Posts by schwob-50

    Sie saß nicht nur dabei, sie lag auch. Im Bett nämlich. Oberpeinlich, und mir heute noch nicht verständlich, dass die andern drei das mitgemacht haben.


    McCartney: "Sie sagte 'Beatles should this, Beatles should do that...'. Nicht mal den Artikel hat sie uns gegönnt."

    Mag ja alles sein, aber McCartney hat in verschiedenen Publikationen keinen Zweifel daran gelassen, dass die Einmischungen dieser Frau (nicht zuletzt die anmaßenden musikalischen) in die Beatles-Arbeit der Endphase z.T. unerträglich waren.
    Okay, okay, ich gebs ja zu: Mir war und ist diese Dame seit ihrem damaligen ersten Auftauchen durch und durch unsympathisch. Das kommt noch dazu.

    Aber es hat ja eine lange Tradition, das zu verurteilen, was man nicht kapiert.

    Würde ich in bezug auf intellektuelle Prozesse unterschreiben, nicht aber in bezug auf Musik. Was muss ich da notwendigerweise "kapieren"?? Erinnert mich an meinen Musikunterricht am Gymnasium. Da musste ich auch die Sonatenhauptsatzform "kapieren", hab aber trotzdem nicht das gehört, was ich dann in der Durchführung und Reprise und wie das alles heißt hören sollte.


    Als avantgardistische Klangkünstlerin kann man die Ono vielleicht akzeptieren. Sie hat aber leider auch an Lennons Seite auf der Bühne gesungen, und das war dünn bis gelegentlich daneben.


    Und: Auch wenn McCartney selbst sagt, sie habe die Beatles nicht auseinandergebracht: Es gibt genügend Bilddokumente, die ihren äußerst fragwürdigen Einfluss auf die Gruppe in ihrer Spätphase belegen (was Paul an verschiedenen Stellen doch selbst bestätigt hat). Lässt sich nur erklären mit Lennons rettungsloser Verliebtheit, die ja auch seine stillose Trennung von Frau Cynthia erklärt.

    Nochmal: Ich habe doch ausdrücklich gesagt, Youngs Stimme ist Geschmackssache!


    Dass ich mit meiner Gesamteinschätzung des Albums nicht ganz so falsch liege, zeigt z.B. dieser Allmusic Review. Sehr differenziert; in dem Urteil finde ich mich wieder. Jedenfalls kommen trotz der viereinhalb Sterne (die entsprechen eigentlich gar nicht dem Kommentar) auch die Schwächen dieses Werks zur Sprache.


    http://www.allmusic.com/album/harvest-mw0000192539

    Es geht hier nämlich nicht um Schönheit, sondern u. a. darum, ob hier ausgetretene Pfade verlassen werden, ob der Künstler bereit war, Experimente zu machen -wie eben eine Mischung zu wählen, die auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheint-, wenig Rücksicht auf den zeitgeistigen Musikgeschmack nimmt usw.

    Dass Youngs Werk Klassiker-Status hat und dass es viele Leute kennen, ist mir durchaus klar. Vielleicht darf ich trotzdem eine abweichende Meinung haben. Jedenfalls treffen die oben angegebenen Qualitätskriterien m.E. eher n i c h t zu. Das Album verlässt weder ausgetretene Pfade noch läuft es dem zeitgeistigen Musikgeschmack entgegen.Die Musik ist eher konventionell. Von dort her kann die "Wichtigkeit" nicht kommen.


    Die Bemerkungen zu Neils Gesang hätte ich mir besser gespart. Ist ja nun Geschmackssache, und ich finde durchaus nicht, dass man im Rock-Idiom "wie Pavarotti" singen können muss (um Gottes Willen). Mich stört die StimmLAGE. Hoch und dünn.


    Den von dir angegebenen Clip habe ich mir angeschaut, Gerald. Was beweist der? Besonderen Gefühlsausdruck?


    Im übrigen macht es Spaß, über Musik kontrovers zu diskutieren.


    Gruß,
    Elmar

    Vergessen wir mal einen Augenblick die Feinheiten irgendwelcher Pressungen: Könnt ihr mir bitte mal erklären, warum das "eines der wichtigsten Alben der Rockgeschichte" ist? Für mich eindeutig zu hoch gegriffen. Ich finde die Kompositionen hier von sehr unterschiedlicher Qualität. 'Heart of Gold' und 'Needle and the Damage Done' sind wohl zu Recht Klassiker. Bei Titeln wie 'Out on the Weekend' oder 'Harvest' zum Beispiel mit ihrem Schlepprhythmus schläft mir auch heute noch das Gesicht ein. Die orchestrale Aufwallung bei 'A Man Needs a Maid' wirkt für mich im Gesamt der Platte deplaziert.


    Hinzu kommt, dass ich mit der Stimmlage von Young schon immer meine Probleme hatte, aber das steht auf einem anderen Blatt und hat mit den Kompositionen nichts zu tun.

    Kenn mich nicht so aus im Jazz und "Jazz-Idiom". Trifft denn der Zappa-Spruch noch zu (...isn't dead, it only smells funny")?
    Jedenfalls das Originellste, was darüber gesagt wurde.
    Gruß,
    Elmar


    P.S. Oder wars der Zappa gar nicht?

    Über Hitsville habe ich mich auch gar nicht negativ ausgelassen. Mit dem Frank Fischer hab ich Schwierigkeiten im Umgang. Mir liegt halt diese Art von Knorrigkeit nicht.
    Gruß,
    Elmar

    Sorry, meine Erfahrungen (und nicht nur meine) mit Fischer sind durchaus nicht so positiv. Ich kann mit dem Menschen nicht umgehen und meide daher seinen Laden.


