Posts by Brunolp12

    Also, die Argumentation, weiches Vinyl könnte die harte Nadel nicht abnutzen, ist seltsam. Nichtsdestotrotz beruhen Abnutzungs- und auch eventuelle Einspieleffekte nicht alleine aus einer Veränderung des Teiles, welcher beim Abspielen in die Rille eintaucht.

    Und ist das jetzt positiv oder negativ zu bewerten?


    Gruß,

    Fernseheumel

    Da maße ich mir keine Wertung an. Ich kann ja garnicht feststellen, ob jede Reinigung damit stets besser wird, als mit eventuellen Alternativen. Im Promo Video des Herstellers siehts super aus und halbwegs „narrensicher“ ist es auch. Aber ich denke, das Reinigungsprinzip wird immer so ungefähr eine ähnliche, reproduzierbare Reinigungswirkung haben, beim Prinzip „Nadel taucht in Kissen/Pad“ - wer das also kennt, der weiss auch, was der DS Audio Stylus Cleaner ungefähr macht.

    Ich habe mir mal so einen DS Audio Stylus Cleaner ST-50 zugelegt. Ist aber letztlich die „Nadel taucht in Kissen Methode“, die man da bekommt ...

    ich wollte gern ein altes MC-System reaktivieren, Kaufdatum Anfang 90er Jahre. Aus beiden Kanälen kommt Musik, allerdings sehr schlaff, vor allem im Bass, und irdendwie träge. Höhen sind auch nicht toll. Verzerren tut es auch relativ frühzeitig.

    In meinem Fall muss ich berichten, dass sich jeder meiner Abtaster nach einigen Jahren Betrieb schlechter anhörte als im eingespielten Neuzustand (etwa ab 2,5 bis 3 Jahren geht es los, dass ich es bemerke).


    Ich kenne natürlich nur eine kleine Menge von Abtastern dieser Welt. Aber die Alterung kommt grundsätzlich, vom Prinzip immer in Abhängigkeit von Zeit/ Lagerung, Nutzung/ Betriebsstunden und äußeren Bedingungen (Aufbau/Konstruktion und Material spielen auch eine Rolle).

    (und ich höre zuhause ausschließlich Platte, als einzige Signalquelle)


    Bei einem fast 30 Jahre alten System kommt wahrscheinlich nur eine komplette Revision in Frage. Der Aufwand ist nicht ohne und damit bekommst du trotzdem Eigenschaften, die nicht mehr unbedingt dem ursprünglichen Modell entsprechen.

    Da wäre für mich gleich eine Neuanschaffung die sinnvollere Alternative.

    Die Scharniere können irgendwann ausleiern oder am Widerlager der Spiralfeder im Kunststoff "ausbeulen"/brechen.

    War bei meinem in fast 30 Jahren auch schon mal der Fall.


    Außerdem las ich mal die These, dass die Hauben im Laufe der LP12 Generationen nicht immer das identische Gewicht hatten, so dass die Scharniere nicht alle mit derselben Spannung ideal dazu passen.

    Den zeitlichen Versatz den Du beschreibst, hat es nie gegeben.

    Seit ich auf Flohmärkte gehe werde auch Platten angeboten, die

    nur wenige Jahre (2-3) alt sind.

    okay. Dann eben 2 Jahre. Spielt aber keine Rolle.


    Klar kannst du für dich beschließen, dass du dich anders mit Musik versorgst. Die Branche wird aber Händler, Labels oder Presswerke nur dann ernähren, wenn jemand denen die Platten abkauft.


    Quote

    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, für einen Teil der neueren Musik werden gar keine Platten mehr gepreßt.

    Was soll mich daher in einem Plattenladen inspirieren?

    Also, die Plattenläden, die ich besuche, die inspirieren mich definitiv. Aber, wenn man das nicht kennt, dann denkt man natürlich das geht auch so ...

    Ich würde sogar sagen: "für einen Teil der neueren Musik" werden gar keine Tonträger mehr gemacht.

    Und nun? Ich suche mir halt unter denen, die es auf Vinyl gibt, welche raus. Ich denke, mein Überblick über das, was an Musik so erscheint, ist recht ordentlich. Dabei hilft mir tatsächlich auch immer noch der Besuch von Plattenläden... ganz oldSchool mit Kaffee, Schwätzchen und Probehören durch den Stapel von Tipps.


    ich gebe Dir in allen Punkten recht, aber Ausgangspunkt der Diskussion war doch die Frage, ob es mit dem Vinylhype schon wieder zu Ende geht. Und Grundlage für diese Behauptung war eine Verkaufsstatistik, die rückgängige Zahlen dazu lieferte

    Danke. Das stimmt natürlich. Ich bin aufs Stichwort Gebrauchtkauf/Flohmärkte abgebogen.

