Posts by amano

    Uwe Mettmann :
    zu der Aussage bezüglich FTZ muss ich gestehen, dass das wohl etwas salopp formuliert war. Das FTZ hat ja einiges an Pionierarbeit geleistet, wurde aber irgendwann aufgelöst, genauso wie jetzt wohl bald das IRT in München seine Pforten schließen muss.

    Die relevanten Normen bezüglich Störung auf Netzleitungen liegen wohl seit einigen Jahrzehnten bei europäischen Institutionen, die das Hand in Hand mit der DIN dann in Normtexte gießen. Wer das genau macht ist mir nicht bekannt. Gültig sind dann am Ende die EN... Normen.


    Der wichtige Punkt ist, dass die Anforderungen an die Störungsbeseitigung für die Gerätehersteller immer höher wurden, wenn man sich z.B. die EMV-Richtlinien anschaut. Die Firma, in der ich die letzten 15 Jahre gearbeitet habe, musste für die Sensoren (und deren Auswerte-Elektroniken) ja auch die entsprechenden EMV-Messungen machen. Das war nicht immer lustig. Das Firmengebäude liegt neben der Bahnlinie. Wenn dort mal ein ICE vorbeifuhr konnte man nichts messen, weil die EMV-Störungen so heftig waren.

    HiFi-Verstärker, die in den frühen 80-er Jahren gebaut wurden, haben häufig keine oder nur unzureichende Filter um hochfrequente Störungen draussen zu halten. Ein etwas älterer Dual-Verstärker hatte ein Problem damit: der Entstörkondensator ging in Flammen auf.


    Ob es nun auf der heimischen Stromversorgung HF gibt oder nicht, das hängt wohl von sehr vielen Parametern ab.

    Da ich in unserem Haus ein Powerline-Netzwerk betreibe sehe ich hochfrequente Störungen auf der Stromversorgung meines selbstgebauten Amps den ich in gerade Betrieb nehmen möchte, und ich sehe die auch auf der Lautsprecherleitung. Das heißt: jetzt versuche ich ein Netzfilter einzubauen und hoffe mit anderen Massnahmen in der Schaltung den Amp ruhig zu bekommen.

    Eine Untersuchung welche anderen Geräte auf die hauseigene HF reagieren oder was davon mitbekommen habe ich noch nicht gestartet, - wäre aber ein guter Punkt. Ich kann mit dem Oszi messen, kann es halt nicht amtlich "gewichten".


    zur Diskussion um Lautsprecherkabel:

    ich habe das Buch (Elektor-Verlag) zitiert, weil mich die Rechenbeispiele beeindruckt haben. Es macht wenig Sinn, in einem kurzen Kommentar den Inhalt dieses Buchs zu zitieren, also hätte ich es besser lassen sollen. Wer aber die Zusammenhänge ergründen will, der wird dort in den Rechenbeispielen eine sachliche Erklärung finden.

    Uwe Mettmann


    Hallo Uwe,

    bitte entschuldige, dass ich eine Weile "abwesend" war. Bauarbeiten - Verkleidung von Heizungsrohren, Dämmung, ... ich habe mir den thread teilweise nochmal durchgelesen und war mir nicht sicher welche Frage konkret Du gemeint hast.


    Kommentar:

    Das Einzige, was mich noch interessiert, ist meine Frage an amano und eventuell melde ich mich dann noch mal zu Wort.


    amano

    Es wäre nett, wenn du noch antworten würdest.


    und ein paar Seiten vorher...

    In welcher Form haben sich die Grenzwert damals zu sagen wir mal heute vor 10 Jahren geändert? Ich weiß nur, dass die Grenzwerte von 9 kHz bis 150 kHz entfallen sind, weil es in dem Frequenzbereich keine Störproblematik gab. Welche Grenwerte ab 150 kHz bis 30 MHz gab es denn zu FTZ-Zeiten und wie sehen die jetzt aus?

