Posts by Trurls Elektrobarde

    Der Lindemann Limetree is eigentlich unscheinbar, dennoch super verarbeitet.

    Er macht nichts was er nich machen soll, soundet und rauscht nicht, er verstärkt nur das Signal das ankommt.

    Das macht er ob mit MM, MC oder MI mehr als nur Klasse😇

    Das kann auch ich nur mit allen vorhandenen Extremitäten unterschreiben. Nach dem Motto: Der Limetree kann nur das, was ein Phonopre unbedingt können muß, das kann aber kann er sehr, sehr gut.


    Die Gummifüße gibt es dann beim Baumarkt Deines geringsten Misstrauens. :P


    Im Übrigen nutze ich meinen Limetree mit dem beigepackten Netzteil, der bereits „Medical Grade“ sein soll. Experimente mit anderen Stromquellen beschränkte ich auf das Vorhandene: mit dem Celestron Power Tank (hauptamtlich fürs Teleskop zuständig) konnte ich absolut keinen Unterschied zu dem Original-Schaltnetzteil ausmachen. Strom ist Strom. :S

    Aber wundert mich schon das das Rauschen bei dem BD20 bei weitem nicht so zu hören war?(

    Moin,


    wie das Rauschen und Knistern wiedergeben wird, hängt wohl stark von dem Tonabnehmer und von der Nadel (Abnutzung, Schliff) ab. Ich hätte es tatsächlich nie gedacht, hätte ich es nich selbst erlebt. Wobei bei mir ausgerechnet der SL-BD20 mit seiner Rauschverstärkung nachträglich dafür sorgte, dass ich jahrelang keine Lust auf Schallplatten verspürte. Du merkst ja selbst: es ist kompliziert. ™ Ratschläge gibt es viele. Am Ende hilft es manchmal doch nur, selbst auszuprobieren.


    Mir wurde seinerzeit im Forum zu einem Moving Iron - Tonabnehmer geraten, mit dem das Rauschen der Platte seinen Schrecken Tatsächlich großenteils verliert. Den TA (nennt sich Osawa) nutze ich auch an meinem alten guten Technics Q-irgendwas (dem einfachsten mit Direktantrieb), wenn ich nicht gerade auf dem LP12 Majik mit Adikt (der mit dem Rauschen auf irgend eine andere Art umgeht) höre.


    Wie das Ganze zusammenhängt, das werden Dir sicher anwesende Spezialisten besser erklären als ein „Nur“-Musikhörer wie ich.


    Viele Grüße,

    […]die LP12-Käufer mögen die Linn-Philosophie, dazu gehört die Gespanntheit, was kommt nun noch tolles von Linn, immer in Erwartung sich zu verbessern.

    Schon mal grundsätzlich falsch. Ich bin ein LP12-Käufer und die Aussage trifft auf mich nicht zu. Womit sie kraft des Faktischen widerlegt ist.


    Ich habe mir einen Majik LP12 gekauft, weil er mir gefällt und ich ihn mir leisten kann. Was da in Sachen Plattenspieler von Linn so alles noch kommen oder nicht kommen mag, ist mir persönlich ziemlich hoch wie breit.


    Da gibt es andere Gebiete, auf denen tatsächlich (und nicht nur esoterisch-homöopathisch) immer noch technische Entwicklung und Innovation stattfinden. Nicht nur bei Linn.


    Also Vorsicht mit Verallgemeinerungen – die sind alle immer falsch. :saint:

    Wobei viele Händler gerade bei Plattenspielern gern vom Paketversand abraten – ein gewisses Restrisiko besteht, obwohl so ein LP12 bereits den Versandweg aus Glasgow überstanden hat. Derzeit dürfe Versand sowieso, aus offensichtlichen Gründen, der Lieferweg erster Wahl sein.


