Posts by Dago64

    Schaltnetzteile haben klar ihre Vorteile, aber es ranken sich auch viele Vorurteile, besonders im Audio-Bereich um sie.

    Preislich sehr interessant sind folgende zwei SNTs:

    1. AC/DC Wandler mit Ausgangspannungen von: 300V 0,6A; 6,3V 4A und 12,6V 4A (links)

    Interessant bei diesem speziell für RV-Amps ausgelegten SNT ist das um ca. 30 sek. verzögerte Einschalten der 300V Hochspannung, die zudem noch potenzialfrei gegenüber der 6,3V und 12,6V sind. :thumbup:

    2. DC/DC Wandler mit 12V auf 450V; 40Watt (rechts)

    IMG_2388.jpg

    Preislich sind diese Teile unschlagbar: 1. für ca. 43,-€, und 2. für ca. 10,- €. Und da geht sicher noch was, da dies Bucht-Preise sind.

    Die ersten Tests mit diesen SNTs sehen auch sehr gut aus, warum auch nicht. Während das rechte SNT deutlich auf Low-Cost getrimmt ist, macht das linke einen für mich sogar semi-professionellen Eindruck.


    Wer hat Erfahrungen im Zusammenhang SNTs mit Röhrenschaltungen?


    Und gerade läuft im TV-Sender #dabeiTV Parov Stelar in der Baloise Session. Geniale Musik! Da reichen auch ein Yamaha RX-A1010 und zwei Canton Ergo120 aus, um Power richtig brutal in den Raum zu bringen.


    Gruß

    Reiner

    Sind die Platinen der Monos für den Einsatz von Trimmern bereits vorbereitet, kann folgender Trimmer (Mittenabgriff mit einem End-Pin verbunden) mit etwas Geschick ohne Ausbau der Platine liegend eingelötet werden.


    pasted-from-clipboard.png


    Als Wert ist 500 Ohm zu empfehlen; damit bleibt genügend Abgleichreserve (27//500 = 25 Ohm) nach oben. Ideal zum Abgleich ist ein Spektrumanalysator, ansonsten bleibt nur das Ohr.

    Gruß

    Reiner

    mk_

    Hi,

    ich vermisse noch deinen Kommentar zu #278.


    Jedenfalls wird zur Zeit die Platine erstellt, das ganze (Rechteck Heizung) funktioniert nämlich verdammt gut.


    Die Pioniere der Röhrentechnik wussten schon 1925 ganz genau, was man tun muss, um das Optimum aus den Röhren herauszuholen. Leider war es zu der damaligen Zeit sehr schwierig (und auch extrem teuer) technisch ein Rechteck-Signal zu erzeugen; aber die Theorie dahinter war komplett ausgearbeitet und bekannt. Leider sind viele dieser Informationen heute kaum mehr zugänglich und werden, wenn sie wieder ausgegraben werden, auch heftig abgelehnt.

    Ein gutes Beispiel dafür hast du ja hier im Forum abgegeben. Ich habe jedenfalls selten jemanden erlebt, der gegen eine technische Variante der Heizung einer DHT derart massiv (und für mich auch sehr aggressiv und ablehnend ohne irgendeine technisch fundierte Begründung) eine so extrem negative Stimmung gemacht hat.


    In #189 habe ich mathematisch gezeigt, wie sich eine sinusförmige Heizungsspannung auf den Anodenstrom auswirkt. Experimentell ist das bereits seit über 100 Jahren bekannt und jeder moderne Schaltungs-Simulator zeigt ebenfalls dieselben Ergebnisse. Der nächste Schritt zur Rechteck-Heizung ist gering und wenn man sich die Quadratur eines Rechteck-Signal auf Grund der Langmuir-Gleichung mal genau anschaut, dann erkennt man auch leicht die Vorteile einer Rechteck-Heizung.


    Fazit jedenfalls:

    Das Heizen einer DHT mit einem Rechteck-Signal, dessen Grund-Frequenz mindestens das vierfache der höchsten Nutzfrequenz (des Audio-Signals) beträgt, ist aus Gründen des Erreichens eines optimalen Geräuschspannungsabstandes, der Heizung mit Signalen der Netzfrequenz (50 bzw. 60 Hz) und auch einer Gleichspannungs-Heizung vorzuziehen.


    Gruß

    Reiner

    Hi,

    heute sind zwei gepaarte 300B aus China bei mir eingetroffen - perfekt!

    Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen mir dem Kauf von Röhren aus Russland, der Ukraine und China gemacht; überwiegend aus der Bucht und sowohl von privat als auch von kommerziellen Anbietern. Die Ersparnis ist z.B. bei vom Hersteller (PSVANE) gepaarten 300B durchaus mehr als 40% von dem, was hier in D bezahlt werden muss. Zur Qualität der Ware, der Lieferzeit , dem Preis und der Verpackung kann ich bisher nur Positives mitteilen.

    Wie sind eure Erfahrungen dazu?

    Gruß

    Reiner

    Magnetisch kann das nicht schirmen, da das Kabel in der Regel kein Eisen hat

    Vorsicht, es geht nicht um die magnetische Abschirmung durch Materialien, sondern rein um induzierte Ströme und deren Wirkung. Ein Übertrager hat ja auch nur Kupferdrähte, und da wird natürlich bewusst auf eine möglichst gute Induktion geachtet. Bei der Betrachtung bei NF-Leitungen möchte man aber genau das Gegenteil erreichen.

    Ich hatte gesagt, dass ich mich nochmal melde, wenn die Heizung fertig ist; das ist sie.

