Posts by Uwe Mettmann

    Hallo Rainer,


    ich schlage dir folgende Vorgehensweise vor, um die Sache auf die Spur zu kommen:


    Zuerst einmal schließt du einen Kanal eines Quellgerätes über einen Cinch-Y-Adapter/Kabel an beide Kanäle des Verstärkers an. Somit ist sichergestellt, dass in beide Kanäle ein absolut identisches Signal eingespeist wird.


    Nun teste, ob immer noch ein Kanal lauter zu hören ist. Ist das der Fall, schließe den rechten Lautsprecher am linken Lautsprecheranschluss des Verstärkers an und linken Lautsprecher am rechten Verstärkerlautsprecheranschluss. Ist jetzt der andere Lautsprecher leiser, so ist die Ursache Verstärker. Ist weiterhin der selbe Lautsprecher leiser, ist die Ursache die Lautsprecher, die Aufstellung, die Lautsprecherkabel oder deren Anschluss.


    Es gibt noch eine weitere Möglichkeit die Kanalgleichheit des Verstärkers zu testen. Auch hier, identische Signaleinspeisung über den Y-Adapter/Kabel. Schließe einen dritten Lautsprecher besser einen Kopfhörer zwischen den beiden (+) Lautsprecherklemmen des Verstärkers an. Die normalen Lautsprecher lässt du angeschlossen. Drehe den Blanceregler so, dass die Lautstärke in dem Kopfhörer bzw. dritten Lautsprecher minimal ist. Eventuell musst du den dritten Lautsprecher über ein langes Kabel in ein anderes Zimmer stellen, weil sonst die normalen Lautsprecher zu laut zu hören sind. Wenn der Verstärker in Ordnung ist, sollte idealerweise der Balanceregler bei minimaler Lautstärke genau in der Mitte stehen. Mache diesen Test bei verschiedenen Stellungen des Lautstärkereglers, denn der könnte ja auch einen Gleichlauffehler aufweisen.



    Gruß


    Uwe

    Hallo Ulrich,


    danke für deine Messungen. Sie bestätigen das, was ich gesagt habe, dass bei einem pseudosymmetrischen Kabel mit einseitig (oder auch beidseitig) angeschlossenem Schirm die wirksame Kapazität doppelt so hoch ist, als wenn der Schirm nicht angeschlossen ist.


    Ich finde diese Information sehr wichtig, weil bei solchen Kabeln häufig die Ader-Ader-Kapazität als Auswahlkriterium herangezogen wird. Auch hier habe ich das häufig gelesen. Gerade wenn für ein Tonabnehmersystem eine ideale Lastkapazität angegeben ist, so wählt man dann das falsche Kabel. Jetzt wissen wir es besser und daher danke nochmals für deine Mühe. :)



    Gruß


    Uwe

    Hallo André,


    Ich bin hier nicht oft im Forum und wenn ich dann hier mal reinschnuppere und aus meiner Sicht technisch falsche Behauptungen lesen, dass schreibe ich dazu schon mal etwas (aber auch nicht immer). Aus den Diskussionen der klanglichen Einflüsse halte ich meist (wie hier auch und oben erwähnt) meist raus.


    Zum Thema VDE, wenn es um die elektrische Sicherheit geht, was ist da falsch, Tipps zu geben, worauf man achten sollte. So ging es z.B. auch mal um ein Gerät, dass verkauft werden sollte. Eigentlich sind dann solche kostenlosen Tipps sogar Gold wert, denn in Testhäusern kostet sowas unter Umständen richtig Geld.


    Es werden immer wieder aus meiner Sicht falsche technische Behauptungen aufgestellt und die Leser richten sich danach. Da finde ich es doch nicht verkehrt, dies zu korrigieren oder sie zur Diskussion zu stellen.


    Ich bin meist gut in der Lage meine Position plausibel mit Argumenten zu unterlegen. Der anderen Seite gelingt das häufig nicht und dann werde ich auf anderem Wege als „böse“ dargestellt. Wenn meine Meinung, die ich zwar direkt aber nicht respektlos dem Anderen gegenüber vertrete, wie z.B. von dir als unangenehme empfunden wird, so liegt das nicht selten daran, dass vom Anderen erkannt wird, dass ich vielleicht recht haben könnte, man sich dies aber nicht eingestehen möchte.


