Posts by DBF

    Wie hast Du festgestellt, dass die Platten zu schnell laufen?
    Wenn der Platenspieler einen mit "Pitsch" bezeichneten (Dreh)-Regler hat, dann kannst Du das mit dem Einstellen.
    Sonst wirds schwierig.

    Komm vorbei, dann versuchen wir es. Wie Du weisst, bin ich ja vielseitig einsetzbar und es ist immer "Gut zu Fuss" zu gehen.
    Schönes Wochende
    Bernhard

    70 My müssen aller Erfahrung nach bei beiden Kanälen- Antiskating einstellen! sauber abgetastet werden. Ich messe das mit der DHFI Messplatte, da sind wo 70 My draufsteht 77 My drin.. Sonst ist irgendwo immer nervig und unsauber. Manche Tonabnehmer reagieren dabei recht stark auf Temperaturschwankungen, das solltest Du berücksichtigen. Unter 20 Grad C nimmt die Abtastfähigkeit oft stark ab.
    Wie sieht denn die Hochtonabtastfähigkeit aus? Lässt sich mit der DHFI-Platte auch recht gut per Gehör ermitteln, besser ist es mit Oszilloskop.

    Ich habe mir selbst eine Plattenwaschmaschine gebaut, die VPI HW 16.5 (so heisst sie wohl) hat als Vorlage gedient. Die Holzkiste zu bauen ist sinpel, für den Absaugarm braucht man eine Drehbank oder eben jemanden, der eine hat. Das ganze Material kostet keine 200 Euro.
    Das Teil wäscht nicht nur sauber, sondern rein - ist auch laut genug.
    Zeichnung und Fotos schicke ich gerne, Bezugsquelle für den Original-Saugmotor habe ich auch.
    Den könnte man natürlich in der Saugleistung regelbar machen - Ohrstöpsel funktionieren aber auch.
    Die Drehzahl des Plattentellers habe ich ziemlich niedrig angesetzt, wirkt besser. Als Antrieb dient der Motor von einem Spanferkelgrill. Der hat Kraft satt.

    Mit dem Airtangent war ich richtig unglücklich - fast schon krank. - wie gesagt mit meinem Exemplar, andere kenne ich nicht.
    Die Funktion diieser Arme steht und fällt mit der exakten Höhenausrichtung. Ich kontrolliere das mit einer Kurbelzapfenwasserwaage. Dann ist es ganz simpel. Die Wasserwaage zeigt 1mm pro Meter Abweichung an. Der Tonarm muss nur vorne 0,15 +/- 0,02 Millimeter höher sein als hinten, also sozusagen leicht gekippt, dann sind die Verzerrungswerte links und rechts gleich.
    Mit dem Verstopfen von Luftlöchern habe ich gar keine Probleme, zur Not kann man das Rohr abschrauben und in Spüllösung (Seifenwasser) mit 6 bar Druckluft durchspülen. war aber noch nicht nötig. Bei meinem Airtangent war das Verstopfen ein Riesenproblem. Unter dem Mikroskop konnte man auch erkennen warum: Die Löcher hatten Grate, an denen der Staub sich festsetzen konnte. Mein Tonarm ist ohne irgendwelche Nervereien im Handling zu benutzen.
    Zum Thema Bass: Die Wiedergabe ist straff und schlank aber abgrundtief schwarz. Ich hatte anfangs Transmission-Line-Subwoofer (mit KEF B139), die waren restlos überfordert. Die Klipsch-Nachbauhörner kommen richtig in Wallung, 250 Watt Verstärkerleistung pro Stück sind nötig. Die Hörner laufen elelektronisch entzerrt von 100 Hertz bis 17 Hertz linear (+/- 1dB), bei 10 Hertz fehlen 2 dB. Im Tief-Mittelton-Bereich (100 - 300 Hertz) habe ich noch Probleme (zu fett), aber die schreibe ich den dafür zuständigen Lautsprecherchassis zu - ich arbeite daran.
    Die Kombination mit dem EMT hat eine Tiefenresonanz bei 10 Hertz, aber nur 4 dB hoch, ohne Silikondämpfung oder anderen Firlefanz. Das könnte der Grund für den präzisen Tiefbass sein.

