Posts by 528

    Ich weiß was Du sagen willst, aber ein guter Tuner nimmt auch eine Quad, LogPeriodic oder auch eine HB9CV ;) Wichtig ist doch, dass die notwendige Antennenspannung eingefangen wird, um guten Empfang zu haben.

    Bei der HB9CV hat man den Gewinn einer 4-Element-Yagi mit nur 2 Elementen. Gerade auf dem Balkon kann das wichtig sein.

    Absolut, das Thema Polarisationsdrehung halte ich für den praktischen Anwendungsfall für überbewertet. Bestenfalls kann eine Neigung der Antenne aus der Waage marginale Vorteile bringen, aber selbst das ist selten, denn jede Antenne hat einen mehr oder weniger großen Öffnungswinkel.

    Polarisation und Öffnungswinkel einer Antenne sind verschiedene Dinge. Falsche Polarisation kannst Du nicht mit dem Öffnungswinkel kompensieren.



    Viele Grüße


    528

    Hallo Joachim,


    aus meiner Funkamateur-Ausbildung und weiterer allgemeiner Beschäftigung mit dem Thema UKW war für mich nur die vertikale Polarisation beim Rundfunk ein Thema.

    Hier in Deutschland war aber die Polarisation der UKW-Sender (bis auf kleine lokale Sender) auch früher schon immer horizontal.

    Hallo Peter,


    ich kann Joachim da nur zustimmen, UKW ist (und TV war) i.d.R. horizontal, wobei es kleine Füllsender in vertikaler Polarisation gab. Die Reichweite ist horizontal auch größer als vertikal.

    Wann hast Du die Lizenz gemacht? Die Polarisation des Rundfunks war bei mir (in den 80er Jahren) kein Thema oder gar eine Prüfungsfrage. Oder ich habe das vergessen. ;-)

    Auch Autoantennen waren ja vertikal montiert, um bei Fahrten und Reisen die UKW Sender empfangen zu können. Sendeseitig wurden oftmals die Antennen noch gestockt, um einen besseren Wirkungsgrad zu erhalten.

    Die klassischen Einbauorte für die Auto-Antennen sorgten dafür, daß das keine vertikale Polarisation war. Durch die schon angesprochenen Drehungen stimmt da eh nichts mehr.

    Ich habe es schon öfters erlebt, daß beim Einsatz einer HB9CV im Zimmer die vertikalen 2m-Relais mit horizontaler HB9CV deutlich bessen ankommen als bei richtiger Polarisation.



    Viele Grüße


    528


    PS. Hat schon mal jemand hier ne HB9CV für 3m gebaut und probiert? Passt besser auf den Balkon als eine 4-Element-Yagi.

    Häufig wurde in diesen Jahren das Signal auf Fernmeldetürmen mit erheblichem Antennenaufwand eingefangen und dann an die verschiedenen Kopfstellen ringsum per Richtfunk verteilt. Möglicherweise hat der Kabelklang durch diese Wandlung etwas an Qualität verloren.

    Dann hatte ich damals Glück, da bei uns im Ort UKW an der Kopfstation empfangen wurde und wir waren vielleicht 700m davon weg. Der Klang war nicht schlechter, dafür gab es mehr Programme in Stereo, im Vergleich mit der kleinen 3-Element auf dem Rotor (die Kopfstation lag etwas höher). Auch war bei den Ortssendern der Rauschabstand im Kabel etwas schlechter.

    Allerdings war DRS3 nicht im Kabel, den ich damals gerne auf UKW gehört habe. Da war das Band aber auch noch nicht so voll wie heute.



    Viele Grüße


    528

    Der Punkt ist doch, inwieweit gilt für UKW oder DAB+ noch das Ideal der High (= truest possible) Fidelity. Oder ist das Schnee von gestern?

    Das galt noch nie, da eigene Aufnahmen immer extrem monokompatibel gemacht wurden und eine TSD15 kein HighEnd ist. Es gab aber eine Vorstellung von Mindestqualität, die ich gerne wieder hätte.

