Posts by rubicon

    Alles richtig, Uli, kann ich voll und ganz unterschreiben. Im Mittel-Hochtonbereich ist es relativ einfach, auch ohne besondere Maßnahmen schon einen recht ausgewogenen Klang hinzubekommen. Die Probleme kommen meist erst mit den Frequenzen < 100 Hz. Aber dagegen kann man in Maßen auch etwas tun, wie schon gesagt und gezeigt.


    Durch einen günstigen Aufstellungsort der Lautsprecher im Raum und der Wahl eines dann günstigen Hörplatzes kann man auch schon ganz ohne Akustikmaßnahmen etwas erreichen, hängt auch mit dem Abstrahlverhalten und Richtcharakteristik der Lautsprecher ab. Man kann damit am Hörplatz die negative Wirkung von Raummoden in Abhängigkeit des Pegels schon abschwächen, aber im Grunde verschiebt man die Probleme woanders hin. Das kann aber wie gesagt schon helfen, wenn man sich Mühe dabei gibt, die passenden Orte für Lautsprecher und Hörplatz zu suchen und zu finden. Kostet nichts außer ein wenig Rumrücken von LS und Hörplatz.


    Das ist aber doch erst der Anfang, wenn man wirklich ernsthaftes und qualitatives Hören anstrebt. Man kann auch völlig losgelöst von diesen Fragen einfach nur Musik hören. Alles eine Frage des individuellen Anspruches. Und nicht jeder ist ein HiFi-Verrückter. Es ist ein Hobby, wenn es eines ist. Ansonsten gönne ich jedem seinen Hörspaß, egal, wie er zustande kommt.


    Gruß

    Franz

    Uli,


    wer in seinem Raum kein Problem mit dem Tiefton hat, den kann ich nur beglückwünschen. Es hängt natürlich von der Raumgeometrie ab, die Moden kann man ja ausrechnen. Gibt genügend Information über die Tieftonproblematiken in rechtwinkligen Räumen zu lesen. Ich würde mir auch einen Raum wünschen, wo ich auf Bassasorption verzichten könnte, leider ist das bei mir in einem Kellerraum mit 20 qm und dazu noch niedriger Deckenhöhe von 2,15 cm niocht möglich.


    Dennoch ist dort nach all den nötigen getroffenen Maßnahmen zur Verbesserung der akustischen Verhältnisse - wo die aktive Bassfalle nur ein Baustein von anderen ist - ein qualitatives Hören auf wirklich sehr hohem Niveau möglich. Aber man muß halt was tun.


    Ein Bekannter von mir hat einen anderen Raumzuschnitt, auch viel größer als meiner. Da hat er mit meinen Problemen diesbezüglich nicht zu kämpfen, dafür hat er dann andere.


    Es wird einem eben nichts geschenkt.


    Gruß

    Franz

    So etwas in den eigenen 4 Wänden auszuprobieren, ist immer wichtig und richtig. Messungen können dabei auch helfen, das alles einzuschätzen, aber letzten Endes entscheidet das Ohr darüber, ob es auch das macht, was man sich davon vorstellt.

    Eines ist für mich aber auch klar: Ohne eine solche Absorption im Bass macht Hören in solchen rechtwinkligen, oft kleinen Räumen nicht wirklich Spaß, weil die angeregten Moden auch den wichtigen Grundtonbereich zuschmieren. Wenn man eine solche "Bassfalle" mal erlebt hat in ihrer Wirkung, möchte man darauf keinesfalls mehr verzichten. Und weil Helmholtz-Absorber meist leider auch sehr platzmindernd ausfallen (müssen), sind solche aktive Bassfallen besonders zu empfehlen.


    Für mich sind solche akustischen Helfer die halbe Miete für eine wirklich gute Wiedergabe. Wofür man sich letzten Endes entscheidet, ist dann auch letztlich eine Frage der Kosten und des Aufwandes. Aber es lohnt sich, das kann ich unterstreichen.


