Posts by rogerwilco82

    Hi Horst,


    hast du ein Beispiel für den Vocal Jazz den du hörst?


    Von meinen gehörten Testplatten gehen am ehesten Eva Cassidy - Nightbird (Song: Time After Time) oder Taylor Swift - Folklore (Song: Exile) in die Richtung. Beide Sängerinnen haben bei diesen Songs eine sehr filigrane Stimme, die schnell zu dünn/spitz klingen kann. Für mich ist insbesondere Exile mit Bon Iver ein Song den ich gerne zum Testen höre, da dort mit der Stimme von Bon Iver auch noch das andere Spektrum mit dabei ist.


    Mit meinem Kiseki Blue N.S. war je nach Phono Pre mal Silber besser, mal Kupfer. Spielt die Phono Pre selbst eher filigran, so griff ich lieber zu Kupfer damit die Stimme nicht zu dünn/sphärisch wurde. Bei kräftigeren/erdigeren Phono Pres, durfte es auch gerne Silber sein.


    Tendenziell hat in meiner Kette Kupfer allerdings häufiger besser gepasst.


    Du merkst: es ist leider irre schwer eine übertragbare Antwort darauf zu geben - ich habe einige der Kombinationen vorher bei meinem Händler Uwe Heile vom Hifi Studio Falkensee hören können und auch dort waren manche Ergebnisse vollkommen anders als in meiner Kette. Für mich gilt daher schon seit längerer Zeit: Ich kaufe nichts, dass ich nicht in meiner Kette hören konnte.


    Gruß Robert

    Hallo zusammen,


    es hat in der Tat leider etwas gedauert, dafür habe ich nun noch ein paar weitere Übertrager hören können:


    NAT MC X

    NAT MC XS (Silber)

    Consolidated Audio (Silber)

    Consolidated Audio (Kupfer)


    Gehört wurde an diversen Phono Preamps in der Preisliga zwischen 3.000€ - 14.000€, wobei die meisten Tests eher in der Kategorie 8.000€ - 14.000€ durchgeführt wurden.


    Auch wenn man bei vielen Preamps in dieser Kategorie sicher von "sehr ordentlichen" MC-Zweigen sprechen kann, so hat mir persönlich nahezu immer die Variante mit externem Übertrager deutlich (!) besser gefallen.


    Bei allen Varianten haben bei mir insbesondere Räumlichkeit, Dynamik und Abbildung besonders von den Übertragern profitiert. Die NAT Übertrager z.B. öffnen den Raum auf nahezu spektakuläre Art und Weise. Angeschlossen an einen Preamp der 8.000€ Liga hatte ich plötzlich den Eindruck, erst jetzt das komplette Klanggeschehen hören zu können. Die NAT Übertrager sind gerade in dieser Disziplin für mich eine dicke Empfehlung. Sie öffnen den Raum auf eine beeindruckende Art. Die Silber Version (XS) ist dabei in der Tat etwas heller/schlanker und eventuell feiner, wohingegen die Kupfer Variante (X) bei mir ein dichteres und intimeres Klanggeschehen gezaubert hat. Etwas aufpassen musste ich bei den NAT Übertragern hinsichtlich Brummen - hier musste ich etwas Abstand zum Phonopre lassen, um dann völlig brummfrei zu hören.


    Bei den Consolidated Audio Übertragern ist mir insbesondere die Souveränität und Dynamik im Ohr geblieben. In Kombination mit einem bekannteren 3.000€ Phono Preamp, spielte dieser nun recht gut in der 8.000€ - 10.000€ Liga mit. Die Consolidated Audio Übertrager waren bei mir vollkommen unanfällig für jegliche Art von Brummen - selbst direkt neben dem Phono Pre platziert. Den Unterschied zwischen Silber und Kupfer habe ich beim Consolidated als etwas geringer empfunden. Kupfer war zwar auch hier etwas dichter und einen Tick dunkler, die Silber Variante jedoch kaum schlanker und nur einen Tick heller, dafür aber mit einer gewissen zusätzlichen Brillanz in den höheren Frequenzen. Die Unterschiede sind fein, in meinen Ohren aber groß genug um zumindest bei der Wahl des Phono Pres wirklich mal beide Varianten zu hören und sich dann für den Favoriten zu entscheiden. Eine generelle Empfehlung für Kupfer oder Silber könnte ich an dieser Stelle nicht aussprechen, da es wirklich von der Kette und dem eigenen Klangideal abhängt.


    Was ist nun mein Fazit?

