Posts by Dietmar

    Was sagt die Membranaufhängung dazu ?

    Hallo Jürgen.

    Die kleine Atlas 50mm! (=2") Membran hat eine gewellte ,fast 10mm breite, hochbelastbare, phenolharzverklebte Gewebesicke wie ein Basslautsprecher, und lässt sich +- 0,8mm! auslenken.

    Das Problem ist, dass es auf dem Markt keine ähnlichen Treiber mit 4" Membranen gibt.

    Fast alle mit 4" angetriebenen Treiber (mit 2" Anschluss) haben eine zu schmale und wenig flexible Sicke, die nur ca 0,1mm Hub zulässt.

    Bei 100Hz mussMembranhub und G r 12 16.47.gif die Membran nämlich mehr als den 10fachen Hub gegenüber 1000Hz machen.

    Dietmar

    So müssen meine Tieftöner irgendwann nur noch bis 250 Hz hochlaufen.


    Ein Horn-Mitteltontreiber sollte daher den Bereich von 200Hz bis ca 4000Hz bedienen können .

    Leider baut die PA-Industrie sowas nicht mehr .

    Da kommen eigentlich nur noch ältere Konstruktionen wie Vitavox S2 und GP1, Altec 288 mit vergrösserter Rückkammer oder WE555(Kopien) in Frage .

    Für Heimbetrieb funktioniert auch der 3/4 Zoll Klipsch K55V (=Atlas PD5V)

    ausreichend gut.

    Den habe ich mir "zur Brust "genommen und ziemlich aufwändig modifiziert: Frequenzgang jetzt.:

    Christophs K55 Jul. 05 10.18.jpg

    .

    Nach Umbau mit innenliegendem Neodym Magnet;;

    DSCN0820.JPG


    Hier die Klirrwerte bei1Watt(= 107db) Christophs K55 Jul. 0 5 10.28.jpg


    Ein stärkerer Magnet in Verbindung mit einem Rückammervolumen erweitert die Bandbreite beträchtlich .


    Grüsse Dietmar

    Also TAD gibt 800 als unterste Grenze an.

    Das ist für eine Hochtöner auch schon extrem.

    Das ist richtig, Detlef.

    TAD bezeiht diese Angabe auf ca 10Watt.

    Der 2001 kann jedoch deutlich tiefer, alledings bei weniger Leistung.

    Bei Zimmerlautstärke sind sogar 200Hz bei Klirr unter 1%. möglich.

    Dazu braucht man jedoch ein grosses Horn, welches den Treiber( bei 200Hz) auch akustisch belastet......ist jedoch gefährlich und nicht empfehlenswert, da bei grösserer Lautstärke oder einen zufälligen Impuls die extrem teure Membran zerstört werden kann.


    Im übrigen teile ich deine Meinung.:

    Ein guter Kompresionstreiber hat , solange er in seinem optimalen Bereich betrieben wird, keinen Eigenklang.

    Der Klang wird überwiegend durch das Abstrahlverhalten des Horns bestimmt..

    Grüsse Dietmar

    .... natürlich Letzteres, Tom.

    Die meisten schnellen 15" Pappen machen bekanntlich oberhalb von ca 500Hz, bedingt durch ihr Gewicht und Flexibilität, bereits Partialschwingungen, die die Klangfarben durch Phasenverschiebungen verfälschen.

    Das mag in vielen Fällen schöner klingen...."richtiger" aber nicht.


    Dietmar


    PS:... nicht zu vernachlässigen:15"Bässe bündeln oberhalb von 1000Hz beachtlich!!!

    Ja Tom ....ist eine wichtige und grosse Lücke.

    ... die Häufigkeit widerkehrender Schallinformationen spielen sich überwiegend zwischen ca 250 und 2000 hz ab.

    Dietmar

    Hallo Dietmar,


    das verstehe ich nicht: m.W. ist ein Chassis mit der Bezeichnung 802D kein Koax-Chassis, sondern ein Hochton-Horntreiber

    .... Entschuldigung ... meinte natürlich ALTEC 602d.

    Dietmar

    Nur ein Vorschag:

    Das Altec Duplex 15" Chassis 802d besitzt einen sehr fein klingenden Hochtöner mit ausreichend weitem Abstrahlverhalten- ist jedoch erst ab 3000Hz einsetzbar.

    Der wirklich gute (ehemals 803) Bass quält sich also mit all seinen Fehlern bis 3000Hz hinauf.

    Daher schreit dieses Chasssis förmlich nach einem Mitteltonhorn, das zB von 500 Hz bis 3000Hz darüber gesetzt wird .

    Wird diese Kombination nun in eine VOTT eingebaut, so hätte man den Riesenvorteil , dass sich alle Membranen auf "gleicher Höhe" befinden , und damit keine Zeikorrektur benötigen.

    ... ideal für "Passivweichenfans".!!!:thumbup:

    Grüsse Dietmar

    weniger Richtwirkung müsste doch mehr Reflexionen und damit durch Überlagerungen auch wieder Phasenprobleme und Auslöschungen bewirken?

    Das sehe ich auch so, Joachim

    Daher kann ich die Aussage aus og. Forum nicht nachvollziehen.

    Die Wellenlänge bei 200Hz entspricht ja 1,7m.´, was heisst ,dass sich signifikante Klangänderungen im 10cm-"Verschiebereich"-Bereich mechanisch korrigieren lassen.

