Posts by Karl01

    Das Problem bei den Armen waren nicht gehärtete Lagerschalen . Da haben sich die Lagerkugel durch die Vorspannung langsam eingegraben.

    Der Akito 1 hat 4 Stück Rillenkugellager vom Typ 686 und die haben sehr wohl gehärtete Lagerschalen!!!

    Der deutlich ältere LINN-Arm Basik LV V hatte tatsächlich einstellbare Konuslager. Die Lagerschalen waren direkt in den verchromten Messingschaft integriert. Da sind dann nach Jahren Laufspuren unvermeidlich. Der Tonarm befindet sich damit in guter Gesellschaft mit anderen Tonarmen älterer Herkunft.

    Betrachtet man die Lagerspitzen der kardanisch gelagerten Arme aktueller Produktion wird man dort nach einiger Zeit ebenfalls Laufspuren sehen. Die dort eingesetzten, angespitzten Madenschrauben sind meist selbst nicht gehärtet und von den aus gepresstem Blech hergestellten Kugelaufnahmen will ich lieber gar nicht erst reden.


    Beste Grüße ;)

    Ulrich

    Auf das Headshell legen, quer zur Nadel. Arm auf dem Lift.


    Mein Arm Bauer dps hat Markierungen für Azimuth. Wobei ich nicht weiß, wie viel Grad die Striche auseinander sind. Sind in ca. 1mm Abstand bei 15mm Radius.


    Hallo Frank,


    ganz einfach!


    Kreisumfang = 2 x Radius x Pi = 2 x 15 x Pi = 94,25 mm das entspricht 360°

    Strichabstand = 1mm daraus folgt der Teilwinkel = 360° / 94,25 = 3,82°


    Beste Grüße

    Ulrich

    Interessante Messung - vielen Dank dafür!

    Eine Frage dazu: "Ist das Oszi batteriebetrieben oder hängt es selbst am Netz?"

    Bei Netzbetrieb wäre es interessant wie das Ergebnis aussieht wenn das Oszi selbst über den Netzfilter angeschlossen wird.

    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Michael,


    hier im Forum wurden die diversen Verschaltungen symmetrischer Verbindungskabel bereits umfangreich diskutiert - es gibt auch Messwerte dazu:

    Einfach mal nach diesen Threads suchen:


    "Kapazität Phonokabel Leiter/Leiter und Leiter/Schirm" (16. April 2020)

    "pseudo symmetrisch besser als klassich Cinch" (3. Juni 2019)


    Beste Grüße

    Ulrich

    #Zum Thema Kabelverträglichkeit und Verstärker:


    Ich hatte vor Jahren eine Anlage mit einer Endstufe "Naim Audio NAP 110". Da war ein Beiblatt mit einer "Karikatur" dabei wo ein Typ eine Zündmaschine an seine Anlage angeschlossen hat. Dort stand sinngemäß:


    "Don´t use high end speaker cable, this may blow up your equipment".


    Das diese Warnung nicht unbegründet war hat ein Freund von mir erfahren müssen. Er hatte sich meine Endstufe ausgeliehen und eine recht dicke Zwillingsleitung angeschlossen. Der Hörtest lief nur weinige Sekunden - die Hochtöner sind durchgebrannt.

    Von daher kann ich bestätigen das die Interaktionen zwischen Verstärker, Kabel und Lautsprecher durchaus Einfluss auf den Klang haben können. Es muss ja nicht immer mit durchgebrannten Hochtönern enden. Kabel gleichen Querschnitts haben in Abhängigkeit vom Isolator und der geometrischen Anordnung der Leiter durchaus andere elektrische Parameter (Induktivität, Kapazität). Das führt zu unterschiedlichen Belastungen des Verstärkers und kann damit den Klang in die eine oder andere Richtung beeinflussen.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Philipp,


    aus technischer Sicht ist es sehr schwierig ein hochflexibles, niedrig kapazitives Koaxialkabel zu konstruieren. Wie schon erwähnt ist der Abstand zwischen Innenleiter und Schirm mit entscheidend. Natürlich spielt auch das Dielektrikum eine Rolle. Die Dielektrizitätskonstante von Teflon liegt z.B. bei 2. Polystyrol-Schaum mit einer Dielektrizitätskonstante von 1,03 wäre theoretisch besser geeignet. Allerdings ist das Material viel zu weich um den Innenleiter konstant auf Abstand zum Schirm zu halten und die Kapazität würde sich bei jeder Biegung des Kabels verändern. Folglich muss die Isolation des Innenleiters eine gewisse Steifigkeit aufweisen und wegen des Abstands zum Schirm auch einen bestimmten Durchmesser.


