Beiträge von bobelix

    Das ist doch eigentlich nicht schwer, aber was sollen Antworten, wenn entscheidende Parameter fehlen...

    Versteht das eigentlich niemand?

    Tom, sei mir nicht böse, aber um diese Gleichung zu lösen, fehlen zwei Parameter: Messwiderstand und Arbeitspunkt der Schaltung. Bis dahin macht m.E. dieser Thread keinen Sinn. Aber ich bin mir sicher, dass dieser Thread lebt ;-)

    Hallo RLP,


    nimm es mir nicht übel, aber Du stellst Fragen, die zeigen, dass Du von Gitarrenamps noch nicht so ganz die Kenne hast.

    Damit bist Du in diesem Forum definitv falsch. Das TubeTown Forum wird Dich mit diesen Fragen auch nicht direkt mit offenen Armen empfangen.

    Das ganze sieht für mich wie z.B. ein Eigen-/Umbau eines Fender Deluxreverb aus. Such einfach mal nach Reviews zu dem Amp bei youtube etc., das dürfte vielleicht schon mal ein paar Fragen zur Funktion aus dem Weg räumen.

    Hi Hannes

    Klar Eisen kostet. Muss man ja nicht machen. Meine Meinung dazu ist : Ein IT in der ersten Stufe gibt dir hohe Verstärkung bei geringem Ausgangswiederstand der Stufe. Der geringe Ausgangswiderstand ermöglicht einen geringen Wert für R1 in einer " normalen " RC Riaa.

    Hallo Stefan,

    hilf mir bitte mal: Ja, der IT führt zu hoher Verstärkung, da hier fast das mu Röhre erreicht wird. Aber der Ausgangswiderstand ändert sich doch über das Übersetungsverhältnis des IT - sogar quadratisch. In der verlinkten Schaltung ist das Verhältnis 4,5 zu 4. M.E. leistet der IT hier keinen wirklichen Beitrag dazu. Und dass dann das folgende RIAA Netzwerk mit einem Reihenwiderstand von 220K beginnt ist m.E. wenig elegant und zudem störungsanfällig.

    Hallo Hannes,


    gibt es einen Grund nur eine RIAA zu bauen (zu haben)?


    Es gibt soooo viele Möglichkeiten. Den Königsweg habe ich noch nicht gefunden und es muss doch nicht gleich die große Eisenschlacht sein. Eine RIAA mit D3a oder C3g mit passiver RIAA wäre doch ein guter Startpunkt und dann kommt noch dies oder das... Ich habe schon viele RIAAs gehört, die mir wirklich gut gefallen haben.

    Mein persönlicher Tipp: Investiere in einen guten Aufbau und vor allem in ein gutes Netzteil. Bei mir gewinnen Verstärker mit möglichst geringen Nebengeräuschen fast immer - auch wenn "das Lagerfeuer" in der Rille noch so knistert.


    Auf der anderen Seite ist eine Phono RIAA mit Röhre kein Anfängerprojekt, weil der Frust schon groß werden kann, wenn das Teil brummt oder rauscht oder die RIAA-Kurve abweicht.

    Wenn Du es Dir nicht zutraust etwas selbst zu kreieren, dann gibt es bestimmt brauchbare Nachbauten - auch mit steilen Röhren wie der D3a oder C3g.

    Hallo Jürgen,


    volle Zustimmung. Ich habe deswegen schon Trafos zurückgeschickt und keinen wirklich guten Mailwechsel gehabt deswegen. Ich hatte die bestellten Trafos (waren durchaus dicke Dinger mit ca. 250VA und damit einer eher gering erhöhten Leerlaufspannung) an allen Wicklungen mit der Nennlast belastet und die Primärseite über einen Stelltrafo auf genau 230 Volt gestellt. Aber das passt einfach nicht. Alle Sek-Werte waren um ca. 5% zu hoch.

