Posts by Omegafreak

    Hallo Clemens


    Der TD 170 stammte ursprünglich aus der alten Proton Compactanlage. Das Chassis ist ein einfaches Blechkreuz an Kegelfedern.

    Die Konstruktion krankt ja , wie auch die 14x und 16x Serien an der horizontalen Instabilität dieser Federn. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde folgender Ansatz angewendet:


    Unter das Blechkreuz wurde ein Hohlkörper mit verschiedenen granulatgefüllten Kammern gebaut. Dieser ist in der Zeichnung grün dargestellt. Dadurch stieg die Masse des betriebsbereiten Subchassis auf 8 kg (mit Tellern). Außerdem rutsche der Schwerpunkt des Chassis unter die Ebene der Aufhängung.


    Natürlich waren die originalen Kegelfedern damit total überfordert. Es wurde daher das Federsystem des TD 520 mit Blattfedern und Seilaufhängung adaptiert. Durch die hohe Masse und die damit verbundene Massenträgheit konnte die Federung wesentlich straffer ausgelegt werden. In Verbindung mit dem niedrigen Schwerpunkt ergab sich ein außerordentlich stabiles Schwingchassis. Das klassische Konzept wurde also mit Elementen eines Masselaufwerkes kombiniert.


    Den Antrieb besorgte ein Berger Motor mit der Antriebselektronik des TD 321, die mit einem Pitch Regler erweitert wurde. Das Netzteil erhielt einen größeren Transformator und ein Netzfilter.


    Auf Wunsch des Auftraggebers erhielt die obere Chassisplatte im Sichtbereich eine Carbon Beschichtung. Das Gehäuse wurde nach Art des Ambiance gefertigt.


    Als Tonarm wurde ein vom Kunden angelieferter SME 309 verbaut.


    Das fertige Gerät ging dann nach GB. Viel war ja nicht von Original Dreher übrig geblieben, aber der Kunde bestand darauf, dass Teile seines alten Gerätes verwendet wurden, wo es eben ging.


    Die Briten waren ja schon immer ein wenig spleenig, aber ich mag sie dafür.


    Beste Grüße


    Gerhard


    Wegen der restlichen Fragen melde ich mich später noch einmal. Bin gerade aus dem Urlaub zurück, da gibt es viel zu tun

    Es gab noch wesenlich mehr.


    Zum Beispiel einen würdigen Nachfolger für den legendären Thorens Reference. Ein handgedengelter Prototyp durfte auf der letzten High End im Frankfurter Kempinsky sogar unter dem Namen Thorens stehen. Mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des damaligen Inhabers der Marke Thorens, Heinz Rohrer.


    Zu einer Zusammenarbeit kam es aber nicht, eher im Gegenteil.


    Egal, die Konstruktion steht und wurde letztes Jahr noch einmal komplett überarbeitet.


    DSC_0006 a.jpg


    Beste Grüße


    Gerhard

    Hallo miteinander


    Alles Gute für 2020.


    Habe die Feiertage genutzt um mal alte Festplatten aus längst vergangenen Computern zu sichten. Dabei gibt es immer sehr interessante Sachen zu entdecken.


    Hier mal ein TD 170 Radikalumbau. Das Ding ist sogar (allerdings in 9 Zoll Version) einmalig für einen Fan in GB gebaut worden.


    Lang ists her....

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    TD 170 LB finished 2.PNG


    TD 170 LB finished 7.PNG


    TD 170 LB finished 3.PNG


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    Es blieb aber bislang bei einem Einzelstück.


    Beste Grüße für 2020


    Gerhard

    Hallo Forum


    Heute habe ich zunächst einmal die Rückseite fertig gestellt und einen Neutrik Einbaustecker für die Stromversorgung in die Zarge eingebracht.


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    Dann habe ich die komplette Konstruktion abgespeichert, wieder geöffnet und alles heraus gelöscht, was nicht die Zwischenplatte betrifft. Diese Zeichnung habe ich unter neuen Namen wieder abgespeichert und kann sie nun als Komponente behandeln.


