Posts by Toni31

    Die RIAA hat primär nichts mit den Röhren am Hut!

    Diese Aussage ist definitiv falsch!


    Im Prinzip gibt es zwei Arten von RIAA Phonos: Die mit Gegenkopplung und die ohne Gegenkopplung. Bei der EAR834 und deren Clones handelt es sich um eine Phono mit Gegenkopplung.

    Betrachten wir mal eine allgemeine Schaltung mit Gegenkopplung:


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    Die Röhre ist der Verstärker mit der Verstärkung A, das Rückkopplungs-Netzwerk ist das RIAA Netzwerk.

    Dann gilt für die Gesamtverstärkung aus Verstärker und Netzwerk:

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    Man sieht, dass die Verstärkung der Röhre sehr wohl in die Gesamtverstärkung und damit in den Frequenzgang der Schaltung eingeht.

    Man kann obige Formel auch umschreiben:


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    Wenn die Verstärkung der Röhre gegen Unendlich gehen würde, dann wird 1/A = Null und dann ist die Verstärkung der Gesamtschaltung nur noch von den Eigenschaften des Rückkopplungsnetzwerkes abhängig. Das erreicht man aber nur mit Operationsverstärkern, mit einzelnen Transistoren oder Röhren geht das nicht.

    Die Verstärkung der Röhre geht also immer bei einer rückgekoppelten Phono in den Frequenzgang mit ein.


    Wie macht sich das bemerkbar:

    Bei einer Phono mit Gegenkopplung ist die höchste Verstärkung im Bassbereich nötig. Der korrekte Frequenzgang wird nur dann erreicht, wenn die Schaltung nicht nur die korrekten Werte der Bauteile für die RIAA Entzerrung hat, sonder auch den korrekten Verstärkungsfaktor μ der Röhre(n). Daher hat z.B. Shure in seiner Phono selektierte Röhren verwendet.

    Wer also wahllos irgendwelche Röhren in seiner gegengekoppelten Phono tauscht, verbiegt mit Sicherheit den Frequenzgang zumindest im Bassbereich.


    Bei einer nicht gegengekoppelten Phono kann das nicht auftreten.


    Toni

    Oft siegt doch irgendwann die Bequemlichkeit. Einschalten (natürlich vom Sofa aus) und sofort muss es losgehen - das ist heute die Devise. Meist hört man dann sowieso immer den gleichen Sender, obwohl man eine Unzahl davon bereits vorprogrammiert hat (man könnte ja, wenn man denn wöllte). Selbst das Streamen ist anstrengend; welches von den tausenden Alben auf dem NAS soll man abspielen, je mehr Alben der Monitor oder das iPad anzeigen, des do weniger Lust hat man eines auszusuchen. Und dann auch noch komplett abspielen? Nein - kaum hat man das erste Lied angespielt kommt auch schon der Zapper-Teufel hoch und ab geht die Post - das klingt doch wie nochmal, das hat doch der .. auch schon mal aufgenommen, das erinnert mich an .., nur mal kurz reinhören, etc. etc.


    Schön, dass es daher die Schallplatte gibt. Schon die Auswahl der Platte, die man hören möchte ist vollkommen anders. Man nimmt etwas in die Hand und schaut sich erst einmal das Cover an - und dann kommen schon mal die Erinnerungen hoch, wann habe ich die denn das erste Mal abgespielt und mit wem?

    Das Herausnehmen der Platte aus der Hülle und das Auflegen auf den Teller hat dann schon fast etwas sakrales an sich. Den Tonarm Lift bedienen und schnell auf die Hörposition eilen, damit man auch ja den ersten Ton mitbekommt - meist ein Krachen, wenn die Nadel die Einlaufrille gefunden hat.

    Und dann hört man die Platte komplett bis zum Ende, hat dabei das Cover in der Hand und liest, was da alles so draufsteht, schaut sich die glühenden Röhren an, schwelgt in Nostalgie und genießt einfach nur die Musik.


    Ich mache beides.



    Toni

    Sorry, aber das kann man so nicht stehen lassen.

    1. Ein elektrisches Feld entsteht zwischen Elektroden, die unterschiedliches Potenzial (Spannung) haben. Betrachtet man zwei nebeneinander verlaufende Leiter, so sieht das elektrische Feld dazu wie folgt aus:

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    Das elektrische Feld ist zwischen den Leitern am stärksten, da dort der Abstand am geringsten ist. Aufheben tut sich da gar nichts.