    Ich halte es für wichtig, dass in einem Forum verschiedene Meinungen auch zur Geltung kommen können, denn nur dann ein Leser für sich den richtigen Weg finden. Ich vertrete den technischen Aspekt und das auch mit guten Begründungen und Erläuterungen.



    Gruß


    Uwe

    Ja, aber weniger und erzeugt keine eigenen Wechselfelder bei Signaldurchgang.

    Wie erklärt sich das oder wo steht das?


    Der Hauptvorteil der pseudosymmetrischen Verkabelung ist die verringerte Induktivität, die bei den meisten Betrachtungen gern etwas vernachlässigt wird.

    Wieso sollte die Induktivität denn bei Cinchkabeln eine Rolle spielen? Nehmen wir mal billiges RG 58 Kabel. Diese Induktivität lässt sich leicht berechnen. Bei 20 kHz ergeben sich ein induktiver Widerstand von 0,3 Ohm bei 10 m RG58. In Verbindung mit dem Eingangswiderstand des nachfolgenden Gerätes und der Kabelkapazität ergibt sich ein Spannungsteiler. Der Eingangswiderstand beträgt Hochpegelgerätes ist mindestens 10 kOhm.


    Wenn man das mal berechnet, ist die Dämpfung zu vernachlässigen und somit auch die Phasenverschiebung.


    Die Kapazität wird dagegen nur bei höherohmigen Quellen wie z.B. einem Magnettonabnehmer relevant.


    Also allen anderen Quellen auch nicht relevant. Du hast uns gerade erläutert, dass aus technischer Sicht Cinchkabel keinen nennenswerten Einfluss auf das NF-Signal haben.



    Gruß


    Uwe

    Hallo Holger,


    Mit dem einseitig aufgelegten Schirm geht es Nadja um die Verbindung von Hochpegelgeräten und nicht um Phonoverbindungen. Bei Phono bevorzugt sie ja bereits geschirmte Kabel mit beidseitig angeschlossenem Schirm:

    Nachtrag zur Schirmung

    > Phono: muß die Schirmung beidseitig aufgelegt sein

    > Audio: nur eine einseitige Klemmung (am Verstärker oder direkt am Gerät


    Gruß


    Uwe

    Wieso soll jetzt die Kapazität bei pseudosymmetrisch Ader-Ader höher sein?

    Wenn ich die Kabelkapazität messe, ist Ader-Ader kleiner als Ader-Schirm.

    Die Ader-Ader-Kapazität wird nicht höher. Wenn du aber auch den Schirm anlötest (egal ob nun auf einer oder beiden Seiten), ist ja auch die Ader-Schirm-Kapazität zwischen Innenleiter und Masse angeschlossen und somit ist diese wirksam. Wenn du dir die Daten von geschirmten Kabeln mit zwei Innenleiter anschaust, wirst du sehen, dass die Ader-Schirm-Kapazität etwa doppelt so hoch ist, wie die Ader-Ader-Kapazität.


    Es ist doch logisch, wenn der Schirm an der Cinchmasse angeschlossen ist und der Innenleiter an den Mittelpin, dass dann auch die Innenleiter-Schirm-Kapazität wirksam ist.


    Habe ich zwei Adern, eine für Plus, eine für Minus, der Schirm ist drumherum, werden die beiden Adern besser abgeschirmt vor Störeinflüssen.

    Das trifft bei einem einseitig angeschlossenen Schirm nur gegenüber elektrischen Felder zu. Ein einseitig angeschlossener Schirm ist aber wirkungslos gegenüber magnetischen Feldern. Ein beidseitig angeschlossener Schirm hat hier wenigstens eine begrenzte Wirkung. Hier dazu ein Beitrag, der auch Auszüge aus der Fachliteratur beinhaltet: Klick mich


    Dann kommt noch der Störstrom hinzu, der von Gerät zu Gerät fließt (z.B. Brummschleife). Umso besser die Masseverbindung zwischen den Geräten ist, umso weniger Störungen können in die Verbindungsleitungen eingekoppeln. Die Masseverbindung erfolgt auch über die Cinchverbindung und es ist nun mal so, dass ein dichter Schirm einen geringeren Widerstand aufweist als ein Innenleiter. Wenn also die Masseverbindung bei einseitig angebundenem Schirm nur über den Innenleiter erfolgt, ist somit der Spannungsabfall und die resultierende Störungseinkopplung größer, als wenn die Gerätemassen über einen niederohmigen Schirm verbunden sind.



