Posts by Calvin

    Hi,


    die mit "Fig.1 Phono balanced transmission" bezeichnende Zeichnung ist der klassische symmetrische (balanced) Eingang, typischerweise mit XLR-Buchsen/Steckern.

    Hier in der nicht galvanisch getrennten Ausführung.

    Die mit Fig 2 bezeichnete Zeichnung auf der PM-Webseite zeigt den asymmetrischen Eingang, typischerweise über Cinch Buchsen/Stecker.

    Wo PM mogelt ... offenbar um eine Schwachstelle zu maskieren ... ist die Signal-gnd Verbindung (am MMin), welche wundersamerweise vom Mittelabgriff der Primärwicklung des ÜT bei symmetrisch zum Endpunkt der Primärwicklung bei asymmetrisch wandert.

    Und das funktioniert bei PM sogar ohne einen Umschalter!!

    Ist das vielleicht jene besondere Magie von der User in ihren Erfahrungsberichten so schwärmen? :evil:

    Der geerdete Schirm des symmetrischen Kabels ist ersetzt durch eine Leitung, die zwar für gleiches Potential von Tonarm und ÜT-Gehäuse sorgt .... aber für irgendein beliebiges .... Erdpotential offensichtlich nicht (mehr).

    Selbst unter Verwendung einer verdrillten Litze an Stelle eines Coax-Kabels brummen bei mir alle Brummalarmglocken. =O 8o ^^


    jauu

    Calvin

    Hi,


    schaut man sich die Margen der Vertriebe an, dann sieht man, wo der Löwenanteil des Preises sitzt. Apple lässt ein IPhone für 60€ bauen und im Laden liegt es ab 600€.

    Ein Hersteller hat vom Aufwand und Risiko ein weitaus größeres Päckchen zu stemmen und bekommt vergleichsweise viel weniger dafür als die Vertriebskette.

    Gerade bei StartUps und kleinen Herstellern, die zwangsläufig höhere Material- und Fertigungskosten verkraften müssen sind dann alternative Vertriebskonzepte wie Direktvertrieb fast zwangsläufig nötig um preislich überhaupt noch attraktiv zu sein.

    Was würden heute die Verstärker von damals kosten?

    Vermutlich deutlich mehr!

    Einer der markantesten Unterschiede im Aufbau ist der Wandel vom verdrahteten Multi-PCB Design hin zum Single-PCB oder Dual-PCB Design. Interne Verdrahtungen sind nicht nur eine Ausfall-/Fehlerquelle sondern bedeuten teure Handarbeit. Und die erschiene um ein zig-faches multipliziert am Ende der Vertriebskette.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    ich sehe jetzt nicht diesen ´Qualitätsanstieg´. Und auch nicht warum man das nicht hätte umsetzen können ohne arm zu werden. Verstärkerschaltungen sind ja nun einmal etwas vergleichsweise primitives und die meisten Grundkonzepte gab es vermutlich bereits 5 Minuten nach Erfindung des Transistors. Es ist ja kein Bereich wie z.B. 5G oder Power/Energy bei dem es gefühlt im Minutentakt neue Ideen, neue Schaltungen und neue ICs gibt.

    Mir scheint jedoch, daß sich mehr Hersteller mittlerweile trauen Konzepte abseits der LIN-Struktur (OPAmp-Konzept) zu vermarkten, nicht zuletzt, weil der Markt keine meßtechnische Exzellenz der Produkte mehr verlangt, sondern zu einem postfaktischen und fast reinen Luxus- und Erlebnismarkt geworden ist. Die Qualität des Engineering, der Bauteile und technischen Ausführung interessiert den Durchschnittskunden kaum, noch versteht er es. Optik, Haptik und Image bestimmen was gekauft wird.

    Mir scheint daß es sich bei der Mehrheit dieser Konzepte aber um alte oftmals einfache Schaltungsstrukturen handelt, die fast vergessen wieder aus der Versenkung geholt werden ... und durchaus mit gutem Grund.