    *

    Das seit etwas 10 Jahren durch PoE höhere Pegel im Frequenzbereich 150 kHz bis 30 MHz eingespeist werden dürfen, ist bekannt, aber dies hat nichst mit dem FTZ zu tun, welches es seit ca. 30 Jahren nicht mehr gibt.

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    Meine Frage deshalb, weil es immer gut ist, pauschale Aussagen durch Fakten zu unterlegen. Aufgrund schlechter Erfahrungen kann ich pauschale Aussagen ansonsten leider nicht mehr ernst nehmen.

    *****

    1. Du hast Recht.

    2. Ich habe leider nicht die Möglichkeit amtliche Messungen zu machen, dafür fehlt mir das entsprechende Messequipment. Als Rentner würde ich wohl schon die Zeit finden.

    Die Frage meinerseits ist: was konkret würdest Du wissen wollen, und wie kann man die entsprechenden Fakten beschaffen? Würden diese Dir dann weiterhelfen zu einer Erkenntnis oder einer praktischen Anwendung?

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    sofern das für Dich in Ordnung ist, ich bin offen für Rückfragen und würde gerne antworten. Gerne auch im persönlichen chat;-) Vielleicht kannst Du die Frage nochmal senden?

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    Zum Hintergund der Diskussion um Lautsprecherkabel: ich habe in den letzten Tagen das Buch "Dichtung und Wahheit" gelesen. Auch hier thematisiert der Verfasser die Wechselwirkung zwischen Amp (Innenwiderstand, Dämpfungsfaktor), LS-Kabel (Impedanz, Kapaizität, Widerstand) und LS (Frequenzweiche, Einfluss der LS-Kabel-Parameter auf die Weiche und die Chassis).

    Da ist mir erst klar geworden, dass wir bei einer Diskussion um eine einzelne Komponente eigentlich die Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten aus den Augen lassen.

    In einigen Rechenbeispielen war ich erstaunt wie stark die (rechnerische) Wechselwirkung ist.

    Herzlichen Glückwunsch, das sieht ja richtig gut aus!

    ich hoffe, dass Du bei den Hörtests jetzt nicht enttäuscht bist dass sich manche Titel anders anhören, dafür wird es wieder andere geben, die plötzlich so gut wie nie klingen...

    liebe Grüße

    Reinhard

    Hallo Sebastian, Du wolltest wissen, was ich in meinem Spielzimmer (so nennt es meine Liebste) gemacht hab an akustischen Massnahmen. Dazu muss man wissen: es ist ein Keller-Raum mit Betondecke, Parkettfußboden. 5,14 x 5,90 m ca. 2.20 m hoch.

    An der Front-Wand vor der der Schreibstisch / Arbeitstisch steht ist noch eine 3-fach Kommode (IKEA), in der das Material und die Messgeräte lagern. An der Rückwand steht ein großer Kleiderschrank, der fast die gesamte Breite (5m) einnimmt. Rechts : Bücherregale und Fenster Links: zwei Vitrinen und ein großer Wandteppich.

    Die Frotn-Wand ist mit Holz verkleidet. ebenso wie die Fensterwand (rechts).


    Bei den ersten Messungen habe ich festgestellt: der Raum ist sehr unsymmetrisch, und ich habe jede Menge Raumresonanzen (Moden). Bei 150 Hz steht die Welle zwischen Boden und Decke, und genau da wo ich sitze (und arbeite) ist ein "Loch",- da höre ich -35dB bei 150Hz. Dafür gibt es bei 250 Hz eine nette Überhöhung (+10 dB).


    Dann begannen die "Umbauten". Ich hab die Front-wand mit Absorbern tapeziert, das heißt ich hab mit 12mm Sperrholz 160 mm breit Kästchen gebaut, die dann mit Sonorock Platten befüllt wurden. Das Sonorock wird in Folie eingepackt, eine Lage Vlies drüber und ausserum um das ganze dann ein stabiler Molton-Soff. Das war erstaunlich günstig, und die fertigen Module wurden einfach wie Bilder an Haken aufgehängt, die ich an die Holzwand geschraubt hab.


