Posts by J.M.M.

    Hier ein Foto von meinem früheren Royal N für das ich einen Spacer aus RDC gebaut habe, der exakt dem Aluteil entspricht, das aber nur ein billiger, Resonanz-anfälliger Kompromiss ist.

    Meine Version hat keine Schraubverbindung vom System zur Headshell. Dazwischen ist RDC, ein extrem Resonanz tötendes Material. Es bewirkt, dass man das Royal besser hören kann. Es spielt einfach mehr auf den Punkt ohne die störenden Resonanzen von Headshell und Arm.

    Jürgen

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    Herr Funk und sein Team baut Gerät die technisch wirklich perfekt sind. Der LAP hat zudem noch einen sehr guten Kopfhörerverstärker.

    Ich hatte eine und ein Freund ist jetzt auch zunehmend unzufrieden: Klingt einfach zu technisch, auch bei Klangfarben bleibt einiges zu wünschen übrig. Man merkt, es ist reine Studiotechnik, auf Funktion ausgelegt, nichts für die Heimanwendung.

    Die neue LP ist ein reines Phonostufen-Heft. Vielleicht ist ja da was dabei, habe es allerdings noch nicht gelesen.

    Jürgen

    Das kann ich von meiner Natalija ausgehend auch nicht bestätigen. Oder mein Timing ist komplett im Eimer.

    Sorry, also ich bilde mir nichts auf meine nicht vorhandenen musikalischen Talente ein. Aber wenn ich mir eine einzige Sache zutraue, dann ist es Timing. Und das Ding ist so was von rhythmisch und auf den Punkt. Ich wüsste auch gar nicht, wie das technisch möglich sein soll.

    Stefan, das ist ja auch völlig richtig! Nur, wenn die Natalija auf einer anderen Ebene spielt, dann kommt diese Anmutung auf, es spielt einfach langsamer, das ist ganz deutlich zu hören. Wenn man es so noch nicht gehört und keinen Vergleich hat, ist alles in Ordnung.

    wenn ich mir 241 nochmal durchlese dann müsste ich gebildet sein, viel Geld verdienen , hören tue ich dann eh besonders gut und alle anderen sind unter Niveau. Ganz hervorragend, Shakti.

    Man kann auch bewusst alles falsch verstehen. Geht man über die High End und hört sich da hochpreisige Anlagen an, dann kommt mir zumindest nicht das geringste Neidgefühl auf. Diese sind meistens nur laut, auch sehr laut und bringen kein musikalisches Wohlbefinden zum Hörer. Auch sind sie nur in großen Räumen, sprich Säle, erträglich. Also einfach ignorieren und sich um das kümmern, was im täglichen Gebrauch realistisch ist. Hier mal wieder etwas im bezahlbaren Bereich. Millenium, 680g, kostet 130€ und meine jetziges Gewicht von Pathe Wings,1Kg. Das Millenium ist aus Stahl und hat unter dem Carbon-Boden eine Quarzsand Füllung. Das Pahte Wings ist aus Messing mit einem Boden aus Panzerholz und kostet 230€. Es ist klanglich top, muss aber dazu sagen, dass mein Laufwerk einen Teller mit POM-Einsatz hat und darauf weniges wirklich hörbar eine Verbesserung bringt, Auflagen schon gar nicht. Und so kam es, dass ich mir das Gewicht ARS M1 von ars machinae ausgeliehen habe. 680€ sind schon eine Ansage, aber es hatte gegen die beiden erstgenannten nicht die geringste Chance auf meinem LW. Das Millenium war schon klar besser und ich halte es in dem Preisbereich für schwer zu toppen. Und das Konzept des Pathe Wings ist für diejenigen interessant, die über eine Drehbank verfügen. Sollte kein Problem sein, das nachzubauen.

    Jürgen

    Bei einem gut aufgenommenes Sinfoniekonzert allerdings bei der die Gruppierungen der Musiker Aufnahmeseitig sauber getrennt sind verwischt die Rike (subjektiv) etwas. Hart angeschlagene Becken und Kontrabässe beim Jazz haben einfach nicht die Attacke, die ja in der Rille ist.

    Da kommt das Thema Einspielen wieder! Wie viel Stunden hat die, die Du gehört hast? Denn das ist nicht Standard, was Du beschreibst.

