Posts by KonstantinT


    Schon wieder ich!
    Rein zufällig habe ich meinen L75 mit ganz heraudgedrehten und abgenommenen Motor-Transportsicherungsschrauben eingeschaltet. Das lästige Brummen ist verschwunden! Somit gebe ich Jürgen Recht. Ich werde die Sicherungsschrauben erst wieder hineindrehen, wenn ich das Gerät tatsächlich transportieren muss.
    Tschüss und frohe Weihnachten!


    Hallo, Werner!
    Ich habe mich auch mal für diese speziellen Grados interessiert. Ich hörte damals stereo mit dem Prestige Silver und hatte kein auswechselbares Headshell. Ich habe (vor ca. 2 Jahren?) bei PhonoPhono gefragt, ob ein häufiger Wechsel der Grado-Nadeleinschübe problemlos ist. Die Antwort lautete, er könne schaden, weil die Einschübe mit einer Art Dichtmasse oder Dämpfungsmasse (ich kann mich nicht recht erinnern was) versehen seien, die in dem Fall beschädigt würde.
    Viel Spaß beim experimentieren und (obwohl oft der Weg das Ziel ist) beim Musik Hören!
    Konstantin

    Hallo, ihr Lencer!
    Ich habe ebenfalls ein Problem mit der Tonarmhöhe. Ich habe kürzlich meinem L75 einen Ortofon S212-Arm spendiert. Der Arm ist so tief wie möglich eingestellt und trotzdem viel zu hoch. Die Tonarmbasis (Eigenbau) ragt oben 8 mm aus dem Laufwerksblech heraus. Sie völlig unters Blech befestigen will ich nicht, weil ich den Tonabnehmer oft wechsle und die Höhenverstellung dann das Anheben des Chassis aus der Zarge erfordern würde.
    Muss ich Distanzplatten zwischen Headshell und Tonabnehmer legen? Oder gibt es eine andere Lösung? Ich erwäge, mit Hilfe einer Hülse zwischen Plattenteller und Achse den Teller höher zu legen oder gar (nach einer Bearbeitung des Lagerflansches) das Tellerlager von ober auf das Cghassisblech zu befestigen. Was haltet ihr davon?
    Ich bin für jeden Ratschlag dankbar und werde über weitere Schritte berichten.
    Konstantin


    Hallo, Jens und Achim. Ich schließe mich der Meinung an, dass nicht oder nicht nur der Plattenteller für das Sirren verantwortlich ist. Ich hatte die Gelegenheit, den selben (nicht bloß den gleichen) Motor im L75 und im B55 zu vergleichen. Im B55 hat er heller und deutlicher vernehmlich geklungen, egal ob der Plattenteller drauf war oder nicht. Bestimmt dämpft der schwere L75-Teller zusätzlich (der B55 hat einen gepressten Stahlblechteller). Ich bin der Meinung, das Chassis des Plattenspielers spielt eine große Rolle. Das vom L75 scheint aus dickerem Blech zu bestehen als das B55 und wird zusätzlich durch die Mulde für den teils versenkten Plattenteller versteift, während das des B55 eben und deshalb schwingungsfreudiger ist.
    Ich habe jeweils mit mehreren Stellungen der Transportsicherungsschrauben experimentiert, was in meinen Ohren keine nennenswerte Veränderung ergab.
    Viel Glück bei der Optinierung!
    Wäre alles von vornherein perfekt, wäre es uns langweilig.
    Konstantin

    Hallo,
    Ich habe mal pdf-Dateien über Akito und Ekos runtergeladen. Sie enthalten aber keine Angaben diesbezüglich, dafür die Aufforderung, für weitere Informationen die "Freephone" 0800 888 909 zu wählen.
    Hoffentlich ist ihre Auskunftfreude nicht schottisch sparsam. Viel Erfolg!


