Posts by Calvin

    Hi,


    Mann sollte unterscheiden zwischen der originalen Supra von 1982 und der Supra von 2016.

    Die 2016er arbeitet durchgängig mit OPAmps und ist vierstufig aufgebaut.

    1- linearer Eingangsverstärker mit 4 parallelen OPAmps

    2- passives 2120Hz Filter

    3- aktive 50-500hz Entzerrung mit Verstärkung in der Gegenkopplung eines OPAmps

    4- passiver Hochpass als Subsonic mit nachfolgendem OPAmp Buffer.

    Sie ähnelt damit mehr der PlatINA, nur ohne deren Möglichkeit für symmetrische Eingänge und deren hervorragende Flexibilität.

    Als Ausgleich ist sie dafür komplexer und teurer. :S


    Die 1982er Supra war ein recht einfach strukturierter, diskret aufgebauter OPAmp mit der kompletten RIAA in der Gegenkopplung ... also ein einstufiges Konzept.

    Aufgrund der bei MC notwendigen hohen Verstärkungen sind mehrstufige Schaltungen viel üblicher .... muss man doch sonst deutliche Kompromisse eingehen.

    Für MM allerdings ein völlig ausreichendes Konzept.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    das bemerkenswerte an den Muses -und das schlachten sie in ihren Datasheets auch zum bis zum Exzess aus- daß sie mit ihrem copper leadframe das Temperaturverhalten stabiler gestalten können. In allen anderen Daten sind es mediokre und für die gebotene Leistung teure OPAmps.

    Interessanter ist an Datasheets oft, was eben nicht spezifiziert/dargestellt/gesagt ist und was aufgrund guter Gründe vielleicht auch besser unveröffenlicht bleibt.

    Ähnlich machte es NationalSemi als sie ihre LMxxx Reihe vorstellten.

    Gefühlte 50 Seiten vollgestopft mit weitgehend sinnfreien Verzerrungsdiagrammen ... dafür fehlten einige sonst übliche Diagramme .... aber immerhin blieben sie relativ günstig mit den Preisen bis TexasInstruments sie aufkaufte.

    Dafür ist auf der JRC Webseite umso mehr audiophiles Geschwurbel .... nicht widerlegbar, nicht faktisch nachprüfbar oder -Gott bewahre- als Beuteileigenschaft einforderbar.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    kurze Zwischenfragen zu #2271:

    Wäre es nicht eigentlich so, daß die Membran bei der Wiedergabe ins LS-Innere starten müsste?

    Der Schlegel zieht das Paukenfell schließlich nicht nach außen. :/

    Wie kommt es zustande, daß die absolute Phase der Pauke hörbar sein soll, die der Violine jedoch nicht, obwohl ihr Frequenzspektrum im deutlich empfindlicheren Hörbereich liegt.

    Auch den deutlich niederfrequenteren Bässen scheint diese 'Erkennbarkeit' abzugehen.

    Das Ohr erreicht ausserdem ein Frequenzgemisch, dessen absolute Phase durch Mikropositionierung und anschließende Prozesse völlig verloren ist.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    es gibt eine Reihe an technischen Parametern, die jeder für sich nur ein Schlaglicht werfen.

    Erst in der gemeinsamen Bewertung ergibt sich schärferes Bild auf das Verhalten des Verstärkers.

    Den Einen universellen Parameter gibt es hier nicht.

    Und so lässt sich eigentlich auch nicht von einer Güte der Gegenkopplung sprechen, da sich das Ergebnis z.B nicht getrennt von der OL-Verstärkung (openloop=Verstärkung mit offener Gegenkopplungschleife) betrachten lässt.

    So ist die häufig in Prospekten zu findende Angabe des Klirrfaktors mit einem einzelnen Zahlenwert etwa so wertlos wie die Wattzahl eines LS.

    Das Verzerrungsverhalten eines Verstärkers ist derart komplex, daß es mit einer Zahl allein nicht darstellbar ist. 42 ist hier nicht die Antwort auf alle Fragen.

    Bei klassischen 'analogen' Verstärkern gibt es bis zu 8 verschiedene Verzerrungsmechanismen und class-D fügt dem noch eigene hinzu.