    Im zweiten Schritt hab ich dann einen teil des großen Fensters (Kellerfenster, das in einen Lichtschacht geht) mit einem Absorber gleicher Bauart gedämmt. Dann kam der Wandteppich dran. Die Wand dahinter ist jetzt auch eine Absorberwand.

    Die restlichen Sonorock-Platten habe ich in der hinteren Raumecke unter der Treppe versenkt, das ist Stauraum, den ich nicht mehr benötige.

    Sonorock gibt es von verschiedenen Herstellern unter anderen Bezeichnungen. Es ist im Prinzip Mineralfaser in Plattenform. Ist beschissen zu verarbeiten (Mundschutz!) und hinerher juckt es überall, aber immer noch besser wie Glasfaser. Vorteil: es ist billig und in jedem Baumarkt zu finden.


    Dann hat es sich noch ergeben dass auf dem Speicher ein dicker Teppich rumlag, der jetzt im hinteren Teil des Raums den Fußboden dämpft. Das Ergebnis war überraschend. Bis auf die 150Hz ist es jetzt deutlich besser, vor allen Dingen ist der Raum sehr viel "leiser". (Nachhall ca. 0,2 sec..)

    Um die 150-Hz-Mode in den Griff zu bekommen habe ich über meinem Sitzplatz einen Absorber aufgehängt, der misst 120 x 120 cm- 200 mm dick. Gleichzeitig ist da auch die Beleuchtungssteuerung drin...

    Fotos hab ich jetzt keine aktuellen, die folgen sobald die Verkleidung der Heizungsrohre fertig ist. Dort hab ich auch noch Dämmung reingestopft, die könnten dann als Eckabsorber dienen,- denen sagt man doch immer so ne wundersame Wirkung nach. Die Verkleidung ist aber eigentlich nur der Optik wegen entstanden, es ist halt ein Keller-Raum und die Heizungsrohre sehen nicht schön aus.


    Da ich immer noch nicht von der Tieftonwidergabe überzeugt bin experimentiere ich grad noch damit mir ein miniDSP 2x4 HD zu beschaffen und das als Weiche mit Korrektur zu nutzen. Das DDRC22 macht halt "nur" Filter / Frequenzgang. Dann könnte ich die TT Sektion meiner B&W DM640 als TT nutzen und müsste nicht schon wieder neue Boxen bauen.

    Wenn die Verkleidungen fertig sind wird neu vermessen (REW, CARMA, Dirac) und dann sehen wir ob es was gebracht hat. Das angehängte Spektrogramm zeigt, dass bis auf ein paar Buckel fast alles gut ist. Mal sehen ob es noch besser wird...


    liebe Grüße aus dem heißen Süden (heute 37°C +)

    Reinhard

    Hallo Sebastian,

    danke für Deine Info. Mir ist es ja in letzter Zeit ähnlich ergangen, ich war mit den Einmessversuchen vom DDRC22 nicht zufrieden, obwohl der Klang in den Höhen und Mitten an sich in Ordnung war und ist,- ... aber: irgendetwas war für den Algorithmus zu kompliziert und das führte wohl dazu, dass die Korrektur im Bassbereich nicht gepasst hat. Also hab ich immer die Kanäle einzeln gemessen und versucht herauszufinden ob die DDRC Software andere Messergebnisse hervorbringt wie REW.

    REW hat aber ganz genau die gleichen Ergebnisse geliefert, linker und rechter Kanel mit Unterschieden von bis zu 20 dB bei verschiedenen Frequenzen.

    Also hab ich nochmal den Modenrechner angeworfen und geschaut bei welchen Frequenzen eventuell Moden oder Resonanzen sein könnten. Dann hab ich meine Manger vermessen und die Resonanzen aufgenommen. Jedesmal ergeben sich aber widersprüchliche Verhältnisse.

