Posts by TheBlueNote92

    Hallo zusammen,


    ich möchte hier auch mal meine Erfahrungen der letzten Jahre teilen, weil mich das Thema wahrscheinlich mit am Meisten bei meinem Hobby beschäftigt.

    Ich sammle seit gut 10 Jahren Schallplatten, also ich bin nicht erst seit einem Jahr dabei, aber auch nicht seit 40-50 Jahren. Dennoch haben sich auch schon bei mir Veränderungen vor allem in den letzten 1 - 2 Jahren ergeben.


    Am Anfang habe ich einfach die Platten gekauft, die ich kannte und mochte, ohne dabei auf das Label/Pressqualität/Mastering oder sonstige Merkmale zu achten.

    Nach einiger Zeit bin ich dann ein "richtiger Plattensammler" geworden (sehr großes Augenzwinkern) und bin auf die Jagd nach originalen Pressungen gegangen, hierbei habe ich auch teilweise einen schlechteren Zustand in Kauf genommen, nur um das Originale zu besitzen. Allerdings war ich nie ein Plattensammler in dem Sinne, dass ich es einfach nur besitzen wollte, sondern die Musik stand schon auch immer im Vordergrund. Für eine Platte mehrere Hundert Euro auszugeben oder für eine VG- Platte 50 EUR auszugeben nur um das Original zu haben, kam für mich nie in Frage.

    Seit gut 1-2 Jahren hat sich mein Kaufverhalten dahin geändert, dass die Merkmale Zustand/Pressqualität/Mastering an erster Stelle stehen, dadurch kommen vor allem audiophile Pressungen ins Spiel. Und hier kommt für mich der springende Punkt, für mich ist es jetzt kein


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    russisch Roulette

    mehr, wenn man auf die Labels achtet. Gerade im Jazzbereich hat sich hier in den letzten Jahren sehr viel getan. Bestes Beispiel die Neuauflagen von Blue Note names Tone Poet, Classic und 80 Series. Hierbei handelt es sich um konstante Premium Qualität die sich zwischen Neupreisen i.H.v. 20-40 EUR bewegen. Andere Labels sind zum Beispiel acoustic sounds, musicmattersjazz (allerdings sehr hochpreisig), analogue productions etc.


    Red flags sind für mich 12-18 EUR Nachpressungen aus dem Osten oder Süden wie zum Beispiel von DOL. Diese Unternehmen nutzen die Grauzonen des Urheberrechts der EU aus um den Markt mit Plastikmüll (sorry für die kompromisslose Ausdrucksweise) zu überschwemmen.


    Schwieriger wirds hier bei neuer Musik, wobei ich hier sagen muss, dass ich nur noch in besonderen Fällen mir hier eine Schallplatte zu lege und dann lieber über Spotify/Tidal die Musik anhöre.

    Beste Grüße
    Louis

    Hallo Klaus,


    schön, dass du dich in die Welt der Plattenspieler gewagt hast, ich bin mir sicher, dass du damit sehr viel Spaß haben wirst.

    Jetzt aber mal zum Thema:

    Ich versuch mal ein neuen Blickwinkel einzubringen: Vielleicht drehst du an den falschen Stellschrauben um an dein Ziel "Musik genießen" zu kommen. Der Plattenspieler spielt für mich persönlich nicht die erste und wahrscheinlich nicht mal die zweite Geige der Klangqualität. Der Lautsprecher, die Lautsprecheraufstellung und die Raumakustik spielen eine weit größere Rolle als dein Plattenspieler. Ich denke wenn du mal ein paar bessere Lautsprecher hörst, dann erübrigt sich erstmal welches Laufwerk denn nun wirklich das Richtige für dich ist. Danach kannst du immer noch mit verschiedenen Tonabnehmern oder vllt sogar Phono-Verstärkern experimentieren.

    Viel Spaß und Erfolg noch.

    Beste Grüße
    Louis

    Wie gesagt, ich habe nur das wiedergegeben was mir gesagt wurde und ich bat um Korrektur falls das Geschrieben falsch gewesen sein sollte.Allerdings verstehe ich nicht ganz was du mit der dargestellten Herstellerbeschreibung zeigen willst?


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    • Stereokompatibles Mono-System.


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    Selbstverständlich verfügt der der AT33Mono über ausreichend Hub in der Vertikal-Achse, um keine Schäden an Stereo-Platten entstehen zu lassen.