    Gruß


    Uwe

    Interessant, was Volpe im link meint, 2 Ader für den asymmetrischen Signaltransport und den Schirm beidseitig mit Widerständen niederohmig auf Signalmasse legen.

    Gerade aber die Störströme, die über die Kabelmasseverbindung von Gerät zu Gerät fließen, sind oft ein Problem. Aber auch diese nehmen den Weg des geringsten Widerstandes, also über den Masseinnenleiter und nicht über den Schirm, der bei der Volpe-Lösung durch die Widerstände hochohmiger angebunden ist (Siehe auch den Link in meinem letzten Beitrag).


    Es gibt einen Grund, warum außer in der Heim-Audio-Technik bei unsymmetrischen Signalverbindungen eben ganz einfach der Schirm beidseitig angeschlossen wird. Das ist einfach die beste Möglichkeit, Störeinkopplungen bei unsymmetrischen Verbindungen entgegenzuwirken.


    Besser ist natürlich eine komplett symmetrische Signalübertragung, was aber immer bedeutete, dass nicht nur die Kabel, sondern auch die Signal-Ein- und Ausgänge symmetrisch ausgeführt sein müssen



    Gruß


    Uwe

    Was die Störumempfindlichkeit bei unsymmetrischen Anschlüssen betrifft, ist ein unsymmetrisches Kabel mit einem dichten Schirm, der auch beidseitig angeschlossen wird, die beste Lösung (Klick mich).


    Mag sein, dass eine andere Art der Verkabelung als klanglich besser empfunden wird. Darüber möchte ich aber nicht diskutieren, weil man in diesem Punkt nie auf einen Nenner kommt.


    Ich möchte nur die technische Seite beleuchten, also, wie am wenigsten Störungen in das Verbindungskabel einkoppeln.

    Ich möchte die GERINGSTE Kapazität. Daher, ein zwei adriges Mikro-Kabel.

    Hierzu nochmal der Hinweis, die bei einem pseudosymmetrischen Kabel wirksame Kapazität ist die Ader-Schirm-Kapazität und nicht die Ader-Ader-Kapazität. Wenn man die wirksame Ader-Schirm-Kapazität betrachtet sind pseudosymmetrische Kabel plötzlich nicht mehr so kapazitätsarm. Sie habe nur dann eine geringe wirksame Kapazität, wenn man den Schirm überhaupt nicht anschließt.



    Gruß


    Uwe

    > Audio: nur eine einseitige Klemmung (am Verstärker oder direkt am Gerät)


    Beispiele:

    DVD Spieler, liegt die Schirmung am DVD Spieler

    Vorstufe, Schirmung intern an der Vorstufe

    Nun, das sehe ich etwas anders. Aus technischer Sicht ist bei einem unsymmetrischen Anschlüssen auch eine unsymmetrische Verkabelung der bessere Schutz gegenüber Einkopplung von Störungen.


    Das ist ähnlich wie bei Schuhen. Zum Tanzen verwendet man Tanzschule mit glatter Sohle aber bestimmt nicht zum Volleyball, denn da braucht man Schuhe, die gut greifen.


    Genauso ist es bei Audioverbindungen, symmetrische Anschlüsse, symmetrische Kabel, unsymmetrische Anschlüsse dann unsymmetrische Kabel.


    Das Ganze funktioniert mit pseudosymmetrischen Kabeln deshalb gut, weil NF-Verbindungen meist sehr unkritisch sind. Das ändert aber nichts daran, dass das unsymmetrische Kabel unempfindlicher gegenüber Störeinkopplungen ist.


    Bitte nehmt ein klassisches Cinchkabel mit der selben Kapazität & vergleicht es mit dem pseudosymmetrischen Kabel, gleicher Kapazität

    Bei pseudosymmetrischen Kabeln, egal ob der Schirm ein- oder beidseitig angeschlossen ist, ist die Ader-Schirm-Kapazität die wirksame Kapazität, die etwas doppelt so hoch ist, wie die Ader-Ader-Kapazität ist.



