Posts by schwob-50

    Hallo!

    War noch nie in dieser Abteilung hier und weiß daher nicht, ob hier schon mal vom 'Flüsterbär' die Rede war. Einen solchen könnte ich gebraucht für 400 Euro erwerben. Wäre das okay? Taugt das Tier was? Ich möchte jetzt doch mal von der Knosti wegkommen.

    Gruß,

    Elmar

    Hallo!

    Ich bin sehr dankbar für Empfehlungen und Erfahrungsberichte hier. Auch ich finde, vernünftige Plattenläden müssen unterstützt werden. Das heißt aber nicht, dass man jegliches Geschäftsgebaren akzeptieren muss.

    Erfahrungen im re.turn, Minden, Marienstr. 2-4:

    Hierhin brachte ich vor einiger Zeit 20 gute Mittleklasse-LPs, zum größten Teil gut erhalten; für die ich 60 Euro haben wollte. Der junge Mann, der für den Ankauf verantwortlich war (offenbar Verwandtschaft der Chefin) brauchte ca. eine Stunde, um mir sein Angebot auf einem Zettelchen zu unterbreiten: 57,60 !!

    Mein Angebot für eine Gravy Train, Ballad of a Peaceful Man, D,vg-/vg 90 statt 100 Euro wurde entrüstet abgelehnt.

    Solches Knickertum ärgert mich einfach.

    Vom Angebot her ist der Laden bedingt empfehlenswert; wenn man die Neulinge durchforstet, kann man was Ordentliches finden. Ansonsen eher Massenware.

    Gruß!

    Elmar

    Zumindest auf zwei Beiträge möchte ich doch mal antworten - bevor ich Van auf dem Regal vorübergehend wieder in Ruhe lasse.

    @ Reinhard: Es geht doch gar nicht darum, dass ihm das 'Flair des Popmusikers' abgeht. Keith Relf (warum ausgerechnet der?) ist in der Tat kein Vergleich; bei Burdon bin ich mir nicht ganz so sicher (genialer Entertainer, im Gegensatz -häufig- zum 'verbitterten' Morrison. Zeugt 'verbittert' von Qualität?).

    Sein Aussehen spielt für mich auch keine Roille; ob es ihm zum Vorteil gereicht, dass man 'ihm nicht im Dunkeln begegnen möchte' weiß ich nun wahrlich nicht so recht.

    Auf Musikalisches ganz konkret gehst du jedenfalls nicht ein.


    @ AchimK:

    'Morrison ist Musiker und Mensch und damit fehlbar' - Entschuldigung, aber das ist ein Fünfer ins Phrasenschwein.

    So so, 'humorvoll' kann er sein. Sicher richtig (gelegentlich), aber da weißt du einfach mehr als ich.

    Und: 'Es gibt Musiker, die gern mit ihm arbeiten'. Wahrscheinlich auch richtig, auch hierzu kann ich nichts sagen. Mir fehlen auch bei dir konkrete Aussagen zu seiner Musik. Das erschöpft sich alles immer in Imagefragen.


    Jedenfalls macht es Spaß, ein bisschen über Van zu streiten; also: nichts für ungut!


    (und damit das mit dem Schwaben mal aufhört:)

    Gruß von

    Elmar

    ich hoffe, es ist hier auch mal erlaubt, die in vielen Beiträgen undifferenzierte Anbetung eines Musikers in Frage zu stellen und etwas Wasser in den Wein zu gießen.

    Als Musikerpersönlichkeit mag ich Morrison nicht sonderlich. Ich habe mein Problem mit Künstlern, die mal eben von der Bühne gehen oder die Mitglieder ihrer Band zusammenscheißen und die keinen Respekt vor ihrem Publikum haben.

    Morrion ist allerdings nicht er einzige, der meint, auf der Bühne machen zu können,was er will - schließlich ist man ja Kult, als 'Grantler'.

    Musikalisch muss man ihn differenziert betrachten. Ich habe 14 LPs von ihm, von denen ich einige ohne Schmerzen sofort verkaufen könnte (hatte ich seinerzeit

    erworben, weil ich meinte, sie gehören in eine anständige Sammmlung). Für meinen Geschmack verliert sich Morrison allzu oft in Selbstgefälligkeit, improvisiert vor sich hin, vor allem in den Endlos-Stücken. Er ist sicherlich nicht angetreten, um die Rock-Welt musikalisch zu revolutionieren und lebt von Stimme und Charisma.