    Ich habe den Breuer vor rund 3 Jahren nach Hong Kong verkauft (für 1250 EURO). Damals wollte ihn sonst keiner haben.
    Ob Selbstbau billiger ist als fertig gekauft hängt von der Berechnungsart ab. Die Stunde, die ich für mein Hobby "verbrauche" - was kostet die? Ich setze sie mit null an.
    Auf jeden Fall bin ich zufriedener mit der Anlage - ich weiss von jedem Detail warum und wieso. Ausserdem bin ich - was Ersatzteile angeht, von niemandem mehr abhängig - sehr beruhigend. :]
    Und wenn irgendwas Mist ist, dann weiss ich wer es verbockt hat.
    Und Mist gabs viel - ich hoffe, jetzt ist es weniger geworden - glaube ich auch.
    Ich halte allerdings Selbstbau ohne alle nötigen Messgeräte für zwecklos, man belügt sich nur selbst - zumindest läuft man Gefahr.


    Vielleicht bin ich zu doof für Computer, aber die Stelle zum Bilder einstellen habe ich immer noch nicht gefunden.

    Der Breuer Tonarm ist ganz sicher von allen einer der Guten, sehr klangneutral auf jeden Fall. Deutlich besser (dynamischer) als SMEV, den ich auch mal hatte. Ich würde sagen, der Breuer ist der beste Drehtonarm den ich gehabt habe.
    Aber ich kann nicht erkennen, warum er (wie manch andere Drehtonarme) so teuer sein muss. Ich hatte 2.000 D-Mark (neu, beim "Fachhändler") bezahlt. Auch das war eigentlich schon zuviel, wenn ich es mir aus heutiger Sicht überlege. Der Nachteil aller Drehtonarme ist der Spufehlwinkel - und das mit dem Antiskating ist ja auch nicht ganz unumstritten - . Der Spurfehlwinkel ist jedenfalls nur an zwei Stellen gleich Null. Beim Tangentialarm ist der immer Null. Das sorgt an jeder Stelle der Platte für das gleiche Abtastergebnis. Auch nicht richtig zentrierte Platten sind - dank viel geringerer Lagerreibung beim Luftlager - verdaulich. Ich habe einzelne "Schätzchen", die doch ziemlich eieren (was will man machen, wenn man keine bessere findet), null Chance mit Drehtonarmen bei hohen Amplituden. Ich habe bei einer Messplatte das Mittelloch aufgefeilt. Auch wenn sie gehörig unrund läuft ( +/- 1 mm Schlag zur Seite), erreiche ich die gleichen Verzerrungswerte wie beim exakten Rundlauf.
    Die Tangentialarme mit externen Antrieb und Regelung haben damit Probleme - z.B. mit dem SL5 bin ich nie richtig klargekommen.

    In zwei Schritten. Ich hatte mir einen Airtangent-Tonarm gekauft und der spielte nicht so, wie er sollte. (Siehe Beschreibung einige Beiträge weiter vorne). Nachdem der Nachbau (nach zwei Jahren) endlich lief ;) war ich von der Technik mit den Luftlagern überzeugt.
    Ich habe übrigens auch einen Luftspalt von 1/100 Millimetern probiert. Das war im Idealfall weder klanglich noch messtechnisch besser. Es hatte den Nachteil, dass sich Temperaturschwankungen auswirkten. Das feststehende Teil ist aus Edelstahl, das Bewegliche aus Alu. Diese beiden Materialen haben unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten, was zu Problemen führte. Das Gleitrohr auch aus Edelstahl zu machen ist keine gute Idee, die bewegte Masse steigt dann an. Und das Feststehende aus Alu auch nicht, da sich das beim Bohren verzieht. Anders wars also nicht zu machen.
    Bei 2/100 Millimetern Luftspalt wars perfekt. Mein EMT tastet 90u sauber ab. Mit 4/100 gehts überhaupt nicht.
    Der logische Schluss nach Bau des Tonarms war die Idee auch den Plattendreher damit auszurüsten. Mein "Leidensweg" führte über TD165 (1974 - 1977), Linn LP12 (1977 - 1989 - ja solange, mit allem was der Linnist so braucht: "Ich denke, also LINN ich"!) zuletzt zum AUDIMECA J4 mit Breuer 8, FR64 und Hadcock Tonarm sowie zuletzt natürlich dem Eigenbau. Die Luftlager entkoppeln die Analogik komplett von der Umwelt. All das habe ich mit den Vorgängern nie hingekriegt.