    So werden etliche Komponenten entstehen, die man am PC einzeln bearbeiten und beliebig zusammen bauen kann.


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    Beste Grüße


    Gerhard

    Hallo Forum


    Heute habe ich mich neben einigen Gedanken zur Außengestaltung der Zarge hauptsächlich der Integration eines NF Anschlussfeldes gewidmet. Es stammt vom TD 2001 und ist daher durchaus stilecht. Steht auch in goldenen Lettern der Markenname drauf. Davon habe ich noch etliche und es macht daher Sinn, eines davon für dieses Projekt einzuplanen.


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    Die Masseschraube habe ich der Einfachhalt halber mal weggelassen, ich denke jeder weiß wie sowas aussieht. Allerdings habe ich ihre Position und das damit verbundene Kabel in einer Gehäuse Bohrung vorgesehen.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Hi Normi


    Eckig geht gar nicht. Das sieht dann aus wie eine zu hoch geratene Gehwegplatte. Die Schrägen sollen die Flächen optisch auflockern, um die Dimensionen ein wenig zu kaschieren.


    Ich brauche die Breite und Höhe zwingend, um das Gesamtkonzept zu realisieren. Da geht kein Weg dran vorbei.


    Bei der Proportionierung der Schrägen bin ich aber noch im Versuchsstadium. Weniger könnte in der Tat mehr sein.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Also ,ich finde es vorn umschlossen eher langweilig. Außerdem würde das Gerät ein charakteristisches Merkmal verlieren.


    Beim TD 125 sieht die Sache sowieso anders aus, da der ja von Natur aus eine vorn umschlossene Zarge hat.


    Ich habe es mal testweise umgesetzt. Ist ja fix gemacht am PC


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    Hi all,


    die ganze Optik ist zwar schön und gut, muss ja auch sein, weil das Auge mithört. Bei uns hat das immer meine Frau gemacht. Nicht den Entwurf, aber sie hat meine Entwürfe beurteilt. Sie war der perfekte Berater, was Design betrifft.


    Aber das ist ja nun leider schmerzliche Geschichte.


    Was den aktuellen TD 126 II Umbau betrifft, so muss ich euch leider ein klein wenig enttäuschen.


    Das Gerät wird kein gehätscheltes Lieblingskind eines Analogverrückten (das bin ich) werden, sondern ein Arbeitsgerät, an dem Ideen ausprobiert werden sollen. Auch völlig neue Ideen. Nach der Fertigstellung auf bekannten und erprobten Standard gehen die wahren Umbauten daher eigentlich erst richtig los.


    Dazu muss eine solide und wohlbekannte Basis her, auf der man Neues aufbauen kann.


    Damit stehe ich auch beim Erstbesitzer im Wort. Der war ja leitender Konstrukteur bei Thorens, damals in den 70gern.


    Wir haben uns sehr lange unterhalten....


    Beste Grüße


    Gerhard

    Hi,


    Die Phase unten ist weitgehend vorgegeben. Sie wird durch die Lage der Hauptplatine und die minimale Auflagefläche der Zwischenplatte relativ zur Außenzarge bestimmt. Bei meiner letzten Studie habe ich oben und unten gleiche Phasen verwendet.


    Das muss nicht so sein, scheint mir aber aufgrund der Symmetrie angebracht.


    Gruß


    Gerhard

    Mal eine kleine Designstudie. Habs der Einfachheit halber mal Blau eingefärbt. Das hat bei mir eine gewisse Tradition. :-)


    Grundgedanke ist, dass ich das Gerät irgendwie etwas höher bekommen muss, weil ich Platz für die Granulatkammern der Bodenplatte und für die Neukonstruktion des Mittellagers benötige.


    Nach derzeitigen Stand gewinne ich 30 mm Innenhöhe unter dem Chassisblech. Das dürfte für mein Vorhaben reichen.


