Beiträge von micha_bln

    Hallo liebe Tonabnehmerjustierer,


    zu meinen Rega RB300-Zeiten habe ich immer mit einer db-Systems-Schablone justiert. Die zeigt einem ganz gut welche Optimierungsschritte man als nächste vornehmen muß. Das Hauptproblem ist, leider, das auch praktisch umzusetzen. Mal ehrlich: wer hat schon das Feingefühl einen Tonabnehmer bewußt und eindeutig reproduzierbar um Zehntelgrad- und Zehntelmilimeter-Schritte zu justieren (bei Langlöchern in der Headshell). Spätestens beim Anziehen der Befestigungsschrauben ist doch wieder ein minimaler Fehler drin. Wenn es irgendwann paßt ist immer auch ein wenig Glück dabei (nicht das Glück des Dummen sondern das Glück des Tüchtigen der schon 20 Iterationsschritte hinter sich hat ;) ). Am Ende hat man einfach die Montagetoleranzen der Nadel im Nadelträger (auch die gibt es !) geschickt ausgeglichen.


    Zu bedenken ist auch der Zug am Nadelträger durch die laufende Plattenrille. Das macht noch einmal ca. einen Millimeter aus und sollte bei der Justage beachtet werden (ist glaube ich schon einmal gepostet worden).


    So gesehen ist es fast egal ob Baerwald, Loefgren oder von wem auch immer die Nullpunkte sind. Die genante dB-Systems-Schablone hat auch die klassischen 66,04 und 120,9 mm.


    Mir ist bei meinem SME5 durchaus bewußt daß die Geometrie nicht 100%ig paßt. Dazu müßte der Abstand Nadel-Mittelpunkt der Befestigungsschrauben 9,5 (z.B. mein altes Clearaudio) und nicht 8,5 mm sein (mein XX-2). Es kratzt mich aber nicht sonderlich weil es trotzdem gut klingt.


    Ich glaube die Fertigungsgüte des Tonabnehmers hat einen größeren Einfluß auf die Verzerrungsfreiheit als die ultimative Justagepräzision. Oder ?


    Viel Freude beim Justieren und nicht irre machen lassen


    Micha

    Hi Björn,


    interessante Seite. Vor allem weil ich dort die Schaltung meiner "ersten High End Liebe", dem Musical Fidelity A1, entdeckt habe. Ach war das Leben damals schön ..... ;) Ist aber auch interessant für l´Audiophile- und NAD 3020-Liebhaber.


    Viele Grüße


    Micha

    Hallo,


    bei phonophono stehen ein Paar Avalons die ich einmal über einen Simon Yorke mit Koetsu Rosewood gehört habe. War etwas irritiert was aber m.E. an der Verstärkerkombi (Tom Evans Groove, Spectral-pre und Air Tight Röhren-power) liegen dürfte. Die Röhre gefällt mir (und meinem Mithörer) wohl nicht. Mit einer Spectral-power zum Beispiel erwarte ich hier viel mehr.
    Mit meinen YBAs dürfte das gut zusammenpassen.
    Müßte ich mich neu orientieren (ist zum Glück nicht nötig) und hätte das Geld dann würde ich mir auf jeden Fall eine Avalon anhören. Eine "luftige" Bühnenabbildung und ein sauberes, entspanntes Klangbild sind meine Lieblingsattribute und das scheinen Avalons ganz gut draufzuhaben. Horn- oder Breitbandsysteme wären nicht mein Ding.


    Viele Grüße


    Micha

    Hallo,


    beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile:
    Vollverstärker: kürzere Signalwege (kein Pre-Out Treiber), keine Verkabelung Pre-Power nötig (mit all den lästigen Kabeln, steckern, Lötstellen)
    Vor-/Endstufe: bessere räumliche Trennung der schwachen Phonosignale vom Leistungsteil/Trafo, separate Netzteile, Flexibilität.


    Bis ca. 4000-5000 € scheint mir ein Vollverstärker sinnvoller zu sein. Die Aufstellung spielt aber auch eine Rolle dabei (Länge der LS-Kabel). Ebenso das Zusammenspiel Lautsprecher-Endstufenteil. Keine leichte Entscheidung.


    Viele Grüße


    Micha

    Hallo,


    als Anhänger der Homogenitätstheorie habe ich, wo es möglich war, immer denselben Kabel- und Steckertyp gewählt. Nur das Tonarmkabel ist dünner (Subchassis), aber wenigstens vom selben Hersteller.