    Die Raumkorrektur durch DDRC entspricht in keinem Fall irgendwelchen Raumresonanzen.

    Fazit: Resonanzen kann man mit dem DSP nicht beseitigen.

    Also arbeite ich weiter an der Bedämpfung. Jetzt werde ich noch einige Verkleidungen für die Heizungsrohre anbringen, die sind dann gelichzeitig als Kantenabsorber wirksam, d.h. es besteht die Hoffnung dass die beiden Moden bei 150 und 250 Hz wirksam gedämpft werden. Somit sollte die Schallausbreitung im Raum auch homogener sein.

    Absorber kann man auch hinter Bildern anbringen, und da durch die vorstehenden Bilder auch das Profil der Wand geändert wid sollte das auch gegen Raummoden wirken. Sieht optisch nicht schlecht aus, der Absorber ist ja quasi versteckt... Zum testen könntest Du einfach mal ein paar Sonorock-Matten hinter die Bilder klemmen. Nur so ne Idee...

    liebe Grüße

    Reinhard

    Hallo Martin,

    im Prinzip ist das richtig. Da ich nicht weiß wie Dein Röhren-Amp auskoppelt ,- war als Vorsichtsmaßnahme gemeint damit nix kaputt geht.

    Wichtig: messen sollst Du in normaler Last-Situation, also entweder mit LS angeschlossen, wie im Normalbetrieb, nur eben kein Eingangssignal. Da aber Röhrenamps relativ hochohmig sind am Eingang, sollte der mit einem definierten Widerstand abgeschlossen werden.

    Deine Quellen haben ja üblicherweise auch einen entsprechenden "Widerstand" (Impedanz), und je nach Quelle können das 10 Ohm oder auch mal 10 Kiloohm sein. Ein Kurzschluß am Eingang gibt eventuell niedrigere Störpegel, ist aber nicht realistisch. Eingang einfach offen lassen ist keine Option.


    Noch ein Punkt: Übertrager sind manchmal schon aus dem Grund sinnvoll, dass der PC keine Störungen in die Kette einkoppelt. Ich hatte das immer wieder, da ich viel mit PCs arbeite und die Störungen waren von Knistergeräuschen bis hin zu Brumm und Gerausche. Mit einer Di-Box und Groundlift-Schalter war der Spuk dann plötzlich weg.

    Da Du Störgeräusche messen willst ist das eine Option.

    Erfahrungsgemäß reichen dann aber schon die billigen Übertrager aus dem CarHifi Segment.

    Probiers einfach aus, Du wirst es ja hören.


    Zum Vorgehen: wenn es brummt, untersuchen ob es eine Brummschleife gibt: Masse an verschiedenen Stellen angeschlossen. Masse zentral, sternförmig anschließen. Hochfrequente Störungen: manchmal helfen sogenannte Mantelwellenfilter (bei PC-TV-Anwendungen, wenn das Antennenkabel Brumm auf die Anlage zieht).


    Hast Du Dir schon eine Software ausgesucht?

    Hallo fukunchn,

    welches Equipment hast Du denn,? PC, Betriebsystem, Audio-Interface etc.?

    Es gibt einige Spektrumanalysator-Software als freeware 7shareware, aber welche funktioniert hängt vom Betriebsystem ab.

    Schau mal bei heise im Donload nach, was dort angeboten wird. das ist meist seriös und vom heise-verlag auf Viren geprüft. (der heise-Verlag gibt die Computerzeitschrift c't heraus, das ist was seriöses).

    Um Deinen Röhren-Amp zu messen wirst Du noch ein paar Teile brauchen können: zur Portentialtrennung empfehle ich Dir einen preiswerten Übertrager, die gibt es im Car-HiFi-Bereich in der e-bay für ca. 18 € (stereo). Dann hast Du keine Probleme dass eine Spannugn aufs Audio-Interface kommt und das ramponiert...

