Beiträge von Karl01

    Hallo Mathias,


    die Crimpverbindung sollte immer Lotfrei sein. Hast Du die passende Crimpzange (Herzcrimpung) für diesen kleinen Querschnitt? Die Litzen nicht verzwirbeln sondern gerade lassen. Nur so ist eine ordentliche Crimpverbindung möglich.

    Wenn allerdings nur eine einfache Quetschzange zur Verfügung steht würde ich persönlich nach dem Quetschen noch mit einfachem dünnem bleihaltigem Lötdraht die „Lücken“ ganz vorsichtig auffüllen. Unbedingt darauf achten das kein Lot in den Steckbereich des Kabelschuhs fließt.


    Gutes gelingen

    Ulrich

    Dann scheint es ja doch irgendwie zu passen, obwohl es so aussieht als ob das DL103 sehr weit vorne montiert ist. Der Überhang sollte beim Akito 18 mm betragen!

    Ich baue meine Headshell-Kabel immer selbst. Einfach mal „Headshell-Kabel“ in die Suchmaschine eingeben - dann sollten sich zahlreiche Möglichkeiten für Fertiglösungen oder auch Einzelteile finden lassen. Vielleicht ist ja auch ein guter Händler ortsansässig. Die Käbelchen sind ja nicht besonders teuer und beim Versender kommen auch noch die Versandkosten dazu. Da ist das Einsparpotential eher gering. Für mich wäre für den 4er Satz bei etwa 25 Euro Schluss. Ich will aber nicht verschweigen, dass es auch welche für mehrere 100 Euro gibt.


    Schönen Sonntag

    Ulrich

    Moin Mathias, willkommen im Forum


    die Kombination könnte problematisch werden. Das Akito-Headshell ist sehr kurz und selbst mit dem damals vorgesehenen Linn K5 (AT 95E Derivat) mußten die "Verbindungskabelschuhe" leicht verbogen werden. Im übrigen halte ich den Akito zu leicht im zusammenspiel mit dem DL103. Ich selbst habe keine Erfahrungen mit diesem System. Hier im Forum gibt es aber einige User die Dir bestimmt näheres dazu mitteilen können und hoffentlich auch werden.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Technisch möglich und auch praktisch ausführbar halte ich noch Werte von ca. 35pF/m.

    Ja, das ist auch meine Erfahrung.

    Ich habe aktuell das Inak NF102 zwischen TA und VV. Das hat gemessene 33 pF / Meter. Fester Kupferdraht als Innenleiter in einem PE-Röhrchen. Außenrum sind weitere leere PE-Röhrchen gruppiert, dann kommt ein Folienschirm mit Beilaufdraht und ganz außen ein Gewebeschlauch. Ich bin mit dem Kabel sehr zufrieden, der Nachteil jedoch ist das es sehr steif ist!!!


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo,

    es ist unbestritten das mit dem kapazitiven Abschluß eines MM-Systems Einfluß auf den Frequenzgang genommen wird. Sind die "Generatordaten" Widerstand und Induktivität des MM-Systems bekannt, ist es mittels Ersatzschaltbild und Schaltungssimulation einfach, den Frequenzgang in Abhängigkeit der Abschlußkapazität und -widerstand auszurechnen (siehe Beitrag 277 oder auch die oft zitierte Volpe Seite). Diese Simulationen beschreiben aber leider nur das rein elektrische Verhalten anhand des Ersatzschaltbildes - die "mechanischen Eigenschaften" bei der Umwandlung von Rillenauslenkung in elektrische Spannung bleiben unberücksichtigt. So ergeben sich in der Praxis teilweise recht deutliche Unterschiede zwischen der Simulation und tatsächlich gemessenem Frequenzgang.

    Werden die empfohlenen Kapazitätswerte der Hersteller in die Simulation eingesetzt kommen meist ziemlich krumme Frequenzgänge raus - in der Praxis ist der Frequenzgang dann aber trotzdem schön linear.

