Beiträge von PeterPan

    Moin Moin.

    Und Danke der Nachfrage. Nur originale Einschübe.

    Die Rundnadel brachte etwas mehr Knackser hervor.

    Im Bass modulieren die Einschübe unterschiedlich …besser, schlechter? - schwierig zu verifizieren.


    Der Hinweis auf VERSCHIEDENE Verzerrungsprodukte…

    RE: Sphärenklänge

    ….greift klanglich hier wunderbar.


    Alles nur Geschmackssache? Ich glaube nicht …eher die Frage wohin soll es gehen!

    Moin Moin.

    Hier nun wie angekündigt meine subjektive Erfahrung mit dem sphärischen Schliff am AT-VM 95 im Vergleich mit dem ML- Schliff.


    IMG_1330.jpg


    Beim Vergleichshören habe ich meinen Brain-Storm mitgeschrieben:


    ML minimal heller, luftiger, weniger körperhaft, mehr Links-Rechts-Trennung - dabei nicht ganz so losgelöst u. groß hinter dem LS wie der sphärische, Violine wirkt weniger seidig, Klavieranschlag sauber u. dennoch auch heller und weniger nach Tastenanschlag / nicht so rund, bei komplexen Passagen etwas farbiger, Details stehen räumlich im Vordergrund u. weniger örtlich integriert (zugeordnet), weniger Raumtiefengefühl, spektakulärer o. dynamischer (?), scheint lauter - ist aber minimal leiser (etwas geringerer Pegel laut Hersteller) bei gleicher Lautstärkeeinstellung.


    In der Vergangenheit hatte ich den ML Schliff (dem elliptischen) vorgezogen …nun ganz eindeutig den sphärischen Schliff ! - ein eher ganzheitliches Geschehen ziehe ich nun vor.


    AT - VM 95 C …/ML am Technics SL 1500 C mit AT-LH 15 H, via Pro-Ject Phono Box S3B (47 K, 50pf + Kabel / 100-200pf empfohlen, 40 db Gain, Hersteller-Auflagekraftempfehlung).


    Ich habe eine EMI gewählt, die auf der ersten Seite eine 32 Minütige Aufnahme bietet um dem sphärischen Schliff eine Extreme anzubieten. Eine längere Laufzeit als 22 Minuten/ bei 33 1/3 Platten gilt als klanglich kritisch. Klavieraufnahmen gelten als sehr kritisch …Aufnahme 1967/Abbey Road (seriös).


    IMG_1922.jpg

    Moin Moin.

    Einen Diskurs kann man auch über die "richtigen" Umgebungsbedingungen und den dazugehörigen Auswirkungen führen ohne, das es um Gut/Böse geht. Neben den persönlichen Präferenzen bleibt auch eine genaue Beschreibung was als Unterschied erfahren wurde. Dabei muss es nicht um Podestplätze gehen. Mit einem GEFÄLLT MIR oder IST BESSER ALS kann niemand etwas anfangen.

    Moin Moin.

    Heute ist ein JICO J44D IMP eingetroffen. Arm u. Headshell machen etwa 14g, das System etwa 6g. Das führt zu einer Resonanz bei 7/8 Hz mit geringer Ausprägung. Die Auflagekraft habe ich bei 1,2p - das macht dann knapp 80 mü Abtastung (Image HiFi / Vinyl Essentials). An der Phono Box S3B ergibt sich bei 47k u. 300pf (plus Kabel) ein ausgewogenes Klangbild.

    Hier die Thakker-Daten (keine Angaben im Beipack):

    • Tonabnehmer-Typ: Moving Magnet (MM)
    • Ersatznadeln: N44G IMP NUDE
    • Headshell-Farben: Schwarz
    • Farbe der Ersatznadel: Schwarz
    • Ausgangsspannung (1kHz, 5 cm/sec): 8mV
    • Empfohlene Last: 47 kΩ
    • Auflagebereich: 0,75~1,5g
    • Übertragungsbereich: 20 Hz - 20.000Hz
    • Kanalbalance: 1,5 oder weniger
    • Kanaltrennung (1kHz): 20db
    • Gleichstrom-Widerstand: 800Ω
    • Konformität: L8.5 / V8.5
    • Nadelträger (Cantilever): JICO Typ S
    • Nadelschliff: Sphärisch
    • Größe der Spitze: 0,7mm

    Das System ist lauter als meine anderen Tonabnehmer. Out of the Box spielt es hier ausgewogen, Bass-Potent und hierin federnd, transparent u. gleichzeitig samten. Im Bereich der Stimmenwiedergabe ist es ganz sicher das transparenteste was meine Sammlung u. Erfahrung bisher aufbieten kann. Es spielt Rhythmusbetont, tastet fast ohne Nebengeräusche ab.


    Legt man eine der THE ORIGINAL SOURCE / DGG auf wird schnell deutlich das das JICO J44D Imp sehr gut „anspringt“. Das Klangbild bleibt auch an komplexer Stelle offen u. sehr transparent - ohne hier hell zu erscheinen, ohne Härten. Blechbläser zeigen einen einen schönen Glanz, kommen druckvoll u. farbig, dabei gänzlich ohne ein Gezerre an meinen Ohren. Streichinstrumente sind eher seidig und werden „Spurstabil“ abgebildet.

    Alles was sich im Bass u. Grundtonbereich abspielt kommt sehr glaubwürdig und lebendig, spielt flott, federnd u. druckvoll.