    Die Biegesteifigkeit für einen kreisförmigen Querschnitt wird durch das Widerstandsmoment definiert:


    W = Pi/32xD³


    Der Durchmesser geht mit der 3. Potenz ein! D.h. eine Verdoppelung des Isolationsdurchmessers führt zu einer achtfachen Erhöhung des Biegewiderstands. Den Einfluss des Innenleiters habe ich hier bewusst vernachlässigt um die Sache nicht zu sehr zu verkomplizieren.


    Berücksichtigt man dazu noch das Schirmgeflecht (das sich teilweise extrem fest um den Innenisolator schmiegt) und die Außenhülle wird schnell klar, dass es bei der Flexibilität eines Koaxialkabels Grenzen gibt.


    Die Innenleiter der symmetrischen Kabel haben relativ geringe Isolationsdurchmesser und sind meist verdrillt was per se schon sehr gut für die Flexibilität ist. Häufig befinden sich auch noch Beilauffäden aus Baumwolle innerhalb des Schirms um die Rundheit des Kabels zu gewährleisten. Dadurch sind die Innenleiter innerhalb des Schirms leicht verschiebbar, was wiederum der Flexibilität zuträglich ist. Leider lassen sich damit keine wirklich niedrig kapazitiven Leitungen herstellen.



    Beste Grüße


    Ulrich

    Weiß jemand, ob es Koaxiakabel mit geringer Kapazität gibt, die nicht so steif sind? Oder ist das eine grundsätzliche Eigenschaft dieses Kabeltyps.


    Schönen Gruß

    Philipp

    Hallo Philipp,


    der für die Kapazität entscheidende Faktor ist der geometrische Abstand der Leiter zueinander!

    Niedrigkapazitive Koaxialkabel haben einen großen Abstand zwischen Innenleiter und Schirm. Da der Isolator um den Innenleiter sehr „dick“ ist, ist das Kabel meist auch vergleichsweise steif.

    Bei symmetrischen Kabeln liegen die Leiter insbesondere bei den dünnen flexiblen Ausführungen eng beisammen und haben damit deutlich höhere Kapazitätswerte.

    Niedrigste Kapazitätswerte können von symmetrischen Kabeln prinzipiell nicht erreicht werden!

    Mein Favorit bei den Koaxialkabeln ist nach wie vor das Inak NF 102. Das hat gemessene 33 pF/Meter. Nachteil ist die extreme Steifheit.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo,

    mein iPhone X hat mit der RPM-App ca. 1% zu viel angezeigt! Ich habe deshalb in der Fa. das iPhone auf einem "Präzisionsdrehtisch" getestet und die Rohdaten mit der Phyphox-App der RWTH-Aachen ausgelesen - da haben sich die 1% zu viel bestätigt. Im übrigen ist das Gyrosignal selbst im Stillstand natürlich etwas verrauscht. Überträgt man den Grundrauschpegel auf einen ideal konstant laufenden Plattenteller ergibt sich damit schon eine relative Drehzahlschwankung von ca. plus minus 0,18 %.


    Die Genauigkeit der in den Smartphones verbauten Sensoren ist leider nicht immer genau genug. Das ist sicher auch von Hersteller zu Hersteller verschieden. Man kann Glück haben und alles passt oder man hat Pech und erwischt ein Exemplar wie ich es habe.


    Daher meine Warnung: Nicht generell auf die Messung verlassen!


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Klaus,


    ich habe dafür verschiedene Präzisionsabisolierer der Fa. Wetec. Die sind fest eingestellt und funktionieren daher nur für den jeweils vorgesehenen Leiterquerschnitt. Der Vorteil ist das die Isolierung damit vollumfänglich durchtrennt wird und der Rest einfach mit den Fingern abgezogen werden kann. Das funktioniert tadellos auch mit störrischem Material wie Teflon u.ä..

    Wenn Du dich dafür entscheidest musst vorher die genauen Leiterquerschnitte ermitteln, Wetec bietet eigentlich für alle typischen Anwendungen ab AWG 32 bis AWG 18 entprechende Ausführungen an.

    Es gibt auch einstellbare Ausführungen - davon rate ich aber ausdrücklich ab! Ich bin damit nie glücklich geworden und habe mir bei Bedarf immer die passende fest eingestellte Ausführung gekauft.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Christian,


    der Akito hat Baerwald-Geometrie (Lofgren A). Für die Schön-Geometrie muss der TA etwas im Headshell verschoben (nach hinten) und auch leicht verdreht werden.