    Grüß Gott, Tom!
    Nicht nur für die "alten" Thorensdreher sind Goldringe gut genug! Sie sind sogar auf vielen sauteuren Transrotor zu finden.
    Manche gönnen den Thorens-Spielern nur billigere Systeme wie AT95.
    Konstantin


    Hallo, Thomas!
    Ich habe bis vor einem halben Jahr das Grado Prestige Silver (sagen wir ein weniger streng selektierter Bruder des Gold), allerdings an einem 17g schweren Arm, den TP90 mit RDC-Headshell auf dem TD 320 MkII. Ich denke, dass es am leichteren TP16 besser aufgehoben ist.
    Irgendwann hat das Grado bei mir Konkurrenz bekommen, ein Goldring 1022GX, dass ich später durch Nadeltausch zum 1042 aufrüsten will (1006, 1012, 1022 und 1042 unetrscheiden sich nur durch die Nadel). Ich habe das Goldring auf ein zweites RDC- Headshell montiert und wollte es mit seinem Gyger-Schliff dort einsetzen, wo das zurückhaltende, freundliche, "sahnige" Grado mit seiner elliptischen Nadel zu wenig Auflösung und Glanz bot. In "Stereoplay wurde das 1022GX als "Sehr schnelles System" bezeichnet. Eigentlich bin ich kein Auflösungs- sondern Schmelz-Fanatiker, also prädestinierter Grado-Liebhaber- denkste!
    Nach einigen Monaten häufigen Vergleichs mit Klassik, Rock und Balladen habe ich gemerkt, dass das Goldring - zumindest in meinen Ohren und in meiner Anlage (NAD 3240PE, Tannoy MX1 und Sennheiser HD 535) - mindestens genauso angenehm und entspannt klingt wie das Grado, auch über das später hinzugekommene durchgehende Silber-Tonarmkabel.
    Ich habe das Grado samt RDC-HS verkauft. Das Goldring habe ich in mein Lenco übernommen. Seinetwegen steige ich sogar auf einen leichteren Arm um. (Der Lenco-Arm hat ca. 25g, das Goldring wiegt 6,3g und hat eine Nadelnachgiebigkeit von 20µm/mN, was eine zu niedrige Resonanzfrequenz von ca. 6 Hz ergibt.)
    Allerdings möchte ich zwei praktische Vorteile des Grado gegenüber dem Goldring nicht verschweigen:
    Durch die eckige, geradlinige Gehäuseform ist sowohl das Einfädeln der Schrauben als auch das Ausrichten des Systems viel einfacher als beim Goldring mit seinem nach unter dickeren bauchigen Gehäuse.
    Außerdem ist das Grado als Moving-Iron-System (wird auch am MM-Eingang betrieben) angeblich unempfindlich gegenüber einer zu hoher Kapazität mit der viele MM-Eingänge "gesegnet" sind. Das gilt übrigens auch für die High-Output-MCs wie Denon DL 160, Goldring Eroica HighOutput, Benz Ace H (um nur einige wenige zu nennen).


    Das ist mein persönlicher Höreindruck. Andere Ohren hören über andere Anlagen bestimmt anders. Viel Spaß bei der Qual der Wahl!

    Danke für die schnelle Kettenreaktion! Ich habe es schon vor meiner Anfrage mit einer Rohrzange versucht. Für die Hammermethode oder das Brennschneiden muss ich das Subchassis ausbauen. Klasse!
    Bender, wenn ich nicht Thorensianers Vorschlag (Abtrennen eines Teils des Subchassis´) folge und wenn das Laufwerk die anderen Versuche überlebt, trete ich dir den armamputierten Telefunken ab.
    Morgen geht´s weiter mit de Bastelei.

    Wie thorupp schon geschrieben hat, muss das Lager desto härter bzw. verschleißfester sein, je schwerer der Teller ist.
    Warum aber gerade im Zusammenhang mit einem - leichten - Acrylteller der Hartmetall-Lagerspiegel vorteilhaft ist, wie es in Ottos Frage wiedergeben wird, könnte ich mir nur anhand - vielleicht übertriebener - Vermutungen erklären, nur aus theoretischer Sicht, ohne eigene praktische Erfahrung.
    Je härter die Lagerteile sind, desto weniger Schwingungen schlucken sie in der Regel von sich aus. In Verbindung mit einem ebenfalls relativ harten Metallteller, würde es evtl. zu stark "klingeln". Ein eher dämpfender Acrylteller hätte mit einem Lager aus weniger harten Materialien andererseits eine übermäßige Dämpfung und ein "totes" Klangbild zur Folge.
    Wie gesagt, das ist nur eine Vermutung.
    Natürlich geht probieren über studieren. Es kostet aber auch Zeit und Geld und erfordert ein unbestechliches akustisches Gedächtnis. Denn wer kann gleichzeitig zwei gleiche gute Laufwerke mit gleichen guten Armen und Abtastern betreiben, die sich nur im Lagerspiegel oder im Tellermaterial unterscheiden?

