Beiträge von tdfan7

    Ein kurzer Bericht zum Stand der Dinge bei meiner B62:


    Letzte Woche konnte ich sie von der Revision abholen. Da fast alle Lager komplett verhockt waren, war es ein ziemlicher Aufwand. Der Studer Spezialist meines Vertrauens hat Wunder gewirkt und alles retten können. Jetzt läuft sie einwandfrei. Die Köpfe (Schmetterling) sind in sehr gutem Zustand.


    Kondensatoren hat er gewechselt, was nötig ist und das Maschinchen auf RTM 911 CCIR 510 nWb/m eingemessen. Jetzt hat sie den gleichen Pegel wie meine Telefunken M15a und die Studer A807. Als Peakmeter habe ich auf ebay ein RTW 1206 gekauft, simpel aber gut.


    Ich finde es einfach phänomenal, dass eine solche Maschine die rund 50 Jahre alt ist so toll tönt und so rund läuft. das kompakte Design mit dem Hammerschlag-Finish gefällt mir sehr gut. Die Bedienung ist super einfach, die Bandführung überzeugt mich. Die Tellergrösse ist allerdings beschränkt, für lange 38 cm/s Bänder wird es knapp.


    Meine kam ohne Gehäuse, wie für meine Telefunken M15a habe ich selber was gebaut. Als Gag noch zwei alte Logos - leider habe ich kein rundes "Studer" Logo gefunden, aber so geht es auch. Ich weiss nicht, ob ich noch ein originales Gehäuse suchen soll.



    IMG_2362.jpg


    Von Ralph von "tonbandspule" bekomme ich noch zwei spezielle, passende Teller, damit ich auch mit Offenwickel arbeiten kann. Damit ist eigentlich alles gemacht.


    Auch wenn eine Studiomaschine nicht "tönen" soll: Diese hat klar eine eigene Färbung: Samtig, mit kräftigem Bass und sehr guter Räumlichkeit. Mit meinen alten Tannoy Devon wäre es des Guten wohl zu viel gewesen, mit den eher trockenen Swissonor BACH passt es sehr gut.


    Eine meiner liebsten Maschinen :love:

    Ich habe meine Studers auch gerade neu einmessen lassen. Alle auf CCIR 514 nWb/m, einzig die A807 habe ich (da sie das kann) auf CCIR 514 nWb/m und auf NAB 257 nWb/m dB einmessen lassen, damit ich auch Aufnahmen für die "NAB-Welt" machen kann.

    Ich finde es etwas eigenartig, dass bei dir für eine Studioanwendung mit 257 nWb/m und erst noch dem falschen Tape eingemessen wurde. Mein Spezialist fragt immer explizit, mit welchem Band ich arbeiten will.

    Ich habe neben meinem TD124 und TD 125 auch einen Linn LP 12. Ich habe ihn aus einem Nachlass recht günstig gekauft. Nachdem ich meinem TD 124 (komplett revidiert von Schopper) noch ein Upgrade mit non-magnetic Platter von Swissonor und einem Ortofon Quintet blue gegönnt habe wollte ich meinem Linn LP 12 auch was Gutes tun. Folgende Upgrades hat er bekommen:


    -Lingo 3
    -Karousel
    -Majik Subchassis
    -Neuer Innenteller (gratis, da er nicht passte mit Karousel)
    - neue Grundplatte (Karousel ging nicht auf die alte)
    - neue Federn & Gummis
    - neues Öl, neuer Riemen
    - neue Scharniere
    - Neuer Motor
    - Neue Haube


    Das Ganze hat mich mehr als 2000.- gekostet. Dann noch ein gebrauchtes Adikt von einem netten Forumskollegen.


