Posts by Karl01

    Moin!

    Moderne Digital-Multimeter messen mit Strömen im u-Amperebereich. Wenn man sein System nicht unbedingt mit Opas Gerät im Bakelitgehäuse durchmisst passiert da nichts.


    Gruß Roland

    Hallo Roland,


    bei meinem sind es von den µ-Amperes insgesamt 830 Stück bei der Durchgangsprüfung - und das ist ein modernes hochwertiges Gerät ;). Im Widerstandsmessbereich 5 Megaohm sind es allerdings nur noch 0,83 µ-Ampere. Je höher der Widerstandsmessbereich desto geringer der Strom - ist ja auch logisch.

    Ich verzichte generell bei empfindlichen Geräten auf die "Durchgangspieper" und messe wenn es nur auf den Durchgang ankommt immer im höchsten Widerstandsmessbereich - so kann man genauso gut erkennen ob eine Leitung unterbrochen ist oder nicht.

    Und solange man nicht weis, mit wieviel Strom der Durchgangsprüfer arbeitet, sollte man ganz einfach Vorsicht walten lassen - es gibt auch modernen digitalen Messtechnik-Schrott!


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo,

    ich wäre auch sehr vorsichtig mit dem Einsatz eines Durchgangsprüfers an den sehr filigranen Spulendrähtchen eines Tonabnehmers. Es hat schon Fälle gegeben wo durch den Prüfstrom die TA-Spule abgeraucht ist. Bei einem MM-TA mit 47 kOHM Abschlusswiderstand und vielleicht maximal 25 mV Ausgangsspannung (bei einem lauten Impuls) fließt ein TA-Strom von 0,53 Mikroampere. Bei einem MC sind die Ströme größer - ganz grob im Bereich 25 Mikroampere. Ich habe ein sehr hochwertiges Multimeter, da ist der Prüfstrom beim Durchgangstest mit 0,83 Milliampere angegeben. Das ist vielfach höher als der Strom den der TA normalerweise bei Musik abgibt.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Klaus,


    beim Epilogue werden jeweils zwei der Innenleiter an je eines der Tonarmkäbelchen angeschlossen - und zwar so das sich die Innenleiter überkreuzen. Auf der Steckerseite ebenfalls zwei Innenleiter an je einen XLR-Pin. Beim Sommer Cable SC-Square 4-Core findest Du dazu eine Beschreibung. Das Rauschen soll dadurch noch etwas besser unterdrückt werden.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Dirk,


    wenn Du alle Leitungen einzeln geprüft hast und alle Durchgang haben könnte folgendes Problem vorhanden sein:

    Im Bereich der Lagereinheit ist immer eine geringe Bewegung vorhanden. Dort könnte die Isolation eines der filigranen Käbelchen durchgescheuert sein und jetzt ein sogenannter Masseschluss vorliegen. Du kannst das prüfen, in dem Du den Widerstand zwischen Innenleiter des Anschlusskabels und Außenschirm sowie den Gehäusemasse-Anschlüssen prüfst - immer bei nicht angeschlossenem Tonabnehmer! Der gemessene Widerstand sollte gegen "unendlich" gehen. Falls der Widerstand gegen "null" geht, liegt ein Masseschluss vor. Die Ausgangsspannung des TA ist dann kurzgeschlossen und wird somit zu "null" - es ist nichts zu hören!

    Das hilft Dir natürlich nicht direkt weiter, die Ursache zu finden ist aber immer schon ein Schritt nach vorne.


    Ich wünsche Dir gutes gelingen und bald wieder viel Freude mit dem schönen AC-3000!


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Jürgen,


    vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Ich habe einen einfachen LInn Basik mit Akito Tonarm an dem aktuell das Adikt spielt. Der Basik ist mit den Sincos Netzteil von Usul hier aus dem Forum getunt. Den Akito habe ich selbst sehr aufwändig überarbeitet - teilweise neue Einzelteile angefertigt, Hochpräzisionslager und neue Verkabelung. Insgesamt bin ich mit dem Setup sehr zufrieden, allerdings kommt nach einer „gewissen“ Zeit immer mal wieder der Gedanke nach was neuem auf.