    Hallo, liebe erfahrene Chirurgen!
    Ich habe kürzlich bei eBay einen Telefunken S500-Plattenspieler für 53 Euro ersteigert, mit dem Ziel, den oft geschätzten Ortofon-Arm herauszuoperieren und auf meinen Lenco L75 zu transplantieren.
    Ich habe den Tonarm herausnehmen können, indem ich die zwei Klemmschrauben an der Basis gelöst habe, die auch der Höhenverstellung dienen. Die Basis selbst (Hülse mit 20mm Innendurchmesser) scheint jedoch mit dem Subchassis-Blech an seiner Unterseite fest verbunden zu sein. Am oberen Ende gibt es eine Art gezahnten Ring, sehr dünn, mit meinem Werkzeug kaum greifbar.
    Habe ich Chancen, die Hülse zerstörungsfrei herauszubekommen, oder höchstens den besagten Ring zu opfern?
    Oder sollte ich lieber die Tonarmbasis mit dem Laufwerk weiterverkaufen und eine neue Basis drehen (lassen)? Wäre es im letzten Fall sinnvoll, Aluminium zu verwenden?
    Ich bin Euch dankbar für jeden Hinweis. (Außer solchen, den Ortofon- Arm am Telefunken zu lassen und zu nutzen oder den Lenco-Arm am L75 zu verwenden. Gegenargumente: Der Lenco-Arm ist verkauft, ich habe einige Schellackplatten und einige SME-kompatible Headshells.)

    Alles klar! Danke, Erik! Es ist ja klar, das kein Abtaster, egal ob der billige Oyster oder ein viel teurerer eine eierlegende Wollmilchsau sein kann.
    Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass es für das Shure M91 einen Nadeleinschub für Schellackplatten gab (N91-3) mit sphärischem Schliff (64 Mikrometer). Hoffentlich bekomme ich den.
    Gruß
    Konstantin

    Hallo, allerseits!
    Ich habe kürzlich einen Ortofon S212-Arm auf einem Telefunken-Dreher ersteigert. Montiert ist ein Shure M91ED. Über Vinylengine habe ich fast alle sonstige Daten außer der Nadelnachgiebigkeit erfahren. Weiß jemand wie hoch sie ist?
    Neben meinem Goldring 1022GX möchte ich einen Tonabnehmer für alte und abgenutzte Platten kaufen, der ab und zu auch eine 78er Scheibe verträgt (der o.g. Ortofon-Arm kommt bald auf meinen Lenco L75). Ursprünglich wollte ich dem Goldring eine Zweitnadel für Schellacks verpassen (über Mr. Stylus, 89 Euro). Da ich zu meinem neuen Arm Wechselköpfe wie Sand am Meer finden kann, denke ich jetzt eher an einen kompletten Zweit-Tonabnehmer. An irgendeiner Stelle habe ich gelesen, der Sumiko Oyster (ca. 60 Euro) sei mit seiner sphärischen Nadel auch für Schellacks geeignet. Hat jemand Erfahrungen damit?
    Danke im Voraus!

    Ich bin der Meinung, eine magnetische Antiskating-Einrichtung könne nicht wirklich ganz auf null gestellt werden, da der Spalt zwischen den Magneten dafür unpraktisch groß sein müsste.
    Vielleicht wirkt also ein Hauch Anziehungskraft auch bei der Null-(oder Minus-) Stellung, die den Tonarm nach außen zieht, wenn sein Horizontallager leichtgängig ist (sollte ja sein, oder?).
    Ganz genau kann man die AS-Kraft sowieso selten einstellen. Außer von der Auflagekraft hängt sie auch vom Nadelschliff, von Nass- oder Trockenabspielen, von der augenblicklichen Lage der Nadel auf der Platte (Abstand vom Drehpunkt), Drehzahl, bestimmt auch vom Plattenmaterial ab.
    Wenn ich an meinen TP90 (Thorens TD 320MkII) denke, dessen Einstellschieber erst durch eine Drehbewegung gelöst, dann entlang einer nicht mal 2cm langen Skala bewegt und dann wieder durch Drehen arretiert werden müsste!

