Posts by analog.digital

    Danke Uwe,

    ich habe den entsprechenden Satz gefunden. Physikalisch ist es dennoch nicht korrekt, was man bei den typischen Kontaktteilen im Automotive Bereich (F-Crimp) durch Auszugstest auch sieht.


    Gruß,

    Uli

    Kontaktieren von Aluminiumleitern ist eine andere Sache und nicht trivial. In dem Artikel (der eine Pressemitteilung von TE ist) wird sogar noch darauf hingewiesen, das dort ein Unterschied zu Crimpen von Kupferleitungen besteht. Das hast du wohl überlesen. Ich habe es dir mal markiert.

    In meiner Abteilung wurde ein vergleichbares Produkt entwickelt. Aluminiumleitungen sind nicht nur für Batterieleitungen, sondern auch für den Bereich von 2,5mm² ein großes Thema in der Automobilindustrie.

    Das Ganze funktioniert aber nur mit den entsprechenden Kontakten für Aluminium mit den scharfkantigen Serrations, und einer für Kupferleitungen unüblichen Überpresung, ansonsten reicht der Druck nicht.


    Kann es sein, das deine gesammte "Expertise" zu dem Thema nur aus Internetrecherche besteht?

    analog.digital:

    "Führt man einen Salznebeltest der Kontaktzone durch, ändert sich der Kontaktübergangswiderstand. Das Salzwasser diffundiert zwischen die Litzen und der Übergangswiderstand sinkt."


    und warum soll ich mein Zimmer mit Steckdosenleiste durch Salzwasser fluten?

    Anstieg des Meeresspiegels durch die globale Erwärmung?:)


    Du hast recht, das Ganze ist mal wieder Off-Topic geworden. Solange du nicht Hühner oder Schweine in deinem Zimmer hälst, ist eine Crimpverbindung, so sie sachgerecht ausgeführt wurde, hinreichend stabil für die nächsten Jahre.:sorry:

    In einem Hühner- oder Schweinestall wäre die Luft allerdings zu korrosiv für eine ungedichtete Crimpverbindung. Würde aber eine Hifianlage auch nicht lange überleben.

    mach ich ungern, aber schaut euch mal im Internet die Begriffe für Kaltverschweissung und Crimpen an. Vielleicht haben die ja alle unrecht. Und einem führenden Hersteller von Kabeln vorzuwerfen, dass sein Text inkorrekt ist empfinde ich mehr als dreist.

    Welcher Hersteller? Stellt dieser Hersteller auch Kontaktteile nebst entsprechender Verarbeitungstechnik her?

    Zur Zeit sehe ich eigentlich keine Änderung der Corona-Situation bezüglich dem Zusammensitzen in geschlossenen Räumen (Stammtisch).

    Im Gegenteil, meine Frau ist Lehrerin an einer Grundschule in Moers und die Abstands- und Mundschutzregeln wurden in den Schulen ja aufgehoben.

    Es hat mehrere Schulschließungen gegeben wegen Infektionen, es wurde ein größerer Cluster bei einem Dönerproduzenten in Moers festgestellt wobei alle 82 Infitierten ohne Symptome sind.

    Wo Kinder aus dem Umkreis der Betroffenen zur Schule gehen? Wissen wir zur Zeit noch nicht.

    Jetzt sind ja Ferien, ob da eine Information zeitnah käme? Wissen wir auch nicht.

    Ich warte deshalb mal lieber ab und komme deshalb nicht.


    Gruß,

    Uli

    Wer ist jeder? Sorry, aber du hast keine Ahnung.

    Die mechanische Qualität der Crimpung wird z.B. durch einen Auszugstest festgestellt. Wenn ich die aus dem Crimp herausgezogene Litze anfasse, also den abisolierten Teil, kann ich die Einzellitzen leicht voneinander trennen.

    Versuche ich das mit einer Litze, die durch Kaltverschweißen (Ultraschall-Schweißen) bearbeitet wurde, kann ich das nicht. Da die Litzen an ihren Grenzflächen verschweißt sind, ist eine wesentlich höhere Kraft nötig.

    Er hat technische Vaseline oder Antennenfett empfohlen, letzteres

    gab es im örtlichen Elektronikhandel für 15ct je VPE, Hab ich jahrelang

    für F-Stecker benutzt, die sind auch nach 20 Jahren noch absolut frei

    von Korrosion. Ob das im 230V-Bereich zulässig ist weiss ich aber nicht.

    Fett kann fließen wenn es warm wird und hält zudem Staub fest. Langfristig könnten die vom Konstrukteur vorgesehenen Luft- und Kriechstrecken beeinflußt werden.

    Ich halte das für keine gute Idee.

    In der zivilen Luftfahrt ist mir sowas noch nie untergekommen - aber aus der Praxis bin ich seit 25 Jahren raus.


    Grüße aus dem salzigen Norden

    Zumindest in der Produktion habe ich das auch im Militärbereich nicht gesehen. Die Produkte, die wir früher für die Luftfahrt gemacht haben, hatten durchweg gedichtete Steckverbinder aus Metall.

