Posts by Dago64

    Der Übertrager ist jetzt auch fertig gewickelt. Diese uralt Wickelmaschinen aus China funktionieren prächtig, solide Mechanik, sehr für die schnelle Herstellung solcher Übertrager geeignet.

    Trafo.JPG

    Links der Übertrager des Gegentaktwandlers und rechts die passende Speicherdrossel dazu.

    Zur Fixierung der Wicklungen habe ich einen UV aushärtenden "LED-Light Booster" Kleber von einer Firma mit den Namen eines Kauz ähnlichen Vogels verwendet - genial das Zeug.

    So - jetzt wird der Wandler am Wochenende getestet. Mal sehen ob es bei 1KV kracht. Wenn ja, dann hab ich wenigstens nachträglich Silvester.:)


    Gruß Reiner

    Na, bei technischen Ungenauigkeiten kannst du dich nur bei Herrn Neumann beschweren oder bei Dir, wahrscheinlich Letzteres.:)

    ich beschwer mich ja gar nicht :),

    Meine Frage aber: Ist es sinnvoll diesen nicht konformen Phasengang spiegelverkehrt in einer Phono einzubauen?

    Holger,

    nochmal zum Verständnis:

    * Die Neumann Entzerrung weicht im Frequenzgang von der Idealkurve um max. +/- 0,1 dB ab.

    * Die Neumann Entzerrung weicht im Phasengang von der Idealkurve um bis zu -50 Grad bei 20 kHz ab.

    Gruß Reiner

    Heute ist die diesmal in D bestellte Handwickelmaschine gekommen, für unter 40€ durchaus zu empfehlen.

    Um die Maschine zu testen, habe ich zuerst die Speicherdrossel für das 1KV SNT gewickelt. Kern mit 0,2mm Luftspalt, berechnet, gewickelt und nachgemessen - passt.

    IMG_2317.JPG

    (Und nein, es ist kein Tesafilm, sondern eine 5KV Folie, die brauche ich auch noch für den 1KV Trafo).


    Am Wochenende kommt als nächstes der 1KV Trafo dran (hat den gleiche Kern wie die Speicherdrossel, jedoch ohne Luftspalt) und dann kann mit dem Test des SNTs begonnen werden, der Rest ist ja bereits aufgebaut.

    Gruß Reiner

    Und wenn das Filter im Phono exakt ist, ist die Amplituden/Phasenkorrekur geleistet.

    dann ist es nur bezüglich dem Frequenzgang, nicht bezüglich dem Phasengang. Wäre es nicht sinnvoll eine Phono zu bauen, die bezüglich dem Frequenz- und Phasengang spiegelbildlich zur Schneidmaschine arbeitet?

    Ein geerdeter Schirm zwischen Primär- und Sekundärseite beseitigt nicht das Problem, im Gegenteil, die Röhre sieht eine noch höhere Kapazität, da der Primärwicklung nun eine kompakte Fläche gegenübersteht und nicht einzelne Drähte der Sekundärwicklung. Die Koppelkapazität wird zwar geringer und damit auch die hohe Sekundärspannung, aber in Summe bringt das keinen Erfolg.

    Ein Widerstand gegen Masse muss einen Wert von ca.200 Ohm haben, damit bei 20kHz und Vollaussteuerung die Sekundärspannung in einem annähernd ungefährlichen Bereich liegt. Mit 200 Ohm ist jedoch der Frequenzgang fast genauso "schlecht" als wenn sekundär an Masse gelegt wird.

    Die einzige technisch sinnvolle Lösung, die mir bis dato einfällt, ist ein zweiter Übertrager nach dem ersten. Dieser wäre als 1:1 auszulegen und kann recht klein ausfallen. Die Windungszahlen wären auch nicht sehr hoch und damit könnte dieser zusätzliche Übertrager eine sehr geringe Koppelkapazität haben. Damit wären beide Koppelkapazitäten der Übertrager in Reihe, wobei die des zweiten Übertragers die Gesamtkapazität maßgeblich bestimmt.

    Oder man lebt mit mehreren hundert Volt auf den Lautsprecherleitungen.

    Gruß Reiner

    Neumann entzerrt 75us aktiv und dann 318us und 3180us passiv. Allerdings hat die Gesamtentzerrung einen riesigen Phasengang -50° bei 20kHz. Wenn Platten so geschnitten wurden, warum sollen dann die Phonos einen extrem geringen Phasengang haben und nicht die -50° wieder zurückdrehen?

    Gruß Reiner

    Hallo Reiner,


    Wie wäre es mit dem Selbstbau einer röhrisierten LCR-Phono? Ist ja gerade im Ampearl Thread ein Thema. Gilt meinem Eindruck nach in DIY-Kreisen sportlich gesehen als 'Kür'.

    Hallo Jo,

    dafür habe ich mir ja genügend russische Bleistiftröhren besorgt. Mal sehen, ob man das Prinzip der Neumann Entzerrung umgedreht mit Röhren für eine Phono verwenden kann.

    Gruß Reiner

    Entzerrung

    = einen Frequenzgang in eine bestimmte Richtung bringen. Eine Schneidemaschine entzerrt und eine heimische Phono entzerrt auch.

    Und zu Deiner Frage: Was in der einen Richtung gemacht wird, kann man auch in die andere Richtung machen. Daher diese Untersuchung.

    Gruß Reiner

    Da der Bau meiner 211 Mono-Blöcke noch länger dauern wird, beschäftige ich mich zwischenzeitlich mal mit einem Phono Röhren Pre-Amp. Um zu entscheiden, wie dieser aufgebaut sein wird, habe ich mir mal einen Entzerrerverstärker einer Neumann Schneidemaschine angesehen (vielen Dank an Peter Ruhrberg für die Unterlagen und Schaltpläne) und simuliert (mit einer idealen RIAA Kurve).

    Das Ergebnis der Simulation möchte ich hier nicht vorenthalten:

    pasted-from-clipboard.png

    Mit zwei Potentiometern kann der Frequenzgang abgeglichen werden, eine Poti für den Tiefton-Bereich und ein Poti für den Hochton-Bereich. Die verschiedenen Kurven in dem Diagramm zeigen die jeweils möglichen Abstimmbereiche der Potentiometer.

    Da kann man nur sagen, dass das ganz, ganz große Kunst der Analogtechnik ist; allererste Sahne, wirklich vom Feinsten.

    Gruß Reiner

    Was da passiert wird mit folgendem Schaltbild, bei dem zur Vereinfachung der Übertrager weggelassen wurde (wenn jetzt Fragen dazu kommen: ja das darf man) deutlich:

    pasted-from-clipboard.png

    Die Röhre ist die Quelle mit 500V peak und einem Innenwiderstand R1, C2 die Wicklungskapazität der Primärwicklung, R2 der Innenwiderstand der Sekundärwicklung und C1 die "böse" Koppelkapazität zwischen der Primärwicklung und der Sekundärwicklung. Alle weiteren Elemente sind zum Verständnis weggelassen, den innenwiderstand des Messgerätes habe ich mal mit 1M angenommen. A und B sind die Lautsprecheranschlüsse. Dann ergibt sich für die Spannung am Messgerät:

    pasted-from-clipboard.png


    und für den Frequenzgang:

    pasted-from-clipboard.png



    Gruß Reiner