    Die Einführung von "High Com FM" wurde damals nicht durchgeführt da die durch den Kompander erzeugte Dynamikkompression, die bei Empfängern ohne "High Com FM" natürlich hörbar wird, nach der Meinung der Verantwortlichen der ARD, für den Zuhörer (selbst im Auto) unzumutbar sei.

    Hätte man das System damals eingeführt, könnte heute jeder Hörer zwischen Dynamik und Pressklang selbst entscheiden.

    Leider ist es nicht so gekommen, da man für die Hörer ohne "High Com FM"-Decoder keine Kompromisse machen wollte und mit Einführung der privaten Sender dann die Verbreitung des Optimod kam. Nun muß jeder diesen Klangbrei hören, selbst beim Deutschlandfunk.


    Mit den digitalen Verbreitungswegen könnte man aber nun gegen Optimod argumentieren, da eine Dynamikkompression, bei digitaler Modulation, keinen Reichweitenvorteil mehr bietet.

    Interessiert aber "fast" niemanden mehr. Leider!



    Viele Grüße


    528

    Wobei Klangbearbeitung und Bitdatenreduzierung sicher zwei Paar Stiefel sind.

    Jedes jemals beim Rundfunk verwendete Equipment, wie z.B. im Vinylzeitalter der verwendete Tonabnehmer, hat im Grunde schon den Klang bearbeitet.

    DIe UKW-Umsetzung im Kabel damals war i.d.R. analog. An der Kopfstation wurde das Programm per UKW empfangen und auf der ZF-Ebene umgesetzt. Dabei ist, bis auf eine Verschlechterung des Rauschabstandes, eine Dynamikkompression nicht möglich.

    Es soll aber auch Orte gegeben haben, wo die Programme aus der Ferne zugeführt wurden, weil es keinen Standort mit sehr gutem TV-/Radioempfang gab. Wurde digital zugeführt, war das bei der Post damals 32kHz Abtastrate bei 14Bit Wortbreite. Vielleicht erklärt das die von Jaromir Jagr gemachte Beobachtung.



    Viele Grüße


    528


    PS. Bei dem Klang z.B. eines Tonabnehmers würde ich nicht von Klangbearbeitung sprechen wollen.

    Der Klang an dieser Antenne war richtig gut, klar, luftig, räumlich, dynamisch.

    Dann wollten mehrere Mieter die privaten Fernsehsender empfangen und so wurde ein Kabelanschluß gelegt und dann leider auch der Rundfunkempfang darüber eingespielt.

    Ich stellete abends den Cambridge Tuner an und vorbei war es mit der Faszination, dynamisch begrenzt, ein enges Klangbild. Der Tuner blieb einfach aus.

    War das ein Kabelanschluß der damaligen Bundespost, oder ein Anschluß einer privaten Firma?

    Ich frage deshalb, weil die UKW-Sender bei der Bundespost damals ohne Klangbearbeitung umgesetzt wurden. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde sogar auf der ZF-Ebene umgesetzt.

    DVB-S ist datenreduziert und ungefähr auf dem Niveau vom Vorgänger ADR. DSR gibt es leider nicht mehr. Das war wohl zuviel Qualität :thumbdown:

    ADR hatte nur 192kBit/s bei deutlich älteren Encodern, die (zumindest für mich) immer deutlich hörbare Artefakte produziert haben. Die DVB-S-Aussendungen auf dem Hörfunktransponder der ARD sind, zumindest nach meinem Empfinden, deutlich besser als ADR und frei von hörbaren Artefakten.

    Von DSR (32kHz mit 14Bit nichtlinear) habe ich noch ein paar Mitschnitte auf DAT, die ich aber schlechter als aktuelles DVB-S (MPEG 1 Layer 2 mit 320kBit/s) der ARD einstufen würde. Das mag aber auch den damaligen A/D-Wandlern geschuldet sein. MPEG 1 Layer 2 klang aber zu der Zeit noch schlechter.