    Dann ist auch wichtig: Dein Amp produziert eine Ausgangsspannung, die Dein Audio-Interface nicht verträgt, Du benötigst also noch einen Abschwächer.

    Wenn Du einen Lötkolben hast und löten kannst, baust Due den selber. Wichtig ist zu wissen welche Ausgangsspannugn Du von Deinem Röhren-Amp erwartest.

    Schreib einfach mal ein paar Fakten dazu, dann können wir Dir mehr raten.

    Grüßle

    Amano (aus Bayern)

    Hallo Fieldcoil,

    danke für Deinen Beitrag.

    Die Sache mit dem Tiefbass ist nach meinem jetzigen Kenntnisstand eine Sache der Raumakustik (95%) und weniger der LS.

    bei der Suche nach Literatur bin ich auf eine Abhandlung gestossen, die den schönen Titel trägt: Lautsprecher - Dichtung und Wahrheit (Verf. G.Schwamkrug, R.Römer). Das Buch (PDF 231 Seiten) steht im Internet zum download... da wird sehr viel über raumakustische Grundlagen erzählt.


    Für meinen Fall ist die Anordnung der Systeme ganz wichtig.

    Ich wollte die Wandler so nah wie möglich, also stehen die direkt neben zwei 24-Zoll-Bildschirmen direkt am Schnittplatz. Da die Wände teilweise stark schallgedämpft sind kommen wenig Reflektionen aus der Richtung der Schallwandler. Nachhallzeit - 0,25 sec.

    Ich höre also im Nahfeld, diese Bedingungen sind mit der normalen Wohnraumakustik nicht vergleichbar. Ein Problem plagt mich aber doch: ich verstehe noch nicht, wie ich meiner abhöre einen sauberen, phasenrichtigen Tiefbass beibringen kann.

    Ein Sub oder ein Tief-Mitteltonsystem muss ja auch irgendwo aufgestellt werden. Und das steht dann einen Meter vom Mittel-Hochtonsystem entfernt. Ich müsste also eine aktive weiche haben, mit der ich a) die Trennfrequenz und b) die Phasenlage und c) den Frequenzgang stufenlos einstellen kann.

    das wird wohl ein miniDSP HD sein...

    Ordentliche Bässe würden auch meine B&W können, die mir seit vielen Jahren gute Dienste geleistet haben. Ich komme aber beim Hören immer wieder zu den Mangers zurück, einfach weil die im Vergleich ehrlicher sind, allen Fehlern* zum Trotz. Wie kann man sich das erklären?

    Ist es die Hörgewohnheit? Bequemlichkeit?


    * unter Fehler verstehe ich: zu schwacher Verstärker, nicht fertige Anpassung, fehlender Basstreiber, fehlende aktive Weiche, schwacher Sub als "Ersatz".... unfertige aksutische Baustelle...

    Hallo Conny,

    was ist der Axel Dipol? (ich kenn den nicht). Hast Du mehr Info / Link... Visaton sagt mir schon was, viel gute Technik für wenig Geld.

    Ich werde sicher erst mal die Raum-Verkleidungen fertig machen und dann weiter am TT Konzept feilen. Raumresonanzen die nicht mehr da sind (weil richtig gedämpft) sind phatastisch, plötzlich hört sich alles besser an...

    Manger ist wohl nie für höhere Lautstärken konzipiert gewesen, das habe ich meinen Gesprächen mit Daniela Manger so entnommen, es war wohl nicht die Philosophie des Vaters. Für höhere Lautstärken ist wohl ein Horn besser.

    Hallo Jo,

    die KH-120 kenne ich noch nicht. (und ist wahrscheinlich nicht in meinem Budget). Früher hatten wir im Labor die OY,... ist lang her, und ein Kollege, der ging später zu KH...und hat dort die Leitung der Entwicklung übernommen. Ich hab nur gelegentlich die legendären Röhrenverstärker von KH repariert.

