2. Der Rückschritt auf das Tellurium (Der „Kabel-Entzug“):
..... Ja, das Tellurium spielt wieder. Und nein, es klingt nicht falsch. Es ist, wie man so schön sagt, „gemütlich“.
Aber an der agilen PROxium wirkt dieses „Gemütliche“ wie eine angezogene Handbremse. Der strahlende Glanz der Bläser? Weg. Die feinen Schwingungen in der Luft und die holografische Bühne? Eingedampft auf braves Hintergrund-Niveau. Es ist ein runder, fehlerfreier Sound – aber eben die Abteilung „Schonkost“, wenn man vorher die nackte Dynamik gehört hat.
Moin Durian,
so etwas in der Art hatte ich neulich auch geschrieben. Der thread wurde aber wegen Trollerei geschlossen, scheint für einige ein echter Aufreger zu sein.
Ich sag mal so: Das klangliche Ergebnis, gerade bei unterschiedlichen Kabelkonstruktionen, kann schon heftig ausfallen. Ich glaube aber der Verstärker macht dabei nicht den großen Unterschied.
In meinem Fall war es ein Nordost (Solid Core) vs Sommer (Feine Litzen). Was bei den Litzen an Dynamik und präziser Abbildung der Instrumente verloren geht, ist schon verblüffend. Ich bin trotzdem bei dem gemütlichen Sommer-Klang gebieben. Das klingt für mich einfach homogener, natürlicher und angenehmer. Mir macht das so genausoviel oder sogar mehr Spaß. Ich glaube hier spielen die persönlichen Vorlieben und die Hörsituation eine große Rolle. Nach einer kurzen Eingewöhnung vermisse ich jedenfalls nichts mehr. Bin heute froh den vermeintlichen downgrade gemacht zu haben.
Mein Fazit: Höher, Schneller, Weiter - muß nicht zwingend besser sein. Es ist zwar sehr beeindruckend, die Instrument so direkt und präzise abgebildet zu hören, aber irgendwas geht dabei verloren oder wird überpräsentiert. Keine Ahnung. Auf die Dauer ist mir die Homogenität bzw die Abstimmung jedenfalls wichtiger.
