Posts by Calvin

    Hi,


    das ist eine Kompromissgeschichte.

    Es geht darum eine Einstellung zu finden, bei der die Abtastverzerrungen möglichst niedrig sind.

    Da diese aber über den Radius hinweg deutlich schwanken, muss man sich entscheiden wie die Verteilung aussehen soll.

    Z.B. ob über den mittleren Bereich hinweg niedrigere Verzerrungen entstehen, dafür aber am Anfang und gegen Ende der Plattenseite stärkere Verzerrungen, oder ob man im Durchschnitt etwas höhere Verzerrungen in Kauf nimmt, dafür aber auch an den Rändern vergleichsweise niedrige.

    Baerwald und Löfgren Einstellung sind sich sehr ähnlich .... Stevenson weicht davon etwas ab.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    ein paar Einzelne gibt es.

    Bei dem letzten Versuch vor einigen Jahren blieb es aber bei einem einzigen Treffen dreier Gestalten.

    Ein Stammtisch oder eine andere Art eines gelegentlichen Treffs hat sich nicht etabliert.

    Ein Grüppchen aus dem HiFi-Forum trifft sich zwar regelmäßig in Freiburg, aber da werden fast nur noch private Themen gewälzt.

    Bei Basel gibt es wohl noch ein Grüppchen, sogar mit AAA Bezug, die sich jedoch sehr abschotten.

    Ich find es auch schade, daß hier so wenig läuft, bzw. wenn nur im kleinsten privaten Kreis.

    Erstaunlich eigentlich, denn das überschaubare Freiburg allein hat m.W.n. mindestens drei Händler und ein paar Hersteller vor Ort und weitere im nahen Umkreis.

    Die erste kleinere (Haus)Messe in Freiburg vor Corona schien auch auf gute Resonanz gestossen zu sein.

    Audio-Interessenten sollte es also genügend geben.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    was wär das Leben ohne Herausforderungen Herr Hoerohr ;)

    Auch bei mir schlagen zwei Seelen in der Brust .... nur genau anders herum.

    Wie bereits erwähnt finde ich die technische Umsetzung des Konzeptes der 63 brilliant, allein ich habe noch keine Vorführung gehört, bei der sie mich gänzlich überzeugen konnten.

    Der Eindruck schwacher Dynamik und als hinge versehentlich eine Decke drüber verschwand nie. Allerdings entspricht das dem, was ich bei dem Konzept durchaus erwartete.

    Ich wünschte es wäre anders, denn der Mittenbereich zeigte schon klar auf, was ein ESL kann und was dynamische LS eben durch die Bank nicht können.

    Im Gegensatz dazu habe ich die 57 -die technisch ebenfalls brilliant umgesetzt ist- öfters isehr gut in Vorführungen erlebt. Bemerkenswert gut sogar, berücksichtigt man ihre für ESL doch recht kompakten Abmessungen.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    dieses im trüben Oberflächenwasser fischen ist eigentlich so gar nicht, was ich von Dir kenne und gewohnt bin ;)

    P. Baxandall hat ja schon einiges zum Thema geschrieben und verständiges Lesen seiner Analyse lässt schon eine gehörige Verständnistiefe dessen zu, was Mr. Walker da eigentlich ausgetüftelt hat.

    Ergänzt um ein AEG Patent 627679 von 1930(!) und ein AES Paper von D.R.White (2009) "Wide-Range Electrostatic Loudspeaker with a Zero-Free Polar Response" kann man die ESL63 recht gut nachvollziehen.

    Dann kann man nur -selbst wenn man kein Fan dieser LS ist- die Brillianz in der technischen Umsetzung des Konzeptes vorbehaltlos anerkennen.

    Allein es stellt sich dann auch die Frage, ob das Konzept als solches -welches im übrigen ausschließlich mit elektrostatischen Wandlern realisierbar ist- die optimale Wahl ist.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    ^^^^ fast aufs Glatteis geführt.

    Aber abgesehen davon, daß die Reaktion weitgehend nichtssagend ist und vieles hineininterpretiert werden kann, ist es auch keine Antwort auf die Frage und hilft niemand im Verständnis dieses durchaus enigmatischen Wandlers.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    nun, dann mal etwas zum überlegen: ;)

    Vorausgesetzt die Membran strahlt Schall beidseitig ab ... mag sich bei einem offenen Dipolsystem trivial anhören, aber wird in den Betrachtungen gerne ´vergessen´.