    Noch eine Frage: Wie bekomme ich hier Bilder hinein? Ich möchte Holger nicht nochmal belästigen,

    Nein, ich glaube, ich brauche mich nicht zu verstecken. Den Apolyt habe ich gar nicht gekannt (ich wusste nur das es einen Plattenspieler mit diesem Namen gibt), als ich meinen Plattenspieler gebaut habe. Ich habe die Beschreibung und die Diskussion dazu gelesen. Ich wollte nur mitteilen, dass dieses Konzept Sinn macht und funktionieren kann.
    Ich denke es ist eine gute Sache, anderen die Möglichkeit zu geben, solch ein Teil auch zu bauen.
    Der Apolyt war ja nun nicht billig - und soweit ich gelesen habe, gibt es ihn nicht mehr neu zu kaufen - stimmt das?
    Denn, damit sind wir beim Preis im High-End-Geschäft: Ich denke mal, dass der astronomisch wäre. Ich glaube kaum, dass jemand sowas kaufen würde. Und den Gang zu einer Testzeitschrift (der wohl nötig wäre) stelle ich mir abenteuerlich vor!?! - wir müssten jetzt kurz noch den Kompressor im Nebenraum aufbauen, für den Schlauch kurz ein Loch durch die Wand bohren und schon ist alles im grünen Bereich....
    Selbst meine Frau hat kurz geschluckt, als ich mit Druckluft im Wohnzimmer zu hantieren begann, aber wat mut dat mut....

    Analog lebt - und wie.
    Würde mich wirklich freuen, wenn einige Lust bekommen, sowas auch zu bauen. Zeichnungen und Tipps gebe ich gerne (natürlich kostenlos) - es dient der analogen Sache. Das Ganze funktioniert wirklich ohne Mucken - nur Konpressor einschalten, Nadel in die Rille und es geht ab!

    Entstehung und Konstruktionsmerkmale des luftgelagerten Tangential-Tonarms


    Der Tonarm ist eigentlich als "Ersatzlösung" konstruiert worden. Ich besaß einen Airtangent 2B Tonarm, der jedoch leider nicht zufriedenstellend funktionierte. Sowohl von Seiten des deutschen Vertriebs wie auch vom Hersteller wurde mir keinerlei Abhilfe angeboten. Deshalb habe ich begonnen, den Aufbau genau zu studieren und den Tonarm für mich in einer mängelfreien Ausführung nachzubauen. Wie Airtangent-Tonarme heute gefertigt sind, weiss ich nicht, die Beschreibung der Mängel und deren Abhilfe beziehen sich ausdrücklich nur auf mein Examplar des 2B. Mein Tonarm sieht nur noch äusserlich dem 2B ähnlich, durch die vielen Änderungen ist eine Eigenkonstruktion herausgekommen.