    Quote

    Original von Pink Panther
    Hallo Leute ! Ich möchte erstmal klarstellen dass die Rega Arme nicht schlecht sind. Ich habe zwei Plattenspieler mit Rega Arm und bin sehr zufrieden. Die Kombi Lenco/Rega ist genial. Der Rega ist im Preis günstig als Neuware. Er passt gut auf mein Lenco. Minimale Abweichungen Tonarm-Tellerachse sind kein Problem sowie die fehlende Höhenverstellung. Es kommt darauf an welches System eingebaut wird. Ein Rega System passt wegen der geringen Bauhöhe nicht zum flachen Lenco Teller. Besser sind Goldring , Vinylmaster oder die OMB Serie. Durch verschieden dicke Tellerauflagen kann man noch experimentieren. Es müssen nicht immer die teuren Arme sein. Der TA macht die Musik. MfG Uwe


    Hey! Ich habe nicht behauptet, Rega-Arme seien schlecht, sondern, viele Forumsmitglieder würden abraten, weil Regas nach der Meinung dieser Mitglieder schlecht seien.


    Die fehlende Möglichkeit zur Tonarmhöheneinstellung kann man tatsächlich durch verschiedene Telelrauflagen ausgleichen, aber nicht stufenlos. Ich habe ein Goldring 1022GX, das mit dem baldigen Nadeltausch zum 1042 wird, von dem berichtet wird, es reagiere sehr empfindlich auf Tonarmhöhenänderungen.


    Der Tonabnehmer macht die Musik, klar! Der Tonarm müsste im Idealfall sang- und klanglos sein! Ich "bescheide" mich vorläufig mit dem Original-Lenco-Arm. Thorens-Tonarme sind bestimmt billiger als Regas, ein Linn Akito vielleicht auch. Ich habe sie nur wegen des Montageabstands genannt.


    Konstantin
    Kein Rega-Hasser oder Linn-Freund oder sonstwas.
    Ob blond oder braun, ich liebe alle Frau´n.
    Ob Thorens, Rega, Lenco oder Linn,
    alles was Musik macht, macht Sinn!

    Der Abstand der vertikalen Tonarm-Achse zur Plattenteller-Achse beträgt beim Lenco 210mm, beim Rega 222mm, wenn ich mich nicht irre. Deswegen ist schon etwas Nacharbeit nötig. Ich habe jedoch keine Erfahrung damit.


    Das Fehlen einer Möglichkeit zur Höheneinstellung des Rega-Arms ist einzigartig. Darüber hinaus gibt es viele Forumsmitglieder, die Dir vom Rega-Arm abraten würden, nicht wegen der unterschiedlichen Abmessungen, sondern weil er schlecht sei.


    Ich kann nichts dazu sagen. Es gibt aber andere Arme, deren Montage-Abstand zum Lenco passt, z.B. Thorens TP50, TP90, Linn (Basik, Akito, Ittok...), Vivid one (Jelco).

    Was SIngle!Ended? vorschlägt, nämlich Außen- von Innenteler durch eine dämpfende Schicht zu trennen, finde ich eine gute Idee. Jedenfalls besser als mit Metall-Außenteller auf Metall-Innenteller für ein überdeutlich klingelndes System zu sorgen und dann verzweifelt nach einer dämpfenden Abhilfe zu suchen. Ich habe selber zwei Thorense mit Metall-Innenteller gehabt, bin aber der Meinung, dass der Kunststoff -Innenteller (gleiche Maßhaltigkeit vorausgesetzt), dem guten Klang eher förderlich ist. Und jetzt sage ich "tschüss", damit ich nicht gesteinigt werde!

    be.audiophil meint, Rega-Arme funktionieren nur dann gut, wenn sie schon im Neuzustand getunt werden. Es ist tatsächlich bemerkenswert, wie viele Plattenspieler-Hersteller einen Rega-Arm getunt und sogar unter eigenem Namen anbieten. Spricht es für eine schlechte Ausgangsqualität, die ein Tuning erforderlich macht, oder für eine gute Grundsubstanz, die ein Tuning sinnvoll macht? Ein Nobel-Händler in Heidelberg meinte, eine Neuverkabelung des TP90 rentiere sich nicht.