    Was zutrifft ist, daß die Qualität der Bauteile eine bessere ist, nicht zuletzt dank SMD.

    Allerdings schrumpft das Angebot von für Audio interessanten Bauteilen wie JFETs, Power-JFETs, lateralen MOSFETs etc., Bauteilen, welche in den 70ern und 80ern noch massenhaft in Verstärkern zum Einsatz kamen.

    Simulationen erlauben eine schnellere Produktentwicklung und sind richtig eingesetzt ein wertvolles Tool und Lerninstrument. Das dadurch die Qualität der Schaltungen gestiegen sei sehe ich so noch nicht. Die wird immer noch durch die Fähigkeiten und das Geschick der Designer bestimmt ... bzw. und leider all zu oft durch planlose Pfennigfuchser aus der Kaufmännischen.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    wie es ausschaut nicht. Es blieb damals bei dem einen Treffen.

    Ich wüsste auch nicht von privaten Kontakten ... schade eigentlich.

    Ob und was die Baseler machen???

    Die AAAler jedenfalls stellen sich ziemlich an.

    Mal einfach als Neuer dort aufzuschlagen ist anscheinend nicht erwünscht.


    Calvin

    Hi,


    nun die Trennung ist hier bei ausreichend geladenem Akku ebenfalls gegeben, da der Ladetrafo ja über das SSR geschaltet wird.

    Allein der Akkuspannungssensor hängt weiterhin am Netz um eine zu starke Entladung zu verhindern, bzw. zu ermöglichen, daß nicht einfach das Hören zwecks Nachladung unterbrochen werden muß.

    Aus diesem Grund ist auch die Timer gesteuerte Ladung implementiert, die für die reine Ladung des Akkus nicht notwendig wäre.

    Hi,


    :thumbup:

    Für eine konkrete Anwendung als Versorgung würde ich dem Lader allerdings noch einen lowDropout Nachregler verpassen, z.B. einen LT1963A (1,5A), oder den noch rauschärmeren TPS7A47 (1A), oder Ähnliche.

    Die UnderVoltage Schwelle dann auf 12,5V einstellen, oder nach Umdimensionierung auf 18V-Akkus auf 18,5V.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    jup, hab sie gefunden ;)


    Prinzipbild Akku-Netzteil


    Es handelt sich um ein automatisches 12V Bleiakku-Netzteil zur Versorgung von Motoren oder anderen Baugruppen.

    Es lädt einen 12V Bleiakku (z.B. die Panasonic Bleigel-Akkus) in zwei Stufen und Timer gesteuert. Bleiakkus lassen sich besonders einfach über einen Konstantspannungsregler laden.

    Ein Spannungssensor überwacht die Spannung des Akkus und schaltet bei Unterschreiten einer einstellbaren Spannung automatisch auf Timer gesteuerten Ladebetrieb.

    Abhängig vom Entladezustand wird zweistufig geladen.

    Bei starker Entladung wird mit erhöhtem Ladestrom, bei geringer Entladung mit geringem Ladestrom geladen durch Umschalten der Lade(Schluß)spannung.

    Die Ladezeitdauer ist per Jumper einstellbar.

    Prinzipiell läßt sich das Netzteil auch für 18V oder 24V Akkus dimensionieren.


    automatisches 12V Bleiakku-Netzteil


    Tr1/BR1 und IC3 versorgen die Steuerung.

    IC2 ist der Spannungssensor, der den Timer IC1 triggert.

    C30, R10 und die Jumper J3-1...J3-3 bestimmen die Ladezeit.

    IC1 schaltet über Q1 und das SolidStateRelais K1 und den Ladetrafo Tr2 den eigentlichen Lader an.

    Der besteht im Grunde aus dem LM317 Spannungsregler IC4 mit etwas Zusatzbeschaltung, welche die zweistufige Ladung ermöglicht.

