Posts by Toni31

    cay-uwe

    Die 6S45P ist für Breitbandanwendungen entwickelt worden und hat deshalb eine hohe Steilheit, was allerdings immer auf Kosten der Mikrofonie geht. Deshalb verwende ich solche Röhren für Audio gar nicht, zumal der Verstärkungsfaktor auch nicht gerade berühmt ist.

    Im neuen Jahr werde ich mal folgende Schaltung aufbauen, die hohe Spannungen auch an niederohmige Lasten liefern kann - ideal prädestiniert als Treiber für 211 etc.

    Der Vorteil ist zudem, dass im gesamten Verstärkerzweig keine Koppelkondensatoren nötig sind und auch das Parallel C zum Kathodenwiderstand der Endröhre entfallen kann.


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    Toni

    49 Grad

    Temperatur Messungen an einer ECC83 (nur Heizung an = 1,89 Watt) ergeben bei 23 °C Raumtemperatur nach 30 Minuten Betrieb:


    1. Freie Konvektion: Top der Röhre --> 36 °C
    Bottom der Röhre --> 64 °C


    2. Röhre in 400 cm3 Behälter verbracht: Top der Röhre --> 56 °C
    Bottom der Röhre ---> 84 °C


    Nutzt man zusätzlich die max. erlaubte Anoden Verlustleistung der ECC83 in Höhe von 2 Watt aus, ergeben sich maximal (Bottom der Röhre):

    1. Freie Konvektion: 107 °C

    2. im Behälter: 149 °C


    Bei einer ECC82 sieht die Sache schon ganz anders aus:

    Nutzt man bei einer ECC82 zusäzlich zur 1,89 Watt Heizleistung die max. erlaubte Anoden Verlustleistung in Höhe von 5,5 W aus, ergeben sich maximal (Bottom der Röhre):

    1. Freie Konvektion: 183 °C

    2. im Behälter: 261 °C


    Für die ECC83 kann (wie aus dem Datenblatt E83CC entnommen) eine maximale Kolbentemperatur von 170 °C angenommen werden. Für eine ECC82 entsprechend eine maximale Kolbentemperatur von 165 °C.


    Es macht also durchaus Sinn sich mit der Kolbentemperatur von Röhren im realen Einsatz zu beschäftigen.


    Toni

    …und jetzt? 😉

    Wenn eine ECC83 gegen eine ECC82 getauscht wird und nichts (auch elektrisch) passiert, das ist Quatsch!


    Und was schrieb einer der großen Hersteller von Röhren zur Temperatur:

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    Und noch eine weitere Ergänzung:

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    Wenn die ECC83 in der DS2 an ihren Grenzwerten betrieben wird, hat der Hersteller im Sinne der Lebensdauer vielleicht eine zusätzliche Kühlung vorgesehen. Aber das ist Spekulation, die Kolben-Temperatur müsste man einfach mal nach 2 Stunden Betrieb messen.


    Toni

    Ist vielleicht eine dumme Frage, aber warum ist dann der komplette linke Kanal ausgefallen? Er gab keinerlei Geräusch von sich.

    Wenn die Röhre nur zur Impedanzanpassung dient (Eingang hochohmig, Ausgang niederohmig) dann handelt es sich um einen Kathodenfolger. Und der hat eine Verstärkung von eins. Wenn die Röhre defekt ist, dann hat sie gar keine Verstärkung, also null. Der Begriff Impedanzlinearisierung passt hier nicht.

    Neue Röhre kaufen, die defekte Röhre zerstören und den Kühlkörper wieder verwenden. Der Kühlkörper ist wahrscheinlich geklebt, also einen temperaturbeständigen Kleber verwenden.


    Toni

    Kühlkörper an Röhren sind absoluter Quatsch! Mit der ECC82 etwas vorsichtig sein, denn die zieht erheblich mehr Anodenstrom als eine 83er. Meist klappt das aber...

    Die Grenzwerte der Kolbentemperatur von Röhren werden ja teilweise angegeben. Wenn diese Temperaturen (z.B. 110 Grad bei einer 6N2P oder 225 Grad bei einer EL84) überschritten werden, sind Kühlkörper durchaus sinnvoll.

