Posts by Claus K.

    Hallo,


    bei meinem Artemiz senkt sich der Armlift zu schnell. Wenn man nicht aufpasst fällt die Nadel regelrecht in die Rille, was dann zu ungewollten Sprüngen führt.


    Weiß vielleicht jemand wie der Lift langsamer wird, bzw. wie er bedämpft werden kann. Im Manual ist leider nichts dazu zu finden.


    Gruß, Claus

    Hi Eberhard,

    Mit der Chairs Missing hast Du Dir aber ein Brett ausgesucht dass es auf jedem Fall wert ist neu-endeckt zu werden. Dann fehlen Dir aber noch die Pink Flag (etwas punkiger) und noch besser die 154 (noch experimenteller) zu Deinem Glück.


    Gruß, Claus


    P.S.: Ich war schneller wie Du, bei mir hat es nur 30 Jahre mit der Entdeckung gedauert. 8)

    ... wie ist die Klangqualität ...

    Hallo Wolle, habe jetzt zwei der vier LP's aus der Box gehört. Im Vergleich mit mir vorliegenden Versionen:

    - teils andere Abmischungen (z.B. Feelies im Vergleich zur Crazy Rhythm LP), was die Box aber noch interessanter macht.

    - Klang ist sehr gut. Man sollte aber kein audiophiles Feuerwerk erwarten, immerhin war Ork nur ein kleines Indie Label und die Musik ist mit PowerPop, New Wave und krachigem Rock auch nicht für Goldohren produziert.

    - Platten vor dem erstem Hören gut reinigen. Zumindest ich hatte Anbackungen an der Nadel. Nach gründlicher Reinigung war alles ok. Habe ich sonst bei neuen Platten nicht.


    Wenn Du die Box sowieso auf dem Zettel hast - zugreifen.

    Gruß, Claus


    monk : Von Deiner Seite etwas zu ergänzen?

    Heute angekommen,

    und es hat sich gelohnt. Fast nur Musik die ich gut bis sehr gut finde. Und endlich eine gut klingende e Version von Bankok / Pushing Too Hard auf Vinyl. Neben Chilton sind u.a. Television, Feelies, Richard Hell, Chris Stamey vertreten. Und das Begleitbuch ist toll gemacht. Kein günstiges, aber ein lohendes Vergnügen.

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    Vielen Dank an monk

    Gruß, Claus

    Hallo David,

    hat Spaß gemacht mit Dir im Paket. Aber wie Du weißt ist ein Einstieg jederzeit wieder möglich.

    So lange genieße es Dein Kind beim Großwerden begleiten zu dürfen. Das ist eine lebenslange Aufgabe an der man wachsen wird.

    Gruß, Claus

    monk

    Habe mir die Box gerade bestellt. Neben television und Alex Chilton auch eine menge der Feelies drauf, eine weitere meiner All-Time Favourite Bands. Box gab es noch neu bai Amazon, ist allerdings nicht billig. Aber bisher hat mich jede Box von Numero überzeugt.

    Danke, Claus

    Teil 7 – die späten Solo-LP‘s der 1990er und 2000er


    Die meisten LP’s der 90er machen da weiter wo er mit High Preist aufgehört hat. Ein Stilmix aus Soul, Blues, Country und vielem weiteren. Die LPs sind aus meiner Sicht in Ordnung, aber nicht Herausragendes.


    Clichés (New Rose, 1993; gibt es nur auf CD) / A Man Calles Destruction (Ardent, 1995) / Loose Shoes And Tight Pussy (Last Call, 1999)

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    Daneben noch eine Reihe von Live-Platten bzw. Compilations die zwar interessant sind, aber auch keine Meilensteine mehr sind:

    Electricity By Candlelight NYC 2/13/97 (Bar/None 2013) oder Songs From Robin Hood Lane (Bar/None 2019)

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    Alan Vega /Alex Chilton / Ben Vaughn – Frankie Teardrop trifft die Semptember Gurls


    Aber eine Hammerplatte gibt es auch aus den 90ern, oder besser direkt derer zwei.