    Gruß

    Franz

    Solche aktiven Bassabsorber halte ich aus eigener Erfahrung und Anwendung für sehr hilfreich in kleinen Räumen, die immer mit Problemen im Bereich < 200 Hz zu kämpfen haben. Nach ersten Versuchen mit einem BagEnd bin ich dann auf einen aktiven Bassabsorber von PSI Audio gestoßen, der bei mir sehr gut wirkt: https://www.psiaudio.swiss/avaa-c20-active-bass-trap/ Davon hab ich 2 in den Raumecken - dort, wo die stehende Welle entsteht - in Betrieb.

    Die hier erwähnte Bassfalle von rstaudio würde ich auch für sehr interessant finden. Ich wollte aber eine Lösung ohne DSP.


    Gruß

    Franz

    Selbst über youtube wird die miese Klangqualität dieser Superlautsprecher deutlich. Ich kann das jedenfalls klar hören. Darf auch jeder anders beurteilen, kein Problem.

    Kenne auch youtube-Präsentationen, wo es schon als gut erkennbar wird.


    Gruß

    Franz

    Die klangliche Darbietung ist einfach nur grausam. Wer diese tolle Musik mal unverfärbt gehört hat, weiß, wie das korrekt tönt. So jedenfalls nie und nimmer.


    Peinlich, so eine Aufführung. Zeigt mir aber auch, wie viele an schlechten Klang schon gewöhnt sind, die merken das gar nicht mal.


    Gruß

    Franz

    Dann bleibt aber die Frage, wer das beurteilen kann bzw. was der Vergleichsmaßstab ist, um das beurteilen zu können?


    Aber auch diese Diskussion ist mindestens so alt wie die Forenwelt, immer wieder schön zu lesen.

    Letzten Endes entscheidet der Hörer darüber, ob es für ihn natürlich klingt oder nicht. Und das ist auch gut so, Lautsprecher werden für hörende Menschen gebaut.


    Ein seriöser Entwickler wird ohne vielfältige Messungen, die seinem Lastenheft entspringen, nicht auskommen. Hören und Messen muß Hand in Hand dabei gehen.


    Gruß

    Franz

    Das kann ja jeder so halten, wie er möchte. Mir geht es nicht um Musikgeschmack dabei, sondern darum, ob ein Lautsprecher korrekt elektrische Impulse in Schall wandelt. Ob einem das Ergebnis dann zusagt oder weniger, kann er selbst entscheiden.

    Die Frage für mich ist also: Was soll ein Schallwandler leisten?


    Aber hier geht es primär eher darum, was wem gefällt. Das ist dann beliebig und nicht weiter diskutierbar, weil es rein von persönlichen Geschmacksfragen abhängt. Eine Hörpräferenz wird auch jeder haben, wir sind eben auch in "musikalischer Hinsicht" in unserer Zeit sozialisiert worden.


    Ich will`s eben so hören, wie es auf dem Tonträger gespeichert ist. Wird nie wirklich 1:1 gelingen können, sollte aber das Ziel von "HiFi" im Sinne hoher Klangtreue sein. Wer das Ziel nicht hat - was zu respektieren ist - kann nehmen, was ihm so gefällt, kritisiere das gar nicht. Nur sollten wir dann auch nicht über "HiFi" reden. Mir geht es nur darum. Beschallung, PA oder Ähnliches ist ein anderes Thema.


    Gruß

    Franz

    Gibt ja auch Boxen, die klingen so nach Box, dass man sich fragt, ob die schon ausgepackt wurden.

    Die meisten Lautsprecher werden vom Hörer auch als Lautsprecher erkannt, wenn man sie hinter einem Vorhang anhören würde. Nur wenige Lautsprechersysteme klingen nach echter Musik. Das sind Lautsprecher, denen ein "Eigenklang" weitestgehend fehlt. Ein geübtes Ohr erkennt echte Klänge und natürliche Musik. Die meisten Lautsprecher stülpen den damit dargebotenen Klängen ihren eigenen "Stempel" auf.