    Auch und besonders deshalb, weil mir der Punkt wichtig ist, dass diese (für mich) die Verfügbarkeit und den Verkauf von Neuware nicht ersetzen.


    Aber:

    Quote

    Nur kann man hohe Verkaufszahlen auch nicht mit lebendiger Musikkultur gleichsetzen. Denn wenn sie eine Millionen mal irgendein Reissue von Led Zep oder sonstwem auf dem Markt werfen, geht zwar die Verkaufskurve steil nach oben, die musikalische Vielfalt aber nicht.

    Es ist auch richtig, dass die Vinylverkäufe (und Vinyl Charts) sich sehr stark aus ReIssues speisen. Es wird ja sogar schon kritisiert, dass damit die Presswerke verstopft werden und wirkliche Neuveröffentlichungen darunter leiden.

    Die Gegenüberstellung "Wiederveröffentlichungen" vs "Gebrauchtmarkt" mag vor dem Hintergrund also sogar eine Berechtigung haben.

    Für mich persönlich hat aber einfach beides keine große Bedeutung. Mich interessiert neue Musik von jungen oder alten Künstlern und ich hoffe, die auch in vielen Jahren noch neu auf Vinyl kaufen zu können. Die Titel, die heute durch den Gebrauchtmarkt kreisen, sind auch irgendwann mal auf diesem Wege entstanden.

    ...aus Sicht der Platten-Industrie mag der Flohmarkt nicht relevant sein, weil ja dort überwiegend gebrauchte Tonträger gehandelt werden. Deswegen lässt sich dieser Umsatz auch schlecht in den offziellen Verkaufsstatistiken der Industrie berücksichtigen. Wenn man aber umfassender auf das Thema "Vinyl-Hype" schaut, gehört das meiner Meinung nach schon dazu.

    Musik als Kulturgut und die Schallplatte als (Ton)träger kann sich imho nicht nur aus dem speisen, was mal war.


    Habt ihr denn alle keine Lieblingsbands/-musiker mehr, die noch aktiv sind und Alben veröffentlichen? Interessieren euch die „Erben“ oder die Lieblingsbands eurer Lieblingsbands nicht?

    Mir reicht es nicht, wenn ich in 5 bis 10 Jahren auf irgendeinem Flohmarkt mitbekomme, was es 2019 an neuer Musik auf Vinyl gab.

    Ganz davon abgesehen werden weder der Musikhändler vor Ort (um den sollte es übrigens beim erwähnten RSD gehen), noch Plattenlabels, noch Presswerke überleben, wenn sich die Kundschaft bloß mit Flohmarktkäufen begnügt. Mit ein paar Jahren Versatz würde ggf auch der Gebrauchtmarkt „austrocknen“.


    Im Übrigen geben Flohmärkte oder Gebrauchtläden mir viel zu wenig her.

    ... gefühlt habe ich die dortigen Scheiben alle schon x mal in der Hand gehabt - sie befinden sich entweder längst in meinem Besitz oder ich fand sie als Neuscheibe damals schon sche..se. Bringt mir persönlich also wenig.

    sorry, aber deinen Flohmarkt halte ich für eine Themenverfehlung.

    Hier geht es ums Mittel der Wahl zum Erwerb aktueller Titel. Dass Flohmärkte davon erst mit jahr(zehnte)langem Versatz betroffen sind/wären, versteht sich von selbst.


    (Und der Flohmarkt ersetzt auch nicht den Musikladen als Inspirationsquelle)

    Meine Meinung vom RCD ist gespalten. Ich finde alles gut, was den Genuss und Handel von Musik befördert...

    Aber das Musikmaterial ist oft „Resteverwertung“. Vorher anhören geht nicht, weil:

    Zum RCD kommen obskure Typen. Typen, die der Dealer das ganze Jahr nicht sieht und die nur verschweisste Scheiben haben wollen, weil sie die nämlich Sonntag schon wieder bei EBay für den doppelten Preis reinstellen und weiter verkaufen.

    Der Basis-Golf von heute ist aber auch nicht mit dem Basis Golf von damals vergleichbar.

    Das macht den 1:1 Vergleich etwas ungenau (wobei es schwer sein dürfte, den Golf heute auf damaliges Niveau herunter zu bringen). Es zeigt aber, wie sich die Preise damals zu heute grob verhalten.

    Ich denke, man findet jede Menge HiFi / „HighEnd“ Produkte mit vergleichbarem Preis- Trend, besonders im analog Segment.

    - Ein LP12 Sondek kostete 1991 in der höchsten Ausbaustufe 1248.-GBP

    - Das waren ca. 3600.-DM damals.

