Posts by bobelix

    .. bei mir ist fürs erste die gute alte Valvo EL802 in der Vorstufe.

    Und das ist gut so 8)

    Hallo Volker,


    die PL802 ist übrigens auch einen Blick wert: Bei meinen Messungen an EL802 und PL802 hatten die letzteren fast durchgängig die Nase vorne. (Gemessen habe ich Klirr mit 1V, 10V und ich glaube es waren 50V und die Röhren waren als Pseudo-Triode geschaltet mit CCS an der Anode.)

    Diese Frage stelle ich jetzt mal ohne Kommentar.

    So ganz kann ich Deine Frage nicht verstehen. Die 6S4S ist identisch mit der 6B4G, die eine Oktalversion der 6A3 ist, die eine 6,3V Variante der 2A3 ist.

    Steckt hinter Deiner Frage: Ist die 2A3 einer 300B überlegen? Die Diskussion wurde und wird wahrscheinlich noch oft genug geführt. Für mich ist das wie ein Blick in einen Obstkorb gepaart mit der Frage: Schmeckt die Birne besser als der Apfel?


    Grundsätzlich kann ich Dir zur 6S4S sagen, dass es sich um eine feine Röhre handelt, die ich selbst auch einsetze. Vorteile sind der Standardsockel, die leichte Beschaffbarkeit, der erträgliche Preis und die hohe Heizspannung, die bei direkt geheizten Röhren ja gerne in DC ausgeführt wird.

    und schaltbare Heizung der 5R4, damit die anderen Röhren erst mal ein bisschen warm werden können, bevor die Anodenspannung kommt...


    Es ist erst eine Lötleiste montiert, die anderen kommen noch, der 6 uF Bosch MP sitzt schon, der zweite schwarze 100 uF Kondi ist auch wieder am Platz, es ist (noch) ausreichend Platz im Chassis... Am Wochenende soll es ein bisschen weitergehen...

    Die 5R4 und auch die 300B sind beide direkt geheizt, das heißt, die sind beide "sofort" da. Das Anwärmen ist daher nicht wirklich nötig.

    Mit dem 6uF Kondensator liegtst Du laut DB etwas hoch - ich sehe als Grenze immer 4uF bei der 5R4. (Es bleibt am Ende aber der maximale Spitzenstrom für die 5R4 entscheidend und nicht die Kapazität, was bedeutet, dass die Kombination Kapazität mit dem Serienwiderstand des Trafos und dem entnommenem Strom das tatsächliche Ergebnis liefert.)
    Solange Du keinen niederohmigen RKT hast - der ja nicht vorgesehen ist - sollten auch 6uF gehen. Und ob da nur 422V oder 435V rauskommen ist eigentlich egal.
    Es liegt am Ende doch eher in den Händen des Energieversorgers, der je nach Region und Tageszeit noch viel mehr Einfluss darauf, wie hoch die Primärspanung ist und damit auch die Sekundärspannung.

    Komisch,


    bei "neuer" Literatur habe ich oft den Eindruck, die Leute haben nichts erlebt, was aufzuschreiben oder zu verarbeiten wäre.


    Bei meine Reisen durch die Bücherschränke justament auf den Steppenwolf gestoßen und ein Jahrespäternochmallesen schafft ganz andere Aspekte!

    das kann ich nur unterstreichen: Das Werk an sich bleibt gleich, aber der Rezipient nicht.

    Der alte Faust in all seinen noch immer in Literatur und Film gerne rezitierten Facetten ist und bleibt spannend. Und Thomas Manns Version finde ich persönlich nach wie vor sehr gelungen. Es gibt leider heute nur sehr wenige Autoren, die diese Akribie zum Thema so genau recherchieren wie Thomas Mann. Ja, man hört es, ich bin schon ein kleiner Fan dieses Autors.

    Vielleicht gibt es ja noch die Geschichte des High-Enders, der seine Seele dem Teufel verkauft, um DIE akustisch beste Lösung zu finden ;) Möglicherweise spielt dann eine 211 SE eine Rolle....