    Verbessert wurden:
    1.: Das feststehende Rohr, welches das Luftpolster bereitstellt, wurde aus präzisionsgeschliffenem Edelstahl hergestellt. Die 140 Bohrungen für den Austritt der Luft wurden per Laser angebracht. Sie wurden gegenüber dem Original nicht einfach eingebrannt, sondern auf exakten Durchmesser (20 Mikrometer) kreisförmig geschnitten.
    2.: Das Rohr wird nicht einfach durch Gummiringe aussen gehalten, sondern sitzt auf einer innen angebrachten Aufnahme. Dadurch lässt sich der Aufbau ohne Spezialwerkzeug (z.B. zum Reinigen bei starker Verschmutzung) zerlegen und unter Erhaltung der Justage wieder zusammenbauen der Aufbau ist bis 6 Bar Überdruck auf Dichtigkeit getestet, der Betriebsdruck beträgt nur 0,25 bar (250 mbar). Der Luftverbrauch beträgt 3 Liter / Minute. Mein Original 2B benötigte zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen mindestens 500 mbar. Der Nachbau lässt sich mit einer leisen Aquariumspumpe betreiben.
    3.: Das Gleitrohr ist aus gehontem Alurohr ohne Eloxierung gefertigt. Allein die Eloxierung meines 2B verhinderte die Präzision dieses Teils. Dies zeigte sich, als ich die erste eigene Version mit eloxiertem Rohr mit einem nicht eloxierten verglich. Die Dicke des Luftpolsters zwischen feststehendem und gleitendem Rohr beträgt 20 Mikrometer. Eine Version mit 40 Mikrometer Luftspalt klingt völlig daneben. Das eigentliche Tonarmrohr ist aus dem Vollen aus Aluminium auf einer Langdrehbank gefertigt. Es ist wesentlich klangneutraler als das meines 2B es war.
    4.: Die Verkabelung ist durchgehend von den Tonabnehmerkontakten bis zum Steckkontakt seitlich. Der Stecker ist offen zugänglich ausgeführt. Mein 2B hatte eine Verkabelung aus mehreren Teilstücken mit Lemo (Fischer) -Stecker. Dieser Stecker sieht zwar schöner aus, hatte aber dauernd Kontaktprobleme. Die Kabel waren aus mehreren Teilstücken zusammengelötet, auch dies hatte dauernde Wackelkontakte zur Folge. Der Steckkontakt sitzt in der Mitte und nicht seitlich, dies führt zu gleichmässigerem Kraftaufwand beim Bewegen der Kabel. Schliesslich muss das Kabel beim Abspielen der Schallplatte bewegt werden.
    5.: Die Höhenverstellung erfolgt über einen arretierbaren Feintrieb. Dies ist viel exakter als der Drehhebel meines 2B. Der bewegliche Teil läuft in einer Schwalbenschwanzführung.
    6.: Das automatische Anheben des Arms am Ende der Schallplatte erfolgt über einen in der Position justierbaren optischen Sensor (Berührungslos) per Mikromotor. Das Original war auch ohne Berührung, hat aber nie richtig funktioniert (spontanes Abheben des Arms bei laufender Platte). Der Tonarm hat einen über Optokoppler isolierten Sensorausgang, mit dem ein hierfür ausgelegter Vorverstärker nur beim Spielen der Schallplatte freigeschaltet werden kann. Dadurch gibt es kein (Plopp)-Geräusch beim Anheben und Absenken des Tonarms mehr.
    7.: Die Einhaltung der Aufbau und Justage-Anleitung meines 2B führte nie zum richtigen Resultat mit minimalen Abtastverzerrungen. Die Justage meines Tonarms ist sehr einfach mit einer Präzisions (Kurbelzapfen) Wasserwaage sowie mit Messplatte, Oszilloskop und Spektrum – Analysator möglich. Der Betrieb ist absolut problemlos, leichte Verschmutzung (Staub) kann ohne Berührung! oder gar Demontage entfernt werden.
    8.: Der Tonarm kann nur auf einem Masselaufwerk (ohne Subchassis!), dass auf einer stabilen Unterlage steht, betrieben werden. Das vordere Ende des Tonarms muss genau 150 Mikrometer gegenüber dem hinteren Ende angehoben sein. Dies ist einfach hinzubekommen, da eine arrtierbare sternförmige Balanciervorrichtung im feststehenden Teil vorhanden ist. Das optimale Ergebnis wird mit dem eigens für diesen Tonarm bei EMT gefertigten Tonabnehmer mit angepasster Masse und Nadelnachgiebigkeit erreicht.