    *

    So wie die letzte Aufstellung ist höre ich im Nahfeld. Was (noch) nicht richtig passt ist der Tiefbass. Dank der Behandlung des Raums mit reichlich Absorbermaterial gibt es keine Basslöcher mehr, nur noch zwei weniger ausgeprägte Resonanzen (Moden) bei 150 und 150 Hz. Der Raum ist 5,14 x 5,90 m, 2,25 m hoch. Absorber an de Decke und an drei Wänden. Nachhall unter 0,3 Sec. bis runter zu 60 Hz.

    *

    Was ich suche ist eine bessere / gleichmäßigere Tiefbass-Wiedergabe, das kann der Manger nicht.

    Ist natürlich jammern auf höchstem Niveau... :)

    Hallo K-Follower, danke, ist eine ehrliche Auskunft! Mir sind Hörner durchaus symphatisch, aber für den Schnittplatz wegen der Größe nicht realisierbar (dazu ist mein Multi-Funktions-Raum dann doch zu klein). Leider ist es auch mit erheblichem Aufwand verbunden ein gutes Horn zu bauen, und da fehlt mir die Erfahrung. Hab mich viel mit Transmission-Lines befasst und einmal ein invertiertes Horn gebaut. Das hat funktioniert, war als Regalbox konzipiert und musste dann doch frei aufgestellt werden. (30 cm von der Rückwand, wegen der Abstrahlung der rückwärtigen Öffnung). es gab mal so ne amerikaische Firma die das propagiert hat (phase research oder so...). Der Manger ist halt "so anders" auch in der Behandlung, welches Gehäuse passt und welche Anpassung zu einem Tief-Mittelton-Treiber hin.

    Hallo A.K., ein Mangel im Wasserfalldiagramm, - wie stellt sich der den dar. Gibt es irgendwo dieses Wasserfalldiagramm zu sehen?

    wie wurde es gemessen?

    Ich behaupte mal ganz frech, wenn ich weiß um was es geht kann ich es meßtechnisch nachvollziehen. Mir geht es darum die "Mängel" meßtechnisch zu reproduzieren und dann möglichst nachvollziehbar die Ursachen dieser Mängel zu erkennen.

    Sicher kann man irgendetwas noch besser machen, das Wie ist aber einfacher zu finden, wenn man Wie Nicht kennt.


    So ganz zufällig kenne ich Frau Manger (Daniela) persönlich. Ihren Vater leider nicht. Aber ich traue mir nicht zu über ihre Arbeit zu urteilen. Interessant in diesem Zusammenhang: bei einem Hör-Event in München (Literaturhaus) kamen so ziemlich alle Tonmeister der Rundfunk und Fernsehstudios und einige Produzenten. Der Sall war voll. Das Urteil mancher Kollegen hat mich dann erst mal gewundert, aber letzendlich hab ichs doch verstanden. einer hat das so auf den Punkt gebracht: damit hört sich doch alles gut an, viel zu gut. Für zuhause ist das toll, das kann ich aber bei meiner Arbeit nicht gebrauchen, da nehm ich doch lieber die NS-10. Ist schon so. Wenn Du hören willst wie es Dein Publikum hört, dann nimmst Du die NS-10. Willst Du Musik geniessen, dann den Manger.


    Was für mich den Manger so interessant macht ist seine zeitliche Auflösung, wie man das von einem Biegewellenwandler erwarten darf. Die Kosten für ein Chassis sind hoch, aber genauso teuer sind Elektrostaten, AMTs oder Bändchen... und der Manger ist einfacher einzubauen. An der perfekten elektrischen Anpassung und Abstimmung arbeite ich noch.