    Insgesamt mag ich meinen Linn, er passt gut in die Sammlung von Klassikern. Tönen tut er mit dem Adikt sehr überzeugend (mit einer Neukomm Phono Pre und einem Swissonor AM6221)


    Aber diese "Upgrade-Philosophie" von Linn ist für mich ein wenig eine Geldschinderei. Und der LP 12 ist und bleibt ursprünglich eine Kopie des Thorens TD150. Finde ich kein Problem, aber den ganzen Hype etwas übertrieben. Ich persönlich würde nicht mehr so viel Geld reinstecken. Und meinen Linn-Händler, der immer behauptet, dass der Tonabnehmer weniger wichtig sei als all die netten Upgrades - den verstehe ich nicht wirklich, diese Aussage scheint mir einfach zu wenig plausibel.

    Hoi Michael


    danke für die Einladung! Sehr gerne komme ich mal ins Appenzellerland. - Ich bin diese Woche grad noch unterwegs, aber nachher können wir ja per PN abmachen. Ich bin gespannt!


    Die C37 ist natürlich auch mein absoluter Favorit! Aber das ist natürlich ein wenig ein Traum. Ich habe eine bei Jürg Schopper in Betrieb gesehen.


    Und genau das mit der allenfalls etwas schöneren "Färbung" interessiert mich. Für möglichst technisch gute Aufnahmen will man das vielleicht eher nicht, aber bei einem Tape-release geht es ja auch ein wenig um einen Vintage Klang, keine möglichst reine Aufzeichnung.


    Danke und bis bald einmal


    Steff

    Hallo Michael


    super, den Artikel kannte ich noch nicht, danke dir! Ich kannte nur den Artikel über die Revision einer B62 durch Jürg Breitinger, im AAA Heft vom Sommer 2020


    Was mich interessieren würde - und ich weiss, alles ist natürlich subjektiv... Aber ich habe ja eine Studer A807, eine B67 und noch eine Telefunken m15a. Damit mache ich Bandkopien für ein kleines Platten-Label aus Bern. Die Telefunken benutze ich als Zuspieler, die A807 als ersten Recorder.


    Wie ist die B62 im Vergleich zur B67 einzuordnen? - welche würde sich besser als zweiter Recorder eignen?, welche "tönt" besser? Eine subjektive oder technisch begründete Meinung würde mich interessieren


    Danke und freundliche Grüsse


    Steff

    Sorry, ich war nicht ganz klar: Mehr als 30 cm gehen mit der A807 klar nicht, du hast recht. Was ich meinte: Die A807 benutze ich stehend, weil man dort recht sicher auch mit übergrossen Band-Kuchen hantieren kann. Sie stehen zwar über, aber weil stehend fällt nichts runter. Und im Vergleich zu meiner B67 oder Telefunken finde ich, dass die A807 am kontrolliertesten zu bedienen ist was die Spulgeschwindigkeit und rechtzeitiges Abbremsen angeht. Ich habe recht viele Bänder (Live-Aufnahmen) in Übergrösse.

    Liebe Bandfreunde


    Hoppla, ich habs schon wieder getan - und mir eine Studer B62 gekauft. Ich konnte sie günstig erwerben, aber sie ist offenbar viele Jahre gestanden und jetzt beim Spezialisten meines Vertrauens in Revision. Mechanisch ist sie recht verhockt.


    Ich gebe zu, es wäre nicht nötig gewesen, aber sie sieht so hübsch aus und pass gut zu meiner B67 :) so sieht sie aus:


    erstes Foto B62 Kopie 2.jpeg


    Ich weiss, dass sie die gleichen Audio-Karten wie die A80 hat, aber sonst habe ich wenige Infos dazu gefunden. Deshalb: Hat jemand von euch eine solche Maschine, gibt es Einschätzungen zur Qualität, zum Klang und Reparaturanfälligkeit im Vergleich zu anderen Maschinen?


    Dass sie zum Bedienen etwas weniger komfortabel ist (keine Auto Loc und ähnliches) ist mir klar und stört mich nicht.


