Optisch allererste Sahne, gerade weil sie an die alten Dual-Geräte erinnern. Danke fürs zeigen 👍
Reimund
Optisch allererste Sahne, gerade weil sie an die alten Dual-Geräte erinnern. Danke fürs zeigen 👍
Reimund
Nein, in dieser Zeit gab es in den USA tatsächlich einige Tonbandgeräte, bei denen das Signal direkt am Wiedergabekopf abgegriffen und in einen externen Verstärker gegeben werden konnte. Wie man das dann mit der Entzerrung gemacht hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht auch im Verstärker / Receiver?
Reimund
„Billige CD-Player, die man früher als schlecht empfand, erscheinen mir durch einen gewissen Gewöhnungsprozess an den Sound vom Radio und Fernsehen plötzlich als sehr gut.“
Das kann ich gut nachvollziehen. Vor ca. zwanzig Jahren war es bei den Kultursendern (auf jeden Fall WDR3) noch so, dass zumindest die Abendstrecke ab 20.00 Uhr unkomprimiert über den Sender lief, insbesondere bei Live-Übertragung von Konzerten.
So staune ich immer wieder neu, wie gut Mitschnitte auf Band klingen, welche ich seinerzeit mit einem hochwertigen Tuner gemacht habe. Direkte „Sicht“ zum Sender und nicht zu große Entfernung davon brachten eine hohe Signalstärke mit ganz wenig Rauschen.
Heute ist das Signal ein wenig heruntergefahren, aber man kann es über UKW immer noch ganz gut hören. Dennoch bevorzuge ich mittlerweile Streaming über die Apps der Kultursender, in Verbindung mit einem hochwertigen DAC. Auch wenn die Datenrate nicht hoch ist, bin ich mit dem Klang zufrieden.
Wir sollten alle froh sein, dass es nicht schon längst schlecht ist, und noch genießen solange es geht.
Reimund
Seit 2004 betreibe ich erfolgreich eine top revidierte B77, und noch nie habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie rum denn das Netzkabel einzustecken ist. Auch höre ich keinerlei Unterschiede, wenn ich das probeweise mal umdrehe.
Daher vertrete ich weiterhin die Meinung, dass ein Gerät grundsätzlich nicht sauber konstruiert ist, wenn die Ausrichtung des Netzsteckers klangliche Unterschiede macht, und dies gilt m.E. für alle HiFi- und Studio-Geräte ohne jegliche Ausnahme. Diese Meinung wurde mir auch immer wieder von erfahrenen Experten bestätigt, wenn man dieses Thema anspricht.
Nun mag jeder Mensch damit glücklich werden, wenn er damit rumspielt und glaubt etwas zu hören. Aber vorsätzliche Eingriffe in die Hauselektrik, gar mit Ausserbetriebsetzung vorgeschriebener Sicherheitseinrichtungen, gehen gar nicht. Dann ist es m.E. auch in Ordnung, dass dafür der Versicherungsschutz entfällt.
Reimund
„… und der A76 ist unschlagbar, gerade was Kanaltrennung bei Stereo anbelangt…“
Ja, nur wird er leider immer noch unterschätzt, was vielleicht an seinem unspektakulären Erscheinungsbild liegen mag. Das kann wohl mit den japanischen „Spitzentunern“ seiner Zeit nicht so mithalten, obwohl mir persönlich die A-Serie auch optisch sehr gefällt, besonders in der MK4-Version.
Und die technischen Fähigkeiten des A76 sind wirklich erstklassig, insbesondere wenn so ein Gerät komplett revidiert ist.
Reimund
Das mit dem Dolby B beim B710 kann ich bestätigen, wobei meiner gar kein Dolby C hat, denn es handelt sich um ein außergewöhnliches Gerät abseits der Serienproduktion. Auf der Rückseite befindet sich ein Aufkleber mit dem Text „Prototyp Nr. 13“. Das Gehäuse hat dementsprechend nicht wenige Gebrauchsspuren und war erwartungsgemäß ziemlich abgerockt, als es mir über den Weg lief. Das ist ja nun völlig normal bei einem Prototyp, trotzdem fand ich es seinerzeit irgendwie interessant und konnte es günstig erwerben.
