Posts by kurgan

    Nächstes Konzert:

    Cate Le Bon / Kampnagel / Hamburg / 15.11.2019


    Cate Le Bon ist eine Singer/Songwriterin aus Wales. Sie ist mit einer fünf köpfigen Band aufgetreten, alles sehr junge Musiker. Cate Le Bon hat gesungen und Gitarre gespielt. Am Schlagzeug saß eine junge Frau. Dann gab es noch Bass, Gitarre, mehrere Saxophones, drei Keyboards, Percussion, an denen die Musiker abwechselnd spielten. Alle hatten ständig Cate Le Bon im Blick, sie hatte alle im Griff.

    Ihre Musik kann man schwer einordnen, Folk, Elektronik, recht komplex gestaltet, der Text ist immer sehr wichtig. Mir hat es sehr gut gefallen, die Musik war wunderschön. Ich bin auf sie durch ihre letzte Platte Reward aufmerksam geworden. Eine tolle Platte. Die meisten Song die sie vorgetragen hat, stammten von diesem Album. Auch hier kann ich sagen, ein Konzertbesuch lohnt sich. :)

    Als Support ist Grimm Grimm aufgetreten, auch ein Singer/Songwriter. Er kommt aus Japan, lebt z.Zt. in London. Er stand allein auf der Bühne, Gesang, Gitarre, elektronisches Gerät. Ich kannte ihn bisher nicht, muss aber sagen die Performance hat mir gefallen. Folk, Elektronik, berührender Gesang, trist, düster. Daumen hoch. :thumbup:

    Hammer Konzert:


    Hedvig Mollestad Trio / Westwerk/HH / 13.11.2019


    Das Hedvig Mollestad Trio kommt aus Norwegen. Es besteht aus der Namensgeberin an der Gitarre, dann Ellen Brekken am Bass (Gitarre und Kontrabass) und Ivar Loe Bjornstad am Schlagzeug.

    Das Trio spielt vor allem Jazz, Nu-Jazz gemischt mit Rock, Metal und, und, und… Es ist eine ganz tolle Mischung, die da vorgetragen wird. Die Songs sind teilweise so betörend, so dicht, so kompakt, dass man sie noch Stunden nach dem Konzert in den Ohren hatte. ^^

    Ich habe es selten erlebt, außer beim Jazz, wie Frau Mollestad ihre Gitarre gespielt hat. Sowas von klar, jeder Ton war deutlich zu hören, sowas von präzise, sowas von konzentriert. Große Klasse! Das Zusammenspiel der Drei hat gut geklappt, es war zu sehen, dass alle zu ihrer Musik stehen.

    Das Konzert hat sehr großen Spaß gemacht, eins der Konzerte die einen richtig berühren. Ich kann das Trio nur empfehlen, Konzert oder Platte. Die Platten sind auch sehr gut. :thumbup:

    Wieder in der Fabrik:

    Kinga Glyk /
    Fabrik / Hamburg / 07.11.2019

    Kinga Glyk ist Bassistin, Jazzbassistin. Sie kommt aus Polen und ist sehr jung, 22 glaube ich.

    Sie ist mit einer (ihrer) Band aufgetreten, außer Bass, noch zwei Keyboards und Schlagzeug. Es war das erste Konzert auf ihrer Tour. Die Tour findet anlässlich ihres neuen Albums „Feelings“ statt. Der Großteil der Songs stammt von diesem Album.

    Sie ist sehr virtuos an ihrem Instrument. Was sie spielt ist schwer einzuordnen, ist es Jazz, jazzige Songs, Jazzrock, Fusion? Egal wie man es definiert, die Darbietung war toll. Das Publikum wurde mitgerissen, jubelte der Band zu. Kinga Glyk war sehr redselig, hat viel erklärt, hat viel mit dem Publikum gesprochen. Zugaben gab es auch. :thumbup:

    Zwei Keyboards waren für mich zu viel, eines hätte vielleicht gereicht. Was unnötig war, obwohl der Großteil des Publikums mit dabei war, waren die Versuche das Publikum zum Mitsingen zu animieren. Passte in meinen Augen nicht so ganz.