    Vielen Dank für euer Infos


    Steff





    PS: Meine Revox A700 wäre deshalb zum Verkauf, in perfektem Zustand, auf Wunsch mit einer passenden A722 Endstufe.

    Für solche Fälle habe ich eine A807, stehend. Da kann man auch mit Übergrössen arbeiten ohne befürchten zu müssen dass einem was runterfällt. Am Anfang und Schluss spule ich einfach nicht mit voller Geschwindigkeit.

    Hoi Torsten


    die Geräte kommen ja von mir :) Ich habe sie selber länger gehört, ist meiner Meinung nach eine tolle Kombi (allerdings mit anderen Lautsprechern). Technisch kann es höchstens Probleme geben, wenn du die T&A voll aufdrehst, die haben wirklich Leistung satt. Aber tatsächlich ist es etwas ungewöhnlich, Lautsprecher mit einem derart hohen Wirkungsgrad mit einer solchen Endstufe zu betreiben.


    Vom Klang her müsstest du deshalb ausprobieren, wie es tönt. Grundsätzlich muss ein Transistor Amp mit etwas mehr Leistung aber nicht problematisch sein mit den BACH Lautsprechern, Herr Frei hat ja auch Monoblöcke mit 50 resp 60 Watt in seinem Angebot.


    Lieber Gruss aus Bern


    Steff


    So wie ich es verstehe, heisst das eigentlich gar nichts. Auch ein digitales File kommt "direct from irgendwas" und kann dann für die Produktion von Vinyl oder Tape verwendet werden.

    Der Begriff "Original Master Source" heisst doch nur, dass das Vinyl nicht ab CD hergestellt wurde - aber nicht mehr.


    Ein seriöses Label sollte meiner Meinung nach auch etwas zum Herstellungsprozess schreiben, damit man nachvollziehen kann, wie die Aufnahme entstanden ist. Bei Schopper heisst es beispielsweise:


    Erik Satie - Initiés

    Label: Triston Master Recordings SCHOPPER Edition TMR-SE 0003

    Performed by Branka Parlic

    Piano: Steinway A 1952

    DLP, Gatefold Cover, 180 g MPO Vinyl pressing

    Pure analogue recording with Telefunken M 10a with V86 and V87 tube amps, Neumann KM 256 Microphones, 2 TAB V76 Mic-Preamps, mixed with a Neve Melbourn Console, EMT 140 Plate Reverb.

    Recorded by Manuel Egger at Suburban Studios in Winterthur / Switzerland.

    No electronic effects or post processing. Straight to tape recording.

    Vinyl Cut by Adi Flück from Centraldubs with analogue tape machine.

    No digital equipment at all was involved in this production.

    Producer: SCHOPPER AG


    So weiss ich als Kunde, wie meine LP produziert wurde.



    Bei Band-Releases gibt es doch auch folgendes Problem: Kaum jemand wird ab einem echten "Original Master Tape" dutzende oder hunderte direkte Kopien ziehen - es ist ja ein Unikat, welches bei mechanischer Belastung gradweise schlechter wird. Insbesondere wenn es ein älteres Tape ist. Also braucht es ein Produktionsmaster, eine Kopie. Wenn man wirklich analog bleiben will, muss diese auch auf Tape gemacht werden, man verliert eine Generation. Ich denke, dass einige deshalb ab dem originalen Master eine digitale Kopie machen und diese dann zum Herstellen der Bänder benutzen, auch weil der Kopierprozess so weniger aufwendig ist.

    Uhh, ich habe grad die Orientierung verloren - welchen Thread meinst du? Meinst du den letzten Post? Ich finde auch, die BACH machen schnell klar, was eine gute Aufnahme ist - und was nicht so gut ist. Ein wenig wie ein Monitor-Lautsprecher. Digital höre ich persönlich kaum, meistens Vinyl oder Bänder. Und eine gute Live-Aufnahme ab LP oder Band tönt über die BACH hervorragend.