    Ich bin ja bereit Toleranzen zu akzeptieren, aber wenn wir in einer solchen Situation von >=5% reden ist mir das zu viel. Wenn ich Trafos bestelle, dann passe ich die Schaltung so an, dass eine Primärspannungsabweichung von 5% möglich/akzeptabel ist. Wenn ich dann auch noch 5% im Übersetzungsverhältnis einberechnen muss, dann ist mir das zu viel Reserve.... (AC-Heizung scheidet dann bei bestimmten Röhren aus, wenn laut DaBla nur 5% erlaubt sind - und ja, man da Widerstände einbauen, aber dafür bestelle ich keinen individuellen Trafo, der z.B. genau 6,3V liefern soll.)

    Ich bin kein Trafobauer, aber eigentlich sollte es doch möglich sein, die Wicklungsverhältnisse besser einzuhalten?


    Aber was das Lamentieren, wie können ja schon froh sein, wenn wir überhaupt noch irgendwo Teile bekommen - oder diese bezahlen können....

    ich habe schon mehrere Hammond-AÜ´s/Drosseln gekauft und bisher war bei allem Don Audio immer am günstigsten...

    ich habe für Gitarrenamps mal was geschaut und da hatte BTB meistens die Nase vorne. Aber wir reden hier von 3-5 EUR vielleicht mal 8 EUR. Das sind dann nicht mal 1% vom Gesamtpreis aller Teile - lohnt also nicht wirklich.

    Hallo Christian,


    Falls es mit dem Edcor nichts wird:

    Hammond wurde viel erwähnt und dennoch habe ich noch eine Empfehlung von Hammond: Die Universalübertrager 125xyz. Die gibt es für SE und PP in verschiedenen Leistungsklassen. Da findest Du bestimmt die passenden Übersetzungsverhältnisse.

    Ansonsten würde ich auch einen alten Radioübertrager nehmen und mit leichten Unschärfen in der Anpassung leben und ggf. den Arbeitspunkt leicht anpassen.


    Was die Preise anbelangt: Es kann doch jeder selber mal suchen... bei den einschlägigen Händlern. Die Preise für Hammond variieren je nach Typ und Händler m.E gibt es hier nicht den billigsten Anbieter.

    Das reicht nicht. Die Abweichungen der gesamten -Ug / Ia Kennlinie zueinander sollten für alle 4 Systeme < 5% betragen. Dann kann man von einem gut gematchten Paar E80CC reden.


    Toni

    Jau, und wenn man dann ganz pingelig wird, dann reduziert man die Abweichungen in den Kennlinien auf den Bereich des konkreten Einsatzes. Ich nutze für solche Dinge meinen Roetest, der das wirklich absolut super kann. Einmal die Messung einstellen und dann nur noch Röhren reinstecken und die Messung läuft - nach definierter Zeit bis der Arbeitspunkt steht. Ich möchte das Teil nicht mehr missen. Und dann hat man alle Kurven und kann die perfekt über einander legen - sofern es die Messlinge hergeben.


    Aaaber noch ein Punkt: Die Frage nach welchen Parametern gematscht wird, hängt m.E. doch sehr stark vom Einsatzszenario ab. Ohne Gegenkopplung würde ich immer auf das mu und die Steilheit gucken. Bei ordentlich Gegenkopplung spielt das mu schon eine geringere Rolle. Vielleicht geht dann die Verzerrung ein wenig hoch, aber das hängt auch von der individuellen Kennlinie ab. Und ja, bei einer E80CC als Langleberöhre würde ich davon ausgehen, dass sich da nicht schnell so gravierend viel ändert. Erfahrungswerte habe ich nicht, aber es lohnt sich wie so oft ein Studium der Datenblätter um diesbezüglich schlauer zu werden.


    (Die einzige Röhre die sich übrigens diesbezüglich perfekt verhält war bei mir die 6N30P-DR - die muss man eigentlich nicht messen. Allerdings konnte ich preisbedingt auch nicht sehr viele messen. Die hat aber wohl auch mittlerweile schon übelst teuer.)

    Bei einem Poti mit linear 100 kΩ, das wie oben beschrieben mit 160 pF am Mittelabgriff beschaltet ist, ergibt sich der "schlechteste" Frequenzgang genau dann, wenn der Schleifer auf 50 %, also exakt auf der Mitte steht. Dann ergibt sich eine 3 dB Grenzfrequenz von ca. 39,7 kHz.