    Was ich noch vergessen hatte, der MC-Eingang (Lundahl) spielt deutlich langsamer, das Timing stimmt nicht im Verhältnis zum Hashimoto, der unglaublich schnell und dynamisch kann und dem Windfeld TI ermöglicht, seine diesbezüglichen Qualitäten genau hörbar zu machen. Großartig!

    Um zum Thema zurückzukommen, gestern haben ein Freund und ich nochmals intensiv die beiden Möglichkeiten, nämlich einmal den MC-Eingang mit den Lundahls und dann den MM-Eingang mit dem externen Hashimoto, zu vergleichen. Das fiel dann doch so eindeutig aus, dass man behaupten kann, die Natalija spielt mit Hashimoto mindestens eine Klasse höher. Die Bühne größer, der Raum tiefer, die Klangfarben und die Obertöne werden realistischer dargestellt und dynamisch ist das noch einmal eine andere Nummer. Also nochmals: Klare Empfehlung für einen externen ÜT!

    Jürgen

    , Köln Konzert. Obwohl man in diesem Fall nicht von einem perfekten Instrument sprechen kann.

    Das hast Du aber mehr als diplomatisch ausgedrückt:D

    also Ersteres wäre mir zu viel des Guten. Ich bin ja für Überraschungen zu haben, aber wenn ich quasi bei jedem neuen Einschalten (überspitzt ausgedrückt) ein neues Klangbild vorfinden würde, wäre mir das zu viel.

    Das ist ja das aufregende, dass man das Gefühl hat, immer mehr ins Original hineinzuhören, so, wie es ursprünglich aufgenommen wurde. Und wie es wahrscheinlich auf einem sogenannten Masterband hörbar sein sollte.

    dass zu viel (Details) hören für mich dann auch eben mal zu viel des guten sein kann.

    Und wenn man plötzlich das Gefühl hat, im Studio zu sitzen statt davor, dann sind Details das Salz in der Suppe! Das Quietschen eines Pedals am Schlagzeug, das heftige Brummen eines Bühnenverstärkers, dass man meint, der Übertrager hat sich eine Einstreuung eingefangen, die Einatmungsgeräusche einer Bläsergruppe, das mitsummen beim Spiel, das macht es ja aus! Und da es zur Aufnahme gehört, ist es niemals nervig.

    Das Thema Flügel treibt mich auch schon länger um und die Natalija hat dazu beigetragen, die unterschiedlichen Klangphilosophien der Hersteller und damit auch die Vorlieben der Pianisten besser kennenzulernen.

    Ich betreibe dieses Hobby seit 1965 ( ich höre bis heute nur analog, weil mich digital nie überzeugen konnte) und habe aus dieser Zeit noch alle Schallplatten, die ich mir damals gekauft habe. Ich habe sehr viele Jahre in einem Jazzkeller verbracht, wo sich die Klangfarben der Instrumente von Klavier, Trompete, Klarinette, Saxofon, Vibrafon, Bass und Schlagzeug im Nahbereich eingebrannt haben. Der Traum war immer mal in die Nähe dieses direkten Klangeindrucks zu kommen. Dynamisch, das war mir bewusst, wird das ein Wunschtraum bleiben, schon die häuslichen Räume sind dafür ungeeignet.

    So kamen und gingen über die Zeit einige Geräte, bis auf ein paar Fehlkäufe wurde es immer besser und der heutige Stand kommt dem Wunschtraum schon ganz nahe. Ich habe nicht gedacht, dass ich noch in die Nähe dieses Traums komme.

    Der Schlüssel dazu ist die Natalija, meine eben nahe der IIIer Signatur, wie sie jetzt angeboten wird. Die verbauten Kupferkondensatoren sind schon ein besonderer Fall, da kein Mensch, auch der Hersteller nicht, erklären kann, was da physikalisch vorgeht, wenn man nach über 1000Std. noch deutliche Einspielvorgänge hört wie jetzt wieder nach 1200 Std. und man beim nächsten Einschalten ein anderes Klangbild hat. Nun ist Klang nicht beschreibbar, Aber mehr Auflösung, plastischere und realistischere Abbildung, mehr Raumtiefe und Detailfülle, das kann man schon beschreiben. Platten, die vor 14 Tagen gehört habe, sind nicht mehr dieselben, plötzlich ist eine vorher noch dagewesene Kompression fort, auch das Timing hat sich mal wieder verändert. Und immer wieder erstaunlich, was in der Rille alles noch ungehört war.

