Posts by Dietmar

    .bevor die Weichenteile den Wert des zu beeinflussenden LS- Chassis

    übersteigen, würde ich mir erst mal Gedanken über die tonale Qualität des Chassis machen.

    ... muss mich verbessern:

    ...die Tonale Qualität der "linken" und "rechten" Chassis sollte untereinander gleich sein.

    Dazu ist nun mal Messen (oder Messen lassen) ohne Weiche angesagt.

    Weichen die Chassis (li zu re) untereinander weniger als 1db ab (was auch im AB -Vergleich ohne Messgerät hörbar ist), kann mit dem Weichenbauteilewechsel bedenkenlos begonnen werden.

    Dietmar


    Ps : habe schon viele Kompressionstreiber- Pärchen in den Fingern gehabt: aber nur jedes 10te Paar hatte Abweichung unter 2db !!!

    Mich würde es ja fast wundern, wenn Dietmar keine Einrichtung hätte, um Röhren zu regenerieren.

    Nach etlichen Misserfolgen, trotz Lesens von Büchern alter Röhrenprofis, hab' ich schon vor 20 Jahren vom Thema Röhren-Regenerieren verabschiedet.

    Eine Lebensdauerverlängerung ist aber durch eine Kontrolle der Sättigungskurve des Heizers bedingt möglich.

    Dazu müssen Ua und -Ug konstant im Arbeitsbereich eingestellt sein.

    Dann wird in kleinen Stufen, ab ca 1V, die Heizspannung erhöht (auch kurzzeitig bis zu 30% über den empfohlenen Wert hinaus) und der Anodenstrom im selbstangefertigtem Diagramm punktweise eingezeichnet.

    Auf diese Weise stellte ich zB fest, dass meine(4) RE604 bereits ab 2,9V Heizspannung keine Änderung des Anodenstromes mehr zeigten. Danach liefen sie jahrelang mit eingestellten 3,1Volt Heizzspannung.

    Einige russische 2A3 haben sich auch schon ab 1,8V Heizung sehr stabil verhalten.

    Die meisten VAIC-Röhren dagegen zeigten überhaupt keinen keinen Sättigungseffekt.!!!???

    Grüsse

    Dietmar

    Verrätst Du uns, welche Micro zum Einsatz kam?

    Einfache Mikrophone sind bei hohen Schalldrücken ungeeignet.( machen auch selbst zuviel Klirr)

    Ich verwende daher ein B&K 1/4 Zoll Kondensator-Mikrophon Typ 4236, das Schalldrücke bis 170db aushält.

    Die abrupten Anstiege sind vermutlich in der Elektronik-Kette zu suchen, da sie nur unregelmässig auftreten....bin aber auf Fehlersuche.

    Dietmar

    Hast Du das selber gemessen ?

    ...ja.

    Eine PWT ist ein sehr langes Rohr (mit gleichem Innendurchmesser wie die Austrittsöffnung der Treibers) , das direkt am Treiber angeschlossen wird .

    Dieses belastet den Treiber gleichmässig über einen sehr grossen Frequenzbereich(je nach Länge des Rohres ca 30Hz bis über 20kHz).

    Das Messmikrophon (seitlich in der Nähe des Treibers abgedichtet montiert) registriert den echten Frequenzgang, den der Treiber kann.

    Mit dem ARTA-steps Programm zB lässt sich auch gleichzeitig der Klirr darstellen.

    Nach obigem Diagramm lässt sich zB bei 70Hz herauslesen ,dass bei 1Watt Ansteuerung der unangenehm klingende K3(rot) ca 40dB unter dem Nennpegel(gelb) liegt...was einem Klirrfaktor von 1% (= Wahrnehmungsgrenze) entspricht.

    ...sagt mir, dass der Axi auch extrem grosse Hörner bedienen kann.

    Dietmar

    Viele sagen sogar, dass die oberste Oktave keine breite Abstrahlung mehr benötigt.

    Es gibt aber auch Viele ( u.A. auch Hiraga) , die breitstrahlende Hochtöner zusätzlich nach hinten abstrahlen lassen.

    Ich bevorzuge den Mittelweg: gleiche, breite Abstrahlkarakteristik wie im Mitteton-

    bereich.

    ! Alles was stark bündelt, hat mehr Dynamik als der Rest,und lässt die Schallquelle näher zum Hörer rücken.

    Dadurch vergrössert sich die Tiefenstaffelung unnatürlich.

    Dietmar

    wie ist ein wave guide definiert ?

    ... es bedeutet eigentlich nur, dass es sich um eine überwiegend konische Schallführung handelt.

    Während ein reines Expohorn eine Schallverstärkung von ca 6db hat, wird bei Waveguides ,mit Verstärkungsverlust !, dem frequenzabhängig konstanten Ausbreitungswinkel Priorität

    gegeben.

    Dietmar

    Du sagst , die beiden grossen Hörner sind nur Wave Guides

    Da muss man differenzieren:

    Das Jbl 2360a hat bis zum Diffraktionsspalt eine Expofunktion, dagegen ist der folgende "Arschbakenteil" überwiegend konischer Natur.

    Das 9040 hat ,(was ich aus Bieldern lesen kann) insgesamt mehr Expoverteilung und nur konische Abschnitte.

    Dietmar

    wie muss denn ein Horn gestaltet sein , damit ich weniger korrigieren muss und es trotzdem breit abstrahlt ?

    oder geht das technisch überhaupt nicht ?