    2. Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn zusätzlich zum unterschiedlichen Potenzial zwischen den Leitern ein Strom durch die Leiter fließt. Dann entsteht neben dem elektrischem Feld zusätzlich ein magnetisches Feld. Und das sieht dann so aus, wobei die magnetischen Feldlinien immer senkrecht zu den elektrischen Feldlinien stehen:

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    Ein elektrisches Feld ist einfach zu schirmen, hier reicht es aus, einen Punkt der Schirmung auf Massepotential zu legen.

    Anders beim magnetischen Feld. Man muss dafür sorgen, dass das Magnetfeld, das im Leiter zum Verbraucher entsteht durch ein gegenphasiges Magnetfeld, das im Leiter vom Verbraucher entsteht, kompensiert wird. Man erreicht das durch Verdrillen der Leitung oder noch besser durch ein Koaxialkabel.


    Toni

    Reicht da nicht eine Konformitäts Erklärung?


    Müssen Messwerte irgendwo eingereicht werden, die kontrolliert werden? Nach meiner Erinnerung nicht. (Sorry, habe schon lange nichts mehr mit solchen Fragen zu tun)

    Ja, wenn der Hersteller zertifiziert ist und diese Messungen selbst durchführen kann. Das ist bei den wenigsten Herstellern der Fall, weil teuer. Deshalb gibt es entsprechende Unternehmen, die solche Messungen durchführen. Mit diesen Messergebnisse kann dann die CE Urkunde vom Hersteller ausgestellt werden. Wer eine CE Urkunde ohne bestandene Messungen ausstellt, begeht Urkundenfälschung.


    Toni

    Toni31


    warum werden denn die 'Basics' selbst bei 'Kisten' im 6-stelligen Eurobereich nicht abgearbeitet?

    Wer ein CE Zeichen möchte um seine Geräte in Verkehr zu bringen, benötigt bestandene Messungen.

    Wenn also diese Basics abgearbeitet sind, bleibt nicht mehr viel. Vielleicht ist der Ansatz bei den Geräten zu suchen auch falsch. Man kann ja mal überlegen, ob es auch noch andere Gründe gibt. Verkehrt ist das jedenfalls nicht. ;)


    Toni

    Schade, dass hier wieder nur schwarz - weiss Betrachtungen erfolgen.

    Zum Netzkabel: Natürlich fängt ein Netzkabel elektromagnetische Signale auf und leitet diese ins angeschlossene Gerät weiter. Dass die grossen Messgeräte-Hersteller, die die empfindlichsten Audioanalysatoren, Spektrumanalysatoren und Messempfänger (die von 2Hz bis zig GHz gehen) herstellen, keine geschirmten Netzkabel verwenden, liegt ganz einfach daran, dass in deren Geräten Maßnahmen getroffen sind, die für eine geeignete Störunterdrückung (sowohl gegen Störaussendungen als auch gegen Störempfänge) sorgen.

    Bei der Prüfung zum CE - Zeichen werden solche Mess-Geräte im Betrieb mit angeschlossenen Netzkabeln mit HF Strahlung bombadiert, deren Stärke in keinem Haushalt jemals auftreten wird. Und zusätzlich werden noch leitungsgebundene Störungen auf das Netzkabel gegeben.

    Und das bestehen diese Geräte klaglos, auch ohne geschirmtes Netzkabel.

    Für mich gilt: Wenn ein Gerät im HiFi Bereich ein geschirmtes Netzkabel benötigt, dann ist es fehlerhaft entwickelt worden.

    Zum LS-Kabel: Auch ein LS-Kabel fängt natürlich Störsignale auf und leitet sie ins angeschlossene Gerät weiter. Wenn im angeschlossenem Gerät keine entsprechenden Maßnahmen getroffen sind, dann können solche Störungen durchaus Auswirkungen insbesondere auf die Gegenkopplung haben, die ja meist am LS-Ausgang ansetzt. Für mich gilt auch hier: Wenn ein Gerät geschirmte LS- Kabel benötigt, dann haben die Entwickler entweder bewußt oder unbewußt geschlampt.



    Toni

    FrankG

    Das Wort Filter ist von dem lateinischen Wort filtrum abgeleitet, das ist neutrum, daher das…

    Für nichttechnische Produkte wird auch maskulin verwendet.

    Kaffeefilter - nichttechnisch und auch technisch - daher sowohl der als auch das zulässig;

    Ölfilter - wenn technisch dann neutrum - also das … - siehe Duden;

    Hochpass - maskulin, da sich der Artikel auf den hintersten Teil eines zusammengesetzten Wortes bezieht - also: der Pass - der Hochpass

    Hochpassfilter - technisch - das Hochpassfilter

    Aber :off:.


    Toni