    Für mich ganz klar: In meiner Phono Kette werde ich (früher oder später) einen externen Übertrager einsetzen. Derzeit probiere ich noch ein paar Phono Pres und muss für mich entscheiden, welchen Aufwand ich hier betreiben möchte. Als letztes spielte bei mir eine RCM THERIAA MKII, die für meine Ohren die Messlatte schon sehr weit nach oben legt. Objektiv betrachtet für meine Hörgewohnheiten sicher schon der absolute Overkill - allerdings geht es ja nicht darum wie oft man hört, sondern wie gut :-)

    Gruß Robert

    Sagen wir mal so: Mit den neuen internen Übertragern werden ja auch neue Preise für die MC Versionen kommen. Da muss man sich dann schon die Frage stellen, ob man 1500€ mehr für eine MC Version anlegt, deren MC Zweig man nicht nutzt.


    Auf der anderen Seite stelle ich mir natürlich die Frage, in wie weit die neuen Übertrager dann einen externen obsolet machen - wenn man die Kombinationen aber noch nicht gehört hat, bleibt es natürlich beim der Mutmaßung.


    Viele Grüße
    Robert

    Hallo zusammen,


    soweit ich in Erfahrung bringen konnte, wird die Signature u.a. mit einem größeren Übertrager ausgestattet. Es wäre daher wirklich mal interessant in Erfahrung zu bringen, ob es eine MM Signature gibt, wenn man eh einen externen Übertrager einsetzen möchte.


    Laut Rike kommen kurzfristig ja noch eigene Übertrager in die Modelle - was dann auch die Preise noch mal deutlich nach oben schraubt.


    Zum Thema Übertrager noch mal eine Frage: Welche Spannung verträgt die Rike ohne zu verzerren? Mein Kiseki hat 0,44mV und die Empfehlung schwankt zwischen 1:10 und 1:15. Hat hier jemand experimentiert?


    Danke & Gruß
    Robert

    Da ich gerade per PN danach gefragt wurde, hier noch mal für alle:


    Die technischen Details findet mal direkt bei NAT:

    https://www.nataudio.com/produ…-powered-phono-stage.html


    Die neuen NAT Übertrager die ich noch testen möchte sind diese hier:
    https://www.nataudio.com/produ…m/149-mc-transformer.html


    Ich werde versuchen diesen kurzfristig zu bekommen und teile dann natürlich gerne meine Eindrücke mit euch.


    Gruß Robert

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      (157.49 kB, downloaded 26 times, last: )

    Hallo zusammen,


    nachdem ich im März meinen neuen Dreher bekommen habe (Endlich zugeschlagen: Dr. Feicker Woodpecker, Schröder CB Carbon, Kiseki Blue N.S.), nutzte ich die vergangenen Monate um mich etwas intensiver mit dem Thema Phono-Vorstufen zu beschäftigen.


    Vor dem Wechsel vom Plattenspieler lief bei mir ein kleiner KECES ePhono. Solides Gerät für den Preis, aber mir fehlte dann doch das gewisse etwas. Um den für mich passenden Vorverstärker zu finden, holte ich mir einige Testkandidaten ins Haus die ich über mehrere Tage testen konnte: Trafomatic Evolution Phono, RCM Sensor 2, LAB12 Melto, Grandinote Cello, Allnic H1201, Allnic H-1500 II SE, Kondo GE-1 (mit Consolidated Audio Übertrager), NAT Vacuum I.N. (mit Consolidated Audio Übertrager), NAT Signature Phono.


    Ohne hier auf die einzelnen Geräte genau eingehen zu wollen, haben mich vier Geräte besonders begeistert: Die RCM, die Kondo und die beiden NATs.


    Obwohl ich mit den Endstufen und Vorstufen von NAT bereits eine Menge Erfahrungen sammeln konnte und meine aktuelle Vorstufe (NAT Magnetic) ja ebenfalls von NAT stammt, hatte ich bisher die Phonovorstufen nicht wirklich auf dem Schirm. Das änderte sich auf den diesjährigen Norddeutschen Hifi-Tagen. Entwickler Dejan Nikic war selbst vor Ort und stellte seine neue Vacuum I.N. vor. Im Zusammenspiel mit den neuen NAT Übertragern als auch dem Consolidated Audio war das dort gehörte für meine Ohren schlicht absolut überragend und weckte Lust auf mehr.


    Nun spielt die Vacuum leider in einer Preisklasse, die ich bei meinen aktuellen Hörgewohnheiten noch schwerer rechtfertigen kann. Auch wenn ich mir gerade einen neuen Dreher angeschafft habe, spielt in meiner Anlage hauptsächlich die digitale Kette. Mit zwei kleinen Kids im Haushalt fehlt für den analogen Zweig häufig schlicht die Zeit und Ruhe - ich würde schätzen ich komme aktuell im Schnitt auf ca. 2 Platten pro Woche. Es musste also eine "kleinere" Lösung her.


