Posts by EAT-Fan

    Ich höre jetzt ein halbes Jahr mit einer Kaktusnadel als Nadelträger (Soundsmith Hyperion). Funktioniert 😇 und ist musikalisch wirklich High End, bringt die Höhen fein aufgelöst und auch sauberen dynamischen Bass.

    Technisch betrachtet ist eine Kaktusnadel sehr steif bei geringstem Gewicht. So gesehen hat eine biegsame Fischgräte keine Chance.


    Grüße aus Österreich

    Kurt

    Guten Morgen Uli,

    also meines Wissens ist Rainer Maschinenbauingenieur. Auch wenn er vielleicht mit großem Spieltrieb herumprobiert, ohne physikalisches Wissen wäre er als Techniker blind und erfolglos unterwegs, denn "gegen die Physik geht gar nichts".

    Wie könnte sich Rainer mit seinen technischen Partnern verständigen ohne gemeinsame physikalische Basis.


    In Freundschaft Kurt

    Lieber Rainer,

    In Deiner Preisklasse bis Du mit Deinen Lagern sicher voraus. Aber in unserer Preisklasse müssen wir bei den Massenlaufwerken noch immer einmal jährlich die Lager inspizieren.


    Die Direktantrieblaufwerke haben bereits geschlossene Lager und haben in diesem Bereich gegenüber den Masselaufwerken einen Pluspunkt.


    Auch wenn die wenigen "funktionierenden" Tangentialtonarme für mich noch zu teuer sind. Deine Laufwerke beginne ich zu beobachten.


    LG

    Kurt

    Hi, :/

    ich wollte mich hier nicht mehr melden, da ich diesen als Thread abgeschlossen glaubte. Ich habe mich darüber gefreut, dass hier wenige Trolle aufgetaucht sind. Doch was nach meinem Beitrag #432 bezüglich der Umgebungstemperaturen hier abgeht, ärgert mich von Tag zu Tag mehr.


    Da zitiert mich einer im vollen Umfang und moniert bei einem Temperaturbereich von 15 bis 40 Grad die Erderwärmung zu berücksichtigen. War vielleicht nur zum Spaß.


    Im Gegensatz zu einigen Trollen hat RosWo meinen Beitrag mit seinen Erfahrungen ergänzt und damit aber auch ein neues Thema eröffnet.


    Hier noch einige Ergänzungen von meiner Seite, um das Lageröl-Thema wieder auf den Boden zu bringen.


    Zur Lageröltemperatur: Die Verminderung der Reibungskräfte in den Tellerlagern hat auch die Temperaturbelastung der Öle vermindert. Damit ist die Lageröltemperatur heute kein Problem mehr. Sie war auch bei Vintage-Masselaufwerken nie ein besonders großes Problem.


    Zum geforderten Lageröltest: Der ist bei der Vielfalt von Lagerkonstruktionen sicher nicht zielführend und meiner Meinung nach auch ein VOODOO-Thema. Ein Lager besteht aus Läufer, Lauffläche und Schmiermittel. Ist diese Dreierkombination sauber konstruiert, dann ist auch das Schmiermittel festgelegt, darum beim erforderlichen Nachölen von Gleitlagern nur ein vom Hersteller bezogenes oder empfohlenes Öl verwenden. Zum Beispiel braucht ein größerer Lagerspalt ein steiferes Öl als ein feiner Lagerspalt. Geschlossene auf Lagerlebensdauer geschmierte Kugellager sollte man nur als Gesamtteil wechseln.


    Das Beispiel mit dem geölten Teflonlager zeigt, die Lagerkonstruktionen werden immer vielfältiger und Teflon ist nicht Teflon. Meist sind die Eigenschaften des Teflons durch die Zumengung von Füllstoffen speziell optimiert. Die meisten Teflonvarianten brauchen kein Schmiermittel, aber vielleicht die darin laufende Keramikkugel, oder der Konstrukteur will mit Öl Staub aus dem Lager fernhalten, weil Teflon abriebgefährdet ist … oder die gewählte Teflonvariante braucht überhaupt kein Schmiermittel, oder Öl fließt unter das Lager und das Teflonteil rutscht durch.


    Ein Hinweis zum Schluss, bei einem gebrauchten Dreher, bei dem unbekannt ist, wie lange er außer Betrieb war, sollte man das Tellerlager unbedingt reinigen und neu ölen, bevor man den Dreher in Betrieb nimmt. Und ganz am Rande noch: Berufliche Instandhalter machen dies bei allen Maschinen "bevor sie einlagert werden".


    Ich wünsche Euch ein Wochenende mit Musik, mit oder ohne Hanf ist mir egal, aber diskutiert diesen bitte in einem anderen Forum.


    Kurt

    Als Eröffnen dieses Threads erlaube ich mir jetzt einen Schlussstrich zu ziehen.


    Sehr viel physikalisches Wissen haben wir nicht gehoben, aber wie 448 Beiträge zeigen, hatte er unser Interesse und hat uns doch ein Stück weitergebracht.


    Mir als ein Anhänger der Masselaufwerke wurden die Vorteile der Direktantrieblaufwerke ein gutes Stück verständlicher.


    Meinen speziellen Dank habe ich bereits mit 👍 und Danke-Kelchen zum Ausdruck gebracht. Danke auch an FrankG, ... und Dank an alle (ausgenommen natürlich die Trolle, von denen sich nur wenige in unseren Thread verirrt haben).


    Ich denke einige von uns werden sich bald wieder bei einem andern Thread treffen.


