Posts by stbeer

    Hallo Jürgen,


    zum richtigen Einstellen der Position eines Tonabnehmers auf dem Headshell (und nicht zum Einstellen des Tonarms auf den bereits montieren Tonabnehmer - nicht verwechseln!) benötigt man eine Montageschablone!

    Es gibt aber auch Einstell- oder Montagelehren, welche nur zu einem bestimmten Tonarm passen. Wenn bei Deinem Plattenspieler eine solche Lehre mitgeliefert wurde, nimm' diese. Ansonsten guckst Du Bedienungsanleitung; darin müsste das WIE? der Montage eines Tonabnehmers beschrieben sein ;)


    Gruß Stefan

    Tonabnehmer mit einem "nackten" Diamanten haben eine geringer bewegte Masse als ein auf einem Metallkegel "aufgetippter" Diamantsplitter vorne auf dem Nadelträger. Zudem ist ersterer "orientiert" eingebaut und verschleißt somit weniger.


    Es gilt: Je kleiner die Auflagekraft, desto größer die Schonung des Vinyls - solange es nicht verzerrt! Ich betreibe z.B. meinen Tonabnehmer bei 17mN (an der Obergrenze der Empfehlung des Herstellers) damit auch komplexe Passagen verzerrungsfrei abgetastet werden. Hier bist Du mit dem serienmäßig verbauten Tonabnehmer mit max. 25mN gar nicht mal soweit weg - und vielleicht genügen auch 20mN. Es kommt stets auf die Konstellation von Tonabnehmer mit dem Tonarm an ;)


    Gruß Stefan

    Wenn Du den Tonabnehmer (ab Werk ein AudioTechnica) gegen ein anderes (günstiges) AudioTechnica tauscht, wirst Du Dich nicht verbessern: Beide haben nur getippte elliptische Diamanten; und die Auflagekraft vom AT-XP7 (ist ein DJ-System!) ist mit 30...50mN sogar noch höher als beim original verbautem AT mit 15...25mN.

    Der einzige Vorteil vom XP7 ist die etwas (um 30%) höhere Ausgangsspannung - mit dem Nachteil der doppelten Auflagekraft; und das muss wirklich nicht sein!


    Ich würde es erst mal so lassen und hören; "richtige" Tonabnehmer gehen erst mit einem "nackten" Diamanten los … und diese sind schon wesentlich teurer.


    Ein Vorname wäre nett ;)


    Gruß Stefan

    Zweiter Teil ;) (ich konnte obigen Post am Ende nicht mehr abspeichern) ...


    ORTOFON 540MK2 (2004):

    Nachdem mein damals geliebtes AKG P8ES SuperNova das bekannte Erhärten des Nadelträgerlagers zeigte, endete meine Suche mit diesem Tonabnehmer.

    Nadelschliff FritzGyger70 (nackter Diamant), Spitzenverrundung 5µm, Abtastradius 70µm, AK=17mN, AS=18mN, Abschlusskapazität ca. 470pF, Abschlusswiderstand 50kOhm. Dieser Tonabnehmer tastet auch komplexe Innenrillen von LPs verzerrungsfrei ab; sehr geringe Laufgeräusche, "luftiger" Klang.

    Ein zweites Headshell enthält ein 510MK2 (für unbekannte LPs, bspw. vom Flohmarkt). Dieser Tonabnehmer klingt weniger aufgelöst und "erdiger" und zeigt höhere Laufgeräusche.

    Nadelschliff elliptisch (getippter Diamant), Spitzenverrundung 8µm, Abtastradius 18µm, sonst unverändert.

    Der Vorteil: Der Tonabnehmerwechsel dauert bei mir keine 10 Sekunden :)


    Falls Fragen sein sollten: Ich beantworte sie gerne; und Bilder gibt es in meiner Galerie :)


    Gruß Stefan

    … und ich danke Euch beiden dass Ihr meiner - doch sehr spontanen - Einladung gefolgt seid ;)
    Danke Dir, Uwe, für den "kurzen Bericht" :D - und auch Dir, Hans, für die Darstellung Deiner Eindrücke :)


    Ich selber habe Euren Besuch sehr genossen - und wenn es nach mir ginge, gerne wieder …


    Ich wurde ja oben von Uwe gebeten, hier ein paar Worte zu meinen Geräten zu sagen (der Reihe nach):


    GRUNDIG TS925 (1980):

    Das letzte vom ehemaligen Traditionshersteller gebaute Tonbandgerät: 2 Spuren (Halbspur), 3 Köpfe, 4 Motoren, Monitorfunktion, Mischpult, viele Trickfunktionen.

    Gekauft von meinem ersten eigenen Geld - verdient als 14-jähriger in einer Zimmerei ;)


    ALBS RAM4 (1986):

    Diese reine MM-Phonostufe bekam ein eigenes Gehäuse, auf dem direkt der Plattenspieler steht. So sind kürzeste Verbindungen (20cm) zwischen Plattenspieler und Phonostufe möglich.

    Die Phonostufe selbst ist sehr variabel einstellbar (Verstärkung 4-fach und Kapazitiät 16-fach, beginnend bei 100pF).