    Cubist Blues (Munster 1996)

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    Allmusic meint: „Cubist Blues was the unholy union of future roots music wailer Alan Vega with a pair of terminal rock & roll outsiders in Ben Vaughn and Alex Chilton. Since almost everybody else in the indie and pop worlds were still wandering around in shock after the death of Kurt Cobain, almost no one took notice of this terrifyingly great record made in two consecutive dusk-to-dawn improvisational sessions“


    Alan Vega ist präsent wie zu seligen Suicide Tage. Obwohl Chilton hier nicht singt, sondern „nur“ Gitarre spielt ist er fantastisch. Ben Vaughn ist das passende stoische Taktgeber. Der Zündfunk nannte das Ergebnis passend Rockabilly Wahnsinn und Electronic Voodoo Blues. Ganz klar, hier gibt es 5 von 5 Punkten.


    Es gibt auch eine nicht minder empfehlenswerte Live-Platte:

    Cubist Blues – Live In France (Light In The Attic, 2015); Konzert Trans Musicales, Rennes, France 7th December 1996

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    So das war es von meiner Seite zu Alex Chilton. Gönnt ihm ein Ohr, es lohnt sich.




    Teil 6 – Big Star und und Box Tops Reunions


    Ende der 80er und Anfang der 90er wurde Chilton in der Alternative Szene neu entdeckt. Die Liste der Gruppen die sich auf ihn berufen ist lang und beindruckend: R.E.M, Teenage Fanclub, Bangles, Replacements, Beck, Pavement, Wilco oder Posies.


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    Big Star Reunion


    Mit Jonathan Auer und Ken Strinfellow von den Posies lebte Big Star wieder auf. An den Drums kam das Original-Mitglied Jody Stepehns dazu. Gaplannt war eine Tour 1993/94. Von der Tour gibt es zwei Live-Alben (vielleicht auch mehr?):


    Big Star ‎– Complete Columbia...Live At Missouri University 4/25/93 (BMG 1993, auf Vinyl 2013)

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    … und Big Star ‎– Live In Memphis (vom Farwell Gig der Tour, Omnivore 2014)

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    Obwohl es Nostalgie-Alben sind, ist es schön die alte Musik frisch in den 90ern angekommen zu hören. Beide Alben sind gut, „Live In Memphis“ aber besser.


    Und das unglaublich geschah. 2005 gab es ein neues Album von Big Star

    Big Star – In Space (Rykodisc, 2005)

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    Das Album ist ok, es hat aber nicht mehr diese großartigen Power Pop-Elemente von Radio City oder die schmerzhafte Intensität von 3rd. Es ist eher wie die Chilton Solo-Sachen der späten 80er/90er.



    2012 kam dann der schon erwähnte (und sehr sehenswerte) Dokumentarfilm zu Big Star „Nothing Can Hurt Me“ heraus. Dabei wurde auch eine DoLp von Big Star veröffentlicht:

    Big Star –Nothing Can Hurt Me (Omnivore 2013)

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    Eigentlich ist diese LP die ideale Big Star Compilation. Eigentlich. Sie enthält viele der besten Songs, nur sind diese in anderen Abmischungen (Movie Mixes, Rough Mixes, …) enthalten. Für den der schon alles von Big Star hat eine tolle LP. Für alle anderen - besser an die Originale halten.



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    Box Top Reunion


    Box Tops – Tear Off (Last Call Records, 1998)

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    Lag es an der Radio-Dauer-Rotation von “The Letter” die Chilton versilbern wollte? 1998 kam es tatsächlich zur Reunion der Band bei der er als 16-jähriger ganz oben gestartet war. Ci habe die LP nicht, kann also zur Güte nichts sagen. Die Ratings auf Discogs und Allmusic sind aber eher mittelmäßig.

    Teil 5 – Schwierge Zeiten und Wiederentdeckung in den 1980ern


    Im Rahmen von „Like Flies On Sherbert“ wurde er nach London für einige Shows eingeladen. Die Musiker für die Auftritte wurden dann in UK rekrutiert. So trat er mit dem Bassisten und Schlagzeuger der Soft Boys und dem Bassisten der Vibrators auf. Der Auftritt vom 28.05.1980 aus dem Dingswall wurde dann auf Platte veröffentlicht.


    Live In London (Aura 1980, in DE auf Line)


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    Der Auftritt ist ok, aber auch nicht herausragend. Er leidet an der nicht eingespielten band. Neben Tracks der „Flies“ LP gibt es u.a. auch „The Letter“, „Bankok“ und „September Gurls“.



    Ab dieser zeit fängt er an bei Tav Falco & The Panther Burns Gitarre (und Schlagzeug) zu spielen. Leider ist Tav Falco kein wirklich guter Sänger, versteht es aber sehr schön Blues, Rockabilly, Garage und Elvis R’n’R zu mischen. Von den Platten mit Tav Falco sei die erste empfohlen.


