Posts by Schism

    Willst du 'die' The Wall, geh auf die Jagd nach einer US Promo. Damit kann man immer wieder Leute beeindrucken. Auch, wenn sie das Album schon hundertfach gehört haben. Dagegen stinkt sogar die erstklassige Japan 1st ab, welche ich im perfekten Zustand hier aber dann dankbar abgegeben hatte 😎.

    Bringt man etwas Zeit mit, wird man auch nicht arm dabei. Einfach mal in der Discogs-Verkaufshistorie oder bei popsikes.com die Preise gegenprüfen.


    Beste Grüße,

    Sebastian

    Habe die ASR mini Basis Exclusive nun seit rund einem Monat in Benutzung und das Teil rockt einiges weg. Mein alter Phono-Pre der 600-700€-Klasse sieht da kein Land.

    Ein unheimlich kontrolliertes Bassfundament ist da nur eines der Benefits, die bei mir dazu gekommen sind.

    Einfach mal bei Herrn Schäfer anrufen und sich ein Bild machen - einen klasse Service gibt es obendrein.


    Beste Grüße,

    Sebastian

    Wenn jetzt ein Re-Issue aufgelegt wird, bei dem unter Berücksichtigung des Standard Comsumer Hifis der Bass viel mehr Druck hat und die Stratocaster noch dramatischer zerrt muss das nicht auf allen Anlagen notwendigerweise „besser“ sein.


    Und mbMn stehen Raum und Anlagenkonfiguration nicht als Gegenpole zu gekonntem Mastering

    Hi Lori,


    zu deinem ersten Absatz:

    keine Frage: es gibt viele Masterings, die 'anders' sind. Es gibt aber auch viel schlechtes Zeug (billig-Pressungen, wie auch teuren Kram).

    Wenn ich nun eine LP habe, die muffig, wenig räumlich und flach klingt (ich aber weiß, dass meine Anlage auch deutlich anders kann), dann wird das eher an Aufnahme und Abmischung liegen. Finde ich ein Exemplar, welches in diesen Disziplinen deutlich besser ist, kann ich das ohne Gewissensbisse für die Allgemeinheit empfehlen und die Unterschiede werden sicher bei jedem nachvollziehbar sein.


    Zu deinem zweiten Absatz: da stimme ich dir voll und ganz zu. Die beste Pressung bringt einem nichts, wenn ..naja, sagen wir mein 911er auf Stahlfelgen fährt :P.

    Meines Erachtens sollte sich beides, gute LPs, wie auch gute Technik, die Waage halten, wenn man am Ende das beste Klangerlebnis erhausholen möchte.


    Beste Grüße,

    Sebastian

    Aber das ist doch genau das, was ich meine: was bringt es dir, dass deine Anlage auf hohem Niveau spielt aber vllt 60% deiner Platten gerade einmal mittelmäßig klingen. Du bist zwar zufrieden, weil du nichts anderes kennst aber nach diesem Kredo, könnte man sich auch eine Anlage für 1.000,-€ hinstellen und sich einfach nichts besseres anhören.

    Andererseits könntest du deiner inzwischen vermeintlich sehr guten Anlage auch ebenso gutes Quellmaterial spendieren und erleben, wofür du all das Technikgeraffel wirklich gekauft hast ..🤗.

    Grüßt euch,


    ich melde mich auch nochmal zu Wort.

    Ich möchte auf jeden Fall klar stellen, dass es mir nicht darum geht ausschließlich Erstpressungen zu sammeln und diese zu in den Himmel zu loben. Es geht mir darum zu schauen, wie viel einem eine bestimmte Platte bedeutet, sich dann einen preislichen Rahmen zu stecken und anschließend zu schauen, was man für diesen Preis bekommen kann.

    Auch möchte ich mit diesem Thread lediglich anregen und gerne inspirieren - und nicht Jemandem auf die Füße treten.


    Nur ein paar Beispiele meiner bisherigen Erfahrungen:

    - Ich habe Alben, bei denen ich explizit nach der 3. Nachpressung aus Land XY geschaut habe, weil das die, meiner Recherche nach, mit Abstand beste sein soll und noch für mich in einem bezahlbarem Rahmen lag.

    - Wiederum manche, bei denen ich eine bezahlbare Japan-Erstpressung kaufe (DSOTM bspw.), weil ich zwar ein gutes Exemplar besitzen möchte aber gar nicht einsehe mich mit Unsummen einer UHQR oder UK 1st zu widmen.

    - Und bei wieder anderen (bspw. Aqualung) gibt es so hervorragende neu abgemischte Versionen, dass ich damit ebenfalls vollkommen zufrieden bin und aufgrund meiner Beziehung zu dem Album, gar nicht den Willen habe nach mehr zu suchen.

