Posts by Calvin

    Hi;


    Die großen Denn waren mit 3-phasigen AC-Aussenläufern ausgestattet.

    Neben Sony wären eher noch Hitachi und Pioneer als frühe Anwender von BLDC Motoren zu nennen. Technis ist natürlich auch mit BLDC vertreten. Sie haben nur länger als ihre Mitbewerber auf die kräftigeren Motoren mit Kern gesetzt; während jene früher auf kernlose (sltless) und vermehrt auch nur 2-phasige Motoren umstellen.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    ohne Zweifel erhöht mehr Masse das Trägheitsmoment. Das kann aber nur von Nutzen sen, wenn eine Reihe anderer Parameter angepasst sind.

    Eine Unwucht des Tellers wirkt sich bei größerer Masse stärker aus.

    Das Tellerlager muss entsprechend stärker -und meine Intuition sagt mir auch präziser- ausgelegt sein. Ein Teller von ein paar kg Masse kann durchaus für mehrere T/cm2 Druck zwischen Welle und Lagerspiegel sorgen und die Belastung der Radiallager ist gleichfalls deutlich größer.

    Die mechanischen Zeitkonstanten verlängern sich und somit auch die Regelzeiten während derer der Teller um die Solldrehzahl herum eiert .... es sei denn der Antrieb würde stärker ausgelegt.

    Behauptungen wie obig genannte 33,3333333 RPM sind völlig realitätsfern, 32-34 RPM kommen der Wahrheit näher, insbesondere bei den überwiegend nur gesteuerten und nicht geregelten Riemenantrieblern (alte Philipse waren m.E.n. die einzigen Riementriebler, welche die Tellerdrehzahl erfassten und dadurch regeln konnten .... bis hin zu einer Quartz-PLL).

    Gesteuerte Systeme eiern dagegen mehr oder minder um irgendeine Solldrehzahl herum.

    Dann kann man nur hoffen, daß die Mechanik gut genug ausgeführt ist, daß es minder genug eiert um nicht wahrnehmbar zu werden.

    Kurz: mehr Masse ist zunächst klanglich nicht von Vorteil, sondern stellt erst einmal höhere Anforderungen an Mechanik und Antriebssystem.

    Wie fast immer ist eine isolierte Betrachtung der Auswirkung der Masse, bzw. eines einzelnen Parameters nicht möglich. Es werden bei Änderung eines Parameters zwangsläufig mehrere andere Parameter mit geändert. Es dürfte äußerst schwierig sein zu ermitteln, ob und welcher der 'abhängigen' Parameter akustisch relevante Auswirkungen erreichen könnte und ob das Ergebnis eher positiv oder negativ wäre.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    keeskopp

    Gemeint ist eine Vorfilterung der einzelnen Treiber dergestalt, daß sie sich bis etwa plus oder minus zwei Oktaven über die vorgesehene Trennstelle hinaus linear verhalten und ab da als angenähert idealer Hoch-, Tief-, oder Bandpass. Das equalizing kann über biquadratische Equalizer erfolgen (z.B. in integrierter Form mit dem UAF42 von BurrBrown). Dann kann man mit elektrisch ´idealisierten´ Filtertopologien wie LR4 etc. auch akustisch nahezu idealisierte Flanken, bzw. Trennungen erzielen. Das fährt aber zu einem Bauteilgrab und m.A.n wieder zu Klangverschlechterungen.

    Ich bevorzuge das den Designprozess den die Passiven gehen ..... Equalizer- und Filterfunktion zu vereinen, indem eben nicht die klassischen Topologien verwendet werden. Ist zwar schwieriger in der Berechnung (wobei Sim-Proggies das wieder stark vereinfachen), ist aber elektronisch viel eleganter, bauteilärmer und klingt auch besser.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    die Frage ging in die Richtung, daß Aktivweichen meist auf die elektrische Weichenfunktion getrimmt sind, z.B. Butterworth 4ter Ordnung. Selbst wenn diese Filter in sich dann phasenlinear arbeiten ist das Ergebnis akustisch oft weit unter Wert, weil es eben nicht auf den elektrischen, sondern akustischen Amplituden- und Phasenfrequenzgang ankommt.

    Filter die den Lautsprecher mit einbeziehen sind aber nie elektrisch Standard, oder sie verfügen über zusätzliche spezielle Vorfilter/Equalizer.

    Gerade letzteres führt zu sehr aufwändigen und übermäßig komplexen Weichen.

    In OPAmp Technik ausgeführt ist das m.E.n. ein sicheres Mittel jegliche Seele´ aus dem Klang zu designen.