    Gruß


    Uwe

    Hallo Ralf,


    noch eine Anmerkung zum Sicherungswechsel, wenn die Sicherung mal defekt ist. Verwende nur Sicherungen von Fluke oder welche, die genau denen von Fluke entsprechen (Klick mich und mich auch). Die Fluke-Sicherungen haben ein Unterbrechungsvermögen von 10 kA bzw. 20 kA und sind bis zu 1000 V AC und DC spezifiziert.


    Verwendest du andere Sicherungen, so ist im Kurschlussfall (bei Quellen mit hoher Spannung und niedriger Impedanz) eventuell keine Unterbrechung des Stromflusses sichergestellt.


    Die Sicherungen kosten zwar etwas mehr (aber unter 10,- €), da aber sie sicherlich selten defekt gehen, ist das zu verschmerzen.



    Gruß


    Uwe

    Ich sehe gerade, ich bin noch eine Antwort schuldig. Komisch, ich dachte, dass ich sie bereits geschrieben habe. Nun, dann hole ich das nach.

    Das muss ja schon eine alte Krücke von Fernseher sein, wenn er noch Erdanschluss hat. Und wie misst Du denn den Ableitstrom mit einem Multimeter ohne eine zusätzliche Einrichtung?

    Der Fernseher war Schutzklasse II also schutzisoliert. Gerade bei diesen Geräten wirkt sich ein Isolationsfehler verehrend gefährlich aus, wenn auf den berührbaren Anschlüssen Spannung anliegt, aus der eine für den Menschen gefährlicher Strom herrühren kann..


    Den Ableitstrom misst man einfach zwischen einer Geräte-Masse (z.B. vom Antennenanschluss) und dem Schutzleiterkontakt einer Steckdose. Das ist ein ungefährer Wert und ist der in Ordnung, so wird das auch bei einer offiziellen Messung der Fall sein, bei der der Wert etwas geringer ausfällt.



    Gruß


    Uwe



    Nachtrag:


    Falls nun jemand diese Messung tatsächlich durchführen möchte, noch ein paar Hinweise:


    Die Messung muss in beiden Netzsteckerpositionen durchgeführt werden. Bevor man mit den Strommessungen beginnt, sollte in beiden Steckerpositionen die Spannung zwischen der Gerätemasse und dem Schutzleiterkontakt gemessen werden. Die Spannung muss deutlich kleiner 230 V sein. Sollte das nicht der Fall sein, sollte nicht direkt mit dem Multimeter der Strom gemessen werden, sondern ein Widerstand von 1 bis 5 kOhm zwischengeschaltet werden. Wenn nämlich im Gerät eine direkte Verbindung zwischen Phase und Gerätemasse vorhanden sein sollte, brennt nur der Widerstand auf, so dass das Messgerät keinen Schaden nimmt. Weiterhin sollte man während der Messung keinesfalls irgendwelche leitenden Teile des Gerätes anfassen.

    Hallo Henrik,


    da hast du wohl von toeboi aus dem Hifi-Forum den Verstärker gekauft. ;)


    Tatsächlich wurde im Hifi-Forum aber eine mögliche Ursache genannt, die auch mir als erstes in den Kopf gekommen ist, ein defekter Koppelkondensator. Ist der defekt, kommen solche Effekte vor, weil z.B. eine Gleichspannung am Quellenumschalter anliegt. Wenn man die dann schaltet, knackt es. Auch für das Rauschen kann dann die Gleichspannung verantwortlich sein. Alternativ kann aber auch ein Widerstand defekt sein, der einen Gleichspannungsanteil kurzschließen soll. Daher tritt das Rauschen nicht mehr auf, wenn du ein Quellgerät anschließt.


    Mehr kann ich dir nicht helfen, da ich den Verstärker im Detail nicht kenne und sowieso nix mit Reparaturen von Audiogeräten zu tun habe.


    Ich hoffe, dass ich dir trotzdem einen Anhaltspunkt gegeben habe, den du weiter verfolgen kannst.



    Gruß


    Uwe

    Hallo Uwe,

    schau doch mal in den zitierten Text...

    Die Mausefalle ist meine Signatur..

    Das Problem ist, dass das Zitat-Fenster nicht automatisch aufklappt, ich also deine Antworten im Zitat nicht sehen konnte. Das Einzige, was das stand, war das mit der Maus.


    Dann gehe ich mal konkret auf deine Antworten ein.