    Meinen LP12 holte ich beim Händler persönlich ab – es sind keine 10 Minuten mit dem Auto. Die Jungs haben für den Transport umfangreiche Sicherungsmaßnahmen walten lassen, hauptsächlich indem sie Tempo-Packungen zwischen die Zarge und das Subchassis stopften. Den Arm banden sie an der Stütze mit einem Stück Nähgarn. Das war‘s dann auch, der Teller ist ja eh separat verpackt. Aussage des Händlers, sinngemäß: Diese Sondeks sind sehr robust, einmal eingestellt muss man mir sehr selten etwas ändern. Recht hatte er.

    Und nein, ich habe gar keinen Basteltrieb, auch nicht bei dem LP12. Weder im Eigenregie (da würden eh hinterher ein paar Teile übrig bleiben…) noch durch den Händler. Ich bin kein reicher Erbe – und mit dem Majik absolut glücklich so, wie er ist. Ausnahme: fehlende 45 rpm, aber das wusste ich schon vor dem Kauf und ist mir kein irre teures Upgrade wert. Sonst wüsste ich nicht, was da alles noch zu verbessern wäre – zuvor müssten sowieso erst das Haus und meine Ohren „upgegradet“ werden.

    Zu der ursprünglichen Frage: wenn du mit Vinyl angefreundet bist, ergibt die Frage natürlich noch mehr Sinn. :) Falls Du zudem einen batteriebetriebenen Plattenspieler Dein eigen nennst, kannst Du tief im Park mit dem Vinyl-Freund verweilen, vorausgesetzt Du nennst ihn „Five“.


    Ich wette sogar, Vinyl träumt von irgendwelchen Tieren.


    Der nachfolgende Spruch von der Analog-Musik-Legende schlechthin bietet sich hier als Zitat an. Obwohl er sich auf andere analoge Musik-Geräte bezieht, nämlich Synthesizer, ist es größtenteils auch auf die Vinyl-Aufnahme- und -Wiedergabetechnik anwendbar:


    I’m 100% sure that things like this, even though they’re not living in the biological sense, there is in some sense a consciousness that we connect with.”


    oder, in deutscher Übersetzung:


    Ich bin absolut überzeugt, dass diese Dinge natürlich nicht im biologischen Sinne lebendig sind, sie aber dennoch eine gewisse Art von Bewusstsein besitzen, mit dem wir eine Verbindung eingehen können.“


    Dr. Robert Moog


    Das Zitat steht übrigens als Motto am Anfang der Bedienungsanleitung für den analogen semimodularen Synthesizer Moog DFAM (und stimmt absolut).


    Viele Grüße

    Der Limetree ist schön klein und wohl auch nicht übel.

    Würde den dann gerne gebraucht kaufen.

    Ein gewagtes Unterfangen. 8) Aber träumen kann man ja.™ Sprich: wer die kleine Linde hat, gibt sie normalerweise freiwillig nicht wieder her. Selbst wenn Du die neu kaufen willst, musst du erst mal nach autorisiertem Fachhändler gut suchen. Selbst dann ist schon mal Wartezeit angesagt, Lindemann soll da in diesem Sinne schon etwas eigen sein.


    Ich habe die Kleine seit letztem Spätsommer hier, gespeist von einem Majik LP12, und kann nur sagen: anschließen, „einspielen“, vergessen. Vergessen natürlich in dem Sinne, in dem Du ein makelloses Fensterglas nicht bemerkst. Wenn Du einfach nur Musik hörst und nicht dauernd basteln willst, dürfte die Linde eine der Optionen sein. Sie macht ihren Job perfekt und völlig unauffällig – so soll es sein. Für das Geld dürfte in dieser Qualitätsklasse die Luft sowieso schon extrem dünn sein.

    Ich persönlich bin beim LP12 immer etwas skeptisch (womöglich zu unrecht) wegen der Justierung der Federn

    Justierung, welche Justierung… Vom Händler liefern lassen, die Kiste, da wird schon alles justiert sein, wie es der Hersteller vorgibt. Daheim achte darauf, dass die Maschine waagerecht steht, das ist alles. Falls Du in einem Erdbebengebiet lebst oder hinter dem Haus regelmäßig Panzerdivisionen über Kopfsteinpflaster vorbeidonnern, kannst Du alle 2 Jahre beim Händler wieder die Aufhängung überprüfen und justieren lassen. Sonst wüsste ich nicht, warum man da was justieren muss und warum. Für Leute mit ausgeprägtem Basteltrieb ist so ein LP12 als Neuware unter Umständen eine unnötig teure Wahl. Viele Grüße, Alexander

    Ach ja, ich hab´alles von den Twins bis zu ihrem Weggang von 4ad. Danach wurd´s mir doch zu belanglos.

