Posts by hreith

    Hi Markus,


    mit deinen beiden Messungen an 4k und 18k kommt man auf sehr unterschiedliche Werte für Ri.
    - entweder deine Messungen stimmen nicht
    - oder Ri ist sehr unlinear
    Ich halte es für sinnvoll, die Messungen nochmal zu wiederholen.

    Ich habe den FG komplett entzerrt, der Sonido lief aber erst ab den besagten ca. 300Hz. Für den Bass war ein 18Zoller oder zwei 15Zoller zuständig.
    Probleme hat der Sonido um die 400Hz, muss wohl eine Sickenreso oder sowas ähnliches sein. An der Stelle gibt es eine Senke im Pegelverlauf und einen Peak im Klirr. Bemerkbar macht sich das in meinen Ohren erst bei sehr hohen Pegeln.

    Hi Christian,


    ich habe den Sonido in der AlNiCo-Variante. Ich habe ihn in unterschiedlichen offenen Schallwänden ab ca 300Hz betrieben, die Breezer besitze ich nicht.
    Nach meinem Eindruck erzeugt er wunderschöne, feine Mitten mit eher weichen, angenehmen Höhen und einen schönen Raumeindruck. Auch auf der Seite bleibt er sehr angenehm. Die letzte Spritzigkeit in den Höhen hat er nicht, auch die Kraft im Grundton ist endlich. Fürs Grobe ist er zu fein, für den Genuss gut geeignet.
    Ich habe ihn in allen Anwendungen mit dem dsp entzerrt, ein passives Filter kam nicht zum Einsatz.
    Als Vergleichspartner hatte ich noch den enviee, den TangBand (W8-...), einen Voxativ ...

    Hi bobsi ,


    ob ALU-Gehäuse oder Holz ist ziemlich egal. Man müsste es schon speziell HF-dicht machen (inkl. der Kanten, Schlitze, dem Treiber....) damit das was ausmacht. Um die Abstrahlung zu messen habe ich bei meinen Geräten in der Regel den Deckel abgelassen weil es ziemlich egal war - und die haben keine so großen Löcher wie Lautsprechermembranen.
    Die Energie sitzt immer irgendwo auf den Leitungen - und zwar auch auf dem, was man oft als "Masse" bezeichnet. Darum ist ein LC teilweise kaum bezüglich der Abstrahlung messbar. Es wirkt nur etwas gegen Spannungsrückwirkungen. Was teilweise hilft sind Kompensationsspulen (in beiden Zuleitungen) da sie dafür sorgen, dass die Energie eher auf der Leitung bleibt und weniger abgestrahlt wird. Genau das bekommst du bei sehr hohen Frequenzen mit dem Klappferriten hin. Wenn die Leitungen eher dünn sind, kann man sie auch in einer kleinen Schleife 2 mal durch den Ferrit führen um die Wirkung zu erhöhen. Oder du benutzt einen Ferritring und kannst das Kabel mehrfach durchführen.
    Generell ist es schon sehr praktisch, wenn man das messen kann. Ansonsten ist es eine elende rumprobiererei bei der man oft nur Verschlechterungen oder ein Verschieben von Problemstellen hinbekommt (statt einer Reduzierung).
    Verdrillen führt auch dazu, dass die Kabel weniger abstrahlen da sich das Feld teilweise aufhebt.
    Sofern die Module ok sind, dürften die Probleme in der Praxis er nicht oder nur kaum vorhanden sein. Es wird also extrem selten so heiß gegessen wie es gekocht wird.

    Hi bobsi ,


    es spielt prinzipiell keine Rolle ob der Amp aus China kommt oder nicht. Wenn er in der EU verkauft wird muss er CE-Konform sein. Eine Grauzone könnten Geräte sein die vom Endkunden direkt aus China importiert werden. In diesem Fall ist der Endkunde für die Einhaltung der Normen verantwortlich (es könnte ja auch ein Nachbar gestört werden).


    Die Taktrate und deren Oberwellen sind recht unkritisch weil im Verhältnis zu den Leitungslängen nicht hochfrequent genug. Um halbwegs energiereich abstrahlen zu können, muss die Wellenlänge der Frequenz in die Größenordnung der Leitungslängen kommen - davon sind die typischen paar hundert kHz weit genug weg.
    Was eher eine Rolle spielt sind parasitäte Effekte durch Anschlußinduktivitäten der Bauteile, Leiterbahnen, .... Diese haben immer irgendwo Resonanzstellen im HF-Bereich und diese werden dann im Systemtakt angeregt. Ohne genaue Kenntnis und ohne Schnüffelsonden ist man da ziemlich aufgeschmissen wenn man etwas sinnvoll suchen will.