    Ich bin kein Markenhasser, auch kein Fanatiker. Hörte früher mit Thorens (mit serienmäßigen Armen), jetzt mit Lenco L75 (ebenso mit Serienarm), ohne dass ich mit Thorens gebrochen hätte. Hauptsache, eine Marke ist keine Verräterin an der analogen Sache!


    Ich denke darüber, an meinem Lenco L75 den serienmäßigen Arm auszutauschen, auch wegen seiner hohen Masse, die zu meinem geliebten Goldring MM nicht passt. Thorens TP90 oder TP50 wären eine überlegenswerte Alternative, einerseits wegen des mit Lenco gleichen Montageabstandes, andererseits wegen der auswechselbaren Headshell.


    Und hier verbirgt sich innerhalb meiner Antwort eine Frage: Zu einem Tonabnehmer hoher Nadelnachgiebigkeit (wie Goldring) passt massemäßig (nach der Formel für die Resonanzfrequenz) eher der TP50 mit seinen 14g. Sollte man trotzdem den TP90 wählen und eine ungünstigere Resonanzfrequenz in Kauf nehmen?


    Mit fast der gleichen Masse wie der TP90 und in einem ähnlichen Platz in der Thorens-Rangordnung, würde der TP16 (Mk I ) optisch eher zu einem alten Laufwerk passen. Außerdem werden oft passende Headshells angeboten. Hat jemand TP16 und TP90 direkt verglichen? Ich hatte früher den TD160 mit TP16 und Elac 796H24, danach den TD320MkII mit TP90 und Ortofon MC3 Turbo, später Grado Prestige Silver und anschließend Goldring G1022GX. Allerdings waren nicht beide Thorense zur gleichen Zeit in Betrieb. Beim 320er kam mir der Bass viel kräftiger und straffer vor, was vielleicht am Tonabnehmer lag.


    Mit der Hoffnung, dass meine Frage zum Thema passt, wünsche ich einen schönen Sommer mit gutem Wetter, so dass man aus dem Haus gehen kann und nicht immer nur Musik hört... äh, Quatsch, verzeiht mir...damit wir nach einem schönen Nachmittag am Baggersee oder nach einer Urlaubsreise noch mehr Sehnsucht nach unseren Platten haben!

    Ich habe nie einen Shure-Tonabnehmer gehabt, aber schon etliche, von den Nachgiebigkeits- und Massenwerten her "unpassende" Kombinationen gesehen, auch in Testzeitschriften. Im Tonabnehmertest im LP-Magazin 2/2005 sind z.B. einige Tonabnehmer niedriger Nachgiebigkeit (Denon DL 103 u.a.) am leichten Rega-Arm abgebildet. Ich nehme an, dass dies die Testkombination war.
    An meinen - inzwischen nicht mehr meinen - TD 320 MkII mit besagtem TP 90-Arm habe ich einen Grado Prestige Silver und später einen Goldring 1022GX montiert, beides ziemlich "weich" aufgehängt. Mit den 17g des Arms ergibt sich eine Resonanzfrequenz von ca. 7,5 Hz, also knapp unter dem empfohlenen Bereich von 8...12 Hz.
    Den Goldring habe ich immer noch, er hängt jetzt am Original-Tonarm meines Lenco L 75. Wenn der Lenco-Arm tatsächlich eine effektive Masse von 25 g hat, liegt die Resonanz bei verdächtig niedrigen 6,4 Hz. Der Bass ist geringfügig kräftiger als am Thorens.
    Obwohl ich viele verwellte Schallplatten habe, die ich ohne Plattenklemme oder Ansaugvorrichtung zum gerade biegen abspiele, bin ich - noch? - vom befürchteten Aufschaukeln oder Aufsetzen des Tonabnehmers verschont geblieben.
    Auch ohne Kenntnis von Schwingungsvorgängen kann man sich vorstellen, dass die Bürste des Shure die Nachgiebigkeit des Systems, wenigstens bei größeren Auslenkungen, verringert und so einige Nachteile der Kombination mit einem schweren Arm ausgleicht.