Beiträge von Ferdydurke

    Wenn ich noch eine kleine off-topic-Frage nachschieben darf:

    Ich hatte zum Headshell-Anschluss nur vier billige, geflickte, zusammengewürfelte Käbelchen übrig. Lohnt es, Geld für was Anständiges in die Hand zu nehmen? Ganz konkret hat mir jemand einen Restposten von 6 Ortofon LW-7N Käbelchen angeboten; lohnt das (30€ willerhaben) ?

    Grüße,

    Ferdy

    Liebe Sachverständige,


    mein ZX 7 verweigert seit gestern die Aufnahme-Kalibrierung ;(


    Tatsächlich habe ich In letzter Zeit Bänder nur abgespielt, nichts aufgenommen, und das Abspielen funktioniert problemlos, weiß also nicht, ob die Kalibrierung schon länger defekt ist.

    Das Problem: Wenn ich in Aufnahmebereitschaft die Azimuth-Kalibrierung starte, tut sich nichts (das Gerät sollte beim Drücken der entsprechenden Taste von Aufnahmebereitschaft in den Testmodus umschalten und anlaufen). Beim erneuten Drücken der Taste, was normalerweise die Bandeinmessung startet, war anfangs noch ein ganz leiser Testton zu hören, seit heute herrscht Totenstille.

    Auch die Aufnahme ohne vorherige Kalibrierung scheint defekt; das Band läuft zwar im Aufnahmemodus an, das Rec. Mute-Lämpchen leuchtet aber weiter, Aufnahme ist also stummgeschaltet.

    Bevor ich den bitteren Weg zur Fachwerkstatt einschlage: Hat jemand eine Idee, was das Problem sein könnte, ob es gravierend ist oder umgekehrt leicht zu beheben? In Deutschland war es zuletzt vor gut 15 beim Ehmler; hier in Madrid muss ich überhaupt erst eine Werkstatt finden. Da würde es mir sehr helfen, wenn ich von Euch erführe, was da schiefläuft, um denen das erklären zu können.


    Danke und Grüße!

    Ferdy

    Moin Alx,


    die Frage ging glaube ich per Mail raus, weil ich dachte, Du wolltest den defekten Fuß, weil Du Dir nach den Bildern eine Reparatur zutraust. Und da war ich halt neugierig, was draus geworden ist... Offenbar nix, und das fand ich natürlich schade, ums Geld, um die Mühe. Macht der neue Fuß denn Freude?

    Grüße,

    Ferdy

    Guten Abend, liebe GN-Fangemeinde


    Was lange währt: Seit zwei vier Stunden spielt hier ein fast fabrikneues Vasari Gold am Jelco Arm. Und das Grinsen will mir nicht aus dem Gesicht.


    Golde Note Vasari Gold an Jelco SA-750D


    Die Plattenspielerbasis ist ein Technics SL-151MKII von 1981, also einer, den viele hier womöglich eher ihren Kindern zum Spielen vorwerfen würden. Aber die etatmäßige Nummer Eins mit ihren MCs ist nach dem Umzug immer noch verpackt, und ich muss gestehen, dass ich sie, GN sei Dank, gerade nicht einmal vermisse...


    Technics SL-151MKII | Jelca SA-750D | Golde Note Vasari Gold


    Der Klang? Natürlich, total ausgewogen, so dass man keine Sekunde die höhere Auflösung vermisst, die schärfere Schliffe vielleicht zu bieten haben. Erinnert an gute Monoeinspielungen: alles aus einem Guß mit einer schönen, realistischen Räumlichkeit statt UltraHD.

    Ob das jetzt die Wahrheit ist, die das GN aus der Rille holt? Es macht in jedem Fall viel Freude auch mit alten und weniger perfekten Platten; zieht einen in die Musik und lenkt durch keinen Hokuspokus von ihr ab.


    Dazu gab es übrigens quasi gratis eine Ersatznadel, so dass ich für die nächsten Jahre gut versorgt sein sollte - wenn es mir gelingt, das filigrane Stück im Korpus zu ersetzen...


    Gold Note Vasari Gold Ersatznadel


    Runde Grüße,

    Ferdy

    Ja und nein.