    Das widerspricht doch eigentlich der Aussage, dass es sich um ein reines "Mono-System" handelt oder nicht?


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    Durch die Verwendung von horizontal ausgerichteten Spulen, wird nur die Seiten-Auslenkung der Rille erfasst - störende Vertikal-Auslenkungen, wie sie gerade bei verkratzten oder stark abgenutzten Platten auftreten, dagegen minimiert.

    Die Spulen sind doch im Korpus des Tonabnehmers drin und haben erstmal nichts mit der Nadel zu tun oder liege ich da falsch?

    Wie gesagt, ich will hier niemandem irgendetwas aufdrängen, ich würde nur gerne für mich wissen was ein zusätzlicher Mono-TA zum reinen Betätigen der Mono-Taste bringen würde

    Nach meinem Wissensstand (bitte korrigieren) gibt es

    1. neue Mono-TA (Monogespulte Tonabnehmer) und = Selbe Funktion wie Mono-Taste Verstärker

    2. "echte" Mono-TA (Monogespult und reiner Seitenschliff) = Funktion ???

    Soweit ich es verstehe, ist es aufgrund des besonderen Nadelschliffs nicht möglich mit einer "echten Mono-Nadel" (keine Ahnung ob man das so sagen kann) auch eine Stereo-Platte abzuspielen weil die dadurch einfach die Platte kaputt geht.


    Das es sich bei den genannten Tonabnehmern um grundsätzlich gute TA handelt, steht ja erstmal nicht zur Debatte, darum gehts mir hier eigentlich auch nicht.

    Bitte korrigieren wenn das oben stehende komplett falsch ist.



    Grüße Louis

    Ist das Ortofon Quintet MC tatsächlich ein echter Mono Tonabnehmer? Ich glaube nämlich nicht. Laut Produktbeschreibung wird lediglich durch Spulenwicklung ein identisches Signal an beiden Anschlusspaaren erzeugt. Das würde man theoretisch auch bei einem Stereotonabnehmer hinbekommen und hätte den gleichen Effekt.


    Kann aber auch sein, dass ich mich irre. Aber in einem anderen Forum wurde ich eben auf dieses "Irreführung" hingewiesen. Das eben z.B. das AudioTechnica AT Mono 3/LP, Ortofon 2M Mono etc. alles keine richtigen Mono-TA sondern einfach auf Mono gewickelt worden sind. Das ist quasi die Mono-Taste innerhalb des Tonabnehmers und nicht erst am Verstärker.

    Soweit ich es richtig verstanden habe sind beim Mono-Tonabnehmer nicht nur die Kanäle paralell geschaltet sondern das System liest nur Seitenschrift. Damit kann man dann auch überhaupt keine Stereo-Schallplatten mehr hören, die würden stark verzerren bzw. sogar beschädigt werden.


    Stimmt das oben geschriebene oder habe ich was falsch verstanden?

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    Die meisten Mono-LPs von US-Labels sind ab 1955 RIAA verzerrt -- z.B. hat Blue Note bis 1955 nach AES verzerrt und danach nach RIAA. Leider habe ich keine Blue Note Pressung aus diesem Zeitraum.

    Also wenn dann habe ich sowieso Platten ab 1955 eher Richtung 1958-1959 bzw. die zweite oder dritte Nachpressung Anfang der 60er. Dann stellt sich sowieso die Frage ob überhaupt ein Entzerrer notwendig ist.

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    Du kaufst dir Originalpressungen für hunderte Euro und dann willst du nicht in adäquate Hardware investieren

    Den Vorwurf muss ich mir sicherlich gefallen lassen. Das ist immer so eine Prioritätengeschichte bei mir, wie wahrscheinlich bei vielen Plattensammlern, dass Geld für eine neue Platte sitzt locker und bei der Hardware ist man dann knausrig. Aber ich bin schon ziemlich zufrieden mit meiner Anlage, selbst mit der Mono-Taste und Stereo-TA kriegt man schon erstaunlich viel raus aus den Mono-Platten, die haben schon eine super Dynamik.


    Ich bin aber trotzdem neugierig wie viel Mehrwert dann ein Mono-TA noch zusätzlich bringt bzw. die entsprechende Phono-Vorstufe oder Equalizer. Ich hab allerdings auch gelesen, dass die meisten Mono-TA gar keine richtigen Mono-TA mehr sind, sondern lediglich innerhalb des Korpuses die Kanäle parallel geschalten werden, dadurch erzielt man mehr oder weniger den gleichen Effekt wie mit einem Mono-Schalter am Verstärker. Man bräuchte quasi einen Mono-TA der auch wirklich nur mit nur Seitenschrift liest, diese sind dann wieder in der oberen Preisklasse angesiedelt.

