Beiträge von J.M.M.

    Ich möchte noch einiges nachtragen. Ich muss meine Plattensammlung neu hören! Schallplatten, die ich länger nicht gehört habe, klingen, als habe ich sie zum ersten Mal gehört. Das Timing ist völlig anders, die Klangfarben der Instrumente sind noch natürlicher geworden. Der Bass spielt auf einem wunderbaren Grundtonbereich sehr präzise. Und endlich kann ich hören, was mein Windfeld TI alles kann, wenn man dem System ein gleichwertiges Umfeld bietet. Musikhören auf diesem Niveau macht sehr glücklich! Danke Josef.

    Aber wo Licht ist, ist auch Schatten! Die stupende Dynamik lässt auch Pressfehler und Knackser hörbar freien Lauf. Gut, wenn man eine Waschmaschine hat. Und dann die Aufnahmen! Es gibt ganz großartige, die den von mir so geschätzten Live-Charakter haben. Schmerzlich für mich ist, dass Blue Note Aufnahmen dem nicht gerecht werden. Habe ich so auch nicht gekannt, aber sie klingen wirklich wie Konserve. Andere, auch sehr alte, wie Mingus "Tijuana Moods" von 1962 klingt, als wäre sie vorgestern aufgenommen worden. Unglaublich dieser Raum und die darin platzierten Instrumente. Und dann natürlich MPS oder Steeple Chase, einfach großartige Aufnahmen, die „live“ klingen. Oder Tommy Schneiders "plan b3". Wenig Raum, da kleines Studio, aber die Instrumente sind so klasse aufgenommen, dass es an nichts fehlt. Saxofon, Flöte, Gitarre und Schlagzeug. Die B3 aber ist der Hammer, groß und realistisch steht sie im Raum.

    Klassik genauso. Das »rollen« eines Orgelbasses, so habe ich das auch noch nicht hören können. Es gibt noch viel zu hören, wenn man ungefähr 3000 Schallplatten hat. Und was ich hier höre, dazu brauche ich keine wissenschaftlichen Expertisen, wie hier schon einmal gefordert. Die braucht auch ein Instrumentenbauer nicht, es genügt handwerkliche Erfahrung und ein unbestechliches Ohr.

    Jürgen

    Ein paar Vorbemerkungen.

    Jeder Musiker versucht, immer besser zu werden. Deshalb übt er ständig. Bach, Mozart, Beethoven und Co. haben immer die neuesten Entwicklungen ihrer Instrumente haben wollen. Sie wären die glücklichsten Menschen, wenn sie auf einem heutigen Flügel spielen könnten, denn mit erst kann man ihre kompositorischen Feinheiten hören. Eine Beethoven Sonate klingt auf einem damaligen Hammerklavier ziemlich fad, ein fast statischer Ton, ohne Gestaltungsmöglichkeit.

    Mit der Anlage zu Hause, die ja ein "Hörinstrument" ist, verhält es genauso. Man kann damit zufrieden sein, man kann sie aber so »stimmen«, dass sie dem Wunsch nicht weniger Hörer nach Authentizität näher kommt.

    Ich beschäftige mich seit 1965 mit Hi-Fi. Unzählige Live-Konzerte, über 20 Jahre Stammgast im Krefelder Jazzkeller, da muss mir niemand erklären, was und wie ich zu hören habe. Mir ist die Live-Anmutung sehr wichtig. 1:1 lässt sie sich niemals erreichen, das ist klar. Wenn man schon eine hochauflösende, stimmig spielende Anlage hat, übrigens schon mit einigen Zurüstteilen, die man hier kaum erwähnen darf, dann ist der Druck nicht so groß, neues auszuprobieren.

    Damit komme ich zum Thema, Natalijas neue Füße. Josef "Naturalix" hat mir ein "Probierpaket, mit ein paar seiner Produkte geschickt. Das sah nach Arbeit aus, und so holte ich mir Verstärkung. 2 Freunde vom "Musikstammtisch München" und ich nahmen uns einen Tag Zeit, um in Ruhe Hörvergleiche anzustellen. An unserem Stammtisch wird nicht belanglos über HiFi geplaudert, sondern alle sind experimentierfreudig bis zum Selbstbau. Also kommt da schon einiges an Hörerfahrung zusammen.

    Zuerst kam der Entkoppler für meinen Hashimoto zum Einsatz, das war schon deutlich hörbar besser, als meine bisher verwendeten Geelpads. Mehr Ruhe und saubere Wiedergabe; die wurde noch besser, als ich wieder das Gewicht von 2,5 Kg auflegte. Auch ein Tipp von hier.

    Dann kamen die 3D-Absorber, speziell für die Natalija gearbeitet, zum Einsatz. Das Problem sind unten herausragenden Schraubenköpfe, die verhindern, dass man eine glatte Auflagefläche findet. Denn die ist erforderlich, damit die Absorber ihre Wirkung entfalten können. Man kann sie erst einmal in die Mitte schieben, da hört man schon eine ganz andere Natalija! Um sie da zu platzieren, wo sie die größte Wirkung entfalten, müssen die Originalfüße demontiert werden, was ich später gemacht habe.