    Ob es nun unbedingt besser klingt weiß ich nicht (irgendwann ist man des Kabeltestens überdrüssig), aber es macht die Auswahl einfacher .... ;)


    Viele Grüße


    Micha

    Hallo,


    ich habe seinerzeit ein Stück von meinem Tonarm-Prepre-Kabel (Isoda HC05) organisiert, auseinandergenommen und daraus Headshellkäbelchen selbst gelötet. Als Stecker haben sich die Clearaudios bewährt.
    Meiner Meinung nach ist eine Lötverbindung besser als eine gecrimpte (hat auch R. Kraft irgendwann mal geschrieben), gerade bei diesen dünnen Drähtchen, und schon einmal ein guter Weg zu besserem Klang.


    Viele Grüße

    Micha

    Hallo zusammen,


    tja, der ideale Tonarm:
    Idealerweise sollte er alle Justagemöglichkeiten bieten (ja ja, auch den Azimuth, auch wenn ich gerade etwas anderes geschrieben habe), sehr gute Lager besitzen, aus den besten Materialien bestehen, eine gute Verkabelung besitzen, universell einsetzbar sein (vom 4g ZYX bis zum ...?? .... ich glaub´die AudioNotes sind die schwersten 1/2"-TA oder ?? ), gut aussehen, gut gefertigt sein und gut klingen (hallo Binsenweisheit ;)).


    Nur ausgereifte Konstruktionen können sich lange behaupten. Also meiner Meinung nach vor allem Rega und SME. Viele anderen kommen, gehen, kommen manchmal sogar wieder, gehen vielleicht bald wieder ??.


    Der schon zitierte TriPlanar gehört wohl leider dazu. Und was ist eigentlich mit Immedia ? Schade, 2 tolle Konstruktionen, auch optisch.
    Dem EMT wünsche ich daß er bleiben wird, dem Ortofon dito. Der Graham hat´s wohl geschafft.
    Ansonsten scheint es einen kleinen Trend zur Laufwerk/Tonarm-Kombination zu geben: Simon Yorke, Linn, VPI, Brinkmann fallen mir hier spontan ein. Deren Tonarme scheinen eher selten ohne das hauseigene Laufwerk verkauft zu werden (im Vergleich zu Rega und SME).


    Mein persönlicher Traum wäre ein SME5 in Silber (paßt schöner zum Oracle) mit bester serienmäßiger durchgehenden Innenverkabelung. Die fehlende Azimutheinstellung macht die Auflagekrafteinstellung per Feder wieder wett (finde ich sehr wichtig).


    Viele Grüße


    Micha

    Hallo zusammen,


    bin ich froh daß ich mich bei meinem SME5 nicht mit diesem Thema auseinandersetzen muß. Hatte mit einem Clearaudio Signature und meinem aktuellen Dynavector XX-2 auch nie das Gefühl daß da etwas nicht paßt.
    Es gibt so viele Ungenauigkeiten in dem ganzen Komplex daß es m.E. nur sehr selten 100%ig paßt. Unterschiedliche Preßqualitäten, Plattendicken, Plattenteller mit den unterschiedlichsten Oberflächen usw. usf. . Und auch beim TA müßte die Nadel und (!) die beiden Spulen exakt in den geforderten Winkeln zueinander stehen (was nützt die senkrechte Nadel wenn die Spulen nicht exakt bei +/- 45° stehen oder der Magnet schief sitzt, oder der TA-Körper nicht exakt gefertigt ist).
    Wer hier von Zehntelmillimetern oder Zehntelgrad redet hat ultraruhige Finger oder weiß einfach nicht um welche minimalen Dimensionen es hier geht.
    Überlegt man sich nun noch wie sehr sich unterschiedlich stark angezogene Befestigungsschrauben klanglich bemerkbar machen können landet man sehr schnell im justagetechnischen Nirvana ("Sch...., es paßt immer noch nicht"). Mittlerweile verstehe ich die Philosophie von Rega und SME ganz gut. Ich finde auch daß die TA-Hersteller hier viel genauer arbeiten müssen. Bei den Preisen die mittlerweile aufgerufen werden darf man das erwarten. Ansonsten: zurück zum Erbauer.


    Sorgfältig justieren, soweit wie möglich ohne sich verrückt zu machen: ja
    Für jede LP neu justieren: nein


    Viele Grüße


    Micha

    Hi Andreas,


    mir fällt so spontan noch der Dual CS505 ein. Ist ja mittlerweile auch schon ein Klassiker (finde ich jedenfalls). Ich habe mal gehört daß der Dual in England sehr beliebt war, und die verstehen bekannterweise ja etwas von "Budget-High-End". Späteres Aufrüsten mit einem besseren Tonabnehmer sollte, dank des sehr guten Tonarms, ebenfalls kein Problem sein (ein von YBA getuntes MC-System Audio Technica AT33 funktionierte jedenfalls sehr gut im 505er, so meine Hörerinnerung).