    Im Problemfall können Klappferrite auf den Leitungen helfen. Dabei spielen unter Umständen nicht nur die LS-Kabel sondern auch die Strom und Kleinsignalkabel eine Rolle. HF findet immer ihren Weg. Macht man den einen dicht kommt sie umso stärker aus allen anderen heraus.

    Hi npn,


    wer sagt denn dass einfacher besser wäre und wie wird das begründet?


    FETs haben wie Röhren eine quadratische Kennlinie, der Ausgang folgt also dem Quadrat des Eingangs.
    Bipolare Transistoren haben eine e-Funktion.
    Beide sind folglich nicht linear, werden erst durch die Gegenkopplung halbwegs linear. Das funktioniert umso genauer, je höher die Verstärkung (ohne Gegenkopplung, open-loop) ist. Mit ausreichend hoher open-loop-Verstärkung wird die Linearität fast nur noch von den Bauteilen in der Gegenkopplung bestimmt.
    FETs haben einen positiven Temperaturkoeffizienten, werden bei hohen Temperaturen tendenziell hochohmiger. Das hilft bei der Stabilisierung des Arbeitspunktes. Bei bipolaren Trransistoren ist es genau anders rum. Wer genügend Kompromissbereitschaft hat und eine möglichst einfache Schaltung haben will, kommt darum mit einem FET eher zu seinem Ziel.

    Hi Horst,


    du kannst ja gerne die Kondensatoren tauschen. Eventuell gefällt dir das Ergebnis dann besser, eventuell auch nicht. Rein von der Technik ist das nicht vorhersagbar. Wenn ein "billiger" Kondensator den benötigten Wert besser trifft als ein teurer, dann kann es mit den "billigen" besser klingen als mit dem teuren. Unter diesen Umständen ist eine konkrete Empfehlung kaum machbar.
    Ich denke, solange du beim Austausch keine Fehlverbindungen oder Unterbrechungen einbaust, wird es auch mit anderen Kondensatoren funktionieren.

    Hi Horst,


    so ein Kondensator ist ja kein ideales Bauteil. In der GP-Weiche an die ich mich erinnern kann, sind praktisch alle Kondensatoren schon aus jeweils 2 (ein großer und ein kleiner) zusammengeschaltet. Ich denke, dass der kleine dabei vorrangig auch die Tolleranz des großen beiziehen soll damit der Gesammtwert genauer stimmt.


    Beispiel:
    - der Entwickler benötigst 100uF
    - der Entwickler benutzt einen 100uF den er ausgemessen hast und der 97uF besitzt.
    - dann schaltest er einen 3,3uF parallel und erhälst so die gewünschten 100uF
    Jetzt tauscht du die Kondensatoren gegen "bessere" aus.
    - der "bessere" 100uF hat aber 105uF
    - der "bessere" 3,3uF hat 3,5uF
    - in der Summe hast du jetzt statt der gewünschten 100uF aber 108uF


    Ahnlich kann es mit dem Verlußtwinkel und dem ESR sein. Bei sehr einfachen Weichen ist das nicht so schlimm, bei komplexen Weichen kann es zu deutlichen Verstimmungen kommen. "Besser" ist nicht der, der im Datenblatt irgendwo einen größeren oder kleineren Wert stehen hat sondern derjenige, der die Anforderung am bessten erfüllt.


    Bei den Spulen ist es ähnlich, hier weren welche mit definiertem Innenwiderstand benutzt der teilweise mit zusätzlichen Widerständen auf den gewünschten Wert gezogen wird. Wenn man die Spulen gegen "bessere" mit geringerem Innenwiderstand austauscht erzeugt das eine Verstimmung der Weichenfunktion.


    Wenn ich das Simuliere und die Kondensatorwerte um weniger als 5% verändere, dann passen gerade die Korrekturkreise um 300Hz und 7kHz nicht mehr. um 7kHz kann das mehrere dB ausmachen, der Bereich über 7kHz schwankt dadurch um mehr als 1dB, ...
    Ob es einem hinterher besser oder weniger gut gefällt ist mir jetzt egal. Wichtig ist mir, dass damit die Abstimmung deutlich verändert wird - also nicht "qualitativ" sondern "quantitativ".