    Jo, so in etwa sehe/höre ich es auch.


    Victorialand erwähne ich der Schönheit halber noch, für mich das "spätgeborene" Pendant-Album zu Garlands. Ab und zu mal Grund genug, den Majik LP12 doch mal mühsam auf 45 rpm zu bringen.


    Danke für den Verweis auf das Video, exzellent! kannte ich tatsächlich noch nicht.

    K.A.


    Ein Pro-Ject The Classic kann es jedenfalls nicht sein – der Film stammt aus dem Jahre 1981. :)


    Ich neige zum Thorens 126. (Nicht zu verwechseln mit Fiat 126, der zudem nicht tschechisch, sondern polnisch war.) Für Thorens spricht die aufwendige Haube und die vorhandene – nun, irgendwie – Automatik.


    Der Gag mit dem Bohrschrauber zog mir wahrlich die Schuhe aus. :)

    Sind denn so manche Plattenspielerhersteller vom guten Ruf nicht in Tschechien beheimatet?


    Auf jeden Fall haben es die Tschechen definitiv drauf… Ist das eigentlich ein Thorens, ein LP12 oder doch ein Vorserien-ProJect-Classic?


    Ich stelle aus eigener Erfahrung die kleine Linde in den Garten der (Hör-)Lüste:


    Lindemann Limetree Phono


    Seit ich das kleine Ding habe, stellt sich mir die Frage nach Phonostufe nicht mehr. Die Linde ist ganz einfach da, steht versteckt unter dem Schrank, ist immer an und als Gerät schlicht vergessen. Sie ist dem Linn und dem T+A mehr als gewachsen.

    Schon lange bemerke ich das Plattenspieler von Transrotor sehr kritisch gesehen werden. Kann mir einer erklären warum dies so ist. Sind sie zu teuer für das was sie bringen?

    ´Transrotor´=$hateobject;

    while {hateobject (Linn, Clearaudio, Technics, Thorens, Burmester, t+a…)}


    Mit anderen Worten: Die Weintrauben sind ja eh‘ sauer …


    Lass Dich nicht verunsichern. Sagen wir es auf die nette Art: Die Leute schreiben gern, wenn der Tag lang ist. Auch über Dinge, die sie nicht kennen, aus welchem Grund auch immer. Da wird man schon mal eben zum Fuchs aus der Fabel.


    Ich besitze selbst keinen Transrotor, weil mir subjektiv ein anderes Konzept besser zusagt, aber nach dem, was ich von der Marke live erlebt habe, ist mein Eindruck: die Teile sind sehr sehr gut. Genauso wie etwa der genauso oft gehasste Linn (habe und genieße ich) oder andere aus meiner unvollständigen Variablen-Definition weiter oben. :S


    Der Preis ist immer eine Funktion von Angebot und Nachfrage. Deshalb gibt es kein „zu teuer“, denn sonst gingen die entsprechenden Anbieter mangels Absatz pleite. Zur Erinnerung: Wir reden hier von Luxusgütern.


    „Zu teuer“ lässt sich natürlich alles schimpfen: Markenprodukte gegen Billig (in Markenschuhen läuft es sich nicht 20 mal so schnell wie in Billigschlurren vom Chinamarket, Markenreifen haben nicht fünfmal so viel Grip wie Billigreifen, ein Lagergeld-Anzug macht dich nicht viermal so sexy wie ein C&A-Anzug, Audi ist skoda in teuer, Apple ist sowieso am Ende usw.).