    Anekdote: wir haben an der Uni in Karlsruhe die Doktorarbeit eines jungen Dr.-Ing. im schalltoten Raum gehört,- es war ein Biewellenschwinger, allerdings als breiter Balken ausgeführt. Das war ca. 1975.. Seit der Zeit fasziniert mich diese Art der Schallerzeugung / Abstrahlung. Der generiert nämlich eine kohärente Welle. Kolbenlautsprecher können das nicht, der Manger schon. Wenn man nicht genau in der Mitte sitzt, sondern mal so am Pult rumlungert, dan hört man immer noch gut. Schalte ich auf Kolben um ist es vorbei damit, dann muss ich mich setzen.


    in mehrfachen Blindtests habe ich auch immer den Manger gewählt, weil der für mich Streicher realistischer dargestellt hat wie andere (Quad, Magneplanar usw.)

    Testmaterial: Tschaikowsky, 4 Sy. 3. Satz (pizzicato).


    Originial-Aufnahmen klingen damit auch genauso beschissen, wie es im Saal geklungen hat. Nicht schön aber ehrlich. Macht aber eigentlich die Arbeit einfacher, ich hör gleich wos fehlt.


    Was den Fane angeht: er ist wohl als Gitarrenlautsprecher konzipert,- somit nicht grad ein HiFi-Typ. Ich würde mich mal bei RCF umsehen ob die was passendes haben.(ausgerechnet die Franzosen...). Hab lange keine Lautsprecher mehr gebaut... und die Chassis die man früher so hatte sind längst überholt.

    Hallo,

    die angesprochenen Probleme im Mitteltonbereich interessieren mich besonders. Eine entsprechende Trennung /Filterung ist ja nicht das Problem. Aber wie äußern sich die "Probleme",- welche Fehler könnt ihr dingfest machen bzw. beschreiben und ob es sich reproduzieren lässt. Mit welchem Material hört ihr diese Fehler, wie war da die Aufstellung der Systeme, die akustische Umgebung (war die kontrolliert und akustisch behandelt), hört ihr im Vergleich zu . xx.. diese Unterschiede?


    Auf gut deutsch: ich suche nach reproduzierbaren Kriterien anhand derer ich meine Hör-Situation überprüfen kann.


    Ich stelle hier fest: im Vergleich zu den Magneplanars sind die Mitten der Manger deutlich präsenter / agressiver / heller - im Vergleich zu den ELAC (mit Air-Motion-HT-Treiber) in etwa gleich, wobei der Manger deutlich besser ortet. Verglichen mit AKG-Studio-Kopfhörer ist der Manger "ehrlicher".

    Ich höre sehr viel unterschiedliche klassische Musik, gelegentlich Filmmusik, etwas Jazz (am Liebsten die alte Verve-Scheibe "Standstill" mit Gerry Mulligan, Stan Getz, Ben Webster und Paul Desmond - die Aufnahmen stammen von 1957 -1960). Auch solche alten Aufnahmen kommen mit den Mangers so lebensecht rüber.


    Und zwischendrin mal die Frage: was beurteilen wir als "gut"? wo setzt man an, es ist ja subjektiv und hängt von so vielen Parametern ab, aber welche davon sind "wichtig"?


    Genelecs habe ich früher immer wieder erlebt, wenn wir ein Studio installiert haben. Die sind wohl gut, aber mir hat auch immer was gefehlt oder gestört. Man kann das ja manchmal gar nicht in Worte fassen was "stört". Deshalb geht es mir darum rauszufinden, wie man diese Empfindungen "objektivieren" kann. Ich hatte auch mal ein Paar AMT Monitor 1B. Die waren in den Höhen auch umwerfend. Aus 1 Watt elektrisch machen die so viel Krach dass man damit schon eine Stadthalle beschallen kann. Aber es war auch in den Mitten nicht ausgewogen. Dann kam ein Paar B&W D600 ins Haus, und die stehen immer noch da. Wenn ich die einschalte, dann dauert es 10 Minuten und dann schalt ich wieder auf die Manger und höre 2 Stunden.


