Posts by stbeer

    Hallo Nils,


    so ein Problem - wie Du es oben beschrieben hast - hatte ich vor vielen Jahren auch mal; und zwar mit einem sauteurem BENZ GLIDER H2: Spielte ich eine Platte ab, sah der "Glanz" des zuvor abgetasteten Bereichs anders aus als der Bereich danach, der noch nicht abgetastet war.

    Unter dem Mikroskop erkannte ich, dass der Hersteller zu viel Klebstoff zur Befestigung des Diamanten verwendete, so dass man nur die Spitze des Diamanten erkennen konnte. Und da auch Klebstoff in ausgehärtetem Zustand "relativ" hart ist, kommt es eben zur dauerhaften Verformung am oberen am oberen Ende an einer oder beiden Rillenflanken. Daher auch der andere "Glanz" ;)

    Deswegen ist die Schallplatte nicht kaputt, aber die Rillenflanke hat einen dauerhaften Schaden! Den Tonabnehmer habe ich dann wieder veräußert ...


    Guck' Dir mal die Nadelspitze unter einem Mikroskop an; vielleicht hast Du das gleiche Problem. Soweit ich weiß hat das VM95ML auch einen nackten Diamanten auf einem Aluminium-Nadelträger: Da genügt normalerweise ein sehr kleiner Tropfen Klebstoff.

    Hier ein Foto meines Nadelträgers mit dem "durchgestoßenen" Diamanten: Die blaue Farbe ist der Klebstoff!



    Hier ein Bild von der Seite: Kein Klebstoff in der Nähe des Schliffes!



    Vielleicht weiß jemand noch eine andere Fehlermöglichkeit :)


    Gruß Stefan

    hihi...lange nicht so gelacht (nicht bös gemeint)......der neue Diamant hat vielleicht viel aus der Rille geholt, der 15 Euro Generator aber nicht.....mach doch mal ne Makroaufnahme von der Nadel, dann wissen wir mehr über den realen Zustand...weiterhin bekommt man den schleichenden Nadelverschleiss nicht mit und denkt immer noch, man hatte ne super Nadel.....

    Ich weiß was ich höre - und wenn nix verzerrt, verzerrt nichts :)


    Bei meinem ehemaligen AKG P8ES Supernova habe ich die schleichende Verhärtung des Nadelträgerlagers sehr wohl klanglich festgestellt ;)

    Ich habe ein VM Silver welches mit einem nackten FG70 Diamanten (Abtastradius 70µm und Spitzenradius 5µm) bestückt ist. Dieser Tonabnehmer holt alles aus der Rille (auch in den Innenradien ohne zu Verzerren), ist 16 Jahre alt und hat bestimmt schon mehrere 1kh auf dem Buckel :)


    Gruß Stefan

    Ein Verstärker "sounded" immer - ganz egal ob Röhre oder Transe. Es kommt lediglich auf das WIE an; und ich trau' mir wetten es gibt auf beiden Seiten gute und schlechte Vertreter ihrer Spezies ;)


    Gruß Stefan

    Hallo Jürgen,


    zum richtigen Einstellen der Position eines Tonabnehmers auf dem Headshell (und nicht zum Einstellen des Tonarms auf den bereits montieren Tonabnehmer - nicht verwechseln!) benötigt man eine Montageschablone!

    Es gibt aber auch Einstell- oder Montagelehren, welche nur zu einem bestimmten Tonarm passen. Wenn bei Deinem Plattenspieler eine solche Lehre mitgeliefert wurde, nimm' diese. Ansonsten guckst Du Bedienungsanleitung; darin müsste das WIE? der Montage eines Tonabnehmers beschrieben sein ;)


    Gruß Stefan

    Tonabnehmer mit einem "nackten" Diamanten haben eine geringer bewegte Masse als ein auf einem Metallkegel "aufgetippter" Diamantsplitter vorne auf dem Nadelträger. Zudem ist ersterer "orientiert" eingebaut und verschleißt somit weniger.