    Grüsse Volker

    .....doch das geht, Volker.

    Die Pioniere aus den 30igern haben es vorgemacht:

    Durch räumlich enges Parallelschalten mehrerer Expohörner sinkt die untere Grenzfrequenz.

    Daraus wurden die Multizellularhörner, die ohne Korrektur auskommen.

    Für Heimbetrieb ist zB das ALTEC 1505 herforragend geeignet, das mit diversen 1,4" Treibern harmoniert.

    Dietmar

    ... richtig.

    Die hohen, höher energetischen, Töne lösen sich schon weit im Inneren der klassischen Expo -Hornkontur , da sie nicht mehr der Kontur folgen können.

    Sie bilden nach dem Austritt eine schlanke Hochtonkeule die am Hörplatz genauso laut ist wie tiefere Töne....(man könnte also die Hälfte des Horns absägen ohne dass sich die Hochtonkeule verändern würde)

    Weniger energetische, tiefere Töne lösen sich erst später ( also weiter aussen, dort wo der Winkel grösser ist ) von der Hornkontur und bilden eine breitere Keule

    .... bis zur tiefsten Frequenz , bei der die Keule fast zu einer Kugel wird.

    Nun stelle dir vor, du könntest die schlanke Hochtonkeule (ist ja etwa ein Oval, ) auf halbem Wege auseinanderziehen, dann würde sie bei etwa gleichbleibender Fläche (bzw Volumen) ja kürzer werden....was widerum weniger Lautstärke am Hörplatz entspricht!

    Dieser "Trick" wird bei Waveguides verwertet.

    .... muss aber durch Lautstärkekorrektur kompensiert werden.

    Grüsse

    Dietmar

    Leider konnte ich der Bitte von Dietmar nicht nachkommen, die Messkurven mit einer Scalierung von 5dB darzustellen.

    ... kein Problem, Rolf.

    Der stetige Abfall oberhalb von ca 600Hz ist zT der Wave Guide Konstruktion beider Hörner,- aber auch dem Abfall des AXI Treibers, der in der Publikation offensichtlich an einem Expohorn auf Achse dargestellt wird, geschuldet.

    Leider typisch: je grösser der Öffnungswinkel eines Horns ...um so mehr muss korrigiert werden.

    Grüsse

    Dietmar

    aber dann gibt es ja wieder einen Übergabepunkt im 300 bis 3k Bereich, der eigentlich vermieden werden sollte?

    ... was zugegeben, bei niederohmigen Weichen ohne Messequipment und dazugehörigem Wissen, mit komplexen Berechnungen einhergeht.

    ...führt aber mit Hilfe von DSP-Weichen deutlich schneller zum Erfolg.

    Keine Angst vor Trennung mitten im sog. "wichtigen" Frequenzbereich.

    .... genaugenommen sind nämlich alle Frquenzbereiche "wichtig".

    Kann man die "Sahne Stücke" zweier Treiber (ruhiger Frequenzgang und wenig gemessener Klirr - K2, K3 unter1% bei ca 90dbA-) aneinander setzten , so ergibt sich automatisch die zu akzeptierende Übergangs- Weichen -Frequenz.

    Dietmar

    Der Treiber ist komplett am Computer entstanden. Ebenso die aufwendige Membran.

    .... dafür bekommt man einen exzellenten Kopressions-Tief- Mitteltöner zum akzeptablen Preis.

    Seinen Hochtonbereich habe ich klanglich noch nicht beurteilen können.

    Wenn dir jemand das Holzhorn mit Hilfe einer PC-gesteuerten Fräse herstellen kann, so würde ich das auf jedenfall vorziehen (Massivholz-Eigendämfung ist klanglich unschlagbar)

    Ein 3D- Druck Einzelstück ist aber für Messzwecke durchaus sinnvoll.

    (Mein Mitteltöner ist zwar auch ein "ELysio"-3D-Druck, jedoch aufwändig mit vielen sandgefüllten Kammern bedämpft.

    Dietmar

    Wenn Du in diesem Raum das Thema Schneckenhorn in Frage stellst, ist Dir Gegenwind gewiss.

    ....glaube ich nicht.

    Bernds Horn ist , soweit ich das aus Post 5482 entnehme, durchaus mit grossen Schneckenhörnern kombinierbar.

    Das Interesse an einer gut klingenden breitbandigen Mittel- Hochtoneinheit ist durchaus vorhanden und der Bau desselben sollte von Bernd hier vorangetrieben werden.

    Allerdings müsste ein Pflichtenheft von ihm selbst erstellt werden , da die unterschlichen

    Vorstellungen der Mitleser eine endlose Diskussion auslösen dürfte.

    Simulationen sind eine wichtige Sache,... doch bin ich auf erste Messungen gespannt.

    Meine Frage : wird in Holz gebaut oder wird es ein 3D Druck?

    Grüsse

    Dietmar

    Von hier scheint ja kein Input mehr zu kommen.

    Hallo Bernd

    ...könnte es daran liegen, dass du fast militant eine Kombination aus Expo- und Waveguide ausschliesst ?, ...und damit keinen Platz für weitergehende Diskussionen zulässt ? .

    Perfekte Hornladung und breite Abstrahlung für den Heimbereich ist fast unmöglich (ausgenommen Multizellularhörner).

    Also müssen ausgeklügelte Kompromisse her.

    Die Entwickler von Studiomonitoren haben das mit Erfolg vorgemacht, ohne das Rad neu erfinden zu müssen.

    Grüsse

    Dietmar