    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Zusammen,


    hat jemand von euch schon mal das Rega Ania Pro gehört und verglichen. Das gehört auch zur 1000 € Klasse. Ich finde die etwas spezielle Konstruktion von technischer Seite sehr interessant. Es gibt in den Gazetten recht viel Lob, ich hätte aber lieber eine Bewertung von neutraler Seite.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Zusammen,


    ich glaube hier wird was durcheinander gebracht. Die IEC Norm definiert den bespielten Bereich einer Schallplatte. So ist der kleinste Radius einer 12“ Platte auf dem noch ein Ton aufgezeichnet ist 60,325 mm. Der äußere Durchmesser, beim dem der erste Ton einsetzt beträgt 146,05 oder 146,3 mm je nach Jahrgang der Norm. Damit sind nicht die Nullradien gemeint!
    Die verschiedenen Tonarmjustage-Geometrien haben alle das Ziel die Verzerrungen zu minimieren. Jeder „Erfinder“ hat dabei geringfügig andere Ideen was das Optimum betrifft. So versucht z.B. Stevenson den generell kritischen innersten Bereich der Schallplatte zu optimieren. Schön geht da noch etwas weiter und versucht auch noch einen guten Kompromiss bez. der unvermeidbaren Justagefehler zu erreichen. Der Clearaudio Ansatz ist ganz speziell. Die Radien 75, 70, und 65 mm sollen dem innerstem bespielten Radius der Schallplatte entsprechen. Der TA wird dann so justiert das nur der Bereich bis zum jeweiligen Radius (75, 70 od. 65 mm) optimiert wird. Bei konsequenter Anwendung ist der TA dann je nach Schallplatte neu zu justieren. Ich kenne keinen der das macht! Man kann ja mal auch die eigene Schallplattensammlung untersuchen welcher innerste Radius im Mittel vorhanden ist und sich dann für 75, 70, 65 oder für eine ganz andere Geometrie entscheiden. Es gibt viele Lösungen die gute Ergebnisse bringen.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Das ist natürlich sehr attraktiv, vielen Dank für den Tipp.
    Ich darf alles mögliche an Hifi für's Wohnzimmer anschaffen,
    solange es schwarz oder weiß ist (sagt die Frau).

    Walnuss würde nur als Bodenbelag akzeptiert. :sorry:

    Hallo hmb1978,


    wenn ich sowas lese zucke ich direkt zusammen. Schwarz und weiß verbinde ich immer mit einer modernen, spartanischen Raumausstattung mit glatten kahlen Flächen und Wänden. Das ist leider die beste Basis für eine miese Raumakustik! Wenn dann noch Länge, Breite und Höhe ungünstige geometrische Verhältnisse haben, gibt es heftige Raummoden und viel zu lange Nachhallzeiten.
    Ich hoffe das ich mich täusche und wünsche Dir viel Erfolg.

    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo 33 1/3,


    ich habe mir das dritte Foto Deiner Reihe (längste Darstellung des Nadelträgers) als Hintergrund in mein CAD-Programm eingeladen. Leider scheint die Kamera nicht exakt senkrecht auf das Objekt ausgerichtet gewesen zu sein. Es ist immer schwierig den Blickwinkel so genau hinzukriegen das die perspektivische Verzerrung vernachlässigbar ist. Anhand von Hilfslinien habe ich versucht die Verdrehung des Diamanten auszumessen. Ich bin dabei auf einen recht kleinen Wert gekommen!

    Ich schließe mich der Meinung von Kurt an - der Fehler könnte durch eine Verringerung des Kröpfungswinkels (leichtes Verdrehen des Tonabnehmers gegen des Uhrzeigersinn - von oben betrachtet) verringert werden. Ich würde da in 1/4 Grad Schritten vorgehen und jeweils hören ob sich eine Verbesserung einstellt. Solltest Du bei 1 Grad Verdrehung immer noch keine Verbesserung erzielt haben wird es schwierig. Ein Grad ist schon sehr viel - ich habe weniger gemessen. Ich hätte anhand der Fotos viel mehr erwartet - aber die Perspektive kann ganz schön täuschen!


    Es bleibt Dir aber vielleicht immer noch, falls alles probieren zu nichts führt, den Tonabnehmer beim Hersteller zu reklamieren.


    Ich wünsche Dir gutes Gelingen

    Ulrich

    So kleine Winkel sind bei der Tonabnehmer Justage

    immer wieder eine Herausforderung !

    Hallo Philipp,


    das ist genau meine Meinung. Bei der Justage der Kröpfung kommt es auf die Nachkommastellen an. Ein TA mit Rundnadel ist da noch recht gnädig. Es kommt nicht nur auf den Nadelträger an!
    Bei den scharfen Schliffen kommt auch noch dazu das die Nadel ggf. leicht verdreht im Nadelträger sitzt - wer will das bei den winzigen Steinchen überhaupt erkennen. Wenn man so ein Exemplar erwischt hat und es zum Plattenende immer noch zischelt wird die Justage schnell zur Sisyphusarbeit.