    Der Spannungsteiler aus R11, D2, D4, R7 und R9 bestimmt die Ladespannung für den gering entladenen Akku (höherer Wert).

    Mit Trimmpoti R8 wird der Übergang zwischen starker und schwacher Ladung bestimmt.

    Dafür wird der Ladestrom über R6 erfasst und der Thyristor T1 angesteuert.

    Der Thyristor legt den Widerstand R5 parallel zu D2,D4,R7,R9, sodaß die Ausgangsspannung des Reglers IC4 geringer wird --> geringerer Ladestrom.

    An JP2 kann ein öffnender Taster angeschlossen werden.

    Die Schaltung startet nach dem einschalten zunächst mit dem niedrigeren Ladestrom.

    Durch öffnen von JP2 wird auf hohen Ladestrom umgeschaltet.

    Die Diode D5 ist ein Verpolschutz. Bei festverdrahtetem Akku kann auf sie verzichtet werden. Dann müssen aber die beiden Ladespannungswerte um die Diodenflußspannung verringert werden.


    Akku-Netzteil Bestückung


    Akku-NT-Layout


    Das Ganze ist ´analog´ mit klassischen Bauteilen und Logiken aufgebaut.

    Heutzutage würde wohl eher ein µController verwendet, der die Aufgaben des Spannungswächters, der Logik und der Ladestromumschaltung übernimmt.

    Dafür braucht diese Schaltung keine Programmierkenntnisse und keine 20 Firmwareupdates bis sie funktioniert. ;)


    jauu

    Calvin

    Hi,


    hab noch ne Schaltung für genau sowas irgendwo auf dem Rechner.

    War mal ein Entwurf für einen Plattenspielerhersteller.

    Den Schaltplan könnte ich vielleicht hier einstellen.

    Sehe das aber ähnlich wie Winfried.

    Akku-Lösungen sind highendig verbrämt und überbewertet.

    Die einzigen faktisch belegbaren Vorteile sind die galvanische Trennung und Mobilität.

    Gibt es da kein Problem -und als Antriebsenergiequelle für den Motor ist das problemlos- spricht herzlich wenig für einen Akku.

    In den wichtigsten technischen Parametern für Stromversorgungen sind Akkus jedenfalls nicht die Spitzenreiter.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    ja, so Winzlinge haben einen unbändigen Freiheitswillen, ebenso wie winzige Mütterchen, Schräubchen, Stiftlein und generell alles was nicht größer als eine Ameise ist.

    Bei jeder sich bietenden auch nur so klitzekleinsten Gelegenheit hüpfen springen oder flattern sie unwiederbringlich davon.

    Sorry für deinen Ausfall trotzdem.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    m.W.n. nein. Kann sich allerdings in den letzten Jahren geändert haben.

    Besuche in der Nadelje... (unaussprechliche Addresse für meine Zunge) in Prag sind aber immer wieder mal möglich. ;)

    Grüssle an Eunice und Marek.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    spielt das Polruckeln bei Synchronmotren überhaupt eine (entscheidende) Rolle?

    Im extrem sind Steppermotoren auch Synchronmotoren ... und es kommt erst einmal auf die Ansteuerung an, ob da eine gleichmäßige Rotation raus kommt oder nur ruckelnde Steps.

    Bei Gleichstrommotoren ist das Polruckeln ein Problem .... also bitte die spezifischen Eigenschaftem der Motoren nicht verwechseln.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    das ist sicher richtig .... aber es gibt genügend China Klone, die das System der JBC Spitzen übernommen haben und viel billiger sind.

    Zwar erreichen die Klonspitzen nicht die Qualität der Originalspitzen, aber bei vielen lassen sich die Handgriffe und Spitzen von JBC einsetzen.

    Auf Arbeit haben die JBC jedenfalls die Weller abgelöst.

    Ist ein deutlich schnelleres, angenehmeres und durch das Schnellwechselsystem der Spitzen auch präziseres Löten.