    Auch im Rillen-Innenbereich der Platte bleibt der Klang sauber. Angeblich kommen sphärische Nadeln hier schnell an Grenzen.



    Und obwohl Piano-Anschläge, Gitarrenriffs u.ä. auch bei hohen Plattenpegeln sauber daherkommen gibt es dann bei Zisch-Lauten eine Reaktion die deutlich auffällt. Das können andere Systeme hier besser.



    IMG_2783.jpg

    Alles richtig, aber ein anderer Effekt wurde bisher noch nicht erwähnt. Eine im Hörbereich wirksame Hochtonanhebung kann durch die Resonanzfrequenz enstehen, die sich aus der bewegten Nadelmasse und der Nachgiebigkeit des Vinyls ergibt.

    Moin Moin.

    Ja, genau. Eben diese Resonanz stützt man oder dämpft man mit der Kapazität.

    Moin Moin.

    Ja, gewiss …leider wird das falsche „Wissen“ mindestens genauso gerne wiederholt wie das Richtige (das so manches mal keine Anwendung findet, weil die Sache dann zu komplex würde).

    Moin Moin.

    Der sphärische Schliff kommt ja häufiger in alten Zellen vor als an neuen Systemen. Nun scheint es so zu sein, das ein typisches MM eine Senke im MT/HT-Bereich mit anschließender Überhöhung im Höchsttonbereich mitbringt. Manch einer mag wegen diesen tonalen „Über-Alles-Balance“ nun glauben, das darin der schönende Klang läge und eben nicht der Schliff dafür sorgt.

    Dem wollte ich einmal nachgehen und habe meinen derzeit laufenden Abtaster Shure M75MG-T2 von der im Technics verbauten Phono-Stufe an meine Pro-Ject Phono Box S3 B angeschlossen. Hier kann ich nämlich die kapazitive Anpassung vornehmen und den Wert den Shure empfiehlt (400-500 pf) einstellen. Und in der Tat - die Über-Alles-Balance der Wiedergabe verschiebt sich deutlich in eine frischere, die Höhen (etwas mehr als zuvor) betonende Wiedergabe. Ob das nun gefällt sei hier einmal zweitrangig. Wichtig erscheint mir aber, das damit die Vorzüge des sphärischen Schliffes nicht an Relevanz verlieren, denn diese bleiben erhalten.

    Vorzugsweise sollten gerne alle an der Musikwiedergabe beteiligten Geräte eine ausgewogene Über-Alles-Balance mitbringen.

    Die subtileren Unterschiede die durch verschiedene Schliffe verursacht werden bieten aber ein interessanteres Feld des Erkundens (siehe auch mein Anfangs-Post zum Shure V15/4 mit runder bzw. scharfer Nadel).

    Anscheinend geht es beim Musikhören um mehr als nur höchstmöglich detaillierte Informationen aus einer Rille heraus zu holen.



    Freundlichen Gruß

    Volker

    Moin Moin.

    Eine verständliche Essenz. Klangfülle, Klangfarbe und die tonale Balance im Stimmenbereich mag einen entscheidenden Kontrast zu Auflösung u. Klirrarmut anbieten …, wenn DAS (in die Anlage u. zum Hörer) passt, dann hört man die Musik mit anderen Ohren.

    Moin Moin.

    Folgendes habe ich auf der Shure-Site gefunden und ist wohl deshalb interessant, weil das Gegenteil oft behauptet wird und immer wieder wiederholt wurde:


    Stylus Geometry

    • Spherical - The diamond is shaped like an upside down traffic cone. The front view and side view are equal. Spherical diamonds have the largest surface contact with the record groove, resulting in lower pressure per square inch, lower record wear, and acceptance of heavier tracking forces.
    • Elliptical - The diamond is shaped like an oval traffic cone. The front view is 3 times wider than the side view. Elliptical diamonds have smaller surface contact and higher pressure per square inch. Elliptical diamonds yield more accurate high frequency response, but are NOT suitable for scratching.

    Moin Moin.

    Ja, der Bericht war hilfreich, weil H.R. eine detaillierte Beschreibung liefert mit der ich auch etwas anfangen kann.


    Gerne möchte ich versuchen hier im Faden solche Erfahrungsbeschreibungen anzusammeln.


    In Bälde erreicht mich eine AT-VMN95c. Vorhanden ist der Body dazu, eine elliptische, nackte Nadel und der ML-Einschub (den ich sehr gerne gehört habe).

    Eine Beschreibung der Unterschiede (möglichst OHNE Podest-Zuordnung) soll dann folgen.


    In der Vergangenheit hatte ich schon eine sehr lehrreiche Erfahrung mit Ortofon-Systemen gemacht (gleicher Generator, gleicher Schliff, gleiche Aufhängung, aber unterschiedliche Gehäuse).

    Ich höre viel mit Decca TA und dagegen klingt es für mich langweilig.

    Moin Moin.

    Mit DECCA Systeme hatte ich nur sporadische Erfahrungen. Es klang recht quirlig. Über diese Technik weiss ich auch nur wenig - konische Nadel?

    Ich find das Shure SC35 langweilig. Klingt eigentlich ziemlich eingeschlafen.

    Moin Moin.

    Könnte es sein, das der Magnet „schlapp“ gemacht hat? Shure-Systeme kenne ich eher balanciert und mit gutem Punch.

    Moin Moin und Danke für die Verdeutlichung.