    Tav Falco’s Ühnater Burns – Behind The Magnolia Curtain (Rough Trade / Frenzi 1981)


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    Für allmusic.com ist es ein Klassiker (5 von 5 Punkten). Hätte Chilton hier auch gesungen, dann wäre es eine Super-Platte geworden. So ist sie nur großartig.



    1982 zog Chilton nach New Orleans und hielt sich als Tellerwäscher, Hausmeister, Gärtner und Taxifahrer über Wasser. Er trat auch immer wieder mit unterschiedlichen Musikern auf. Sein Kontakt mit den örtlichen Musikern, insbesondere mit Rene Coman (der auf den folgenden Platten immer wieder auftaucht) führte auch zu einem deutlich ruhigeren Gitarrenstil.


    Bei einer Kurztour nach New York kam er über den Journalisten und Gründer des französischen Plattenlabels New Rose (und dem Nachfolgelabel Last Call Records) , Patrick Mathé, in Kontakt. Diese Verbindung hielt bis zu seinem Lebensende. In der Folgezeit trat er Solo und immer wieder in Reunion Shows mit den Box Tops und Big Star auf.


    1985 begann Chilton mit dem Memphis-Jazz-Schlagzeuger Doug Garrison (der in einer Big Band mit Chiltons Vater Sidney Musik gemacht hatte) zu arbeiten und sein Trio tourte weiter und begann ebenfalls aufzunehmen. Sechs Songs wurden 1985 in den Ardent Studios für die EP Feudalist Tarts aufgenommen, drei Originale zusammen mit Songs aus den Katalogen von Carla Thomas, Slim Harpo und Willie Tee.


    Feudalistic Tarts (Mini-LP, New Rose 1985)

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    1986 folgte Chilton mit einer zweiten EP, No Sex, die drei weitere Originale enthielt, darunter das erweiterte Stimmungsstück "Wild Kingdom", ein Lied, das Comans jazzorientiertes, improvisatorisches Bass-Zusammenspiel mit Chilton hervorhebt.


    No Sex EP (EP, New Rose 1986)

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    Beide EPs gehören mit zum Besten das er bis zu seinem Tod veröffentlicht hat.



    Chilton kam dann durch zwei andere Bands wieder mehr ins Bewußsein der Allgemeinheit. Zum einen veröffentlichten die Bangles eine wunderbare Coverversion von „September Gurls“ auf dem Album „Different Light“, zum anderen brachten die Replacements den Song „Alex Chilton auf dem Album „Pleased To Meet You“, auf dem Alex auch beim Song „Can’t hardly Wait“ Gitarre spielte.


    Bangles – Different Light (1986) // Replacements – Pleased To Meet You (1987)

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    Mit „High Priest“ 1987 veröffentlichte Chilton 1987 seine erste LP in voller Länge seit acht Jahren, für die er als Produzent fungierte und vier neue Songs schrieb.


    High Priest (New Rose 1987)

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    Die Musik ist endgültig im ruhigeren Fahrwasser angekommen und nicht mehr zu vergleichen mit den wilden und selbstzerstörerischen Ausbrüchen von „Like Flies On Sherbert“. Von der Plattenfirma mit einem guten Budget ausgestattet ging er mit einer Horn-Section und Back-Up Sängern ins Studio und nahm eine Genre-Mischung aus Soul-, Blues-, Gospel- und Rock-Songs auf. Leider sind die meisten Songs Coverversionen und der Italo-Schachtfetzen „Volare“ hätte er vielleicht besser weggelassen. Trotzdem eine gute Platte. Und endlich wieder einmal eine hervorragend aufgenommene Platte. Bekommt von mir 4 von 5 Punkten.

    Anspieltipps: „Thing For You“, „Let Me Close To You“, „Dalai Lama“


    Den Abschluss der 80er bildete dann eine weitere Mini-LP.

    Black List (New Rose 1989)

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    Dies ist quasi die Fortsetzung von High Priest mit einem ähnlichen Stilrichtung und einem hervorragendem Gitarristen Ales Chilton. Auf der anderen Seite war es „High Priest“ doch zu ähnlich. Bekommt von mir 3 von 5 Punkten.

    Anspieltipps: „Little GTO“, „Nice And Easy Does It“