    Mein Phonokabelfavorit: AudioForum (parallelsymmetrisch, wurde später zu Acapella).


    LUXMAN L-410 (1987):

    Dieser Vollverstärker befindet sich nicht mehr im Originalzustand, sondern wurde klanglich getuned: Austausch von zwei Elkos im Gegenkopplungszweig der Endstufe gegen Folienkondensatoren, Einbau von Koppelkondensatoren zur Spannungsstabilisierung, Wegfall der HF-Kondensatoren an den Hochpegeleingängen, Ruhestrom der Endstufentransistoren bei ca. 230mV (d.h. "erweiterte" Klasse-A Einstellung

    Den damaligen "Luxmans" sagte man ja einen "röhrenähnlichen" Sound nach … wenn der Ruhestrom entsprechend angehoben ist ;)

    Sehr schön finde ich bei dem Gerät auch die Klangregelung gelöst, die mitunter auch die Einsatzfrequenz verschiebt.


    KENWOOD KX-7030 (1991):

    Ein Kassettendeck mit drei Motoren (Capstanantrieb), drei Köpfen, drei Bandsorten (mit automatischer Einmessung auf die verwendete Bandsorte), Dolby B und C, HXPro, Monitorfunktion, Echtzeitzählwerk … viel Elektronik halt :D

    Gott sei Dank kann man die Fluoreszenzanzeige abschalten ;)


    TEUFEL M200 (2x) und M4000:

    Ein Boxentrio: Die beiden Hauptlautsprecher (zwei wege, geschlossen) mit Pappmembrane und Titankalottenhochtöner; Frequenzweiche mit riesiger Luftspule mit 6dB/Oktave Flankensteilheit.

    Der Subwoofer mit zwei identischen Treibern in einer Koppelkammer (bassreflexprinzip, hoch gedämmt).

    Trennfrequenz 60Hz; dabei geht der Sub locker bis 25Hz runter und "unterstreicht" die Musikdarbietung (je nach Ausgangsmaterial). MbMn trägt der Sub auch zur Räumlichkeit bei.


    THORENS TD2001 (1992):
    Der Plattenspieler (aus der ersten Serie des Typs) befindet sich im Originalzustand - originaler geht es nicht: Erster Riemen, erste Ölung; die Tellerachse sah das Tageslicht nur in Lahr ;)
    Über die Qualitäten dieses "Schwabblers" brauche ich hier wohl nichts zu sagen.


    SONY CDP711 (1993):

    Ist halt ein CD-Player mit den üblichen Features; fixer und regelbarer Ausgang bei Wiedergabe.

    ORTOFON 540MK2 (2004):

    Nachdem mein damals geliebtes AKG P8ES

    Heute findet der Regensburger Stammtisch statt; er war ja letzte Woche - überwiegend krankheitsbedingt - ausgefallen.


    Wir treffen uns um 19 Uhr im Gasthaus Krieger in Mariaort (5km westlich von Regensburg).


    Gruß Stefan :)

    Eine jede Komponente einer Anlage (auch die Kabel zwischen den Komponenten bis hin zu den Lautsprechern!) trägt zum Ergebnis bei; und wenn man dann die Komponenten untereinander auch noch passend abstimmt (Abschlußkapazität und -widerstand, Ruhestrom in der Endstufe u.a.m.) kommt man dem guten Klang "auf bzw. in die Spur", der dann dem Original nur hinsichtlich der Wiedergabelautstärke nachsteht :)


    Gruß Stefan

    ... individuelle Ansätze, die Anlage ohne den Kauf teurer Komponenten zu verbessern. Womit hattet Ihr Erfolg?

    Mein Tipp: Erhöhen des Ruhestroms in der Endstufe; kostet nur etwas Zeit und bringt mbMn sehr viel :)

    Man muss allerdings wissen wie man's macht ;)


    Gruß Stefan

    Eine vernünftig und dezent einsetzende Klangregelung bilden bei mir das "Salz in der Suppe"; dann machen die Aufnahmen auch Spaß bei der Wiedergabe :)


    Oder andersherum: Ich bügle damit die Fehler aus, welche die Toningenieure aufnahmeseitig gemacht haben - und sei es auch der (damalige) Mainstream ;)

    @Christoph: Ich würde von dem Kenwood-Duo die Finger lassen; in dem Vergleichstest in der STP10/83 war die Kombi schlechter als seine (eingehäusigen) Konkurrenten ;)


    Gruß Stefan

    vom Prinzip her haben MI-Tonabnehmer die geringste bewegte Masse, bei ansonstem gleichen

    Nadelträger-Röhrchen und Diamanten.

    Im Prinzip ist es aber egal, ob sich am hinteren Ende des Nadelträgers ein Stück Magnet oder ein Stück Eisen befindet :)

    Der Spanndraht, den die MCs fast ausnahmslos haben, macht sich da sicher auch bemerkbar. MMs hingegen haben nicht alle einen Spanndraht.