    Viele Grüße


    528

    audiowala : Hier geht es um DAB+, weshalb ich Dich bitte, die inhaltlichen Probleme des Rundfunks in einem anderen Thread zu besprechen. Vielleicht sind wir bei diesem Thema auch mal einer Meinung, auch wenn die Art der Meinungsäußerung sicherlich unterschiedlicher nicht sein könnte. ;-)



    Viele Grüße


    528

    Die einen behaupten UKW wäre teuer, andere halten richtig, weil ja auch sowas von absehbar. dagegen, dass DAB+ den mehrheitlich leider noch nichts Böses ahnenden Gebührenzahlern unterm Strich noch viel teurer zu stehen kommen wird.

    Warum UKW teuer ist, wurde hier vorgerechnet. Auf andere Rechnungen warten wir bislang vergebens.

    DAB+ für Autofahrer kann nicht einfach à la 'GEZ' von allen Gebührenzahlern, treffendes Wort von Tomfritz übrigens, abgepresst werden.

    1. Die häufigste Radionutzung findet heute im Auto, in der Küche und im Büro statt. Ein darauf optimiertes System hat natürlich seine Berechtigung.
    2. Die GEZ gibt es nicht mehr.
    3. Werden von dem Rundfunkbeitrag/Haushaltsabgabe in der Höhe von EUR 17,50 nur 9 Cent für DAB+ benötigt. Der Rest, EUR 17,41, sind u.a. für Lizenzkosten (Spielfilme, Fußball, Musik usw.), Personalkosten, Gebäude und technischer Betrieb, wie z.B. die vielen UKW-Sender mit 100kW Strahlungsleistung.
    4. Bei 9 Cent von EUR 17,50 von "Abpressen" zu reden, ist einfach nur unsachlich. Es ist in unserem System so, daß der einzelne auch mal etwas mitbezahlt, was er nicht nutzt. Sich darüber aufzuregen zeigt, daß man das Prinzip Sozialstaat nicht verstanden hat, sowie eine sehr unreife oder egoistische Einstellung hat. Wir alle zahlen auch die Behandlungskosten von Risikosportlern und Rauchern mit, auch wenn wir keinen Risikosport betreiben oder rauchen. Was mit der Gesellschaft passiert, wenn wir dies abschaffen, sieht man am Beispiel USA.

    Auch wenn irgendwann, wenn 5G sich aber längst als überlegener Standard abgezeichnet wenn nicht durchgesetzt haben wird, der letzte Tunnel mit läppischen 64kbs versorgt ist, wirst du Du deinen DAB+-Sender bei einer Fahrt quer durchs Land DAB+ schon dann nicht mehr unterbrechungsfrei hören, wenn du z.B. unterwegs irgendwann mal (aus dem Auto) austreten musst oder willst.


    Es sei denn, Du hast Lust, beim Picknick noch so ein unheimlich praktisches Fiddel-Gedöns mit dir zu rumzuschleppen, dabei unter Umständen an den Rucksack voller Akkus, auch der Umwelt zuliebe am besten bleifrei denken klick

    Wer beim Picknick das Geplärre aus dem Handylautsprecher hören möchte, soll doch bitte nicht die Tonqualität von DAB+ kritisieren, das ist einfach nur unglaubwürdig.

    Was wir brauchen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Gebühren, der der großen Mehrheit von Zahlern, nicht nur Autofahrern - die darüberhinaus in absehbarer Zeit als erstes in den Genuss von 5G kommen werden, das zurückgibt, wofür sie zahlen:

    1. Brauchen wir einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Recht auf Meinungsfreiheit, von dem Deine Postings weit entfernt sind.
    2. Verantwortlicher Umgang mit Gebühren bedeutet auch, auf ein neues und effizienteres System umzustellen.
    3. Verantwortlicher Umgang mit Gebühren bedeutet auch, mit diesen Gebühren keine Netze zu finanzieren, deren Hauptzweck der Gewinn der Betreiberfirma darstellt und über die man keine Kontrolle hat. Die Stellungnahme von NDR hierzu hatte ich schon mehrfach verlinkt und es ist nicht überraschend, daß Du darauf gar nicht eingehst.


