Posts by Peter Ruhrberg

    Hallo Gerhard,

    möchtest du zuerst, oder soll ich lieber? Ich bekomme am 7.12. das Ergebnis des Kontroll-CTs, danach wird sich entscheiden, ob eine Fortsetzung der Chemo (bis jetzt 3 Zyklen) sinnvoll ist.

    Falls die stattfindet (ich hoffe noch vor Weihnachten, aber wer weiß...) möchte ich so bald wie möglich bis nach Neujahr nach Oberfranken verreisen, sofern es eventuell anstehende "Moßnohm'm-Verrschärrfunggen Marci des I. Söder" (Ausdruck von Hajo Röhrs) erlauben ...

    So wie die Situation liegt, würde ich vielleicht als Erster aktiv werden wollen, wenn das Paket zeitnah (wie das heute so schön heißt) hier ankommt.

    Aus dem SM der Telefunken M28:
    M28 Entmagnetisieren.gif

    Das "langsame Kreisen" erspare ich mir; es reicht, die Drossel bei straff gespannten Taschentuch vom WK aus startend langsam Richtung LK und darüber hinaus zu führen. Die äußeren Bandführungen entmagnetisiere ich separat. Geprüft wird die Wirkung mit einem Sprossenband (Symmetierband), das leider sehr selten ist.

    Am effektivsten und sichersten ist der Einsatz eines Regeltransformators. So gleichmäßig kann keine Bewegung das Löschfeld abbauen :thumbup:

    So ein Ding kann man auch selber zusammenbauen, das ist keine Hexerei.
    Im Prinzip braucht es nur 6000...7000 Windungen CuL 0,2 mm, einen passenden vorne abgeschrägten Eisenkern, das Ganze in einem berührungssicheren kleinen Gehäuse mit Eurokabel dran, feddsch.
    Den Draht hätte ich schonmal hier :thumbup:

    meine B67 ist im letzten Jahr von mir Grund saniert worden, dabei sind unter anderem sämtliche Tantals und auch alle zweifelhaften Elkos rausgeflogen.

    Hmmm ... hab mir mal die Schaltpläne angesehen. Der AK ist zwar über C 16 angekoppelt, doch das Signal wird über Q10 und die HF (transformatorisch eingeschleift) über Q9 kurzgeschlossen, solange die Aufnahmetaste nicht gedrückt wird. Von daher ist eine Gleichfeldmagnetisierung eigentlich ausgeschlossen.

    Bei Wiedergabe gilt dasselbe, denn dazu müsste die EB- und/oder BC-Strecke des ersten Transistors (BC 560) durchgeschlagen sein, was bei der geringen Betriebsspannung äußerst unwahrscheinlich ist. Zudem wäre der Fehler nach Elkotausch weiterhin vorhanden und würde sich bei Wiedergabe viel gravierender auswirken (überhaupt kein Signal im betroffenen Kanal).

    Auch eine etwaige Fehlfunktion der Bernstein-Drossel (Wackelkontakt im Taster o.ä.) kommt nicht in Frage, hierdurch wären beide Kopfsysteme magnetisiert worden.

    Ein Mysterium nach wie vor ...

    So, um noch mal sicher zu gehen, habe ich Band 30 direkt aus dem Paket auf die B77 gepackt

    Danke dafür, jetzt weiß ich immerhin wovon wir reden.
    Unten die zugehörigen FFT-Analysen.

    Ich finde bis zu 14 dB Kanalunterschied im Bereich < 300 Hz und ca. 6 dB oberhalb sind schon eine Hausnummer. Den Differenzen im Rauschspektrum nach zu urteilen kann eigentlich nur ein auf dem linken System magnetisch gewordener AK oder WK im Spiel gewesen sein.

    Wie mir scheint, haben Michael und Thomas verschiedene Bandtypen verwendet, die sich im Gleichfeldrauschspektrum unterscheiden. Solches Verhalten wiederum ist normal.

    B30 Michael.gif

    B30 Thomas.gif

    wichtiger Hinweis im Handbuch: Spurumschaltung NUR bei ausgeschalteter Maschine!

    Den Hinweis habe ich noch nicht gefunden, wo steht der? Klar ist natürlich, dass die Spuren nicht bei laufender Aufnahme umgeschaltet werden dürfen (was auch für alle anderen Bandmaschinen gilt, die ich kenne). Der Effekt wäre ähnlich wie wenn man bei laufender Aufnahme den Netzstecker zöge.

    Es ist durchaus denkbar, dass nur ein AK oder WK System magnetisiert ist, und falls jemand die Bänder nicht komplett durchgehört hat, wären auch die "Unterbrechungen" im Rauschen erklärlich.


    Es gibt Fälle, wo ein WK-System gerade so wenig (gleichfeld-)magnetisiert ist, dass das Rauschen nur bei der Wiedergabe auftritt, das Band aber nicht aufmagnetisiert wird. Ebenso ist es möglich, dass ein Band zwar magnetisiert, aber nicht angelöscht wird, zumindest nicht merklich.

    Falls die Bänder irgendwann bei mir landen, kann ich das Phänomen gerne näher untersuchen (Rauschspektrum etc.).

    Einen "Schuldigen" suche ich sowieso nicht. Wie oft ist es mir schon passiert, dass z.B. aufgrund eines undichten Kondensators in der WK-Eingangsstufe ein Band so unbemerkt wie unabsichtlich aufmagnetisiert wurde. Und auch ich gehe kaum davon aus, dass hier jemand unersetzliche Originalaufnahmen durch die Gegend schickt ...

    Fazit: Man kann nicht genug aufpassen, und einmal mehr entmagnetisieren kann nie zuviel sein.

    Wenn es auf einem Kanal bei -40 dB rauscht und auf dem anderen 20 dB weniger, kann es nicht beim Versand geschehen sein, vor allem nicht, wenn die Bänder gestapelt sind. Solche Unterschiede zwischen den Kanälen treten nur bei unmittelbarer Nähe von Magneten (<5 cm) auf. Die Differenz zwischen beiden Kanälen ist um so größer, je näher der Magnet an das Band gerät, das Rauschen (im Extremfall Anlöschen einer Aufnahme) natürlich umso mehr, je stärker der Magnet ist.

    Bemerkenswert ist auch, wenn das zusätzliche Rauschen über längere Spielzeit konstant auftritt und nicht etwa mit der Spulenumdrehung synchronsiert ist. Ein ebenso klares Zeichen ist das Verschwinden des Rauschens über einige Minuten. Das lässt darauf schließen, dass irgendwo ein magnetischer Kopf bzw. Führungselement im Spiel war, was nur bei Wiedergabe mit dem Band in Berührung kommt.

    Solange man das Programm nicht laut abhört, ist es sehr gut möglich, dass das erhöhte Rauschen nicht auffällt.