    Es gilt: Je kleiner die Auflagekraft, desto größer die Schonung des Vinyls - solange es nicht verzerrt! Ich betreibe z.B. meinen Tonabnehmer bei 17mN (an der Obergrenze der Empfehlung des Herstellers) damit auch komplexe Passagen verzerrungsfrei abgetastet werden. Hier bist Du mit dem serienmäßig verbauten Tonabnehmer mit max. 25mN gar nicht mal soweit weg - und vielleicht genügen auch 20mN. Es kommt stets auf die Konstellation von Tonabnehmer mit dem Tonarm an ;)


    Gruß Stefan

    Wenn Du den Tonabnehmer (ab Werk ein AudioTechnica) gegen ein anderes (günstiges) AudioTechnica tauscht, wirst Du Dich nicht verbessern: Beide haben nur getippte elliptische Diamanten; und die Auflagekraft vom AT-XP7 (ist ein DJ-System!) ist mit 30...50mN sogar noch höher als beim original verbautem AT mit 15...25mN.

    Der einzige Vorteil vom XP7 ist die etwas (um 30%) höhere Ausgangsspannung - mit dem Nachteil der doppelten Auflagekraft; und das muss wirklich nicht sein!


    Ich würde es erst mal so lassen und hören; "richtige" Tonabnehmer gehen erst mit einem "nackten" Diamanten los … und diese sind schon wesentlich teurer.


    Ein Vorname wäre nett ;)


    Gruß Stefan

    Zweiter Teil ;) (ich konnte obigen Post am Ende nicht mehr abspeichern) ...


    ORTOFON 540MK2 (2004):

    Nachdem mein damals geliebtes AKG P8ES SuperNova das bekannte Erhärten des Nadelträgerlagers zeigte, endete meine Suche mit diesem Tonabnehmer.

    Nadelschliff FritzGyger70 (nackter Diamant), Spitzenverrundung 5µm, Abtastradius 70µm, AK=17mN, AS=18mN, Abschlusskapazität ca. 470pF, Abschlusswiderstand 50kOhm. Dieser Tonabnehmer tastet auch komplexe Innenrillen von LPs verzerrungsfrei ab; sehr geringe Laufgeräusche, "luftiger" Klang.

    Ein zweites Headshell enthält ein 510MK2 (für unbekannte LPs, bspw. vom Flohmarkt). Dieser Tonabnehmer klingt weniger aufgelöst und "erdiger" und zeigt höhere Laufgeräusche.

    Nadelschliff elliptisch (getippter Diamant), Spitzenverrundung 8µm, Abtastradius 18µm, sonst unverändert.

    Der Vorteil: Der Tonabnehmerwechsel dauert bei mir keine 10 Sekunden :)


    Falls Fragen sein sollten: Ich beantworte sie gerne; und Bilder gibt es in meiner Galerie :)


    Gruß Stefan

    … und ich danke Euch beiden dass Ihr meiner - doch sehr spontanen - Einladung gefolgt seid ;)
    Danke Dir, Uwe, für den "kurzen Bericht" :D - und auch Dir, Hans, für die Darstellung Deiner Eindrücke :)


    Ich selber habe Euren Besuch sehr genossen - und wenn es nach mir ginge, gerne wieder …


    Ich wurde ja oben von Uwe gebeten, hier ein paar Worte zu meinen Geräten zu sagen (der Reihe nach):


    GRUNDIG TS925 (1980):

    Das letzte vom ehemaligen Traditionshersteller gebaute Tonbandgerät: 2 Spuren (Halbspur), 3 Köpfe, 4 Motoren, Monitorfunktion, Mischpult, viele Trickfunktionen.