    Ganz anders sieht es bei 2000Hz (=Wellenlänge 17cm) aus..., da reicht schon das leichte Drehen des Kopfes um Auslöschungen (durch Phasenverschiebung !) wahrzunehmen.

    Hallo Balázs,


    Umso mehr die Richtwirkung nach vorne geht, umso direkter und dynamischer ist es am Hörplatz. Ausserhalb davon wird es natürlich nicht mehr so gut sein.


    Gruss, Michael

    .... deshalb sollte ein Horn in seinem Übertragungsbereich für einen natürlichen Klang mit einem möglichst gleichem Öffnungswinkel abstrahlen...(.und das kann ein Altec1505 zB, im optimalen Frequenzbereich von ca 800Hz bis ca 4000Hz, auch im Heimbetrieb, hervorragend ).

    Ist das nicht der Fall (zB klassisches Expo-Rundhorn),so wird der stärker bündelnde Anteil zwar die Dynamik (wegen fehlender Reflexionen) erhöhen ,aber gleichzeitig das Klangbild in der Tiefenstaffellung stören !.

    ..was daran liegt ,dass wir den Klang des bündelnden Anteils als "näher zum Hörplatz gerückt" empfinden.

    Daher sollte auch der angekoppelte Höchtöner die gleiche, gleichmässige Abstrahlkarakteristik wie der des Mitteltöners haben.

    Dietmar

    PS: der Altec 1505 beginnt oberhalb von ca 3000 Hz bis 4000 Hz zu "fingern.( dazu aber )passender Hochtöner: kleine JBL "Arschbacke" 2405)

    Wenn der Lautstärkeunterschied so gross ist wie Horst anfänglich beschrieben hat , liegt ein anderer Fehler als nur ungenügender Potigleichlauf vor.

    Wird sich doch ein "Röhrenverstärkerreparateur" (wie zB. Axel Kriegel alias AxelK ), in der Nähe finden !!!.:whistling:

    Wenn nicht, würde ich mich (für 'ne Flasche Whisky) des Problems (incl Totalcheck) annehmen.

    Dietmar

    Die Menge an benötigter akustischer Energie für die Beschallung des Hörplatzes ist bei Hornsystemen eher geringer als bei Kalotten- oder Pappensystemen.

    Verantwortlich dafür ist die Richtwirkung des Horns, welches (richtig eingesetzt ) weniger Reflexionen verursacht.

    Die meisten Hornsysteme kranken aber an mangelnder Richtwirkung im Mittel-Tieftonbereich, wodurch es gegenüber dem Hochtonbereich zum typischen "Aufdicken" kommt, was aber gerne mit "Wärme" entschuldigt wird.

    Um Richtwirkung im Tieftonbereich zu erreichen bedarf es aber nun riesiger Hornaustrittsöffnungen.

    -Wohl dem der den Platz dafür hat.-

    Bedenkt man, dass unser Gehirn mit ca 300Hz!!! die im Zeitfenster am häufigsten auftretende Energie (über viel unterschiedliches Musikmaterial gemittelt = akkumuliert), bombardiert wird ,wird klar ,dass diesem Bereich besondere Aufmeksamkeit gewidmet werden sollte.

    Das muss schon 1930 den Western Electric Entwicklern klar geworden sein , die mit dem Bau der WE12a, 13a, 16a und 19a dieser Forderung erfolgreich nachkamen.

    Fazit , für mich jedenfalls: In unseren Hörräumen ist Richtwirkung im Tieftonbereich wichtiger als im Hochtonbereich!

    Dietmar

    Spricht etwas dagegen, die Biegung des Horns nach hinten bei 90 Grad enden zu lassen und von da an „gerade“ weiter zu laufen? Das macht den Bau doch etwas leichter oder?


    Christian

    .. ist ohneweiteres möglich, solange die Steigungsöffnung der e-Funktion folgt.

    Grüsse Dietmar

    Alex hat es schon angedeuted: ...für höhere Ansprüche krankt der Koax an Qualität im Mitteltonbereich.

    Es ist ein Unding ein 38cm Basschassis über 1000Hz laufen zu lassen. (Aufbrechen in Partialschwingungen, Bündelungseffekte)

    Zudem wird der Hochtöner unterhalb von ca 3 kHz zum Rundstrahler=O.

    Bevor mit einem Superhochtöner, was im Gesamtklangbild nur wenig bringt, experimentiert wird, brächte der Einsatz eines so wichtigen Mitteltöners die garantierte Klangverbesserung

    Dietmar

    Die meisten Subwofer, egal welches Bauprinzip , die nur max. zwei Oktaven (ob mit oder ohne eingebauten Verstärkern) übertragen müssen, sind eigentlich gut geeignet.

    Hier scheint aber grunsätzlich ignoriert zu werden , dass der Tieftonklang zu ca.90% durch die Dimensionen des Hörraums bestimmt wird.

    Ein klassisches Wohnzimmer hat praktisch keinerlei Absorber für tiefe Frequenzen.

    In Abhängigkeit von Raummodenfrequenzen und Reflexionen wird sich ein auffallend starkes Nachschwingverhalten einstellen, und den Klang regelrecht "versumpfen".

    ....so bin ich zB.mit der (meiner) Tieftonlösung: 10% des Geldes für den Subwoofer und 90 % für Tieftonabsorber zu investieren, hochzufrieden.

    Dietmar