    Konstruktionsmerkmale des luftgelagerten Analog-Laufwerks


    Nachdem der luftgelagerte Tonarm die Überlegenheit dieser Lagertechnik eindrücklich gezeigt hatte, lag es nahe, diese auch beim Laufwerk einzusetzen. Eine Eigenanfertigung eines Drehlagers mit der benötigten Tragfähigkeit schied aus Kostengründen aus. Die Wahl fiel auf ein Doppel-Kalottenlager der Firma LT-Ultra. Es bietet eine Rundlaufgenauigkeit und einen max. Höhenschlag von kleiner 50 Nano! - Metern (Durch individuelles Prüfprotokoll belegt). Die Stärke des Luftpolsters beträgt 10 Mikrometer bei 3 bar und 20 Liter / Minute Druckluftverbrauch. Seine Tragfähigkeit beträgt 70 Kilogramm. Die ölfreie Druckluft muss einen Drucktaupunkt von maximal –20 °C besitzen, die maximale Fremdpartikelgrösse darf 1 Mikrometer nicht überschreiten. Deshalb wird am besten ein wartungsfreier Kolbenkompressor mit Teflon-Laufbahnen und Lagern eingesetzt, er arbeitet ohne Ölschmierung. Ihm ist zunächst ein Wasserabscheider und je eine Grob– und Feinpartikelfilterstufe nachgeschaltet. Danach wird der Wassergehalt mit einem ebenfalls wartungsfreien Membrantrockner auf den erforderlichen Wert reduziert. Hinter der Druckfeineinstellung ist ein Aktivkohle – Ultrafilter verbaut. Aus dieser Versorgung wird auch der Tonarm über einen weiteren Druckregler mit eigenem Ultrafilter betrieben. So wird keine eigene Pumpe für den Tonarm mehr gebraucht. Alle Konponenten der Drucklufterzeugung bis zu den Druckreglern können definitiv NICHT im Hörraum betrieben werden, die Geräuschentwicklung ist viel zu hoch. Grob– Fein– und Ultrafilter besitzen leicht wechselbare und preisgünstige Filterpatronen. Die vorhandenen Luftdrücke werden durch im Laufwerk eingebaute Manometer angezeigt.


    Das eigentliche Laufwerk ist in Sandwich – Bauweise als Masselaufwerk konstruiert. Seine Bodenplatte besteht aus 10 mm starkem getemperten VA – Blech. Dann folgt 40 mm Multiplex – Holz, durch das Luftschläuche und Elektroleitungen verlegt sind. Dieser Unterbau wird durch eine zweite 10 mm VA – Platte obendrauf abgeschlossen. Das Ganze wurde durch 40 M6 VA – Schrauben verschraubt und dann plangeschliffen. Alle Stahlteile sind natürlich nicht magnetisch. Die sichtbare Deckplatte besteht aus CNC – gefrästem Granit mit eingeklebten Messing – Gewindehülsen zur Montage von Lager, Motor und Tonarm. Die Granitplatte ist vollflächig über ein 5 mm starkes Elastomer mit dem Stahl / Holz – Unterbau schwingungsdämpfend verbunden. Die sehr feste Verbindung verschiedener Werkstoffe mit unterschiedlichen Schwingungseigenschaften verhindert das Auftreten von Resonanzen, da Schwingungen breitbandig und gleichmässig bedämpft werden. Diese gesamte cirka 50 Kilogramm schwere Konstruktion ist über je einen Feingewindetrieb an den 4 Ecken hunderstel – Millimeter genau ausrichtbar (höhenverstellbar). Dies erfolgt natürlich von Oben, sodass das Laufwerk nur auf einer stabilen Unterlage plaziert und dann mit einer Präzisionswasserwaage in wenigen Minuten leicht ausgerichtet werden kann. Die Präzision der Ausrichtung ist für den luftgelagerten Tonarm ohne Wenn und Aber nötig. Weniger als ein Zehnteil – Millimeter Höhenabweichung entscheidet über die einwandfreie Funktion des Tonarms. Die auf dem Bild sichtbare helle Holzumrahmung ist nur übergestülpt, ihre Ausführung ist ohne Belag für den Klang.
    Der Plattenteller besteht aus 40 Millimeter starkem Acryl mit einem Alu – Unterbau als Schwungmasse. Über diesen Alu – Ring wird die cirka 7 Kilogramm schwere Tellereinheit per Riemen von einem Berger - Schrittmotor angetrieben. Der Motor wird mit einer in der Frequenz einstellbaren Präzisions – Wechselspannungsquelle versorgt. Damit die Schrittfolge bedämpft wird, liefert diese Sinusspannungen.


