Posts by Claus K.

    und die letzte für heute:

    Tamikrest - Chatma (Glitterbeat, 2013)


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    Dester Blues von einer jungen Band aus Mali. Desert Blues bezeichnet eine Musik aus des Sahara Gegend die sehr nahe am Blues ist, aber deutlich ursprünglicher und afrikanischer. Wegen der Grenzstreitigkeiten bzw. dem andauernden Terror sind viele dieser Musiker mittlerweile heimatlos in Europa gelandet.


    MOJO hat es mal so beschrieben:

    Those desert blues, that feeling known as "assouf", those circular rhythms, that tempo set to a camel walk, they had a baby, and they named it, well, "the blues"


    Andere bekanntere Vertreter sind Ali Karka Touré (bei dem viele zuerst an John Lee Hooker denken wenn sie ihn hören), Tinariwen oder Boubacar Traoré.


    Gruß, Claus

    Nachdem ich schon bei Musik 50+ angekommen bin:

    Small Faces - Ogdens' Nut Gone Flake (Immediate, 1968 / hier RE Line/Outline 1983)


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    Leider nicht das Original im rundem Cover, aber eine klanglich hervorragende Wiederauflage auf Line. Hier driften die Mod-Rocker ins Psychedelische ab. Und die Seite 2 mit der absurden Reise y von Happiness Sam, eingebettet in eine Rahmenerzählung (gesprochen von Steve Unwin) ist schon klasse.


    Gruß, Claus

    Heute aus Japan eingetroffen>

    Fresh - Fresh Out Of The Borstal (UK 1st press, RCA 1970)


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    Ich liebe diese Plattenlieferungen aus Japan kommen. Wenn Japaner vg+ schreiben, ist das wie nm. Diese war NM bewertet und ist absolut neuwertig. Nicht der geringste Makel. und das nach 50 Jahren.


    Musikalisch gest es um britischen Bluesrock mit R&B Einschlag. Die Platte wurde letztes Jahr in dr MOJO als "Buried Treasure" vorgestellt und ist es Wert entdeckt zu werden.


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    Gruß Claus

    Aus Anlass des Todes von David Roback (gestern verstorben):

    Rain Parade - Emergency Third Rail Power Trip (Engima 1983)

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    hier sein Eintrag aus Wikpedia (EN):

    Roback was active in the Paisley Underground music scene in Los Angeles in the early to mid-1980s as the leader of the band Rain Parade, which was popular on the local club circuit. Shortly after the release of the band's first album, Emergency Third Rail Power Trip, in 1983, Roback left Rain Parade to join Rainy Day, a collaborative effort with a number of Los Angeles musicians in the Paisley Underground. After releasing their self-titled album, Roback formed Opal (which was initially called Clay Allison) with vocalist/bassist Kendra Smith, formerly of The Dream Syndicate. After one EP and one album, Smith was replaced by Hope Sandoval, but this lineup never released an album. Roback changed the name of the band to Mazzy Star in 1989.

    Roback wrote and produced the songs that actress Maggie Cheung sang in the 2004 film Clean. He also played himself in the film.

    He died on February 25, 2020.[4][5] His songwriting and sound ideas have been quite influential on Lana Del Rey as the Guardian head rock and pop critic Alexis Petridis stated.


    Gruß

    Claus

    dann noch eine geliebte Band die ich immer wieder gerne höre:

    Walkabouts - Berlin (Glitterhouse, 2012)


    analog-forum.de/wbboard/cms/index.php?attachment/89465/


    Gegründet 1984. Die erste Nicht-Grunge Band auf Sub Pop, sie machen für mich Americana mit starken Folk-Rock Einflüssen. Seit vielen Jahren in Europa beheimatet. Das obige Album ist ihr bisher letztes und enthält einen atmosphärisch dichtes Live Konzert klanglich perfekt eingefangen. Die Masterminds Chris Eckman und Carla Torgerson sind auch Solo bzw. in diversen Nebenprojekten aktiv. Fas alle Ihre Platten sind lohnend. Für den Einsteiger würde ich die obige

    empfehlen oder aber "Satisfied Mind" mit Coverversionen aus vielen Genres (Uralt-Country trifft auf Punk im Americana Gewand).


    Gruß,

    Claus

    Eine aktuelle deutsche Band (Köln) die es wert ist gehört zu werden:

    Locas In Love - What Matters Is The Poem (Sitzer Records, 2004)


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    Die Band gibt es seit 2002 und ihre "Musik ist keiner bestimmten Stilrichtung zuzuordnen, zeigt aber Einflüsse von Noisefolk, Krautrock, Indie-Rock und auch klassischen Singer-Songwritern" (Wikipedia).

    Ich finde sie klasse und würde Ihre Musik als melancholischen IndiePop bezeichnen. Aber man muss deutsche Texte abhaben können. Obiges Album ist das Debut.