    Was mich bei der großen NAT so beeindruckt hat war neben der absoluten Ruhe im Klangbild die Souveränität und mühelose sowie gleichzeitig involvierende und emotional berührende Wiedergabe. Im Gespräch mit Dejan Nikic sprach er dann über seine kleineren Phono-Pres, die ich wie gesagt überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.


    Zu meinem Glück hatte mein Händler Uwe Heile von Hifi-Falkensee eben diese kleineren Pres ebenfalls im Programm und so kam ich in die Gelegenheit, mir den Signature Phono etwas genauer anzusehen. Mit einer UVP von rund 7000€ ist das Gerät zwar sicher kein Schnäppchen, aber dank dem Erscheinen der großen Vacuum I.N. schickt NAT die kleineren Signatures wohl bald in den Ruhestand - und so gibt es hier aktuell einen Nachlass.


    Wer NAT kennt, weiß sicher das "klein" auch bei der Signature eher relativ ist. Die Vorstufe wiegt um die 30kg und besitzt auch sonst die Größe einer regulären Vorstufe. Treiber von Größe und Gewicht sind wohl definitiv die 5 großen Akkus die im Inneren schlummern. Ans Netz angeschlossen, beginnt die Signature Phono auch gleich damit die Akkus zu laden. Bevor ich einen ersten Hörtest bei mir unternahm, gab ich der Pre einen Tag Zeit am Netz - und dann folgt mein Hörtest...


    ...und da war sie wieder. Diese Ruhe im Klang! Bei meinen Lautsprechern handelt es sich um aktivierte 2" Coax Hörner mit 15" Bässen. Dieses ansatzlose und emotional involvierende Klangbild der NAT holt mich hier einfach auf eine Art und Weise ab, wie es bisher nur sehr wenige Geräte hier geschafft haben. Die Ausbildung von Stimmen ist absolut klar umrissen und realistisch, dabei irre natürlich und immer mit einem gewissen Glanz bzw. Charme den ich so an guten Röhren zu lieben gelernt habe. Bässe kommen trocken und präzise und gehen wenn vorhanden so tief in den Keller, dass man sich fragt wie dabei nur die Nadel in der Rille bleiben kann. Die Räumlichkeit ist so plastisch, dass es teilweise beängstigend wirkt - Pink Floyd - The Wall wird hier definitiv zum Live-Spektakel.


    Meine analoge Kette ist erstmal "fertig"...wobei...ich glaube ich werde jetzt noch mal mit den neuen NAT Übertragern bzw. den von mir an den großen Geräten getesteten Consolidated Audios testen. So oder so: Es ist stets ein Genuss!


    Gruß Robert

    Hallo zusammen,


    ich hole diesen Thread mal wieder ins Leben und würde mich über Erfahrungen der Kiseki Blue N.S. Besitzer freuen. Ich betreibe das System zu meiner Zufriedenheit an meinem Schröder CB Carbon Tonarm auf meinem Dr. Feickert Woodpecker. Mit Phono-Pres habe ich schon etwas experimentiert und habe aktuell eine NAT Signatur Phono im Einsatz. Welche Phono Pre ist euer "Best Match"?


    Gruß Robert

    Hallo Jürgen,


    mich habe kürzlich bei RCM alle drei Phonovorstufen im Vergleich gehört. Die THERIAA ist schon sensationell gut. Rogers Spitzenmodell ist insbesondere in Sachen Natürlichkeit und Raum noch mal eine andere Liga - bringt allerdings durch das Schaltungsdesign erheblich mehr Grundrauschen mit. Für mich als „Leisehörer“ wäre das leider ein K.O. Kriterium.

    Die Lampizator MC1 hat mir ebenfalls sehr gut gefallen! Preis/Leistung stimmt hier für mich - lediglich das Gehäuse könnte noch etwas wertiger und die Bautiefe geringer sein.


    Meine derzeitige Referenz ist die neue NAT Phono Pre (Vacuum I.N.). Die solltest du dir dringend mal anhören.

    Gruß Robert

    Hallo zusammen,


    hier noch mal ein Update zur RCM Big Phono: Ich konnte die Phono Vorstufe jetzt noch mal in vertrauter Umgebung hören und kein nennenswertes Rauschen mehr feststellen. Vermutlich lag es im damals leider nur kurz gehörten Setup an der Einstellung oder an einer anderen Komponente.