    Der Konstrukteur, Herr Fuß, schrieb mir: "Da dürften die Ausgangsstufen defekt sein - dazu der Gleichrichter.

    Da das Gerät sehr alt ist, sehe ich das als wirtschaftlichen Totalschaden an. Jemand, der das aus Hobby macht und seine Arbeitszeit nicht berechnet, kann das natürlich wieder in Ordnung bringen."


    Ich habe es "alx" hier aus dem Forum für 20 Euro überlassen, aber meine Frage an ihn, ob er das Ding wieder hingekriegt hat, bekam keine Antwort...

    Danke schon mal für die Reaktionen!

    Was den Neupreis betrifft, so sehe ich eine enorme Spannbreite, zwischen 420€ und 670€. Läge damit teils auf dem Preisniveau von 2M Bronze, teils auf dem von 2M Black.

    Mein Angebot für ein (wenig) gebrauchtes GN Vasari Gold + Ersatznadel (250€) muss sich aber auch nicht preisleistungsmäßig rechtfertigen. Und es geht "nur" um eine Lösung für den Zweitplattenspieler (Technics SL151 Mk2).


    Aktuell schwanke ich zwischen drei Optionen:

    - Goldnote Vasari Gold gebraucht kaufen

    - Neue Ersatznadel für Ortofon 2M Blue

    - Upgrade eines alten Nagaoka MP11 mit einer MP200 Nadel


    @ Ray-Man: wenn ich recht sehe, arbeitet das GN bei dir an genau dem Arm, für den ich etwas Neues suche. Wenn das bei dir funktioniert, ist das eine indirekte Antwort auf die Frage nach der TA-Arm-Kombination. Wenn meine Info stimmt, ist das GN schwerer und mit einer 10er Compliance deutlich härter abgestimmt als die 2M-Vertreter und die Nagaoka MIs. Aber manchmal ist das mit der Resonanzfrequenz in der Praxis ja anders als auf dem Papier. Gibt es diesbezüglich zum GN Erfahrungswerte?

    Falls da noch jemand Mitteilungsdrang verspürt, freut sich:

    Ferdy

    Zweiter Versuch, den Thread wiederzubeleben:


    Sind Themenstarter et.al. heute immer noch so begeistert von der hier verhandelten Tondose oder hat sich die Euphorie inzwischen gelegt bzw. sind schon Nachfolger am Start?


    An meinem Zweitdreher, einem Technics SL120MK2 mit Jelco 750D taten bis jetzt zwei Ortoföner Dienst, ein 2M Blue und ein 2M Black. Bis jetzt, weil ich das Blck gekillt habe und das Blue abgenudelt ist.


    Nun flatterte mir das Angebot eines fast neuen GN Vasari Gold plus Ersatznadel ins Haus. Die etwas härtere Nadelaufhängung sollte mit dem eff. 13,5gr. schweren Jelco vielleicht sogar besser harmonieren als die Dänen, was meint Ihr?


    Das ganze im Rahmen eines eher hell und licht abgestimmten Linn-Aktivsystems.


    Meint Ihr, das könnte passen?


    Gruß, Ferdy

    Der Herr Doktor hat sich noch nicht gemeldet. Eurem geballten Sachverstand lausche ich dafür umso ehrfürchtiger: in meinen Ohren die reinste Metaphysik. Bin ich froh, dass ich so was Bodenständiges & Solides wie Geisteswissenschaften studiert hab... :24:


    P.S. Normal, dass Nicht-Philologen den Wohnort "Madrid" überlesen. Zur Erinnerung: das ist die Stadt, in der ganze Wohnblöcke mit zweiadrigem Klingeldraht versorgt werden. Dreiadrig würde auch wenig Sinn machen, da Häuser aus der Zeit vor 1970 häufig eh keinen Fundamenterder haben. Was ich erst erfahren habe, nachdem ich in der ganzen Wohnung die Kabel erneuert hatte und immer noch an Spül- und Waschmaschiene ständig eine gewischt bekam.

    Das ging schnell 8| Danke!

    Und beantwortet womöglich die Frage, ob der Herr Doktor noch praktiziert.

    Ich werde ihn anschreiben.

