Posts by benne

    Grundsätzlich ist jedes Gehäuse eine Fehlkonstruktion. Gehäuseschwingungen und Schalldruck beeinflussen den Klang erheblich. Wer seine Chassis aus dem meist aus billigem Spanplatten bestehenden Gehäusen befreit und in einem zBsp. viel stabileren Gehäuse einbaut, wird sich erschrecken. Ich habe vor 25 Jahren mal meine damaligen Revox Lautsprecher zerlegt, die Gehäuse mit Streben stabilisiert, die Mitteltonkammer abgedichtet, Terminals gewechselt, Weichen vom Gehäuse entkoppelt, Schraubgewinde eingesetzt usw. Der Lautsprecher war nicht mehr wiederzuerkennen. Allerdings muss man wissen, dass dieser Lautsprecher mit seinen unzulänglichen Gehäusen entwickelt wurde. Er klang zwar viel sauberer als vorher aber der Charme war weg. Der Käufer fand - es sei der beste LS, den er je gehört habe. Wie auch immer - letztendlich blieb der Eindruck wie schlampig auch teure Lautsprecher zusammengeschustert werden. Das fängt schon bei der Dämmung oder den billigsten Kabelschuhen an den Chassis an. Die meisten wissen gar nicht was für ein Billigmist nach den Terminals folgt, an denen sie ihre 1000,-- Euro Kabel anklemmen. Also Schrauben leicht handfest anziehen und gut ist - es ist meistens die kleinste Schwachstelle der Lautsprecher.

    Ich habe es es ausprobiert - Leitungswasser mit Spüli in den Ultraschallreiniger, mit klarem Leitungswasser abgespült, mit Fenstersauger abgesaugt und mit Microfasertuch abgerieben. Das Ergebnis ist tadellos. Ich kann keinen Unterschied feststellen.

    Dann würde ich es auch nicht neu kaufen. Was bitte soll an dem Gerät 2400 Euro wert sein? In der Preisklasse sollte man erwarten können, dass es viele Jahre problemlos läuft.

    Ja, der 701 ist grundsolide. Lediglich der Phonozweig taugt nichts. Besser und preiswerter fand ich den kleinen AMC.

    Eigentlich geht es darum, sich auf das Wesentliche zu beschränken und sich nicht vom HighEnd Geschreibsel treiben zu lassen. Ich habe den Schritt auch getan. Meine aktuelle Anlage kostet nur einen Bruchteil meiner früheren Geräte - trotzdem ist alles da. Keine Vergleiche mehr.

    Ich habe mir letztes Jahr einen neuen Plattenspieler gekauft um mal was optisch ansprechenderes als mein Reson RS1 ins Wohnzimmer zu stellen. Das Teil ist der Topseller eines HiFi Studios in der Region und wurde mir wärmstens empfohlen. Kostenpunkt ca. 1500 Euro + 600 Euro das System. Ein wirklich schönes Gerät -haptisch einwandfrei. Mit dem MC - System (wird mit dem System ausgeliefert) klangen gute Pressungen gut - weniger gute Pressungen machten gar keinen Spaß. Dann habe ich ein hochwertiges MM System dazu gekauft. Das habe ich nach drei Wochen zum Hersteller zur Überprüfung eingeschickt. Das war natürlich in Ordnung. Egal was für ein System montiert war es gab bei jeder Hörsitzung Dinge, die mich störten - die eine Platte zischelte zu viel im Hochton, die bei der nächsten war wieder was anderes. Ich habe es zunächst auf meine Hörgewohnheiten geschoben, da mein Reson Plattenspieler schon einige Jahre bei mir steht und musste letztendlich eingestehen, das der neue Plattenspieler mist ist.


    Meistens ist das dann der Anfang eines langen Leidensweges. Der Händler verkauft dann gerne bessere Phonostufen, System und Kabel usw…. .


    Wenn das Laufwerk käse ist, kannst Du druntermontieren und dranhängen, was Du willst.


    Vor Jahren hatte ich mal ein Laufwerk mit einem Ortofon OM 40 - wenn ich mal die Nadel gegen eine OM 5 oder 10 getauscht habe, habe ich sie oft wochenlang drangelassen, weil man nichts vermisst hat und mit dem Laufwerk selbst mit einem einfachen System für 50 Euro zufrieden Musik hören konnte. Für mich ausschlaggebend ist das Laufwerk. Ein gutes Laufwerk kommt mit einem preiswerten Arm und einfachen Systemen zurecht. Aber ein gutes System klingt unter einem schlechten Plattenspieler eben auch schlecht.


    Ein gutes Laufwerk muss auch nicht 5000 Euro kosten.

    Leider Gottes wird heutzutage aus jedem Furz eine Wissenschaft gemacht. Was mir immer wieder vor Augen führt, dass einfachste handwerkliche Fähigkeiten und der gesunde Menschenverstand verloren gehen.


    Wenn ich sehe, wie schlampig viele Lautsprecher gefertigt sind, dann weiß ich, das das Drehmoment in der Fertigung keinen Walzer spielt - die Schrauber sind so eingestellt, dass Holz und Schrauben nicht überdreht und beschädigt werden. Da kniet keiner mit weißen Handschuhen vor dem Lautsprecher, der die Schrauben penibel justiert.

    Ich habe mir wieder einen L75 gekauft und will ihn ebenfalls revidieren. Habe das schon mal vor 15 Jahren gemacht und vor 10:Jahren einen zu einer PWM umgebaut. Ich überlege diesmal das Lager so zu lassen, weil er wie Butter läuft. Als Tonarm werde ich wohl einen von Funk Firm verbauen. Zarge muss ich mal sehen.