    Düsseldorf ist in puncto Vinyl für eine Großstadt deses Kalibers unter aller Kanone. Es gibt Hitsville in der Altstadt und einen Laden auf der Kölner Str., dessen Namen ich immer vergesse. Ansonsten den, welchen Rudi hier genannt hat - ansonsten fällt mir nichts mehr ein.


    Gruß,
    Elmar

    Dieser Thread ist der informativste überhaupt. Und hat auch noch Unterhaltungswert...


    Aber mal ohne Scheiß: Manche LPs riechen tatsächlich. Ich meine übrigens, Amerikaner mehr als die anderen.

    Schade, dass ich nichts hochladen kann derzeit. Man muss die Dinger ja einfach sehen, zum Beispiel


    - Mick Abrahams, At Last (UK Ausgabe mit rundem Cover)
    - Captain Beefheart, Clear Spot und
    - Family, Anyway, beide mit spezieller PVC-Außenhülle
    - Cheech and Chong, Sleeping Beauty (Schminkdosenform)
    - Curved Air, Second Album
    - Faces, Ooh La La (mit dem auffaltbaren Gesicht)
    - Man, Be Good to Yourself (mit "Fun-Karte" von Wales, die sich von selbst ausklappt)
    - Procol Harum, Broken Barricades (mit den ausgeschnittenen Gesichtern der Gruppenmitglieder)
    - Free, Live (als Briefumschlag)


    Ich liebe Gimmix-Cover. Sie sind, finde ich, ein besonderes Zeichen von Originalität und Kreativität und eben nur bei einer Vinyl-LP auch wirklich wirksam.

    ...und du bist sicher, dass die Cover dann nicht nach Tchibo riechen, Jürgen? :)


    Im Ernst, danke für die (z.T. recht unkonventionellen) Hinweise.


    Elmar

    Hallo!


    Ich habe 2,3 LPs mit z.T. ziemlich strengem Kellergeruch. Hab es noch nicht mit längerem Lüften probiert. Hilft das? Hat jemand schon mal was anderes versucht?


    Gruß von
    Elmar

    Heute bei meinem (privaten) 'local dealer' für 30 Euro erstanden (woher bezieht der bloß immer diese seltenen Dinger??):


    Sisters of Mercy, Through the Years (Box mit 3 LPs)


    Bin als Althippie durch Zufall auf diese Band gestoßen. Hätte nie gedacht, dass ich mal Gothic-Affines höre... Aber in die Sisters hab ich mich verliebt.


    Gruß,
    Elmar

    Hallo Andreas (und andere Interessierte),


    Kassel hat in punkto Vinyl Erstaunliches zu bieten!
    Bin seit einigen Wochen hier in einer Klinik und habe die Läden mittlerweile durch. Es gibt hier fünf davon(soweit ich weiß; bei mir in Düsseldorf sind es noch ganze zwei!);alle bis auf einen befinden sich in der Innenstadt.
    Also: Falls euch die Dokumenta noch ein bisschen Zeit lässt: Auf gehts!


    1. 'Scheibenbeißer' in der Fünffensterstraße, Nähe Rathaus:
    Gut sortiert, professionell geführt. Preise eher am oberen Rand; z.T. jedoch verhandelbar.
    Ärgernis: Wie in so manch anderem Laden auch sind die Platten so eng gesteckt, dass das Durchgehen nicht immer Spaß macht.


    2. 'Abbey Road', Am Entenanger, Nähe Karlsplatz
    Sympathischer Besitzer, Preise annehmbar. Stöbern lohnt.


    3. 'Ohrwurm' (Adresse habe ich vergessen; um die Ecke bei 'Abbey Road')
    kleiner Laden, der seine Fläche zur Hälfte noch an Spielzeugautos abtreten muss. Angebot begrenzt. Reinschauen empfiehlt sich trotzdem.


    4. ''Studio 26' (Holländische Str. 26)
    Sympathischer kleiner Laden. Angebot begrenzt, Preise okay. Hier habe ich fünf seltene Zappas gekauft.
    Preise verhandelbar.


    5. 'Flimmern und Rauschen', Rudolf-Schwander-Str.
    Sehr geschäftsmäßig; mit Rucksack abgeben und Hinweisschildern bezügl. Klauen. Breites Angebot, aber vornehmlich an weniger Attraktivem. Dass man aber immer fündig werden kann, beweist mein Erwerb der deutschen Erstpressung von Velvet Underground and Nico zum zivilen Preis von 18 Euro(auch mit geschälter Banane noch okay - oder?!).
    Handeln gibts hier nicht ("Wozu schreib ich sonst meine Preise drauf?")
    Auch hier stehen die Platten undurchstöberbar.


    6. 'Lost and Found', Kirchweg
    Der ultimative Laden. Im Chaos seiner Stapel kennt sich Besitzer Friedrich nur selber aus. Und die Preise macht er aus dem Bauch, auch schon mal nach Laune.Hier habe ich Stunden verbracht und mich bei moderaten Preisen fast pleite gekauft. War auch im Keller, nicht jedoch an den anderen Stellen, wo er nach eigenem Bekunden noch zigtausende weiterer Platten lagert.


    Fazit: In Kassel Zeit mitbringen. Und Geld...Lohnt sich!


    Im übrigen gibt es wohl auch einen interessanten Laden in Göttingen. Einer der Besitzer (ich glaube, der mit dem ZZ-Top-Bart, vgl. Foto i. Netz) hat 1200 Stones-LPs...


    Es grüßt
    Elmar