Posts by Uwe Mettmann

    Es steht außer Zweifel, dass Lautsprecher sich einspielen müssen. Das sind schließlich mechanische Komponenten. Anders sieht das aber bei z.B. Kabel aus. Da ist nix mit Einspielen.


    Insofern halte ich das Einrauschen des eigenen Breegen in diesem Fall für Quatsch ...

    Das war ja auch ein Aprilscherz von 2005, daher auch die vielen Smileys unter dem Beitrag. Dennoch, im ersten Teil liegt auch ein bisschen Wahrheit, also das mit dem akustischen Weißabgleich. Man bekommt z.B. nicht mit, dass bekannte Stimmen in verschiedenen Räumen anders klingen und erst recht im Vergleich zu draußen. Die Akustik von Orten speichert das Gehirn somit ab, so dass man sie als normal empfindet. Ich arbeite auch häufiger in einem akustisch gedämpften Raum. Früher habe ich das sofort gemerkt, eine unangenehme Akustik. Inzwischen nehme ich das überhaupt nicht mehr wahr. Das gilt auch für vergleichbare Räume.


    Daher gewöhnt man sich an Mängel, die die eigene Anlage hat und hat nach einiger Zeit das Gefühl, dieser Mangel ist weg. Fälschlicherweise meint man aber, die Anlage ist eingespielt worden, tatsächlich handelt es sich aber nur um Gewöhnung.



    Gruß


    Uwe

    Nun, vor ca. 15 Jahren habe ich zu dem Thema mal einen Artikel entdeckt, den ich mir damals kopiert habe. Da er ganz gut hier passt, möchte ich ihn euch nicht vorenthalten:


    Hallo Leute,


    wie einige von Euch aus früheren Beiträgen wissen, habe ich sehr guten Kontakt zu der Uni von Bisho. Dort beschäftigt man sich sehr intensiv mit der Audiotechnik und versucht auch Erklärungen zu finden, wieso mache Effekte und Dinge hörbar sind, die man sich so nicht erklären kann. Zum Thema Einrauschen ist man einen Schritt weiter gekommen und hat eine doch sehr einleuchtende Erklärung gefunden. Ich werde mal versuchen sie hier darzustellen.


    Das Wichtigste, was man festgestellt hat, ist die Tatsache, dass nicht das Audioequipment eingerauscht wird, sondern wir selber, denn während des Einrauschens sind wir doch eine gewisse Zeit dabei, so dass auch das Einrauschen auf uns eine Wirkung entfalten kann. Wie funktioniert das Ganze nun? Ich will hier ein bisschen ausholen. Der Mensch ist sehr anpassungsfähig seiner Umgebung gegenüber. Als Beispiel nehme ich mal unsere optische Wahrnehmung. Wenn man von draußen nach drinnen kommt, empfindet man Weiß weiterhin als Weiß obwohl sich die Farbtemperatur des Lichtes erheblich geändert hat (Sonnenlicht zur künstlichen Beleuchtung). Dies wird sehr deutlich, wenn man mit der selben Kamera ein Foto draußen und anschließend drinnen macht. Das bei künstlichen Licht gemachte Foto erscheint total gelb. Ein anderes Beispiel, wenn man in einem Auto sitzt, dass Scheiben hat, die leicht farblich getönt sind, so nimmt man die Farbveränderung im ersten Augenblick wahr. Nach einiger Zeit erscheint durch die Scheibe alles wieder normal. Fährt man jetzt die Scheibe herunter, scheint plötzlich alles in der Komplementärfarbe verfälscht zu sein. Diese Beispiele zeigen, dass der Mensch sich an seine Umgebung anpasst, hier macht das Gehirn immer einen automatischen Weißabgleich, wenn sich die Umgebung ändert. Das passiert aber nicht nur im optischen Bereich, sondern auch im akustischen. Daher ist uns noch nie aufgefallen, dass die Stimme eines bekannten Menschen draußen anderes klingt als in Räumen, obwohl dies ja eigentlich der Fall sein müsste. Das Gehirn führt auch hier einen akustischen Weißabgleich durch, der die Eigenschaften des Raumes berücksichtigt.