    Da ich das Netzteil selber aber nicht mehr brauche, würde ich den Thread trotzdem noch nicht ad acta legen, sondern potenzielle Interessenten um Meldung bitten.

    Gruß, F.

    Hallo Leute,


    beim Umzug ist mein schon vor Jahren abgerauchtes Fuß-Netzteil wieder aufgetaucht. Es hatte jahrelang einen Kuzma Stabi S unter seiner Fuchtel und quittierte dann hier in Madrid im laufenden Betrieb heftig qualmend den Dientst. Was da im Innern weggeschmolzen ist, kann ich als Laie nicht sagen. Vielleicht können die Fachleute hier das Foto deuten: es ist der schwarze Klumpen neben dem Stecker für den Netzteilanschluss...

    Ich hatte damals zufällig kurz zuvor als Ersatz ein Original-Kuzma-Netzteil ergattert und habe den "Fuß" erstmal in den Schrank gelegt. Weiß jemand, ob der Herr Doktor noch aktiv ist und so etwas repariert, um das gute Stück an Netzteil-Bedürftige abgeben zu können? Oder gibt es hier jemanden, der das selber kann und Verwendung für den "Fuß" hat? Zum Wegwerfen ist er ja vielleicht zu schade, oder? Bitte melden!

    Schönen Tach,

    Ferdydurke


    Dr. Fuß-Netzteil "abgeraucht"

    Danke für Eure Gedanken!


    ja Thomas, ich bin mir bewusst, dass der analoge Weg heute überwiegend antiquarisch beschritten werden muss oder durch hochpreisiges fundamentalistisches Gelände führt, wo ich mich weder finanziell noch weltanschaulich wohl fühle.

    Aber ich merke jetzt, dass in meiner Frage verschiedene Dinge durcheinander gehen, die man besser trennen sollte. Ich liebe Schallplatten aus eher materialistischen Gründen: Den Gegenstand Platte und die komplexe Abspieltechnik und die Spielerei damit inklusive der Rezeptionsrituale; doch gehöre ich nicht zu den Menschen, die Digitales gehörphysiologisch nicht ertragen können, weshalb ich normalerweise nur Vinyl aus dem Analogzeitalter "neu" anschaffe, Fabrikneues aber eben auch digital, meist als Stream, ins Haus hole. Nur: für Wagner-Musik habe ich eine besondere Schwäche, und der bei Vinyl unvermeidliche Pilgerweg zum "Altar" alle paarundzwanzig Minuten scheint mir geradezu unverzichtbar und Vinyl für diese nächtefüllende Musik eigentlich die einzig humane Rezeptionsform. Und weil ich tatsächlich mehrere Einspielungen von den Ringteilen hatte, nur komischerweise alle ohne den ersten Teil - Rheingold –, bin ich bei dieser Neuausgabe inkonsequent gewesen. Und was soll ich sagen: Die Klangqualität dieser neu gemasterten Solti-Einspielung ist einfach spektakulär. Im Affekt habe ich dann gleich auch die Walküre bestellt. Der ernüchterte Vergleich von Rheingold Vinyl gegen Stream hat mich dann aber zweifeln lassen, ob hier Vinyl sein muss. Schon weil rein interpretatorisch Solti tatsächlich nicht die Schönheitskönigin ist...

    Wwenn man sich erst mal auf manche technisch weniger perfekt produzierte Einspielung einlässt, gewichtet man immer wieder anders: Rocky-Horror-Picture-Show-Mäßiges bei Krauss und Böhm; Keilberths Eleganz und Schwung; oder dass mir Karajans Berliner Philharmoniker brillanter zu spielen scheinen als Soltis Wiener. Und schließlich vermittelt mir von allen mir bekannten Ringen die Mono-Einspielung von Knappertsbusch 1958 am meisten das Gefühl, wie im Konzert zu sitzen, mit allen Vor- und Nachteilen (wenn ich nicht aufpasse, ist mein nächster analoger turn of the screw dann tatsächlich meine Konversion zum MONOmanen... Die Halfspeed-Vinyl-Walküre geht jedenfalls wohl zurück).


