Beiträge von tdfan7

    Hallo


    Ich sammle hauptsächlich Vintage-Plattenspieler. Um die A-B vergleichen zu können habe ich zwei identische Platten einer Band, die ich gut mag: "Bümpliz Casablanca" von Züri West, eine Berner Rockband. Ich lege die Platten auf zwei Plattenspielern auf, lasse sie gleichzeitig laufen und kann so schnell hin- und her schalten und vergleichen (ich hab einen alten Fisher 400C Tube-Preamp mit zwei Phono-Eingängen).


    Da die Auflage der Platte nicht riesig war, weiss ich, dass die zwei Platten die gleiche Version sein müssen (klar, ich weiss nicht wann genau sie gepresst wurden). Zudem kenne ich die Band und weiss, das sie ihre Aufnahmen ohne allzu viel Schnickschnack und Nachbearbeitung gemacht haben. Mir hilft das, die Wiedergabe der Stimme und Instrumente zu beurteilen und zu vergleichen. Die Unterscheide finde ich gewaltig. Sehr gut mag ich meinen TD 124 mit einer Ortofon MC3 turbo.


    Bümpliz.jpg

    Heute habe ich sehr günstig einen Dual 1219 mit der "Geheimfach-Zarge" CK 20 erwerben können. Läuft schon mal ohne Probleme, auch die Automatik - und sieht wirklich hübsch aus. Aber ich kenne mich mit Dual nicht so aus - wie würdet ihr den einordnen? Und vor allem den Tonabnehmer Shure M95 G-LM? Da habe ich recht positives drüber gelesen.


    Ich gönne ihm glaub ich noch eine kleine Revision und dann darf er ins "Spielzimmer" :)


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    Hoppla, Robert - du bringst deine Argumente ja mit einer gewissen Absolutheit ins Spiel - kann man so machen. Aber: Ich wollte nur sagen, dass je nach Anwendung und Zustand der Maschine eine kleine Revision durchaus genügen kann. Und das ist auch die Meinung von "meinem" Revox-Spezialisten. Einem pensionierten Radio-Elektriker, der Revox-Bandmaschinen repariert hat (und immer noch repariert) seit die A77 erstmals auf den Markt kam.


    Aber natürlich hast du recht, dass eine komplette Revision am Besten ist - das will ich ja gar nicht bestreiten :)


    Gruss


    Stefan

    Ich weiss nicht so recht - in den obigen Posts tönt es zum Teil so, wie wenn man wahnsinnig viel machen sollte damit eine Revox wieder halbwegs brauchbar wird. Muss nicht unbedingt sein.


    Meine wenig gebrauchte Revox B77 habe ich (mit etwas Glück) für 150 CHF gekauft. Ich habe sie einem Spezialisten für Revox gebracht, der hat einen Elko und den Riemen des Zählwerks getauscht - das wars. Natürlich kann man viel mehr machen und wenn man Freude und Begabung dazu hat ist das natürlich super.


    Aber viele "Spezialisten" reissen grundsätzlich mal alles raus um möglichst viel zu verdienen. Solange sie gut läuft & tönt kann man es auch mal gut sein lassen. Bei meinen zwei A77 war es übrigens ähnlich. Es kommt sicher auch drauf an, was man mit der Maschine machen will. Wenn man Highspeed-Kopien von Masterbändern hören will dann muss man wahrscheinlich sowieso in eine etwas höhere Liga einsteigen.


    Wo ich aber beipflichte: Lieber zu Beginn etwas mehr in eine gute Maschine investieren als mit viel Aufwand eine billige zu reparieren. Und wenn der Kopfspiegel nicht mehr gut ist die Finger davon lassen!

    Ich habe verschiedene Revox-Modelle. F36, G36, A77 und B77. Von der Konstruktion her finde ich sie vielen anderen Fabrikaten überlegen. Wobei ich teurere Modelle von Tascam und Akai auch schon probiert habe und recht überzeugend fand.


    Revox F36 und G36 sind - auch aufgrund des beachtlichen Alters - schon recht störungsanfällig. Vom A77 gibt es verschiedene Versionen. Meiner Meinung nach ist eine der neueren Versionen des A77 eine ideale Maschine: Zuverlässig, im Vergleich zur G36 einfacher zu warten. Und man sagt, dass sie etwas besser klingt als die B77, da noch rein transistorisiert, ohne IC's. Aber meine liebste Bandmaschine von Revox ist doch meine B77.


    PS: Super, wenn man eine mit HS (highspeed) findet. Und meiner Meinung nach nur 2-Spur.Revox B77.jpg

    Hi Dr. Music


    ich wollte einen TD 126, weil er von der Optik und Machart her so das Gegenteil vom TD 124 ist. Tonarme habe ich ja auf dem TD 124 den SME 3009 Series ll non improved und beim TD 126 den ultra-leichten Series lll - auch ein ziemlicher Gegensatz.