    Hinzu kommen Verzerrungsmechanismen einzelner Bauteile bis hin zum Layout der Platine.

    Wie Jo es beschrieb kommt es auf das Konzept und dessen Umsetzung an.

    Ein guter Verstärker ist ein fein abgestimmter Kompromiss


    jauu

    Calvin

    Hi,


    es ist zunächst zu verstehen, daß die als zero feedback propagierten Verstärker keinesfalls ohne Gegenkopplung auskommen ... das ist reines Marketingsprech.

    Sie verzichten nur auf eine globale Rückkopplungsschleife und setzen auf lokale Gegenkopplung in den einzelnen Stufen des Verstärkers.

    Der angeschlossene LS als Last wirkt über den Rückkopplungspfad direkt auf den Eingang des Verstärkers zurück und beeinflußt somit unmittelbar das Verhalten des gesamten Verstärkers.

    Und schon lange bevor der Verstärker an die Grenze seiner Laststabilität gelangt macht sich das akustisch negativ bemerkbar. Der rückgekoppelte Verstärker fühlt sich am wohlsten wenn er eine konstante, idealerweise rein ohmsche Last bedienen muss.

    Ohne die globale Rückkopplung muß jede einzelne Stufe für sich durch Gegenkopplung (stärker) linearisiert sein, sieht dafür aber nur ihre nachfolgende Stufe als recht konstante Last.

    Nur noch die letzte Stufe, der Stromverstärker hat es mit der angeschlossenen Last zu tun.

    M.E.n. verhalten sich die Rückkopplung freien Verstärker etwas gutmütiger bei kritischen Lasten, wie es z.B. Elektrostaten oder die berühmt berüchtigten ersten Infinity Kappa gerne mal sind.

    Die lokale Gegenkopplung funktioniert i.d.R. direkter und schneller, ist teils inhärentes Merkmal einer Schaltung oder eines Bauteils (Triode, Emitter-/Source-/Kathodenfolger).

    Das Konzept mit einer globalen Rückkopplung zum Schluss einmal-über-Alles drüber zu bügeln, sodaß aus einer Schaltung die zunächst wenig mit einem linearen Verstärker gemein hat ein linear erscheinender Verstärker wird erscheint zunächst elegant. Es muss aber die Frage erlaubt sein, ob die äußere Schleife ausreichend in der Lage ist die einzelnen Stufen und vielen 'internen' parasitären Effekte und gegenseitigen Beeinflussungsmechanismen zu kontrollieren.


    Um eine Analogie zum Bügeln zu bemühen ....

    Eine Textilfachkraft soll zwei Hemden in der gleichen Zeit bügeln.

    Das erste faltet sie und bügelt dann einmal sorgfältig die Vorderseite.

    Beim zweiten bügelt sie erst das ganze Hemd und legt es anschließend zusammen.

    Hemd eins sieht perfekt aus .... bis man es anziehen will und die zerknitterten Ärmel zum Vorschein kommen.

    Hemd zwei wirkt nicht ganz so perfekt, aber es ist überall geglättet und tragbar. ;)


    jauu

    Calvin

    Hi,


    ich habe mit PCBCart (China) bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Die fragen auch nach, wenn ihnen irgendetwas nicht klar ist ... auch bei Prototypen-Bestellungen.

    Dabei sind die Reaktionszeiten meist nur wenige Stunden, sodaß mögliche Änderungen nicht viel Zeit kosten.

    Die online Eingabemasken sind einfach, nahezu selbsterklärend, Bezahlung per paypal et al.

    Trotz der Lieferung um die halbe Welt sind sie pünktlich und die Kosten liegen unter europäischem Niveau.

    Sind SMD Bauteile vorgesehen kann für eine geringe Gebühr ein brauchbarer Stencil (Druckschablone) mit geordert werden ... z.B. für eine 300BSMD ;)


    Beta Layout als europäischer Lieferant fertigt ebenfalls sehr ordentlich.

    Hier können die originalen layout files z.B. von Kicad direkt hochgeladen werden und die Eingabemaske wird in vielen Punkten automatisch gefüllt.

    Das ist schon komfortabel. Die verschiedensten Eingabeparameter und Auswahlmöglichkeiten sind hier gut erklärt.