    Beim Einrauschen passiert jetzt Folgendes. Während man zuhört führt das Gehirn nun den akustischen Weißabgleich durch. Da aber nicht nur der Raum, sondern auch die ganze Audioübertragungskette einen Einfluss auf da akustische Signal hat, wird bei diesen Abgleich auch die Unzulänglichkeiten der Audiokomponenten berücksichtigt. Dies ist der Grund, weshalb z.B. auch kleine Lautsprecher mit einer naturgemäßen geringen Basswiedergabe nach dem Einrauschen anscheinend einen vollen Bass aufweisen. Natürlich funktioniert der akustische Weißabgleich nicht bei allen Fehlern der Audiokette, er beschränkt sich nur auf die linearen Fehler wie Frequenzgang usw. Nichtlineare Fehler (z.B. Klirren) können nicht korrigiert werden.


    Noch etwas Interessantes wurde an der Uni von Bisho festgestellt. Hat das Gehirn einmal für eine Umbebung (Raum) einen Weißabgleich abgelegt, so werden die Korrekturdaten im Gehirn gespeichert. Wird nun der Raum ein zweites Mal betreten, ist ein Abgleich nicht notwendig, weil das Gehirn auf die gespeicherten Korrekturwerte zurückgreifen kann. Dadurch wird vermieden, dass es in dem Raum im ersten Augenblick eigenartig klingt. Vielleicht kennt Ihr ja das Problem, wenn man einen schallgedämmten Raum betritt (manche Bürors). Im ersten Moment klingt es eigenartig. Betritt man diesen Raum dann aber öfters, fällt einem dieses gar nicht mehr auf. Nach einigen Wochen gehen allerdings die Korrekturwerte im Gehirn verloren und die akustischen Eigenschaften der Umgebung müssen neu angelernt werden.


    Basierend auf diesen Erkenntnissen gibt die Uni folgende Einrauschempfehlung:

    Eine Woche lang sollte man sich täglich etwa eine Stunde lang einrauschen. Wichtig ist, dass man genau auf seinen Hörplatz sitzt und nicht durch den Raum läuft. Dadurch lernt das Gehirn den Abgleich der Situation zuzuordnen und nicht dem Raum. Nach einigen Hin und Her hört man dann in dem Raum ganz normal (akustischer Weißabgleich nur Raumakustik) und wenn man sich auf seinen Hörplatz setzt, hört man die Audiowiedergabe optimal (akustischer Weißabgleich Raumakustik und Audiokette).


    Ab der zweiten Woche braucht man nur noch alle 7 bis 14 Tage das Einrauschen für eine halbe Stunde durchführen, damit die Abgleichdaten im Gehirn nicht verloren gehen.


    Nun bin ich gespannt auf Eure Reaktionen.


    :D ;) :D ;)


    Gruß


    Uwe

    Welcher Hersteller?

    Ich habe das mal recherchiert (Google ist perverse, man findet fast alles in wenigen Minuten), Huber+Suhner und es geht um Koaxialkabel.


    Es ist immer so eine Sache, wenn Texte ohne Quellenangabe zitiert werden, insbesondere wenn es sich nur um einen Auszug handelt. Daher sollte eine Quellenangabe in solchen Fällen selbstverständlich sein, schon um das Forum nicht in mögliche Schwierigkeiten zu bringen.


    Egal, hier ein Link zum gesamten Dokument: klick mich


    Gruß


    Uwe

    Nachtrag:


    Frank geht es ja eigentlich darum, dass seiner Meinung nach neu gemacht die Schraubverbindung gegenüber der Klemmverbindung besser ist. Das lässt sich mit dieser Messmethode auf jeden Fall sehr gut untersuchen.