    Als ich ihn kaufte, hatte ich zum Glück keine Ahnung, dass er als so heikel gilt :)


    Aber es gibt hier in Bern einen Thorens-Spezialisten, der diese Geräte seit Jahrzehnten wartet und sehr gut kennt. Ich habe den TD 126 bei ihm machen lassen. Er repariert jeweils nur das Nötige. Bei meinem TD 126 war laut ihm wenig zu machen: Halbautomat reparieren (Riemen ersetzen), Neues Nagaoka 110 und ein wenig justieren - das wars. Später musste er dann noch die Endabschaltung neu justieren, dies ist laut ihm das heikelste an dem Teil und nicht einfach zu machen. Funktioniert jetzt aber perfekt.


    Ich habe den TD in gutem Zustand übernommen, vielleicht hatte ich einfach Glück, aber er läuft problemlos und hält die Geschwindigkeit auch sehr gut. Aber klar, er ist einiges komplizierter als ein TD 160 - so einen hatte ich auch, da kann ja fast nix kaputt gehen...



    Gruss


    Stefan

    Hi

    früher habe ich Lenco gesammelt. Und jetzt ist Thorens dran:)

    TD 124, revidiert bei Schopper mit einem Ortofon MC 3 für das bewusste Geniessen und einen TD 126 mit einem Nagaoka MP - 110 und vor allem mit Endabschaltung für mehr so nebenbei. Meine Lencos mag ich auch sehr, aber die Thorense sind für mich schon etliche Klassen besser.Thorense.jpg

    Fuer ca eur 100 hat man ein 6 liter US die funktioniert, warum ein knosti und so ein US-geber?

    Weil bei einer "Nur - Wanne" die Bürste und vor allem die Drehvorrichtung mit Abdeckung für das Center label fehlt. Deshalb habe ich die Knosti aufgerüstet.

    Hallo Peter


    So wie ich es verstanden habe: der TD 124 hat keinen Synchronmotor (dh. ist nicht durch Netzfrequenz von 50 HZ geregelt wie bei anderen Thorensen). Dadurch kann die Drehzahl durchaus von der Spannung beeinflusst werden. Bei meinem wurden Motor und Lager so sorgfältig revidiert und haben so wenig Laufwiderstand, dass ich ihn mit der Wirbelstrombremse kräftig runterbremsen muss (Magnet nahe an der Stufen-Scheibe). Dadurch wird der Motor warm - und es kann unter Umständen auch stärkere Laufgeräusche geben. Ich stelle es mir so vor: Der Motor hat durch die höhere Spannung mehr Leistung und muss zu stark runtergebremst werden, er läuft also nicht im optimalen Bereich.


    Aber 193 Volt sind wohl grad etwas knapp. Laut Schopper sind bei bei gut revidierten Motoren ca 200 Volt optimal. Ich habe 205-210 Volt und scheint mir gut so.


    Es gibt dazu übrigens schon einen Thread mit vielen Infos:


    Thorens Revision



    Gruss


    Steff

    Hallo


    ich habe auch einen TD 124, revidiert von Schopper. Perfekte Arbeit! Er hat mir noch folgenden Tipp gegeben: Der TD 124 mag die heutigen Netzspannungen von 230 V oder mehr nicht. Damit er nicht zu schnell läuft, muss man die Wirbelstrombremse stark einsetzen. Dies kann zu zusätzlichen Motorgeräuschen und auch zu einer Überhitzung des Motors führen.


    Viel entspannter läuft der TD 124 bei etwa 210 Volt (siehe auch Webseite von Schopper). Ich habe mir im Netz einen Trenntrafo mit Step-down auf 210 Volt beschafft, funktioniert super. Ein guter Variac geht auch.

    Grüsse


    Steff

    Ja, ist evtl zu gross. Aber wenn man es von aussen stabil an der Wanne befestigt, würde der Ultraschall über den Kunststoff auf die Flüssigkeit übertragen. Das hat bei meiner DIY Lösung eigentlich funktioniert, das Problem war ja nur, dass die von mir verwendeten Ultraschall-Geber überhitzten. Es gibt solche Geräte auch in flach, zb bei Aliexpress.


    Gruss


    tdfan7

    Ich habe mir mal für mein Knosti Reinigungsgerät ein "Ultraschall-Upgrade" gebastelt, dh. zwei Ultraschall-Generatoren aussen auf das Gehäuse montiert. Das hat eigentlich recht gut funktioniert, aber die Generatoren haben schnell überhitzt. Das Teil in deinem Link tönt vielversprechend, das Problem könnte sein, dass der Ultraschall zu wenig gleichmässig auf die Schallplatte einwirken kann. Ich habe jetzt mal eines bestellt, mal schauen ob es was bringt :)


    Gruss


    Steff