Anschließend ging es vor der Heimfahrt nach Deutschland sofort in die Werkstatt von Vincenzo di Benedetto, verbunden mit dem Auftrag, das Innenleben vollständig in seiner stets perfekten Weise zu revidieren, aber das äußere Erscheinungsbild zu belassen. Dies war für ihn völlig in Ordnung, nur sagte er hinterher: „Das war ganz schön viel Arbeit!“, und seitdem wohnt es bei mir und wird hin und wieder benutzt, damit keine Standschäden entstehen. 😊
Reimund
Bei soviel Weihrauch für den B215 😉 muss ich aber jetzt mal ein gutes Wort einlegen für den B710, denn auch der hat m.E. ebenfalls schon ein exzellentes Laufwerk 😊
Nur trifft natürlich auch auf dieses Modell alles zu, was oben über notwendige Revisionen und guten technischen Zustand bereits geschrieben wurde. Hilfreiches Zubehör im Alltag ist die klarsichtige Abdeckung für das Laufwerk, welche - so meine ich - nicht sofort von Beginn an zu haben war. Gerade bei geringer Nutzung hält diese den Staub sehr gut vom Laufwerk fern und reduziert auch beim Umspulen die Geräusche.
Reimund
Achtung: es ist eben nicht der übliche und bekannte 10 cm Bobby in der Mitte, sondern der uralte 7 cm Bobby. Vielleicht täuscht der Größeneindruck auf den Fotos des Users „Pit“. Aber nur so funktioniert es ja, weil der kleine eben immer das Loch passt, welches der herausgefallene große Bobby hinterläßt. Problematisch wird es erst, wenn in dem auseinander gefallenen Wickel ursprünglich ein 7 cm Bobby steckte, aber das ist ja heute tatsächlich extrem selten.
Reimund
Habe zum Thema nochmal ein bisschen recherchiert, hier findet sich viel Info und auch Fotos von einem „klassischen“ Teil, auf welches ich mich bisher bezogen habe:
Spreiz-Bobbie
Ein solches Exemplar befindet sich u.a. in meinem „Werkzeugkasten“ und wurde bereits mehrfach erfolgreich verwendet. Wie man unschwer erkennen kann geht es konstruktiv auch recht einfach, und die Sache basiert auf dem sog. „kleinen Untermann“. Diese uralten Bobbies lagen ja oft noch zahlreich in den Ecken und Schränken herum, und so gab es eine sinnvolle zweite Verwendung. 😉
Reimund
Der Name ist ja bereits vor Jahrzehnten beim Rundfunk geprägt worden, und da war es eben tatsächlich eine Katastrophe, vor allem wenn das Sendeband zum falschen Zeitpunkt auseinander fiel. Bitte bedenken, dass früher zunächst noch keine Rückseitenbeschichtung vorhanden war, welche dann nach Einführung u.a. auch den Zusammenhalt des Wickels positiv beeinflusste.
Kompliment für den neuen Entwurf, funktional ist er so aufgebaut wie die alten Originale, nur eben noch zusätzlich mit ansprechender Optik.
Reimund
Tolle Kombi, so richtig klassisches HiFi 👍
Reimund
Hallo Jürgen,
einen solchen Verstärker hatten wir damals im städtischen Jugendheim, da wurde er einmal wöchentlich für den Discoabend benutzt. Es wurde ordentlich Radau gemacht, aber der Verstärker hat, obwohl stets am Limit laufend, alles brav ausgehalten. Somit kann ich über dessen Robustheit nur Gutes sagen 👍😊
Reimund
Hallo Jürgen, die 45er aus 2018 kannte ich noch nicht, da muss ich mal in meinem Umfeld nachfragen ob die jemand hat, dann könnte ich etwas dazu sagen.