    Selbst Walker und Peter Baxandall haben es bei der Betrachtung der Abstrahlcharakteristik nicht ausgeführt -obwohl Baxandall es in seiner hervorragenden Abhandlung über ESL sogar in einem Nebensatz erwähnt.


    Bewegen sich die Membransegmente mit der durchlaufenden Verzögerung auf den Betrachter zu, dann wirkt es durchaus so als gäbe es eine punktuelle Schallquelle mit einem definierten Abstand hinter der Membran, welcher dem Radius der Membranwölbung entspricht.

    So steht es auch in allen mir bekannten Publikationen zum Thema.

    Bewegen sich die Membransegmente mit der durchlaufenden Verzögerung jedoch vom Betrachter weg ... wo liegt dann für den Betrachter die punktuelle Schallquelle? ;):S8)


    jauu

    Calvin

    Hi,


    die 63 sind keine Punktstrahler ... das sollte schon aus dem Begriff Dipol klar hervorgehen.

    Der Abstrahlcharakter ist gerade im Hochtonbereich zwei sehr schmale Keulen und von einer 4pi Abstrahlung des Punktstrahlers weit entfernt.

    Selbst eine 50er Kalotte ist kleiner als das erste Membransegment der 63.

    Die Laufzeitglieder sorgen zwar für eine verzögerte Ansteuerung der Aussenbereiche der Membran ... sie arbeitet aber auch hier nicht wie eine atmende Kugel, sondern eher wie eine Fähnchen im Wind.

    Also ganz klar und eindeutig nix mit Punkt, sondern immer noch ein ein recht stark bündelnder Dipol.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    weiter oben wurde 'gedacht', daß Flächenstrahler keine Räumlichkeit können weil zu groß ... und die Punktquelle sei das Optimum.

    Nun, das ist nicht so. Große Flächen erzeugen teils einen extrem scharfen Fokus und platzieren Phantomschallquellen fast schon micrometer-genau.

    Es darf im übrigen stark angezweifelt werden ob eine Punktquelle unter nicht-Freifeld Bedingungen optimal ist.

    In vielen real existierenden Räumen sind zylindrische Richtcharaktere vorteilhafter.


    Die ESL63 ist wie alle Quads -und fast alle ESL- nicht Frequenzweichen-frei!

    Die Laufzeitglieder, durch welche die 63 bekannt wurde und die ihre Richtcharakteristik bestimmen, bedingen auch einen frequenzabhängigen Amplitudenabfall.

    Die Quads sind auch nicht -wie im übrigen alle mit einer gespannten Membran arbeitenden Flächenstrahler- partialschwingungsfrei.

    Zwar wird die Laufzeitkette resistiv abgeschlossen um die Reflektion der 'elektrische Welle' zu dämpfen, die dominante 'mechanische' Reflektion bedingt durch die straffe Einspannung jedoch bleibt.

    Hinzu kommt, daß mechanische und elektrische Welle nicht wirklich koinzident über die Membran laufen, was sogar eine zusätzliche Quelle für Partialschwingungen bedeutet.


    Das Zusammenbringen von Punktquelle und ESL ist m.A.n eben nicht der optimale Weg.

    Das Mantra beim ESL Bau ist Effizienz, Effizienz und nochmals Effizienz!

    Die 63 und ihre Nachfolger sind im ganzen Konzept herzlich ineffizient ausgelegt (Stromsteuerung über Widerstände, kleine Membransegmentflächen, kleine Kapazitäten, hohe Impedanzwerte --> ungut hohe Übertragerverhältnisse, etc. etc.)

    Das Konzept lässt sich nur mit ESLs umsetzen, geht aber an den 'Wohlfühlparametern' eines ESL doch ein Stück weit vorbei.

    Das engineering der Quads ist brilliant, bewunderungswürdig.

    Allein das Konzept hat Macken.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    der Räumlichkeitseindruck wird ganz entscheidend von der Aufstellung/Raumakustik bestimmt.

    Grundsätzlich gilt viel Luft hilft viel ..... sprich großzügige Abstände zur Seite und vor Allem nach hinten.

    Unter ~1m nach hinten wird es schnell knapp.