    Gekauft von meinem ersten eigenen Geld - verdient als 14-jähriger in einer Zimmerei ;)


    ALBS RAM4 (1986):

    Diese reine MM-Phonostufe bekam ein eigenes Gehäuse, auf dem direkt der Plattenspieler steht. So sind kürzeste Verbindungen (20cm) zwischen Plattenspieler und Phonostufe möglich.

    Die Phonostufe selbst ist sehr variabel einstellbar (Verstärkung 4-fach und Kapazitiät 16-fach, beginnend bei 100pF).

    Mein Phonokabelfavorit: AudioForum (parallelsymmetrisch, wurde später zu Acapella).


    LUXMAN L-410 (1987):

    Dieser Vollverstärker befindet sich nicht mehr im Originalzustand, sondern wurde klanglich getuned: Austausch von zwei Elkos im Gegenkopplungszweig der Endstufe gegen Folienkondensatoren, Einbau von Koppelkondensatoren zur Spannungsstabilisierung, Wegfall der HF-Kondensatoren an den Hochpegeleingängen, Ruhestrom der Endstufentransistoren bei ca. 230mV (d.h. "erweiterte" Klasse-A Einstellung

    Den damaligen "Luxmans" sagte man ja einen "röhrenähnlichen" Sound nach … wenn der Ruhestrom entsprechend angehoben ist ;)

    Sehr schön finde ich bei dem Gerät auch die Klangregelung gelöst, die mitunter auch die Einsatzfrequenz verschiebt.


    KENWOOD KX-7030 (1991):

    Ein Kassettendeck mit drei Motoren (Capstanantrieb), drei Köpfen, drei Bandsorten (mit automatischer Einmessung auf die verwendete Bandsorte), Dolby B und C, HXPro, Monitorfunktion, Echtzeitzählwerk … viel Elektronik halt :D

    Gott sei Dank kann man die Fluoreszenzanzeige abschalten ;)


    TEUFEL M200 (2x) und M4000:

    Ein Boxentrio: Die beiden Hauptlautsprecher (zwei wege, geschlossen) mit Pappmembrane und Titankalottenhochtöner; Frequenzweiche mit riesiger Luftspule mit 6dB/Oktave Flankensteilheit.

    Der Subwoofer mit zwei identischen Treibern in einer Koppelkammer (bassreflexprinzip, hoch gedämmt).

    Trennfrequenz 60Hz; dabei geht der Sub locker bis 25Hz runter und "unterstreicht" die Musikdarbietung (je nach Ausgangsmaterial). MbMn trägt der Sub auch zur Räumlichkeit bei.


    THORENS TD2001 (1992):
    Der Plattenspieler (aus der ersten Serie des Typs) befindet sich im Originalzustand - originaler geht es nicht: Erster Riemen, erste Ölung; die Tellerachse sah das Tageslicht nur in Lahr ;)
    Über die Qualitäten dieses "Schwabblers" brauche ich hier wohl nichts zu sagen.


    SONY CDP711 (1993):

    Ist halt ein CD-Player mit den üblichen Features; fixer und regelbarer Ausgang bei Wiedergabe.

    ORTOFON 540MK2 (2004):

    Nachdem mein damals geliebtes AKG P8ES

    Heute findet der Regensburger Stammtisch statt; er war ja letzte Woche - überwiegend krankheitsbedingt - ausgefallen.


    Wir treffen uns um 19 Uhr im Gasthaus Krieger in Mariaort (5km westlich von Regensburg).


    Gruß Stefan :)

    Eine jede Komponente einer Anlage (auch die Kabel zwischen den Komponenten bis hin zu den Lautsprechern!) trägt zum Ergebnis bei; und wenn man dann die Komponenten untereinander auch noch passend abstimmt (Abschlußkapazität und -widerstand, Ruhestrom in der Endstufe u.a.m.) kommt man dem guten Klang "auf bzw. in die Spur", der dann dem Original nur hinsichtlich der Wiedergabelautstärke nachsteht :)


    Gruß Stefan