    Bei einer Stellung von 5% oder 95% ergibt sich jeweils eine 3 dB Grenzfrequenz von ca. 208,6 kHz.



    Toni

    Hallo Toni,


    hilf mir bitte meine Blockade zu beseitigen. Unabhängig vom Pegel habe ich den Fall betrachtet, der die geringste obere Grenzfrequenz zeigt. Ich habe folgendendes gesehen:


    Es gibt einen Tiefpass 1. Ordnung, der sich aus einem in Reihe liegenden Widerstand und einem nachfolgenden Kondensator nach Masse bildet. Der in Reihe liegende Widerstand wird vom Poti aus der Widerstandsstrecke Eingang zu Ausgang des Potis gebildet und der folgende Kondensator gegen Masse ist die Millerkapazität der Röhre (Cag*u) - hier 2xCag wegen der Parallelschlatung der Trioden. Bei extremer Absenkung der Lautstärke entspricht der Serienwiderstand fast dem Potiwiderstand. Ich nahm mal 95kOhm bei einem 100K Poti an. Miller ist 160pF. Meine Berechnung ist:

    f-3dB= 1/(2xpixRxC) = 1/(2xpix95kOhmx160pF) = 10,47kHz

    okay, danke allen für die Antworten und Tips.

    Werde den Amp demnächst auf den Operationstisch legen.

    Ein 10k Alps-Poti hab ich noch.

    Gruß

    Hermann

    Hallo Hermann,


    das sollte auf jeden Fall helfen. Konkret beträgt bei der parallen 6SN7 die Millerkapazität ca. 160pF. Wenn dann das Poti weit "zugedreht ist" und ein Widerstand in Reihe liegt von z.B. 95kOhm, dann liegt die -3dB Frequenz bei ca. 10kHz. Da es sich um lineare Verhältnisse handelt, würde sich bei einem 10kOhm Poti und 9,5kOhm der -3dB Punkt auf ca. 100kHz verschieben - bei dieser Frequenz dominieren andere Teile wie der AÜ den Frequenzgang.


    Einen Gridstopper braucht die 6SN7 eigentlich nicht - schaden tut es aber nicht.

    Was aber asolut empfehlenswert ist: Ein 1Meg Widerstand am Ausgang des Potis. Falls der Schleifer aus irgendeinem Grund den Kontakt zur Leiterbahn verliert, hat das Gitter immer noch Massebezug.

    Genau das hatte ich auf Gitarrenverstärker Herstellerwebseiten gelesen. Da macht man sich das zur Nutze um einen bestimmten Klangcharakter zu erreichen.


    Das bewog mich damals mich für Halbleiter-Gleichrichter zu entscheiden, denn bei Röhren geht es bei mir natürlich um deren Klang, aber ich wollte das doch nicht zu übertreiben...


    Habe ich an meinen Testobjekt mitbekommen. Da waren die Halbleiter "leiser" ;)

    Hallo cay-uwe,


    Gitarrenversärker sollte mal eigentlich als Teil des "Instruments" sehen. Der gewünschte Effekt eines "weichen" Netzteils im Gitarrenverstärker kommt ja dann zum Tragen, wenn die Aussteuerung so weit geht, dass der Amp übersteuert und gleichzeitig das Netzteil "einbricht". Mit steigender Aussteuerung sinkt die Betriebsspannung und der Amp übersteuert noch früher. Wenn es dann noch ein Stück Gegenkopplung über die Lautsprecher zur Gitarre gibt, dann "singt" der Amp. Jeder der hier Gitarre spielt, wird wissen was ich meine. Der Effekt tritt besonders dann gut zutage, wenn die Elkos im Amp klein sind.
    (Die heiß gesuchten vitage Amps hatten teilweise nur 8uF-16uF Elkos viel größere gab es eben damals nicht - oder die Kondensatoren haben im Lauf der Zeit Kapazität verloren - und das macht dann eben den vintage tone aus.)


    Für Hifi Amps würde ich versuchen das zu vermeiden. ^^