    Ich will damit sagen, dass ein anhand von strengen Simulationswerten speziell "gestricktes" Anschlußkabel nicht unbedingt den idealen Frequenzgang liefert. In der Praxis ist das Problem oft viel entspannter und wer sich nach Herstellerangabe und Gehör richtet kann sich viel Stress ersparen.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hier wird ja leider sehr kontrovers und hitzig diskutiert.

    Und ich glaube es liegt daran, dass vielen nicht klar ist, dass Gleichlaufschwankungen und korrekte Drehzahl "zwei Paar Schuhe" sind. Ich kann jederzeit ein Laufwerk mit ultraguten Gleichlaufwerten "Wow and Flutter" herstellen und trotzdem ist die Drehzahl 10 % zu hoch oder zu niedrig. Gerade beim Riemenantrieb ist eine schnelle Regelung eher kontraproduktiv. Die Massenträgheit des Tellers in Verbidung mit dem elastischen Antriebsriemen stellt ein schwingfähiges System niedriger Eigenfrequenz dar. Schnelle Drehzahländerungen des Antriebsmotors werden durch das System "mechanisch heraus gefiltert".


    Um gute Gleichlaufwerte und Rumpelabstände zu erreichen kommt es ganz wesentlich auf die Qualität von Plattentellerlager, Rundheit von Motorpulley und Innenteller, geringste Unwuchten bei den drehenden Teilen und einen laufruhigen gleichmäßig drehenden Antriebsmotor an, die Qualität des Antriebsriemens nicht zu vergessen.


    Wenn Linn hier für die "Einregelung" der korrekten Plattentellerdrehzahl die langsame "Filzstreifenmethode" einsetzt ist das durch und durch korrekt. Das hat nichts mit der Qualität des Gleichlaufs zu tun - dafür ist die Qualität der vorgenannten Bauteile verantwortlich.


    Wie schon in Beitrag 323 beschrieben ist die "Filzstreifenmethode" im Prinzip die automatisierte Version einer manuellen Drehzahleinstellung. Einmal pro Umdrehung wird die Drehzahl gemessen und bei Abweichungen entsprechend neu einregelt. Das ist so völlig okay. Oder gibt es einen unter euch, der beim Plattenhören direkt neben dem Plattenspieler sitzt, aufs Stroboskop guckt und ständig mit dem manuellen Poti der Dr. Fuss Steuerung die Drehzahlschwankungen ausgleicht ^^.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Beim LP12 wäre auf der Innenseite des Tellers dann der schon erwähnte Filzstreifen und auf der linken Seite der Platine wohl der Sensor.

    Genauso ist es!

    Durch die Markierung am Plattenteller wird die Ist-Drehzahl gemessen und mit der Soll-Drehzahl verglichen. Bei Abweichungen wird die Motordrehzahl entsprechend nachgeregelt. Das ist im Prinzip die automatisierte Version einer manuellen Drehzahleinstellung.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Okay,

    dann noch eine genauere Beschreibung des "Stahllagers". Das besteht aus innerer und äußerer Lagerschale, Lagerkugeln und Kugelkäfig. Alle diese Bauteile waren bei meinem Ur-Akito aus Stahl. Ich habe meinen Akito direkt nach dem escheinen (ich glaube es war 1989 oder 1990) zusammen mit dem Basik-Laufwerk und K5-Tonabnehmer zusammen für insgesamt 890 DM gekauft. Der Akito dürfte daher aus der ersten Serie stammen.

    Es gibt hier im Forum mindestens noch ein Mitglied das ebenfalls Erfahrungen mit der Lagerrevision beim Ur-Akito hat. Dort waren auch vollständig aus Stahl gefertigte Lager eingebaut, hier der Link dazu:

    In Netz wird ja insbesondere bei "Produktfehlern" eigentlich fast immer alles fotografisch dokumentiert und gepostet. Mir ist noch nie ein Bild einer zerbröselten Akito Lagerschale unter gekommen. Das wäre dann ein eindeutiger Beweis und eine wunderbare Steilvorlage fürs beliebte Linn-Bashing.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hab ich von jemandem, der die Dinger wieder instandsetzt und regelmäßig die Plastkreste da raus kratzt.

