Posts by Dietmar

    Traditionell wird ja nun immer am Eingang einer jeden Verstärkerstufe gefiltert. Sowohl Hochpass als auch der Tiefpass sind dort am besten aufgehoben, weil ja der Konstrukteur der Verstärkerstufe wohl am besten wissen sollte, welche Bandbreite sein Verstärker problemlos abdeckt.

    Sehe ich auch so, Michael.

    Änderungen innerhalb der Gegenkopplungsschleife führen meist zu gefährlicher Schwingneigung, im Tieftonbereich zu sich u.U. langsam aufschaukelndes "Pumpen".

    Grüsse Dietmar

    Ist diese Bedämpfung im Hochtonbereich eher unabhängig vom Ausgangswiderstand des Verstärkers?

    Viele Grüsse

    ... nein.

    Nach wie vor ist die Wechselwirkung zwischen Magnetfeld, Ri. des Verstärkers und der nicht- konstanten Impedanz des Treibers zu berücksichtigen, die einen erheblichen Einfluss auf den Klang hat.

    Ein niederohmiger Ausgang des Verstärkers (zB kleiner 0,5 Ohm an 8Ohm ) kontrolliert die Membran deutlich besser als zB ein nicht gegengekoppelter 300B Verstärker, der mit steigender Impedanz sozusagen spannungsmässig "nachschiebt".

    (deshalb klingen viele (nicht impedanzlinearisierte) Lautsprecher an 300B's etwas "frischer".)

    VG

    Dietmar

    Wer baut denn gute Netzteile für fieldcoils,

    Hallo Balazs.

    Dass regelbare, stabilisierte (nicht brummende !) Netzteile hervorragend funktionieren, hat W.v.Langa hinreichend bewiesen.

    In der Bucht sind genügend Netzteile für den jeweiligen Spannungsbereich zu finden.

    Für Fieldcoil-Breitbänder werden ca 5-10 Watt Leistung , für grössere Kompressionstreiber ca 15-20 Watt, benötigt.

    Mit einer veränderbaren Spannung die Parameter zu gunsten eines besseren Klanges zu verändern, halte ich für kontraproduktiv.

    Das Ein- und Auschwingverhalten einer Membran verbessert sich nämlich mit zunehmender Feldstärke im Luftspalt, was sich (auch messbar) nur im Hochtonverhalten des Treibers bemerkbar macht.

    Die max. mögliche Magnetkraft wird nur durch den Wärmehaushalt der FC-Spule ausgebremst:... man kann also die Spannungsversorgung nur so "hoch legen", dass nach mehrstündigem Betrieb die FC-Spulentemperatur ca 60 Grad nicht übersteigt.

    Hierbei ist zu berücksichtigen ,dass auch (besonders während der Aufheizphase) die Schwingspule durch Wämestrahlung ihre mechanischen Eigenschaften (und damit auch den Klang) verändern wird.

    Diesen "Nachteil" hat ein Permanentmagnet allerdings nicht.

    VG Dietmar

    Hallo Achim

    Tolles aufwändig konzipiertes Gerät.


    Ist eine gleichspannungsverkoppelte- Linestufe mit hochwertigem Kondensator im Ausgang, und enormem Aufwand im Netzteil.

    V1 und 3 verstärken, V4 ist Impedanzwandler.

    Gleich- und Wechselspannungsänderungen am Ausgang werden V3, und deren Summe niederohmig als Gegenkoppelung der Kathode von V1, zugeführt.

    Dadurch wird der Verstärker sehr breitbandig bei geringster Phasendrehung und bei minimalem Klirr und Rauschen.

    Grüsse Dietmar

    Ein WE16a dürfte sich durch seine beiden Flügel anders verhalten wie ein WE 15 System.

    ....jedenfalls bietet es eine symetrische Schallabstrahlung, mit (ähnlich dem WE15) tiefer unterer Grenzfrequenz (ca 100Hz).

    Als Einzelstück für Stereobetrieb allerdings wenig geeignet.

    Das WE16 wurde für Kinos , die hinter der gelochten Leinwand nur wenig Platz beanspruchten (75cm), entwickelt.

    VG

    Dietmar

    Wird eine breite Baffle in gewisser Hinsicht den gleichen Effekt haben?

    ... Dazu gibt es einen interessanten Bericht von dem Wiener Lautsprecherbauer David Haigner:

    http://www.haigner.com/content_de/technik2.htm

    Demnach setzt der Bündelungseffekt zu hohen Frequenzen hin "schleichend" dann ein, wenn die Schallwandbreite ca einer halben Wellenlänge entspricht.

    ... das wären für 70cm Schallwandbreite eine Richtwirkungszunahme ( = Dynamik) oberhalb von ca 250 Hz ( denn eine ganze Welle bei 250Hz = ca 1,4m)

    Das heisst im Umkehrschluss , dass unterhalb von ca 250Hz das (am Boden stehende Baffle) zum Halbkugelstrahler ohne merkliche Richtwirkung wird .