    Da das Headshell vom Akito sehr kurz baut gibt es evtl. Probleme mit dem Platz zwischen den Anschlusspins. Das Akito Headshell hat vorne eine kleine Bohrung, senkrecht herunter gepeilt ist das der genaue Aufsetzpunkt der Nadel bei Original-Geometrie.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Klaus,


    Koax hat meist eine deutlich kleinere Kabelkapazität. Das ist von Vorteil, weil viele der neuen hochwertigen MM´s eine sehr geringe Abschlußkapazität von 100 - 200 pF benötigen. Wie schon im Beitrag #143 von Udo beschrieben addieren sich die diversen Kapazitäten von den TA-Anschlußkäbelchen bis hin zur Eingangskapazität des Phonoverstärkers auf. Das kann dann schnell mal zu viel werden und der Klangeindruck tendiert leicht zu einer gewissen Schärfe im Hochtonbereich. Ich persönlich bevorzuge das KoaxKabel "INAK NF102". Das hat nur 33 pF pro Meter, ist allerdings sehr steif!

    Wenn Du nur MC´s betreibst spielt die Kapazität praktisch keine Rolle, dann würde ich auch zur symmetrischen Variante tendieren.


    Beste Grüße

    Ulrich

    Hallo Karl,

    sehr interessant deine Messungen. Danke für die Mühe.


    Danach dürfte es keine klanglichen Unterschiede geben zwischen einen Leitungsschutzschalter und einer Neozedsicherung.

    Das heißt aber, wenn wir davon ausgehen, dass es die klanglichen Unterschiede gibt, dann ergibt sich keine Korrelation zu deinen Messergebnissen.

    Hallo Frank,


    für mich gilt genau das oben gesagte. Ich habe vor Jahren bei Renovierungsarbeiten eine Extraleitung in Kombination mit einer Neozed-Sicherung vom Hauptstromverteiler bis zur Steckerleiste der Anlage verlegen lassen. Ich höre keinen Unterschied, aber das Gewissen ist beruhigt und wenn mal „kritische Hörer“ zu Besuch da sind kann ich zeigen das ich alles gemacht habe 😜.

    Beste Grüße

    Ulrich

    Moin,


    die Induktivität steigt erheblich mit dem Abgabestrom des Leitungschutzschalters, der Strom durchfliesst den magnetischen Schlaganker(Spule) um im Kurzschlussfall schnell auslösen.

    Hallo Stephan,


    das die Sicherungen mit zunehmendem Strom warm werden und damit auch Widerstand zunimmt ist klar. Ich habe in einem Datenblatt der Fa. Hager eine Angabe der Verlustleitung bei Nennstrom 16A gefunden - 2,5 Watt. Das entspricht ziemlich genau 0,01 Ohm. Das sind 20% über meinem Messwert - finde ich plausibel.


    Ich verstehe aber nicht warum die Induktivität mit steigendem Strom zunimmt. Hast Du dazu nähere Informationen?


    Beste Grüße

    Ulrich

    Wie hoch ist der Widerstand eines Leitungschutzschalters?

    Hallo Frank,


    das hat mich auch schon immer interessiert und daher habe ich einen Messversuch gestartet. Es war komplizierter als gedacht - mein privates Multimeter hat 0,00 Ohm angezeigt. Daher musste ich in der Firma unsere „Referenz“ bemühen, ein HP 3458 A. Das Gerät ist kalibriert und zeigt im kleinsten Widerstandsmessbereich 5 Nachkommastellen an. Das zu messende Objekt wird in Vierleitertechnik angeschlossen. Ich habe den fabrikneuen Schalter vorher 10mal betätigt.

    Nun zu den Messungen:

    Leistungsschutzschalter ABB 16 A, Auslösecharakteristik B: 0,008 Ohm, Schwankungsbreite 0,0002 Ohm

    Neozed Sicherung Siemens D01 16 A: 0,007 Ohm, Schwankungsbreite 0,0002 Ohm

    Ergänzend dazu habe ich mit einem anderen Gerät noch die Serieninduktivität gemessen.

    Leistungsschutzschalter: 0,6 Mikrohenry

    Neozedsicherung: nicht nachweisbar

    Allerdings sind die gemessenen Induktivitäten an der Messgrenze des Geräts und daher mit Vorsicht zu genießen!


    Beste Grüße

    Ulrich