Posts by Toni31

    Trotzdem finde ich es interessant, wenn man Kennlinien veröffentlicht, die positive Gittersapnnungen beinhalten. Wie gesagt, es sugeriert dass das geht...

    Vorsicht: Solche Kennlinien mit positiven Gitterspannungen wurden im Impulsbetrieb aufgenommen, damit das Gitter nicht zerstört wird.

    Trotzdem viel Spass mit den Versuchen, du kannst die Ergebnisse ja dann hier posten.


    Toni

    Dort werden Ug > 0 nicht geraten...

    und das hat seinen guten Grund.

    Bei negativer Gitter 1 Spannung werden die Elektronen durch die Gitteröffnungen praktisch gebündelt, da negative Ladungen sich gegenseitig abstossen.

    Bei positiver Gitterspannung (siehe Bild) wirken die Gitteröffnungen wie eine Zerstreuungslinse, da ein positives Gitter die negativen Elektronen anzieht, abbremst und damit von ihrer ursprünglich geraden Bahn ablenkt.


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    Das führt dazu, dass insbesondere bei niedrigen Anodenspannungen eine hohe Anzahl von Elektronen gar nicht zur Anode gelangen kann und zurück zum Gitter wandert.

    Daher sinkt insbesondere bei niedriger Anodenspannung mit steigender Gitterspannung der Anodenstrom und das Gitter übernimmt den Anodenstrom (siehe Bild).

    pasted-from-clipboard.png


    Insgesamt führt das (wenn das Gitter 1 das überstehen sollte) zu hohen Klirrfaktorwerten, was für breitbandige Verstärker nicht tragbar ist.


    Das ist übrigens auch der Grund, weshalb bei Senderöhren sehr hohe Anodenspannungen verwendet werden, damit nämlich die Elektronen eine möglichst hohe Geschwindigkeit erhalten und nicht zurück zum Gitter wandern. Bei Senderöhren ist zusätzlich das Gitter besonders ausgebildet und kann den erhöhten Strom auch verkraften; die maximalen Gitter Ströme sind ja in den Datenblättern für Senderöhren explizit angegeben. Ausserdem werden Senderöhren nur bei einer Frequenz betrieben, so dass entstehende Oberwellen leicht gefiltert werden können.


    Röhren ohne Angaben der Belastung des Gitters 1 sollten mMn nicht für Audio Anwendungen mit positiver Gitter 1 Spannung verwendet werden.



    Toni

    Hallo Philipp,

    warum? der 15K Ohm Widerstand bestimmt den Strom durch die Zener-Dioden. Selbst mit dem 225V Abgriff reichen dann 1,3 Watt Typen völlig aus. Und es ist nicht "verboten" den R2 ein Stück zu vergrößern.

    Rechne mal ein bisschen: Eine 100V Zener mit 1,3W verträgt maximal 13mA Strom. Konservativ würde ich als maximalen Dauerstrom 5mA ansetzen (entspricht dann 0,5W Verlustleistung). Damit fallen am R2 mit 15K 75V ab. Die Eingangsspannung dürfte dann 325V (250V+75V) nicht übersteigen. Dafür würden ca. 230VAC nötig sein - Du hast maximal 225V zur Verfügung. Also sind die 5W Typen rausgeschmissenes Geld und sie lassen sich auch mechnisch schlecht einbauen.


    (Und wenn es andere auch schon 100x irgendwo gesagt haben: geregelt wird da nix 8) )

    So einfach ist das nun doch nicht.

    Die 1,3W Zener Dioden haben einen Wärmewiderstand von ca. 110K/W, die 5W Dioden liegen bei ca. 60K/W. Bei einer Verlustleistung von 0,5W und einer Umgebungstemperatur von angenommen 40 Grad (Gehäuse mit Röhren im Inneren) werden die 1,3W Dioden ca. 95 Grad warm und die 5W Dioden ca. 70 Grad.

    Um möglichst exakt 250V zu haben ist die UGS Spannung des Transistors zu berücksichtigen. Ebenso die Kennlinien der Dioden, da die Zener Spannung vom Strom abhängig ist.

    Zusätzlich sollten die Netzspannungsschwankungen von ca. +-5% (lt. Norm sind +-10% in D zulässig) berücksichtigt werden.


    Toni

    Der Strom pro Verstärker ist ca. 15 mA.

    Bei 4 Stufen ist die Summe des Stromes dann bei 4 x 15 mA = 60 mA.

    Wie hoch ist die max. sekundäre Spannung des Trafos? Dieser Wert ist notwendig, um die

    Verlustleistung im Transistor T1 zu berechnen und den Wert von R1 zu bestimmen.