    Hi Heiti,


    die DDD-Treiber sind nicht gerade billig, sollten ja mit den Kondensatoren "verbessert" werden was sicher nicht für ein paar EUR zu haben ist. Auch deine Logans sind sehr wertig. Wichtiger als ein paar EUR erscheint mir bei den Komponenten eine Weiche die gut genug ist und sich so einstellen lässt, wie es die Anwendung benötigt.
    Wenn man eine solche Ausgangsbasis wirklich verbessern will, dann sollte man schon an mehr als 100.- denken - oder das Geld lieber in ein paar nette Platten stecken.

    Hi Horst,


    stimmt, du würdest noch zwei weitere Endstufen-Kanäle benötigen.
    Wenn du anfängst an der passiven Weiche zu "optimieren", dann kann das sehr schnell ins Geld gehen. Die Weiche von GP ist nicht nur bezüglich der Bauteilwerte sondern auch der Bauteilauswahl ziemlich ausgereitzt. Harald ist diesbezüglich ziemlich gründlich, hat extrem viel Erfahrung. Ich für meinen Teil würde mir nicht zutrauen dass ich da noch etwas verbessern könnte. Verändern ja, aber verbessern ...
    Anders sieht es aus, wenn man prinzipiell bessere Vorraussetzungen schafft - und das bedeutet aktiv.


    Ich bin nicht mehr sicher wie die aktuelle Version der passiven Weiche vor dem DDD aussieht. Früher war das ein 12dB-Hochpass, dann 2 Sperrkreise, dann 3 Saugkreise. Gerade die Saug- und Sperrkreise haben teilweise eine hohe Güte um die Problemstellen des DDD genau zu treffen. Mit anderen Kondensatoren könnte es passieren, dass deren Güte zu hoch oder zu gering wird oder dass sie von der Mittenfrequenz nicht mehr genau zum DDD passen. Das ist nach meinem Eindruck nicht ohne messtechnische Unterstützung zu schaffen.

    Hi Horst,


    wenn du Bedenken bezüglich der Kondensatoren hast - dann schmeiße sie doch alle raus und betreibe den Lautsprecher aktiv.
    Der DDD hat ohne Weiche eine Senke zwischen 1kHz und 6kHz. Die passive Weiche muss also den Bereich unter 1kHz und über 6kHz wegbügeln, das macht sie recht komplex. Die einzelnen Elemente (Filter, Saug- und Sperrkreise) haben auch Wechselwirkungen untereinander. Mit einem Austausch der Kondensatoren könnten sich durchaus negative Effekte ergeben. Die ganzen Probleme treten aktiv prinzipiell nicht auf. In meinen Ohren ist der aktive DDD nicht nur um einiges dynamischer sondern auch genauer.
    Auch im Basszweig ist die passive Weiche sehr aufwändig, da ist sehr viel Kupfer vor der Schwingspule. Aktiv knackt besser.

    Ich sehe gar keinen Grund, warum man nur wegen der zusätzlichen Entzerrer-Kurven ein komplett neuen Phono-Pre bauen soll. Es gibt genug gute Phono-Entzerrer die bei den RIAA-Platten wunderbar funktionieren. Alles, was für andere Entzerrungen benötigt wird, ist eine optionale Nachbehandlung.


    [Blocked Image: http://hifiakademie.de/pics/phono/78rpm%20-%20Columbia%20(American%201925%20onward),%20FFRR,%20Victor%20(1925%20onward_some).png]



    Die Abweichungen der anderen Entzerrer-Kurven von der RIAA-Kennlinie sind meist relativ gering. Auch mit ausreichend Aussteuerungsreserve ist nicht zu befürchten, dass der Rausch- oder Klirrabstand durch die Nachentzerrung leiden wird.

    Erfunden wurde der Stecker schon 1924 - da hat noch niemand mit dem Südfrüchte-Problem der späteten DDR gerechnet.
    Seit wann der Name benutzt wird ... keine Ahnung.


    http://presse.hirschmann-car.c…nloads/presse/pm00003.pdf



    edit:


    https://en.wikipedia.org/wiki/Banana_connector
    sagt:
    "..The pin's diameter is nominally 4 millimetres (0.16 in). The pin has one or more lengthwise springs that bulge outwards slightly, giving the appearance of a banana. .."