    Dann ist derjenige entweder ein Schwafler oder Herr Tiefenbrunn hat mich besonders lieb und mir extra Stahllager eingebaut. :) :love:


    Entschuldigung vorab - den konnte ich mir nicht verkneifen :sorry:


    Beste Grüße

    Ulrich

    Die Lagerschalen sind aus Kunstoff.

    Hallo Bonzo,


    da bist Du leider einem Gerücht, das sich sehr hartnäckig hält, aufgesessen. Ich kann definitiv bestätigen das die Lager vollständig aus Stahl bestehen! Auch die schon oft an anderer Stelle gehörte Behauptung die Lagerzapfen der Vertikallagereinheit wären aus Kunststoff stimmt nicht - die sind aus Messing.

    Die Plastikmär ist offensichtlich nicht tot zu kriegen. Ich ärgere mich immer darüber wenn durch fehlerhafte Behauptungen ein Produkt massiv abgewertet wird.

    Die im Ur-Akito verbauten Lager sind Standardqualität. Die Lagerprobleme sind meiner Erfahrung nach durch verharzten Schmierstoff in Verbindung mit Staub, der durch die Dichtspalte eindringt, verursacht. Die Ur-Akitos dürften alle schon über 30 Jahre alt sein, da verwundert mich nichts. Ein weitere weit verbreitete Ursache ist ein „zerdrückter Lagerschaft“ durch exzessives „anknallen“ der Befestigungsschraube am Tonarmsockel.

    Ein Ur-Akito sollte vor dem Kauf genauestens unter die Lupe genommen werden. Starke Druckstellen am Lagerschaft wären für mich ein Ausschlusskriterium, das gilt im übrigen auch für die Ittoks und Ekos.



    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Costa,


    die Eingangskapazität ist leider sehr sehr hoch! Meine persönliche Meinung: Damit lässt sich praktisch kein aktuelles modernes System betreiben. Ist die Kabelkapazität gemessen oder beruht der Wert auf den Herstellerangaben? Da gibt es nämlich von der Beschaltung abhängig extreme Unterschiede! Symmetrische Leitungen sind im Hinblick auf geringe Kapazitätswerte leider nur Suboptimal! Bitte sieh Dir mal folgenden Thread dazu an:

    "Kapazität Phonokabel Leiter/Leiter und Leiter/Schirm" vom 16. April 2020.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Moritz,


    der EPA 100 hat sehr hochwertige Lager verbaut. Um die Rubinlagerkugeln zu schützen sind die "Lagerspitzen" mit Federelementen ausgestattet. Damit wird eine definierte Vorspannung eingestellt. So werden auch durch Temperaturunterschiede verursachte Längenänderungen, die zu erhöhtem Lagerspiel bzw. zu strammen Lagern führen, ausgeglichen. Ich kenn keinen anderen Hersteller der solch einen Aufwand betreibt. Der EPA 100 ist für mich persönlich der hochwertigste kardanisch gelagerte Tonarm der jemals gebaut wurde.


    Ich wäre sehr vorsichtig im Umgang mit der Lagereinheit! Es kann durchaus sein, das ein "gefühltes Spiel" auf die Federkonstruktion zurückzuführen ist und somit korrekt ist.