    Weichen, die den LS direkt in ihre Filterfunktion einbeziehen und sparsam diskret bauteiliert sind, lassen dagegen die Vorteile von Aktiv gegenüber Passiv sehr deutlich werden.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    zu schade auch, wie der unterhaltsame Faden durch einen dümmlichen Beitrag den Bach runter gehen musste :thumbdown:

    Quote

    Was ist denn faktisch so falsch an dem, was er sagt?

    Die Frage sollte m.M.n. lauten, ob und was denn überhaupt richtig war .... und in #11, 14 und 19 steht überwiegend etwas, was teils oder in Gänze so nicht haltbar ist.


    jauu

    Calvin


    ps. Beton erfüllt eine Reihe Anforderungen sehr gut. Ideale gibt es jedoch nicht, allenfalls gute Kompromisse, abhängig von den Spezifikationen und deren Wichtung. Diesbezüglich hindern Eigenschaften wie Gewicht, Verarbeitung und Kosten typischerweise die Top-Platzierung bei der Auswahl als Gehäusematerial.


    pps. sind die Weichen der ATC mit OPAmps und 'Standard'-Topologien aufgebaut, oder diskret und nach Zielfunktion?

    Hi,


    das oder die Lager im Schaft sind die Horizontallager und das Spitzenlager ist das Vertikallager ;)

    Davon abgesehen gibt es alle möglichen Kombinationen ... Beispiele:

    Rillenkugellager auf Schäften horiz + vert: --> alle Linn, alle Rega

    Rillenkugellager auf Schaft horiz + Spitzen gegen Widerlager vert. --> Sony PUA

    Rillenkugellager auf Schaft horiz + Schneide gegen Widerlager vert. --> SME

    Rillenkugellager auf Schaft horiz + offene Kugellager gegen Spitzen vert: --> unzählige Arme auf günstigen Japan-Drehern der 70er bis 90er Jahre

    Kugellager gegen Spitze horiz + vert: nahezu alle kardanisch gelagerten Arme, Technics, Dual, etc.

    Spitzenlager, egal ob Spitze gegen Widerlager oder gegen Kugellager sind deutlich leichtgänger und feinfühliger als Rillenkugellager. Jene können -eigentlich- höhere Belastungen aushalten und sollten bei rauem Betrieb vorteilhaft sein. Allerdings war mein bisher einziger defekter Arm ein Linn Akito, welcher für Lagerschäden durchaus berüchtigt war. Dagegen sind mir die Dual und Technics Arme nie kaputt gegangen .... und die Verwendung im legendären Technics SL1200 beweist die Qualitäten und Standfestigkeit dieser Lagerung.

    Aufgrund der geringen Baugröße passen diese Lager eben auch gut in ein Kardangehäuse, was für die Aufteilung der Kräfte bezgl. der Lagerachsen insgesamt positiv ist.

    Rillenkugellager gibt es halt in Massen und billig. Und ist die Toleranz etwas groß werden sie halt eingeklebt statt feinst justiert.

    Bei Einpunkt gelagerten Armen befindet sich im Armkopf/Lagergehäuse eine Lagerpfanne.

    Der Arm wird dann auf eine senkrecht nach oben stehende Spitze aufgesetzt.

    Typischerweise befindet sich der Lagerpunkt über dem Schwerpunkt des Armes, sodaß der Arm allein durch sein Eigengewicht sicher auf der Spitze ruht. Das ist simpel und sehr reibungsarm, allerdings in den meisten Fällen auch nervös und kippelig und dadurch oft schwer einstellbar. Oft findet man daher zusätzliche seitliche Gewichte/Ausleger um die Trägheit/Stabilität zu erhöhen

    Mein Favorit sind die im Kardangehäuse angeordneten Spitzen gegen offene Kugellager Typen


    jauu

    Calvin

    Hi,


    JFETs mit geringerem Idss sind verwendbar.

    Insgesamt wird der Ruhestrom dadurch etwas absinken.

    Du kannst zur Kontrolle mit einem Multimeter den Spannungsabfall über den gemeinsamen Source-/Kollektorwiderständen messen ... I=U/R ergibt den Ruhestrom.

    Der sollte im oberen und unteren Zweig gleich sein, sodaß dann die Ausgangsoffsetspannung möglichst 0V beträgt.

    Erscheint der Ruhewert insgesamt zu niedrig können die Emitterwiderstände verkleinert werden.

    Aber das kann man im Fall der Fälle noch genauer durchkauen.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    Du hast uns bisher nicht mitgeteilt welche Komponenten Du selber fertigen kannst oder möchtest und welche Du Dir besorgen müsstest.