    Gruß


    Uwe

    Anders sieht das Langzeitverhalten der Verbindungsarten aus.

    Auch die Messung einer Langzeitverbindung lässt sich meist machen. Oft hat man doch noch irgendwo im Keller eine Verbindung zwischen zwei Kabel mit Lüsterklemme rumliegen. Bei beiden Kabeln entfernt man ca. 1 cm hinter der Lüsterklemme die Isolierung. Exakt in 1 cm Entfernung wird jeweils ein kleines Drähtchen angelötet.


    Genau das baut man jetzt noch mal nach, aber mit neuen Kabeln (gleichen Querschnitts) und einer neuen Lüsterklemme. Somit hat man ein Vergleichsmuster.


    Nun schickt man einen Strom von einigen Ampere durch die durch die Lüsterklemme verbundenen Kabel und kann mit dem Multimeter, dass man an den beiden Drähtchen angeschlossen hat, den Spannungsabfall messen.


    Diese Messung macht man bei beiden Mustern und kann so in etwa abschätzen, um wieviel sich die Verbindung durch Alterung verschlechtert hat.


    Wenn jetzt hoher Strom über den entstandenen Übergangswiderstand fliesst, brennt man diesen praktisch weg

    Das ist bei der Messung mit DC-Strom so aber ebenso im praktischen Einsatz, indem ein AC-Strom durch die Steckdosenleiste fließt. Also ist die Messung gut geeignet, um das Verhalten in der Praxis zu beschreiben.



    Gruß


    Uwe

    Provokateur...

    Sieh es mal so, dass sich eine Diskussion ewig im Kreis dreht, hilfreiche, fundierte Beiträge, die die Diskussion weiterbringen könnte, werden ignoriert oder überlesen und weiter grüßt täglich das Murmeltier. Da kann ein Beitrag, der das ganz unverblümt aufdeckt, der richtige Weg sein und eine Diskussion in eine zielführende Richtung lenken.


    Du siehst ja, dass es funktioniert. Du wirst vermutlich die Messung jetzt durchführen (danke dafür). Dann gibt es eine Basis, um zielführend anhand von Fakten sich hier weiter zu unterhalten.



    Gruß


    Uwe

    Hallo Uwe,


    alles gut.Wir wissen Bescheid.

    Danke für den Hinweis.

    Alles gut!

    Na, dann warten wir mal ab, ob tatsächlich jemand die Messungen durchführt, oder ob die Diskussion, welche Verbindungsart nun niederohmiger ist, ohne fundierte Basis weitergeht.


    Ich vermute leider Letzteres. :(


    Ich würde mich allerdings sehr freuen :) , wenn ich mich mit meiner Vermutung täuschen würde.



    Gruß


    Uwe

    Bzgl. messen.

    Ich habe alle meine Steckdosen mit Schraubklemmen verbaut, und ein Milliohmmeter habe ich nicht.

    (Fettung von mir)


    Ein Milliohm-Meter bedarf es dazu nicht. Es reicht ein normales 50,- € Multimeter und ein Labornetzgerät. Alternativ zum Labornetzgerät geht auch eine Autobatterie und zur Strombegrenzung eine einfache Autohalogenschweinwerferlampe. Als Spannungsquelle fungiert dann eine Autobatterie. Das Verfahren wurde ja nun gerade von Arkadin erläutert. Werden die Beiträge hier auch gelesen?


    Ich habe übrigens diese Messmethode aus anderen Gründen auch schon angewendet und bin ganz alleine auf diese Methode gekommen. Bin ich intelligenter als ihr? Nein! Darum wundert es mich umso mehr, warum die Schwarmintelligenz hier nicht so eine einfache Messung zustande bekommt und stattdessen ewig lange, ja viele Jahre solche Fragen diskutiert, welche Verbindung niederohmiger ist, schrauben, klemmen, stecken oder löten. :(




    Gruß


    Uwe

    Ich finde es mal wieder interessant. Es wird stundenlang über den Übergangswiderstand einer Schraubverbindung im Vergleich zu einer Klemmverbindung mit WAGO-Klemmen diskutiert, aber keiner hat es bisher einfach nachgemessen. Für einen pfiffigen DIY-Bastler ist so eine Messung sicherlich kein Problem.