    Beste Grüße

    Ulrich

    Das ist klar und unbestritten: Verschiebt man die Nadelspitze, ergibt sich ein anderer Kröpfungswinkel.

    Ja. Falls man den Montageabstand entsprechend anpasst.

    Da das dann aber wieder die identischen Nullpunkte ergibt, verstehe ich nicht, wieso die Schablone jetzt "versagen" sollte, wie du sagst.

    Hallo Jürgen,


    Du hast recht, die Schablone versagt nicht wirklich - das ist wohl etwas zu hart ausgedrückt!


    Ich habe mich von der Lage der Befestigunglöcher, die ich zur Darstellung der Tonarmgeometrie mit eingezeichnet habe zu der Aussage verleiten lassen. In der neuen Skizze ist die SME-Schablone einfach auf der "Nadelträgerlinie" 4 mm nach links verschoben so das der originale Nadelaufsetzpunkt der SME-Schablone den inneren Nullradius tangiert. Dann fluchtet das Mittelloch der Schablone auch wieder mit der Plattentellerspindel. Was bleibt ist ein paralleler Versatz der Schablone zur Mittelachse vom Tonarm. Die gezeichnete Geometrie passt genau auf einen TA mit 4 mm längerem Nadelträger.

    Da der Tonarm ein "konisches" Rohr hat ist es etwas schwierig genau zu peilen - da ist die Zweipunktschablone sicher etwas einfacher in der Handhabung.


    Die geometrischen Zusammenhänge beim Tonarm sind trotz der wenigen Parameter nicht einfach zu durchschauen - da kann man sich doch recht schnell "verlaufen"!


    Beste Grüße

    Ulrich



    SME V_2.JPG

    Die SME-Schablone kannst du problemlos immer verwenden. Egal wie lang der Nadelträger. Und egal wie lang der Tonabnehmer.


    Sie muss nur wirklich zum speziellen SME-Arm-Modell passen; denn diese haben unterschiedliche Geometrieen.

    Gruß

    Juergen1

    Hallo Jürgen,


    bitte überprüfe doch mal die Skizze - die ist mit einem CAD-Programm genau massstäblich gezeichnet. Die skizzierte SME-Schablone entspricht dem Original für einen Abstand der Nadelspitze zu den TA Befestigungslöchern von 9,5 mm. Nur wenn ich diesen Abstand genau einhalte fluchtet das Loch in der Schablone mit der Plattentellerspindel. Du kannst natürlich die Schablone trotzdem benutzen - allerdings zeigt dann die „Contour“ des stilisierten Tonarms auf der Schablone nicht mehr auf die Tonarmdrehachse. Ich war selbst überrascht wie viel das ausmacht. Du kannst auch meine ermittelte Geometrie mit dem „Cartridge Protractor Pro“ Tool auf der „Vinylengine“ gegen prüfen.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo,


    ich habe mal die Geometrie des SME Series V mit einem TA, der einen 4 mm längeren Nadelträger als Standard besitzt, gezeichnet. Die Kröpfung bleibt dabei eben nicht konstant! Die Kröpfung ist definiert als der Winkel zwischen Nadelträger und gedachter Linie zwischen Nadelspitze und Tonarmdrehachse. Da ein längerer Nadelträger die Nadelspitze im ursprünglichen Kröpfungswinkel schräg weiter nach vorn schiebt (hier: 4 mm) ergibt sich geometrisch ein neuer kleinerer Kröpfungswinkel. Ich hoffe das wird durch die beigefügte Zeichnung verständlich.

    Die sich ergebende Geometrie entspricht wieder exakt Baerwald (Loefgren A) mit den Nulldurchgängen bei 66,02 mm und 120,9 mm.

    Ich habe die Skizze eigentlich nur erstellt um Widersprüche zur der Eignung der originalen SME-Schablone für abweichende Nadelträgerlängen zu ergründen. Das Ergebnis zeigt das die SME-Schablone in diesem Fall versagt - bitte seht selbst!


    Beste Grüße

    Ulrich


    SME V.JPG

    Hallo Winfried,

    weißt du was genau mit der Phasenlagemessung bei Adjust+ gemeint ist?

    Sinussignal linker Kanal vs. Sinussignal rechter Kanal?

    D.h. das könnte man mit einen Zweistrahloszi auch prima messen.

    Danke.

    Hallo Frank,

    ein Oszi wird nicht unbedingt benötigt. Ich erledige so was immer mit Soundkarte und „Audacity“. Du kannst da ganz einfach reinzoomen bis Du die einzelnen „Schwingungen“ siehst und so die Phasenlage für beide Kanäle erkennst. Die Genauigkeit dürfte auch jedem einfachen Oszi überlegen sein. Die Soundkarte ist für den Audiobereich gemacht, das Oszi eher für MHz. Die meisten einfachen Oszis haben nur 8 bis 10 Bit Auflösung.

