Posts by Brunolp12

    Was ist eigentlich der Unterschied vom KK/1 zum KK/2?

    Die analogen Vorstufen sind ja seit 2015 aus dem Programm. Da wollen viele wohl auch einfach eine möglichst frische, die noch längstmöglich fit bleibt.
    Ausserdem ist es schwierig, bei den Netzteil Generationen den Überblick zu behalten.... wenn man auf der sicheren Seite sein will, folgt wohl der Wunsch nach einer „späten KK Generation“.

    Da wären meine Favoriten, der Tonträger und der Raum dann lange nix. Dann kommen die Gerätschaften.

    ... wenn man davon ausgeht, dass Raum und Tonträger gegeben sind (auch wenn man Komponenten der Anlage tauscht: beides bleibt ja trotzdem - auch etwa ein besserer Abtaster müsste ja idR in demselben Raum funktionieren *) ), dann kann man in nächster Näherung doch wieder beides aus der Betrachtung raus lassen und zu den Komponenten übergehen.


    *) Fussnote: nein, das heisst nicht, dass man den Raum nicht zu optimieren braucht, sondern -im Gegenteil, dass man dies sowieso im Rahmen der Möglichkeiten tun sollte, egal welche Komponenten in der Kette zum Einsatz kommen.

    Vinyl kann Diamanten nicht primär aufgrund der Reibungskräfte zerstören. Aber durch die Reibung entstehen sogenannte Triboelektrische Effekte. Diese wiederum führen zu Chemischen Reaktionen zwischen dem Kohlenstoffgitter und dem Kunststoff.

    ich denke ausserdem, dass der „Reibpartner“ Schallplatte idR für die Nadel bedeutet, es eben nicht nur mit reinstem, purem Kunststoff zu tun zu haben.

    Ja bei der Entwicklung der Anlage kann man viele zeitraubende und teure Umwege machen ... Andererseits sind die eigenen Erfahrungen, die man dabei gewinnt, wichtig bis unentbehrlich

    Das stimmt. Deshalb finde ich die Frage, "was ist ein Umweg?" eigentlich garnicht so leicht zu beantworten.


    Ich besaß mal einen Proton am-452, den ich nach 2 Tagen gegen einen Mission Cyrus One tauschte. Das könnte man vielleicht einen "Umweg" nennen. Aber auch dabei habe ich gelernt und begonnen, meine "Hörvorstellungen" zu entwickeln (oder zu verstehen oder wie man es auch nennen will).


    Ansonsten kann ich nur berichten, dass es für den Enthusiasten nicht unbedingt zu erwarten ist, einmalig eine "gute" Anlage zu kaufen und dann niemals mehr zu investieren.

    Die Woche kam die neue Nick Cave ("Ghosteen"). Angehört habe ich sie allerdings noch nicht.



    Außerdem habe ich "entdeckt":

    Desert Sessions Vol 11 & 12

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    (wie ihr vielleicht wisst, Musik aus dem Dunstkreis von Josh Homme/Queens of the Stone Age)

    Ich hatte mal -allerdings vor ewigen Zeiten- ein Dynavector DV 10xirgendwas MKII .

    Das kam bei diversen Scheiben an Grenzen, weil es bei Bässen entweder aus der Rille flog oder der Nadelträger auf der Rillenflanke aufsetzte... genau liess sich das nie klären.

    Jedenfalls war das kein Spass.

    Seitdem wird das Abtaster Probehören bei mir ggf. auch mit ein paar extremen Scheiben durchgeführt.

    Also, die Argumentation, weiches Vinyl könnte die harte Nadel nicht abnutzen, ist seltsam. Nichtsdestotrotz beruhen Abnutzungs- und auch eventuelle Einspieleffekte nicht alleine aus einer Veränderung des Teiles, welcher beim Abspielen in die Rille eintaucht.

    Und ist das jetzt positiv oder negativ zu bewerten?


    Gruß,

    Fernseheumel

    Da maße ich mir keine Wertung an. Ich kann ja garnicht feststellen, ob jede Reinigung damit stets besser wird, als mit eventuellen Alternativen. Im Promo Video des Herstellers siehts super aus und halbwegs „narrensicher“ ist es auch. Aber ich denke, das Reinigungsprinzip wird immer so ungefähr eine ähnliche, reproduzierbare Reinigungswirkung haben, beim Prinzip „Nadel taucht in Kissen/Pad“ - wer das also kennt, der weiss auch, was der DS Audio Stylus Cleaner ungefähr macht.

    Ich habe mir mal so einen DS Audio Stylus Cleaner ST-50 zugelegt. Ist aber letztlich die „Nadel taucht in Kissen Methode“, die man da bekommt ...

    ich wollte gern ein altes MC-System reaktivieren, Kaufdatum Anfang 90er Jahre. Aus beiden Kanälen kommt Musik, allerdings sehr schlaff, vor allem im Bass, und irdendwie träge. Höhen sind auch nicht toll. Verzerren tut es auch relativ frühzeitig.