    Bei ebay und ebay-Kleinanzeigen gibt es Quellen für Lager, Teller und Motoren für einen Direkttriebler oder einen Riementriebler, aber auch günstig komplette Spender.

    Flohmärkte als Schnäppchenquelle scheiden zur Zeit ja aus.

    Mein Tip ginge in die Richtung japanischer Direkttriebler aus dem Jahrzehnt 85-95 und deren 'deutsche' OEMs von OTTO Quellermann.

    Da gibt es zahllose Spenderkandidaten, welche hervorragende Antriebe bieten (Quarz PLL), oft aber aus Kostengründen mechanisch abgespeckt sind .... aber gerade das kann und will man ja ändern ;)

    Frühere DDs waren bezgl. der Regelelektronik nicht so ausgereift -wenn auch bereits deutlich besser und wartungsärmer als andere Antriebe- und spätere zu billig und die Lager-/Antriebseinheiten zu integriert, daß man noch sinnvoll etwas ändern kann.

    Meine eigenen Umbauten basieren auf den Technics Antrieben (Beispiele findest Du auf meiner Websch)

    Die eröffnen die Möglichkeit die gute und bewährte originale Lagereinheit aufzupimpen oder durch eine eigene zu ersetzen.

    Tip am Rande: achte darauf, ob es vom Spender ein Service Manual gibt (z.B. bei der VinylEngine)

    Ansonsten viel Spaß beim Projekt ;)


    jauu

    Calvin


    ps. habe vor 20 25 Jahren mit den Igus Gleitlagern leider erfolglos experimentiert und halte sie für diese Anwendung für nicht optimal.

    Der Papierform nach wären sie nahezu ideal für ein invertiertes Lager ... aber die Praxis sah anders aus.

    pps. Ich würde durchaus mal im Katalog der Standardteile nach Passtiften und Sinterbronze Laufbuchsen Ausschau halten wenn ein Lager zu bauen wäre.

    Hi,


    da der Gain einer nichtinvertierenden Schaltung minimal 1 und eben nicht 0 wird - im Gegensatz zur invertierenden Schaltung- kann zwangsläufig ohne zusätzlichen Tiefpass die Anforderung der RIAA nicht erfüllt werden.

    Was das in der Praxis dann tatsächlich ausmacht steht auf einem anderen Blatt. ;)


    jau

    Calvin

    Hi,


    das war auch nur eine Randbemerkung.

    Die Schaltung als solche kann im Bereich +-0,5dB genau sein innerhalb des Audiobereiches.

    Als Entwickler sollte man sich aber dessen bewußt sein, daß sie einen anderen Amplitudenverlauf im Ultraschallbereich aufweist (zusätzliche Nullstelle), der unter ungünstigen Umständen den nachfolgenden Schaltungen Probleme bereiten könnte.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    der Yammi fehlt im Grunde noch ein RC-Tiefpass am Ausgang um die RIAA Vorschrift einzuhalten.

    So wie sie ist läuft die Verstärkung zu hohen Frequenzen gegen 1 und nicht wie vorgesehen gegen 0.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    die hab ich wegen ihres unvergleichlichen Rauschabstandes gewählt ^^


    @turnaround ... eine Link sehr mageren Inhalts ... der dennoch bestätigt: längerer Arm --> kleinerer Überhang. :*

    Ich ziehe für meine Betrachtungen bevorzugt fachlich fundierte Abhandlungen zu Rate.

    In diesem Fall z.B. "An analysis of six major articles on tonearm alignment optimisation and a summary of optimum design equations" von Graeme F. Dennes 983/2009. Downloadbar von der Vynil Engine.

    Wer´s komfortabel haben mag kann es auch mal mit dem ArmGeometer von Keith Howard versuchen https://www.audiosignal.co.uk/freeware.html


    jau

    Calvin


    ps: headshellkabel wären für diesen thread eigentlich auch off-Topic! 8o

    Hi,


    nein, mein Herr! Nein mein Herr!

    Es ist geometrisch nicht möglich Überhang und effektive Länge gleichsinnig zu ändern und die Nullpunkte gleich zu halten.

    Überhang und effektive Länge müssen(!) sich für konstante Nullpunkte gegensinnig ändern.

    Beispiel Extremwertbetrachtung.

    Der Armdrehpunkt liege mittig auf der Strecke der Nullpunkte.

    Dann wäre der Überhang gleich der effektiven Länge und gleich der halben Nullpunkt-Strecke.

    Der Armdrehpunkt liege im zweiten Fall sehr weit weg von der Nullpunkt-Strecke.

    Dann strebt der Überhang gegen Null.

    Für den Kröpfugswinkel gilt das ebenso.