    Stencils sind ebenfalls bestellbar und mit größerer Parameter-Auswahl


    Im Kölner Raum ist Fischer Leiterplatten zu finden, die eine gute Fertigungsqualität liefern und auch Prototypen-service anbieten.


    jauu

    Calvin



    Hi,


    die Folie wird nur mit einer recht konstanten Ladung versehen.

    Dafür ist die Folie mit einer sehr gering leitfähigen Beschichtung versehen, welche zudem dafür sorgt, daß die Ladung sich nur mit geringer Geschwindigkeit über die Folienfläche verteilen kann.

    Für das mit Audiofrequenzen variierende elektrische Feld zwischen den Statoren erscheint die Ladung auf der Membran daher konstant und ortsfest.

    Je mehr Ladung, desto größer die Kraftwirkung des Feldes auf die Ladung/Membran und damit auch höherer Schallpegel.

    Hörbar daran, wie langsam die Lautstärke nach Einschalten des HV-Netzteils hoch fährt.

    Die Folie interessiert es also nicht im Geringsten, ob 'draußen' ein Störsignalsturm tobt.

    Das ist in etwo so, als ob eine Fliege durch Honig fliegen wollte.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    es macht dem Klang überhaupt nichts aus, da die große Ladezeitkonstante selbst ein äusserst wirksames 'Filter' darstellt.

    Selbst länger andauernde -noch dazu unrealistisch starke- Störpegel könnten allenfalls zu sehr langsamen und sehr geringen Schallpegeländerungen führen.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    ihn darauf hinweisen zu müssen ist allein schon ein NoGo.

    Das dann die Ausführung nicht den geltenden Bestimmungen entspricht ... nun, wer hier derart pfuscht, der pfuscht auch an anderen Stellen.

    Das Einige das persönlich nicht wichtig nehmen ist ihr alleiniges Ding und Recht.

    Vielleicht tröstet die Erben dann, daß sich die Qualität des Genpools ein wenig verbesserte.

    Das Thema Sicherheit grundsätzlich zu bagatellisieren und durch abstruse Was-wäre-wenn Fallkonstruktionen ins Lächerliche ziehen zu wollen ist -mit Verlaub- nicht nur ein kläglicher Rechtfertigungsversuch eigener Geiz-ist-geil Haltung, sondern m.b.M.n. angewandte Dummheit.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    wenn ich ein Gerät für einen bestimmten Markt baue, dann muss ich auch die entsprechenden Regularien dieses Marktes erfüllen.

    Und Sachen wie CE, UL und sonstige Kennzeichnungen, VDE Vorschriften etc. bis hin dazu wie Geräte der Schutzklassen intern aufgebaut sein müssen ... das alles ist nicht plötzlich um 6e früh aus dem heiteren Himmel gefallen.

    Wer immer noch Geräte verscherbelt, die durchaus nachvollziehbare Mindestanforderungen an die Sicherheitsaustattung nicht erfüllen ... sorry, der hat hier nichts zu suchen.

    Und ja, ich bin froh daß die europäischen Staaten - und eigentlich die gesamte westliche Welt zuzüglich Japan und Taiwan- es geschafft haben im Interesse der Sicherheit ihrer Bürger gemeinsame Regularien aufzusetzen.

    Und das das ganze eigentlich ganz gut funktioniert zeigt u.A. auch die Überlebensrate derjenigen, die das alles anscheinend nicht tangiert, auch jene die offenbar nur keese im Kopp haben. :P


    jauu

    Calvin

    Hi,


    ... ihr müsst es einfach nur mal anhören ... dann bricht für Euch ne Welt zusammen ...

    Hört sich für mich wie der Hoffnungsschrei der Verzweifelten an, die mit der harten Realität hadern. :P:D;(^^


    jauu

    Calvin

    Hi,


    Dämpfung kommt durch einen resistiven Anteil im Schwingkreis zustande.

    Gerade keramische Caps bestechen durch ihren niedrigen ESR ... also genau das was man eben nicht haben will. Wenn schon dann einen kleinen R von 10-100Ohm in Serie zum Cap schalten.

    Die Caps selber sorgen in erster Linie für eine niedrigere Frequenz des Schwingkreises und nicht für Dämpfung.


    jauu

    Calvin