    ... eine weitreichende Grundversorgung mit bewährt-verlässlichem Rundfunk, die darüberhinaus dem Kulturauftrag nachkommend für die höchstmögliche Qualität Sorge trägt. Denn Rundfunk heißt Bereicherung des Lebens mit Musik, nicht nur Dudel mit Stau-und Wettermeldungen. Die haben wir bereits.

    Wenn mit höchstmöglicher Qualität der Inhalt und nicht die technische Qualität gemeint ist, würde ich Dir hier sogar zustimmen, wenn zwischen "heißt" und "Bereicherung" das Wort "auch" eingefügt wird. Das ist aber keine Frage des Verbreitungsweges.



    Viele Grüße


    528

    Bitte nicht von Zahlen irritieren lassen. Jede UHF-Kanaltabelle beginnt hierzulande oben mit Kanal 21 und endet unten mit Kanal 69, obgleich die Frequenz im Kanal 69 höher und die Wellenlänge kürzer ist als im Kanal 21.

    Nach Deiner Argumentation wäre ein Betrag von EUR 10,-, der auf einer Rechnung oben steht, ein hoher Betrag und ein Betrag von EUR 1000,-, der auf der selben Rechnung unten steht, ein niedriger Betrag.


    Ob eine Frequenz / ein Kanal oben oder unten im Band ist, ist abhängig von der Frequenz.

    Der untere Bereich eines Frequenzbereiches ist immer die niedrigere Frequnez, weshalb UHF-TV-Kanal 21 (474MHz) im unteren Bereich ist und UHF-TV-Kanal 69 (858MHz) im oberen Bereich ist. Nach der gleichen Logik ist auch die Bezeichnung oberes und unteres Seitenband bei AM und SSB aufgebaut, wie man an der folgenden Zeichnung dieses Wikipedia-Artikels sehen kann:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Seitenband

    68004-seitenband-png


    Anderes Beispiel:

    Kurzwelle geht von 3MHz bis 30MHz. CB-Funk (ca. 27MHz) ist im oberen Bereich der Kurzwelle.

    https://de.wikipedia.org/wiki/CB-Funk

    Zitat:

    Der dem CB-Funk zugeteilte Frequenzbereich liegt am oberen Ende der Kurzwele ...

    Zitatende


    Es ist ganz einfach: Niedrige Frequenz = unten, hohe Frequenz = oben.



    Viele Grüße


    528

    Also lässt sich aus der über 2 Jahre andauernden Diskussion folgendes zusammenfassen:


    1. DVB-S (SAT) bietet die beste Klangqualität und die größte Senderauswahl von allen aktuellen Rundfunksystemen, ist aber nur stationär empfangbar und nur bei freier Sicht auf den jeweiligen Satelliten. Die Verteilanlage für Mehrfamilienhäuser benötigt eine Sternverkabelung, oder teure Sonderlösungen mit eingeschränkter Programmauswahl.
    2. DVB-C (Kabel) kann so gut sein wie DVB-S, aber nur wenn der Kabelanbieter den originalen Stream in sein Kabel übernimmt. Vodafone macht das leider nicht. Auch ist DVB-C nur stationär empfangbar.
    3. DAB+ ist bzgl. der Tonqualität regional sehr unterschiedlich. Das System könnte die gleiche Qualität wie DVB-S liefern, jeodch wären dann weniger Sender je Multiplex möglich. Die Qualität reicht von besser als UKW (HR 1, HR 2, HR 3 mit 120 bis 144kBit/s LC-AAC), bis hin zu schlechter als UKW (private Programme im Bundesmux mit 72kBit/s HE-AAC mit SBR). Der größte Vorteil von DAB+ ist der störungsfreie mobile Empfang, sofern die jeweile Region einen guten Netzausbau erfahren hat. Dies ist u.a. im Rhein-Main-Gebiet so. Durch den Wegfall der UKW-typischen Störungen wie Rauscheinbrüche, Verzerrungen und Flatterfading empfinden viele Anwender die Qualität auch bei Sendern mit hoher Datenreduktion als UKW überlegen. Auch beim Empfang mit dem Küchenradio sind die niedrigen Datenraten einiger Programme weniger störend als die mühsame Antennenausrichtung auf UKW. Die Empfänger verbrauchen deutlich mehr Strom als ein UKW-FM-Radio, dafür wird umso mehr auf der Senderseite eingespart, die im Gegensatz zu den Radios auch 24/7 läuft.
    4. UKW mach eigentlich nur an einer drehbaren Richtantenne Spaß, wenn man damit auf Senderjagd gehen kann. Mit Kreuzdipol oder Zimmerantenne kommen im "rauschfreien Stereo" i.d.R. nur die Ortssender. Hinzu kommt, daß UKW eigentlich keinen "rauschfreien" Empfang ermöglicht, da es systembedingt gerade einmal ca. 65dB Rauschabstand hat. Das mag für den in der Dynamik stark komprimierten Mix mit den besten Hits aus den $Jahrzehnt-1, $Jahrzehnt-2, $Jahrzenht-3 und dem Besten von heute ausreichen, für die Live-Übertragung von Konzerten, bei denen man auch noch etwas Aussteuerungsreserve benötigt, ist das schon sehr wenig. Wer Klassik, Jazz und Hörspiele mag, wird für das bewusste Zuhören im Wohnzimmer/Musikzimmer i.d.R. zu DVB-S oder DVB-C wechseln. Auch verschwendet das verwendete System zur Übertragung von Stereosendungen (Multiplexverfahren) viel Energie, da es am Empfängereingang deutlich höhere Pegel benötigt.