    Der Spanndraht geht kaum in die Berechnung der effektiven Masse ein; er ist ja einseitig festgespannt :)

    Daß MCs in der Regel impulstreuer klingen hat zum einen elektrische Gründe (Stichworte Induktivität und Schwingkreis) und zum anderen mit der Compliance, die bei MMs in der Regel deutlich höher ist. Letzteres ist auf den ersten Blick ein Widerspruch - man sollte meinen, daß eine hohe Nadelnachgiebigkeit zu einer leichteren Auslenkbarkeit und damit Impulstreue führt. Aber eine niedrigere Compliance führt bei vielen Tonabnehmer-Tonarm-Kombinationen zu einem Überschwingen bei Impulsen, was diese wiederum betont. Et voila, das MC klingt impulsfreudiger...

    Das ist nur zum Teil richtig Andreas! MCs benötigen i.d.R. nur eine ohmsche Anpassung (= elektrische Dämpfung).

    Grundsätzlich gilt (egal MM, MI, MC): Je höher die Compliance und je geringer die effektive Masse, desto geringer ist der Einfluss des Nadelträgers (mit allen Komponenten) beim Auslesen der Rilleninformation.

    Ein "mechanisches Überschwingen" (egal MM, MI, MC) führt bei höheren Frequenzen (ggf. auch im hörbaren Bereich) immer zur Resonanz. Dies ist grundsätzlich unerwünscht; daher auch: Je kleiner die effektive Masse, desto höher die Resonanzfrequenz!

    Ein "elektrisches Überschwingen" gibt es bei MCs nicht; bei MM/MI dagegen lässt sich Impulstreue durch Hinzufügen einer Lastkapazität klanglich optimieren.


    Gruß Stefan

    wolfgang.rissler : Es ist schwierig es zu beweisen; aber suche doch mal nach Bildern bei denen man die Nadelträger mit ihren Magnet(en) bzw. Spulenanordnung, bspw. AT95E Stylus (MM) und Benz Glider (MC), größenmäßig erkennen und somit vergleichen kann.


    Ansonsten gelten die physikalischen Werte für die Dichte der verwendeten Werkstoffe die am Nadelträger vorhanden sind:

    Diamant: 3.5 g/cm³ (100% meff!)

    Aluminium: 2.7 g/cm³ (Röhrchen, ca. 60% meff) alternativ
    Bor: 2.5 g/cm³ (Stab, ca. 60% meff)
    AlNiCo: 7.2 g/cm³ (Stab, ca. 10% meff, bei MMs) alternativ
    Eisenkreuz: 8.0 g/cm³ (massiv, ca. 10% meff, bei MCs) mit
    Kupferspulen: 9.0 g/cm³ (massiv, ca. 10% meff)


    Aus den Dichten der verwendeten Werkstoffe lässt sich bei bekannter Geometrie die Masse der Einzelkomponenten und aus den Abständen zum Drehpunkt die effektive Masse, welche an der Nadelspitze wirkt, berechnen. Die Angabe von xxx% meff sind nur Anhaltswerte. Es gilt: Je weiter die Komponente vom Drehpunkt entfernt ist, um so größer ist sein Einfluss auf meff!)


    Noch ein Wort zu Bor: Hat zweifelsfrei eine höhere Festigkeit als Aluminum, ist aber ein Vollkörper und kein Rohr und daher wieder schwerer.


    Gruß Stefan

    Hallo zusammen,


    Zudem ist es das Prinzip mit der eindeutig größten bewegten Masse (MM-MC-MI-OPTICAL). Warum soll man in dieses Prinzip soviel investieren. Man kann dieses Manko nicht beseitigen. Trotz anderer Vorteile von MM's. Weshalb sie zurecht eine Fangemeinde haben. Habe ja auch eins. Aber wenn man das rein HighFidele ansieht und viel Geld in die Hand nehmen will dann sind wesentlich teure MI, MC's oder Optical insgesamt dann doch besser.


    Gruss Wolfgang Rissler

    Es ist schlicht Unsinn zu behaupten, MMs haben grundsätzlich höhere bewegte Massen als MCs.


    Fakt ist: Je geringer die bewegte Masse (= effektiv wirksame Masse an der Nadelspitze), um so besser in Sachen Impulstreue, weniger Verschleiß an Nadel und Platte, Rillendeformation u.a.m.


    Früher hatte Ortofon in den technischen Datenblättern noch die effektive Masse angeführt; zum Vergleich ...

    VM Silver: 0.3mg (MM)

    X5-MC: 0.7mm (MC-HO)
    … und das bei gleicher Abtastnadel (FG70)!


    Gruß Stefan

    Heute findet wieder der Regensburger Stammtisch statt.


    Beginn ist um 19 Uhr im Gasthaus Krieger in Mariaort.


    Ich freue mich auf zahlreiches Kommen :)


    Gruß Stefan

    Ich hatte auch einmal einen CS1254 zur Reparatur; da war ein TKS236 verbaut. Zu dem MM-System benötigst Du aber einen Entzerrervorverstärker von Dual (TVV47). In der Regel waren damals die Geräte seinerzeit werkseitig dafür vorbereitet.


    Gruß Stefan