    Gruß

    Claus

    ein "Buried Treasure" aus der Mojo:

    Fanny - Charity Ball (Reprise 1971)


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    "Buried Treasure" ist eine Kolumne in der MOJO wo über Alben berichtet wird, die zu Ihrere zeit nicht die gebührende Anerkennung fanden oder deren Wiederentdeckung einfach fällig ist. Seit einiger Zeit versuche ich diese Alben dann auch zu bekommen, solange es sich finanziell erträglich gestaltet. Vor kurzem wurde das obige Album von Fanny vorgestellt. Fanny ist eine All-Female Band und damit einer der ersten der Musikgeschichte (kennt hier jemand The Shaggs?). Sie spielten straighten Hard-/Bluesrock, und spielen können die Damen.


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    Gruß

    Claus

    So, es kann weitergehen.

    Colour Haze - All (Elektrohasch, 2008, ltd. Edition mit Struktur/Stoff-Cover und signiert von der Band)


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    Ein schönes Album aus dem Bereich Stoner Rock und Neo-Psychedelic einer deutschen Band. Einfach fließende, von der Gitarre getriebene Musik. Die ltd. Edition erzielt bei Discogs Preise von bis zu 150 Euro, manchmal staunt man nur noch.


    Gruß

    Claus

    aktuell am laufen:

    Can - Ege Bamyasi (United Artists 1972)


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    Legende des Krautrocks und neben Kraftwerk die wohl einflussreichste deutsche Band ever. Krautrock ist ja kein eigentliches Genre, es wird fast jede deutsche Musik (mit Ausnahme von Schlager und Jazz) im Zeitraum 1968- ca. 1975 als Krautrock bezeichnet. Darunter Bands aus so verschienden Bereichen Bluesrock (z.B. Birth Control), Folkrock (z.B. Hoelderin), Prog (z.B. Novalis), Psychedelic (z.B. Amon Düül), Electronic (z.B. Tangerine Dream) und Jazzrock/Fusion (z.B. Out Of Focus). Can haben aber etwas ganz eigenes. Hervorgegangen aus zwei Stockhaus-Studenten (Schmidt, Czukay) nachdem ihnen ein langhaariger Jugendlicher (Karoli) mit den Beatles bekannt gemacht hatte. Dann stieß noch ein lebendes Metronom an den Drums dazu (Liebzeit) und ein maischer Sänger (Mooney, ab der zweiten LP ersetzt durch Suzuki). Die Musik ist einzigartig, ich würde sie als experimentelle Rockmusik mit viel Improvisation bezeichnen, die aus Rock, Jazz, Avantgarde und Klangmanipulationen schöpft. Dank Wolle habe ich ein Original von 1972, zwar ohne Poster aber dafür mit Original Innersleeve. Das Album ist übrigens nach dem Hersteller der Okra-Schotten Konserve auf dem Cover benannt.


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    Gruß, Claus

    Nach dem gutem Doktor aus Crescent City darf es dann eine weiter abgedrehte Platte aus der Reihe "Menschen mit schwerem Schicksal sein":

    Roky Erickson - Don't Slander Me (Pink Dust 1986 [aufgenommen 1982); hier RE Light In The Attic 2013)


    analog-forum.de/wbboard/cms/index.php?attachment/89433/


    Roky Erikson war der Sänger der 13th Floor Elevators und hat damit Rockgeschichte geschrieben. Die waren aber auch bekannt für ihren LSD Konsum. Schon 1968 (da war er 21 Jahre alt) kam es zu psychischen Aussetzern die dann mit einer Elektro-Therapie behandelt wurden. Wegen der öffentlichen Propagierung von Drogen und ihrer offensichtlichen Anti-Establishment Haltung standen sie unter besondere Beobachtung der texanischen Polizei. Wegen eines Marihuana-Joints wurde er 1969 festgenommen (damals in Texas ein Schwerverbrechen). Um einem Gefängnisaufenthalt zu umgehen wurde er wegen Unzurechnungsfähigkeit lange Jahre in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Entlassen befasste er sich wieder der Musik, die Bilder im Kopf wurde er aber nie wieder los. Für uns Hörer ist es faszinierende Musik aus dem Genre Psychedelic / Bluesrock / Hardrock. Leider hat Roky nur Kultstatus erreicht und den meisten unbekannt. Kann man ja ändern.


    Es gibt mit Sky Saxon (Sänger der Seeds) übrigens noch eine ähnlich gelagerten Fall zwischen Wahnsinn, faszinierender Musik und total belanglosem Zeug. Den werde ich später einmal vorstellen.


    Gruß

    Claus

    Eien halbe Seite Yoko Ono reicht für heute. ach Yoko Ono bedarf es einer neuen Erdung und da ist Blues ein gutes Stichwort vom Richie:

    Dr. John - Gris Gris (ATCO, 1968; hier RE Alligator Records 1987)


    analog-forum.de/wbboard/cms/index.php?attachment/89432/


    OK, kein reinrassiger Blues, eher das die New Orleans R&B Variante, oder noch eher, dass was der Doktor daraus an einem durchgeknalltem Tag gemacht hat. Für dieses Album alleine ist ihm ein Platz im Freak-Olymp sicher.