    Alles in allem war es ein sehr schönes Konzert, kann es voll weiter empfehlen, nicht verpassen. ;)

    Ich hätte auch eine Frage an die Discogs-Kenner, die es offentsichtlich hier in diesem Thread gibt: kann man in der Sammlung, Ordner zusätzliche Felder, zu den Vorgeschlagenen hinzufügen? Falls ja, werden die auch gespeichert und auch immer wieder angezeigt? Danke euch. :)

    Und das noch:

    Shana Cleveland / Aalhaus / Hamburg / 31.10.2019

    Falls sie euch nicht bekannt ist, sie ist die Frontfrau der Gruppe La Luz. Noch immer nicht? Kennt ihr, ihr letztes Album Night Of The Worm Moon? Auch nicht? ;)

    Das Aalhaus ist eine Kneipe, die auch kleinere Events organisiert. Alles sehr familiär, kommunikativ,

    engbeieinander, einfach toll.

    Shana Cleveland ist als Singer/Songwriterin unterwegs. Sie singt und begleitet sich an der Gitarre.

    Sie wurde von Will Sprott (ihr Mann?) am Keyboard, Gitarre und Gesang unterstützt.

    Ihre Songs sind sehr schön, mit tollen Texten, sehr angenehm zu hören. Die Sonne kommt darin

    sehr oft vor, Kalifornien halt. Einige Songs waren ohne Begleitung, nur sie und die Gitarre, die

    haben mir am besten gefallen.

    Hier die Setlist.

    Hätte mir gerne eine signierte Platte geholt, es gab leider keine Platten oder CDs mehr, nur T-Shirt

    und ein Poster.

    Schönes Konzert, werde ihren Werdegang weiter im Auge behalten. :thumbup:

    Ich war auch hier:

    Youn Sun Nah / Fabrik / Hamburg / 29.10.2019

    Youn Sun Nah ist eine Jazzsängerin aus Südkorea.

    Ich bin durch ihre Platten, Same Girl, Lento auf sie aufmerksam geworden. Immersion ist ihre

    neuste Veröffentlichung, die meisten Songs die sie sang, stammen aus diesem Album. In dem

    neuen Album wendet sie sich etwas vom Jazz ab und geht mehr in Richtung Mainstream.

    Die Frau ist sehr gut, kann sehr, sehr gut singen, ich hätte aber mehr Jazz erwartet.

    Hier die Setlist.

    Weiter oben hat Basstrombone bereits was dazu geschrieben. Die Fabrik war gut gefüllt, der

    Saal war zu meinem Erstaunen bestuhlt. Die Fabrik ist eine tolle Location, es ist eine ehemalige

    Industriehalle, daher alles offen. Da kommt es vor das es klirrt und etwas lauter ist. Es ist halt

    nicht die Laeiszhalle oder die Elbphilharmonie. Das leise Sprechen von Youn Sun Nah hat mich

    nicht gestört, habe es bei anderen Künstlern, auch Bands aus dem asiatischen Raum ähnlich

    erlebt. Bei den Anime ist auch so. ;)

    Fazit: es war ein schönes Konzert, mit etwas mehr Jazz hätte es ein Highlight werden können. :thumbup:

    Nachtrag:

    Emel Mathlouthi / Kampnagel - KMH / Hamburg / 26.10.2019

    Emel ist eine Singer/Songwriterin aus Tunesien. Sie wurde bekannt als sie sich dem arabischen

    Frühling anschloss, der tunesischen Revolution. Sie wohnt z.Zt. in Paris.

    Ihre Musik ist eine Mischung aus arabischer Musik, sagen wir mal Folk und elektronischer Musik.

    Der Auftritt war bezaubernd, erzeugte eine besondere Stimmung im Publikum. Zu allerletzt sang sie

    einen Song, der ein Erkennungssong aus der Zeit der Revolution war. Ein Teil des Publikums kannte

    ihn auswendig, sangen ihn mit, toll! :)

    Sie wurde von drei Musikern begleitet, am Synthesizer, dann Schlagzeug und große Trommeln/Synthesizer.

    Ich werde das nächte Mal wieder dabei sein. Btw. ihre bisherigen Platten sind alle hörenswert. :thumbup:

    Wieder Jazz: :)


    Nils Wograms Nostalgia Trio / Sendesaal / Bremen / 18.10.2019

    Das Trio besteht aus Nils Wogram - Posaune, Arno Krijger - Hammond B3 Orgel, Dejan Terzic - Schlagzeug. Wie ich das gelesen habe, habe ich mich gefragt Posaune mit Hammond Orgel, hä? Passt das? Ja, es passt! Es war ein sehr schönes Konzert, in einem Saal mit einer perfekten Akustik und einem dankbarem Publikum.