    Wenn ich mir die o.g. Zusammenfassung nochmal ansehe, stellt sich mir die Frage, wofür UKW noch benötigt wird. Es ist DVB-S und DVB-C bei der Klangqualität unterlegen. Bei DAB+ hängt es von der Datenrate des Senders ab, ob die Klangqualität besser als UKW ist, dafür bietet DAB+ rauschfreien und flatterfadingfreien mobilen Empfang.

    Unabhängig von der Diskussion hier im Forum haben die Verantwortlichen der ARD sich für DAB+ entschieden und bevorzugen diese Lösung auch vor 5G, da sie für die Erfüllung ihres Versorgungsauftrages ein von anderen wirtschaftlichen Interessen unabhängiges Verteilnetz benötigen.

    Genau so wie ein Forenbenutzer mehrfach die Kosten für DAB+ in Frage gestellt hat, so wird das irgendwann bei UKW passieren. Ein so teures System wird irgendwann niemand mehr für ein paar Benutzer mit drehbarer Richtantenne laufen lassen wollen. Bis es so weit ist, kann man sich an UKW erfreuen.


    Interessant ist auch, daß bei der Einführung von UKW, durch eine Systemumstellung, eine halbe Million UKW-Radios unbrauchbar wurden. In dieser Zahl ist die Anzahl der reinen AM-Geräte, die durch die Einführung von UKW auf dem Müll gelandet sind, noch gar nicht eingerechnet.

    Würde man die Argumentation der DAB+-Gegener per Zeitmaschine in die damalige Zeit transportieren, müsste man die Einführung von UKW-FM-Rundfunk stoppen, da damit große Berge an Elektroschrott produziert werden/wurden.



    Viele Grüße


    528

    Kaum entsteht eine etwas lebhaftere aber ebenfalls sachliche Diskussion, da kommt gleich wieder der einzig verbliebene DAB+-Fundamentalist (dem anscheinend inzwischen die Argumente ausgegangen sind) und miemt die beleidigte Leberwurst.

    Ach Walter, hier gibt es keine DAB+-Fundamentalisten, weshalb für das bewusse Hören Zuhause im Wohnzimmer/Musikzimmer auch DVB-S und DVB-C empfohlen wird.



    P.S.: Wirklich schade, denn ich hätte mich gerne mit Dir (und den anderen) über einen sinngemäßen Umbau des Digitalradios unterhalten.