    Muss man das verstehen, zumal solche Diskussionen vermutlich schon jahrelang hier laufen?



    Gruß


    Uwe

    könnte man meinen, aber bei einem Innenwiderstand von ca. 1 Ohm (ist schon ein schlechter Wert) einer Steckdose ergeben sich selbst mit hohen Kapazitäten im mF nicht solche Kurvenformen. Das wäre beim Wechselrichter bei Belastung schon deutlicher ausgeprägt, hier sieht man aber gar nichts.

    Nehmen wir mal an, du schließt ein Gerät mit Schaltnetzteil, dass eine mittlere Stromaufnahme von 1 A (entsprechend 230 W) hat, an das Stromnetz an. Nun fließt nur an der Sinusspitze ein Strom, also z.B. nur 30° von den 360°. Somit muss der Strom wesentlich höher sein als 1 A, sondern eher 10 A (1 A x 360°/30°).


    Das Hausstromnetz hat eine Impedanz von ca. 0,5 Ohm und somit ergibt sich ein Spannungsabfall von ca. 5 V, um die der Sinusscheitel dann abgeflacht.


    Wenn üblicherweise die mittlere Stromaufnahme von Geräten mit Schaltnetzteil geringer ist, als 1 A, so wird das dadurch kompensiert, dass mehrere Schaltnetzteile-Geräte angeschlossen sind.


    Wie es hingegen bei dem Wechselrichter aussieht, wissen wir nicht, denn die Messung, die das Diagramm von Hatti zeigt, wissen wir nicht, denn die Messung ist bestimmt ohne Last durchgeführt wurden. Bei der Messung am Stromnetz geht das hingegen nicht, weil über dieses ja immer Geräte mit Schaltnetzteil versorgt werden.


    und ich bin dann mal weg aus diesem Thread.

    Warum, bzw. anders formuliert, hoffentlich hat das nichts mit unserer Diskussion zu tun.


    Jedenfalls wünsche ich Dir ein schönes Restwochenend. Für mich geht es noch morgen weiter, da ich gestern arbeiten musste und somit morgen noch frei habe. :)


    Gruß


    Uwe

    Den Stecker finde ich nicht so toll. Dadurch das der Schirmring nur einen Schlitz hat, ist fraglich, ob er auf allen Cinchbuchsen gut sitzt.


    Wenn man schon einen Abschluss auf die Cinch-Buchse stecken möchte, dann entweder gleich einen fertigen Abschluss, wie den von Funk, und wenn der zu teuer sind, dann lötet man den Widerstand halt in einen Cinchstecker. Wenn man dies nicht möchte, kann man für wenige Cent einen Adapter Cinch-Stecker auf F-Buchse kaufen und schraubt auf die F-Buchse einen F 75 Ohm Abschluss.


    Diese Adapter Cinch auf F sind zwar auch nicht so toll, aber der Schirmring ist mehrfach geschlitzt, so dass man ihn etwas zusammendrücken und so jeder Cinchbuchse anpassen kann.



    Gruß


    Uwe

    dann muss mir mal jemand erklären, wie die Abflachungen zustande kommen.

    Die kommt durch die Gleichrichtung mit nachgeschalteten Elko zustande. Das findet man bei einem konventionellen Netzteil hinter dem Trafo und bei einem Schaltnetzteil direkt auf der Primärseite (eventuell ist ein PFC vorgeschaltet, die die Abflachung abschwächt).