    Hilft eventuell die beiden Trioden in der Röhre paralell zu schalten ?

    Hallo Cay-Uwe,


    das hilft auf jeden Fall. Wenn Du bei der Parallelschaltung einfach den Anodenwiderstand und den Katodenwiderstand halbierst, dann bekommst eine 6SL7 mit doppelter Steilheit.

    Das bedeutet, dass der Innenwiderstand halbiert wird und damit der pegelreduzierende Faktor des Anodenwiderstands und des Widerstands der Folgestufe geringer wird.


    Grundsätzlich ändert sich natürlich nichts daran, dass die (beiden) Röhrenteile dann bei ca. -1,3V Gitterstrom ziehen. Auf Deinem Bild mit den 1,4Vpp Eingangsspannung wirst dann aber wahrscheinlich nicht 56Vpp Ausgangsspannung messen können sondern vielleicht 80-90Vpp. Lezteres ließe sich auch ausrechnen, wenn die Widerstände bekannt wären. Oder eben mal simulieren.

    ?? ich meinte doch RFT.

    die Verwirrung entsteht einfach nur dadurch, dass nicht differenziert wird zwischen dem Hersteller und dem Label. Es hat mindestens in Europa einen munteren Zukauf und Bestempeln von Röhren gegeben. Telefunken kauft bei RFT und labelt die als TFK ... bis hin zu krassen Dingen wie die EL34 von EI die als Siemens gelabelt auf den Markt kamen (das sind die mit der Spitze am Kopf). Dann gab es noch Label von Firmen, die nie Röhren produziert haben: Beispiel: EGRO. (Ich habe hier so viele "interessante" Röhren, die es eigentlich so nicht gegeben haben kann, mit interessanten Typenbeschriftungen und Herstellerlabeln - vielleicht haben die Chinesen hier angefangen zu lernen ;))


    Am Ende bleibt genau eins: Messen - und wer es mag auch hören aber dann bitte ohne zu wissen, was steckt, da gewinnt ja sonst bekanntlich meistens das teuerste/liebste Kind ;).


    Es macht m.E. keine Sinn, das Label zu lesen, es muss der wirkliche Hersteller bzw. die Fabrik und Baureihe genannt werden. Dann reden wir von der "selben" Röhre. Leider hat nur Philips/Valvo so eindeutige Spuren für die Identifizierung hinterlassen => Atzcode. Der TFK U/B Code ist auch gut, aber nicht beständig.


    Und ja, die RFT EL34 sind Top!!


    P.S. Richtig blöd wird die Situation, wenn Produktionstraßen im "Westen" abgebaut werden und dann im "Osten" damit weiter produziert wird. Bestes Beispiel: Aus der TFK ECC803S wird die Tesla E83CC. Ob die allerdings dort genau so produziert wurde ist m.E. fraglich.

    Hallo,


    Nein, die sind es nicht sondern diese:


    https://www.ebay.de/c/1572808595


    Gruss,

    Günter

    Hallo Günter,


    dann gibt es immerhin bei z.B. farnell DB dazu - auch wenn die Cs dort irgendwie nicht bestellbar sind? Gibt es die überhaupt noch? Angebote von "Made in Germany" aus Taipei haben bei mir immer einen leisen Verdacht auf counterfeit products Ich habe da mittlerweile jedes Vertrauen verloren.

    MKV DB


    Grüße

    Boris

    Hallo,


    da noch niemand ein Bild von den MKVs zeigte, will ich meine Erinnerung an oppermann verlinken, die solche dicken Klopper mal angeboten haben. Ich kann mir zwar kaum vorstellen, dass die gemeint sind in der Diskussion aber egal (Und Andreas, wird vermutlich noch ganz andere zierliche Kondensatoren meinen?!):

    MKV

    Das sind echte Flaschen und als Koppelkondensator für mich etwas groß - eher so das Modell Imperial :D


    Viele Grüße

    Boris

    Gibt es auch versteckte Nachteile?