    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo saher,


    ich habe jetzt auch den Parallel-Thread gefunden - da wird es schon "durchsichtiger". Du hast mit Sicherheit eine sehr gute Einstellung gefunden. Allerdings gehe ich nicht konform mit der Aussage das die Nadel exakt auf der Kreisbahn läuft. Die Kreisbahn auf der Schablone hat einen Radius von R = 233,15 mm (effektive Tonarmlänge). Das Kolibri mit seinem längeren Nadelträger überragt den Normabstand von 9,5 mm um ca. 4 mm. Damit ergibt sich eine Verlängerung der effektiven Tonarmlänge um wenige Millimeter, der Radius wird größer.

    Das bedeutet das wir es mit zwei unterschiedlichen Radien zu tun haben - diese können niemals exakt Deckungsgleich aufeinander liegen!

    Nun zur Beruhigung: Ich habe die Differenzen zeichnerisch geprüft - die Abweichungen betragen nur 1 bis 2 Zehntel Millimeter bezogen auf die Nulldurchgänge. Das ist überhaupt nur sehr schwer auf der Schablone zu erkennen! :wacko:

    Wenn der Kröpfungswinkel beibehalten wird verschiebt sich der innere Nullradius dadurch geringfügig etwas nach innen, was sich durchaus positiv im Hinblick auf die Abtastverzerrungen auswirkt. Der äußere Nullradius wandert etwas nach außen. Der "Alignment Calculator Pro" auf der "Vinylengine" ist ein sehr gutes Tool zur Überprüfung.


    Ihr könnt mich jetzt als Erbsenzähler abstempeln - bei mir ist beruflich exaktes Arbeiten Pflicht und ich kann daher nicht anders.:)


    Beste Grüße und schönen Sonntag

    Ulrich

    Hallo saher,


    Deine Schablone in Kombination mit dem „Zeiger“ zum Tonarmdrehpunkt ergibt die gleiche Funktionalität. Allerdings ist die Schablone nur für eine feste effektive Tonarmlänge konstruiert. Ist der Abstand Nadelspitze - Tonarmdrehpunkt nicht genau 233,15 mm schleichen sich Ungenauigkeiten ein und die Nadel bewegt sich nicht exakt auf dem eingezeichneten Radius.


    Das mag bei Dir vielleicht perfekt passen, weil aber bei vielen TA‘s die Abstände zwischen Nadel und Befestigungsschrauben variieren kann das zu Fehleinstellungen führen. Deshalb ist eine individuell angepasste Schablone zu empfehlen.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Zusammen,


    das Thema wird ja hier sehr ausgiebig diskutiert und ich habe den Eindruck das die geometrischen Zusammenhänge nicht von allen vollständig erfasst werden. Ich habe daher meine selbst gezeichnete Schablone zur Justierung für den LINN Akito angefügt. Die Schablone wird einfach aufgelegt und stützt sich am Tonarmlager ab. Damit ist die korrekte Ausrichtung auf die Tonarmdrehachse gegeben und der Tonabnehmer braucht nur noch auf einen der beiden Nullpunkte justiert werden - alles passt dann automatisch von selbst. Auf der "Vinylengine" kann man die Daten für beliebige Tonarme selbst berechnen und eine entsprechende Schablone zeichnen.


    Die SME-Tonarme mit fester Montageposition des TA im Headshell setzen m.M.n. voraus das der TA normgerecht einen Nadelabstand von 9,5 mm zu den Befestigungslöchern aufweist. Weil das nicht immer gegeben ist, ergibt sich dadurch im Prinzip eine neue effektive Länge, die von den Werksangaben abweicht! Mit dieser neuen effektiven Länge kann man wiederum mit Hilfe der Vinylengine seine individuelle Wunschgeometrie (natürlich nur in sinnvollen Grenzen) berechnen und eine entsprechende Schablone zeichnen. Die Justage ist dann genauso einfach wie zuvor - mit dem Schiebeschlitten den Tonarm auf den korrekten Abstand zum Plattenmittelpunkt einstellen und der TA ist korrekt justiert. Ggf. muss noch die Kröpfung der Wunschgeometrie folgend etwas angepasst werden - dafür sollte genug Spiel in den TA Befestigungslöchern sein. Die Nadel sollte sich dann exakt auf der "grünen Linie" bewegen.


    LINN-Justierschablone.JPG


    Ich hoffe das damit die Zusammenhänge etwas klarer werden.


    Beste Grüße

    Ulrich