    Hi Wellenfront,


    kommt darauf an, was man unter "2. Möglichst tiefe Wiedergabe" versteht.
    Darum ja auch die Beispiele damit der Themenstarter grob anschätzen kann, wo die Grenzen liegen.
    Ein realer 15Zoller wird natürlich nicht unendlich weich aufgehängt sein, in der Praxis wird die Einbaureso also höher liegen. Ob das dann vom Themenstarter noch als "Möglichst tiefe Wiedergabe" empfunden wird .. keine Ahnung, Zahlen würden warscheinlich helfen.

    Hi Elysio,
    ...
    2. Möglichst tiefe Wiedergabe
    3. die möglichst geringste Massenbewegung - 130gr bei 18 Zoll 70gr bei 15 Zoll
    .. mit möglichst wenig Gehäusevolumen
    ==>
    Das geht physikalisch nicht, darum findest du sowas auch nicht. Ein Lautsprecher im Gehäuse ist ein Masse-Feder-System. Ein kleines Volumen stellt über die gegebene Membranfläche eine relativ harte Feder dar.
    => Um auf eine tiefe Resonanz zu kommen, muss die Membran folglich schwer sein. - das willst du nicht
    => Wenn die Membran leicht ist, ergibt sich keine tiefe Grundtesonanz. - das willst du nicht
    => wenn die Membran leicht, die Einbaureso tief sein soll, muss die Fläche kein sein. - das willst du nicht.
    Die gestellte Aufgabe ist damit nicht lösbar. Du musst die Anforderungen ändern.


    Edit - Beispiel:
    selbst wenn der Tieftöner unendlich weich aufgehängt wäre, müsste er in 100 Liter
    - für eine Reso bei 30Hz eine bewegte Masse von min. 260g haben
    - für eine Reso bei 40Hz eine bewegte Masse von min. 150g haben
    - für eine Reso bei 50Hz eine bewegte Masse von min. 90g haben
    - für eine Reso bei 60Hz eine bewegte Masse von min. 65g haben
    Mit den von dir gewünschten 70g kommst du also in 100 Liter unmöglich unter 60Hz.

    Wenn ich die Bilder einzel untereinander stelle, dann wird es schwierig einen Unterschied zu erkennen.
    Wenn sie "übereinander" gelegt werden, dann erkennt man besser, dass und wo sich etwas ändert.
    Hier das Spektrum von C (grün) im Vergleich zu
    A (blau)
    [Blocked Image: http://nacl.de/audiomap/mm_pre_a-c.gif]
    B (blau)
    [Blocked Image: http://nacl.de/audiomap/mm_pre_b-c.gif]
    D (blau)
    [Blocked Image: http://nacl.de/audiomap/mm_pre_d-c.gif]


    =>
    A ist etwas leiser als C und hat weniger Höhen
    B ist etwas leiser als C und hat weniger Bässe
    D ist etwas leiser als C tonal aber sehr ähnlich


    Eine RIAA-Entzerrung bekommt man ohne großen Aufwand auf 0.xdB genau hin. Von daher müssten die Kurven alle auf Deckung liegen - tuen sie aber nicht.
    Den Pegel hätte man beim Test beiziehen sollen um eine bessere Vergleichbarkeit zu erreichen
    Die Höhen dürften vom Zusammenspiel aus System und Eingangskapazität des Phono-Pre etwas unterschiedlich sein. Warscheinlich hätte eine andere Einstellung an den Geräten einen anderen Verlauf gezeigt.
    Eventuell wäre das Ergebnis im Hörtest auch anders verlaufen, wenn C nicht lauter wäre als die anderen ...

    bei
    http://www.analogplanet.com/co…-file-identities-revealed
    wurden PreAmps verglichen - sehr nett.
    Ich habe mir die 4 Dateien mal angesehen:
    [Blocked Image: http://nacl.de/audiomap/mm_pre_a-d.gif]
    [Blocked Image: http://nacl.de/audiomap/mm_pre_spec_a-d.gif]
    Nach meiner Ansicht sieht (und hört) man da vor allem die unterschiedliche Eingangskapazität, also die Anpassung des Phono-Pre an den Abtaster.
    Datei C kommt mir von der Betrachtung des Spektrums vor, als wäre sie die lauteste mit den meisten Bässen und Höhen.
    Wenn es eine Frage der Anpassung ist, dann ist damit aber keine wirkliche Ausage über die "Qualität" des Phono-Pre möglich ...
    Was denkt ihr dazu?