    Quote

    -Also korrekte Klemmenspannung bei laufendem Motor wären ja 13,8V. Wenn das Gemessene so nah am Ideal liegt und trotzdem der Bleisammler nicht richtig geladen wird würde ich mißtrauisch und würde eine Blockbatterie mal als Vergleich messen,

    zusätzlich kann man an der Helligkeit der Scheinwerfer sehen ob die Bordspannung in etwa da ist, wo sie hingehört..

    Ich habe geschrieben, dass ich die Kontrolle der Ladespannung von Zeit zu Zeit mache, es war also keine Rede davon, dass die Batterie nicht geladen wurde. Mit 13,5 V wird die Batterie auch geladen, aber eben nicht so effektiv, wie es bei dem Fahrzeug sein soll.


    Also, basierend auf der Messung war Handlungsbedarf, tatsächlich aber nicht.


    Also bleibt weiterhin meine Frage offen, wie man in so einem Fall feststellt, dass die Messung fehlerhaft ist.


    Quote

    -Hier mußt Du mir helfen "Ableitstrom" meint wahrscheinlich Isolation...das mißt ein Liebhaber nicht...

    Also eine ausweichende Antwort. Das ist dann auch als keine Antwort zu werten.


    Quote

    -Also die Netzspannung ist ja regional sehr konstant, bei uns etwa 231Vac, wenn mir das Multimeter also 225Vac zeigt reicht das doch um zu sehen: ja Netzspannung liegt da an wo sie anliegen soll?!

    Siehst du, in diesem Fall ging es um eine Neutralleiterunterbrechung. Somit ergibt auf den 3 Phasen eine Spannung abhängig von der Last an den Phasen. Ist dies an den Phasen unterschiedlich verteilt, so ist an einer Phase die Spannung zu niedrig und an der anderen zu hoch und dann macht es Peng und ein Trafo brummt mechanisch. Wenn also das Multimeter defekt ist, hätte man also die Spannung als Ordnung angesehen und wäre erst skeptisch geworden, wenn das nächste Gerät gehimmelt worden wäre.


    Das zeigt also, was ich gesagt habe, nicht immer kann man ein fehlerhaftes Messergebnis erkennen, denn das ist dir bei keinem meiner drei Beispiele gelungen.



    Gruß


    Uwe

    Keine Maus käme jemals auf die Idee eine Mausefalle zu bauen ...


    Diese ausweichende Antwort auf meine konkreten Beispiele zeigt, dass du keine konkreten Antworten hast, wie man in den Beispielen Fehlmessungen erkennt.


    Somit ist deine pauschale Aussage widerlegt, dass man Fehlmessungen erkennen kann.


    Wenn man dann noch bedenkt, dass die ersten zwei Beispiel aus dem realen Leben kommen und in beiden Fällen Kosten entstanden wären, wenn ich den Ergebnissen geglaubt hätte. :(



    Gruß


    Uwe

    Man überprüft seine Messwerkzeuge gegen bekannte Messwerte. Also im Grunde kalibriert man sie.

    Ja, sollte man machen und viele von uns machen das ja auch. Ich spreche aber von Leuten, die das Multimeter nur selten benutzen. Die werden wohl kaum regelmäßig ihr Multimeter überprüfen, sondern allenfalls wenn sie es brauchen. Das nennt man den Unterschied von Theorie und Praxis.


    Daher macht es Sinn, wenn man nur ein Multimeter und sonst keine Messmöglichkeiten hat, dass man dann kein Billiggerät nimmt, um das Risiko von Fehlmessungen zu minimieren.


    Nun zu deinen Überprüfungsmessungen


    Deine Nullmessung mit den Messspitzen zusammen bringt da wenig, denn auch wenn das Multimeter 10-20% zu wenig anzeigt, wie es bei zwei meiner Multimeter der Fall war, wird es fast 0 V anzeigen. Dann dein Vorschlag eine bekannte Wechselspannung zu messen, üblicherweise die 230 V an einer Steckdose. Nehmen wir mal mein Beispiel mit dem Peng und dem Brummen, denn da sollten ja gerade die 230 V überprüft werden. Wo nimmt man jetzt eine zweite bekannte Wechselspannung her, um das Multimeter zu überprüfen?


    Ein weiteres Beispiel, wie willst du den Strommessbereich kontrollieren. Für uns kein Problem aber für jemanden, der nur selten ein Multimeter benutzt und dies nur für den Fall des Falles hat, keine einfache Aufgabe.