    Bis dahin

    Grüße aus Österreich

    Kurt :)

    Bezüglich der Umgebungstemperaturen:

    Ein Plattenspieler, wenn er richtig gebaut ist, sollte wie jedes Haushaltsgerät zwischen 15 und 40 Grad funktionieren. Aber trotzdem gibt es Randprobmeme. Öldämpfungen mögen keine große Abweichungen gegenüber der Einstellteperatur. Gummireibräder mögen es nicht kalt. Riementriebe mögen es nicht warm (Schlupf), Kunststoffe mögen es weder kalt (Sprödbruch) noch warm (Fließen) ... und insbesondere unsere Schallplatten reagieren auf höhere Temperaturen mit Verzug. Wohnraumtemperaturen zwischen 20 und 30 Grad sollten wir auch unserem Dreher einschließlich der Schallplatten gönnen.

    LG Kurt

    Hallo Shakti,


    ich schätze Deinem Spieltrieb und wie Du uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt.

    Aber bei einem Phonovorstärker, der die Eigenheiten einer Schneidemaschine korrigieren soll, winke ich ab. Den Drehzahlfehler kann er nicht korrigieren, abgesehen davon, dass wir diesen mit 0,02% nicht hören. Und Frequenzfehler macht der Schneidgriffel, der sicher nicht maschinenspezifisch ist. Da gibt es sicherlich unterschiedliche Schliffe mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen.


    LG Kurt

    Hallo Wolfgang,

    Ich bin zu wenig Brancheninsider, um die einzelnen in Verwendung stehenden Schneidemaschinen zu kennen.

    Ich habe die Neumann nur genutzt, um die beiden unterschiedlichen Gleichlaufschwankungen zu erklären.

    LG Kurt

    Hallo Dieter,


    Theoretisch sollten Tonabnehmer und Tellerachse starr verbunden sein bzw. synchron mit der selben Frequenz schwingen. Eine Anforderung, der man sich nur nähern kann.


    Hier ein Katalog von Maßnahmen:


    Exakte möglichst eng tolerierte Tonarmlagerung.


    Starres Tonarmrohr.


    Möglichst wenig Anbauten an den Tonarm, die zusätzliche Frequenzen erzeugen. Japanische Puristen demontieren sogar die Antiskatingeinrichtung.


    Eine einzige auf die Tonarmeigenfrequenz abgestimmte Dämpfungseinrichtung. Oft mit einer Elastomerlagerung des Ausgleichsgewichtes realisiert.


    Headshell und Tonabnehmerbasis aus dem selben Material wie das Tonarmrohr.


    ...


    Bei den führenden japanischen Tonarmen bezahlt man für wenig sehr viel.


    Das vom Tonarm meist völlig unabhängig entstandene Chassis hat nie die selbe Eigenressonanz wie der Tonarm. Der Ausweg aus diesem Dilemma: Masse Dämpfung, Magnetlager ... vom Teller getrennte Motordose und ebenfalls vom Teller getrennter Tonarmbasis auf schweren Fundamenten.


    So ab 5k für Laufwerk und Dreher wird der Restfehler hörbar geringer. Ab 30k kann ich persönlich keine Abnahme des Restfehlers mehr hören.


    Soweit von meiner Seite zum Einstieg in dieses Thema, wobei ich auf die unterschiedlichen Konzepte, Einpunktlagerung oder kardanische Lagerung, dämpfende oder schwingungsleitende Headshell, weicher Filz oder knallharte Oberfläche am Plattenteller... noch gar nicht eingegangen bin.


    LG

    Kurt

    Moin Kurt,


    bleibt es bei der obigen Aussage, wenn Du dich mit dem Onkyo Prinzip auseinandersetzt?


    Gruß lori

    Jetzt wird von mir verlangt, dass ich dazu antworte.

    Ich werde aber nicht antworten, denn bei ONKYO findet man auf der aktuellen Homepage einen bunten Buchladen einfacher Brettspieler, die technisch weit entfernt von Masselaufwerken sind. Der zitierte PX 100M wurde nur bis 1984 gebaut. Ich kann da kein technisches ONKYO-Prinzip erkennen.

    Und wie kann ich etwas beurteilen, das ich nicht kenne und auch vom Fragesteller nicht vorgestellt wird?


    Ich bleibe bei meiner Aussage, dass heute schwere Massenlaufwerke, die besten Gleichlaufeigenschaften haben.


    Rainer hat hier die Daten einer führenden Plattenschneidemaschinen vorgerstellt.

    Natürlich muss sich die mit möglichst geringer Abweichung von 33 1/3 bzw 45 Upm drehen. Gleichzeitig soll sie möglichst geringe dynamische Gleichlaufschwankungen (innerhalb einer kurzen Zeitspanne) haben, das ist nur mit einem sehr schweren Teller zu machen. Um eine drehende Masse mit 100 kg oder mehr zu regeln ist Motordrehmoment erforderlich, darum ist Direktantrieb ohne Riementrieb zwischen Motor und Teller. Die statische Gleichlaufschwankung ist der Drehzahlregelung geschuldet. Ohne Abweichung vom Zielwert kann keine Regelung ein Stellsignal generieren (Funktion eines PID-Reglers googeln). Man gibt sich damit zufrieden, dass man die Abweichung unter die Hörgrenze schiebt.


    LG Kurt

    Hallo Ralf,


    bezüglich der Kabel kann ich Dir folgen, Aber bei Mikrofonen verlangen auch Musiker mehr als Funktionieren. ...


    Studiolevel ist nicht schwächer als High End, hat aber zumeist das bessere Preis/Leistungs-Verhältnis.


    LG Kurt