    Insgesamt wird das Gerät ca. 40 mm höher. Da es aber auch in alle anderen Richtungen zulegen wird, bleiben die Proportionen weitgehend gewahrt, worauf ich sehr großen Wert lege.


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    Natürlich kann sich da noch einiges ändern, aber ich denke, die Richtung stimmt schon mal.


    Beste Grüße in die Runde


    Gerhard

    Hi Normi


    Diese Gedanken habe ich mir auch gemacht. Die Haube ist zwar optional vorgesehen, ist dann aber nur in die vorhandenen Führungen einzustecken. Ohne Haube (dazu tendiere ich auch) können die Führungen durch Blindstopfen abgedeckt werden.


    Was den Frontbereich betrifft, stimme ich Dir ebenfalls zu. Das Design ist noch nicht schlüssig. Daran muss noch gearbeitet werden.


    Auf jeden Fall sollte aber der TD 126 als solcher erkennbar bleiben. Das heißt, Frontschiene und Bedienblende sind tabu. Da wird es keinerlei Veränderungen geben.


    Längere Tonarme sind ein ganz anderer Aspekt. Hier geht es um einen TD 126, einen klassischen 9 Zöller.. Das soll auch so bleiben.


    Du kannst mir glauben, ein 12 Zoll Umbau juckt mir auch in den Fingern.


    Vielleicht nächstes Mal :-)


    Gerhard

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    Hallo Forum


    Da nun die Vermessung des Gerätes soweit abgeschlossen ist, kann ich nun damit beginnen, die neue Außenzarge einzufügen. Begonnen habe ich mit der rechten Geräteseite, die linke wird dann einfach nur gespiegelt eingefügt (paste and copy)


    Im ersten Bild sind die beiden Granulatkammern zu sehen, die dazu dienen, den auf die Zarge auftreffenden Luftschall möglichst weitgehend zu absorbieren, bevor er in das Innere des Gerätes gelangen kann.


    Das ist im Prinzip nicht neu, sowas habe ich schon vor 20 Jahren entworfen. Neu ist allerdings, daß ich heute eine CNC Fräse zur Verfügung habe, womit man wesentlich feinere Strukturen ausarbeiten kann. Dazu ist allerdings eine genaue Kenntnis der Geometrie Voraussetzung. Daher der Aufwand mit der 3 D Zeichnung. Früher wurde halt von Hand gesägt.


    Bild 2 zeigt schon eine ziemlich genaue Vorstellung des Seitenteils. Was mich optisch noch stört, ist die flache Frontpartie. Sieht irgendwie abgeschnitten aus. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt zweitrangig. In 3 D lassen sich ja verschiedene Varianten problemlos modellieren.


    Zu guter letzt habe ich mit Bild 3 noch ein Röntgen model eingestellt.


    Morgen geht es dann an die Gestaltung der Zargenrückseite. Da muss eine XLR Steckerbuchse für die Stromversorgung und das NF Anschlussfeld des TD 2001 integriert werden. Natürlich auch wieder Granulatkammern. Das ist geometrisch recht anspruchsvoll, weil ich da auch mit dem inneren Holzrahmen des TD 126 ins Gehege komme. Ich will halt das Anschlussfeld direkt hinter dem Tonarm.


    Aber das wird schon.


    Bess demnäxt


    Gerhard

    Moin moin zusammen


    Mal ganz allgemein. Plattenspieler sind keine Musikinstrumente. Das heißt, sie haben die Aufgabe, die mechanische Schwingung in der Rille möglichst neutral in eine elektrische Schwingung zu wandeln.


    In der Praxis läuft das leider ein wenig anders. Plattenspieler sind durchaus Musikinstrumente. Genau wie diese sind sie ein komplexes System aus Komponenten, die ein Resonanzverhalten haben. Zudem spielt die interne Schallweiterleitung eine wichtige Rolle.


    Damit meine ich 3 Wege.


    Einmal von der Nadel in den Tomarm und damit in das Gerät und somit über das Tellerlager und den Teller wieder auf die Platte.