    Hier mal der Unterschied zwischen einem PWM gesteuerten RC Oszillator und einem Quarzoszillator mit festem Tastverhältnis.

    pasted-from-clipboard.png

    pasted-from-clipboard.png

    Die 100 Hz Brumm Seitenbänder sind noch durch den offenen Aufbau bedingt.

    Das Wichtige: Im Audioband sind jetzt absolut keine Störungen mehr. Kein Brummen, kein Rauschen, nix! Und der Anodenstrom ist identisch bei 89 kHz Rechteck 10Veff und 50Hz Sinus 10Veff.

    So, jetzt mach ich mich an die HV SNTs aus China. Mal sehen, ob man die für die 1KV Anodenspannung verwenden kann.

    Gruß

    Reiner

    So, ich melde mich hier jetzt zum letzten Mal, bevor das Ding fertig ist.

    Zuvor noch ein paar Fakten:

    Rechteck Heizung ist nicht neu. Bereits 1923 hat die GE Company New York dazu Interessantes veröffentlicht. Hier ein kleiner Auszug davon:


    pasted-from-clipboard.png


    Im Jahre 1925 hat ebenfalls die GE Company New York Veröffentlichungen zu den Eigenschaften der Wolfram-Thorium-Kathode der 211 herausgegeben. Und in den 50er Jahren wurden Untersuchungen über Heizung mit konstanter Spannung, Strom und Leistung veröffentlicht; damals wegen der Forderung nach Schnellheizung.


    Zur Gleichspannungsheizung:

    1. Es erfolgt eine Verschiebung von Kennlinien:

    pasted-from-clipboard.png


    Das darf jeder für sich interpretieren. Es ist jedenfalls immer messbar.


    2. Das Potenzial längs der Kathode ist nicht konstant. Sättigung einzelner Kathodenabschnitte bewirken dann eine Abflachung der Kennlinien von z.B. der Steilheit.


    3. Bei großem Heizstrom wird im Bereich kleiner Anodenspannungen der Raumladungsstrom durch das konstante Magnetfeld des Heizfadens vermindert.



    Zum Tastverhältnis 50%

    Wer ein Tastverhältnis von 50% bei einem Gegentakt Wandler einstellt, killt sofort die Schalttransistoren. Genau deshalb macht man kein Tastverhältnis von 50%, sondern erzeugt Signale wie sie in #266 zu sehen sind.



    So und jetzt darf wieder gemäkelt werden. Interessiert mich aber nicht weiter, weil ich diese ab jetzt blockiere. :D


    Gruß

    Reiner

    So, weiter geht's: da das Phasenrauschen des Schaltreglers SG3525 bis in den Audio Bereich hineinragt (siehe #241), habe ich beschlossen einen eigenen Oszillator zu bauen, und der sieht (von links nach rechts) so aus:

    Ein Quarzoszillator mit der Frequenz von 14,3181 MHz wird im ersten IC (74HC4060) durch 16 geteilt, ergibt ca. 894,88 kHz. Das zweite IC (74HC4017) ist ein Dezimal Zähler dessen Ausgänge im dritten IC (74HC4002) mit zwei vierfach Nor Gates zusammengefasst werden.


    pasted-from-clipboard.png


    Die Ausgänge der Nor Gates speisen dann einen Dual High-Speed Power MOSFET Treiber. Klingt komplizierter als es ist. Jedenfalls ergibt sich damit folgendes:


    pasted-from-clipboard.png


    Das sieht doch schon mal als Ansteuerung für einen Gegentakt-Wandler gar nicht schlecht aus. Das Tastverhältnis bleibt konstant! Das langsame Hochfahren der Heizspannung für die 211 erfolgt diesmal nicht über die Pulsbreite des PWM-Signal, sondern wird über eine kontrollierte Erhöhung der Drain-Spannung der Wandler-MOSFETs (Source-Follower mit hoher RC-Zeit der Gate-Spannung) realisiert.

    Alles steht und fällt allerdings mit dem Phasenrauschen von diesem Oszillator. Er ist mit Sicherheit aber um Größenordnungen besser als jeder RC-Oszillator. Mal sehen was der Spektrum-Analysator zeigen wird.

    Nochmal das Ziel des ganzen: Kein Brummen, kein Rauschen oder sonstige hörbare Störsignale in welchem LS auch immer; und das ohne Abgleich irgendwelcher Komponenten und den Nachteilen einer DC-Heizung.

    Gruß

    Reiner

    Das macht der China Mann auch bei

    CT Wicklungen, vielleicht gibt es einen Grund

    Moin,

    die Dioden in Reihe zu den Anoden der Gleichrichterröhre haben durchaus ihre Berechtigung. Sie erhöhen die zulässige Sperrspannung der Röhre um weitere 1KV (bei Verwendung der extrem billigen 1N4007).

    Bei der heutigen „Verseuchung“ der 230V Netze (Deutschland ist da noch ein positives Beispiel) sind Spannungsspikes von mehreren hundert Volt keine Seltenheit. Fängt man diese nicht vor der Gleichrichterröhre ab und hat die Röhre eine zu geringe zulässige Sperrspannung, kann es in der Röhre zu der sogenannten Rückzündung kommen. Das bedeutet, dass die Röhre auch leitet, wenn sie eigentlich sperren sollte - für die nachfolgenden Bauteile kein gutes Verhalten.

    Gruß

    Reiner

    Jürgen,

    hast Du so einen Test schon mal gemacht? Während der Prüfung ist mit einer Sonde jede leitende Stelle (Schraube, Blech etc.) abzuprüfen. Das Protokoll gibt nur den schlechtesten Wert aus. Bei meinen Monos ist jedenfalls alles OK.

    Gruß

    Reiner