    Viele Grüße aus und nach Berlin


    Micha

    Hallo Bernd,


    ich möchte Dich auch zu Deiner Entscheidung beglückwünschen. Meine Kontrapunkterfahrung ist ein Messebesuch wo ein LS nach vorne und der andere zur Seite strahlte (also total schräg), an irgendeinem Plattenstand auf der HighEnd. Mit ´nem Alchemist Kraken-Vollverstärker und einem Systemdek-Plattenspieler hat man schon sehr gut ahnen können was für Qualitäten in diesen kleinen Kisten stecken.


    Viel Spaß für die nächsten 20 Jahre ... ;)


    Micha

    Oh, da hast Du jetzt eine Bildungslücke bei mir geschlossen. Ein Delta im Bleikorpus war mir nicht mehr bekannt (ist ja auch schon ´ne Weile her). Ich dachte das Gamma ist im Laufe der Zeit so gut geworden (Selektion) daß die Abstufung irgendwann insider-accurate-signature-gamma improved hieß, mit stufenweiser Verdopplung des Preises. Die Clearaudios im Bleikorpus waren ca. 11,5g schwer und die Auflage lag in der Tat höher, bei ca. 2,5 .. 2,8 g, also wie von Dir beschrieben. In der "Bleikorpusphase" gab es einige Varianten: 50Ohm Kupferspulen, kurzzeitig 25Ohm Silber und zuletzt dann Goldspulen mit glaub´ ich 60 Ohm.


    Ob das System von Thomas ein altes oder neues ist läßt sich ja leicht erkennen. Der Epoxykorpus war meistens grün, die Platte mit den Befestigungslöchern separat angeklebt und etwas größer. Bei dem Alter von Laufwerk und Arm würde ich fast auf ein "altes" Delta schließen.


    Mach doch mal ´n Foto.


    Viele Grüße


    Micha

    Hi Thomas,


    das Clearaudio Delta dürfte so etwa Jahrgang ´85 bis ´88 sein. Ist bei einem Clearaudio aber kein Problem. Etliche 1000 Stunden Laufzeit sollten, korrekte Einstellung vorausgesetzt, kein Thema sein. Wenn mein Gedächnis mich nicht trügt liegt die Masse (Epoxydharzkorpus) bei ca. 8g, Innenwiderstand 50 Ohm, Trigon-Nadelschliff (noch nicht die 2P, also doppelt polierte, Variante) Auflagekraft 2,2 ..2,5g. NP damals so um die 1000 - 1200 DM. Die besser selektierte Variante des Clearaudio Gamma (750DM) und schlechter als das PSO (2000DM) bzw. Signature (2500DM, Bleikorpus). Beim Abschlußwiderstand habe ich damals (Clearaudio Signature) beste Erfahrungen mit 50 Ohm Abschluß gemacht. Hochohmigerer Abschluß tut m.E. den Clearaudios nicht so gut (natürlich auch Geschmackssache).
    Klanglich sehr dynamisch mit einer tollen Räumlichkeit. Wenn einen der Tick ins Helle nicht stört dann sind das tolle Tonabnehmer mit langen Laufzeiten. Nadeltausch könnte sich sogar irgendwann lohnen.
    Ich würde es erst einmal laufen lassen und dann weitersehen ( bzw. -hören ;) )


    Viele Grüße


    Micha

    ´n Abend,


    bei mir sind gerade die Sängerinnen mit großem Orchester dran.
    Nach Natalie Cole - Unforgettable kam Manhattan Transfer - Mecca for Moderns (kleine Abweichung) auf den Teller. Über Shirley Bassey - Great Performances bin ich gerade bei Eydie Gorme - The Sound of Music and other Broadway Hits gelandet. Gerade die letzte Scheibe habe ich ewig gesucht nachdem ich sie im Radio gehört habe (vor über 15 Jahren), gefunden vor ca. 10 Jahren in New York, eine Mono-LP (ist bisher keinem Mithörer so recht aufgefallen ;) und es klingt fantastisch) die mich 50 $ gekostet hat und für mich jeden Cent wert ist.


    Irgendwie ist der Herbst doch eine schöne Jahreszeit, da macht Plattenhören richtig Spaß. Wenn es draußen kalt und dunkel ist.


    Viele Grüße


    Micha

    Hallo zusammen,


    mein Traumvorverstärker wäre dieser hier, die Signature 6 Chassis von Yver Bernard Andre:



    Extremer kann man kaum noch die einzelnen Bereiche trennen. Ähnlich konsequent hat das vielleicht nur noch Gryphon gemacht mit der Elektra+Orestes (4 Gehäuse, naja, eigentlich sogar 8 ) oder der letztens erwähnten Phonostage+Headamp realisiert. Nicht zu vergessen die Connaisseur-Geräte von Petr Mares (laufen heute glaub´ich als Lyra).
    Zu den "ewigen" Vorstufen fällt mir noch die Convergent SL1 ein.