    - 3600.-DM entsprechen 1840.-€

    - Heute kostet ein LP in der höchsten Ausbaustufe 22450.-€.

    - Der Preis für einen LP12 hat sich also etwas mehr als verzwölffacht!

    ... nur ist es nicht sachgerecht, die höchsten Ausbaustufen gegenüber zu stellen, denn die heute höchste Ausbaustufe gabs damals gar nicht in vergleichbarer Form.


    Mein Basis LP12 hat in den frühen 90ern in DEM etwa das gekostet, was man heute für einen Basis LP12 in EUR zahlt. Das verhält sich tatsächlich eben doch ziemlich genau wie der Basispreis des VW Golf!


    Und eine Betrachtung von unterschiedlichen Stückzahlen und Kalkulationen ist da noch garnicht drin (Oder ein Vergleich des Preises anderer HiFi Produkte damals zu heute).

    Da wird hin und her geschmissen, was das Zeug hält. Inkl. Linn's Preispolitik. Muß ich auch meinen Senf dazu geben:

    Preise macht der Markt, hauptsächlich. Wenn der Markt solche Preise hergibt, und man hat nur einen Bruchteil als Aufwand dafür, dann ist es eben schön für den Hersteller.

    Ich wundere mich, was manche für Vorstellungen haben. Im Vergleich müsste VW wohl immer noch den Golf II bauen und ab ca 9.000 Euro anbieten....

    Wir sind inzwischen beim Golf 7 und Einstiegspreisen von 19.500 Euro. Schreibt da jemand "immer diese Updates!" oder "Wucher! Wucher!"?


    Noch dazu gelten im HiFi Sektor und besonders in der analog- Welt etwas andere Gesetze. Man erreicht nun mal nicht mehr die Stückzahlen von vor 30 - 40 Jahren.

    Ich finde es gut, dass Linn immer noch an den Bestandteilen des LP12 entwickelt.

    Binn mal vor geschätzten 40 Jahren von so einem Priester des Vorführraums verwiesen worden

    nach dem ich mich erdreistete zu bemerken ,das sein Voodoo hafter Vortrag ,das man ein Papierschnitzel hinter einen Fuß des Linn legen müsste ,damit begründete ,das er dann erst richtig klingen würde , das das wohl nur an der krummen Zarge des LP12 liegen würde.

    Kann dir hier im Forum aber auch passieren, dass es Stunk gibt, aufgrund von Diskussion über das Material der Headshell Schrauben oder ähnlichem.

    Ich habe weder ein Problem, noch habe ich ein Fass aufgemacht!

    Auch habe ich nicht "mimimi gemacht".

    Ich hatte JoDeKos Post dahingehend interpretiert, dass er mehr über die

    Kalkulationsgrundlage bei Linn weiss. Dazu habe ich (aus ernsthaftem Interesse) eine Frage gestellt und hoffe nun eine Antwort zu bekommen.

    Sorry, aber nach dem Threadverlauf erschien mir das tatsächlich etwas unwahrscheinlich :D

    (Und mit „Fass auf“ meinte ich den Stand der Diskussion auf Seite 4, nicht speziell deinen letzten Beitrag)


    Ich finde, dass JoDeKo die von dir interpretierte Aussage nicht geliefert hat.

    Man könnte auch sagen, der Preis ist höher, weils fett (Edit: dezent stylish passt wohl besser) & schwer und aufwändiger ist und gut aussieht und sich gut anfühlt und weil manche dafür zahlen.

    Vielleicht wollen die Klimax Kunden auch einfach gleich aussehende Kästen im Regal haben. Das Geld scheint ja da zu sein und Linn wird die Version wohl zu dem Preis verkaufen können.

    Du kennst die Kalkulationsgrundlagen?

    Dann erkläre doch mal bitte, warum das gleiche Gerät in einem anderen Gehäuse 2450.-€ mehr kosten muss.

    (Radikal Power Supply)

    Die Kritik ist doch gerade, dass man darüber „mimimi“ macht und meint, in die Kalkulation einsteigen zu können.


    Wir bewegen uns im HighEnd & Hobby Sektor. Seit wann gelten hier nur bei Linn andere Regeln der Preisfindung?

    Wer es nicht zahlen will, der lässt es ... aber jedes mal im Forum ein Fass auf machen? ... man, man, man :rolleyes:


    Übrigens- ich hab mich gestern mal nach Fahrradhelmen umgesehen (das ist auch der Hobby Bereich):

    Plastikschale mit Styropor Kern für beinahe 300 Euro. Auch da gibts Konkurrenz für einen Bruchteil des Preises, etwa ab 40 Euro. Son Ding hält viele Jahre - ich würde mir also trotzdem den kaufen, der mir gefällt...

    und nun?

    wo ist das Problem?