    Das Trio hat Stücke aus ihrem neusten Album gespielt (ist am Tag des Konzerts erschienen), aber auch ältere Stücke. Sie klangen neu, es war aber auch Swing, Groove dabei. Die Drei harmonierten sehr gut, haben gut zusammengespielt.

    Nils Wogram lebt z.Zt. in der Schweiz. Er erzählte, dass er vier Monate auf Tour ist, acht Monate zu Hause bei den Kindern, Gemüse anbauen und zum Komponieren. Ein sehr offener, freundlicher, lächelnder, sympathischer Mensch.

    Die Hammond Orgel war ein altes Teil, aus den 60-er, aber nicht mehr ganz im Originalzustand, da die Füße abgesägt wurden, für den Transport im Auto. Eigentlich schade. Rechter Fuß Lautstärke, linker Fuß Bässe, linke Hand Akkorde, rechte Hand Melodie. Sehr interessant. Es klang teilweise wie beim Krautrock, Flower-Power. Toll!

    Das Spiel des Schlagzeugers hat, vor allem zur Orgel, sehr gut gepasst.

    Unterm Strich ein schönes, beeindruckendes Konzert. Ja, das Konzert wurden von Radio Bremen 2 mitgeschnitten, kommt in ca. sechs Wochen im Radio.

    Gestern Jazz: :)


    Mary Halvorson’s Code Girl / Elbphilarmonie, Kleiner Saal / Hamburg / 15.10.2019
    Es war das letzte Konzert ihrer Europa Tournee. Sie ist mit anderen sechs Musikern aufgetreten, die zusammen das Code Girl waren. Die Musiker waren: Mary Halvorson (guitar), Amirtha Kidambi (voice), María Grand (tenor saxophone & voice), Adam O’Farrill (trumpet), Michael Formanek (bass) & Tomas Fujiwara (drums).

    Sie haben aus dem Album „Code Girl“ gespielt, aber auch andere Sachen. Die Musiker haben sehr gut miteinander harmoniert, Frau Halvorson hatte alles sehr gut im Griff. Von den Musikern kann ich keinen hervorheben, alle waren klasse. Vielleicht Amirtha Kidambi, die den Gesangspart sehr gut rübergebracht hat. Adam O’Farrill und auch Tomas Fujiwara waren gut.

    Die Musik kennt man, ich würde sagen etwas in Richtung Avantgarde, aber auch klassischer Jazz. Die Musik war aber sehr zugänglich, angenehm zu Hören.

    Ich kann auch hier nur sagen: sehr gelungenes Konzert. :thumbup:

    Unverständlich: wie auch beim letzten Konzert in der Elbphilarmonie (Soap&Skin) gab es wieder Tonprobleme. Es ging gleich am Anfang damit los, während des Konzerts haben sich die Musiker mehrmals beschwert. Teilweise war es auch zu hören. Und sowas in der Elbphilarmonie. :thumbdown:

    Nachtrag:


    Dillon – Piano Solo Tour / Laeiszhalle, Kleiner Saal / Hamburg / 05.10.2019

    Solch einem Konzert habe ich selten beigewohnt, so zerbrechlich, traurig, aus einer anderen Welt, minimalistisch, einfach wunderschön. Dillon ist Solo aufgetreten, hat sich selbst am Klavier begleitet. Teilweise gab es einen Elektrosound als Untermalung. Es hat alles sehr gut zusammen gepasst.

    Hier die Setlist. Ich kann euch alle Platten von Dillon empfehlen, alle sehr, sehr schön.

    Als Support ist der schweizerische DJ S S S S aufgetreten. Klar Electronic, Techno. Er hatte bereits mit Dillon bei einer Platte zusammengearbeitet. So eigenständig ist es nicht ganz meine Musik, war aber nicht schlecht.

    Es war ein tolles Konzert. :thumbup:Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei.

    Leider war es im Saal temperaturmäßig sehr kühl, unangenehm kühl. Na ja…