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    recherchier doch mal, mit welcher Verzerrung deine Originalpressungen geschnitten wurden. Wahrscheinlich nicht Riaa. Vielleicht gibt das dir noch einen Hinweis, wo die Reise hingehen soll.


    Die Schallplatten wurden tatsächlich mit RIAA geschnitten, zumindest lt. den Infos auf den Backcovern ist das der Fall.


    Wie bereits vermutet ist Mono-Abspielen ein ziemlich großes Fass, dass ich in naher Zukunft erstmal geschlossen halten werde.

    Vielen Dank für die Vorschläge und Tipps!


    Mit den fünf verschiedenen Lösungsansetzen bin ich eigentlich nicht überfordert, so wie ich es verstehe ist es ziemlich kompliziert den "Mono-Klang" voll auszuschöpfen und da gibt es verschiedene Abstufungen dieses "Ziel" zu erreichen. Da ich nicht sofort in eine Nagra Classic Phonostufe und einen Dynavector DTR XV-1s mono investieren möchte :D ist glaube ich für mich der vorgeschlagene TA AT 3 Mono/LP ein guter Kompromiss.


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    Leider hast du nicht geschrieben, ob du original Pressungen von Jazz LPs aus den 50/60ern sammelst oder Reissues.

    Es handelt sich um original Pressungen.


    Das werde ich vorher auf jeden Fall auch ausprobieren :)


    Noch eine Frage zum AT 3 Mono/LP.
    Handelt es sich da um einen richtigen Mono-Tonabnehmer, ich hab gelesen das dieser eher für moderne Mono-Platten gedacht ist mit (17µ) Verrundung?

    Was wäre denn in diesem Preissegment ca 175 EUR ein richtiger Mono-Tonabnehmer mit vllt (25µ) Verrundung?

    Ich hab gesehen, da gibts z.B. den Ortofon OM D25M oder das Grado Prestige Mono MC+.


    Ich würde den TA an meinen SABA 910 Direct Drive aufsetzen und den Shiit Mani als Phono Vorstufe nutzen, passt das technisch gesehen?

    Vielen Dank schonmal und viele Grüße
    Louis

    Hallo zusammen,


    mein Name ist Louis und ich bin 28 Jahre alt, dass ist mein erster Beitrag in diesem Forum.


    Ich sammle seit gut 10 Jahren Schallplatten, seit einigen Jahren insbesondere auch Jazz aus den 50er und 60er, dadurch hat auch schon die ein oder andere Mono Schallplatte den Weg in meine Sammlung gefunden, deshalb spiele ich schon länger mit dem Gedanken mir ein Mono-TA zu besorgen. Leider kenne ich mich technisch überhaupt nicht aus, ich versuche mir zwar immer wieder Themen anzulesen und mir Wissen anzueignen, leider komme ich da meistens nicht so weit, da leider oft auch innerhalb der Foren oder anderen Quellen Uneinigkeit besteht, was denn jetzt wirklich wichtig ist. Deshalb habe ich mal folgende Fragen und Infos formuliert, vielleicht kann mir da der ein oder andere weiterhelfen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich nicht der Erste bin, der diese Fragen stellt.


    Zur Info: Auf meinem älteren Luxmann A-384 Stereoverstärker habe ich auch eine Mono-Taste, die etwas hilft, aber ich will noch mehr rausholen. Zum Ausprobieren wollte ich natürlich erstmal nicht zu tief in die Tasche greifen.


    1. Tonabnehmer +/- 150 EUR


    2. Verstärker Luxmann A-384


    3. Plattenspieler: SABA 910 Direct Drive oder Technics 1210 (Tonarm zu leicht? habe gehört für Mono-Tonabnehmer braucht man einen schweren Tonarm)


    4. Problematik Entzerrung? Ist es notwendig einen speziellen Vorverstärker für spezielle Mono-Tonabnehmer zu haben? Bisher läuft ein Shiit Mani oder die interne Phono-Vorstufe.

    Bin sehr auf eure Antworten gespannt! Vielen Dank schonmal und noch einen schönen Samstag noch


    Ich freue mich schon auf eure Antworten :)