    (Trafowiderstand - keine Ahnung)

    Hallo Jo,


    Nachteile eigentlich keine, es gibt aber etwas zu beachten: neben dem Serienwiderstand ist darauf zu achen, dass die Katode der GZ34 mit Pin8 einen definierten Anschluss hat. Das ist für 5Z2, 5U4G, 5Y3 etc. nicht relevant und es könnte sein, dass der Katodenanschluss im vorliegenden Amp auf Pin 2 liegt und geändert werden muss.

    Ansonsten kannst Du erwarten, dass die Anodenspannung steigt. Mit 2x5y3GT hast Du bei 100mA Stromentnahme mit ca. 18V Spannungsabfall, bei einer GZ34 ca. 4V Spannungsabfall. D.h. die Spannungsfestigkeit der Bauteile, die Arbeitspunkte etc. können sich verschieben.

    (Das ganze wäre bei Benutzung von 2 1N4007 natürlich auch zu beachten.)


    Viele Grüße

    Boris

    Hallo Björn,


    danke für die Ergänzung. Ob 365V oder 350V AC input, halte ich für nicht ganz so wesentlich. Das Datenblatt zeigt Kurven bis 500V per plate. Die Röhre kann das also! Wirklich entscheidend ist die Einhaltung des gesamten seriellen Widerstand vor dem Kondensator. Bis 350V fordert das DB 50Ohm darüber 135Ohm.

    Hier müsste man (Jo) mal messen wie groß die Trafowiderstände sind.


    M.E. gibt es nur einen wirklich guten Ersatz für die beiden 5Z2P und das ist eine GZ34 - eine langt aber dicke. Kann in allen belangen mehr als die zwei 5Z2P. Einziger zu beachtender Unterschied: Sie fährt wirklich langsam hoch - heizungsbedingt.

    Leider ist die Röhre teuer :(


    Viele Grüße

    Boris

    Hallo Thomas,


    das stimmt so nicht ganz. Militärversion haben den Zustatz "JAN" was steht für "Joint Army Navy".

    Das "W" besagt nur, dass die Röhre erschütterungsfest ist. Das prädestiniert sie für den Armeeeinsat, und viel JAN-Röhren sind auch "W"-Typen. Aber nicht alle "W" Typen sind "JAN".


    Grüße

    Boris

    Mein Favorit:RD12Ta / RC5B

    4 Stück für 44EUR mit Fassungen


    Auch der 6SN7 Treiber macht sich nicht schlecht...

    Am besten schneidet die EL84 in Triode ab....

    Hallo Mathias,


    danke für die Simulationen. Ich kann Deine Kriterien nicht erkennen, warum welcher Treiber am besten passt. Ich würde vermuten, dass die Röhre mit dem geringesten K3 der Favorit ist? Zusammen mit der RS1003 ergibt das dann ein gleichmäßig abfallendes Klirrspektrum?


    Viele Grüße

    Boris

    Schon lange nicht mehr...

    Und wozu gibt es bei solch schmalbrüstigen Consumer Dingen oder Phono-Pres eine Line-Stufe... die das sicher auf den erforderlichen 2Veff Pegel bringt?

    Was wäre Dein Vorschlag?


    Gruß, Matthias

    Hallo Mathias,


    dass es für Studio Normpegel gibt, weiß ich. Aber für Consumer gab es meines Wissens niemals so etwas wirklich genormtes. Deshalb ist das ja auch immer so eine "schwierige" Diskussion, wenn es um Pegelauslegungen von Consumergeräten geht.

    Meine persönliche Erfahrung ist die, dass ich Endstufen versuche so zu bauen, dass diese mit 0,7Veff voll aussteuerbar sind. Das langt dann i.d.R. auch, wenn vor der Endstufe was Digitales steht (bei mir konkret ein RME Fireface für Aktivierung und Raumkorrektur). Und das reicht in vielen Fällen auch, um direkt aus einer RIAA oder einem CD Spieler in die Endstufe zu gehen. Vorverstärker machen ja auch irgendwie Sinn und können eine Brücke schlagen. Nach einer aktiven Weiche 6 Kanäle noch mal zu versärken, ist aber wenig elegant.