    Daher hat zB. das WE15a mit ca 1,4m Austrittsöffnung erst unterhalb von ca 125Hz! nachlassende Richtwirkung !

    VG

    Dietmar

    In welchen Frequenzbereich manifestiert sich dieses Verhalten

    ... nur in dem Frequenzbereich, den das Horn bündelnd abstrahlt.


    Übrigens liegt der Bereich in dem wir während eines Musikstückes am häufigsten "beschossen" werden ( zB bei Klassik-Aufnahmen) bei ca 350 Hz !

    .... WE15a lässt grüssen8o

    Dietmar

    Und der Raum hallt natürlich auch kürzer nach, wenn man den pegel senkt.

    Hallo Detlef

    Ich drängle mich mal vor.:)

    Nun,:

    der Raum hallt immer gleich nach.

    Nur:

    Beim Leisehören fallen viele Informationen unter die 30db Hörschwelle des Ohres, und es bleiben überwiegend Informationen aus dem Horn selbst übrig.

    Und das ist Physik:

    Die bessere Durchhörbarkeit mit Hörnern im normalen Wohnraum resultiert ausschließlich aus dem teilweise beabsichtigten Unterdrücken reflektierender Schallanteile ( seitliche und besonders rückwärtige (also hinter dem Horn)

    VG

    Dietmar

    Hallo Ronny .

    Habe schon diverse Nachbaumembranen aus China für JBL und Altec versucht einzubauen.

    Irgendwas hat stets nicht gepasst:

    ...Entweder waren die Schwingspulen zu eng, auch mit ungenauer Zwangszentrierung, und kratzten,.... oder der Abstand zum Phaseplug war zu gross (was einen vorzeitigen Hochtonabfall ergab), ....oder die Membranmasse war zu gross ( deutliches Nachschwingen im oberen Hochtonbreich.!

    Altec und JBL machen teure hochwertige Treiberkonstruktionen , die auch hochwertige Membranen bedienen können.

    Da alleine die Membran (vom Horn mal abgesehen) für einen sauberen Sound zuständig sind , sollten nur gut beleumundete( möglichst originale) Diaphragmen ,auch wenn sie deutlich teurer sind , beschafft werden.

    VG

    Dietmar

    Nur zum Verständnis für Mitlesende:

    Zitat von Gerhard:
    Hallo Zusammen,


    hier noch ein Nachtrag zum mechanischen Phasenabgleich Mittelton-Hochton...
    Vorgehen:

    - Hochtöner verpolt so dass die Kerbe im Frequenzgang sichtbar wird,


    - cm weise verschieben bis die Kerbe maximal tief ist

    - Phasengleichheit ist jetzt erreicht, Hochtöner wieder richtig polen
    Zitat Ende.

    ! Natürlich ist erst nach dem Umpolen ist der Phasenanschluss korrekt.

    VG Dietmar

    Verzögerte Korrektur:

    Pertube: Hier mal die komplette Sprungantwort, gemessen in ca 1m Abstand und 48 k Sampling rate

    2.Bild aus Post 186

    Das könnte stimmen: ... wenn die Cursorposition dem Signal des WE15 bei 18,8ms entspricht und der erste Peak dem 2344Treiber bei 6,25ms , dann ist die Differenz Treiber-Treiber 12,55ms.= 4,3m.

    Das heisst , dass die Wellenfront des 2344 namlich 12,6mal (also um 12,6 Sinusschwingungen bei 1kHz) früher als die des WE15 am Ohr ankommt.


    (bei meiner Einstellung am DSP musste ich den Treiber am JBL 2344 auch um 12,6ms verzögern!)


    Demnach ist die WE15 Hornlänge ca 4,55m.

    Interessiert (wegen Passivweiche) vorest aber nicht: Du kannst nur phasenmässig am Hörplatz das 2344Horn noch og Methode ( mechanisch verschieben) optimieren


    VG Deitmar

    Hier mal die komplette Sprungantwort, gemessen in ca 1m Abstand und 48 k Sampling rate

    2.Bild aus Post 186

    Das könnte stimmen: ... wenn die Cursorposition dem Signal des WE15 bei 18,8ms entspricht und der erste Peak dem 2344Treiber bei 6,25ms , dann ist die Differenz Treiber-Treiber 12,55ms.= 4,3m.

    Demnach ist die WE15 Hornlänge ca 4,55m.

    VG Deitmar

    das wäre dann leicht zurückversetzt...

    Der mehrfache Wellenlängenversatz des JBL 2344 gegenüber dem WE15 ist später sowieso nur durch einen DSP korrigierbar.

    Damit der Hochtöner nicht zu weit hinten sitzt, kannst du ihn, mit kaum merklichen Tonqualitätsverlust um eine (=7cm bei 5khz ) oder zwei Wellenlängen (=14cm ) nach vorne versetzt, montieren.

    Dietmar