    Aber, sorry, er ist auch über Strecken einfach langweilig.

    Was ich an seinem Werk schätze, sind die einzelnen Perlen, die fast in jedem Album vorhanden sind. 'Into the Mystic' ist eine der schönsten Rock-Kompositionen überhaupt; wie hier in ca.knapp drei Minuten eine Stimmung und Atmosphäre evoziert wird - das ist großartig (obwohl ich den Satz 'I wanna rock your gipsy soul' bis heute nicht verstanden habe...). Ähnliches gilt auch für das bedrückende 'T.B.Sheets' - für mich eine eindrucksvolle psychologische Studie, die die Hilflosigkeit gegenüber einem (einer) schwer Erkrankten aufzeichnet; eines der wenigen Stücke, in der ich den monotonen Charakter der Musik gut ertragen kann, weil er stimmig mit dem Text korrespondiert. Allerdings ist der Titel für mich eine Ausnahme; grundsätzlich sind es eher die geschlossenen Songs, die mir gefallen und in denen Morrison sich sozusagen diszipliniert und einer Struktur unterordnet: 'Blue Money', 'Cleaning Windows', 'Caravan'; seltsamerweise auch 'He ain't give you none' und andere. Ein absoluter Favorit ist daneben die 'Gloria'-Version mit John Lee Hooker, in der die beiden sich so genial ergänzen.

    Live-Enthusiasten empfehle ich das Doppelalbum 'Live in Montreux'; eine inoffizielle Swinging-Pig-LP, die allerdings schwer zu kriegen ist.

    Alsdann, Van. Keep on rocking. (Aber das tut er mit Sicherheit sowieso)

    Richtig - er war spielerisch schon länger auf dem Abstieg, optisch sowieso - man kann als Musiker würdiger altern.

    Aber Peter Green spielte in meinem persönlichen Rock-Leben eine ganz essentielle Rolle. Nicht mal so sehr als der (zurecht) vielgerühmte Blueser; seine fünf großen Titel sind großartige, originelle Rock-Kompositionen: Albatros, Man of the World, Oh Well, Green Manalishi, Black Magic Woman.

    Thanks, Peter.


    Elmar

    Hallo zusammen!


    Ich weiß nicht, ob 'Musik allgemein' der richtige Ort ist, habe mein Anliegen aber einfach mal hier platziert.


    Welche Wege gibt es, bei der Sichtprüfung von Vinyl nicht auf die Nase zu fallen? Viele müssten das auch kennen: Man meint, auf dem Flohmarkt oder im Plattenladen etwas Schönes gefunden zu haben, stellt zuhause dann aber fest, dass die Platte bei richtig starkem Licht nicht hält, was sie versprach bzw. was man meinte, vor Ort erkannt zu haben. In den Läden ist das Licht (bewusst?) oft so schummrig, dass ein Kauf mitunter ein Vabanque-Spiel ist. Natürlich ist es meistens möglich, die LP abzuspielen, aber mir kommt es durchaus auch auf die Optik an; diese spielt nämlich eine wichtige Rolle, wenn ich irgendwann mal wieder verkaufe.

    Beim Kauf im Freien ist es naturgemäß noch problematischer; außer 'In-die-Sonne-Halten' (wenn sie denn scheint..) geht da ja gar nichts. Also aus Prinzip hier gar nichts kaufen? - Da wäre mir aber schon ganz schön viel Vernünftiges durch die Lappen gegangen..


    Konkrete Frage: Was sind eure Erfahrungen und wie handhabt ihr das? Soll ich bei jedem Kauf ne superstarke Taschenlampe mitnehmen? Mal abgesehen davon, dass ich mir einigermaßen blöd vorkäme (habe auch noch nie jemanden gesehen, der das tut), glaube ich auch nicht unbedingt, dass das funktioniert.


    Damit verbunden eine weitere Frage: Vielleicht liegt es am Alter (70), aber ich bin gelegentlich nicht in der Lage, die Matrixnummern in der Auslaufrille eindeutig zu erkennen. Taugt meine Lupe vielleicht nichts? Oder sind es tatsächlich die Augen? Oder ist es manchmal ganz einfach nicht möglich?