    Mehr ist mir zur Herstellung des „definitiven“ Plattenspielers nicht mehr eingefallen. Das Ergebnis ist frei von Rumpeln, intakte Schallplatten sind bis zum Bandrauschen der Aufnahme durchhörbar. Die Störgeräuschfreiheit ist sonst nur mit digitalen Tonträgern zu haben. Die klingen aber leider im Vergleich lächerlich. Die Störfreiheit (-80 dB mit entsprechendem Phonoteil über Messplatte gemessen) stellt hohe Anforderungen an die Belastbarkeit der verwendeten Verstärker, Nachbarn und vor allem Lautsprecher. Sie vermittelt durch die vorhandene Dynamik sehr hohe Pegel als „eigentlich gar nicht so laut“ , über 100 dB gemessene Schallpegel am Hörplatz klingen angenehm.

    Ich habe mir hochbelastbare Elektrostaten gebaut. Ich erreiche 110 dB Schalldruck problemlos im 60 m2 Raum, (Klirrfaktor / Sinus 0,25% dabei). Zwei Monblöcke mit je eigener Haustromversorgung müssen dafür bis zu 400 Ampère Spitzenstrom pro Stück "abdrücken". Als Subwoofer habe ich Klipsch-Eckhörner (Nachbau). "Normale" Basslautsprecjer zerreisst es bei dem Bedarf. Die-K-Hörner habe ich elektronisch entzerrt, bei 10 Hz! fehlen mir nur 2 dB. Der Frequenzgang läuft von 20 Hz bis 20 kHz +/- 1dB.


    Der Kompressor sollte ölfreie Luft liefern. Die muss nämlich sonst mit einem Kältetrockner gereinigt werden. Das Wasser bekommt man mit einem Membrantrockner leicht weg. Ich selbst habe sowieso einen Kompressor mit Kältetrockner (für die Werkstatt). Die anderen "Mitstreiter" haben einen Kolbenkompressor mit Teflon-Laufbahnen gekauft, der ist ölfrei und mit rund 300 Euro recht billig.


    Ich mache am Wochenende auch mal ein paar Bilder.

    Ja, es ist ein "Jugendtraum" etwas so zu bauen, dass einem wirklich nichts mehr einfällt, was man noch besser machen kann. Und dafür sind acht Kiloeuro eigentlich auch nicht soviel, denn dann ist das Thema Plattenspieler durch. Ich habe meine komplette Anlage - bis auf das EMT-System- selbst gebaut. Das der Apolyt wohl auch in meine Richtung geht habe ich nicht gewusst, ich hätte ihn mir aber wohl auch nicht leisten können.
    Ich habe es vor 15 Jahren aufgegeben, beim "High-End-Händler" das zu finden, was ich haben will. Das einzige, was ich sonst noch habe, sind die Tief-Mitteltöner meines Mark Levinson HQD-Systems. Und auch bei denen arbeite ich an Ersatz.
    In den nächsten Tagen stelle ich hier eine technische Beschreibung des Plattenspielers ein.