    In den Elko kann ja nur ein Strom fließen, wenn die Spannung vor dem Gleichrichter höher ist als die Spannung, mit der der Elko geladen ist. Daher findet nur um den Scheitel des Netzsinus ein Stromfluss statt. Aufgrund des Widerstands der Leitungen im Stromnetz fällt dort eine Spannung ab, die dann natürlich an der Steckdose fehlt. Somit ist die Spitze des Netzsinus abgeflacht.



    Gruß


    Uwe

    Netznachbildungen kann man auch umgekehrt einsetzen. Wichtig ist die normengerechte Auskopplung zur Bewertung der Störungen.

    Natürlich geht die Messung auch mit einer Netznachbildung. Du hast aber zuvor behauptet, dass diese eine Grundvoraussetzung für eine nachvollziehbaren Messung der HF-Störungen auf dem eigenen Stromnetz ist und diese Aussage stimmt nicht. Die Messung mit nachvollziehbaren Messergebnissen ist z.B. auch mit einem hochohmigen HF-Tastkopf möglich.


    Die meisten Spektrumanalysatoren können die Normen nach denen zu bewerten nicht.

    Wir reden hier nicht von normgerechten Messungen, für die die Verwendung eines Messempfänger vorgeschrieben ist. Keiner braucht hier einen offiziellen Prüfbericht, dass nach der Norm so und so gemessen wurde. Es reichen also, Messungen mit einem Spektrumanalysator durchzuführen, dessen Messergebnisse identisch mit denen wären, die ein Messempfänger anzeigen würde.


    Mit einem guten Spektrumanalysator und wenn man weiß, wie man damit umzugehen hat, geht das.



    Gruß


    Uwe

    Für Messungen am Netz werden Netznachbildungen verwendet. Diese sind eine Grundvoraussetzung für nachvollziehbare Messwerte.

    Wozu brauche ich eine NetzNachbildung, wenn ich an meinem realen Netz messen kann und mich die HF-Störungen genau an „diesem“ interessieren?


    Ein Netznachbildung brauche ich, wenn ich ein standarisiertes Stromnetz nachbilden muss. Das macht man, wenn man z.B. die HF-Störungen misst, die ein Gerät an das Stromnetz abgibt. Weil das Messergebnis natürlich von den Eigenschaften des Stromnetzes abhängig ist, wäre das Ergebnis wenig aussagekräftig. Aus diesem Grund verwendet man einen normierte Netznachbildung, die dann gleichzeitig auch noch eine HF-Entkopplung zum realen Stromnetz darstellt.


    Und gemessen wird mit Messempfängern, die speziell für diese Aufgabe entwickelt sind.

    Idealerweise ja, es geht aber meist (nicht immer) mit einem Spektrumanalysator. Man muss nur überprüfen, ob das angezeigte Ergebnis valide oder der Spektrumanalysator übersteuert ist.


    Die in diesem Thread gemachten Äußerungen bezüglich HF Einstrahlung und der damit einhergehenden Verbesserung des Klanges durch Grundrauschen entbehren meiner Meinung nach jeglicher Grundlage und gehören in den Voodoo Bereich.

    Diese deine Meinung möchte ich dir nicht nehmen.;(


    Aus meiner Sicht ist das aber eine plausible Erklärung, wenn denn überhaupt eine klangliche Beeinflussung durch HF-Störungen aus dem Stromnetz auftritt, wie diese zustande kommen kann.


    Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Leute, die Probleme mit HF-Störungen haben (sei es nun hörbare Störgeräusche oder meinetwegen auch klanglicher Natur), oft ihre Anlage so konfigurieren, dass sie ein Einfalltor für die Einkopplung von HF-Störungen ist, so z.B. durch ungeeignete NF-Verkabelung.


    Gruß


    Uwe

    Es war irgendwas mit 1,6V an Oberwellen laut dem EMI-Anzeiger. HF im einstelligen mV-Bereich auf der Netzspannung wären in der Tat schwer zu messen und meiner Meinung nach auch irrelevant. Den 1,6V HF traue ich aber auch nicht.