    Natürlich auch umgekehrt.


    Da die Wege dieses internen Schalls vielfältig sind, ergeben sich direkt an der Nadel unterschiedliche Laufzeiten, was zu einer Unschärfe in der Abbildung der musikalischen Wiedergabe führt. An der Nadelspitze summiert sich ja alles.


    Zusätzlich gibt es ein weiteres Problem. Der Plattenspieler steht ja in den allermeisten Fällen im Hörraum. Das heißt, er ist den von ihm selbst produzierten Schwingungen ausgesetzt.


    Allerdings durch die Laufzeit des Schalls phasenversetzt. Dies ist bei geringen Wiedergabepegeln meist zu vernachlässigen, aber wer gern mal Zuhause ein life Konzert zelebriert, der weiß, dass ein Plattenspieler da gern mal in eine Resonanzkatastrophe schliddert.


    Der Gegenstand dieses Threads, ein TD 126 Mk II, soll ein Beispiel dafür werden, wie man die oben genannten Probleme in den Griff bekommen kann.


    Nicht mehr und nicht weniger. Da lasse ich mir auch nicht reinreden, das Konzept ist zigmal realisiert und hat immer für Begeisterung gesorgt.


    Was allerdings neu ist, das ist eine lückenlose Dokumentation. Alle bisherigen Umbauten waren mehr oder weniger Handarbeit und jeder Kunde wollte auch seine eigenen Vorstellungen verwirklicht sehen. Außer ein paar Photos gibt es keine Dokumentation.


    Das ist diesmal anders. Es ist MEIN TD 126 und ich werde ihn nach MEINEN Vorstellungen aufbauen.


    Dabei werden sicher auch Detaillösungen realisiert, die bisher nie an einem klassischen Thorens angewendet wurden.


    Stay tuned, dieses Projekt ist öffentlich und soll es auch bleiben.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Sorry Konrtad, aber da hast Du die Hauptproblematik eines Zargenumbaus beim TD 126 offensichtlich nicht begriffen. Die Hauptplatine schaut unten raus. Natürlich ohne diese unsagbar blöde Plasticwanne.


    Mach mal die Frontblende runter und Du wirst es sehen.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Hi Konrad


    Die Zwischenplatte sollte akustisch weitgehend neutral sein, also ein gleichmäßig flaches Spectrum in der Schallübertragung haben. Sie hat lediglich die Aufgabe, der Oberbau mit dem Unterbau zu verbinden.


    Aber beim Unterbau sind wir ja noch nicht. :-)


    Beste Grüße


    Gerhard

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    Moin moin


    Nachdem ja nun der ist Zustand soweit dokumentiert ist, kann ich mich langsam an das Upgrade heran arbeiten.


    Unabdingbar ist dabei beim TD 126 (egal welches Mk) zunächst einmal die Konstruktion einer Zwischenplatte unter dem Seriengehäuse. Bild 1 blau gezeichnet.


    Die Zwischenplatte hat 3 Aufgaben.


    Erstens schließt sie das Gehäuse nach vorn ab und verdeckt die unten raus hängende Hauptplatine.


    Zweitens schafft die Zwischenplatte eine nach unten ebene Fläche auf der Ebene der bisherigen Plastikwanne. Bild 2 rot gezeichnet


    Drittens ist die Zwischenplatte die Basis für die neue Außenzarge.


    Das kommt noch.....

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    Moin moin zusammen


    Ich habe nun, glaube ich, alle für den geplanten Umbau relevanten Teile vermessen. Im Moment bin ich auf Fehlersuche. So war zum Beispiel die rote Ebene im dritten Bild auf den Bildern davor falsch eingezeichnet.


    Falls jemanden noch etwas auffällt, nur her damit.


    Für den Umbau nicht relevante Teile sind natürlich nur angedeutet, bzw vereinfacht gezeichnet.


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    Schönes Wochenende


    Gerhard


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