    Viele Grüße

    Boris

    inzwischen viel zu teuer, die 6P15P kostet nur einen Bruchteil davon, (noch).
    Gruss Reiner

    Hallo Reiner,


    tja, wenn ich es richtig sehe, wird hier gerade ein Amp mit der RS1003 als Endröhre disktutiert. Die alleine mit ordentlichem Keramikfassung wohl mehr als 50 EUR kostet. Ich finde es dann eigentlich unerheblich, ob der Treiber 2, 5 oder vielleicht 10 EUR kostet. Manche Röhren sind heute ein Schnäppchen, verglichen mit Preisen von vor 20-30 Jahren.

    (Mir ist beim Aufräumen kürzlich eine Preisliste von BTB aus dem Jahre 1994 in die Hände gefallen - schon krass wie billig manche Röhren heute sind. Da wurden für eine E130L 87,40DM oder für eine E80L 133,17DM aufgerufen. Für eine EL156 waren sogar 172,50 DM fällig....)

    Gut die EL84 gab es 5,40 DM - war dann aber bestimmt auch nicht von TFK.


    Ich habe meine 6P15P im Hunderterkarkon aus Russland bezogen, das war verhältnismäßig seeehr preiswert - ist aber auch schon ein paar Tage her...


    Viele Grüße

    Boris

    Hallo Dieter,


    m.E. muss man nicht immer einen Äquivalenztzyp von russichen zu westlichen Röhren suchen. (Die Händler versuchen das zwar immer gerne aber es passt einfach nicht immer. Prominente Beispiele sind: 6N1P= ECC88, 6N2P=ECC83 etc.) Und genau so ist das auch bei der 6P15P. Es gibt zu dieser Röhre einfach kein westliches Äquvalent. Ähnlich sind manche, aber es handelt sich eben nicht um einen Nachbau eines bestimmten Typs sondern um einen eigenständigen Typ.

    Wenn mich nicht alles täuscht, dann ist die SV83 eigentlich nur ein Marketinggag von Svetlana gewesen, da die hier die 6P15P als neuer Typ verkauft wurde?!

    Hätte nicht erwartet, dass das so viel ist... aber ok, ist ja einer der Gründe warum ich mir das angucke. Was wäre denn ein angemessener Wert für den C?

    Hallo Nathanviel,


    für Halbleiter gibt es eine SOA und auch für Röhren gibt es so etwas "ähnliches". Die Grenzwerte sind abhängig von den Betriebsparametern. Aufgrund von Abhängigkeiten diverser Parameter (Heizung der Röhre und erster Ladestrom für den ersten Kondensator, Höhe der angelegten Trafospannung, Strombegrenzung durch Wicklungswidersände des Trafos...) ist der richtige Einsatz von Gleichrichterröhren nicht ganz so trivial. Wirklich gute Ansatzpunkte sind die Datenblätter. Falls Du es nicht kennst, es gibt eine riesige und extrem wertvolle Sammlung hier:

    https://frank.pocnet.net/index.html

    Der PSU Designer ist hilfreich, um zu sehen, ob eine Gleichrichterröhre überlastet wird, bzw. was "wirklich an Spannung hinten rauskommt".


    Vielleicht kann man so etwas in spice simulieren - für sinnvoll halte ich es nicht. Spice ist ausgesprochen nützlich, PSU Designer auch, aber das alleine reicht nicht: ohne ein Verständnis der gesamten Materie. Auch wenn die Röhrenära schon zu ende war, als ich das Licht der Welt erblickte, finde ich bemerkenswert, dass Du Dich damit beschäftigst! Ist ein dickes Brett - aber aus schönem Holz.