    Du muss unterscheiden zwischen den Netzoberwellen und hochfrequente Störungen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.


    Der EMI-Anzeiger hat 1,6 V HF angezeigt und mit dem Thel-Filter mal gerade 1,4 dB weniger, obwohl über den Lautsprecher des Teils ein deutlicher Unterschied zu hören war. Was sagt uns das wohl über das, was das Teil anzeigt? Daher ist es völlig richtig, dass du der Anzeige von 1,6 V HF nicht traust.


    Meine Angabe mit den paar mV sind durchaus realistisch, denn ich habe die HF-Störungen in meiner Wohnung an einer Steckdose gemessen. Bis auf den Solarinverter vom Nachbarn lagen alle HF-Störungen unterhalb von 10 mV.



    Gruß


    Uwe

    ok, was bringt uns jetzt weiter, um Gewissheit zu erlangen? Wie oder wer kann jetzt die Oberwellen im Ausgangssignal von Wechselrichtern messen, um mehr Klarheit zu bekommen?

    Nicht die Oberwellen, denn die sind gering, wie dein Oszi-Bildchen zeigt, sondern die HF-Aussendungen ab 10 kHz bis z.B. 30 MHz. Messen kann man die schon, braucht aber entsprechendes Messequipment.


    Ob das EMI-Rauschmeßspielzeug tatsächlich erst ab 10kHz "misst"? Ich würde so einer Angabe nicht vertrauen. Wenn ich mir die Mühe mache, die Netzspannung auf Störungen zu untersuchen, dann messe ich auch ab 50Hz und lasse keine Lücke von 9kHz

    Das spielt aber keine Rolle, wenn die 10 kHz des EMI-Dingsbums keine scharfe Grenze ist, denn zwischen den 50 Hz und dessen Oberwellen und der Taktfrequenz des Solarinverters, gibt es nicht viel zu messen.


    Ein FFT fähiges Oszilloskop wäre auch einfacher zu beschaffen (evtl. durch freundliche Unterstützung eines Forenmitglieds) als ein Spektrumanalyser.

    Das mag zwar sein, aber mit so einem Oszi ist so eine Messung kaum möglich. Bedenke, ein Oszi misst breitbandig (auch wenn er es nachher in ein Frequenzspektrum umrechnet) und daher geht die Messung mit einem Oszi nur, wenn man einen Filter vorschaltet. HF-Störungen im einstelligen mV-Bereich und gleichzeitig 230 V am Eingang geht nicht, dafür reicht die Dynamik eines Oszis bei weitem nicht aus.


    Aber auch beim Spektrumanalysator muss man einen Filter vorschalten. Dieser kann aber wesentlich einfacher aufgebaut sein. Da die Messung sowieso nur mit einem Teilertastkopf geht, ist der Filter oft kein Problem, da dieser meist im Tastkopf integriert ist. Man muss allerdings prüfen, ob der Filter ausreichend ist.


    Egal ob nun mit Oszi oder Spektrumanalysator, ich rate von Messungen an den 230 V ab. Wenn man sowas macht, muss man genau wissen, was man tut.


    hier mal jetzt eine Messung mit und ohne Filter von Thel…

    Der Filter bringt nach dem EMI-Dingsbums also eine wahnsinnige Dämpfung von 1,4 dB. :D


    Schmeiße das EMI-Dingsbums in die letzte Ecke eines Schrankes und hole es von dort nie wieder hervor.


    Werde mal meinen Hifi-Händler fragen, was der so für Filter im Angebot hat, und wenn möglich dann hier bei mir testen. Nach Gehör, ohne Messgerät....

    Was spricht aber dagegen, erstmal mit dem Gehör zu testen, ob du überhaupt ein Filter notwendig ist? Du brauchst ja nur einen Hörtest machen, während eine andere Person den Solarinverter ein und wieder ausschaltet.