    Meine Natlija ist schon ziemlich weit umgebaut, Kupferkondensatoren waren schon von Hause an Bord. Dann wurden, mit Hilfe eines Freundes, der klangliche Flaschenhälse erkennt, neue Buchsen eingebaut, Signalkabel, das Beste, was es am Markt gibt. Und schließlich die Empfehlung besserer NOS Röhren als die verbauten. (Das hat alles nichts mit schlechter Konstruktion zu tun, sondern ist kalkulatorischer Natur). Für einige ist das ja ein Sakrileg, so ein Gerät zu zerlegen, aber ist deutlich billiger, als das nächst teurere zu kaufen, was ja auch wieder Teile aus eben diesen Gründen enthält.

    Dass eine solche Natalija, die schon auf sehr hohem Niveau spielt, nochmals eine deutliche Steigerung in der Wiedergabe hörbar macht, hat uns dann doch überrascht. Scharf konturierte Instrumente, klarere Positionierung, größere Bühne, nochmals mehr Details, Arbeitsgeräusche der Instrumente, Obertöne, alles ein Genuss! Das hat sich nochmals verbessert, als ich die Absorber an den richtigen Stellen positionieren konnte.

    Wir waren schlicht begeistert. Die 3D Absorber verhelfen wohl jedem Verstärker zu einer besseren Wiedergabe. Ausprobieren, dicke Empfehlung!

    Anbei Fotos. Sicher sind das gewöhnungsbedürftige Proportionen, aber man gewöhnt sich daran. Ein interessanter Tag, für die Erholung der Ohren unterbrochen von einer bayrischen Brotzeit.

    JürgenAbs2.jpgPause.jpgAbs1.jpg

    Vielleicht macht der RF aufgrund seiner Exaktheit Tonhöhenschwankungen wahrnehmbarer in Bezug auf Exenter, die jede Platte mehr oder weniger hat.

    Das genau möchte ich bestätigen! Mir fällt auf, seitdem ich den RF einsetze, dass es innerhalb der Aufnahmen gehörige Schwankungen gib. Die sind unabhängig von der Stellung des Systems auf der Platte. Es ist ja sehr fehlerbehaftet, und das ist der große Nachteil der LP, ein eigentlich statisches Signal auf eine sich beschleunigende Rille zum Ende hin sauber zu reproduzieren. Da ist die CD im Vorteil.

    Das Wissen wächst ganz sicher nicht durch solche unqualifizierten Ergüsse, wie du sie permanent absonderst.

    Du versuchst unbeholfen, den Spieß einfach umzudrehen und diejenigen, die mit wissenschaftlich-technischer Argumentation deinen Schlichtweisheiten Widerspruch leisten, als rückständige, im Mittelalter verbliebene Zeitgenossen abzuwerten, die die Erde noch für eine Scheibe halten.

    Gehts noch? Wo sind denn Deine „Wissenschaftlichen Beweise“ gegen Josefs "Schlichtweisheiten"? Jeder, der seine Anlage klanglich verbessern will, greift doch nicht auf wissenschaftlich gesicherte Zurüstteile , sondern verlässt sich da ausschließlich auf sein Gehör. Hier hat der namenlose Cop sein Feinbild gefunden, an dem er sich genüsslich abarbeitet. Das ist so offensichtlich, dass man solche kognitiven Fehlleistungen einfach ignorieren sollte.

    Jürgen

    Ich habe heute von Josef ein Endgewicht bekommen, was ich in nächster Zeit testen darf. Dieses und auch die Spikes, die man nicht von oben betätigen kann, sowie die etwas zu kurz geratene Armauflage, waren von Anfang kritikwürdig. Bin gespannt, was das modifizierte Gewicht bringt. Selbst ein Triplanar hatte schon vom Armrohr entkoppelte Gegengewichte.

    Nächste Woche kann ich mehr berichten.

    Jürgen

    Servus Balász, es spielt fantastisch. Viel besser als die alte Version des TI. Da Ortofon zur verbesserten Version nichts sagt, bleibt es geheimnisvoll. Das beste System, dass ich je hatte. Zum Vergleich hatte ich kürzlich ein Cadenza Bronze eingespielt, mit Sicherheit eines der besten Systeme in dieser Preisklasse. (Wobei man sich nach der jüngsten Preisgestaltung schon fragen muss, wer das noch bezahlen kann). Aber das TI ist schon eine Klasse für sich, Tonarm, Übertrager und Phono vorausgesetzt. Ich kenne jemand, der so eine Präziose in einem billigen Mikro Seiki Lauferk samt Tonarm betreibt. Das tut mir in der Seele weh, wie man soviel Klangpotential aus Nichtwissen und damit Dummheit vergeudet, obwohl genügen Geld zur Verfügung steht.

    Jürgen

    man sollte halt schon wissen, was man miteinander vergleicht!

