Posts by rubicon

    Soweit ich weiß, sind die Tische meiner sog. "Klangplattformen" der Akustik Manufaktur mehrfach gefräst und innen mit einem Materialmix befüllt worden. Was da genau an Materialien genommen wurde, darüber schweigt sich Herr Jäger verständlicherweise aus, schließlich hat er dafür jahrelang experimentiert. Das alles wurde dann mit einer nicht aushärtenden Paste verbunden. Ich gehe davon aus, daß deine Basen auch in der Art behandelt wurden. Im Ergebnis ergibt es jedenfalls eine Auflagefläche, die beste Voraussetzungen für ein Gerät liefert, welches daraufgestellt wurde. Meine damaligen Vergleiche mit anderen Unterstellflächen, Racks und Basen ließen jedenfalls diese Akustik Manufaktur Tische als klaren Sieger hören. Erstaunlich, was sich tut, wenn man Geräte auf unterschiedliche Stellflächen stellt und mal konzentriert zuhört.

    Also nochmals meinen Glückwunsch zu dieser Entscheidung und deinen Mut, dafür mal etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen als man es normalerweise für solche Basen tut. Dafür wird man aber auch in klanglicher Hinsicht belohnt.

    Der Sinn einer Stellfläche besteht darin, mögliche Auswirkungen von Mikrophonie in den Gerätschaften zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten. Also bessere Arbeitsbedingungen für die Komponenten zu schaffen. Die Stellfläche ist dabei nur eine der Faktoren, die sich auf den Klang von Gerätschaften auswirken können. Da gibt es daneben noch andere Baustellen, insbesondere Raumakustik und Stromversorgung. Mithin ein weites Feld.

    Sehe ich genau so. Ich bilde mir mein Urteil selbst. Und zwar, indem ich mir die Sachen anhöre bzw. ausprobiere. Mein Urteil muß sich aber nicht mit denen anderer decken, habe eigene Ohren und Bewertungsmaßstäbe. Und letzten Endes ist es mein Geld, das ich an der Stelle dann ausgebe, falls ich überzeugt bin. Was andere davon halten, ist mir auch ehrlich gesagt ziemlich egal.

    Die Aufstellung des Racks resultiert aus den Gegebenheiten des Raums und den Geräten. Die Lautsprecher müssen ja auch verkabelt werden, und die Steckdosen müssen in der Nähe sein. Das hat also pragmatische Gründe. Am liebsten würde ich alles aus dem Raum komplett verbannen, geht aber nicht. So hab ich das beste draus gemacht - jedenfalls meine ich das.


    Wer bei mir schon mal gehört hat weiß, daß das Ganze doch recht gelungen ist. Das Rack macht an der Stelle das, was es soll. Nachteile dieser Aufstellung hab ich noch nicht bemerkt.

    Hallo Boris,


    ich hatte Glück und konnte Ausstellungsstücke bekommen, die hinten ein paar kleine, kaum sichtbare "Macken" hatten. Das verbilligte das Angebot um die Hälfte. Neu hätte das Rack 8000 € gekostet. Das hätte ich mir auch nicht leisten können, war so schon am Rande dessen, was ich mir da leisten wollte. Hab das aber wirklich nie bereut. Sie erfüllen ihre Funktion ausgezeichnet.

    Die Preise muß man bei Herrn Jäger, dem Inhaber der Manufaktur erfragen. Sie sind sehr arbeitsintensiv und aufwendig bearbeitet, mehrfach gefräst, und innen mit einer speziellen Mischung ausgefüllt, über deren Inhalt er sich ausschweigt. Das ganze wird dann mit einer nicht aushärtenden Paste noch gefüllt. Wer Schreinerarbeiten kennt, weiß, wie zeitaufwendig sowas sein kann.


    Ich hatte vorher andere Racks und Stellflächen und kenne die Unterschiede. Man kann dort auch hinfahren, und Herr Jäger demonstriert mit mehreren unterschiedlichen Stellflächen, wie Elektronikkomponenten darauf reagieren. Hochinteressant, was da passiert.

    Die Stellflächen für die Geräte sind schon wichtig. Man kann dort einiges an möglichem Klangpotential heben. Leider sind gute Racks meist teuer. Wer handwerkliches Geschick und Ahnung von der Materie hat, kann durchaus selbst sich was bauen, was Hand und Fuß hat.