    Würde mich über Antworten sehr freuen.

    Elmar

    Oh Mann, der jetzt auch..Ich mochte sowohl die frühen Rhythm & Blues Sachen, als auch später die Psych-Oper S.F.Sorrow.

    So geht einer nach dem andern dahin, und Barbara Schöneberger (schönstes Kleid ever) lebt.

    Entschuldigung, aber ein bisschen Wasser möchte ich schon in den Morrison-Wein gießen. Ich habe etliches von ihm im Regal stehen, auch Platten, die für mich absolut mäßig sind (der Wahn des 'Completist') - was bei seinem exorbitanten Output vielleicht auch nicht verwunderlich ist.

    Jedenfalls macht sich da doch auch nicht nur vereinzelt Langeweile breit - da hilft auch der Hinweis auf Subjektivität und Geschmacksache nicht.

    Ich habe ihn in Düsseldorf auch live gesehen; ordentliches Konzert, aber die oben erwähnte Morrison-Magie hat mich nicht ereilt. Bei ihm musste man ja mitunter auch froh sein, dass er nicht irgendwann wegen irgendeiner Vergrätzung einfach vorzeitig von der Bühne ging.


    Frohes Fest, mit oder ohne Van the man..

    Ginger Baker und Martin Lauer - die eint wirklich nur der Tod. Oder (siehe oben:) muss man einem sein Gesinge verzeihen, weil er ein grandioser Mensch ist (war)?


    Ich habe Martin Lauer als Leichtathleten immer sehr verehrt und ihn vor ca. 8 Jahren zuhause bei Nürnberg aufgesucht, um mir seine LP signieren zu lassen, die ich mal aus Spaß auf einem Trödelmarkt erworben hatte.

    Er unterbrach sein Mittagessen, signierte und schenkte mir zudem eine CD mit seinen gesammelten Werken nebst zwei DinA4-Seiten Text, die erklärten, wie er zum Singen kam.

    Und wenn man das weiß, verzeiht man ihm auch 'Taxi nach Texas' und die 'schwarze Rose der Prärie' (sowie weitere Wildwest-Schoten). Sie verhalfen ihm nämlich dazu, seine Krankenhauskosten zu bezahlen (eine Blutvergiftung hätte ihn fast ein Bein gekostet). Ein befreundeter Produzent überredete ihn dann zum Singen; Lauer verkaufte in der Folge Millionen von Tonträgern.

    Seine Lieder hat er eher mit Schmunzeln betrachtet - den Erfolg allerdings sehr wohl genossen.

    " menschlich schwierig" (siehe oben)..

    Vor ein paar Monaten gab es im Fernsehen eine Dokumentation über Baker. Sie offenbarte das Widersprüchliche an ihm: Der große (Schlagzeug)künstler und der

    extrem schräge (um es wohlwollend auszudrücken), charakterlich doch sehr fragwürdige Mensch.

    Da gibt es ja durchaus noch ein paar mehr (Lennon, Kinski, usw.), und für mich ergibt sich da immer die interessante Frage, ob man einem - Verzeihung - Arschloch alles verzeihen kann/muss, wenn er ein großer Künstler ist...

    ..von mir noch eine letzte Bemerkung:

    Der Thread hier soll ja dazu dienen, gute Plattenläden vorzustellen. Ich bin aber auch dankbar für einen Report, der (von mir aus subjektiv, das bleibt ja nicht aus)

    besagt, dass man in den entsprechenden Laden besser nicht geht.


    Ich habe bei Nobbi in Beuel 70 Minuten gewühlt und nichts gefunden, was seinen Preis wert gewesen wäre. Plus Anfahrt zweimal 20 Minuten. Vertane Zeit und entsprechend habe ich mich geärgert und bin nicht entspannt geblieben, Rudi.


    So, das war's jetzt aber wirklich. Freue mich auf weitere Erfahrungsberichte.

    Elmar

    'zielführend' oder nicht (was ist denn das Ziel? Man diskutiert halt einen für Sammler interessanten Sachverhalt)..vielleicht doch noch zwei, drei Bemerkungen zu jenen, die Nobbi toll finden:

    Das (durchaus vorsichtige) Ansprechen der Eigner/Pächter auf die Preise führt im allgemeinen zu herzlich wenig, im schlimmsten Fall zu äußerst unschönen Repliken (wie erlebt in Braunschweig).