    In meinem Fall muss ich berichten, dass sich jeder meiner Abtaster nach einigen Jahren Betrieb schlechter anhörte als im eingespielten Neuzustand (etwa ab 2,5 bis 3 Jahren geht es los, dass ich es bemerke).


    Ich kenne natürlich nur eine kleine Menge von Abtastern dieser Welt. Aber die Alterung kommt grundsätzlich, vom Prinzip immer in Abhängigkeit von Zeit/ Lagerung, Nutzung/ Betriebsstunden und äußeren Bedingungen (Aufbau/Konstruktion und Material spielen auch eine Rolle).

    (und ich höre zuhause ausschließlich Platte, als einzige Signalquelle)


    Bei einem fast 30 Jahre alten System kommt wahrscheinlich nur eine komplette Revision in Frage. Der Aufwand ist nicht ohne und damit bekommst du trotzdem Eigenschaften, die nicht mehr unbedingt dem ursprünglichen Modell entsprechen.

    Da wäre für mich gleich eine Neuanschaffung die sinnvollere Alternative.

    Die Scharniere können irgendwann ausleiern oder am Widerlager der Spiralfeder im Kunststoff "ausbeulen"/brechen.

    War bei meinem in fast 30 Jahren auch schon mal der Fall.


    Außerdem las ich mal die These, dass die Hauben im Laufe der LP12 Generationen nicht immer das identische Gewicht hatten, so dass die Scharniere nicht alle mit derselben Spannung ideal dazu passen.

    Den zeitlichen Versatz den Du beschreibst, hat es nie gegeben.

    Seit ich auf Flohmärkte gehe werde auch Platten angeboten, die

    nur wenige Jahre (2-3) alt sind.

    okay. Dann eben 2 Jahre. Spielt aber keine Rolle.


    Klar kannst du für dich beschließen, dass du dich anders mit Musik versorgst. Die Branche wird aber Händler, Labels oder Presswerke nur dann ernähren, wenn jemand denen die Platten abkauft.


    Quote

    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, für einen Teil der neueren Musik werden gar keine Platten mehr gepreßt.

    Was soll mich daher in einem Plattenladen inspirieren?

    Also, die Plattenläden, die ich besuche, die inspirieren mich definitiv. Aber, wenn man das nicht kennt, dann denkt man natürlich das geht auch so ...

    Ich würde sogar sagen: "für einen Teil der neueren Musik" werden gar keine Tonträger mehr gemacht.

    Und nun? Ich suche mir halt unter denen, die es auf Vinyl gibt, welche raus. Ich denke, mein Überblick über das, was an Musik so erscheint, ist recht ordentlich. Dabei hilft mir tatsächlich auch immer noch der Besuch von Plattenläden... ganz oldSchool mit Kaffee, Schwätzchen und Probehören durch den Stapel von Tipps.


    ich gebe Dir in allen Punkten recht, aber Ausgangspunkt der Diskussion war doch die Frage, ob es mit dem Vinylhype schon wieder zu Ende geht. Und Grundlage für diese Behauptung war eine Verkaufsstatistik, die rückgängige Zahlen dazu lieferte

    Danke. Das stimmt natürlich. Ich bin aufs Stichwort Gebrauchtkauf/Flohmärkte abgebogen.

    Auch und besonders deshalb, weil mir der Punkt wichtig ist, dass diese (für mich) die Verfügbarkeit und den Verkauf von Neuware nicht ersetzen.


    Aber:

    Quote

    Nur kann man hohe Verkaufszahlen auch nicht mit lebendiger Musikkultur gleichsetzen. Denn wenn sie eine Millionen mal irgendein Reissue von Led Zep oder sonstwem auf dem Markt werfen, geht zwar die Verkaufskurve steil nach oben, die musikalische Vielfalt aber nicht.

    Es ist auch richtig, dass die Vinylverkäufe (und Vinyl Charts) sich sehr stark aus ReIssues speisen. Es wird ja sogar schon kritisiert, dass damit die Presswerke verstopft werden und wirkliche Neuveröffentlichungen darunter leiden.

    Die Gegenüberstellung "Wiederveröffentlichungen" vs "Gebrauchtmarkt" mag vor dem Hintergrund also sogar eine Berechtigung haben.

    Für mich persönlich hat aber einfach beides keine große Bedeutung. Mich interessiert neue Musik von jungen oder alten Künstlern und ich hoffe, die auch in vielen Jahren noch neu auf Vinyl kaufen zu können. Die Titel, die heute durch den Gebrauchtmarkt kreisen, sind auch irgendwann mal auf diesem Wege entstanden.