    Ich denke, erfahrenen Hörer erzähle ich an der Stelle nichts Neues.


    Gruß

    Franz

    Mario, ich denke, manches spielt sich im Kopf ab. Musik entsteht im Kopf. Unsere Eindrücke sind oft gar nicht wirklich objektivierbar. Da spielen auch Empfindungen und innere Verfaßtheit eine Rolle. Deshalb finde ich das alles sehr subjektiv. Und wenn dann jemand meint, er könne das gebrauchen und fühlt sich beim Musikhören damit besser, dann ist es doch gut. Ist doch schließlich sein Geld, was er dafür ausgibt.


    Wir können da doch eigentlich gelassen mit umgehen. Jedenfalls würde ich mir das wünschen.


    Gruß

    Franz

    ...hab hier nun schon n paar mal Tapedecks auf Fotos gesehen...nutzt ihr die wirklich noch, oder ist das Deko?

    In meinem Fall ist es Deko. Die play-Funktion funktioniert nicht mehr, es rastet nicht mehr ein. Eine Reparatur würde sehr teuer werden. Deshalb steht es als "Blickfang" und nostalgische Erinnerung im Rack. Das Ding war mein erstes richtig gutes tapedeck, hab die damals noch gesammelt. Hatte von Revox, Nakamichi, Eumig und Pioneer einige Decks, auch noch Sony Elcasets.


    Ach, war irgendwie ne schöne Zeit damals. :)


    Gruß

    Franz

    Hättest Du mal lieber deinen Plattenspieler behalten und kein Geld für Unsinn ausgegeben. ;) 4,5 Kg als "Auflagebeschwerung" für Lausprecher ... nicht dein Ernst, oder? ;(

    Hallo Normi,


    jeder macht das, was er für sinnvoll oder für Unsinn hält. Das muß andere nicht weiter kümmern. Die Entscheidung, mit der Plattenwiedergabe aufzuhören, habe ich irgendwann mal getroffen. Das hatte mehrere Gründe, die ich hier aber nicht wieder aufkochen möchte. Ich bin zufrieden mit meinen Entscheidungen, darauf kommt es an. Und ich hoffe, du bist es auch mit deinen Entscheidungen.


    Gruß

    Franz

    Hallo sören,


    die FM 5 hab ich schon einige Zeit, bin von der "Delphi" darauf umgestiegen, als ich die FM 5 bei mir mal zum Testen da hatte. Das mußte dann sein, weil sie im Bassbereich dann doch souveräner aufspielt. Die Delphi und die FM 5 gehen recht tief runter, weil sie konzeptbedingt keine untere Grenfrequenz kennen. Herr Müller hat ihnen zur Sicherheit aber bei 15 HZ ein Filter mitgegeben, quasi ein subsonic-Filter, der die Chassis bei drohender mechanischer Überlastung vor Zerstörung schützt.

    Man muß dazu sagen, daß sie auf Grund der Regelung natürlich auch unten pegelmäßig begrenzt sind. Wer also gern extrem laut hört bzw. auf "Partypegel" steht, der sollte von Silbersand eher die Finger lassen. Für Pegelorgien sind sie definitiv nicht geeignet. Man kann damit allerdings selbst bei gemäßigten Pegeln einen ungeheuer strukturierten und tieffrequenten Tiefton, also echten Tiefbass, erleben. Man muß es erfahren haben, was das ausmachen kann. Und da hat die FM 5 gegenüber der schon guten Delphi dann doch noch etwas mehr zu bieten.


    Geht dann meist wie immer aus, wenn man das Bessere mit dem Guten vergleicht. Muß natürlich dann auch dementsprechend bezahlt werden. :rolleyes:


    Gruß

    Franz