    Die Big Phono ist sowohl optisch, von der Verarbeitung als auch klanglich schon eine Wucht. Wer bereit ist das Geld in die Hand zu nehmen, findet dort womöglich seine letzte Phono Vorstufe...


    @Jürgen: Hast du vor die große mal zu testen?


    Gruß Robert

    Hi Juergen,


    das mit dem NAT Übertrager ist natürlich auch eine Idee. Die Melto2 hatte ich hier und war ehrlich gesagt nicht so angetan - die lief aber auch als MC.

    Lampizator MM + NAT Übertrager ist auch eine Idee. Ich finde nur die Abmaße vom Lampizator etwas ungünstig. Muss ich mir die Tage noch mal genauer ansehen!


    Gruß Robert

    Hi Matthias,


    Gryphon klingt spannend - ich muss mich mal umsehen ob man die irgendwo zum Testen bekommt.

    Beim Soundsmith handelt es sich doch um eine Kombination samt Tonabnehmer, oder lese ich das falsch?


    Aktuell habe ich eine Kondo GE-1 mit Consolidated Audio Übertrager hier. Klanglich genial, ist mir aber ehrlich gesagt nen Tick zu teuer.


    Morgen bekomme ich den kleineren NAT Phonopre...mal sehen was der kann.


    Gruß Robert

    Hi Jürgen,


    das Thema kenne ich. Bei längeren Distanzen ist XLR klar im Vorteil. Deine Boulder 2008 scheint ja definitiv eine Ansage zu sein.


    Mit Dejan habe ich in Hamburg gesprochen, als er dort seine Phono präsentiert hat. Die alte von ihm würde ich auch gerne mal testen - allerdings sind die Abmessungen nicht so praktikabel bzw. eigentlich zu groß für mein Rack.


    Welche Kandidaten kannst du denn noch so empfehlen. Preislich möchte ich eigentlich maximal 6000-7000€ anlegen.


    Gruß Robert

    Hallo Jürgen,


    mich habe kürzlich bei RCM alle drei Phonovorstufen im Vergleich gehört. Die THERIAA ist schon sensationell gut. Rogers Spitzenmodell ist insbesondere in Sachen Natürlichkeit und Raum noch mal eine andere Liga - bringt allerdings durch das Schaltungsdesign erheblich mehr Grundrauschen mit. Für mich als „Leisehörer“ wäre das leider ein K.O. Kriterium.

    Die Lampizator MC1 hat mir ebenfalls sehr gut gefallen! Preis/Leistung stimmt hier für mich - lediglich das Gehäuse könnte noch etwas wertiger und die Bautiefe geringer sein.


    Meine derzeitige Referenz ist die neue NAT Phono Pre (Vacuum I.N.). Die solltest du dir dringend mal anhören.

    Gruß Robert


    Update zur RCM Big Phono: Ich konnte die Phono Vorstufe jetzt noch mal in vertrauter Umgebung hören und kein nennenswertes Rauschen mehr feststellen. Vermutlich lag es im damals leider nur kurz gehörten Setup an der Einstellung oder an einer anderen Komponente.

    Robert, eine sehr schöne Feickert/Schroeder Kombi!


    Auf einem Eichen Rack ist es nicht unkritisch Plattenspieler mit Holzoptik zu stellen. Oft ist es nur ein schmaler Grad zwischen sich ergänzenden Holzoberflächen und völliger Kollision. Mit der schwarzen Laufwerk/Tonarm Kombi und der Eichenmaserung des Beaudioful Räcks hat er eine klare, gut kontrastierende Entscheidung gefällt.

    Hallo skeptiker,


    das war exakt der Grund warum ich mich für die Kombination entschieden habe.


    Der Intertia Teller hat mich optisch angesprochen - allerdings eher in der Version mit schwarzer Oberfläche als in der silbernen Variante. Ganz ohne Rack hätte mir Holz im Kern auch gefallen - allerdings würde sich dieses eben mit meinem Rack in Eiche beißen. So fiel die Entscheidung in Richtung schwarz/schwarz.


    Das Thema Staub ist mir bisher ehrlich gesagt noch nie in den Sinn gekommen. Regelmäßiges Putzen sollte ja hoffentlich eher die Regel als die Ausnahme darstellen. Auch meine anderen Komponenten sind ja vom Thema "Staub" betroffen - unabhängig davon an welcher Stelle sie nun Löcher haben :-)


    Für mich ist der Dreher jedenfalls ein großer Sprung und spielt bei mir in der Kette sensationell. Ich würde natürlich gerne in den nächsten Plattenladen laufen und meine Sammlung etwas erweitern - dank Corona wird das wohl aber noch etwas warten müssen.


    Gruß Robert