    Viele Grüße


    Micha

    Hi Hansjürgen,


    eine richtig kleine, feine Anlage die Du Deinem Sprößling hingestellt hast. Und den guten Musikgeschmack hat er ja vom Vater geerbt (Reggae - Jazz ... irgendwann verwischen die Grenzen einfach).


    Viel Spaß euch beiden


    Micha

    Hallo,


    die Gryphon Phonostage hat damals um die 4500 DM gekostet. Habe sie zwar nie ausfürhlicher gehört, aber wenn sie so gut ist wie der Headamp ist das ein -Zitat Stephan: - absolutes Sahneteil.
    Und meinen Headamp geb´ ich nicht her .....


    Viele Grüße


    Micha

    Hallo LoLo,


    kann hier nur einige Gedanken am Rande abgeben.
    Wenn ein MC-Hersteller einen passenden Trafo anbietet würde ich von einer sehr gut passenden Kombination ausgehen. Ähnlich soll (!) es ja beim Ortofon SPU sein daß mit dem passenden (und abgestimmten) Trafo besser klingen soll als jede aktive Lösung. Es gab Zeiten, da war es üblich zum MC den passenden Trafo anzubieten (Koetsu, Fidelity Research, Supex, Audio Technica .... komisch alles Japaner). Und ein Trafo rauscht nun einmal nicht.
    Gerne würde ich den zu meiner Vorstufe passenden YBA-Trafo verwenden (der wird direkt an die Phono-MM-Buchsen gesteckt, eigentlich eine geniale Lösung), aber leider, oder zum Glück ??, klingt der Gryphon Headamp bei mir einfach besser. Einen universellen Trafo scheint es demzufolge wohl nicht zu geben. Schade.
    Also ich würde mich in diesem Fall mit dem Lyra Trafo beschäftigen.
    Denn die Zeit der Prepres ist wohl leider auch vorbei.


    Viele Grüße


    Micha

    Hi Rüdiger,


    das ist eigentlich vom Prinzip her eine einfache Basisschaltung, hier in einer Differenzverstärkeranordnung. Damit spart man sich die ziemlich großen Einkoppelkapazitäten am Eingang die bei unsymmetrischer Spannungsversorgung nötig wären. Der, wie ich finde, große Vorteil der Basisschaltung ist der, für MCs ideale, niedrige Eingangswiderstand. Keine Energie gehr durch einen Parallelwiderstand verloren. Wär auch schade da ein MC ca. 50mal soviel Strom liefert wie ein MM. Wozu das verbraten !
    In der HF-Technik wurde diese Schaltung wohl sehr oft eingesetzt da der Eingangswiderstand im Bereich der üblichen Wellenwiderstände liegt (50-75Ohm) und diese Schaltung eine sehr hohe obere Grenzfrequenz hat (höher als bei der Emitterschaltung).
    Der Stromspiegel dient nur dazu die Basis wechselstromseitig niederohmig auf Masse zu legen und das geht hier mit 2 gleichen, thermisch gekoppelten, Transistoren am einfachsten.
    Die Idee mit der Stromquelle wäre m.E. der nächste logische Schritt. Das wäre dann wirklich der "klassische" Aufbau eines Differenzverstärkers, nur daß man hier in den Emitter und nicht in die Basis "reingeht". Die 6,2k muß man dann drin lassen.


    Viele Grüße und weiterhin frohes Löten ...


    Micha

    Hi _Frank_,


    ich finde als privater Musikliebhaber und Analogfreak muß man von der ganzen Theorie auch nicht so viel Ahnung haben wenn´s einen nicht so sehr interessiert. Die kann nämlich recht kompliziert werden.
    Mir sträuben sich nur immer die Nackenhaare wenn ich in Testberichten solche Dinge lese wie "Ruhestrom von 1Watt" oder ähnliches. Ein Fachjournalist sollte da schon etwas mehr auf dem Kasten haben so daß Ihm wenigstens keine gröberen Fehler unterlaufen. Immerhin lesen viele Leute sowas und glauben es dann auch. Man muß ja nicht gleich so brilliant sein wie ein Roland Kraft.


    Und für alle anderen die mehr wissen wollen gibt es ja das Analog-Forum wo der eine oder andere Elektrotechniker rumwuselt und ggf. etwas Theorie liefern kann ... ;) .


    Weiterhin viel Spaß beim Basteln


    Micha