    Eine ECC83 durch eine ECC82 ersetzen zu wollen ist jedoch mehr als Quatsch.



    Toni

    Thorenslebt

    Langleberöhren wie die E83CC haben lt. Datenblatt eine Lebensdauer von >10000 Stunden. Für normale Röhren wie die ECC83 gilt das nicht.

    Langleberöhren haben eine andere Kathode, die wesentlich geringere Verunreinigungen (insbesondere Magnesium, Mg) hat. Magnesium verdampft bereits bei der Temperatur, die der Brenner in der Röhre erzeugt. Dieses verdampfte Mg legt sich in der Röhre auf alle Materialien und verändert damit die Eigenschaften der Röhre. Zusätzlich diffundiert Mg und Si aus dem Ni-Röhrchen, das die Kathoden-Basis bildet und legt sich zwischen das Ni und der sich darauf befindenden Barium Schicht und behindert im Laufe der Zeit die Elektronen Emission.

    Schaut man sich Datenblätter von russischen Röhren an, findet man auch für Nicht-Langleberöhren Werte zur Lebensdauer, diese liegen bei ca. 500 bis 2000 Stunden. Daher empfehle ich im Mittel nach 1000 Stunden die Röhren zu erneuern. Bei einem Betrieb von 2 Stunden pro Tag an 200 Tagen ergibt dich damit eine Lebensdauer von immerhin 2,5 Jahren.


    Toni

    Eine gute alte Telefunken- oder Siemens-ECC hält in der Regel mindestens 10 Jahre...

    sie hält auch noch länger, wenn man sie nicht benutzt. ;)


    ECCxx Röhren halten genauso lange, bis das EOL Datum erreicht ist. Und das ist abhängig von der Schaltung und genau definiert.


    10 Jahre x 365 tage x 24 Stunden = 87600 Stunden --- das hält keine Röhre aus, ist also Quatsch.


    Tip: Nach 1000 Stunden Betrieb die Röhren wechseln.



    Toni

    Es gibt Röhren mit mehreren Systemen, wie z.B. die ECCxx Serien.

    Gibt es Messaufbauten und Messwerte wie hoch das frequenzabhängige Übersprechen zwischen den Systemen ist?

    Welche Parameter der Schaltung und welche Eigenschaften der Röhre beeinflussen das interne Übersprechen?


    Toni

    Wenn ein Hersteller seine Geräte vernünftig nach den Regeln der Elektrotechnik entwickelt und produziert hat, braucht man weder besondere Netzkabel noch irgendwelche Netzfilter. Und Akkus schon gar nicht.


    Toni

    Die Primärinduktivität eines Übertragers ist keine Konstante, sondern sie ist abhängig von der Höhe der anliegenden Spannung und von der Frequenz der anliegenden Spannung.


    Die Induktivitätsangaben in Datenblättern von Übertragern beziehen sich daher meist nur auf eine Spannung von 230 V und eine Frequenz von 50 Hz, die steht ja überall zur Verfügung.

    Entscheidend für einen Übertrager ist jedoch seine Fähigkeit Leistung bei der tiefsten gewünschten Frequenz zu übertragen. Und da reicht es nicht aus nur bei 50 Hz zu messen.



    Toni

    Es gab damals von einer Hifi zeitschrift eine Testplatte. Darauf waren 2 Piano Stücke

    eines mit einem Bösendörfer , eines mit einem Steinway gespielt

    Zu meiner grossen Verblüffung konnte ich die beiden Flügel klanglich eindeutig

    auseinanderhalten und identifizieren. Und das schon beim allerersten Hören

    Mit den beiden Lautsprechern, die ich vorher hatte, wäre das so nicht möglich gewesen.

    Das war (ist) die Hörtest CD der Zeitschrift Audio aus dem Jahr 1984, die ich auch besitze. Enthalten ist u.a. ein Beispiel eines Steinway Flügels und ein Beispiel eines Bösendorfer Imperial-Flügels.

    Aber sorry: Den Unterschied zwischen den beiden Flügeln kann ich sogar mit meinen billigen Laptop Mini-Lautsprechern eindeutig erkennen. Und ich habe mit Sicherheit kein absolutes Gehör, nicht mal ansatzweise.


    Toni