    Bei Impuls-Messungen sticht der Manger alles andere aus, da gibt es kein Pardon. Frequenzgänge sind für beide (ELAC BS 243 und Manger) in etwa identisch, wobei der ELAC eine Senke in der Mitte hat, der Manger eine leichte Resonanz bei 2 kHz. Gemessen mit Umik und einem Meßmikro von Thomann. Beide zeigen die üerraschend gleichen Frequenzgänge. Das Thomann Mikro ist mit Phantomspeisung, das Umik ein USB Mikro.

    Hängt es vielleicht von der Anordnung ab (ich höre extrem nahe an den Speakern...)? und was sollte ich sonst noch bedenken?

    die neue DiracLive Software sieht anders aus, schmeckt anders wie die alte DDRC Software. Die lief unter Windows 7 noch stabil, unter Windows10 nicht mehr so richtig. Auch die Berechnung der Filterterme scheint nivht mehr so richtig zu passen. Jetzt weiß ich nicht ob ich das Windows 10, der Dirac Software oder den akkustischen Ausbauten im meinem Spielzimmer zuschreiben darf. (5 Packungen Sonorock insgesamt, in der Dekoration versteckt.

    Zur Zeit ist das DDRC draussen und ich höre direkt den Ausgang vom Mischpult.

    Nachdem ich die LS hin- und her geschoben habe und die jetzt wieder am alten Platz stehen, klingt es besser denn je. Geändert hat sich was an der Dämmung im Raum und die Anpassung Übernahme zwischen Sub und LS. Und selbst REW findet es jetzt besser...

    Soll ich mir jetzt auch noch ein MiniDSP HD zulegen?

    Hallo Leute, das Einzige was doch zählt ist: funktioniert es?


    Testen und messen. Das Sofa mal nach hinten rutschen und den Schreibtisch wie vorgeschlagen nach vorn, das ist eine Stunde Arbeit und dann entsteht eine Erkenntnis. Zurückstellen kann man es immer noch. Ich würde das erst machen wenn das Mesßequipment da ist...


    Es wird auch interessant was das minidsp HD bringt. (ich liebäugele selber damit...)

    Man kann übrigens direkt aus REW heraus* die Filterprogrammierung starten... das ist richtig komfortabel und schnell. Wenn es dann doch nicht funktioniert hat man es wenigstens mal probiert.

    Also Kopf hoch! und viel Glück beim testen!


    400€ für einen Sub? es gibt weitaus günstigere, für einen kleinen Raum würde der hier reichen: https://www.mivoc.com/gs/produ…5-cm-aktiv-subwoofer.html - - wenn man nicht extreme Basspegel erwartet.


    * dieses Feature hat mein altes DDRC22A noch nicht. Da muß ich die alte Software von minidsp benutzen...die stürzt ab und zu mal ab.

    Ich kann mich erinenrn an einen Rundfunk-Beitrag von Herrn Breh, einer der HiFi-Pioniere: er hat auf einem Plattenspieler drei Tonarme montiert mit drei unterschiedlichen (professionellen) Systemen und die dann demonstriert. Es gab hörbare Unterschiede, obwahl das über den Sender ging (UKW) und das Empfangsequipment bei mir zuhause nicht das Teuerste war. Es gibt also subjektive Empfindungen, die in jedem Fall auch meßtechnisch nachvollziehbar wären, wenn man wüsste was men messen sollte. Mich hat das immer fasziniert, und ich hab als Jung-Ingenieur dann immer auch versucht im Labor rausfinden was höre ich und kann ich es denn auch messen.

    Bei der Schallplatten-Wiedergabe haben wir so viele einzelne Parameter, die alle Einfluß auf den Klang haben, dass es fast sinnlos ist die alle messen und einordnen zu wollen.

    deshalb sage ich: lasst eure Ohren entscheiden. die haben immer Recht!