    Allen einen schönen Abend (ohne zuviel garstig glatten glitschigen Glimmer)

    Ferdy

    Liebe Ring-Gemeinde,


    was haltet Ihr vom aktuellen Half Speed Remastering der von Decca produzierten Solti-Einspielung auf Vinyl? Dass die Scheiben spektakulär gut klingen, nochmal besser als das Remaster von 2012, ist wahrscheinlich unstrittig. Aber ich frage mich, wie sinnvoll es ist, bei einer digitaltechnisch aufbereiteten Musik den Umschnitt auf Vinyl zu erwerben, statt gleich das digitale Studiomaster - oder eben nach dem analogen Original zu fahnden. Ich frage mich das aktuell, weil die im Internet erworbene "Walküre" nur in Klarsichtfolie verpackt und arg angeschlagen hier ankam, so dass ich sie umtauschen - oder vielleicht sogar ganz zurückgeben? - will.


    Grüße! Ferdy

    Vielleicht interessant für alle ähnliches Leid Tragenden:


    Um mein Transfiguration instandsetzen zu lassen, habe ich aus der im Forum geführten Liste der Retipping-Dienste drei angeschrieben: Franz-Josef Schulte von Tonabnehmerservice, Werner Ulber von Ulber-Audio und Herrn Lee von Tedeska.


    Schnell geantwortet haben Herr Schulte und Herr Ulber; von Tedeska kam eine knappe Woche später eine Antwort in schwer verständlichem Englisch: man könne vorab nichts sagen, dürfe den Tonabnehmer nicht persönlich vorbeibringen, nur unverbindlich einschicken und bezahle bei Ablehnung des KVA nur die Versandgebühren - ok, fair.

    Da zu dem Zeitpunkt noch nicht klar war, wie umfangreich die Reparatur sein würde, und weil Werner Ulber besonders nett und persönlich geantwortet, die konkretesten Prognosen gegeben und die günstigsten Kosten in Aussicht gestellt hat, habe ich mich für seine Werkstatt entschieden. Was eine gute Wahl war: Exakt einen Monat nach der ersten Mail und inklusive Versand von/nach Spanien hatte ich mein Aria gesund und munter wieder!

    Tatsächlich hing die Nadel noch am Röhrchen, war noch gut in Schuss und musste nur neu ausgerichtet und festgeklebt werden. Hat alles in allem 67 Euro plus Versand plus MWST gekostet. Und das System spielt - soweit ich meinen Ohren trauen darf - unverändert gut und sagenhaft neutral, bleibt auch nach fast 15 Jahren bis 80müh verzerrungsfrei. Super!


    Freundlichst, Ferdy


    Hier noch die jeweiligen Preisangaben (oder gehören die in unsere Liste der Retipping-Dienste?).

    Tonabnehmerservice Schulte:

    Wiederherstellung mit Alu Cantilever und elliptischen Diamanten ab 126,05 € Netto / 150 € Brutto.

    Wiederherstellung mit Alu Cantilever mit nude elliptischen Diamanten ab 218,49 € Netto / 260 € Brutto.

    Wiederherstellung mit nude Shibata Diamanten und Alu Cantilever ab 294,12 € Netto / 350 € Brutto.

    Wiederherstellung mit Boron Cantilever und Nude Shibata Diamanten ab 503,36 € Netto / 599 € Brutto.

    Wiederherstellung der Gummidämpfung ab 301,68 € Netto / 359 € Brutto.

    Die Wiederherstellung der Gummidämpfung ist nicht bei jedem System möglich. Die entstehenden Kosten einer Wiederherstellung eines Spulenkörpers durch Neuverlötung der Anschlüsse oder einer Begradigung eines Cantilevers etc. sind im Vorfeld nicht kalkulierbar und können aus diesem Grund nicht verbindlich angegeben werden. Es können hierbei kosten zwischen 100 € - 300 € entstehen.


    Ulber-Audio:

    Sollte die Nadel getauscht werden müssen, hätte ich exakt die gleiche Nadel, Ogura PA-Fine-Line, im Portfolio. Ich verwende nur die Nadelschliffe Ogura PA Vital Fine-Line, Namiki Micro-Ridge und Fritz Gyger S und 2.
    Wenn ich nur den Stein ersetzte, liegen wir bei 200,- Euro.
    Für einen neuen Gummi müsste ich nochmals 100,- Euro berechnen.