    Aber ich verstehe schon, du hast Angst davor, dass du keinen Unterschied hörst, denn dann gehörst du nicht mehr zu dem erlauchten Kreis der Goldohren und Alleshörer, wenn sich für deinen Ohren nichteimal eine HF-Schleuder wie ein Solarinverter klanglich bemerkbar macht ;)



    Gruß


    Uwe

    Doch, sicher.

    AC Noise Attenuation, Transverse (Differential) Mode

    >40dB @ 100kHz

    >50dB @ 500kHz

    Und was ist mit der Dämpfung unterhalb von 100 kHz, wo sind da die Daten?


    Also gerade in dem Frequenzbereich, in dem die Taktfrequenz des Solarninverters ist und somit die höchsten HF-Aussendungen liegen, fehlt die Angabe.

    Der passt nicht wirklich zur Meßaufgabe. Der misst erst ab 9kHz.

    Ein Oszilloskop mit FFT wäre da wohl besser geeignet und für den Meßzweck hinreichend genau.

    Wieso passt der nicht? Die Netzoberwellen sind kein Problem und die Taktfrequenz des Solarinverters Harmonischen der Taktfrequen liegen oberhalb von 9 kHz. Weiterhin misst ja das EMI-Dingsbums auch erst ab 10 kHz.

    nicht das ich dann auch damit umgehen könnte, aber würde sowas funktionieren?


    https://www.amazon.de/Oszillos…fRID=WFYE2GJ2E0PDMXKWXTHH

    Nein.


    Nein, absolute Unterkante wäre sowas hier:


    https://hipath.userboard.org/o…-hotkeywahl-t1646-10.html

    Wird sowohl von dem Browser meines Handys und dem meines Notebooks geblockt und als Sicherheitsrisiko eingestuft, werde ich also nicht aufrufen.


    Der obere Graph zeigt das Signal des Wechselrichter, der Untere zeigt die Hausnetzversorgung.

    Der Unterschied ist deutlich hörbar.

    Geräte, die auf so eine Abweichung im Vergleich zu einem idealen Sinus reagieren, sind eine mangelhafte Entwicklung. Da du sicherlich nicht so ein Gerät dein Eigen nennst, wird es wohl an HF-Aussendungen liegen. Auf diese reagieren manche Anlagen mit einem positiven klanglichen Eindruck, denn die HF kann ein kaum oder gerade nicht mehr hörbares Grundrauschen in der Wiedergabe erzeugen.


    Dieses Grundrauschen nimmt das Ohr als Referenzpegel war, mit dem es alle anderen Töne vergleichen kann. So entsteht ein dynamisches Klangbild. Das ist vergleichbar mit Fotos, in denen ein Referenzgegenstand mit fotografiert wird, um einen Größenvergleich zu haben.


    Somit erklärt sich auch, warum manche Anlagen abends besser klingen, denn dann sind viele Geräte mit Schaltnetzteile (PC z.B.), Energiesparlampen, LED-Lampen und Haushaltsgeräte im Betrieb, die den HF-Pegel im Hausstromnetz anheben. Weiterhin erklärt sich auch, warum Netzfilter oft die Dynamik im Klangbild wegnehmen, denn sie reduzieren den HF-Müll, also das erwähnte Grundrauschen weit unter die Hörschwelle, so dass das Grundrauschen für das Ohr nicht mehr als Referenzpegel dienen kann.


    Daher klingt deine Anlage mit Wechselrichter womöglich besser, weil ein Wechselrichter häufig eine HF-Schleuder am Ausgang ist. Im Gegensatz zu einen Solarinverter, sind Grenzwerte für HF-Aussendungen am Ausgang nicht festgelegt oder sie liegen wesentlich höher als das, was ein Schaltnetzteil ins Stromnetz einspeisen darf.



    Gruß


    Uwe