    Ich habe nichts miteinander verglichen, siehe oben. Die Natalija II haben einige hier, sie spielt am MC-Eingang mit den namenlosen Lundahls sehr gut, es wären viele sonst nicht so begeistert. Ich wollte nur sagen, dass mit einem externen Top-ÜT viel mehr geht. Ich habe nirgendwo gesagt, dass Lundahls schlecht klingen. Ein Vergleich zwischen beiden ist ja wegen schierer Menge auf der einen Seite nicht möglich. Ich freue mich für jeden, der mit Lundahl glücklich ist. Ich brauche sie definitiv nicht.

    ich habe auch eine Natalija II und empfinde den HM-3 mit meinen SPUs, Classic Gme und ATR40N, als klanglich besser als den in der Rike verbauten Lundahl. Ob die nun absolut identisch abgeschlossen sind, kann ich nicht sagen, aber die Richtung ist schon deutlich hörbar.

    Nichts anderes habe ich gesagt, warum die künstliche Aufregung? Aber so geht es meistens hier, nicht korrekt lesen, aber Empörung, warum nur?.

    Zum Lundahl-Hashimoto Vergleich sollte man doch bitte auch die eingesetzen Typen mit angeben, die da miteinander verglichen werden.

    Was in der Natalija verbaut ist, ist nicht gekennzeichnet. Sie sind speziell für Rike-Audio entwickelt worden. Da inzwischen andere ÜT verbaut werden, scheint auch der Hersteller nicht mehr zufrieden mit den Lundahls gewesen sein.

    Vorweg: Ich habe heute eine nicht so gute Nachricht bekommen. Die Herstellung der Hashimoto-Übertrager liegt in der Hand von wenigen alten Männern. Die haben wahrscheinlich schon für Samsung gewickelt, ein immenses Wissen geht mit denen bald verloren. Man kann nur hoffen, dass sie ausgebildete Nachfolger haben. Sonst droht, was man ja schon von berühmten Tonabnehmern aus Japan kennt: wenn der Erbauer stirbt, klingt es nicht mehr so wie vorher, wenn es die Ta`s dann überhaupt noch gibt.

    Zum Vergleich Lundahl-Hashimoto möchte ich etwas sagen, weil hier die beiden ÜT in bedenkliche Nähe gerückt werden. Ich kann den Unterschied zwischen beiden gut nachvollziehen, denn die Natalja lässt ja zu, einen direkten Vergleich zu führen. Meine Natalija ist schon auf ein anderes Niveau umgerüstet, Signalkabel, Furutech-Buchsen, Kupferkondensatoren und bessere Röhren als der verbaute Yugo-Standart. Der Unterschied, wenn ich mein Windfeld TI vom Hashimoto auf den MC-Eingang mit den Lundahls umstecke, ist schon krass. Die Natalija spielt in diesem Modus ja normalerweise schon sehr gut, inzwischen werden ja auch neue, andere Übertrager eingebaut. Trotzdem, einfach langweilig. Wenn man dann den Hashimoto auf MM aktiviert, ist es eine komplett andere Liga. Eine Kapsel gegen eine gewickelte Spule, den Unterschied kann man sehr deutlich hören. Lundahls erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sehr günstig. Für den, der mehr will, sind sie keine gute Wahl, da geht viel mehr.

    Jürgen

    Heißt, viele LPs gehen hervorragend, einige so lala.

    Manch bekannte Aufnahme kommt mir gar wie eine neue Abmischung vor, es ergeben sich mehr Details und Strukturen,

    Diese Erfahrung macht man immer, je weiter es geht. Und es geht immer weiter, wenn man an dem Umfeld seiner Anlage arbeitet. Dann hat man plötzlich bis auf ein paar Exemplare eine komplett neue Plattensammlung!

    Jürgen

    Nochmals zu Horsts Anmerkung, in gute RCA-Buchsen zu investieren. Die KLEI Classic Harmony RCA waren ja kürzlich als Ersatz für die KLEI Copper Harmony eingebaut worden, deutlich besser! Jetzt noch die entsprechenden KLEI Absolute Harmony Plugs an das dps-Tonarmkabel angelötet, und da tut sich noch viel mehr. Es gibt ja die irrige Meinung, hohe Auflösung wird irgendwann nervig. Weit gefehlt! Denn es kommt bei jedem Schritt mehr Ruhe ins Klangbild. Dadurch werden auch immer mehr Details hörbar, was sich zu einem großartigen Ganzen zusammenfügt. Also bitte hier nicht sparen, man verschenkt sonst sehr viel.

    Jürgen

    Das einzige was beim 125 und 126 zu bemängeln ist .ist die Feder Einstellung durch das auf den Federn stehende Chassis. An die Dinger kommt man nur mit viel Aufwand und

    Demontage der Sicherungs-Bolzen dran . Der Rest ist reine Nervensache .

    Das sehe ich anders. Nach Demontage des Bodens in 5 Minuten erledigt. Jetzt schwingt er genau kolbenförmig. Vielleicht ist es beim 124 anders, den kenne ich nicht inwendig.

    Hatte vergessen, dass ich auch das Tonarmbrett erneuert habe. Es ist Corian, leicht zu bohren und zu sägen. Und natürlich viel resonanzärmer, als das übliche Holzbrett.