    - Ein letztes aber ebenso gutes Beispiel ist hier auch die Arbeit von Steve Hoffman selbst: ich habe noch keine CCR-Pressung gehört, die geiler klingt, als sein Mastering in der Nachpressung von Analogue Productions von 2004 & 2008. Sie klingen klar, gar audiophil, aber dennoch warm und leiden nicht unter der zu hellen Abstimmung wie bspw. viele Classic Records Rock-Alben, die ich gehört habe.


    Klangeinfluss: Technik vs Mastering
    Ich bin da sehr auf die Musik selbst geeicht, keine Frage. Andere halten sich bei Laune, indem sie alle Nase lang ihre Kabel, die Lautsprecher oder andere Technik durchtauschen. Das ist natürlich auch okay. Alles ist okay, denn jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und deren Verhalten von anderen nicht zu bewerten.
    Aber was ich manches Mal nicht verstehe ist: wie kann man sich so wenig mit dem Thema Pressungen und Masterings beschäftigen wollen, wo man doch so viel Geld, bei aller Technikliebhaberei, für seine Anlage ausgibt - mit Sinn und Zweck des guten Klanges? Denn letzteres verbindet uns doch alle hier :):thumbup:.

    Mein Unverständnis über dieses Missverhältnis erhebt sich hier vor allem dadurch, das gleichzeitig über (nur als Beispiel) Kabelklang (welchen es sicherlich gibt) und deren Ausmaße bspw. im Bass- oder dem Hochtonbereich oder was auch immer diskutiert wird aber eine LP, die vollkommen anders abgemischt ist - und einfach viel ausgeglichener, weniger muffig etc. im Klang ist - die bekommt so wenig Aufmerksamkeit? Eine Tatsache, die wesentlich logischer nachzuvollziehen ist (Mastering vs. Kabelklang in diesem Beispiel) und einen ebenso erheblicheren Einfluss hat, wird dann einfach ignoriert. Und anschließend kommen Gründe wie "es kann ja nicht jeder, zwei oder drei Exemplare gegeneinander hören" oder "Wer soll das bezahlen", wohingegen gleichzeitig die nächsten Kabel für 600,-€ bestellt und im gesamten Zimmer verlegt sowie mit etlicher Umstöpselei verglichen werden. Ich glaube, hier wird sich manchmal in die eigene Tasche gelogen.


    Aber nochmal zum Thema "Mastering" selbst:

    Ein Album ist besser als kein Album und die meisten mögen erst einmal gut klingen, solang man noch keinen Vergleich hat. Aber ich bin sicher, so mancher Person würde die Kinnlade runterklappen, wenn man plötzlich ein richtig geiles Exemplar auf dem Teller hat

    Und wie oben angedeutet, anhand des Beispiels bzgl. meiner DSOTM, geht es auch nicht darum immer das beste und teuerste zu kaufen. Wie in meinem Thread "Led Zeppelin Buyer's Guide - von I bis Physical Graffiti" aufgezählt, gibt es auch immer toll klingende Alternativen.


    Ich zitiere mich mal selbst aus eben genanntem Thread:

    Quote

    Wichtig finde ich lediglich: nicht 20.000,-€ in Technik stecken um dann den möglichst schlechtesten Masterings zu lauschen. Es muss ja nicht immer gleich Classic Records, MoFi oder Analogue Productions sein - auch deren Produktionen sind längst nicht over-the-top. Aber gerade bei Alben, die man mag, lohnt es sich doch mal genauer hinzuschauen, was man sich da auf den Teller legt. Neben super teuren Erstpressungen gibt es immer auch kostengünstigere aber dennoch sehr gute Alternativen.


    Und einen kurzen Satz nur zum Thema Gebrauchtkauf und Risiken:
    Ich habe in den letzten zwölf Monaten sicher um die 90-100 LPs gekauft. Dabei habe ich einmal richtig ins Klo gegriffen (8,-€ LP), mich zwei Mal über die Händler geärgert, wobei die Platten per sé aber okay waren und ansonsten war alles tippitoppi. Ich denke, hierbei kommt es auch ein wenig darauf an, wie man auf andere zugeht.
    Übrigens: die Quote meiner planen, gebraucht gekauften Platten ist deutlich höher, als die der angeschafften Neuware. Einfach weil ich mich vorher entsprechend informieren kann.


    Treffen?

    Wenn Corona es zulässt, wäre es doch mal spannend ein paar Treffen in gewissen Gruppengrößen zu organisieren um mal ausgiebig LPs zu vergleichen. Ich würde mich auf jeden Fall anbieten mit einem beträchtlichen Bestand meiner Sammlung daran teilzunehmen und diesen zu Testzwecken zu Verfügung zu stellen :):thumbup:.


    Für uns geht es nun in den Urlaub nach BaWü - euch wünsche ich ein schönes Wochenende!