    Ich hab mir vor Jahren ein paar sog. "Klangplattformen" von der Akustik Manufaktur gegönnt, die man sehr schön zu einem sideboard stapeln kann. Das war - wenn auch kostspielig - eine gute Ausgabe: http://www.akustik-manufaktur.de/5.html


    Das kann dann so aussehen:


    [Blocked Image: https://abload.de/img/delphifranz4cwkjd.jpg]

    Ja, die kleinen C 3 Abacus halte ich auch für hervorragend für`s Geld, ebenso den RME ADI 2 DAC. Solche Gerätschaften zeigen und beweisen, daß man für richtig gutes HiFi keine Unsummen ausgeben muß.


    Aber es kommt immer auf die Gesamtkette an. Und natürlich auf den Raum. Alles zusammen macht den Klang doch erst aus, den wir beurteilen.

    Die immer weiter fortschreitende Kommerzialisierung hat in der Tat zu einer Abkopplung der Musik und des Lebensgefühls einer Generation geführt. Musik dient heute viel mehr dem Geschäft. Das war im Grunde von Anfang an schon so, war damals in Zeiten von Woodstock und Co aber noch nicht so ausgeprägt. Insofern teile ich Neil Youngs Meinung darüber, ist aber nicht Schuld einer "Digitalisierung", sondern vielmehr die Rolle einer Musik. Früher war Musik viel mehr auch immer ein Teil einer gesellschaftlichen Bewegung, nahm gesellschaftliche, sziale und kulturelle Einflüsse der Zeit auf und wirkte damit wie ein Katalysator gesellschaftlicher Ereignisse. Sie war gleichzeitig auch immer Vision. Die gesellschaftliche Rolle ging nach und nach verloren. Musik ist heute mehr denn je reines Konsumgeschäft. Man mag das bedauern, aber man hält die Entwicklung nicht auf.


    Ich bin froh, in einer Zeit aufgewachsen zu sein, wo Musik mich noch maßgeblich in meiner Entwicklung mitbeeinflußt hat. Das kann mir keiner nehmen. Es war eine spannende Reise, auch und besonders in musikalischer Hinsicht. But "the times they are a-changing" wie Bob Dylan doch so trefflich sagte.

    Ich denke wenn die Seitenwände akustisch behandelt sind wie auf den Fotos zu sehen die ich einstellte sollte das kein Problem sein wenn die LS etwas näher stehen als im Manual vorgeschlagen. Der Hersteller weiß eben nicht wie der Raum aussieht und gibt daher erstmal folgerichtig die Empfehlung.


    Grüße Chris

    Das wollte ich Jürgen auch schon mal vorschlagen. Meine Erfahrung nach danken LS es mit einer verbesserten Phantommitte.

    Laß dir deine Freude an der Wilson nicht verderben. Eine Wilson ist etwas ganz Besonders unter den Lautsprechern. Sie finden nicht ohne Grund weltweite Anerkennung. Deine ist ein Traumlautsprecher, wenn man sie wie Wilson auch empfiehlt stellen kann und der Rest der Kette auch dieses Niveau halten kann.

    Der Rest ist: Davorsitzen, Füße hochlegen, genießen. Und die Kommentare in Foren mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehmen.

    Hallo Jürgen,


    sehen toll aus. Das macht optisch schon wirklich was her. Bin im allgemeinen nicht so der "Optiker", aber hier muß ich mal den Daumen heben.


    Übrigens: Ein schlanker, tiefer Bass ist der richtige Bass. Das gefällt den meisten aber weniger, die wollen meist eine Aufdickung. Mach es so, wie du es im Bass am liebsten hast.

    Solche Holzsärge hatte ich auch mal vor der Tür, als eine Spedition seinerzeit Mitte der 80er Jahre die letzten in Homburg fabrizierten BM 20 einfach absetzte und ich dumm davorstand. Bewaffne dich mit einer Kamera und hol dir Hilfe bei netten Nachbarn, dokumentiere genau, was da drin ist und wie es ausschaut. Das erspart späteren Ärger.

    Und so , wie ich mich in einem Museum nicht fuer das "beste" oder einzig "richtige" Bild zum zB Thema "aufgehender Mond" entscheiden muss, sondern diese gleichberechtigt in der Ausstellung hängen, laden mich die Entwickler hochwertiger Wiedergabe Produkte dazu ein, mit und durch ihre Produkte deren Blick auf die Musik kennenzulernen.

    Wenn man das nötige Kleingeld dafür hat, finde ich das bewundernswert. Das ist toll, eine wahre Entdeckungsreise, immer spannend und lebendig. Ich muß mich da auch wegen beschränkter Mittel beschränken und aus gegebenen Umständen das bestmögliche herausholen. Jedenfalls wirst du unfaßbare viele Erfahrungen machen können. Da kannst du später ein Buch drüber schreiben.