst beworben: Naim Atom (Streamer-Verstärker auf NAIT-Basis) mit der Aria 906/926 da werden die sich wohl auch was bei gedacht haben ;-)

    Moin Arnd,


    ohne genaue Kenntnis der näheren Umstände (Raum, Hörgewohnheiten und individuelle Präferenzen) ist es natürlich schwer, konkrete Kaufempfehlungen zu geben. Ich schlage deshalb etwas vor, was nur als ein Beispiel für sehr viele mögliche Lösungen dienen soll. Grundsätzlich sollte man immer alle Komponenten probehören, sinnvollerweise in den eigenen Räumen. Das setzt die Beratung durch einen Fachhändler voraus und macht das Vorhaben nicht unbedingt billiger.


    Was ich eingedenk des nicht so üppigen Budgets machen würde, wäre, einen gut erhaltenen Vollverstärker gebraucht, wenns geht mit Garantie im Fachhandel zu kaufen, das System und die Boxen jedoch neu.


    Fangen wir mal beim vorhandenen Thorens an. Der TD 126 III ist ein Highlight des Gerätebaus der 70er Jahre, wegen der nicht so simplen Mechanik und relativ viel Elektronik machmal etwas zickig, aber wenn er läuft ein feines Teil. Problematisch ist allerdings, dass zur damaligen Zeit sehr leichte Tonarme in Mode waren, was die Auswahl passerder Abtastsysteme heute ziemlich einschränkt.


    Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, sei nur gesagt, dass die Nadelnachgiebigkeit des Systems zur effektiven Masse der System-Arm-Kombination passen muss. Je geringer die Masse desto höher sollte die Nachgiebigkeit (Compliance) sein. Der Tonarm TP 16 III benötigt eine solche von etwa 25, 30 ym/mN. Sowas gibts unter aktuellen Systemen eher selten. Ich habe am TP 16 Iii u. a. ein Ortofon OM super 40 laufen, das ich empfehlen kann. Es wird zwar auch nicht mehr hergestellt, ist aber in geringen Stückzahlen noch neu im Handel für ca. 350 € zu bekommen. Alternativ bietet sich auch der Austausch des Tonarmendrohres TP 63 gegen ein schwereres Model eines Schweizer Anbieters an, dann könnten Systeme mit geringerer Nachgiebigkeit verwendet werden. Das kostet aber einiges extra.


    Als Vollverstärker schlage ich einen gut erhaltenen Naim Audio, z. b. den NAIT XS2 vor, der sollte für 1500 bis 1800 € zu haben sein. Ein passender Phonopreamp, z. B der V90 LPS von Musical Fidelity, kostet ca. 150 €.


    Dazu passen gut die neuen Focal Chora. Ich habe hier im Gästezimmer die Vorgänger Chorus 706 laufen. Je nach Budget und Bedarf entweder die Regalversion Chora 806 (Paar 600 €) oder die Standversion 816 (Paar 1200 €).


    Das wäre eine ausgewogene Anlage, wie ich sie mir für einen kleinen bis mittelgroßen Raum zulegen würde.


    Ins Budget einrechnen solltest du noch einen neuen Antriebsriemen und Lageröl für den Dreher und anständige Lautsprecher- und Verbindungskabel sowie ggf. Ständer für Regallautsprecher. Auch eine Einstelllehre für das System bzw. eine Schablone und eine gute Plattenbürste wären hilfreich. Bei der Montage des Systems solltest du dir fachkundugen Rat vor Ort holen (wo wäre das denn, vielleicht sind wir ja Nachbarn?) oder dich hier genau einweisen lassen.


    Viel Vergnügen mit deiner zukünftigen Anlage!

    Nicht unerheblich ist natürlich auch die Empfangsqualität. Gerade ich als Eigner eines NAIM NAT01-Tuners kann davon ein Lied singen. Mit Zimmerantenne geht da nix, daher nutze ich eine 5-Element-Dachantenne ausschließlich für diesen Tuner. Dann ist er allerdings Spitzenklasse, wobei ich bewusst nur das Nachtprogramm von NDR-Info höre, welches meiner Meinung nach nicht oder nur sehr gering komprimiert ist. Tagsüber dudelt schonmal nebenbei NDR Welle Nord (analog und via internet), da sind mir aber bislang auch keine Qualitätsschwankungen aufgefallen, wobei ich da auch nicht bewusst hinhöre.