    Beste Grüße,
    Sebastian

    Na ja, um die Musik geht es ja sowieso nicht mehr, die kennt Jeder, der sich zig Versionen einer LP zulegt, eh auswendig. Beim Klang ist das eigentlich auch Banane, da ein Besser oder Schlechter ja auch nur Subjektiv ist. Sicherlich klingen verschiedene Version auch mal ein bisschen anders (meist aber nur marginal) und was besser gefällt???

    Eigentlich geht es nur um die Sucht der Sammelleidenschaft.

    Hi Wolle,


    da darfst du aber nicht von dir auf andere schließen. Ich lese hier öfter solche Sachen wie "um Vernunft geht es hierbei ja so oder so nicht mehr" - d.h. du bist damit natürlich nicht allein. Aber das allgemeine Kredo muss es deswegen nicht sein.


    Folgender Text ist eher allgemein gehalten und nicht an dich per sé:

    Ich finde auch ein Hobby sollte mit einer gewissen Rationalität betrieben werden. Und um das reine sammeln (=anhäufen von Konsumgütern) geht es mir schon gar nicht und ich kenne einige, bei denen es ähnlich ist. Da zählt tatsächlich die Musik. Und für denjenigen, der die Musik als Priorität hat, der beschäftigt sich auch mit unterschiedlichen Pressungen.
    Und noch deutlicher muss ich beim Thema "LP-Klang = subjektiv" widersprechen. Die Unterschiede sind da und alles andere als marginal. Zudem ist teils(!) sehr deutlich auszumachen, was gut und was schlecht ist.
    Bei Pink Floyd bspw. sind die Unterschiede stellenweise nicht riesig aber bei vielen anderen Künstlern hingegen sehr. Und da bewegen wir uns nicht in Regionen von Kabelstützen für den Boden oder das ein Kabel nach 76,4 Stunden plötzlich sein volles Klangpotenzial entfaltet. Da reden wir von der ganz rationalen Abmischung eines Albums, die sich von Land zu Land, von Label zu Label und von Toningenieur zu Toningenieur teils stark unterscheidet.

    Allein letzte Woche (und das ist nur ein Beispiel von vielen - allein an diesem Abend) habe ich mit einem anderen User folgendes verglichen:
    - Eine alte ital. Pressung von Led Zeppelins HOTH

    - Eine bestimmte US Erstpressung

    - Eine bestimmte UK Drittpressung
    (die genauen runouts erspar ich euch jetzt mal)

    Die Unterschiede untereinander waren gigantisch. Von "flach und ohne Dynamik sowie mit schrillen Höhen" über "solides Bassfundament, keine nervigen Höhen mehr und tolle, klare Mitten" bis hin zu einem "räumlichen Darstellungswunder", war dort alles bei.


    ..sich einfach nur eine MoFi zu kaufen oder irgendeine "limited Edition" ist noch lange kein Garant für guten Klang - so viel ist sicher. Aber wer einmal eine wirklich gute Version seines Lieblingsalbums gehört hat, will nicht mehr woanders hin zurück. Die Unterschiede sind so deutlich, das man nicht von "anders statt besser" reden können. Manche Scheiben gehören einfach auf den Müll und ich würde sofort wetten das mind. 8 von 10 Leuten das, bei einer Vergleich, genauso sehen würden.


    In diesem Forum wird häufig über die absurdesten (und teilweise gleichzeitig noch extrem teuren) Maßnahmen gesprochen, wohingegen das Thema "Mastering" hier wirklich selten präsent zu sein scheint. So bekommt man den Eindruck, das viele User einfach nur ihr Geld unter die Leute bringen wollen und es dabei auch um ein gewisses Prestige geht. Eine Anlage für 30 Riesen Daheim und als LP gibts nur die schnöde 13. Nachpressung, weil klingen ja eh alle ähnlich. Oder (eigentlich genauso schlimm) es wird im blinden Vertrauen eine MoFi-Neuveröffentlichung nach der nächsten gekauft. Dafür hat man dann 13.000 Stück rumstehen, wovon die meisten nur noch einstauben (möchte ich nicht unterstellen - liest man aber häufig. Gilt natürlich nicht für alle.).
    Aber wie wärs mit stattdessen nur (aus der Luft gegriffen) 1000 Alben - Alben, die man wirklich hört, dafür aber Pressungen, die richtig was hermachen und die die Anlage wirklich zum Leben erwachen kann?

    Das mag sich etwas eingebildet lesen aber so ist es nicht gemeint - und es geht mir auch nicht darum, Jemandem meine Sichtweise aufzudrücken. Ich finde es nur schade, das Leute teilweise LPs en masse kaufen und dabei häufig die Meinung vertreten, dass es dort kaum Unterschiede gibt und diesen Quatsch (entschuldigt) auch noch selbstbewusst verbreiten aber gleichzeitig über oben genannte Themen diskutieren und dabei Adjektive benutzen, die einem glauben machen könnten es handele sich um Differenzen, die seines gleichen suchen.