    Eine Einschränkung möchte ich aber schon machen: Dieses Erlebnis ist nur mit dem externen Übertrager möglich, in meinem Fall ein Hashimoto H2018, Übersetzung 1:20, den ich schon viele Jahre habe und mit meinen div. Royal N sehr gut harmonierte und jetzt auch dem Windfeld TI noch einmal einen Extraschub verleiht. An den eingebauten Lundahls klingt es auch sehr gut, aber es fehlt doch eine gewisse Offenheit und auch Dynamik, die der externe Übertrager doch besser kann. Die Natalija läuft mit einem sehr guten Übertrager zur Höchstform auf, das ist aber noch einmal ein beträchtlicher Kostenfaktor.

    Nun komme ich noch mal zum Thema Flügel. Es ist schon fantastisch, dass man jetzt genau hören kann, ob da ein Steinway spielt oder ein Bösendörfer. Der Steinway hat eben diesen speziellen drahtigen Klang, der Bösendörfer klingt runder, wärmer. Gulda benutzte letzteren bei Schubert, Beethoven spielte er auf Steinway. Man hört jetzt wirklich jede Nuance, jedes Arbeitsgeräusch des Instruments. In dem Zusammenhang fällt mir wieder ein Zitat aus einer Testzeitschrift ein, Name des Blattes und des Verfassers ist mir im Moment entfallen, indem behauptet wird, über ein Laufwerk zum ersten Mal die Filze des Flügels gehört zu haben. Ich höre jetzt schon verdammt viele Details, z.B. den Dämpfer, der sich auf die Seiten legt aber die Filze bleiben mir verborgen?

    Bin mal in einen Instrumentenladen gegangen und der nette junge Mann spielte mir etwas vor, er meinte, dass die Filze immer Bestandteil des Anschlags sind und nicht heraus hörbar sind und eine solche Aussage nicht nachvollziehbar ist. Leichter Anschlag ist durch Filz sehr gedämpft, deshalb sehr weich, harter Anschlag ist eben hart. Also wohl Testerlyrik.

    Ich bin ein großer Liebhaber von Klaviermusik und habe unzählige Platten zum Thema. Ein Beispiel für den klanglichen Fortschritt sind die Amadeo-Einspielungen der Beethoven Sonaten von F. Gulda. Früher nicht besonders herausragende Aufnahmen sind sie heute fast audiophile Einspielungen. Und z.B. TBM -23 oder die MPS " Tracks" mit Oscar Peterson, das ist schon sehr beeindruckend und kommt der realistischen Abbildung schon sehr nahe, auch in Sachen Dynamik. Wie auch ein Cembalo mit seinen lauten Arbeitsgeräuschen ein Erlebnis ist, von der Orgel mit deutlich hörbaren Luftzug ganz zu schweigen. Auch ein Hammerklavier in seiner klanglichen Beschränktheit ist schon deshalb interessant, weil man nachvollziehen kann, wie Beethoven sich abmühen musste. Die Komponisten und Pianisten ihrer Zeit konnten ihr Potenzial vermutlich gar nicht ausspielen, ihre Musik kann man erst heute so richtig genießen. Jetzt könnte ich noch anführen, dass ich genau hören kann, ob die Hämmer des Klaviers mit Rinds- oder Hirschleder bezogen sind. Bevor es albern wird, mache ich Schluss. Mir hat die Natalija jedenfalls neue Dimensionen des Hörens erschlossen, dass ich das noch erleben darf, dafür bin sehr dankbar.

    Jürgen

    Da das LH-042 vor 2Jahren mir nicht bekannt war, habe ich den Ultimate Burn-In Set von IsoTek benutzt. Er ist deutlich teurer, aber hier kann niemand etwas falsch machen. Die beiliegende CD liefert die passenden Signale und das Modul von bluehorizon wandelt sie in RIAA-Signale um. Man kann auf MM oder MC einstellen. Also geeignet auch für Laien, die Angst haben, etwas falsch zu machen.

    Jürgen