Posts by rubicon

    Hören ist Kopfsache, findet im Hirn statt, umso wichtiger ist das, was man mit Musik im Laufe der Jahre erfahren hat. Ohne Erfahrung kann man Gehörtes kaum zuordnen. Das erlernt man.

    @ Mario,


    muß mich wohl nochmal zitieren. Habe versucht deutlich zu machen, daß es beim Musikhören nicht einzig um die Hörfähigkeit geht. Hören und das Auswerten des Gehörten ist eben mehr als ein rein hörphysiologischer Vorgang.


    Wir sollten unser Intermezzo jetzt aber an der Stelle beenden. Wenn man sich nicht versteht, sollte man es auch dabei belassen. Von unserem Disput hat niemand etwas, und wir sind damit auch längst off topic.

    hier hört man teils anscheinend besser je älter man wird ... schade, dass ich noch keine 90 bin, was mir deswegen jetzt alles entgeht ...

    Das hat niemand behauptet, im Gegenteil, es wurde eingeräumt, daß die Hörfähigkeit mit fortschreitendem Alter nachläßt, nachlassen muß, eben wegen normaler degenerativer Prozesse. So ist das nunmal mit dem Älterwerden. Trotzdem kann man auch als älterer Mensch noch differenziert hören, vor allem, wenn es um Musikerkennung und Musikerleben geht. Ich habe beruflich übrigens Musik als eine besondere Form der Therapie bei Demenzerkrankten eingesetzt und kann dir sagen, daß es ganz erstaunlich ist, wie ältere Menschen gerade auf muskalische Reize reagieren, wie sie treffsicher eine Melodie erkennen und gar Texte singen können. Aber das nur am Rande. Das Hirn ist in der Lage Muster in der Musik abzuspeichern und wieder hervorzubringen, selbst Feinheiten, auf die man kaum achtet, fallen darunter. Das alles ist Hirnleistung.

    Aber lassen wir das hier, ich denke, es interessiert hier eh keinen. Meist geht es in Foren nur um Recht haben wollen und Recht bekommen wollen. Man neigt zu schwarz-weiß-Antworten, die Komplexität der Realität stört da nur, man braucht wohl simple Antworten.

    Was ich mit Hörvermögen meinte ist das, was man hört oder nicht mehr hört und der Umfang des Hörvermögens lässt nunmal nach ... was das Hirn draus macht, steht auf einem anderen Blatt, hat im Zweifel aber mit der Realität weniger zu tun.

    Woher willst du wissen, was andere noch bemerken können? Die Realität ist viel komplexer als du sie dir vorstellen kannst.

    Kausale Zusammenhänge zwischen Alter und Schwerhörigkeit sind tatsächlich nicht nachgewiesen.

    Selbstverständlich gibt es da einen kausalen Zusammenhang, nämlich in der Gestalt, daß die Hörfähigkeit mit zunehmenden Alter auf Grund degenerativer Prozesse des Hörvorganges nachläßt. Das ist völlig normal, und niemand ist davor gefeit. Das bedeutet aber nicht, daß man im Alter keine feinen Unterschiede mehr bemerken könnte. Das wiederrum ist alleine eine Frage der Erfahrung und der Übung. Ein altes, gut trainiertes Gehör ist dem Gehör eines Jungspundes ohne Erfahrung überlegen, wenn es darum geht, Musikerlebnisse in ihrer Unterscheidbarkeit zu bewerten. Man sollte die Dinge strikt auseinanderhalten, um die es beim Musikhören geht.

    Dass das Hörvermögen im Alter tatsächlich nachlässt, darüber muss man aber ganz sicher nicht diskutieren, das ist nunmal leider so. Da hilft auch keine Erfahrung

    Will mich hier ja nicht weiter einmischen, führt eh zu nichts, aber obige Aussage ist in ihrer Pauschalität inhaltlich und sachlich schlicht falsch. Das weiß jeder, der sich mit Musik intensiv beschäftigt hat. Hören ist Kopfsache, findet im Hirn statt, umso wichtiger ist das, was man mit Musik im Laufe der Jahre erfahren hat. Ohne Erfahrung kann man Gehörtes kaum zuordnen. Das erlernt man.

    Darum geht es hier auch gar nicht. Sondern um einen Effekt der sich unangehm bemerkbar machte.

    Thats all.

    Darum geht es hier auch gar nicht. Sondern um einen Effekt der sich unangehm bemerkbar machte.

    Thats all.

    Dann nimmt man einfach eine andere Leiste, wo der negativ empfundene Effekt nicht auftritt und gut ist. Stattdessen streitet man sich hier wie im Kindergarten seit Tagen um des Kaisers Bart. Ich vermute stark, Foren sind auch genau dazu da, nämlich um Streitgespäche von Gelangweilten eine Plattform zu geben.

    @ Michael,


    ich hab einige Zeit mit dem ADI 2 DAC gehört. Das war richtig gut, für das Geld gar außergewöhnlich gut. Aber wenn man vergleicht mit anderen Wandlern bemerkt man auch, daß es jenseits des RME Wandlers noch andere gibt, die nach meinem Verständnis für gute Wiedergabe besser sind. Dafür sind sie weitaus teurer. Und natürlich ist das nur mein ganz persönlicher subjektiver Eindruck. Den ADI 2 DAC habe ich dann wieder verkauft, weil für meine Ohren die Mehrinvestition in einen anderen Wandler dann gerechtfertigt war. Das kann und muß aber jeder selbst mit seinen eigenen Ohren entscheiden. Oder sich auf Papier mit Messdiagrammen verlassen und dabei bleiben, weil auf dem Papier sieht der ADI DAC 2 deutlich besser aus. Ich hör aber mit den Ohren. Und die sind auch nicht bei jedem gleich, auch wenn man meint, Gehör könne man normieren. Da fehlt dann letztlich die Erfahrung, die ein Hirn im Laufe der Zeit gespeichert hat. Hören ist und bleibt nämlich Hirnleistung. Und die ist bei jedem auch in Maßen unterschiedlich ausgeprägt.

    Ich meine, wer Klang nicht beschreiben will und kann, muß es ja nicht tun. Andere, die das tun und können aber mit Hohn und Spott zu überziehen, gehört sich nicht. Aber das kann man hier so oft vermitteln, wie man möchte. Mir scheint, da herrscht bei einigen ein Dünkel des Besserwissertums und die Arroganz eines vermeintlichen Wissens. Und jetzt wird es wieder "Haue" geben.

    Das heißt, daß es Lautsprecher gibt, die näher an das Klangbild herankommen, was der Tonschaffende beim Anhören seines Mixes in seinem Tonstudio am Ende seines Schaffens auch hört. Wie gesagt, herankommen, nicht erreichen. Denn dazu müßte er zu Hause beim Anhören die gleichen Abhörbedingungen vorfinden. Und das geht nunmal nicht. Was wir zu Hause hören, ist und bleibt also immer nur eine Annäherung an das Ideal. Falls man das überhaupt als Ziel hat. Ich persönlich habe nur das Ziel, daß es zu Hause meinen Vorstellungen für "guten Klang" entspricht.