    Die Zenerdioden, deren Anzahl, Werte, Strom und deren max. Verlustleistung sind dann zusammmen mit R2 sehr sorgfältig in Abhängigkeit von der max. Sekundärspannung des Trafos zu wählen; erfolgt das nicht, können diese Dioden sehr schnell den Wärmetod sterben.

    Die im Schaltplan angegebenen Werte führen übrigens nicht zu 250V Ausgangsspannung!


    Toni

    Der CS701 wurde als Direkt-Antriebler 1973 in den Markt eingeführt,

    der CS721 (ebenfalls ein Direkt-Antriebler) als Nachfolger des CS701 kam dann 1976. Beide haben keine 78rpm.

    In Frage käme noch der 1990 erschienene CS750, der mit Detailverbesserungen der Nachfolger des CS5000 ist. Er hat ebenfalls die 78rpm, wirkt auf mich aber nicht mehr so hochwertig wie der zeitlose CS5000.


    Toni

    Was heutzutage als NOS verkauft wird, hat oftmals dann doch schon einige Spielstunde

    einige ist leicht untertrieben, was alles so als NOS angeboten wird ist zum ;(


    Aber auch die heutige Qualität läßt zu wünschen übrig. Eigentlich sollte man meinen, dass mit den heutigen Maschinen eine wesentlich bessere Genauigkeit zu erzielen ist. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein; bis man ein Röhren Paar ausgemessen hat braucht man schon eine große Anzahl zum selektieren. Bei Doppel-Trioden wird das ganze schon sehr lästig bis man ein Paar gefunden hat, immerhin müssen 4 Systeme übereinstimmen.

    Anders bei den guten alten NOS Langlebe-Röhren. Die waren von Haus aus schon sehr eng in den technischen Daten selektiert. Leider sind sie heute unverschämt teuer - aber neue Ware kommt einfach nicht an solche Qualität heran. Ob man diese Qualität allerdings braucht ist eine ganz andere Frage.


    Toni

    Einfach mal auf die Grafik klicken. Meine Güte....

    Der Ausschnitt ist im Millisenkundenbereich. Den Spietenpegel der Transienten kann man schon gut erkennen und somit auch ob komprimiert wird. Nur darum ging es mir ja. Ich kann heute nochmal spaßeshalber bei einem Signal die Phasen tauschen und sehen was übrig bleibt, aber ob mein Dreher so konstant läuft??

    erklär doch bitte mal, warum gewisse Bereiche gar keinen negativen bzw. positiven Pegel haben.


    Toni

    KS-Modus ein:

    Eine Triode kann in 3 Betriebsarten verwendet werden und zwar als Kathodenbasisverstärker, Anodenbasisverstärker und Gitterbasisverstärker. Die Namen kommen daher, dass jeweils entweder die Kathode, die Anode oder das Gitter als gemeinsamer Schaltungspunkt für Eingang und Ausgang dienen.

    Man kann Trioden auch Kaskadieren, also den Anodenwiderstand oder den Kathodenwiderstand durch eine weitere Triode ersetzen. Mit den 3 möglichen Betriebsarten der Triode können damit dann 9 verschiedene Kaskaden zusammengestellt werden. Eine davon nennt sich SRPP (man könnte sie auch Kathodenbasisverstärker mit Anodenbasisverstärker als Anodenwiderstand nennen - auch wenn Frihu das anders sieht).

    Von allen diesen 9 verschiedenen Möglichkeiten hat sich eigentlich nur eine technisch so richtig durchgesetzt, man nennt sie Cascode - Verstärker, es ist ein Kathodenbasisverstärker mit einem Gitterbasisverstärker als Anodenwiderstand. Und das hat auch seinen guten Grund, sie ist nämlich bezüglich Rauschen und Stabilität die günstigste.

    KS-Modus aus.

    Solange kein Schaltplan zur Verfügung steht, ist es reine Spekulation in welcher Betriebsart die ECC82 des RV3 arbeitet.



    Toni

    Es reicht völlig aus, ein Sinussignal auf den Verstärker zu geben und das Signal am Lautsprecher-Ausgang zu messen. Mal mit und mal ohne diese zusätzlichen Widerstände. Eine Messung an einem Kanal ist ausreichend.


    Einfachste Hör-Messung: Nur einen Kanal des Verstärkers mit einem Musiksignal beaufschlagen und leise hören. Wenn dann im laufenden Betrieb der zusätzliche Widerstand aufgesteckt wird, sollte keine Lautstärkeänderung zu hören sein und auch kein Krachen im Lautsprecher, wenn der Widerstand aufgesteckt wird.


    Hintergrund der Messung: Wenn sich das Signal im Pegel ändern sollte, dann haben die Widerstände einen Einfluß auf die Verstärkung, was eigentlich nicht sein sollte.



    Toni