    Um mal wieder allmusic.com zu zitieren:

    "Dr. John's Gris-Gris is among the most enduring recordings of the psychedelic era; it sounds as mysterious and spooky in the 21st century as it did in 1968. ... The atmosphere is thick, smoky, serpentine, foreboding. Rebennack inhabits his character fully, delivering Creole French and slang English effortlessly in the grain of his half-spoken, half-sung voice. He is high priest and trickster, capable of blessing, cursing, and conning."


    Yo, es kommt also eine Menge auf einen zu. Eingespielt mit einer Top-Band. Anspieltipps: Mama Roux, I Walked On Gilded Splinters


    Viele Grüße

    Claus

    Nach der zweiten Seite der Abbey Roads, wieder Stoff für die ganz Harten:

    Yoko Ono - Plastic Ono Band (Apple 1971; hier RE Secretly Canadian 2016)


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    Das ist wirklich hart, eine Avantgarde Künstlerin mit Schreiattacken. Gemeinerweise erschien das Album zeitgleich mit John Lennon - Plastic Ono Band und das Frontcover ist zum verwechseln ähnlich. Haben sich bestimmt damals viele Käufer vergriffen und sich gewundert. Wenn man weiß, worauf man sich einlässt, ist es aber eine abenteuerliche und durchaus lohnende Sache. Es ist aber herausfordernd wie der freiste Free Jazz. Und mit Ed Blackwell, Ornette Coleman und Charlie Haden sind auch drei Free-Jazz Könner am Start. Daneben spielen auch noch John Lennon, Ringo Starr und Klaus Voormann mit.


    Und Gaggistangerl : Bestimmt kein audiophiles Gezupfe


    Gruß

    Claus

    Und dann bleibt nur das persönliche Lieblingsalbum im Countdown Top 10 Claus K.:

    Platz 1: Beatles - Abbey Road (Apple 1969, hier diverse)


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    Eines der wenigen Alben von dem ich mehrer Ausgaben habe und auch nicht abgeben werde:

    UK 1st press (mit dem "misprint" des Apple Logos, dazu unten noch näheres)

    Japan 1st press

    Japan 1976 (die einzige die gehen durfte, die ist jetzt bei Wolle)

    DE press 80's

    50th anniversary box


    Meine persönliche Beatles Reihenfolge ist Abbey Road, Revolver, White Album und dann erst Sgt. Pepper. Klanglich finde ich alle der obigen Ausgaben gut. Wer das Album noch nicht hat sollte ohne Bedenken zur aktuellen Ausgabe zum 50. Geburtstag greifen. Am authentischsten ist natürlich die UK 1st press. Die ist an mehren Detail zu erkennen:

    - Apple Logo nicht mit Text ausgerichtet (Backcover)

    -Her Majesty ist nicht im Track Listing aufgeführt (Sleeve und Label)

    -Das Frontcover zeigt eine andere Vergrößerung (etwas weniger zu sehen von den Bäumen und vom Zebrastreifen)

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    So, das war es mit meinen Top 10. Und den anderen Kram den ich gerne höre wird hier nach und nach kundgetan.


    Gruß

    Claus

    Countdown Top 10 Claus K.:

    Platz 2: Wipers - Youth Of America (Park Avenue Records 1981, hier Psycho 1984)


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    Nicht irre machen lassen, die Wipers werden zum Genre Punk gezählt, sind aber eher harter Garagenrock. Sie haben vom Punk die Energie des "immer weiter" aufgesogen, spielen aber eher kurze, harte und eingängige Stücke. OK, das mit dem kurz hörte mit Youth of America auf, dort befinden sich mit dem Titelstück (10:30) und When It Is Over (6:30) auch längere Stücke. Youth of America ist ihr zweites Album, die ersten drei sind alles Klassiker, danach wurden sie langsamer und ruhiger (und sind zwar immer noch gut aber nicht mehr Weltklasse). Das erste Album war dann am stärksten vom Punk beeinflußt, das zweite ist ihr bestes und das dritte enthält mit "Romeo" ihren besten Song. Für Kurt Cobain (Nirvana) waren sie einer der Haupteinflüsse. Nirvana haben dann auch mit "D-7" und "Return Of the Rat zwei Songs from erstem Album gecovert.


    Allmusic.com meint:

    "Misunderstood, mistreated, underrated, and/or just plain unknown, Greg Sage should be mentioned in the first breaths about trailblazing guitarists and U.S. independent music of the '80s and '90s. .... melding the furious rage and independent punk ethic with a fondness for loud, long guitar workouts"


    Für Interessierte die sich von der CD nicht abschrecken lassen: Greg Sage (g, voc und Mastermind der Wipers) hat später die ersten drei Alben mit frühen EPs und Outtakes in der Dreier-CD Box "Wipers Box Set (Is This Real? - Youth Of America - Over The Edge)" veröffentlicht.

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    Gruß, Claus

    So, nach einem Ausflug in den Jazz geht es weiter mit den persönlichen Top 10:

    Platz 3: Love ‎– Forever Changes (Elektra 1967; hier MFSL 2x45 2016)


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    Eigentlich mag ich die 45er Ausgaben gar nicht, diese musste aber sein. Eine Platte die auf fast allen "Best of All" Listen unter den Top 25 geführt wird. Von daher ohne weitere Worte.


    Gruß

    Claus