    Der Bereich gehörte aber nicht zu meinem Tätigkeitsfeld, ich meine, es wäre etwas für Raytheon (Patriot) und für Airbus (Auxiliary Power Unit) gewesen.


    Gruß,

    Uli

    Und das sagen Hersteller von Kabeln dazu.

    Der von dir zitierte Text ist inkorrekt.

    Ich bin seit 30 Jahren als Entwicklungs-Ingenieur für Verdrahtungssysteme im automotive und non-automotive Bereich eines internationalen Konzerns tätig.

    Wir entwickeln und fertigen Leitungen, Kontaktteile und Stecker und produzieren Systeme zur Energie- und Signalverteilung als Partner der globalen Autoindustrie.

    Die Grundlagen der Herstellung/ Verarbeitung von Kontakten und Leitungen sind Teil meines Arbeitsgebiets. Wir führen zu dem Thema auch Forschungsarbeiten mit der RWTH Aachen und dem MIT durch.

    Crimpen ist plastisches Verformen von Leiter und Kontaktzone des Kontaktteils. Das ist nicht dasselbe wie Schweißen, auch nicht an den Grenzflächen der Litzen zueinander.

    Führt man einen Salznebeltest der Kontaktzone durch, ändert sich der Kontaktübergangswiderstand. Das Salzwasser diffundiert zwischen die Litzen und der Übergangswiderstand sinkt.

    Auf Dauer führt das aber zu Korrosion und steigendem Übergangswiderstand von Leitung zu Kontakt.

    Deshalb wird bei Gefahr von Feuchtigkeit ein gedichtetes Steckergehäuse benutzt oder, z.B. bei Masseanschlüssen, der Crimpbereich entweder durch einen Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber oder durch Tauchverzinnen abgedichtet. Bei Masseanschlüssen hat man das früher nicht immer gemacht (kostet mehr), das führt in Mitteleuropa aber irgendwann zu Problemen.


    Gruß,

    Uli

    Und wer eine sichere Langzeitverbindung haben möchte, der muss Crimpen (Kaltverschweissung). Das hält dann auch ein Leben lang.

    Gruß

    Reiner

    Nein, Crimpen ist nicht gleich Kaltverschweißen, das wäre z.B. Ultraschallschweißen. Wir benutzen da z.B. Systeme von Schunk.

    Durch das Crimpwerkzeug wird der Leiter (die Litzendrähte) und das Kontaktteil so verformt, das theoretisch die Verbindung so formschlüssig ist, das sie gasdicht ist, also Luft (oder andere korrosive Gase) die Verbindung nicht beeinflussen kann.

    Auch bei richtiger Crimpverbindung mittels passendem Crimpwerkzeug und den richtigen Parametern der Crimppresse (= Crimphöhe) zeigt aber ein Salznebeltest eine Beeinflussung des Übergangswiderstandes der Crimpverbindung. Eine Verschweißung findet dort nicht statt. Deshalb müssen Crimpverbindungen im Nassbereich von Fahrzeugen gedichtet werden.


    Crimpverbindungen werden vor allem deshalb eingesetzt weil sie automatisch hergestellt werden können und sich der Prozess gut kontrollieren läßt (Crimphöhe und Auszugskräfte der Leitung aus dem Kontakt).


    Gruß,

    Uli

    Es war irgendwas mit 1,6V an Oberwellen laut dem EMI-Anzeiger. HF im einstelligen mV-Bereich auf der Netzspannung wären in der Tat schwer zu messen und meiner Meinung nach auch irrelevant. Den 1,6V HF traue ich aber auch nicht.

    Sinnvollerweise sollte man eh die Störung eh in ihrer Wirkung auf das Nutzsignal betrachten.

    Gruß,

    Uli

    Das Gerät ist ja für die Veranstaltungstechnik/ Studios gedacht. Das da so wenig Angaben auf der Webseite sind, wundert mich auch ein bischen. Ich frage den Hersteller mal an.


    Zum Spektrumanalyser:

    Ob das EMI-Rauschmeßspielzeug tatsächlich erst ab 10kHz "misst"? Ich würde so einer Angabe nicht vertrauen. Wenn ich mir die Mühe mache, die Netzspannung auf Störungen zu untersuchen, dann messe ich auch ab 50Hz und lasse keine Lücke von 9kHz.

    Ein FFT fähiges Oszilloskop wäre auch einfacher zu beschaffen (evtl. durch freundliche Unterstützung eines Forenmitglieds) als ein Spektrumanalyser.

    Ich würde jedenfalls keinen Spektrumanalyser für so eine Messung durch die Gegend tragen (ich dürfte es wohl auch nicht, höchstens wenn ich 50000€ als Pfand hinterließe).

    Ein Keysight Fieldfox Spektrumanalyser wäre für unterwegs verfügbar, misst aber erst ab 100kHz.

    Die R&S FPH starten bei 5kHz, kosten aber auch ab 5k€ plus Steuer. Könnte man nehmen, wenn man sowas hat.


    Gruß,

    Uli