    Wer ständig wegen zu teuer jammert, hat entweder das falsche Hobby oder soll über Berufswechsel nachdenken. :heul: Oder aber sich einfach in Mäßigung üben und genießen. :saint: Dann weiß man, was man hat, selbst mit einem restaurierten 80-€-Dreher lässt sich herrlich Musik hören – und vom Traumgeräten träumen. Denn zum Träumen sind sie da.

    Cocteau Twins - Garlands

    Oh ja. Evergreen. Dinge aus dem Wald sterben, diese Musik aber nicht. Außer vielleicht in einem Rosengarten. :/


    Für mich die mit Abstand beste CT-Platte. Ich weiß, dass wahre Twinsianer diese Meinung nicht teilen. Was soll’s. Ich stehe gern mit Minderheitsmeinungen da. Es ist auch eines der Alben von CT, die Stand heute keine Reedition auf Vinyl erlebten. Warum auch immer …


    Zum Glück fand ich just an meinem Geburtstag letzten Sommer ein top erhaltenes Exemplar im 2nd-Hand-Laden um die Ecke.

    im Übrigen habe ich nun seit einiger Zeit den Limetree Phono. Er ist ausgezeichnet. Etwas Besseres würde ich in meinen späten 50er Jahren akustisch ohnehin nicht wahrnehmen können.


    Oder, um William Burroughs zu zitieren: Falls der Gott etwas Besseres erfunden hat, er hat es für sich behalten.

    Wurden bereits The Residents genannt?


    Meine Empfehlungen aus deren recht ungleichen Diskographie:


    Commercial Album (IMHO das absolut beste album der Resis. Je Seite 20 Stücke a 1 Minute. Jedenfalls der Uhr nach.)


    Not Available (aufgenommen 1973, der Grundstein und Schlussstein des Residents-Universums für immerdar)


    ————-


    Im Kontext der Residents wäre es nur gerecht, die tschechische Band Už jsme doma zu erwähnen, die u.a. die Residents in den 1990er in Konzerten als Freak Show Orchestra auf Augenhöhe (pun intended) begleitete. Allerdings scheinen die Alben von UJD lediglich als CDs zu existieren. Trotzdem (und obwohl die Band fast ausschließlich auf Tschechisch singt) eine heiße Empfehlung. Die Tschechen haben das Surreale definitiv drauf!

    Jüngster Kauf:

    Paul Giger, Pierre Favre, Jan Garbarek „Alpstein“ (1991).


    Das Album kannte ich bis jetzt noch nicht. Giger und Garbarek natürlich schon.


    Mein allererstes Album von ECM war gleich „Aftenland“ von Garbarek & Kjell Johnsson. Die arme Stereoanlage damals war völlig überfordert.


    Da alle Dinge drei sein mögen, sei das einzige fast vollständig a capella-Album erwähnt, das mich bis heute immer wieder in seine Bahn zieht: Meredith Monk „Book of Days“.


    ach, ECM… Phasen gibt es, da geht nur ECM, dann jahrelang kann ich ECM nicht leiden usw. Geht es jemand anderem auch so?

    Bei einigen eigenen Interpretationen anderer Künstlerinen bzw deren Musikstücken, da fehlt mir persönlich der Fluss.

    Moin,

    es kommt auf das Original an. Janitor of Lunacy ist schon (wie das ganze Desertshore von Nico) amorph genug und legt völlig alles ab, was mit Zeitgefühl auch nur entfernt zu tun haben kann. Da zollt die Version von Soap & Skin dem Original Tribut ohne Abstriche; das ist selten.

    DSC_0028_20191114161119931.jpg

    nach einer Runde schlafen Soap and Skin - Lovetune for Vacuum

    Jo, Hammer, die Gute; wobei ich nie weiß, was sie mit dem Schilde und auf dem Schilde führt. Da ist sie aber nicht alleine. Irgendwie auch typisch Felix Austria, im besten Sinne. Expressionismus, Galizien bis hin zu Bruno Schulz – alles dabei. Insofern: klasse, die Anja.


    Fast noch geiler finde ich ihre mini-LP (mit dem Fahrrad), auf der Frl. Plaschg auch noch "Janitor of Lunacy" neu und kongenial interpretiert. Auch ohne Harmonium geht es.