    Man sehe sich nur an, wie wenig im Bereich "LP-Rezensionen" los ist und wie schnell Diskussionen um Pressungen aufgrund von Teilnahmslosigkeit wieder im Sande verlaufen.



    Beste Grüße,
    Sebastian

    Kurze Rückmeldung bzgl. dieser Geschichte: Die schlechte Bewertung, die er mir rein als Retourkutsche verpasst hat, wurde von Discogs nun gelöscht, da sie nicht den Richtlinien entsprach. Meine Negativbewertung bei ihm ist aber noch da :):thumbup:

    Jürgen, in welcher Gegend lebst du denn? Vllt. gibt es einige User in der Umgebung, bei denen du mal Phono-Pres hören oder mit ihren Phono-Pres zu dir einladen könntest. Oder beim User mal mit und mal ohne Phono-Pre hören. Das sind ja meist nur kleine Stöpselarbeiten von zwei, drei Handgriffen.

    Gerald2
    Vielleicht sind auch die Unterschiede unserer Phono-Pres so extrem aber höre ich ohne, ist der Sound unglaublich komprimiert, bassarm und muffelig. Als würde ich meinem LS ein Kissen auf's Gesicht drücken. Und mein Nubert-Amp fand ich in jeglicher Hinsicht schon besser als den Rotel.


    M.E. sollte man in einen halbwegs anständigen Phono-Pre investieren, wenn man schon etwas Geld für ein gutes System in die Hand genommen hat. Und wie richtig angemerkt wurde: bei Nichtgefallen, kann man das Gerät ja jederzeit zurücksenden.

    Danke Rudi!

    Verfolge die Beiden von Anfang an. Tolle Musik und auch live sind die großartig!

    Grüß dich,


    ich selbst hatte den Rotel RA-06SE. Ob die Phono-Teile da ähnlich sind, kann ich dir aber nicht sagen.

    Ich habe mir dann nach reichlich Skepsis aber auch anschließender Beratung (u.a. auch hier) dann einen externen Phono-Pre geholt (Vincent Pho-701 / 600,-€-Klasse) und muss sagen: neben der obligatorischen Raumakustik, ist der Phono-Pre neben den Lautsprechern und dem Tonabnehmer selbst der gröte klangbeeinflussende Faktor in einer Anlage.
    Ich habe zwischendurch nochmal den Phono-Pre gewechselt und nutzte da auch nochmals den internen Eingang meines (inzwischen Nubert) Amps und damals wie heute: das ist mehr als ein Aha-Erlebnis. Die Bezeichnung "Tag&Nacht" trifft es tatsächlich am ehesten.


    Um deinem Black (welchen ich auch nutze) auch nur annähernd gerecht zu werden, empfehle ich dir eindringlich das 'Experiment' Phono-Pre zu wagen.

    Die Musik verlor, ohne Phono-Pre, SO extrem an Dynamik und Klarheit, dass das schon nicht mehr feierlich war. Klang, als sei was kaputt.


    Beste Grüße,

    Sebastian

    Mein NM/NM-Exemplar von


    ..Townes Van Zandt - self-titled (US 1st-Press, 1969, Poppy)


    Erworben direkt vom Erstbesitzer sowie ehemaligen Mitarbeiter von Poppy aus North-California. Er war zu Beginn der 70er der Fahrer von Townes und hat ihn von Club zu Club gefahren.
    Davon abgesehen, dass mir das Album für sich schon viel bedeutet und der Zustand wie neu ist, macht es dieses Exemplar auch kulturell in meinen Augen zu einem Stück Musikgeschicht. Mein ganzer Stolz!


    ..und auch vom Mastering her, schlägt es jede Tomato, Fat Possum oder andere Nachpressung!

    Weil wir Urlaub haben und fett die Sonne scheint, starten wir den Tag, nach einer langen Akte-X-Nacht, direkt mit Sport und bester in-your-face-Mucke:


    Pothead - Desiccated Soup (1995, limited to 500 pieces)


    Coole Band aus Chicago/Berlin. Habe sie damals kennengelernt, als ich während des Abiturs als Konzertfotograf gearbeitet und für einen verhinderten berliner Kollegen einen Auftrag in Hamburg übernommen habe. Das ist auch schon wieder ..zwölf oder 13 Jahre her. Irre!

    Hi Achim,


    das ist keine türkise orig-Erstpressung, oder? Die Schrift sieht so blau aus. Reine Neugier!


    Ganz davon ab: geiles Album. Revolutionärer Bluesrock für diese Zeit!