    Weiterhin sollten für beide Kanäle möglichst gleiche Bedingungen herrschen.

    Nicht zuletzt spielt auch der Verstärker eine Rolle.

    Stimmen Raumakustik und Austellung und es klingt flach, dann einfach mal einen anderen Verstärker ausprobieren.

    Mit einer Zilla singen die Tallis Scholars das Miserere in der Kathedrale von Yorck, mit einer Accu A50 hört es sich flach wie eine Fotografie an.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    Quote

    Das die Masse in die Betrachtung mit einfließt, ist, so denke ich, unstrittig.

    Jain, Masse allein betrachtet ist hier nicht entscheidend ohne auch die Antriebskraft in Betracht zu ziehen.

    Gehäuse ja, weil es das Abstrahlverhalten entscheidend bestimmt .... monopolar, dipolar, o.A.

    Starke Sprünge in der Abstrahlcharakteristik machen sich akustisch bemerkbar.

    Weisen dann noch die akustischen Filterflanken an der Trennstelle Asymmetrien auf, dann klingt der Bassteil tatsächlich 'träge' hinterherhinkend.

    Bei meinen ESELn übernimmt um 200Hz herum ein Dipolturm vom Panel (beides dipolar zylindrisch abstrahlend) und übergibt unter ca. 60Hz an einen geschlossenen Sub (dipolare breite Keulen an monopolar).

    Damit sind die Transitionen an den Übergangsstellen fliessend und nicht abrupt .... und dann gelingt die Vereinigung des schnellen Dipols und Dipol-Kickbasses mit der Autorität des Subwoofers.

    Bei der ESL63 mit ihrer dipolar keulenförmigen Abstrahlung ist ein Dipolbass die natürlich passende Ergänzung.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    Quote

    Der Bass kommt der ultraleichten und flinken Folie nicht hinterher.

    Das ist technisch falsch, auch wenn es sich tatsächlich so anhört.

    Das nicht 'träge Pappe' die Ursache ist zeigt ja Dein Beispiel des Dipols. ;)


    jauu

    Calvin

    Hi,


    Übertrager sind auch keine Wundertäter und Allheilmittel, sondern erst einmal ein unnötiges zusätzliches Bauteil im Signalweg, welches fast alle Parameter verschlechtert. :rolleyes:

    Es gibt nur zwei Situationen in denen sie noch Sinn machen ... rauschende Vorstufen und galvanische Trennung.

    Wobei erstere zumindest in der Halbleiterwelt seit mindestens 40Jahren kein Thema mehr sein sollten.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    @#26, bei dem Blackline ist die Verschaltung der Einzeladern nicht klar ... kreuzweise wäre aber möglich.

    Ich dachte aber eher an das Frankfurt, bei dem beide Varianten konfektioniert werden können und auf der Webseite zu sehen sind.

    Hier gab es schon mal einen Thread zu Flachmännern.

    Diese Art Kabel wurde bereits gehyped und ist daher aktuell nicht die coolste Sau, die durch Dorf getrieben wird.

    Da sich die Physik aber nicht ändert funktionieren sie heute noch genauso gut wie damals ;)


    jauu

    Calvin

    Hi,


    im Grunde bin ich voll bei Dir, Andreas.

    Gute ESL reagieren jedoch durchaus deutlicher auf das Kabel als die dynamischen Brüder.

    So sind Kabel mit tendenziell höherem Kapazitätsbelag und geringerem Induktivitätsbelag eher vorteilhaft.

    Das lässt sich gut mit 'Hosenträgern' ausprobieren, die einmal parallel -niederkapazitiv- und ein anderes mal kreuzverschaltet sind.

    Die lassen sich gut und günstig selber stricken, oder von verschiedenen Anbietern beziehen, z. B in hervorragender Qualität von Neyton, bis zu völlig Gaga bepreisten Nordost.

    Nebenbeivorteil der Hosenträger ist, daß sie gut und unauffällig unter einem Teppich verschwinden können. ;)


    jauu

    Calvin

    Hi,


    der Rega funzt in der Tat gut, trotz einfachen Aufbaus.

    Habe mir den Lift für den TheKiller als Ersatzteil für um die 25€ mein ich einkaufen können.

    Da lohnt sich Selbstbau fast nicht. ;)


    jauu

    Calvin