    Auch der wird mit größer werdender effektiven Länge kleiner.


    jauu

    Calvin


    zwecks on-Topic ;)

    Hi,


    Quote

    Der Überhang bei IEC II beträgt exact 17,2mm !

    Hab mich lange nicht mehr damit beschäftigt und muß daher nochmal nachfragen.

    Sind nicht einzig die beiden Nullpunkte definiert?

    Wenn ja, dann wäre die obige Aussage nämlich falsch, bzw. unvollständig.

    Ein fester Wert für den Überhang definiert auch die effektive Länge.

    Ein großer Überhang bedeutet geringere effektive Länge, ein kurzer Überhang eine größere.

    Ohne Angabe der effektiven Länge ist die Angabe des Überhanges allein unvollständig, bzw. führt zu nicht optimalen Ergebnissen.

    Ein 12" Arm lässt sich nach genauso nach Baerwald, Loefgren oder sonst einer Vorschrift justieren wie ein 9"er .... allein die Werte für Úberhang und Kröpfung werden sich unterscheiden.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    keine Erfahrung damit ... ist mir auch völlig neu.

    Jedoch sind die Spezifikationen nicht gerade vertrauenerweckend.

    So werden Hz und Sample/s verwechselt, Bandbreitenangaben mit -10dB angegeben.

    Die minimale Empfindlichkeit liegt bei 8mV/div ... mal ist die Auflösung mit 8Bit, dann mit 10Bit gespecced. Irgendwo tauchen sogar ominöse 100hGHz auf .... also falls das Teil wirklich irgendwas taugen sollt, dann sind die, die die Specs auf der Webseite geschrieben haben taube Nüsse.

    Vermutlich taugt das Teil jedoch nicht allzuviel, da die wichtigen Specs allenfalls -sofern überhaupt ermittelbar- allenfalls Mittelmaß sind.

    Die abstrusen Specs ziehen sich durch. Das SA985 soll angeblich ein 10Bit 1GHz Oszi für unter 700 Flocken sein. Bei LeCroy und Rohde&Schwarz istt man selbst mit einer 0 mehr hintendran noch nicht im 10Bit/1GHz Bereich. Mit ihren mageren 125Ms/s können sie effektiv nur 25-30MHz darstellen ... hallo??

    Erscheint mir alles unseriös.

    Shahriar vom SignalPath.com hat ein Teardown Voideo davon gemacht. SL987 Teardown & Review

    Es fällt ihm offenbar nicht leicht irgendetwas Gutes dazu zu sagen.


    Ein anständiges kleines multifunktionales Teil für Audioanwendungen wäre Digilents Analog Discovery 2.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    fahre ohne irgendwelche Probleme meine Technics Umbauten alle und seIt vielen Jahren mit Gewichten.

    Sollte bei diesen einfach konstruierten Lagern doch mal der Lagerspiegel durch sein, dann läßt er sich einfach ersetzen.

    Dem Motor ist das Zusatzgewicht ziemlich schnuppe.

    Die Hochlaufzeit vergrößert sich ein wenig, aber das war's dann auch.

    Das es dem Motor beim Anlauf nicht gut täte ist doch arg hypochondrisch in Anbetracht der Tatsache, daß diese Motoren von unzähligen grobmotorigen Möchtegern-DJs scratchenderweise malträtiert wurden ... und überlebten.

    Hin und wieder ein Tröpfchen Öl nachkippen wie in den Manuals beschrieben und gut is, egal ob mit Gewicht oder mit ohne.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    yupp, das riecht schwer nach Haarriss oder schwache Lötstelle und einer einfachen Reparatur durch Nachlöten.

    Bleifreies Lot versprödet durch Sauerstoff beim (reflow-)löten ohne Schutzgas

    Dampfphasenlöten ist hier der bevorteilte Prozess ... oder eben bleihaltiges Lot.


    jauu

    Calvin

    Hi,


    theoretisch ist die niederohmigere Variante etwas rauschärmer.

    Praktisch spielt das aber an dieser Stelle keine nennenswerte Rolle.

    Größerer Widerstand ist Kosten- und Baugrößenmäßig gleich ... bei Kondensatoren machts einen Unterschied

    Bei vorhandenem Layout ist daher die Widerstandsänderung dIe praktischere Wahl.

    Ansonsten würd ich den C-Wert wählen, der leichter zu bekommen ist.


    Bedenke, daß die Absenkung auf 10Hz gehörmäßig fast nichts bezgl. Bassfundament bringt, jedoch aus einer bis dahin sauber arbeitenden BR Box einen Flattermann werden lassen kann, wenn eine

    Plattenwelle die Tonarm-/Abnehmer-Resonanz anregt.


    jauu

    Calvin