    Dann diskutiere doch mit Tomfritz darüber. Mal sehen, ob ihr da einen gemeinsamen Nenner findet. ;-)



    Damit erstes das analoge Radio nicht abgeschaltet werden muss, zweitens keine Doppelgleisigkeiten entstehen, und drittens die Ausgaben für den DAB+ Netzausbau nicht ganz umsonst augegeben wurden

    1. Es muß nicht, aber es wird abgeschaltet werden. Und nein, es ist nicht meine Entscheidung.
    2. Die wurden in Bayern jetzt bewusst geschaffen, damit die Leute über DAB+ ihre gewohnten Sender hören können, wenn sie dies möchten
    3. War der Netzausbau nicht umsonst, da die ARD sich für DAB+ entschieden hat und dies auch umsetzt. Die Frage ist also nicht ob, sondern wann, UKW abgeschaltet wird. Und auch hier der Hinweis: Es ist nicht meine Entscheidung.

    Es wäre also schön, wenn man bei weiteren Diskussionen hier diese Tatsachen mal akzeptieren würde und nicht jedem DAB+-Nutzer unterstellen würde, er würde gerne UKW abschalten.

    Nochmal speziell an Dich Walter: Wie schon mehrfach gesagt, habe ich nichts gegen den Weiterbetrieb von UKW und würde sogar meinen Anteil an den Kosten freiwillig und ohne Gejammer mittragen, auch wenn ich es fast nicht mehr nutze. Warum ich also ein DAB+-Fundamentalist sein soll und wieso Du glaubst, das wäre eine gute Grundlage für ein sachliches Gespräch mit mir, verstehst vermutlich nur Du selbst.



    Das Thema wird eh in eine Endlosschleife laufen, bis die endgültige Entscheidung gefallen ist. DAB+ wäre eine Alternative wenn, die Datenreduktion so gewählt würde, das die Qualität aller abgestrahlter Sender die der von UKW entspricht.

    Die Entscheidung ist doch schon gefallen, zumindest bei der ARD.

    Daß viele Programme im Bundesmux mit Ihren ca 70kBit/s kein HiFi sind, darüber brauchen wir uns nicht unterhalten.

    Im Auto fällt mir weder beim Deutschlandfunk / Deutschlandfunk Kultur (ca. 110kBit/s SBR), noch beim HR 1 bis HR 3 (120kBit/s bis 144kBit/s LC-AAC) irgend etwas negatives in Bezug auf die Datenreduktion auf. Die Qualität ist deutlich besser als auf UKW.

    Viel mehr stört mich die Dynamikkompression, die auch beim Deutschlandfunk manchmal unerträglich ist. Die Schäden am Audiosignal durch dieses Soundprocessing sind doch viel größer, als AAC bei 120 bis 144kBit/s (HR).

    Aus dem UKW-Tuner kommt doch schon lange kein HiFi mehr raus.



    Ferner muss eine gleiche Deckungsgleichheit der Sender garantiert sein, welche man jetzt auch mit UKW Antennen empfängt. Und dazu zählt dann auch mal eben eine Außenantenne mit Rotor. Das dürfte DAB+ natürlich einiges abverlangen, da man mit solch einer Antenne und einem sehr guten UKW-Tuner so einiges empfangen kann.

    UKW (eine Frequenz je Programm und Standort, horizontale Polarisation) ist für eine möglichst große Reichweite eines einzelnen Senders gedacht (daher auch die horizontale Polarisation).

    DAB+ (eine Frequenz für den ganzen Mux im Sendegebiet und vertikale Polarisation) ist als Senderverbund gedacht, bei dem die Sender eines SFN (Gleichwellennetz), je nach Modus, max 96km auseinnachder stehen dürfen. Durch die ca. doppelt so hohe Frequenz und die vertikale Polarisation ist die Reichweite eines einzelnen Senders kleiner.

    Es sind unterschiedliche Konzepte, die sich nicht einfach vergleichen lassen.

    Würde ich entscheiden dürfen, so würde ich die Landessender immer auch in den Nachbarländern ausstrahlen. Also den BR auch in Hessen usw. Das wäre dann so der halbe Weg, den Walter vorgeschlagen hat.



    Was meiner Meinung bisher noch nicht so im Fokus steht ist der erhöhte Stromverbrauch der Empfänger. Wie das bei den Sendeanlagen aussieht, im Vergleich UKW -> DAB+, weiß ich nicht. Aufgrund der aktuellen CO2 Diskussionen sollte dieses Thema nicht vergessen werden.