    Ein ähnlich schnelles und wechselbares Spitzensystem ist das T12 von Hakko, welches auch massenhaft vom Chinamann geklont wurde.

    Die bekannteste Ausführung dürfte von KSGER sein (ab ~60€).

    Habe selber eine Yuanhe T12A, die schlappe 35€ kostete, zzgl. einem 10er Pack verschiedener Ersatzspitzen für etwas über 20€ (s. auch meine Webseite unter 'Testlab')

    Bietet ein 60W Schaltnetzteil mit Controllerplatinchen und OLED Display in einem Alu-Gehäuse kaum größer als eine Zigarrettenpackung. Die Spitzentemperatur kann sogar für bis zu vier verschiedene Spitzen an einem Punkt (KSGER bis zu 3 Punkte) abgeglichen werden.

    Hat den Abschied von meiner alten Weller leicht gemacht. Ich hätte längst eine JBC wäre sie nicht so erstaunlich gut. ;)


    jauu

    Calvin

    Hi,


    versuch es doch mit unity-gain Sallen-key Strukturen!

    Wird in den Lehrbüchern zwar immer mit dem OPAmp-Dreieck-Symbol gezeichnet, aber es braucht faktisch nur einen Buffer und keinen OPAmp.

    Und dieser Buffer kann natürlich diskret aufgebaut sein, z.B. ein simpler JFET-Sourcefolger mit gleichem JFET als aktive Stromquelle oder ein Calvin-Buffer, wenn´s Dampf auffe Leitung braucht.

    Durch so ein Filter kommt Musik durch wie es kein OPAmp-Filter kann.


    Und grundsätzlich kann ich nur raten die Designphilosophie von Passivfiltern auf aktive anzuwenden.

    Will folgendes heißen: In guten passiven Filtern werden Filterfunktion und Equalizerfuntion gleichzeitig ausgeführt ... nicht zuletzt um teure Bauteile zu sparen.

    Aktivweichen sind typischerweise auf korrekte theoretische Filterfunktion ausgelegt und das praktisch immer nötige Equalizing erfolgt entweder gar nicht oder wird mit zusätzlichen Stufen erzeugt .... Folge ist ein OPAmp Grab, das im günstigsten Fall viel nach HiFi, aber nicht nach Musik klingt.

    Schmeist man den ganzen theoretischen und formulatorischen Oberbau von Butterdose Linker Witz und Schnubbelchef zunächst mal über Bord und stimmt das Filter auf die Bedürfnisse das Treibers ab, dann kommt man wenigen Bufferstufen aus.

    Das heißt, schau welche akustische Zielfunktion Du möchtest (das kann durchaus LR4, etc. sein) und wie die Ist-Funktion des Treibers aussieht. Die Differenz der beiden ist Deine Filterfunktion .... und die hat in der Regel wenig mit LR4, BW2 oder sonstigen theoretisch perfekten Filterfunktionen gemein.

    Für meine ESL-Panels z.B. brauche ich von unten nach oben einen high-Q Notch auf der Grundresonanz des Panels, knapp darüber einen überschwingenden HP 2ter Ordnung, sowie ein weiteres breitbandiges sehr flaches Notch im oberen Mitteltonbereich um eine saubere HP-Funktion 4ter bis 6ter Ordnung akustisch zu erzielen.

    Das Ganze realisier ich mit zwei(!) JFET-Buffern also insgesamt 4 Transen.... einer am Eingang des Netzwerkes und einer am Ausgang zur Auskopplung als Kabeltreiber.

    davor, dazwischen und drumherum ein passive Bauteile.

    Nach Lehrbuchdesign wären für solch eine Filterfunktion eine Horde von gefühlt 1276 Transistoren verteilt auf mindestens vier OPAmps nötig, die gegen die vier Musketransen aber mal so richtig abloosen.


    jauu

    Calvin