    Ja, richtig - man muss nirgendwo etwas kaufen.


    Mick Abrahams war e i n Beispiel für viele weitere insbesondere der raren LPs.

    Sorry - ich bleibe dabei: Völlig überteuert, auch wenn man davon leben muss.


    Und ja, er hat auch 'schöne' (?) Alben für 5 Euro.


    Gruß,

    Elmar

    Hallo!


    Anlässlich der Ausstellung "Very British" im Bonner Haus der Geschichte (sehr empfehlenswert übrigens) besuchte ich auch 'Nobbis Plattenladen' in Bonn-Beuel.


    Umfangreiches Sortiment - leider inakzeptable Preise. Ein Beispiel: Mein Exemplar von Mick Abrahams, same, habe ich für 25 Euro erworben (m-). Nobbi will 100. So geht es - bei aller Sympathie für alle noch existierenden Plattenläden - m.E. einfach nicht.


    Ich bin dankbar für jeden Plattenladen-Report hier; allerdings verliere ich zunehmend die Lust, in Läden zu gehen. Die Preisgestaltung ist in vielen Fällen auch dann fragwürdig, wenn man die anfallenden Kosten fürs Ladenlokal berücksichtigt. Dann doch lieber online.


    Gruß,

    Elmar

    Riptide?

    Sorry, da bin ich ganz anderer Meinung. Ambiente ist okay, die schnuckelige Atmosphäre entpuppt sich aber schnell als trügerisch, was das Vinyl betrifft:

    Absolut überschaubares (eher: mageres) Sortiment, und von wegen 'fairer' Preisgestaltung (s.o.): Auch wenn ich gern bereit bin, dem Plattenladen als solchem in heutigen Internet-Zeiten einen Bonus einzuräumen: Ich geriet binnen kürzester Zeit in eine einigermaßen peinliche Debatte über die völlig überzogenen Preise mit dem Chef des Etablissements. Der wurde richtig wütend, sah die Ehre seines Ladens gekränkt und erzählte mir allen Ernstes, dass ganz Niedersachsen ihn wegen seiner günstigen Angebote aufsucht. War dann Anlass, das Rip-Off - Verzeihung, Riptide, zu verlassen.

    Ganz anders dann Raute-Records. Leicht freakiges Personal, aber herzliche Atmosphäre und hier wirklich faire Preise, die zudem verhandelbar waren.


    Wieder eine interessante Lektion in Sachen Plattenläden!

    "Man muss es wollen" sagte mir Holger Mitterberger auf meine Frage, ob sich sein Laden denn lohne. Das re.turn in der Innenstadt von Minden ist m.E. auch dann einen Besuch wert, wenn sein Angebot eher überschaubar ist. Es gibt das üblich Durchschnittliche zu akzeptablen Preisen, daneben zwei .drei Raritäten-Kisten. Der große Vorteil am re.turn: Holger hat seine Platten akribisch (d.h. mit Zustandsbeschreibung) aufgelistet; die Liste kann im Netz abgerufen werden.

    Der Umgang mit ihm ist im übrigen außerordentlich angenehm.


    re.turn Marienstr. 2-4 32427 Minden

    Website: vinylundmehr.wordpress.com


    Gruß, Elmar

    Ich habe eineinhalb Stunden Fahrt (einfacher Weg) auf mich genommen - leider hat es sich gar nicht gelohnt. Sympathisches Ambiente, Florian ein sehr zuvorkommender Betreiber, aber der Laden ist gnadenlos flach sortiert. Der Einheitspreis von 4,99 hätte mich warnen müssen. Okay, wer Neil Diamond und Chris de Burgh sucht, kommt auf seine Kosten.

    Gruß, Elmar

    ..kann ich nicht bestätigen, dass der Zoll bei 1-2 preiswerten (was ist das?) LPs kein Problem ist. Ich musste wiederholt bei nur einer bestellten Platte in Düsseldorf antanzen.

    Insgesamt habe ich mittlerweile vom Kauf in den USA Abstand genommen.

    Gruß,

    Elmar