    Was dabei dann mit so einem billigen Multimeter rauskommen kann, zeigt mein Beispiel mit der Ableitstrommessung. Wenn wir dem Multimeter geglaubt hätten, wäre der Fernseher auf den Wertstoffhof gewandert, obwohl er noch voll in Ordnung war. Genau das ist auch der Fall, auf den anspiele. Das Multimeter war nur für den Fall des Falles da und als ich dann nach der optischen Überprüfung des Fernsehers sagt, wir sollten zur Sicherheit noch den Ableitstrom messen, sagte er, kein Problem, ich habe ein Multimeter.


    Bitte sage mir, wie wir in diesem Fall hätten überprüfen können, dass das Multimeter den Wechselstrom auch korrekt misst.


    Aber eigentlich brauchen wir nicht weiter zu diskutieren, den im Prinzip ist alles gesagt und ich will hier nicht jeden von meiner Meinung überzeugen. Jeder muss selbst entscheiden, welche Qualität er beim Multimeterkauf wählt und kann das Für und Wider hier lesen.



    Gruß


    Uwe

    Immer wenn man misst, muss man seine Messwerkzeuge einer entsprechenden Funktionskontrolle unterziehen. Eine höhere Zuverlässigkeit ändert daran nichts.

    Eine Funktionskontrolle hilft da wenig, wenn das Multimeter zwar funktioniert, aber falsch Werte anzeigt.


    Ja, man sollte das Multimeter auch häufiger mal überprüfen. Wie passiert das aber, wenn es das einzige Gerät ist, welches man hat. Genau darum ging es hier aber. Ich schrieb ja auch, wenn man ein zuverlässiges Multimeter hat, dann reichen weitere billige Geräte aus, denn man hat die Möglichkeit diese jederzeit zu überprüfen.


    Hat man aber nur ein Gerät, dann ist nix mit zeitnaher Überprüfung und ausgerechnet, wenn man es mal braucht, zeigt es Fahrkarten an.


    Daher helfen eure Hinweise wenig, wie es ein Profi machen würde, denn die meisten privaten Leute sind keine Profis und die Überwachung der Messgeräte wird vernachlässigt.


    Daher empfiehlt sich gerade als Privatmensch ein Gerät, bei welchem das Risiko, dass es falsche Werte anzeigt, möglichst gering ist.


    Ich versehe es auch nicht, man hat ein teures Hobby, schafft sich hochwertige und teure Geräte an, kauft aber nur ein billiges Multimeter.



    Gruß


    Uwe

    Natürlich gibt es billige Geräte die Mist anzeigen, jedoch merkt man das doch hinreichend...

    Hallo Tobias,


    dann bitte erkläre uns, wie merkt man das denn?


    Nehmen wir mal mein Autobeispiel. Multimeter zeigt, z.B. falsch 13,5 V bei laufendem Motor an.


    Nehmen wir mein zweites Beispiel mit dem Ableitstrom. Multimeter zeigt z.B. falsch 5 mA an.


    Drittes Beispiel, es macht bei einem Audiogerät Peng, das zweite Audiogerät zeigt ein lautes Trafobrummen. Du misst die Netzspannung, es wird falsch 225 V angezeigt.


    Jetzt erläutere mir bitte doch für die drei Fälle, wie du merkst, dass es sich um Fehlmessungen handelt. Wir alle lernen gerne etwas dazu.


    Gerade eben, weil man im privaten Bereich selten oder überhaupt nicht seine Messmittel überprüft, ist es wichtig, dass sie möglichst zuverlässig sind. Viele wissen überhaupt nicht, dass sie mit ihren billigen Multimetern Fahrkarten messen und sind überzeugt, dass sie richtig messen. Wieso z.B. bist du sicher, dass dein Multimeter richtig anzeigt?


    Ich habe ja auch deshalb drei Multimeter als defekt erkannt, weil ich sie überprüft habe. Bei anderen, nicht ganz so skeptischen Benutzern und ohne Überprüfungsmöglichkeit wären diese vielleicht immer noch im Einsatz und deren Verstärker klingt z.B. bescheiden, weil sie z.B. mit so einem Teil den Ruhestrom falsch eingestellt haben.



    Gruß


    Uwe