    Auf "Vinylengine" kannst Du das Service-Manual vom EPA 100 herunterladen?! Ich habe es gerade probiert - bin aber leider aus mir unerfindlichen Gründen gescheitert.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Michael,


    60µm sollten immer ausreichend sein! Es kommt auch auf den tatsächlich auf der Messplatte geschnittenen Pegel an. Bei der DHFI-Platte z.B. entspricht der "60µm-Pegel" realen 67µm! 70µm Nennpegel sind real 77µm.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Till,


    bitte stelle mal die Auflagekraft mit Hilfe der Skala auf dem Tonarmgegengewicht ein. Dann messe mit den Tonarmwaage nach und vergleiche beide Ergebnisse. Ist nur ein geringer Unterschied (0,1 bis 0,2 gr.) vorhanden ist der Wert plausibel. Ergibt sich eine größere Abweichung dann ist ggf. die Waage schuld!

    Viele der billigen Waagen reagieren empfindlich auf die Nähe eines starken Magneten - und der ist beim MC-Tonabnehmer prinzipbedingt eingebaut.

    In dem Fall würde ich eher der Tonarmskalierung vertrauen!

    Man kann die Waage auch prüfen wenn man einen starken Magneten über die Messauflage hält. Ändert sich der angezeigte Wert kann man die Waage aber immer noch zum Anrühren von 2-Komponenten Klebstoff verwenden ;).


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Volker,


    sieh Dir mal diesen Thread an:

    Umbau auf XLR, Frage zur Pinbelegung des Tonabnehmers

    ab #162 wird es interessant!


    Beste Grüße

    Ulrich

    Ich finde das Supra Effi auch wegen des technischen Aufbaus sehr interessant - und zwar speziell in echt symmetrischer Anschlußtechnik mit XLR-Verbindern.


    Supra hat aktuell offensichtlich die Kapazitätswerte Leiter/Leiter nach oben auf 75 pF/m korrigiert.

    Als RCA/Cinch Verbindung kommt dann leider wieder, wie bei allen symmetrischen Leitungstypen, die Schirmkapazität dazu. Dabei ist es egal ob der Schirmanschluss beidseitig oder nur einseitig, egal auf welcher Seite erfolgt. Die Ader/Schirmkapazität ist ganz entscheidend vom geometrischen Abstand des inneren Leiters zum Schirm abhängig.

    Beim Effi ist dieser Abstand vergleichsweise gering und die Kapazität damit hoch. D.h. RCA Verbindungen mit diesem Kabel haben generell eine deutlich erhöhte Kapazität im vgl. zu den Herstellerangaben, die sich ja nur auf die Leiter/Leiter Kapazität beziehen. Die Leiter/Schirm Kapazität wird bei Supra leider verschwiegen. Ich vermute bei RCA-Konfiguration, aus Erfahrung mit anderen ähnlich aufgebauten Kabeltypen, Werte um die 200 pF/m!

    Vielleicht hat jemand aus dem Forum dieses Kabel in RCA-Konfiguration im Einsatz, verfügt über ein Kapazitätsmessgerät und kann die Werte hier posten.


    Ich kann es immer nur wiederholen - kommt es auf geringe Kapazitätswerte an - dann ist ein Koaxialkabel die bessere Wahl!


    Beste Grüße

    Ulrich

    ja, da gibt es sicher bessere Modelle. Aber woher bekomme ich die Daten um diese zu füttern?

    Hallo Winnie,


    das ist leider generell das Problem. Manche Hersteller haben es noch nicht mal nötig die Eingangskapazitäten ihrer Phonoverstärker anzugeben. Ich finde es auch mehr als ärgerlich wenn Kabelhersteller Star-Quad Leitungen mit Cinch Anschlüssen kombinieren und in den technischen Daten die Ader-Ader Kapazität angeben. Das ist dann genauso sinnvoll wie wenn in der Klangbeschreibung stehen würde "Supertoller Klang weil gelbe Außenhülle".


    Ich finde den "audiodinamica" Artikel sehr aufschlußreich weil dort die technischen Zusammenhänge gut erklärt werden und man ein Gefühl für die einstellbaren Parameter bekommt. Das Step Up Thema ist doch recht kompliziert und man kann ganz schnell "auf dem Bauch landen".


    Beste Grüße

    Ulrich