    Aufgrund der kleineren Wellenlänge bei DAB+ ist der mögliche Antennengewinn größer (bei gleicher Baugröße der Antennen). UKW verschwendet auch viel Energie wegen des Multiplex-Stereo-Verfahrens, daß für den gleichen Rauschabstand min. 10dB mehr Eingangsspannung am Empfänger benötigt, im Vergleich zu Mono.

    Wenn wir mal nur die Strahlungsleistung betrachten (also Sendeleistung, minus Kabelverluste und Weichenverluste, plus Antennengewinn), so benötigt der HR allein auf dem Großen Feldberg/Ts. für jedes der 4 Hauptprogramme 100kW. Das sind aber nicht alle Programme, die der HR anbietet.

    Für die vergleichbare Ausstrahlung aller Programme des HR über DAB+ sind es aktuelle folgende Werte:

    Großer Feldberg/Ts. 5kW

    Mainz-Kastel 10kW

    Europaturm 10kW

    Gießen/Dünsberg 5kW

    Gelnhausen/Schnepfenkopf 5kW

    Darmstadt-Weiterstadt 2,5kW


    Macht in dieser Region zusammen 37,5kW (für alle Programme des HR) bei DAB+ und 400kW nur für HR1, HR2, HR3 und HR4 auf UKW.

    Schaut man auf ganz Hesen, kommen so einige Sender mit 100kW je UKW-Programm hinzu.



    Wenn ich mir das Angebot der DAB+ Geräten so ansehe, die meisten sind tragbare Empfänger. Ich hab kein Gerät gefunden welches in mein 43 cm Rastermaß passen würde. Technics hatte mal eine DAB Tuner im Angebot, doch nach der Pleite von DAB traut man sich wohl nicht mehr ein aktuelles Gerät auf den Markt zu schmeißen. Andere Hersteller halten sich in diesem Bereich auch bedeckt.

    Z.B. Onkyo T-4030 oder Yamaha T-D500.



    Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren DAB+ ist was für Mobilität, sprich für Autos. Das wäre dann auch ein riesiger Markt...

    Das war das Entwicklungsziel bei DAB+.



    Viele Grüße


    528

    Auch sind die Hörer älter geworden.

    und diese Zielgruppe hat null Interesse an DAB+ und daher absolut kein Verständnis dafür, dass "ihr" Radio abgeschaltet wird. Da wird es zuküftig noch einiges an Trouble geben.

    Wenn das stimmen würde, warum hat denn der HR die HR4-Regionalprogramme auf DAB+ aufgeschaltet? Warum gibt es beim BR "BR Heimat"? Warum gibt es Schlagermusik im Bundesmux?

    Ich glaube, Du verwechselst Wunsch und Wirklichkeit. ;-)



    Viele Grüße


    528

    "Schätzen" Bedeutungen:

    1. Zahlenwerte, Größen oder Ähnliches aufgrund bekannter Tatsachen näherungsweise bestimmen
    2. Umgangssprachlich: davon ausgehen, dass etwas so sein wird; vermuten
    3. Etwas einen hohen Wert zuweisen und es damit gerne mögen

    Ich kenne im echten Leben (also außerhalb dieses Forums) niemanden, für den UKW (und Radio allgemein) noch einen hohen Wert darstellt.

    Bis auf ein paar Ausnahmen wird Radio im Hintergrund (Küche/Büro) oder im Auto gehört.

    Also ein gutes Argument UKW beizubehalten! Somit wird auch niemand Interesse haben auf DAB+ umzusteigen.

    Doch, da gerade im Auto DAB+ viele Vorteile bietet. Du selbst hast doch vom besseren Empfang von DAB+ im Vergleich zu UKW geschrieben.



    Richtig, als Ergänzung. Ergänzung bedeutet aber u.U. parallel zu UKW, oder Internetradio. Was im Auto in der heutigen Zeit auch kein Zauberwerk mehr sein sollte. Ich kann zwar auch nur das hören was gesendet wird, aber aufgrund der Reichweite von UKW ist das mehr als was mir DAB+ im Moment bieten kann.