Wir hatten vor ca. zehn Jahren im Kreis von interessierten Hörern mal einen Vergleich gefahren, allerdings weiß ich nicht mehr genau wie der Anlagenteil für LP konfiguriert war. Wahrscheinlich sind die Karten mit der 2018er neu gemischt.
Dennoch hat mich das Band nachhaltig beeindruckt, besonders ob der Natürlichkeit, das bisschen Rauschen und ein paar Nebengeräusche stören mich persönlich nicht. Die Atmosphäre ist m.E. hervorragend eingefangen, man versinkt schon nach kurzer Zeit in der Musik und fühlt sich irgendwie dabei.
Reimund
Ja, gerade diese Aufnahme ist absolute Spitzenklasse, auch als Viertelspurband. Das stellt alle (meist künstlich aufgepeppten) 45er LPs weit in den Schatten! Diese positive Erfahrung konnte ich auch schon machen 😊
Reimund
Hat mir damals sehr gut gefallen, nur konnte ich mir den nicht leisten. Aus heutiger Sicht kann man im Rückblick sagen: ein exzellentes Empfangsteil, ein leider nur mittelmäßiger Verstärker, welcher mit Hitzeproblemen zu kämpfen hat, und dann noch die unsäglichen DIN-Buchsen, die im Alter häufig schwere Kontaktprobleme machen und schwierig zu reinigen sind.
Optisch nach wie vor zeitlos schön. 😊
Reimund
Ja, wenn man sich an die elektronischen Zählwerke einmal gewöhnt hat möchte man diese nicht mehr missen. Zumindest empfinde ich das so, und wer notiert sich denn tatsächlich so etwas wie „1238“ als Markierung zwischen längeren Musikstücken?
Ansonsten muss ich Andreas voll zustimmen, eine gute B77 tut eigentlich alles was man braucht und gehört in jeden gut sortierten Haushalt 😉 Außerdem gibt es ja seit einiger Zeit auch elektronische Zählwerke zur Nachrüstung, wobei ich nicht weiß wie diese die Laufzeit tatsächlich messen.
Reimund
Bei den Revox- und Studermaschinen macht manchmal der Capstanantrieb ein pfeifendes Geräusch. Bei 19 ist es noch kaum wahrnehmbar, bei 38 aber manchmal schon störend, wenn man sich nah bei der Maschine befindet. All das spielt natürlich nur dann eine Rolle, wenn die Musik sehr leise Passagen beinhaltet bzw. wenn man mit geringer Lautstärke hört.
Reimund
Ja, das ist auch meine Erfahrung. Die A/B77 bzw. PR99 bekommen das nicht gut hin, auch wenn sie korrekt eingestellt sind. Mit den modernen Bändern hält es zwar, aber man muss sehr vorsichtig sein, zur Sicherheit auf einer „großen“ Maschine nochmal umwickeln, wenn man die Möglichkeit hat.
Natürlich sehen Spulen sehr nett aus, das Auge hört ja mit. Aber der Kostenfaktor ist doch erheblich, wenn man viele Bänder hat.
Reimund
Bei den professionellen Typen mit Rückseitenbeschichtung, gewickelt auf einer Profimaschine mit korrekt eingestelltem Bandzug, hatte ich bisher keine solchen Probleme.
Anders war das leider bei sehr alten anderen Typen wie Genoton oder BASF LGS oder auch Scotch 111. Die hat man besser auf Flanschspulen. Aber mit vorsichtiger Handhabung geht es auch offen.
Reimund
Oh je, das hört sich nicht gut an ☹️ Aus welchem Baujahr stammt deine Maschine? Meine ist von 1964.
Die späteren Motoren haben wohl eine andere Lagerung und Schmierung. Woran kann ich die Unterschiede erkennen?
Reimund