Wenn sich jemand durch beharrliches Ignorieren weigert eine defekte Ware umzutauschen, kann ich als Geschädigter erstmal Absicht unterstellen und die erfüllt den Tatbestand des Betruges.
Das zeigt leider Deine Unkenntnis der Grundlagen. Allein der objektive Tatbestand (den Du hier völlig außer Acht lässt) ist recht komplex; Täuschung, Irrtum, Vermögensverfügung, Kausalitäten dazu. Dann noch der subjektive Tatbestand (die Absicht der Verschaffung eines rechtswidrigen Vermögensvorteils ist nur ein Element von mehreren, Vorsatz hinsichtlich der Merkmale des objektiven Tatbestands ist das weitere). Danach Rechtswidrigkeit und Schuld.
Wie wäre es, wenn wir alle hier einfach keine kruden und falschen juristischen Behauptungen aufstellen? Dann können wir uns dem eigentlichen Thema widmen.
Aber bei mir hat so eine ähnliche Drohung im Anwaltsbrief vor Jahren schon mal zum Einlenken bei einer defekten Uhr geführt.
Das heißt aber nicht im Mindesten, dass das Verhalten auch einen Betrug darstellt. Mit Phantasien drohen kann jeder. Und was machst Du, wenn der Händler Deinen Bluff erkennt? Glaubst Du wirklich, es gäbe eine Staatsanwaltschaft, die bei dem Sachverhalt ein Ermittlungsverfahren einleitet?
An alle hier: Es tut mir leid, wenn der Thread ab und zu in juristische Feinheiten abdriftet. Aber es nutzt keinem Leser, wenn Misinformation unwidersprochen bleibt. Seine Rechte als Verbraucher zu kennen ist wichtig. Ebenso wichtig ist es zu wissen, was eben nicht geht.