    Ich sehe es als Ergänzung zu DVB-S und DVB-C.

    In Bayern hat man zusätzlich die UKW-Landschaft auf DAB+ abgebildet. Vermutlich wäre Deine Einstellung zu DAB+ anders, wenn es bei Euch ein vergleichbares Angebot geben würde.

    Ich kann aber auch damit leben, wenn es nicht so sein sollte. ;-)



    Viele Grüße


    528

    Düsseldorf

    Ok, dort ist bzgl. DAB+ noch Luft nach oben. ;-)



    528 : bei mir ist es genau umgekehrt:

    Ich kenne nur Leute die UKW hören und keiner hört DAB+, zumindest zuhause.

    Ich habe nicht geschrieben, daß niemand mehr UKW hört.



    Ich wohne in München und da ist die UKW Qualität einfach besser.

    Ich schneide viele Sendungen, vor allem in BR4 Klassik, mit, da vor allem diese Livemitschnitte fast nie auf Tonträger erhältlich sind.

    Hier beim HR ist DAB+ deutlich besser als UKW.

    Wenn Du gerne BR4 hörst und mitschneidest: Mal DVB-S oder DVB-C versucht? Da hast Du als Mitschnitt eine Datei auf der HDD, die Nachbearbeitung (Cut) geht schnell und die Qualität ist deutlich besser als UKW.



    Viele Grüße


    528

    Kannst du diese Behauptung in irgendeiner Form belegen, oder ist das einfach nur graue Theorie?

    "Schätzen" Bedeutungen:

    1. Zahlenwerte, Größen oder Ähnliches aufgrund bekannter Tatsachen näherungsweise bestimmen
    2. Umgangssprachlich: davon ausgehen, dass etwas so sein wird; vermuten
    3. Etwas einen hohen Wert zuweisen und es damit gerne mögen

    Ich kenne im echten Leben (also außerhalb dieses Forums) niemanden, für den UKW (und Radio allgemein) noch einen hohen Wert darstellt.

    Bis auf ein paar Ausnahmen wird Radio im Hintergrund (Küche/Büro) oder im Auto gehört. EBay ist voll mit gebrauchten UKW-Tunern. Wo die wohl herkommen? ;-)

    Wer heute noch wirklich an Radio interessiert ist und im Wohnzimmer oder Musikzimmer bewusst zuhören will, hört i.d.R. (wenn möglich) via DVB-S oder DVB-C.



    Also ich empfange zu hause im Erdgeschoss weitaus mehr als fünf Sender mit Zimmerantenne über UKW rauschfrei in Stereo. Abgesehen das ich einige davon zwar nicht unbedingt hören muss, aber das ist ja jedermanns Geschmacksache. Wenn ich mir dann die Liste empfangbarer DAB+ Sender meiner Region anschaue, läuft mir ehrlich gesagt der kalte Schauer über den Rücken. Da ist kaum noch was dabei, was ich täglich über UKW höre, egal ob im Büro oder zuhause.

    Auf UKW per Zimmerantenne geht hier nur HR1 bis HR4, FFH und Deutschlandfunk und ich kenne Leute, da geht noch nicht einmal dies über UKW. Per DAB+ sind es über 35 Programme.

    Deutschlandfunk Kultur z.B. geht hier nur per DAB+ oder DVB-S.



    Da würde ich eher zu DVB-S oder Internetradio wechseln, denn nur da kann ich hören was ich möchte, und nicht das was irgendwelche Leute festgelegt haben.

    Da DVB-S und DVB-C im Auto nicht möglich sind, ist DAB+ meiner Meinung nach eine gute Ergänzung. Auf UKW kannst Du auch nur das hören, was "irgendwelche Leute" festgelegt haben.



    Das System ist für mich persönlich nutzlos, mag es auch technisch gut sein.

    Es wird niemand gezwungen, es zu verwenden.

    Darf ich noch fragen, in welcher Region Du wohnst? DAB+ in Bayern und Hessen ist vom Programmangebot und Netzausbau was ganz anderes als im Norden.



    Viele Grüße


    528